DE464767C - Verfahren zum Aufsuchen wertvoller Bodeneinlagerungen auf elektromagnetischem Wege durch Zufuehrung elektrischer Wechselstroeme - Google Patents

Verfahren zum Aufsuchen wertvoller Bodeneinlagerungen auf elektromagnetischem Wege durch Zufuehrung elektrischer Wechselstroeme

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Description

  • Verfahren zum Aufsuchen wertvoller Bodeneinlagerungen auf elektromagnetischem Wege durch Zuführung elektrischer Wechselströme Bei der Untersuchung des Untergrundes mittels elektrischer Wechselströme zum Aufsuchen wirtschaftlich wertvoller Bodenschätze oder überhaupt zur Aufklärung der geologischen bzw. tektonischen Struktur des Untergrundes macht es sich sehr störend bemeri: bar, daß die Stromverteilung im Boden zeitlich nicht einheitlich und gleichbleibend ist. sondern daß sich der Strom an jedem Punkte aus mehreren gegeneinander in Richtüng und Phase verschobenen Komponenten zusammensetzt.
  • Leitet man zwischen zwei irgendwie gestaite.. ten Elektroden oder Elektrodensvstemen Gleichstrom durch den Untergrund, so erhält man im Boden ein. zeitlich konstantes, einheitliches Spannungsfeld, das sich durch eine einfach unendliche Schar von Äquipotentialflächen, die sich nirgendwo gegenseitig schneiden können, charakterisiert.
  • Das von dem Strom erzeugte Magnetfeld kompliziert sich dadurch, das sich dem nur durch die Stromverteilung im Untergrund bestimmten (Integral-) Feld noch das durch den in der Zuleitung vom Generator zu den Feldelektroden fließenden Strom erzeugte Feld überlagert, dessen räumliche Struktur von der geometrischen Form dieser Zuleitung abhängig ist. Bei Gleichstromfeldern besitzt aber dieses magnetische Feld der Bodenströme keine praktische Bedeutung, da es infolge seiner geringen Stärke hinter dem erdmagnetischen Feld, das ebenfalls vorzugsweise stationär ist, zurücksteht und von diesem daher überdeckt wird.
  • Sobald man aber Wechselstrom im Untergrund erzeugt, werden die Verhältnisse sehr viel komplizierter. Weder der Stromvektor im Boden noch auch der magnetische Vektor sind dann zeitlich konstant, sondern beide variieren an jedem Punkt in Richtung, Stärke tmd Phase, und zwar in der Weise, daß bei einwelligen WechscIStrömeri der Stromvektor und der magnetische Vektor je in einer ebenen Ellipse in jeder Periode einmal umlaufen. Entsprechend den Vorgängen bei der Erregung der Bodenströme kann man sich den Stromvektor bzw. den magnetischen Vektor aus= folgenden einzelnen Komponenten entstanden denken, welche indessen im allgemeinen aus dem - allein meßbaren - resultierenden Vektor nicht wieder rückwärts einzeln abgeleitet werden können. Die nachfolgende Darstellung soll vielmehr nur. dazu dienen, die elementaren Vorgänge bei der Entstehung räumlicher Stromsysteme im Untergrund zu beleuchten.
  • Der Strom im Untergrund setzt sich aus folgenden Einzelstromsystemen zusammen: i. Der Wechselstrom wird von einem Wechselstromgenerator mit sinusförmiger Spannungskurve (einwellig) erzeugt und über isolierte Leitungen zu Feldelektroden (-systemen "geführt, über welche er in den Boden eintritt. Der so durch »galvanische Kopplung< dem Boden zugeführte Wechselstrom ist mit der Generatorspannung nahezu in Phase und. besitzt eine quellenhafte Verteilung sowie ein Potential. Seine räumliche Verteilung ist indessen gegen die Verteiltuig eines Gleichstromes zwischen den bleichen Feldelektroden verschieden infolge der Selbstinduktion, welche die Stromlinien verschiebt. Seine Verteilung für sich allein ist darstellbar durch die Schar der zu den Stromlinien orthogonalen Flächen, den Äqiüpotentialflächen, die sich gegenseitig nirgends schneiden.
