DE469880C - Gaserzeuger, bei dem das Vergasungsmittel im Querstrom durch den hinabwandernden Brennstoff gefuehrt wird - Google Patents

Gaserzeuger, bei dem das Vergasungsmittel im Querstrom durch den hinabwandernden Brennstoff gefuehrt wird

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DE469880C
DE469880C DESCH73382D DESC073382D DE469880C DE 469880 C DE469880 C DE 469880C DE SCH73382 D DESCH73382 D DE SCH73382D DE SC073382 D DESC073382 D DE SC073382D DE 469880 C DE469880 C DE 469880C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10JPRODUCTION OF PRODUCER GAS, WATER-GAS, SYNTHESIS GAS FROM SOLID CARBONACEOUS MATERIAL, OR MIXTURES CONTAINING THESE GASES; CARBURETTING AIR OR OTHER GASES
    • C10J3/00Production of combustible gases containing carbon monoxide from solid carbonaceous fuels
    • C10J3/58Production of combustible gases containing carbon monoxide from solid carbonaceous fuels combined with pre-distillation of the fuel
    • C10J3/60Processes
    • C10J3/62Processes with separate withdrawal of the distillation products

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Solid-Fuel Combustion (AREA)
  • Drying Of Solid Materials (AREA)

Description

  • Gaserzeuger, bei dem das Vergasungsmittel im Querstrom durch den hinabwandernden Brennstoff 'geführt wird Die vollwertige Vergasung von erdiger Rohbraunkohle und ähnlichem feinkörnigen, Brennstoff hat bisher die größten Schwierigkeiten bereitet. Die Entwässerung, Entgasung (Verschwelung) und Vergasung scheiterten in der Hauptsache an den Eigenschaften dieser Stoffe, und zwar dem großen Widerstand! gegen den Durchgang von Verbrennungsluft und entwickelten Gasen, der Neigung zu Durchbläsern, dem leichten Verschlacken bei einigermaßen ungünstiger Zusammensetzung der Asche und an dem großen Wassergehalt. Hieraus ergeben sich leicht eine Reihe von Mängeln, die, jeder für sich, schon genügen können, die Betriebsfähigkeit eines Gaserzeugers in Frage zu stellen, und an deren Zusammenwirken mit um so größerer Sicherheit die Wirkung eines Gaserzeugers scheitern muß.
  • Man hat bei Gaserzeugern versucht, die Vergasungsmittel im Querstrom durch den Brennstoff hindurchzuleiten, den man über treppenartige Wände oder zwischen jalousieartigen festen Wänden mit entsprechenden Durchbrechungen hinabgleiten ließ. Ein stetiges Wandern des Brennstoffes war aber damit nicht gewährleistet; Stauungen und ungleiche Verteilung begünstigten Durchbläser und Verschlackungen und hierdurch eine Beeinträchtigung der Gasgüte.
  • Wo Schächte mit verhältnismäßig freien Durchtrittsquerschnitten angewendet wurden, war wohl das Hinabwandern des Brennstoffes besser möglich, der statische Druck der Brennstoffsäule bewirkt aber eine zunehmende Zusammenpressung, erhöht damit den Durchgangswiderstand und die Druckunterschiede zwischen ein- und austretendem Vergasungsmittel. Staubentwicklung, Durchbläser, Neigung zur Bildung von Schwitzzonen und Fehler in der Gaszusammensetzung waren die Folge und machten außerdem dauernde Stocharbeit erforderlich.
  • Wenn ferner versucht wurde, die Gleitbahnen für das Schüttgut durch bewegliche Teile herzustellen, so betraf dies bislang geschlossene Mäntel, die nicht die Anwendung des Querstromprinzips gestatteten. Gerade das Querstromprinzip in Verbindung mit einer die Gleichmäßigkeit der Brennstoffschicht gewährleistenden Bewegung ist aber grundlegend für eine einwandfreie Vergasung, deren wirtschaftliche Durchführung die strenge Ausüutzung der gegebenen Wärmegefälle erfordert.
  • . Um die bisherigen Nachteile, wie Verschlackung, ungleichmäßige Vergasungsreaktion, mangelnde Vortrocknung, unwirtschaftliche Abkühlungsflächen und dadurch bedingte Wärmeverluste zu vermeiden, ist nach der Erfindung ein Gaserzeuger geschaffen, bei welchem die Eintrittsseite des Vergasungsmittels durch eine Anzahl drehbarer, kegelig oder kugelhaubenartig abfallender, mit Durchbrechungen versehener Teller gebildet wird, zwischen deren Zwischenräume die feststehenden Leitflächen der Austrittsseite eingreifen. Der oberste dieser Teller ist nicht durchbrochen und bildet den Boden des in sich geschlossenen Trockenraums für das Naßgut, dessen Brüden gesondert abgeführt werden können. Die gemeinsame hohle Drehachse, dieser Teller ist gleichzeitig Trägereines ganz oder zweckmäßig in einzelnen Teilen dreh-i baren Treppenrostes. Die Vergasungsluft durchstreicht unter zunehmender Erwärmung den hohlen Gaserzeugermantel und im Gegenstrom zu den aufsteigenden Verbrennungsgasen die hohle Drehachse und tritt mit höchster Temperatur von unten durch den Verbrennungsrost. Die Durchwirbehmg der Verbrennungsgase infolge der eigenartigen Unterteilung des Verbrennungsraums mit fortgesetztem Querschnittswechsel führt zur restlosen Verbrennung und vollständigen Vergleichmäßigung der Verbrennungsgase, die nun als Vergasungsmittel in wirksamstem Querstrom den vorgetrockneten, gleichmäßig rieselnden Brennstoffmantel entgasen und vergasen. Auch hierbei bleibt das Gegenstromprinzip gewahrt. Immer heißere Verbrennungsgase durchstreichen den hinabwandernden geschlossenen Brennstoffmantel.
