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Anordnung von luftbeaufschlagten Lokomotivkühlern Die Erfindung betrifft
einen luftbeaufschlagten Lokomotivkühler und kennzeichnet sich dadurch, daß Einzelkühlkörper
mit ihren Mittelstücken in einem Rahmen der Lokomotive durch Befestigungsmittel,
iv ie Stiftschrauben o. dgl., derart lösbar aufgehängt sind, daß die oberen und
unteren Wasserkammern unter Entlastung der Befestigungs-und Dichtungsstellender
Rohre sich in senkrechter Richtung ausdehnen können. Ein solcher Kühler ist den
außerordentlich starken Erschütterungen unter den großen Massen der Lokomotive völlig
gewachsen. Durch die Aufhängung wird die Sicherheit für das Dichthalten im Betriebe,
die schon durch das Einwalzen der Rohre in Rohrböden in gewissem Sinne gewährleistet
wird; ganz bedeutend erhöht. Insbesondere wird hierbei ein freier Ausgleich der
Wärmespannungen ermöglicht.
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Bei Automobilkühlern, bei welchen man bisher bei der Entwicklung von
Lokomotivkühlern ausging, hat man vorgeschlagen, zum Ausgleich von Wärmespannungen
die obere Kühlkammer mit den daran durch Verlöten befestigten Rippenrohren und der
unteren Wasserkammer auf seitliche Stützen aufzulegen. Doch ist diese Anordnung
für den Lokomotivbetrieb - abgesehen von dem Nachteil der Befestigung der Rohre
durch Verlöten - auch deshalb nicht brauchbar, weil eine Entlastung der Befestigungs-
und Dichtungsstellen der Rohre hierbei nicht erzielt wird. Die Kühlelemente sollen
aus eingewalzten elliptischen Rippenrohren bestehen, deren Reihen derart in Ouinkunx
versetzt gegeneinander angeordnet sind, daß die sich ohne nennenswerten Zwischenraum
aneinander anschließenden rechteckigen Rippen aufeinanderfolgender Rohre derselben
Reihe etwa in Höhe der kleinen Ellipsenachse der Rohre benachbarter Reihen zusammenstoßen..
Die Verwendung elliptischer versetzter Rippenrohre dieser Art ist bei Kühlern elektrischer
Maschinen bekannt, doch trägt ,die Benutzung dieser Anordnung bei der Erfindung
den: besonderen Verhältnissen des Lokomotivbetriebes Rechnung; der gesteigerte Wärmeübergang
bei solchen Kühlern gestattet die Verwendung sehr kleiner Kühlelemente, während
die versetzte Anordnung eine vergleichsweise große Teilung und damit geringere Querschnittversperrung
einerseits und die Möglichkeit, schmale Rippen zu verwenden, andererseits mit sich
bringt.
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Gemäß einer Weiterbilidung der Erfindung sollen die Köpfe der als
Befestigungsmittel für die Kühlelemente dienenden Stiftschrauben durch eine Haube
abgedeckt werden, welche .die Schrauben unterstützt und die Luftströmung muldenartig
auf die Kühlrohre leitet.
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Nach Abb. i und 2 der Zeichnuug, die ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgedankens
darstellt, ist am vorderen Ende der Lokotnotive i ein kräftiger Rahmen 2 mit dem
Konstruktionsgerüst der Lokomotive fest verbunden,
der zur Aufnahme
der einzeln absperrbaren und auswechselbaren Kühlkörper dient. Der Kühler ist hier
in eine größere Anzahl verhältnismäßig kleiner, parallel geschalteter Einzelkühlkörper
aufgelöst, welche leicht ein- und ausgebaut werden können. Hierbei ergibt sich auch
der Vorteil, daß Beschädigungen eines Elementes nicht zu Betriebsstörungen der Lokomotive
führen. Auch können infolge der Parallelschaltung nach Belieben ein oder mehrere
Elemente abgeschaltet werden.
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Ein derartiges Kühlelement ist in Alvb. 3 bis 5 in größerem MaßStabe
dargestellt. Es besteht aus einem Mittelstück 3. mit Rohrböden und eingewalzten
Rohren, dias mit kräftigen Seitenwänden für die Luftführung ausgerüstet und beiderseitig
durch Knotenblechverkleidungen nach allen Richtungen gut ausgesteift ist. Oben und
unten; sind Wasserkammern d. auf das Mittelstück aufgesetzt, die das zu kühlende
Wasser und das 01 in geeigneter Weise auf die Kühlrohre verteilen. Im Konstruktionsrahmen
z sind stehbolzenartige Schrauben 5 angeordnet. Auf diese Schrauben werden die Kühlkörper
mit ihren Mittelstüc4en einzeln aufgeschoben und mittels der Kammern 6 und Gegenmuttern
7 fest an den Rahmen 2 gedrückt. Eine derartige Anordnung hat den Vorteil, daß die
Wasser-und ölkammern entlastet sind und für die Befestigung des Kühlers am Lokomotivrahmen
nicht beansprucht werden. Die Rohre können sich infolgedessen mit ihren Böden und
den aufgeschraubten Wasser- und Olkammern entsprechend den auftretenden Temperaturschivankungen
frei ausdehnen, so daß 1'rndichtigkeiten nicht zu befürchten sind.
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Die Anordnung hat den weiteren Vorteil der leichten Bedienung und
Auswechselbarkeit der einzelnen Kühlkörper. Gemäß der Erfindung wird die nicht von
,der Luft beaufschlagte Ansichtsfläche der Kühlkörper, insbesondere die senkrechten
Seitenwände und Wasserkammern, durch einen aufklappbaren oder abnehmbaren Rahmen
8 verkleidet. Dieser Rahmen, dessen Stege düsenartig abgerun--let sind, erfüllt
einen doppelten Zweck. In erster Linie soll hierdurch die Kühlluft, die finit großer
Geschwindigkeit in das Rohrvstem eintritt, eine gute Führung erhalten. _reriier
wird hierdurch die nicht von der Luft berührte Ansichtsfläche der Kühlkörper mit
den Befestigungsklammern 6, den Schrauben 7 und den Wasserkammern verdeckt, wodurch
der Kühler, der en Kopf der Lokomotive bildet, ein gutes und charakteristisches
Aussehen erhält. Nach dem Abnehmen des Rahmens 8 sind :die einzelnen Kühlkörper
zugänglich und können nach dem Lösen der Muttern 7 und der Rohrleitungsflanschen
g leicht nach vorn herausgezogen werden.
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Wie aus -der Abb. d. erkennbar ist, bestehen die Kühlerelemente aus
elliptischen Rippenrohren, die derart im Quinkunx gegeneinander versetzt angeordnet
sind, d.aß die sich ohne nennenswerten Zwischenraum aneinander anschließenden rechteckigen
Rippen aufeinand-erfolgender Rohre derselben Reihe etwa in Höhe .der kleinen Ellipsenachse
der Rohre benachbarter Reihen zusammenstoßen.