DE48378C - Deckeldichtung an Glühgefäfsen - Google Patents

Deckeldichtung an Glühgefäfsen

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DE48378C
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metal
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]. ZlLXBN in Letmathe in Westfalen
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    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21DMODIFYING THE PHYSICAL STRUCTURE OF FERROUS METALS; GENERAL DEVICES FOR HEAT TREATMENT OF FERROUS OR NON-FERROUS METALS OR ALLOYS; MAKING METAL MALLEABLE, e.g. BY DECARBURISATION OR TEMPERING
    • C21D9/00Heat treatment, e.g. annealing, hardening, quenching or tempering, adapted for particular articles; Furnaces therefor
    • C21D9/0006Details, accessories not peculiar to any of the following furnaces
    • C21D9/0025Supports; Baskets; Containers; Covers

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
KLASSE 18: Eisenerzeugung.
Bekanntlich werden die Deckel der Glüh-, Brenn-, Cementir-, Härte-, Tempertöpfe etc., überhaupt alle derartigen Behälter, welche einem langandauernden hohen Hitzegrade ausgesetzt sind und dabei eines luftdichten Abschlusses bedürfen, mit angefeuchtetem Lehm, feinem Sande etc. verschmiert und verdichtet.
Dieses Verfahren hat aber den Nachtheil, dafs durch die zunehmende grofse und andauernde Hitze und durch die infolge derselben herausgetriebene Luft die Dichtungsmasse springt und reifst, wodurch sodann und besonders bei eintretender Erkaltung des glühenden Behälters der Zutritt der atmosphärischen Luft erfolgt und die mehr oder minder zerstörenden Wirkungen des Sauerstoffes auf die glühenden Gegenstände eintreten.
Zur gänzlichen Verhütung dieses grofsen Nachtheiles verwendet der Erfinder zur Abdichtung der Deckel entweder Blei oder eine beliebige andere leichtflüssige Metallmasse, als z. B. Zinn, Zink, Wismuth, Antimon etc., oder Legirungen derselben.
Das Verfahren ist folgendes:
Fig. ι Querschnitt eines Glühbehälters,
Fig. 2 Querschnitt eines solchen mit einem zweiten Deckel als. Schutzdeckel.
Das Glühgefäfs, Fig. 1, erhält an seinem oberen Rande bei A nach innen einen Vorsprung mit beliebig geformter,, etwas kegelförmiger Aussparung.
Der Deckel B hat einen umgebogenen Rand, welcher überall in die Aussparung mit genügendem Spielraum passen mufs, um die Aufnahme des geschmolzenen Metalles zu ermöglichen.
Ist der luftdicht abzuschliefsende Behälter nun gefüllt, so wird der Deckel lose aufgelegt und so viel Blei oder Metall auf die Randfuge gelegt, als dieselbe Metall in geschmolzenem Zustande aufnehmen kann; sodann wird der Behälter zum Glühen gebracht.
Bei zunehmender Hitze wird nun zuerst die Luft aus dem Behälter getrieben, welche, ohne Widerstand zu finden, an dem Rande des lose aufliegenden Deckels entweicht.
Sobald die Hitze aber die Temperatur des Schmelzpunktes vom aufliegenden Metall erlangt hat, schmilzt letzteres und füllt die ganze Aussparung mit dem innenliegenden Deckelrand vollständig aus.
Eine absolut luftdichte Abdichtung wird so bewirkt, bevor die glühenden Gegenstände, deren Glühtemperatur ja bedeutend höher liegt, überhaupt zum Glühen gelangt sind.
In diesem ,geschmolzenen Zustande bleibt das verdichtende Metall nun während des ganzen Glühprocesses, dabei die gleiche Temperatur des Behälters annehmend, indem es weder so noch bis zur demnächstigen vollständigen Erkaltung ein Eindringen der Luft zuläfst.
Um eine mögliche Oxydirung des geschmolzenen Metalles zu verhüten, wird vor dem Glühen in die Aussparung feines Holzkohlen-
pulver gestreut, welches dann später auf dem geschmolzenen Metall schwimmt und dasselbe vor Oxydirung schützt.
Den gleichen Zweck hat auch die Anwendung von Doppeldeckeln nach.Fig. 2,- wo über dem Abdichtdeckel B der Schutzdeckel D angebracht ist.
Nach dem Erkalten des Behälters wird der Deckel mit dem an dem Rande anhaftenden Metall einfach abgehoben, welches durch die kegelförmige Aussparung keine Schwierigkeiten bietet.
Das Metall wird sodann vom Deckelrand abgelöst, um bei weiterem Gebrauch einfach wieder auf den Dichtungsrand gelegt und wie vorher verwendet zu werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch: ,
    Dichtung des Deckels von Glüh-, Brenn-Cementir-, Härte- und Tempertöpfen durch leicht schmelzbare Metalle und Legirungen, welche auf die Randfugen des Deckels gelegt werden, der mit seinem umgebogenen Rand in den kegelförmigen Aussparungen ruht.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT48378D Deckeldichtung an Glühgefäfsen Expired - Lifetime DE48378C (de)

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