DE49244C - Apparat zum Läutern von Bierwürze und Bier - Google Patents
Apparat zum Läutern von Bierwürze und BierInfo
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Classifications
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- C12M—APPARATUS FOR ENZYMOLOGY OR MICROBIOLOGY; APPARATUS FOR CULTURING MICROORGANISMS FOR PRODUCING BIOMASS, FOR GROWING CELLS OR FOR OBTAINING FERMENTATION OR METABOLIC PRODUCTS, i.e. BIOREACTORS OR FERMENTERS
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- C12M41/02—Means for regulation, monitoring, measurement or control, e.g. flow regulation of foam
-
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- C12—BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
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- C12—BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
In der Bierbrauerei ist das Streben in den letzten Jahren hauptsächlich auf die Entfernung
der mikroskopischen Organismen gerichtet gewesen, und als eine Hauptbedingung hat man
aufgestellt, dafs sowohl die Würze als das Bier nur mit einer bestimmten Art cultivirter Hefe
in Berührung kommen darf, welche der Würze' zugesetzt wird, um die Hauptgährung einzuleiten.
Dieses lä'fst sich nur durchführen, wenn die Würze steril, d. h. frei von lebenden Organismen
jeder Art zu den Gährungskellern geführt wird. Es ist daher zu beachten, dafs der Würze, welche nach dem Kochen sterilisirt
ist, nicht während des Abkühlens und Lüftens fremde Organismen zugeführt werden, was bei
den jetzt gebräuchlichen Verfahren unvermeidlich ist.
Bei Anwendung von Kühlbottichen kann die Würze nicht sterilisirt zu den Gährkellern geführt
werden, und man hat deshalb versucht, rohrförmige Kühlapparate anstatt der Kühlbottiche
anzuwenden, ohne jedoch ein genügend gutes Resultat zu erreichen, indem die Luftzufuhr und also das Lüften der Würze
nicht hinreichend und eine unregelmäfsige Gährung die Folge war. An anderen Kühlapparaten
ist die Luftzufuhr zwar hinreichend, aber die Luft ist nicht rein, weshalb die schädlichen
Organismen in die Würze und mit derselben weiter zu den Gährungs- und Lagerkellern
gelangen. Vor der Gährung soll die Würze nicht allein abgekühlt werden, sondern es soll auch gleichzeitig eine Ausscheidung der
suspendirten Stoffe aus ihr erfolgen, sowie hinreichend reine Luft aufgenommen werden.
Diese dreifache Arbeit wird nach vorliegender Erfindung mittelst des auf beiliegender Zeichnung
dargestellten Apparates ausgeführt.
A ist eine Schleudermaschine (Centrifuge) und B ein Kühlapparat von irgend welcher
passenden Art. Durch das Rohr α wird der Schleudermaschine die Würze direct vom
Hopfenkessel zugeführt. Die in der Würze suspendirten Stoffe werden mittelst der Centrifugalkraft
ausgeschieden; bei d wird die Würze in das Rohr b und von da zu dem Kühlapparate
B geführt. Die Schleudermaschine ist in passender Weise luftdicht geschlossen
und steht nur in Verbindung mit der äufseren Luft, und zwar durch das mit einem Hahn e
und einem cylinderförmigen Behälter c versehene Rohr g. In diesem Behälter ist ein
geeignetes Filter angebracht, so dafs die Luft sterilisirt mit der Würze in Berührung kommt.
Mittelst des Hahnes kann die Luftzusfrömung regulirt werden, und da sonst die Leitungswege überall geschlossen sind, so ermöglicht
der Apparat, in bisher unerreichter Weise die Schaumbildung bis auf ein Minimum bezw.
ganz zu verhindern.
Der Apparat hat vor früher angewendeten Apparaten nach Angabe des Erfinders folgende
Vortheile:
ι. Absolute Sterilisirung, Lüftung und Reinigung
bei möglichst geringer Schaumbildung.
2. Der Apparat kann mittelst Dampfes leicht gereinigt und sterilisirt werden.
3. Der Apparat braucht wenig Platz, so dafs die grofsen Kühllocale zu anderen Zwecken
Verwendung finden können.
4. Abtropf beutel werden durch den Apparat entbehrlich.
5· Wegen der leichten Reinigung des Apparates und des Wegfalles der Abtropfbeutel
wird an Arbeitskraft gespart.
