DE478540C - Vorrichtung zum Verfluessigen von synthetischem Ammoniakgas - Google Patents

Vorrichtung zum Verfluessigen von synthetischem Ammoniakgas

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DE478540C DEK90775D DEK0090775D DE478540C DE 478540 C DE478540 C DE 478540C DE K90775 D DEK90775 D DE K90775D DE K0090775 D DEK0090775 D DE K0090775D DE 478540 C DE478540 C DE 478540C
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    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01CAMMONIA; CYANOGEN; COMPOUNDS THEREOF
    • C01C1/00Ammonia; Compounds thereof
    • C01C1/02Preparation, purification or separation of ammonia
    • C01C1/04Preparation of ammonia by synthesis in the gas phase
    • C01C1/0405Preparation of ammonia by synthesis in the gas phase from N2 and H2 in presence of a catalyst
    • C01C1/0458Separation of NH3
    • C01C1/047Separation of NH3 by condensation
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
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Description

  • Vorrichtung zum Verflüssigen von synthetischem Arnmoniakgas Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Verflüssigen von synthetischem Ammoniakgas aus einem dieses Gas enthaltenden Gemisch durch die Kühlwirkung eines flüchtigen, flüssigen Kühlmittels, das verdampft wird. Durch die Erfindung ist bezweckt, die gewünschte Kühlwirkung mit einer geringeren Menge an flüssigem Kühlmittel und unter Aufwand einer geringeren Kraft als bisher zu erreichen und noch weitere Vorteile zu erzielen, die in der nachfolgenden Beschreibung dargelegt sind.
  • Der vorgenannte Zweck ist nach der Erfindung dadurch erreicht, daß Behälter vorgesehen sind, in denen das Gemisch in. aufeinanderfolgenden Stufen abnehmenden Temperaturen ausgesetzt wird, die in an sich bekannter Weise durch Verdampfen von Teilen des gleichen Kühlmittels bei Drücken erreicht werden, die von einer Stufe zur anderen abnehmen, wobei das verflüssigte Ammoniak nach jeder Stufe aus dem Gemisch abgeschieden wird. Es ist bereits ein Verfahren zur Regelung drei- oder mehrstufiger Kältemaschinen für Kälteleistung in einer oder mehreren Stufen bekannt. Die aufeinanderfolgenden Verdampfer arbeiten dort zwar mit dem gleichen Kühlmittel, jedoch wird das Verfahren nur in üblicher Weise in aufeinanderfolgenden Druckstufen ausgeübt. Die Leitungen für das Kühlmittel sind dort so angeordnet, daß die Regelung durch ein einziges Ventil erfolgt. Durch das bekannte Verfahren wird namentlich nicht die durch den Erfindungsgegenstand erzielte Verringerung der Antriebskraft ermöglicht. Diese Verringerung der Antriebskraft ist beim Erfindungsgegenstand nicht nur dadurch bedingt, daß das gesamte Kühlmittel nicht auf einmal bis auf den geringsten Druck expandiert zu werden braucht, sondern auch dadurch, daß ein Teil des Ammoniaks in einem ersten Behälter verflüssigt und hierauf abgezogen wird, so daß die in einem zweiten Behälter zu verflüssigende Ammoniakmenge und infolgedessen die Verdichtungsarbeit beträchtlich verringert ist.