  • a. Von dem in den Zuleitungen vom Generator zu den Feldelektroden fließenden Wechselstrom wird im Untergrund ein Wirhelstromfeld induktiv erregt. Diese Wirbelströme sind gegen die galvanisch hervorgebrachten Ströme nach i. in, ihrer Phase um etwa 9o° verschoben. Sie bilden ein quellenfreies @V'ixbelfeld. Sie besitzen kein Potential. Ihre Stromlinien sind in sich geschlossen. Innerhalb kleiner Bereiche dieses Feldes kann man zwar auch stets Punkte finden, zwischen denen kein Strom fließt, wenn sie miteinander durch einen leitenden Draht verbunden werden, durch dessen Windungsfläche keine Bodenströme hindurchtreten (also etwa mittels der Sondenmethode an der Erdoberfläche oder in Hohlräumen im Erdinnern). Diese Punkte liegen auf Flächen (bzw. Linien), die man daher in einem gewissen übertragenen Sinne auch als Äquipotentialflächen (bzw. -linien) bezeichnen könnte. Dkse Flächen. bilden aber Flächenbündel mit gemeinsamen Schnittkurven.
  • 3. Eine dritte Art von Strömen wird im Boden durch die influenzierende Wirkung der auf den Zuleitungen vom Generator zu den Feldelektroden fließenden Ladungen erregt, also durch kapazitive Kopplung mit dem Boden. Dieses Stromsystem eilt in seiner Phase gegen die Ströme nach i. um etwa go° und gegen die Ströme nach a. um etwa i8o° vor. Die Verteilung dieses Stromsystems ist wiederum quellenhaft. Um etwa go° gegen die Ströme nach i. voreilende Stromkomponenten können auch auftreten, wenn innerhalb gewisser Bereiche des Untergrundes die Leitfähigkeit sehr gering ist, so daß. in diesen Bereichen Verschiebungsströme und an den Grenzen dieser Bereiche wahre elektrische Ladungen auftreten. Die Stromlinien der voreilenden Komponenten der Bodenströme entspringen bzw.,endigen an den von .den Ladungen der Zuleitungen zu den Feldelektroden auf den benachbarten Bodenteilen influenzierten Ladungen oder an den oben bezeichneten wahren Ladungen an den Oberflächen von im Erdinnern eingelagerten schlecht leitenden Dielektrika, in denen sie in Verschiebungsströmen ihre Ergänzung finden.
  • Diese dritte, kapazitiv erregte Komponente der Bodenströme ist der Frequenz des benutzten Wechselstromes proportional und bei den normalerweise zu Erdforschungszwecken benutzten Frequenzen, und falls man nicht be- sondere Vorkehrurg,en trifft, um die Kapazität der an die stromerzeugende Maschine angeschlossenen Fernleitung gegen Erde künstlich besonders hoch zu machen, nur schwach. Dagegen kann sie in Gebieten mit besonders schlecht leitenden, ausgedehnten, aber dünnen (plattenförmigen) Einlagerungen auch bei den üblichen Frequenzen beträchtliche Werte annehmen.
  • An jedem Punkt des Strömungsfeldes setzt sich also der Stromvektor im Boden aus drei Komponenten zusammen, welche nach Richtung, Stärke und Phasenzustand verschieden sind. Durch Zusammenwirken dieser Komponenten ergibt sich, da sie, als von derselben sinusförmigen Wechselspannung erregt, alle gleiche Frequenz besitzen, an jedem Punkt des Strömungsfeldes im Untergrund eine ebene Stromvektorellipse, wie sie beispielsweise in Abb. i als Kurve A B A B dargestellt ist. Lage, Form und Phasenverteilung auf dem Umfang dieser Stromvektorzllipsen bestimmen den zeitlichen Verlauf der Strömung im Beobachtungspunkt vollständig und eindeutig.
  • Das magnetische Feld an einem beliebigen Messungspunkt setzt sich zunächst aus dem Integral der von allen Stromelementen im Boden herrührenden Elementarstromvektoren zusammen, die also einen Integralvektor hervorbringen. Ferner kommt zu ihm noch hinzu die direkte magnetische Wirkung derjenigen Stromelemente, welche in den Zuleitungen vom Generator zu den Feldelektroden (bzw. bei induktiver Zuführung der elektromagnetischen Energie zum Untergrund in der Sendeschleife) fließen. Aber da ja alle diese Stromelemente einen sinusförmigen Stromvon der Frequenz der Generatorspannung führen, so muß, auch jetzt wieder an jedem Punkt des Raumes der magnetische Vektor auf einer ebenen Ellipse. umlaufen, wie sie heispielsweise in Abb. i als Kurve A B A B dargestellt ist. Lage, Form und Phasenverteilung auf dem Umfang dieser Bahnellipse des magnetischen Feldvektors bestimmen den zeitlichen Verlauf des magnetischen -Feldes im Beobachtungspunkt vollständig und eindeutig.