  • Die Zeichnung stellt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung im senkrechten Schnitt dar.
  • Der Schütttrichter i dient zur Zuführung des Brennmaterials. Die Hohlwelle 2 wird von den Schrauben- oder Schneckenrädern 3, q. von der Riemscheibe 5 aus angetrieben. Sie steht durch Flüssigkeitsabschluß 6 mit dem Rohr 7 in Verbindung, das sich an das Gebläse 8 anschließt. Das Gebläse 8 steht durch Saugrohr 9 mit dem äußeren Mantel i o des Gaserzeugers in Verbindung. Rohr 9 hat eine Drosselklappe i i. Der Außenmantel io umschließt den Innenmantel 12, der bei 13 den Gasauslaß und bei 1 ¢ einen durch eine Drosselklappe regelbaren Durchtritt für die Entwässerungsdämpfe hat. In dem Außenmantel. io sind unten Lufteintrittsöffnungen 15 vorgesehen. Auf der Hohlwelle 2 sitzen schräg nach abwärts gerichtete kegehge Teller 16, deren Anzahl beliebig sein kann und deren oberster geschlossen ist, während die unteren Teller Durchbrechungen 17 zeigen. Diese Teller korrespondieren mit kegelmantelartig geformten, ebenfalls schräg nach unten gestellten Ringen 18, die fest im Innenmaintel 12 gelagert sind. Zwischen den Tellern 16 und Ringen 18, welche Ablaufflächen für das Brennmaterial bilden, sind ringförmige Zwischenräume, durch welche das Brennmaterial kaskadenartig herabsinken kann. Den unteren Abschluß des Gaserzeugers bildet sein ringförmiger . Treppenrost i9. Eine von einer Riemscheibe 23 gedrehte Schilecke 22 dient zum Abziehen der Asche in die Grube 2q..
  • Die Wirkungsweise _ des Gaserzeugers ist die, daß das Brennmaterial, welches in dien Trichter i eingebracht wird, kaskadenartig über die Teller 16 und Ringe 18 bei der Drehung der Welle 2 und der Teller 16 stufenweise bis auf den Rostig herabgleitet. Auf dem vollen oberen Teller wird das Material entwässert, wobei die durch die Verbrennung entstehende Hitze den oberen Teller wirksam erwärmt. Hierbei findet durch das Brennmaterial selbst ein vollständiger Ab,-schluß der Entwässerungskammer oberhalb dieses Tellers statt, welche durch den oberen Teller und den Gaserzeug@ermantel gebildet wird. Die Frischluft tritt unten durch die öfF-nungen i 5 ein, durchzieht den Zwischenraum zwischen Innenmantell2 und Außenmantel io, erwärmt sich hier am Innenmantel, um dann, vermischt mit den bei 14 hinzutretenden Entwässerungsdämpfen, aus der Entwässerungskammer bzw. Entwässerungszone vom Gebläse 8 durch Rohr 9 angesaugt zu werden und über Rohr 7 in die Hohlwelle 2 zu gelangen, wo sie, in immer heißere Zonen kommend, stark erhitzt wird; sie tritt dann unten aus der Hohlwelle heraus und unter den Treppenrost i9. In der Glutzone des Rostes tritt eine Zersetzung des Wasserdampfes ein. Das vom oberen Teller 16 bzw. aus der Entwässerungszone herabgleitende Brennmaterial erfährt in der durch die durchbrochenen Teller g bildeten Verkokungs- bzw. Vergasungszone nach und nach eine Umwandlung in Koks, welcher schließlich auf den Rost gelangt und verbrannt wird. Die bei der Verbrennung sich bildenden. Gase, welche durch die Durchbrechungen 17 der Teller 16 und durch das kaskadenartig herabgleitende Brennmaterial in den Innenmantel des Gaserzeugers eintreten, erfahren hier durch die außen vorbeistreichende Frischluft eine Abkühlung und einen Niederschlag der schwerflüchtigenTeile, ehe sie in das Abzugsrohr gelangen.
  • Die Entgasungszone stellt sich somit als einen Mantel aus Brennmaterial dar, dessen Förm durch zweckentsprechende Regelung der Schüttung erzielt wird und dessen Durchgangsquerschnitte gleichmäßig erhalten bleiben. In der Entgasungszone verflüchtigen zuerst .die leichtflüchtigen und mit nach unten steigender Temperatur die schwerer flüchtigen Bestandteile des Brenrunaterials, so daß auf dem unten angeordneten Treppenrost vollkommen entgastes Brennmaterial, im wesentlichen Koks, mit der in der Hohlwelle erhitzten Verbrennungsluft zusammentrifft. Die Wahl der Form für die Entgasungszone .ergibt die Möglichkeit einer freien Flammenentfaltung und großer Vergleichmäßigung in der Zusammensetzung der Gase vor dem Durchgang derselben durch das Brennmaterial der Vergasungszone. Die inneren Leitkörper des Drehrostgaserzeugers werden aus genügend widerstandsfähigem Material hergestellt. Es ist hier jede Möglichkeit zur Bildung normaler Schüttkegel gegeben, da das Brennmaterial ständig von einem bewegten Leitkegel auf einen feststehenden kaskadenartig herabsinkt. Dabei sind die einzelnen eingangs genannten Zonen scharf auseinandergehalten. Die `Nrärmeausnutzung ist in wirtschaftlichster Weise durchgeführt, und Wärmeverluste werden vermieden.