  • In Abb. i bis 3 der Zeichnung ist die Vorrichtung nach der Erfindung in drei verschiedenen Ausführungsformen schematisch veranschaulicht. ' In Abb. i sind zwei Verflüssiger A, B irgendwelcher Art angegeben, die als gegen die umgebende Luft abgeschlossene Gefäße ausgeführt sind. Eine Leitung io dient zur Einführung des das synthetische Ammoniak enthaltenden Gasgemisches, d. h. eines Gemisches aus Stickstoff, Wasserstoff und Ammoniak (NH3), wobei die ersten beiden Gase vorherrschen, in den Verflüssiger A. In der Regel steht dieses Gasgemisch unter einem erheblichen Druck. Das Gasgemisch geht in eine Rohrschlange ii in dem Verflüssigen A, während seine nicht verflüssigten Teile durch eine Leitung 1a in eine ähnliche Rohrschlange 13 in dem -zweiten- Verflüssigen B übergehen, wobei das Gas in. beiden Rohrschlangen zweckmäßig nach unten strömt. Auf dem Wege zur zweiten Rohrschlange etwa noch verflüssigte Teile werden bei 1q. abgeschieden und bei 15 abgezogen. Aus dem Ende der Rohrschlange 13 geht das Produkt, nämlich verflüssigtesÄmmoniak,zusammen mit gasförmigem Stickstoff, Wasserstoff und NH3 zu einem Abscheider iq.a mit einem Auslaß 15" für das verflüssigte Ammoniak (Endprodukt) und einem anderen Auslaß 16 zur Abführung der umverflüssigten Restgase (in der Hauptsache N und H) nach einem anderen Teile der Anlage. Die bei 15 und 15a abgezogenen Flüssigkeiten bilden das Endprodukt des synthetischen Ammoniakverfahrens. Das Kühlmittel (flüssiges, zu siedendes oder zu verdampfendes Ammoniak, wie später doch auseinandergesetzt wird) wird den unteren Teilen der Verflüssiger A, B durch Einlässe 17, 18 zugeführt, die Druckminderventile C, C enthalten, welche so eingestellt sind, daß Ammoniak in genügender Menge zugelassen wird, um in den Verflüssigern A, B die gewünschte Flüssigkeitshöhe aufrechtzuhalten. Das flüssige Ammoniak wird den Druckminderventilen C, C durch Abzweigungen ig, 2o einer Leitung 21 zugeführt, die aus einem Aufnehmern kommt. In diesem Aufnehmer werden die Kondensate aus einer Rohrschlange D gesammelt. Die Schlange D wird durch Wasser gekühlt, das bei 22 eingelassen und bei 23 abgeführt wird. Dem Einlaß, also dem oberen Ende der Schlange D, wird verdichtetes, gasförmiges Ammoniak durch Leitungen 2q., 25 zugeführt, die von den Auslässen zweier Verdichter El, E2 kommen. Die Einlässe dieser Verdichter sind durch Leitungen 26, 27 mit den oberen Teilen der Verflüssiger A, B verbunden. Beide Verdichter können natürlich auch durch einen Verdichter ersetzt werden, bei dem in den Zylinder Gas verschiedener Druckstufen eingelassen und durch einen einzigen Verdichtungshub des Kolbens verdichtet wird.
  • Folgendes Beispiel diene zur Erläuterung der Arbeitsweise der Anlage: Das synthetische Gas, das aus einer Mischung von synthetischem Ammoniak, NH3, mit freiem Stickstoff und Sauerstoff besteht, wird beim Hindurchziehen durch die Schlange =i des ersten VerflüssigersA auf eine Temperatur von etwa -21,6° C gekühlt. Diese Temperatur liegt über der endgültigen Verflüssigungstemperatur, die beispielsweise - 22,3' C beträgt. Um eine Temperatur von - 2i,6° C in der im Verflüssiger A enthaltenen Flüssigkeit zu erzeugen, wird ein Ammoniakdruck von 1,7 at abs. in dem Verflüssiger durch den Verdichter El aufrechterhalten, wobei Ammoniakgase oder -dämpfe durch die Leitung 26 oben aus dem VerflüssigerA abgezogen werden, während das Druckminderveritil C so eingestellt ist, daß es flüssiges Ammoniak durch den Einlaß 17 unten in den Verflüssiger A in einer Menge liefert, die der abgezogenen Menge entspricht. Hierdurch wird der Spiegel des flüssigen Ammoniaks in dem Verflüssiger A gleich hochgehalten. Das Aminoniak verdampft (siedet) und ruft die gewünschte Kühlwirkung hervor. Ehe es das Druckminderventil C erreicht, steht das flüssige Ammoniak unter erheblich höherem Druck, beispielsweise =o,6 at abs., wobei die Temperatur dieses flüssigen Ammoniaks (in den Leitungen =g, 2o, 21) beispielsweise etwa 24° C beträgt.
  • Das gekühlte#Gasgemisch geht von der Schlange =i durch die Leitung i2 in die Rohrschlange 13 im zweiten Verflüssiger B, in dem eine wesentlich niedrigere Temperatur (im vorliegendenFalle dieEndverflüssigungstemperatur) durch Verdampfen (Sieden) von über das Druckminderventil C durch den Einlaß 18 eintretendem flüssigen Ammoniak hervorgerufen wird. Beispielsweise kann die Temperatur in der im Verflüssiger B enthaltenen Flüssigkeit -32,2°C betragen. Zur Erzeugung dieser Temperatur muß das aus den Leitungen 2o, 21 kommende flüssige Ammoniak in dem zweiten VerflüssigerB unter einem geringeren Druck sieden als in dem Verflüssiger A, beispielsweise bei einem Druck von etwa i at abs. Zur Erzeugung dieses Druckes wird der Verdichter E2 so betrieben, daß der Druck von etwa i at abs. an der Saugseite (Leitung 27) und infolgedessen im Verflüssiger B herrscht.
