DE487358C - Einspannvorrichtung fuer Lokomotivradsaetze - Google Patents
Einspannvorrichtung fuer LokomotivradsaetzeInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B23—MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B23B—TURNING; BORING
- B23B33/00—Drivers; Driving centres, Nose clutches, e.g. lathe dogs
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B23—MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B23B—TURNING; BORING
- B23B5/00—Turning-machines or devices specially adapted for particular work; Accessories specially adapted therefor
- B23B5/28—Turning-machines or devices specially adapted for particular work; Accessories specially adapted therefor for turning wheels or wheel sets or cranks thereon, i.e. wheel lathes
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Description
Das Einspannen der Lokomotivradsätze in die Radsatzdrehbank zum Nacharbeiten der Radreifen
ist mit verschiedenen Schwierigkeiten verbunden, die einerseits durch die langen Kurbelzapfen
(Trag- und Kuppelzapfen), anderseits durch die Steuerungskurbeln bedingt sind. Um
für den Doppelzapfen und die Steuerungskurbel hinter der Körnerspitze einen genügend freien
Platz zur Aufnahme zu schaffen, lagerte man die Körnerspitzen bei den älteren Bauarten in Spitzenbügel
oder Spitzenglocken, die mit einem Flansch auf der Planscheibe aufgeschraubt wurden.
Damit war aber auch der Abstand zwischen Planscheibe und Radreifen bestimmt, und dementsprechend
lang mußten dann auch die Mitnehmer gehalten werden.
Um den Abstand zwischen Radreifen und Planscheibe zu verkürzen, entstand in der Folge
eine Bauart, bei der die Planscheiben Aussparungen erhielten, in welche die langen Kurbelzapfen
eintreten konnten. Ein scheinbarer Fortschritt wurde später dadurch erzielt, daß man die
Spitzenglocken als in den hohlen Kopfspindeln geführte Pinolen ausbildete. Diese Pinolen werden
durch eine Stoßstange, Stellring und durch einen mit dem Bett fest verschraubten Anschlagbock
nach kurzer Bewegung in einer bestimmten Lage (größte Achslänge plus Abstand der Körnerspitzeri
von den Achsspiegeln) festgehalten.
Beide Spindelstöcke sind am Bett längsbeweglich und nehmen beim Auseinanderfahren durch
die Reibung in den hohlen Kopfspindeln die Pinolen so weit mit, bis der Stellring gegen den
Anschlagbock anrennt. In dieser Lage wird die Pinole festgehalten, wobei die Körnerspitzen in
einem bestimmten Abstand vor dem Achsspiegel der Radachse stehen und die Spindelstöcke ihre
Bewegung so lange fortsetzen, bis auch die Steuerungskurbel vor den Planscheiben liegt, so
daß der Radsatz unbehindert aus der Drehbank ausgehoben werden kann. Beim Einheben des
Radsatzes in die Maschine ragt die Pinole so weit aus den Planscheiben heraus, daß der Radsatz
von oben in die Maschine eingehoben werden kann, wobei die Steuerungskurbeln hinter den
Körnerspitzen und den PlanscheibestirnfLächen in die Pinole eintreten können. Wird nun die
Bewegung der beiden Spindelstöcke gegen den Radsatz durch Motor, Gewindespindel und
Räderübersetzung eingeleitet, so wird die Pinole durch die Reibung in den hohlen Kopfspindeln
so weit mitgenommen, bis die Körnerspitzen in den Körnerlöchern der Achse Widerstand finden.
Die Pinolen bleiben nun so stehen; während die beiden Spindelstöcke ihre Bewegung fortsetzen,
gleiten die hohlen Kopfspindeln mit den Planscheiben über die Pinole. Erst wenn der Konusbund
der Pinole im Gegenkonus der hohlen Kopf spindel Widerstand findet, werden die Körnerspitzen in die Körnerlöcher der Radsatzachse
eingepreßt. Die Bewegung der beiden Spindelstöcke wird durch einen Kranmotor bewirkt und
in dem Augenblick, in dem die Körnerspitzen in die Körnerlöcher der Achse eingepreßt werden,
wird durch den auftretenden Stromstoß ein Maximalschalter betätigt, der den Stromkreis
des Motors unterbricht. Der Maximalschalter muß dabei auf eine entsprechende Höchstamperezahl
eingestellt werden. Dadurch und durch die Beschleunigung der bewegten Masse wird der
Anpreßdruck so groß, daß sich ein Aufbäumen der Spindelstöcke (Abheben vom Bett) nicht vermeiden
läßt. Das Aufbäumen der Spindelstöcke bewirkt nicht nur das bekannte Zittern der Radsatzdrehbank,
sondern auch das Laufflächenprofil erleidet dadurch eine Verzerrung.
