DE487358C - Einspannvorrichtung fuer Lokomotivradsaetze - Google Patents

Einspannvorrichtung fuer Lokomotivradsaetze

Info

Publication number
DE487358C
DE487358C DEA50697D DEA0050697D DE487358C DE 487358 C DE487358 C DE 487358C DE A50697 D DEA50697 D DE A50697D DE A0050697 D DEA0050697 D DE A0050697D DE 487358 C DE487358 C DE 487358C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
tailstock
clamping device
bed
wheel sets
wheelset
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEA50697D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
KURT AMBROSIUS
Original Assignee
KURT AMBROSIUS
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by KURT AMBROSIUS filed Critical KURT AMBROSIUS
Priority to DEA50697D priority Critical patent/DE487358C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE487358C publication Critical patent/DE487358C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23BTURNING; BORING
    • B23B33/00Drivers; Driving centres, Nose clutches, e.g. lathe dogs
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23BTURNING; BORING
    • B23B5/00Turning-machines or devices specially adapted for particular work; Accessories specially adapted therefor
    • B23B5/28Turning-machines or devices specially adapted for particular work; Accessories specially adapted therefor for turning wheels or wheel sets or cranks thereon, i.e. wheel lathes

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Turning (AREA)

Description

Das Einspannen der Lokomotivradsätze in die Radsatzdrehbank zum Nacharbeiten der Radreifen ist mit verschiedenen Schwierigkeiten verbunden, die einerseits durch die langen Kurbelzapfen (Trag- und Kuppelzapfen), anderseits durch die Steuerungskurbeln bedingt sind. Um für den Doppelzapfen und die Steuerungskurbel hinter der Körnerspitze einen genügend freien Platz zur Aufnahme zu schaffen, lagerte man die Körnerspitzen bei den älteren Bauarten in Spitzenbügel oder Spitzenglocken, die mit einem Flansch auf der Planscheibe aufgeschraubt wurden. Damit war aber auch der Abstand zwischen Planscheibe und Radreifen bestimmt, und dementsprechend lang mußten dann auch die Mitnehmer gehalten werden.
Um den Abstand zwischen Radreifen und Planscheibe zu verkürzen, entstand in der Folge eine Bauart, bei der die Planscheiben Aussparungen erhielten, in welche die langen Kurbelzapfen eintreten konnten. Ein scheinbarer Fortschritt wurde später dadurch erzielt, daß man die Spitzenglocken als in den hohlen Kopfspindeln geführte Pinolen ausbildete. Diese Pinolen werden durch eine Stoßstange, Stellring und durch einen mit dem Bett fest verschraubten Anschlagbock nach kurzer Bewegung in einer bestimmten Lage (größte Achslänge plus Abstand der Körnerspitzeri von den Achsspiegeln) festgehalten.
Beide Spindelstöcke sind am Bett längsbeweglich und nehmen beim Auseinanderfahren durch die Reibung in den hohlen Kopfspindeln die Pinolen so weit mit, bis der Stellring gegen den Anschlagbock anrennt. In dieser Lage wird die Pinole festgehalten, wobei die Körnerspitzen in einem bestimmten Abstand vor dem Achsspiegel der Radachse stehen und die Spindelstöcke ihre Bewegung so lange fortsetzen, bis auch die Steuerungskurbel vor den Planscheiben liegt, so daß der Radsatz unbehindert aus der Drehbank ausgehoben werden kann. Beim Einheben des Radsatzes in die Maschine ragt die Pinole so weit aus den Planscheiben heraus, daß der Radsatz von oben in die Maschine eingehoben werden kann, wobei die Steuerungskurbeln hinter den Körnerspitzen und den PlanscheibestirnfLächen in die Pinole eintreten können. Wird nun die Bewegung der beiden Spindelstöcke gegen den Radsatz durch