  • Gegenstand der Erfindung ist nun ein Verfahren zum Aufsuchen wertvoller Bodeneinlagerungen auf elektromab etischem Wege durch Zuführung elektrischer Wechselströme, bei welchem die erzeugten, gegeneinander und gegen eine Normalphase, vorzugsweise _ die Phase der Erregerspannung, phasenverschobenen Komponenten der Bodenströme, welche zusammen die resultierende ebene Stromvektorellipse ergeben. bzw. die entsprechenden Komponenten des magnetischen Feldvektors. welche die ebene Schwingungsellipse des magnetischen Feldvektors ergeben, an den Beobachtungspunkten einzeln nach Richtung und Größe in Abhängigkeit von dem Betrage 1ihrer Phasendifferenz gegeneinander und gegen die Normalphase ausgemessen und bezüglichihrer räumlichen Verteilung untersucht werden, so daß die Lage und Form der Stromv ektorellipsen bzw. die entsprechenden Bestimmungsstücke der magnetischen Feldvektorellipsen und die Phasenverteilung auf ihnen ermittelt werden können.
  • Die verschiedenen, durch ihre Phasenverschiebung gekennzeichneten Komponenten -der Bodenströmung können dann auch je einzeln zur Feststellung der räumlichen Verteilung der elektrischen Leitfähigkeit im Untergrund verwertet werden.
  • Die Zerlegung einer Strömung, welche durch Lage, Form und Phasenverteilung auf ihrer Strömungsellipse gegeben ist, in einzelne Komponenten ist an sich auf mehrfach unendlich viele Arten möglich.
  • Es möge im folgenden weiterhin im allgemeinen - ohne den Umfang der Erfindung darauf zu beschränken - von den Strömungsellipsen allein gesprochen werden, indem für die Schwingungsellipsen der magnetischen Feldvektoren genau die gleichen Regeln gelten.
  • Zu jedem Durchmesser der Strömungsellipse, in dem eine lineare Komponente der Bodenströmung schwingt, gehört, bei vorgegebener Phasendifferenz zwischen den beiden Komponenten, eine in Richtung eines anderen Durchmessers der Ellipse schwingende lineare Komponente, welche mit ersterer zusammenwirkend gerade wiederum die vorgegebene Schwingungsellipse ergibt. In dem speziellen Fall, daß die Phasenverschiebung zwischen diesen beiden linearen Komponenten cgo° beträgt, bilden je zwei so einander zugeordnete Ellipsendurchmesser konjugierte Durchmesser der Schwingungsellipse. So sind z. B. der größte und kleinste Durchmesser der Schwingungsellipse konjugierte Durchmesser, und infolgedessen besitzen die beiden ihnen parallel schwingenden Vektorkomponenten eine Phasenverschiebung von 9o° gegeneinander.
  • In dem einfachen Fall, daß man den Bodenstrom als nur durch den galvanischen Potentialstrom und den induktiven Wirbelstrom, der um etwa 9o° gegen ersteren verschoben sein sollte, zusammengesetzt auffassen kann, bilden diese beiden Komponenten konjugierte Durchmesser der Vektorellipsen. Welches Paar konjugierter Durchmesser in Betracht kommt, kann nur ein Vergleich der Phasenverteilung auf dem Ellipse:numfang mit der Normalphase, z. B. der Spannung des Generators der Bodenströme zeigen.
  • Bevor aber diese Frage weiterbehandelt werden kann, soll erst .einschaltend gesagt werden, wie man die Form und Lage der Vektorellipse bestimmen kann.
  • Es seien in Abb. r die Durchmesser A-A und B-B die zwei erzeugenden Komponenten. Der resultierende Vektor beschreibt alsdann die Ellipse A B A B. Die Kurve C C C C (die Amplitudenlemniskate) umfaßt dann die Gesamtheit der Endpunkte eines ebenfalls um O, den Ellipsenmittelpunkt, rotierenden Vektors, dessen Richtung gleich der Richtung der Verbindungslinie der beiden zur Untersuchung des Strömungsfeldes im Untergrund benutzten, stets in gleichem Abstand voneinander gehaltenen Sonden ist und dessen Länge proportional der senkrechten Projektion der Ellipse auf diese Richtung ist. Die Länge dieses Vektors ist also proportional der Spannungsamplitude zwischen den beiden Sonden. Ebenso ist dieser Vektor proportional der (effektiven oder maximalen) Stromamplitude in der Verbindungsleitung der beiden Sonden, wenn man den Gesamtwiderstand des Sondenkreises stets konstant erhält und wenn man evtl. die induktive Beeinflussung der Sondenleitung durch das Magnetfeld der Bodenströme mittels einer ihr flächengleichen, entgegengesetzt geschalteten Induktionsspuke unschädlich macht.