  • Die nacheinander erfolgende Kühlwirkung der Verflüssiger A, B hat die Verflüssigung des synthetischen Ammoniaks, das durch die Rohrschlangen 11, 13 fließt, zur Folge. Das flüssige Produkt kann durch die Auslässe 15, 15a abgezogen werden, während -die Mischung der nicht verflüssigten Gase (Stickstoff und Wasserstoff) durch den Auslaß 16 abzieht.
  • Die Verdichter El, E2 verdichten den ihnen von den Verflüssigern A, B durch die Leitungen 26, 27 zuströmenden Ammoniakdampf auf den erforderlichen Druck, vorzugsweise auf einen Druck, der die nachfolgende Verflüssigung durch einfache Wasserkühlung zuläßt, beispielsweise =o,6 at abs., wie oben ausgeführt wurde. Die Ammoniakgase werden während dieses Verdichtungsvorganges erhitzt und dann mit Wasser gekühlt, so daß sie in flüssige Form kondensieren. So gehen die Gase von den Verdichterauslässen durch die Leitungen 2q., 25 zu der Rohrschlange D, in der sie gekühlt und flüssig werden, wobei das flüssige Ammoniak unter dem genannten Druck von 1o,6 at und bei einer Temperatur von etwa 2q.° C auf die beschriebene Weise zu den Verflüssigern A, B geht.
  • Es ist zu beachten, daß die Verflüssigung des synthetischen Ammoniaks ,in mehreren Stufen erfolgt, bei der beschriebenen Anlage in zwei Stufen, wobei das gekühlte Ammoniak bei allmählich niedriger werdenden Temperaturen in den Verflüssigern siedet. Die allmähliche Temperaturverringerung wird durch allmähliche Druckverringerung in den Verflüssigern bewirkt. Diese schrittweise erfolgende Kühlung bietet besondere Vorzüge gegenüber dem bisher verwendeten Verfahren der sofortigen Herunterkühlung des zu verflüssigenden Gases auf die Verflüssigungsendtemperatur (- 32,2' C bei dem erläuterten Beispiel). Der Vorzug der Kühlung in Stufen ist sehr wesentlich und beruht auf der Tatsache, daß die gleiche Kühlwirkung unter geringerem Kraftaufwand in den Verdichtern erzielt wird bzw. daß für denselben Kraftaufwand die Kühlwirkung und infolgedessen der Grad der Ammoniakausziehung aus dem synthetischen Gas erhöht werden kann. Diese Wirkung beruht auf folgenden Erscheinungen: Die Kühlwirkung in dem Verflüssiger wird nach dem Unterschied des Wärmegehalts des einströmenden flüssigen Ammoniaks und des austretenden gasförmigen Ammoniaks in der Kühleinrichtung bemessen. Bekanntlich nimmt nun das Ammoniak beim Übergange aus dem flüssigen in den gasförmigen Zustand Wärme von dem Gasgemisch auf, das durch die Schlangen 11, 13 hindurchgeht. Da die im VerflüssigerA herrschendeTemperaturvon-2i,6°C oder irgendeine andere Temperatur zwischen der Einlaßtemperatur (2q.° C bei der beschriebenen Ausführung) und der Endtemperatur (- 32,2' C) höher als die Endtemperatur ist, so muß der Wärmegehalt des Ammoniakgases bei der Zwischentemperatur (etwa - 2z,6° C) größer als der Wärmegehalt derselben Gasmenge von der niedrigeren Temperatur von - 32,2° C sein. Infolgedessen ist die Kühlwirkung, die sich aus dem Verdampfen oder Sieden derselben Menge flüssigen Ammoniaks ergibt, bei -22,6°C oder einer anderen Zwischentemperatur größer als bei -32,2° C. Mit anderen Worten, die Kühlung einer bestimmten Menge synthetischen Gases auf die verlangte Endtemperatur (angenommen - 32,2° C) erfordert das Verdampfen einer kleineren Ammoniakmenge und infolgedessen auch das Wiederverdichten einer kleineren Ammoniakmenge, wenn das Gas zuerst auf - 2z,6° C oder eine andere Zwischentemperatur und dann auf - 32,2°- C oder eine andere Endtemperatur gekühlt wird, als wenn