Der Gegenstand der Erfindung besteht demgegenüber darin, daß die kraftschlüssige Spannung
der Achse durch gegenläufige Bewegung des Spitzenträgers und des eigentlichen Spannlagers
in der hohlen Kopfspindel erst nach dem Festbremsen des Reitstockes durch den Verschiebemotor
auf dem Bett erfolgt. Der Spindelstock ist mit dem Bett fest verschraubt.
Der Erfindungsgegenstand ist auf den beiao liegenden Zeichnungen in einem Ausführungsbeispiel dargestellt, und zwar zeigen:
Abb. ι einen Längenschnitt der Einspannvorrichtung
mit kraftschlüssig gespanntem Radsatz, Abb. 2 die gleiche Anordnung mit ausgefahrener
Einspannvorrichtung und
Abb. 3 eine Stirnansicht der Vorrichtung, Abb. 4 und 5 in Seiten- und Stirnansicht eine
Ausführung der Bremse für den Reitstock.
Der Radsatz ι wird in die Maschine eingehoben und auf einen in der Längsrichtung verschiebbaren
Auflagebock abgelegt, wobei die Steuerungskurbel in den freien Raum hinter der Körnerspitze
2 eintritt. Die Körnerspitze 2 ist in dem Spitzenbügel 3 gelagert, der aus einem
Vorder- und einem Hinterflansch besteht, die durch zwei kräftige Rippen miteinander verbunden
sind. Dieser Spitzenbügel 3 ist in dem eigentlichen Spannlager 4 gelagert und durch
die Gewindehülse 5 in ihm längsverschiebbar. to Das Spannlager 4 ist in der hohlen Kopfspindel 6
geführt und wird durch die Feder 7 stets in die äußere Stellung (Abb. 2) gedrückt. Es ist mit
einem schlanken Spannkegel 10 versehen, der seinen Sitz in der hohlen Kopfspindel 6 findet.
Der Spindelstock, der alle diese Teile trägt, ist mit dem Bett der Drehbank fest verschraubt,
während der Reitstock am Bett durch Motor, Räderübersetzung und Gewindespindel oder
auch durch beliebige andere Mittel Längsbewegung erhält. Wird nun, nachdem der Radsatz
eingelegt ist, die Längsbewegung des Reitstockes eingeleitet, so wird zuerst die Körnerspitze des
Reitstockes in das Körnerloch des Radsatzes eintreten und den Radsatz vor sich herschieben, bis
auch die Körnerspitze 2 des Spindelstockes im Körnerloch der Achse Widerstand findet. Beim
Weiterwandern des Reitstockes wird die Feder 7 gleichmäßig gespannt, und zwar dadurch, daß
die Gewindehülse 5 zwischen Spitzenbügel 3 und Spannlager 4 als Kupplung dient und sich dabei
über die Nutspindel 8 schiebt. Sobald der Radsatz ι zu den Supporten, also auch zu den Werkzeugen,
die richtige Stellung erreicht hat (Abb. 1), stößt der Reitstock 11 oder vielmehr seine
Bremse 12 gegen einen am Bett 13 einstellbaren Anschlag 14 an, der Reitstock 11 wird am Bett ·
13 motorisch festgeklemmt, wobei der Maximalschalter durch den Stromstoß anspricht und den
Stromkreis des Motors unterbricht. Eine einfache Ausführungsform der Reitstockbremse ist
in Abb. 4 dargestellt. Sie besteht hier aus einer Anzahl wechselweise mit ihren Schrägfiächen
zusammenstoßender, in eine Ausnehmung des Reitstockes 11 eingelegter Keilstücke 12, 12',
12", 12'" usw., die sich gegen ein festes Stück 15
anlegen. Sobald das erste Keilstück 12 auf den Anschlag 14 trifft, wirken die Keilflächen sämtlicher
Keilstücke derart gegeneinander, daß die Keilstücke den Reitstock 11 auf seinem Bett 13
sofort festklemmen. Das Aufbremsen des Reit-Stockes am Bett wird durch die Beschleunigung