  • Hat man auf diese Weise Form und Lage der Amplitudenlemniskate C'C C C gefunden, so erhält man daraus sogleich die Schwingungsellipse des Stromvektors, indem der größte und kleinste Durchmesser der Amplitudenlemniskate nach Größe und Richtung mit dem größten und kleinsten Durchmesser der Schwingungsellipse übereinstimmen.
  • Für die Bestimmung der Schwingungsellipse des magnetischen Vektors aus der zugehörigen Amplitudenlemniskate in der Ebene der Schwingungsellipse des magnetä.-schen Vektors gelten genau die entsprechenden Beziehungen.
  • Die beiden gesuchten linearen Stromkomponenten, von denen die eine mit der Generatorspannung in Phase und die andere gegen letztere um 9o° verschoben ist, schwingen also jedenfalls parallel zueinander konjugierten Durchmessern der Schwingungsellipse. Solcher konjugierter Durchmesser gibt es aber noch unendlich viele, und eine Auswahl ist nur möglich durch Vergleich des Phasenzustandes auf dem Umfang der Schwingungsellipse am Beobachtungsort mit dem Phasenzustand der Generatorspannung.
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung soll diese Auswahl, diese Kennzeichnung des Phasenzustandes, auf dem Umfang der Schwingungsellipse durch Vergleich dieses Phasenzustandes mit demjenigen der Generatorspannung oder einer gegen letztere um einen bekannten Phasenwinkel verschobenen Normalphase erfolgen.
  • Zu diesem Zweck kann man am Beobachtungsort einen der Generatorspannung gleichphasigen oder um einen bestimmten Phasenwinkel gegen die Generatorspannung. verschobenen Wechselstrom herstellten, mit dem man den zu messenden Strom nach Phase und Größe ermittelt. Das kann man z. B. durch Heranführen einer verdrillten isolierten Doppelleitung vom Generator zum Meßpunkt oder auf mannigfaltige Weise auch. auf drahtlosem Wege erreichen. Man koppelt dann diese der Generatorspannung -phasengleiche- oder um einen konstanten gemessenen Phasenwinkel. gegen sie verschobene Spannung über ein einstellbares Phasenvariometer - d. h. über eine an sich bekannte Schaltung zur willkürlich einstellbaren Phasenverschiebung - auf die Sonden- (bzw. Rahmen-) Leitung und stellt, je nachdem welchen Durchmesser der Schwingungsellipse man zu bestimmen wünscht, Birne Phasenverschiebung von o° oder 9o° gegen die Phase der Generatorspannung ein. Dann reguliert man den Kopplungsgrad (die Amplitude der überlagerten Schwingung bei konstanter Phasenverschiebung) so lange, bis man bei Schwenken der Sondenleitung um die eine Sonde im Sondenkreis ein völliges Verschwinden des Stromes (z. B. des Tones im eingeschalteten Telephon) erhält.
  • Die dabei gefundene Richtung der Sondenleitung gibt je nach der eingestellten-Phasendifferenz die Stromrichtung bzw. die dazu senkrechte Richtung der Äquipoten;'tiallinien der um o° bzw. 9o° gegen die Erregerspannung verschobenen Strömungskomponenten, also bei obiger Annahme einfacher Verhältnisse der galvanisch bzw. induktiv im Boden :erzeugten Ströme.
  • Bei Messungen mit dem Induktionsrahmen erhält man in genau entsprechender Weise bei Schwenken des Induktionsrahmens um eine zur Ebene der Schwingungsellipse des magnetischen Feldvektors senkrechte, in seiner Windungsebene gelegenen Achse die Richtung des magnetischen Feldes der um o° bzw. 9o° gegen die Erregerspannung verschobenen Feldkomponenten.
