DE48240C - Verfahren zur Herstellung silberplattirter Kochgefäfse - Google Patents
Verfahren zur Herstellung silberplattirter KochgefäfseInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B23—MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B23K—SOLDERING OR UNSOLDERING; WELDING; CLADDING OR PLATING BY SOLDERING OR WELDING; CUTTING BY APPLYING HEAT LOCALLY, e.g. FLAME CUTTING; WORKING BY LASER BEAM
- B23K20/00—Non-electric welding by applying impact or other pressure, with or without the application of heat, e.g. cladding or plating
- B23K20/22—Non-electric welding by applying impact or other pressure, with or without the application of heat, e.g. cladding or plating taking account of the properties of the materials to be welded
- B23K20/233—Non-electric welding by applying impact or other pressure, with or without the application of heat, e.g. cladding or plating taking account of the properties of the materials to be welded without ferrous layer
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 49: Mechanische Metallbearbeitung.
Das vorliegende Verfahren zur Herstellung von kupfernen Gefä'fsen für die Haushaltung
und andere Zwecke besteht darin, dieselben als Ersatz für die bis jetzt übliche Verzinnung mit
einem inneren dünnen Ueberzug von Silber zu versehen.
Verzinnte Kupfergefäfse haben nämlich den Nachtheil, dais der innere Zinnüberzug häufig
erneuert werden mufs und dafs ferner die zum Verzinnen angewendete Legirung einen nicht
unbedeutenden, für die Gesundheit schädlichen Bleigehalt hat.
Um nun die genannten Nachtheile zu vermeiden und irgend welche durch die in solchen
verzinnten Kupfergefäfsen stehen bleibenden und sich abkühlenden Speisen hervorgerufene
Oxydation zu vermeiden, stellt man diese kupfernen Gefäfse und Geräthschaften
anstatt mit einem inneren Zinnüberzug mit einem solchen aus Silber her. Ein solcher
Ueberzug ist nicht oxydirbar und von nahezu unbegrenzter Zeitdauer.
Das für die nach diesem Verfahren herzustellenden Gefäfse dienende Kupfer mufs von
sehr guter Qualität sein; dasselbe wird so viel wie möglich im Tiegel geläutert oder affinirt
und hierauf in Barren von 20 bis 26 kg ausgegossen.
Diese Kupferbarren werden im Ofen erhitzt und unter dem Fallhammer so lange bearbeitet,
bis das Metall durchweg von gleichmäfsiger Beschaffenheit und ohne Blasen ist.
Mittelst des Hammers sind die Kupferbarren in Platten von 26 kg Gewicht umgearbeitet
worden, welche Platten hierauf in zwei, drei oder vier Theile von je 6 bis 10 kg Gewicht
getheilt werden.
Diese kleinen Platten werden nun in den Schraubstock gespannt, um die Güte des Gusses
zu untersuchen und dieselben für die Aufnahme des Silbers, welches die eine Seite dieser
Platten decken soll, geeignet zu machen. Sobald dies geschehen, läfst man die Platten die
Walzen eines Walzwerkes passiren, wodurch dieselben gerade gerichtet werden.
Nach dieser Arbeit werden die Kupferplatten von Hand abgeschabt und mit einer Lösung
von Kaliumeisencyanid und Silber überstrichen, worauf ein Blatt Silber von entsprechender
Dicke aufgelegt wird.
Nachdem die Platten auf diese Weise vorbereitet sind, werden sie in ein sehr dünnes
Kupferblech eingeschlagen, so dafs sie von der Luft hermetisch abgeschlossen sind.
In diesem Zustand werden die Platten erhitzt und zwischen den Walzen des Walzwerkes
durchlaufen gelassen.
Durch diese Arbeit erzielt man einen innigen Zusammenhang des Kupfers und Silbers. Man
erhält durch die ■ auf die beschriebene Weise bewirkte vollständige Löthung eine aus zwei
Metallen bestehende Platte, welche schliefslich auf die gewünschte Dicke ausgewalzt wird. Die
so hergestellten Kupferplatten können nun verwendet werden, um daraus durch Drücken,
Drehen oder Hämmern die verlangten Gegenstände, Gefäfse oder Geräthschaften zu verfertigen.
Bei Gegenständen, welche mit einem eisernen Stiel versehen sind, wie z. B. Schmorpfannen
oder Küchencasserollen, oder Handgriffe oder
Henkel aus Eisen, wird die Befestigung des Stieles mittelst Niete aus Nickel oder Kupfer,
deren innerer Kopf mit einer Kappe oder Kapsel von Silber bedeckt ist, hergestellt.
Claims (1)
- Patent-Ansprüche:i. Das Verfahren zur Herstellung von silberplattirten Kochgefäfsen aus Kupfer, darin bestehend, dafs im Tiegel geläutertes Kupfer guter Qualität in Barren ausgegossen, diese Barren unter dem Hammer zu Platten ausgearbeitet, in kleinere Platten getheilt, durch Walzen gerade gerichtet, hierauf die von Hand abgeschabte Fläche, mit einer Lösung von Kaliumeisencyanid und Silber überstrichen, das Silberblatt aufgelegt, die mit Silber belegte Kupferplatte in ein dünnes, die Luft hermetisch abschliefsendes Kupferblech eingelegt und in diesem Zustande erhitzt zwischen Walzen ausgewalzt wird, worauf aus dem so erhaltenen silberplattirten Kupfer die Gefäfse durch Drücken, Drehen oder Hämmern hergestellt werden.
2. Die durch das im Anspruch i. beschriebene Verfahren hergestellten kupfernen, inwendig mit Silber plattirten Gegenstände, Geräthschaften und Gefäfse für den Haushalt und für andere Zwecke.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE48240C true DE48240C (de) |
Family
ID=323231
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT48240D Expired - Lifetime DE48240C (de) | Verfahren zur Herstellung silberplattirter Kochgefäfse |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE48240C (de) |
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