Motor, Gewindespindel und Räderübersetzung eingeleitet, so wird die Pinole durch die Reibung in den hohlen Kopfspindeln so weit mitgenommen, bis die Körnerspitzen in den Körnerlöchern der Achse Widerstand finden. Die Pinolen bleiben nun so stehen; während die beiden Spindelstöcke ihre Bewegung fortsetzen, gleiten die hohlen Kopfspindeln mit den Planscheiben über die Pinole. Erst wenn der Konusbund der Pinole im Gegenkonus der hohlen Kopf spindel Widerstand findet, werden die Körnerspitzen in die Körnerlöcher der Radsatzachse eingepreßt. Die Bewegung der beiden Spindelstöcke wird durch einen Kranmotor bewirkt und in dem Augenblick, in dem die Körnerspitzen in die Körnerlöcher der Achse eingepreßt werden, wird durch den auftretenden Stromstoß ein Maximalschalter betätigt, der den Stromkreis
des Motors unterbricht. Der Maximalschalter muß dabei auf eine entsprechende Höchstamperezahl eingestellt werden. Dadurch und durch die Beschleunigung der bewegten Masse wird der Anpreßdruck so groß, daß sich ein Aufbäumen der Spindelstöcke (Abheben vom Bett) nicht vermeiden läßt. Das Aufbäumen der Spindelstöcke bewirkt nicht nur das bekannte Zittern der Radsatzdrehbank, sondern auch das Laufflächenprofil erleidet dadurch eine Verzerrung.
Der Gegenstand der Erfindung besteht demgegenüber darin, daß die kraftschlüssige Spannung der Achse durch gegenläufige Bewegung des Spitzenträgers und des eigentlichen Spannlagers in der hohlen Kopfspindel erst nach dem Festbremsen des Reitstockes durch den Verschiebemotor auf dem Bett erfolgt. Der Spindelstock ist mit dem Bett fest verschraubt.
Der Erfindungsgegenstand ist auf den beiao liegenden Zeichnungen in einem Ausführungsbeispiel dargestellt, und zwar zeigen:
Abb. ι einen Längenschnitt der Einspannvorrichtung mit kraftschlüssig gespanntem Radsatz, Abb. 2 die gleiche Anordnung mit ausgefahrener Einspannvorrichtung und
Abb. 3 eine Stirnansicht der Vorrichtung, Abb. 4 und 5 in Seiten- und Stirnansicht eine Ausführung der Bremse für den Reitstock.
Der Radsatz ι wird in die Maschine eingehoben und auf einen in der Längsrichtung verschiebbaren Auflagebock abgelegt, wobei die Steuerungskurbel in den freien Raum hinter der Körnerspitze 2 eintritt. Die Körnerspitze 2 ist in dem Spitzenbügel 3 gelagert, der aus einem Vorder- und einem Hinterflansch besteht, die durch zwei kräftige Rippen miteinander verbunden sind. Dieser Spitzenbügel 3 ist in dem eigentlichen Spannlager 4 gelagert und durch die Gewindehülse 5 in ihm längsverschiebbar. to Das Spannlager 4 ist in der hohlen Kopfspindel 6 geführt und wird durch die Feder 7 stets in die äußere Stellung (Abb. 2) gedrückt. Es ist mit einem schlanken Spannkegel 10 versehen, der seinen Sitz in der hohlen Kopfspindel 6 findet. Der Spindelstock, der alle diese Teile trägt, ist mit dem Bett der Drehbank fest verschraubt, während der Reitstock am Bett durch Motor, Räderübersetzung und Gewindespindel oder auch durch beliebige andere Mittel Längsbewegung erhält. Wird nun, nachdem der Radsatz eingelegt ist, die Längsbewegung des Reitstockes eingeleitet, so wird zuerst die Körnerspitze des Reitstockes in das Körnerloch des Radsatzes eintreten und den Radsatz vor sich herschieben, bis auch die Körnerspitze 2 des Spindelstockes im Körnerloch der Achse Widerstand findet. Beim Weiterwandern des Reitstockes wird die Feder 7 gleichmäßig gespannt, und zwar dadurch, daß die Gewindehülse 5 zwischen Spitzenbügel 3 und Spannlager 4 als Kupplung dient und sich dabei über die Nutspindel 8 schiebt. Sobald der Radsatz ι zu den Supporten, also auch zu den Werkzeugen, die richtige Stellung erreicht hat (Abb. 1), stößt der Reitstock 