es auf einmal auf die gewünschte Temperatur heruntergekühlt würde. Natürlich kann die Zahl der aufeinanderfolgenden Stufen größer als zwei sein; theoretisch ist der eben auseinandergesetzte besondere Vorzug höher, je größer die Anzahl dieser Stufen ist. Im Hinblick auf das Anwachsen der Anlagekosten und andere Erwägungen zumeist mechanischer Art ist jedoch praktisch der Anzahl der Kühlstufen eine Grenze gesetzt. Einer der Hauptgründe, weshalb das Kühlen in Stufen vorteilhaft ist, besteht in der Ersparnis von Kraft für die Verdichtung. Ist die Temperatur in einem Verflüssiger verhältnismäßig hoch, so ist auch der Druck des vergasten Ammoniaks oder des Ammoniakdampfes in diesem Verflüssiger entsprechend hoch. Wenn so die Temperatur im ersten Verflüssiger - 2,1,6' C beträgt, so ist der Ammoniakdruck 1,7 at abs. an Stelle von i at, wie es bei der letzten Stufe der Fall ist, wo die Temperatur - 32,2' C beträgt. Es erfordert weniger Kraftaufwand, dieselbe Menge an Anunoniakgas von 1,7 at auf io,6 at als von i at auf io,6 at zu verdichten. Hierin liegt der hauptsächliche wirtschaftliche Vorzug des Stufenverfahrens.
  • Hiernach ist nicht nur keine Abnahme, sondern im Gegenteil eine Zunahme der Kühlwirkung einer gegebenen Menge flüssigen Ammoniaks vorhanden, wenn ein Teil davon bei einem höheren Druck verdampft wird, und außerdem ist die zum Wiederverdichten des verdampften und gasförmigen Ammoniaks erforderliche Kraftmenge geringer.
  • Ein weiterer Vorzug der Vorrichtung liegt in der Tatsache, daß man in der Lage ist, Produktmengen bei jeder Beendigung einer Kühlstufe abzuziehen, ohne daß es erforderlich ist, daß weitere teuere Kühlung bei einem schon in abziehbarem Zustand befindlichen Produkt aufgewendet wird.
  • Es mag hervorgehoben werden, daß trotz der Bezugnahme auf die Verwendung von Ammoniak als Kühlmittel die Erfindung hierauf nicht beschränkt ist, viehhehr andere verdampfbare Mittel an Stelle von Ammoniak genommen werden können. Die Erfindung ist auch nicht auf einen Vorgang beschränkt, bei dem ein Gas aus einem dieses Gas enthaltenden Gemisch gewonnen werden soll, sie kann vielmehr auch durchaus wirtschaftlich bei jeder Temperaturerniedrigung mit oder ohne Änderung des physikalischen Zustandes allein oder zusammen mit anderen Stoffen verwendet werden. Weiterhin sind die wirtschaftlichen Vorzüge der Vorrichtung nach der Erfindung von zunehmender Bedeutung, je größer bei einer bestimmten Behandlung der Unterschied zwischen Anfangs-und Endtemperatur des zu kühlenden Stoffes ist.
  • In der in Abb. 2 veranschaulichten Anlage ist die Einrichtung in zwei Beziehungen von derjenigen nach Abb. i verschieden. Zunächst wird hier nach Kondensierung bei einer Temperatur von annähernd 2q.° C im KondensatorD das flüssige Ammoniak nicht mit dieser Temperatur zu den beiden Verflüssigern geleitet, sondern geht erst durch den Kühler H, dem bei 28 Kühlwasser zugeführt wird, während das warme Wasser bei 29 abfließt. In diesem Kühler wird das flüssige Ammoniak von 2q.° C auf annähernd 16,7' C gekühlt. Zweitens sind die Leitungen 1g, 2o, die das flüssige Ammoniak den Verflüssigern A, B zuführen, bei der Anlage nach Abb. i parallel geschaltet, während hier die Leitung 21 unmittelbar nur mit dem Druckminderventil C am Verflüssiger A ver- Bunden ist und eine besondere Leitung 30 von diesem Verflüssiger in bestimmte Höhe zu dem Druckminderventil C führt, welches das Ammoniak dem Einlaß 18 des Verflüssigers B zuleitet.