Claims (3)

  1. PATL:XTANSPRITCHR: i. Gaserzeuger, bei dem das Vergasungsmittel im Querstrom durch den zwischen jalousieartigen Führungen hinabwandernden Brennstoff geführt und die Brüder der Trockenzone getrennt abgeführt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Eintrittsseite des Vergasungsmittels durch eine Anzahl drehbarer, kegelig oder kugelhaubenartig abfallender, mit Durchbrechungen (17) versehener Teller (16) gebildet wird, zwischen deren Zwischenräume die feststehenden Leitflächen (18) der Austrittsseite eingreifen.
  2. 2. Gaserzeuger nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der oberste umlaufende Teller (16) nicht durchbrochen ist und den Boden der Trockenkammer bildet, auf dem das Maßgut herabgleitend umgerührt und getrocknet wird.
  3. 3. Gaserzeuger nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Teller (16) auf einer gemeinsamen hohlen, zur Luftzuführung dienenden Drehachse (2) befestigt sind, welche unten den kegelig aufsteigenden Treppenrost (i 9) trägt, und daß die Vergasungsmittel von oben im Gegenstrom zu den Gasen durch die hohle Drehachse unter den Treppenrost geführt werden. ,1. Gaserzeuger nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Gaserzeugermantel (io, 12) hohl ausgeführt ist und die Vergasungsluft durch ihn hindurchstreicht, die darauf der hohlen Drehachse (2) zugeführt wird.
DESCH73382D 1925-03-12 1925-03-12 Gaserzeuger, bei dem das Vergasungsmittel im Querstrom durch den hinabwandernden Brennstoff gefuehrt wird Expired DE469880C (de)

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