  • Bei Benutzung -des oben gekennzeichneten Kompensations- - (Überlagerungs-) --Verfahrens mittels isolierter Doppelleitung erhält man natürlich gleichzeitig auch noch aus der Einstellung der Kopplung das Verhältnis der Größe der betreffenden Vektorkomponenten zu der Größe des in der Doppelleitung fließenden, während der Messungen leicht dem Sendestrom proportional zu haltenden Hilfsstromes.
  • Aber auch bei jeder anderen am Phasenvariometer .etwa eingestellten Phasenv erschiebüng erhält man eine Richtung der Sondenverbindungslinie (bzw. eine Einstellung des Induktionsrahmens), in welcher vollständige Kompensation, also völliges Verschwindendes Stromes (Tones im Telephon) auftritt. Jeder der so festgestellten Richtungen von Durchmessern der Schwingungsellipse ist eine ganz bestimmte Phasenverschiebung gegen die Erregerspannung zugeordnet.
  • Kennt man die Form und. Lage der Schwingungsellipse und dein zu irgendeiner. Phasenverschiebung a gehörigen Durchmesser derselben, so ist aus rein geometrischen Gründen die Phasenverteilung längs des ganzen Ellipsenumfanges zugleich bekannt und demnach auch festgelegt, welcher Durchmesser zu jeder vorgegebenen Phasenverschiebung gehört. Diese Charakterisierung der Phasenverteilung auf dem Umfang der Schwingungsellipse durch Anschluß eines ihrer Durchmesser an die Normalphase bildet demnach eine der Grundlagen der vorliegenden Erfindung.
  • Abb. z zeigt nun beispielsweise eine Schaltung, welche man- zum Vergleich des Phasenzustandes einer durch die Richtung der Sondenleeitung oder in genau entsprechender Weise durch die räumliche Lage der Induktionsrahmenebene bestimmten Komponenten der *Bodenströmung bzw. des magnetischen Feldes der Bodenströme verwenden kann. In Abb, ä bedeuten r die Festsonde (die Abbildung ist beispielsweise der Sandenmethode angepaßt), 2 die bewegliche Sonde und 3 eine evtl. eingeschaltete Kompensationsspulte für die induzierende Wirkung des magnetischen Feldes der- Bodenströme und der Sendeanlage auf die Sondenschleife, deren. erforderliche Windungsfläche man an einem Ort bestimmt, wo dieses magnetische Feld ganz besonders- stark ist, also in unmittelbarer Nähe der Elektrodenzuleitungen bzw. der Sendeanlage. Da die induktive Wirkung auf die Sendeschleife praktisch.. nur klein isst, indem man in der Nähe der Elektrodenzuleitun. gen bzw. der Sendeschleife bei induktiver Stromzuführung zum Boden nicht zu messen pflegt, so. genügt eine genäherte Bestimmung der unter der betreffenden geologischen Oberflächenbeschaffenheit und bei dem gewählten Normalabstand der Sonden im Meßgehiet jeweils- im Mittel günstigen.-Größe. ,der -Windungsfläche dieser Kompensationsspule. Ferner bedeuten q. einen Verstärker und 5 einen Gleichrichter für die verstärkten Sondenströme, die mittels des Galvanometers 6 quantitativ gemessen werden. Da es sich um eine Nullmethode handelt, können 5 und 6 oft zweckmäßig durch ein gutes Telephon ersetzt werden. 7 ist eine Koppelspule, welche beispielsweise zur übertragung der Schwingungen vom Phase@nvariometer auf den Sondenkreis benutzt sei. 8 ist die entsprechende Kopplungsspule am Phasenvariometer. 9 bedeutet den Generator, der das Erdfeld speist und der zur überlagerung durch eine Fernleitung oder auf drahtlosem Wege in der Spule io phasengleiche bzw. um einen bekannten konstanten Winkel gegen die Generatorspa,nnung verschobene Ströme erzeugt. Die Spule i i dient zur Kopplung, die hier auch wieder beispielsweise induktiv gewählt ist, des beispielsweise aus den einstellbaren Selbstinduktionen 12, Widerständen 13 und Kondensatoren 14 bestehenden Phasenvariometers an die Spule i o.