  • Die in Abb. 2 angegebene Anlage hat dieselben Vorteile wie die zuerst beschriebene und außerdem noch folgende zusätzliche Vorzüge Erstens setzt die Temperaturerniedrigung des in. den Verflüssiger A eintretenden flüssigen Ammoniaks seinen anfänglichen Wärmegehalt herab und erhöht dadurch seine Kühlwirkung, wobei die Temperaturverhältnisse und infolgedessen auch der Wärmegehalt des abziehenden Dampfes ebenso hoch angenommen seien wie die bei der beschriebenen Anlage nach Abb. i. Die Temperaturverringerung (von 2q..° C auf etwa i6,7° C) wird durch den Wasserkühler H erreicht. Die Kraft für das Pumpen und die Kosten des zusätzlichen Kühlwassers werden mehr als ausgeglichen durch die im VerflüssigerA erreichte Steigerung der Kühlwirkung.
  • Zweitens muß beim Kühlen des synthetischen Gases auf eine bestimmte Temperatur in einem der Verflüssiger das kühlende Ammoniak dieses Verflüssigers auch auf dieselbe Temperatur gekühlt werden. Beispielsweise wird bei der Anlage nach Abb. i das Ammoniak des Verflüssigers A von 2¢° C auf - 2i,6° C und im Verflüssiger B von 2q.° C auf -32,2° C gekühlt. Diese Selbstkühlung wird durch die Verdampfung und auf Kosten der Verdampfung eines Teiles des flüssigen Ammoniaks des betreffenden Verflüssigers erzielt. Das allgemeine, oben in Verbindung mit der Stufenkühlung von synthetischem Gas auseinandergesetzte Prinzip ist auch bei einer solchen Selbstkühlung richtig, d. h. es ist wirtschaftlicher, das kühlende Ammoniak des Verflüssigers B stufenweise auf - 32,2° C zu kühlen als auf einmal. Bei der Anlage nach Abb. 2 wird die Kühlung im Verflüssiger A bis auf - 2i,6° C und dann im Verflüssiger B von - 21,6' C bis - 32,2' C durchgeführt.
  • Eine besondere Ausbildung der Einrichtung nach der Erfindung zeigt Abb. 3. Die Verbindungen der beiden Verflüssiger A, B untereinander, mit der Leitung 9.1 und mit den Verdichtern El, E2 sind dieselben wie bei der Einrichtung nach Abb. 2. Die Verdichter El, E2 sind jedoch hier von geringerer Leistung als die bei der Einrichtung nach Abb. 2, d. h. sie verdichten das gasförmige Ammoniak nicht zurück auf den Enddruck von etwa =o,6 at, sondern auf einen Zwischendruck von etwa 3,75 at. Das die Verdichter El, EZ verlassende Gas dieser ersten Stufe wird zweckmäßig auf etwa i6,7° C gekühlt, indem es durch eine Schlange K geführt wird, die durch bei 31 zufließendes und bei 3z abfließendes Wasser gekühlt wird. Das Gas geht dann in einen Kühler M und darauf durch eine Leitung 33 zu dem Verdichter E3 der zweiten Stufe. In der Leitung 33 mag das Gas eine Temperatur von etwa - 3,3' C haben, wobei sein Druck natürlich noch 3,75 at beträgt. Der Verdichter E3 bringt das gasförmige Ammoniak dann auf den erforderlichen Enddruck von =o,6 at. Das Gas geht dann mit diesem Druck zu der Kondensatorschlange D', die durch bei 34 einströmendes Gas und bei 35 abfließendes Wasser gekühlt werden kann. Das Ammoniakgas wird so in flüssige Form kondensiert, wobei die Flüssigkeit eine Temperatur von beispielsweise 2q.° C hat. Diese Flüssigkeit geht durch eine Leitung 36 in einen Aufnehmer R und dann in eine Kühlschlange H', die durch bei 37 zufließendes und bei 38 abfließendes Wasser gekühlt wird, wobei die Temperatur der Flüssigkeit von 2q.