DE476286C - Verfahren zur Reinigung von Gasen von Schwefelverbindungen - Google Patents

Verfahren zur Reinigung von Gasen von Schwefelverbindungen

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DE476286C
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sulfur
sulfur compounds
oxygen
purifying gases
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Expired
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DE1927476286D
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English (en)
Inventor
Dr Fritz Fried
Dr Josef Jannek
Dr Gustav Wietzel
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IG Farbenindustrie AG
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IG Farbenindustrie AG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10KPURIFYING OR MODIFYING THE CHEMICAL COMPOSITION OF COMBUSTIBLE GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE
    • C10K1/00Purifying combustible gases containing carbon monoxide
    • C10K1/34Purifying combustible gases containing carbon monoxide by catalytic conversion of impurities to more readily removable materials

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Description

  • Verfahren zur Reinigung von Gasen von Schwefelverbindungen Es ist bekannt, daß man Gase von Schwefelwasserstoff dadurch reinigen kann, daß man sie mit der zur Oxydation der Schwefelverbindungen zu Schwefeloxyden nötigen Menge Luft oder Sauerstoff über erhitztes Raseneisenerz leitet und @entweder die zur Bildung der entsprechenden Ammoniumsalze nötige Menge Ammoniak, soweit diese nicht von vornherein im Gase vorhanden ist, vor oder nach der katalytischen Behandlung beimengt und das gebildete Salz abscheidet oder die entstandenen Schwefelsauerstoffverbindungen mit Ammoniakwasser auswäscht. Es ist ferner vorgeschlagen, als Katalysatoren bei diesem Prozeß Massen zu verwenden; welche aus einem schwefelbindenden Metall, wie z. B. Eisen, Nickel. oder Kupfer, und einem sauierstolfübertragenden Metall, z. B. Vanadvum, ChTom,oder Wolfram, deren Oxyden oder Salzen evtl. mit oder ohne Träger,- bestehen. Man hat fernerhin auch schon beim Überleiten von schwefelwasserstoffhaltigen Gasen zusammen mit der entsprechenden Menge Luft über unterhalb der Gasentzündungstemperatur erwärmte Kohle neben elementarem Schwefel auch Schwefeloxyde erhalten.
  • Es wurde nun gefunden, daß man bei der Reinigung von Gasen von Schwefelverbindungen mit Vorteil Legierungen oder Verbindungen von Erd- oder Schwermetallen mit Metalloiden der q.., 5. und 6. Gruppe des periodischen Systems, ausgenommen Sauerstoff, als Katalysatoren anwenden kann. Von Metallen eignen sich hierzu vornehmlich die der Eisengruppe sowie Kupfer, Aluminium usw. Es sind z. B. die Carbide, Silicide, Nitiide, Phoisphilde, Sulfide, ferner Legierungen der oben genannten Metalle mit Titan, Zirkon und Antimon brauchbare Katalysatoren. Man arbeitet vorteilhaft bei T.eaniperaturen um 4o0°. Beispiel 1 Wassergas mit einem Schwefelgehalt von 2,7 g Schwefel pro Kubikmeter wird nach Zumischen von 2 Volumproz.enten Luft über einen au t10° geheizten, gekörnten Katalysator, bestehend aus einer Legierung vorn 67 SO Eisen; 2a % Phosphor und I I °'o Silicium, geleitet, wobei praktisch die gesamte Menge des im Gas enthaltenen Schwefels zu Schwefelsauerstoffverbindungen oxydiert wird. Den mit einer Temperatur von etwa 35o° abziehenden Gasen werden 0,4 Volumprozent Ammoniak zugemischt, wodurch die Bildung der Am. moniumsalze bewirkt wird, die dann beispielsweise in einem elektrischen Hochspannungsfeld abgeschieden werden. Beispiel 2 Leuchtgas mit 8 g H2S im Kubikmeter wird mit io oo Luft versetzt und dieses Gemisch bei etwa 310' über einen Katalysator geleitet, der wie folgt hergestellt ist: Ein Gemisch, bestehend aus 7o % Nickelpulver und '30 % Kupferpulver, wird mit gut backender Kahle, die etwa 20 0 ö oder mehr flüchtige Bestandteile enthält, oder mit schlecht backender Kohle und Teer vermischt und das Ganze bei etwa 8oo bis ioöo° verkokt. Das erhaltene, die Carbüde des Nickels und Kupfers enthaltende Proidukt wird in Stücke zerschlagen. Der Katalysator -ist besonders gut wirksam zwischen 3oo und 38o°. Der im Leuchtgas enthaltene Schwefelwass-erstoff wird quantitativ in S02 bzw. S03 übergeführt, wobei gleichzeitig auch der zugeführte Sauerstoff restlos aufgebraucht wird. Die vorhandenen Cyanverbindungen werden unter Bildung von Ammoniak und Oxyden des Kohlenstoffs aufgespalten.
  • An Stellte des erwähnten Katalysators kann man auch einen solchen verwenden, der durch Tränken von Steinkohlenkoks mixt einer konzentrierten Lösung von Nickelnitrat und Erhitzen erhalten wurde. Eine vollständige Umsetzung des Schwefelwasserstoffs erfolgt hier hei Temperaturen, die zwischen 32o und 3900 liegen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH-: Verfahren zuT Reinigung von Gasen, die reduzierend wirkende Bestandteile enthalten, von S,chwefelverbindun.g,en durch katalytische Oxydation des - Schwefelwasserstoäfs und der organischen Schwefelverbindungen mittels Sauerstoffs oder Luft und Überführung der gebildeten Schwefeloxyde - in Ammonsalze, dadurch gekennzeichnet, daB als Katalysatoren Le-,glerungen oder Verbindungen von Erd-oder Schwermetallen mit anderen Metallo den der q.., 5. und 6. Gruppe des perio:e sehen Systems als Sauerstoff, die unter den ReaktionsbedIngungen beständig sind, verwendet werden.
DE1927476286D 1927-04-15 1927-04-15 Verfahren zur Reinigung von Gasen von Schwefelverbindungen Expired DE476286C (de)

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