der bewegten Massen wirksam unterstützt. Nun ist zu beachten, daß selbstverständlich im wesentlichen
die gleiche Einrichtung, wie sie am Spindelstock getroffen ist, sich auch am Reitstock
befindet. Der Radsatz ist mithin noch durch den ausgeglichenen Federdruck der Feder 7 in beiden
Vorrichtungen in gleichmäßigem Abstand von den beiden Planscheiben zwischen den Spitzen 2
des Spindelstockes und des Reitstockes gehalten. Erst wenn die Nutspindel 8 durch Räderübersetzung
9 oder Handrad usw. gedreht wird, schiebt sich die Gewindehülse 5 aus dem Spannlager
4 heraus und drückt den Spitzenträger 3 mit der Körnerspitze 2 fest in das Körnerloch
der Radsatzachse 1 ein. Sobald hierbei der Federdruck überwunden wird, wird das Spannlager
4 in die hohle Kopf spindel 6 hineingezogen, bis der Spannkegel 10 des Spannlagers 4 im
Gegenkonus der hohlen Kopfspindel 8 festsitzt. Dadurch nun, daß das Spannlager 4 aufgeschlitzt
ist, wird nicht nur im Kegel ein fester Sitz erreicht, sondern auch der Vorderflansch des Spitzenträgers
3 wird fest umschlossen, so daß dadurch ein sicheres Spannen und genaues Zenfrieren
des Radsatzes erreicht wird, ohne daß dabei ein Aufbäumen der Spindelstöcke eintreten
kann.
Das Ausspannen geht in umgekehrter Reihenfolge vor sich.
Zunächst wird die kraftschlüssige Spannung durch Handrad oder Räderübersetzung 9 gelöst.
Die Reitstockbremsung ist so eingerichtet, daß sie sich sofort selbsttätig löst, sobald entgegengesetzte
Bewegung eingeschaltet wird. Beim Ausfahren des Reitstockes wird der Radsatz so lange durch den Federdruck zwischen den Spitzen
2 gehalten, wobei er mit dem Reitstock mitgeht, bis er die Einspannstellung erreicht hat.
Der Reitstock bewegt sich noch um etwas mehr als die doppelte Körnerlochtiefe weiter, um dann
gegen einen Endschalter zu -rennen, der den
Stromkreis des Motors unterbricht. Der Radsatz kann nun unbehindert aus der Drehbank
ausgehoben werden.
Claims (1)
- Patentanspruch:Einspannvorrichtung für Lokomotivradsätze mit Aussparungen in den Planscheiben, in die die Kurbelzapfen und die Steuerungskurbeln hinter den Körnerspitzen in den Spitzenbügel eintreten, dadurch gekennzeichnet, daß der Reitstock vor dem kraftschlüssigen Spannen des Radsatzes selbsttätig am Bett durch eine durch einen feststehenden Anschlag (14) gesteuerte Klemmvorrichtung ,festgebremst wird und darauf die kraftschlüssige Spannung durch zwangläufig gegenläufige Bewegung des Körnerspitzenbügels (3) und des eigentlichen Spannlagers (4) in der Kopfspindel (6) erfolgt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA50697D DE487358C (de) | 1927-04-24 | 1927-04-24 | Einspannvorrichtung fuer Lokomotivradsaetze |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA50697D DE487358C (de) | 1927-04-24 | 1927-04-24 | Einspannvorrichtung fuer Lokomotivradsaetze |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE487358C true DE487358C (de) | 1929-12-09 |
Family
ID=6937539
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA50697D Expired DE487358C (de) | 1927-04-24 | 1927-04-24 | Einspannvorrichtung fuer Lokomotivradsaetze |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE487358C (de) |
-
1927
- 1927-04-24 DE DEA50697D patent/DE487358C/de not_active Expired
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