6. Verlust an rückständiger Würze wird vermieden.
Die Nachgährung in den Lagerfässern ist ebenso wichtig für die Haltbarkeit und den
Charakter des Bieres als die Hauptgährung selbst. Der cultivirten oder rein gezüchteten
Hefe wird immer etwas wilde Hefe beigemischt sein, welche also mit ihr in die Würze übergeführt
wird. Während der ersten Periode des Gährungsprocesses kann man Zellen von
wilder Hefe in der oberen Schicht der Würze nicht finden, indem sie sich erst gegen Schlufs
der Periode zeigen, weshalb auch der gröfste Theil dieser Hefezellen im Biere zurückbleibt
und mit ihm in die Lagerfässer übergeführt wird, um dort Schaden anzurichten. Es ist
deshalb von Bedeutung, dafs man so sorgfältig wie nur möglich die Hefezellen von der
fertig vergohrenen Würze abscheidet und nachher die Nachgährung mit Kräusenbier, welches
keine wilde Hefe enthalten kann, einleitet.
Dies kann durch Filtration geschehen; es ist jedoch ein solches Verfahren nicht blos
schwierig und umständlich, sondern auch kostspielig und von einem nicht geringen Risico
begleitet.
Das Centrifugiren wird dagegen die sicherste, billigste und einfachste Methode für diese Arbeit
sein.
Das Bier wird direct von dem Gährfafs zur Centrifuge und von da zu den Lagerfässern geleitet.
Jedoch nicht allein zu dem Zwecke, um die rückständigen Hefezellen auszuscheiden und
danach Kräusenbier zuzusetzen, läfst sich die Schleudermaschine benutzen.
Man kann nämlich dabei auch zur Hauptgährung Hefezellen anwenden, welche dem
Biere gewisse Eigenschaften geben, Hefezellen, welche sich indessen nicht für die Nachgährung
eignen.
Diese Hefezellen werden darauf ausgeschieden und die Nachgährung mit passenden Hefesorten
eingeleitet. Die Reife des Bieres zum Consum kann ebenfalls dadurch sicher geregelt
werden, dafs zur Nachgährung schnell oder langsam klärende Hefe Anwendung findet.
Bisweilen geschieht es auch, dafs, trotzdem die Gährung den gewöhnlichen Höhepunkt erreicht
hat, mehr Hefe rückständig bleibt, als man wünscht, in die Lagerfässer überzuführen, und
es bleibt dann nichts weiter übrig, als die Gährung (wahrscheinlich eine krankhafte) noch
einige Zeit weiter gehen zu lassen. Werden die Hefezellen dagegen mittelst der Centrifuge
ausgeschieden, so fallen diese Uebelstände von selbst fort.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Ein Apparat zur schaumfreien Läuterung von Bierwürze bezw. Bier, bestehend in der Combination der luftdicht abgeschlossenen Schleuder f, der geschlossenen Zuleitung a, der geschlossenen Ableitung b und dem mit Filterbehälter c und Regulirhahn e versehenen Rohr g zur Einführung sterilisirter Luft.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE57234T |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE49244C true DE49244C (de) |
Family
ID=33315414
Family Applications (2)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT49244D Expired - Lifetime DE49244C (de) | Apparat zum Läutern von Bierwürze und Bier | ||
| DENDAT57234D Expired - Lifetime DE57234C (de) | Schleuderapparat zur Behandlung oder Imprägnirung von Flüssigkeiten, welche durch die äufsere Luft schädlich beeinflufst werden, mit sterilisirter Luft oder Gasen unter Luftabschlufs |
Family Applications After (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT57234D Expired - Lifetime DE57234C (de) | Schleuderapparat zur Behandlung oder Imprägnirung von Flüssigkeiten, welche durch die äufsere Luft schädlich beeinflufst werden, mit sterilisirter Luft oder Gasen unter Luftabschlufs |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (2) | DE57234C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE829155C (de) * | 1938-03-16 | 1952-01-24 | Bergedorfer Eisenwerk A G Astr | Verfahren zur Behandlung von Bierwuerze |
| DE1083772B (de) * | 1958-09-04 | 1960-06-23 | Flottweg Motoren Werk Dr Georg | Verfahren zum Abtrennen der Treber von der Vorderwuerze |
-
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Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE829155C (de) * | 1938-03-16 | 1952-01-24 | Bergedorfer Eisenwerk A G Astr | Verfahren zur Behandlung von Bierwuerze |
| DE1083772B (de) * | 1958-09-04 | 1960-06-23 | Flottweg Motoren Werk Dr Georg | Verfahren zum Abtrennen der Treber von der Vorderwuerze |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE57234C (de) |
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