° C auf etwa i6,7° C herabgesetzt wird. Bei dieser Temperatur geht das flüssige Ammoniak durch die Leitung 3g zu einem Druckminderventil C2 und von dort in den Kühler M bei einem Druck, der dem Druck des die Verdichter E'-, E2 der ersten Stufe verlassenden Gase gleicht, d. h. bei einem Druck von 3,75 at bei dem angenommenen Beispiel. Das den Kühler M unten durch die Leitung 21 verlassende flüssige Ammoniak hat deshalb eine Temperatur von etwa - 3,3' C entsprechend dem Druck von 3,75 at. In dem Kühler M wird dann das aus den Verdichtern El E2 kommende und zu dem Verdichter E3 der zweiten Stufe ziehende Gas weiter von etwa i6,7° C auf - 3,3' C gekühlt, wodurch die Leistungsfähigkeit des Verdichters E3 erhöht wird. Gleichzeitig wird das zu dem Verflüssiger A gehende flüssige Ammoniak weiter von etwa 16,7' C auf - 3,3° C gekühlt, was, wie bereits gelegentlich der Besprechung der Einrichtung nach Abb. 2 hervorgehoben wurde, die Kühlwirkung in dem Verflüssiger A erhöht. Diese doppelte Kühlwirkung wird durch die Verdampfung eines Teils des durch die Leitung 39 in den Kühler M eingeführten flüssigen Ammoniaks hervorgerufen. Durch Verwendung der zweistufigen Verdichtung des gasförmigen Ammoniaks mit Zwischenkühlung des Gases in der beschriebenen Weise ist möglich, die Leistungsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit der Kühlanlage noch weiter zu erhöhen.
  • Die synthetische Ammoniakmischung und die Flüssigkeit können durch die erwähnten Leitungen mittels Pumpen, Gebläse, unter Ausnutzung der Schwerkraft oder durch andere Hilfsmittel getrieben werden. Die Bemerkungen, die in Verbindung mit der Einrichtung nach Abb. i hinsichtlich der Möglichkeit der Verwendung anderer verdampfbarer Flüssigkeiten als Ammoniak gemacht wurden, gelten auch für die Einrichtungen nach Abb. 2 und 3. Insbesondere ist darauf hinzuweisen, daß dieselbe Menge flüssigen Ammoniaks fortlaufend in dem Kühlkreislauf Verwendung findet und verschiedene Teile dieser Ammoniakmenge unter verschiedenen Drücken sieden oder verdampfen, um die gewünschte fortschreitende Kühlung hervorzurufen.
  • Die angegebenen Temperaturen von 2q.° C und i6,7° C beruhen auf einer Wassereinlaßtemperatur von etwa 150 C.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: r. Vorrichtung zum Verflüssigen von synthetischem Ammoniakgas aus einem dieses Gas enthaltenden Gemisch durch die Kühlwirkung eines flüchtigen, flüssigen Kühlmittels, das verdampft wird, dadurch gekennzeichnet, daß in den geschlossenen Kreislauf, den das Gasgemisch ununterbrochen ausführt, Behälter eingeschaltet sind, in denen das Gemisch in aufeinanderfolgenden Stufen abnehmenden Temperaturen ausgesetzt wird, die in an sich bekannter Weise durch Verdampfen von Teilen des gleichen Kühlmittels bei Drücken erreicht werden, die von einer Stufe zur anderen abnehmen, wobei das verflüssigte Ammoniak nach jeder Stufe aus dem Gemisch abgeschieden wird.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch r, gekennzeichnet durch zwei Verflüssiger (A, B), deren zum Durchfluß des zu verflüssigenden Gemisches dienende Rohrschlangen in Reihe geschaltet und je mit einem Auslaß (1q. bzw. 14a) versehen sind, der zum Abziehen des verflüssigten Ammoniaks dient, wobei den Verflüssigern (A, B) durch Druckmindervorrichtungen (C, C ) das flüchtige Kühlmittel zugeführt wird, dessen Dämpfe in an sich bekannter Weise durch getrennte Leitungen nach Verdichtern (El, E2) und einem Kühler (D) geleitet sowie nach den Verflüssige) zurückgeführt werden.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß in der Bahn der von den Verdichtern abgegebenen Dämpfe ein Kühler (M, Abb. 3) angeordnet ist, der mit der Saugseite eines weiteren Verdichters (E3) in Verbindung steht und Flüssigkeit aus einem Kondensator (D') erhält, der von dem zusätzlichen Verdichter (E3) gespeist wird und die Flüssigkeit an die Verflüssiger abgibt.
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