11 oder vielmehr seine Bremse 12 gegen einen am Bett 13 einstellbaren Anschlag 14 an, der Reitstock 11 wird am Bett · 13 motorisch festgeklemmt, wobei der Maximalschalter durch den Stromstoß anspricht und den Stromkreis des Motors unterbricht. Eine einfache Ausführungsform der Reitstockbremse ist in Abb. 4 dargestellt. Sie besteht hier aus einer Anzahl wechselweise mit ihren Schrägfiächen zusammenstoßender, in eine Ausnehmung des Reitstockes 11 eingelegter Keilstücke 12, 12', 12", 12'" usw., die sich gegen ein festes Stück 15 anlegen. Sobald das erste Keilstück 12 auf den Anschlag 14 trifft, wirken die Keilflächen sämtlicher Keilstücke derart gegeneinander, daß die Keilstücke den Reitstock 11 auf seinem Bett 13 sofort festklemmen. Das Aufbremsen des Reit-Stockes am Bett wird durch die Beschleunigung der bewegten Massen wirksam unterstützt. Nun ist zu beachten, daß selbstverständlich im wesentlichen die gleiche Einrichtung, wie sie am Spindelstock getroffen ist, sich auch am Reitstock befindet. Der Radsatz ist mithin noch durch den ausgeglichenen Federdruck der Feder 7 in beiden Vorrichtungen in gleichmäßigem Abstand von den beiden Planscheiben zwischen den Spitzen 2 des Spindelstockes und des Reitstockes gehalten. Erst wenn die Nutspindel 8 durch Räderübersetzung 9 oder Handrad usw. gedreht wird, schiebt sich die Gewindehülse 5 aus dem Spannlager 4 heraus und drückt den Spitzenträger 3 mit der Körnerspitze 2 fest in das Körnerloch der Radsatzachse 1 ein. Sobald hierbei der Federdruck überwunden wird, wird das Spannlager 4 in die hohle Kopf spindel 6 hineingezogen, bis der Spannkegel 10 des Spannlagers 4 im Gegenkonus der hohlen Kopfspindel 8 festsitzt. Dadurch nun, daß das Spannlager 4 aufgeschlitzt ist, wird nicht nur im Kegel ein fester Sitz erreicht, sondern auch der Vorderflansch des Spitzenträgers 3 wird fest umschlossen, so daß dadurch ein sicheres Spannen und genaues Zenfrieren des Radsatzes erreicht wird, ohne daß dabei ein Aufbäumen der Spindelstöcke eintreten kann.
Das Ausspannen geht in umgekehrter Reihenfolge vor sich.
Zunächst wird die kraftschlüssige Spannung durch Handrad oder Räderübersetzung 9 gelöst. Die Reitstockbremsung ist so eingerichtet, daß sie sich sofort selbsttätig löst, sobald entgegengesetzte Bewegung eingeschaltet wird. Beim Ausfahren des Reitstockes wird der Radsatz so lange durch den Federdruck zwischen den Spitzen 2 gehalten, wobei er mit dem Reitstock mitgeht, bis er die Einspannstellung erreicht hat. Der Reitstock bewegt sich noch um etwas mehr als die doppelte Körnerlochtiefe weiter, um dann gegen einen Endschalter zu -rennen, der den
Stromkreis des Motors unterbricht. Der Radsatz kann nun unbehindert aus der Drehbank ausgehoben werden.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Einspannvorrichtung für Lokomotivradsätze mit Aussparungen in den Planscheiben, in die die Kurbelzapfen und die Steuerungskurbeln hinter den Körnerspitzen in den Spitzenbügel eintreten, dadurch gekennzeichnet, daß der Reitstock vor dem kraftschlüssigen Spannen des Radsatzes selbsttätig am Bett durch eine durch einen feststehenden Anschlag (14) gesteuerte Klemmvorrichtung ,festgebremst wird und darauf die kraftschlüssige Spannung durch zwangläufig gegenläufige Bewegung des Körnerspitzenbügels (3) und des eigentlichen Spannlagers (4) in der Kopfspindel (6) erfolgt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DEA50697D 1927-04-24 1927-04-24 Einspannvorrichtung fuer Lokomotivradsaetze Expired DE487358C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEA50697D DE487358C (de) 1927-04-24 1927-04-24 Einspannvorrichtung fuer Lokomotivradsaetze

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEA50697D DE487358C (de) 1927-04-24 1927-04-24 Einspannvorrichtung fuer Lokomotivradsaetze

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE487358C true DE487358C (de) 1929-12-09

Family

ID=6937539

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEA50697D Expired DE487358C (de) 1927-04-24 1927-04-24 Einspannvorrichtung fuer Lokomotivradsaetze

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE487358C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE847672C (de) Zentrierspitze fuer Werkzeugmaschinen-Spindeln
DE2616945A1 (de) Vorrichtung zum aufspannen von kraftfahrzeugraedern
AT112589B (de) Einspannvorrichtung für Lokomotiv-Radsätze.
DE1126703B (de) Werkzeugmaschine mit um eine volle Umdrehung schaltbarem Werkstuecktraeger
DE487107C (de) Maschine zum Eindruecken des Radiergummieinsatzes in die Bleistiftkapsel mit selbsttaetiger Ankoernvorrichtung
DE870628C (de) Selbsttaetiger Mitnehmer fuer Drehbaenke
DE503555C (de) Vorschub- und Drehvorrichtung an spitzenlosen Schleifmaschinen mittels dem Werkstueck anliegender konischer Reibscheiben
DE542504C (de) Fuehrungseinrichtung fuer die Planscheibe senkrechter Drehbaenke
DE385613C (de) Maschine zum Schleifen asphaerischer Flaechen, insonderheit an optischen Linsen
DD300152A7 (de) Anordnung eines spannzapfens an einem werkzeughalter
DE868704C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Schleifen von Spiralbohrerspitzen
DE622379C (de) Einrichtung zum genauen mittigen Einspannen von Wellen zwischen Spitzen
DE882789C (de) Spannfutter fuer Werkzeugmaschinen
DE608935C (de) Verfahren zum Schleifen von Ansatzbolzen u. dgl. auf Spitzenlos-Schleifmaschinen
DE584331C (de) Sich drehender Werkzeugkopf fuer die Bearbeitung von konischen und sonstigen Formflaechen
DE718439C (de) Spindellagerung fuer Vorrichtung zum Abdrehen und Gewindefraesen oder Gewindestrehlen in einer Aufspannung des Werkstueckes
DE333798C (de) Selbsttaetige Einspannvorrichtung fuer Radsatzdrehbaenke
DE494972C (de) Selbsttaetig zentrierende Einspannvorrichtung an Radsatzdrehbaenken
DE525605C (de) Selbsttaetig arbeitende Maschine zur Herstellung von Abschnitten aus Stangenmaterial
DE595790C (de) Hauptspindellagerung fuer unmittelbar durch Riemen angetriebene Drehbaenke
DE956368C (de) Vorrichtung zum Halten der Rohlinge in Schraubenkopf-Schlitzmaschinen
DE1007144B (de) Werkzeugspannvorrichtung
AT214309B (de) Einspannfutter für ringförmige oder zylindrische Werkstücke, insbesondere an Innenschleifmaschinen
DE365756C (de) Vorrichtung zur Nachbearbeitung des Gewindes von Feinmessspindeln
DE760784C (de) Verschiebbare Koernerspitze