  • Außer dieser einfachen, beispielsweisse dargestellten Schaltung kann man aber auch natürlich alle anderen bekannten Schaltungen und Vorrichtungen verwenden, welche dazu dienen können, den Phasenzustand des Stromes (bzw. der Spannung) im Sondenkreise (bzw. im Induktionsrahmen) mit der Normalphase zu vergleichen. So kann man z. B. auch in der Nähe des Beobachtungsortes einen kleinen Wechselstromgenerator (z. B. einen kleinen Röhrengenerator) anordnen, dessen Frequenz und Phase von dem das Strömungsfeld im Boden speisenden Generator drahtlos oder auf eine andere Weise synchron gesteuert wird. Man gibt damit allerdings den Vorteil der früheren Schaltung auf, der darin besteht, daß sie gleichzeitig mixt der Phase der auszumessenden Strömungs- und Feldvektoren auch ihre Größe durch Kompensation mitergeben.
  • Führt man dem Boden die Wechselstromenergie nur induktiv zu, so hat man den besonderen Vorteil, daß die der Erregerspannung gleichphasige, galvanisch erzeugte Komponente der Bodenströme ausfällt, so daß die Verteilung der Bodenströme nach Richtung und Phase einfacher wird.
  • Erhebliche Vorteile bietet es auch, wenn man die oben gekennzeichnete Ausmessung der Strömungs- bzw. Magnetfeldellipse mit je für sich rein sinusförmigen Wechselströmen von verschiedener Frequenz durchführt, um den Einfluß der Frequenz auf die Ausbildung der verschiedenen Komponenten der Bodenströmung am Beobachtungsort studieren zu können.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Aufsuchen wertvoller Bodeneinlagerungen auf elektromagnetischem Wege durch Zuführung elektrischer Wechselströme, dadurch gekennzeichnet, daß die erzeugten, gegeneinander und gegen eine Normalphase, vorzugsweise die Phase der Erregerspannung, phasenverschobenen -Komponenten der Bodenströme, welche zusammen die resultierende ebene Stromvektorellipse ergeben, bzw. die entsprechenden Komponenten des iriagnetischen Feldvektors, welche die ebene Schwingungsellipse des magnetischen Feldvektors ergeben, an den Beobachtungspunkten einzeln nach Richtung und Größe in Abhängigkeit von dem Betrage ihrer Phasendifferenz gegeneinander und gegen die Normalphase ausgemessen und bezüglich ihrer räumlichen Verteilung untersucht werden, so daß die Lage und Form der Stromvektorellipsen bzw. die entsprechenden Bestimmungsstücke der magnetischen Feldvektorellipsen und die Phasenverteilung auf ihnen ermittelt werden können.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß in der Sondenleitung bzw. in dem Schließungskreis des Induktionsrahmens, die zur Ausmessung der Bodenströmung in an sich bekannter Weise benutzt werden, eine andere sinusförmige Wechselspannung gleicher Frequenz und mit einstellbarer Phasendifferenz gegenüber der Normalphase und in einstellbarer Größe hinzugefügt und so reguliert wird, daß sie die gegen sie in Phase um i8or verschobene Spannungskomponente der Bodenströme im Sondenkreise bzw. der Induktionsströme im Induktionsrahmen vollständig kompensiert, so daß durch Schwenken der Sonden umeinander bzw. durch Drehen des Induktionsrahmens ein völliges Verschwinden des Stromes erreicht werden kann.
  3. 3. Verfahren nach den Ansprüchen i und z, dadurch gekennzeichnet, daß die im Sondenkreise bzw. im Schließungskreise des Induktionsrahmens zur Kompensation einer Vektorkomponente überlagerte Spannung von der das Strömungsfeld im Boden erzeugenden Wechselspannungsquelle her durch eine induktionsfreie, bifilare Leitung übertragen wird. ¢.
  4. Verfahren nach den Ansprüchen i und z, dadurch gekennzeichnet, daß die im Sondenkreise bzw. im Schließungskreise des Induktionsrahmens überlagerte Spannung von einem am Orte der Ausmessung des Strömungsfeldes aufgestellten Wechselspannungsgenerator geliefert wird, dessen Frequenz und Phase (z. B. drahtlos) von der das Erdfeld speisenden Wechselstromquellle gesteuert wird.
  5. 5, Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Phasenverteilung längs der Amplitudenlemniskate bzw. der Schwingungsellipse durch Anschluß an :ein vom felderzeugenden Generator gesteuertes Phasenvariometer bestimmt wird, -und daß diejenigen Durchmesser der Amplitudenlemniskate bzw. der Schwingungsellipse durch Anschluß an ein vom felderzeugenden Generator (gemäß Anspruch 3) oder von einer Hilfsspannungsquelle (gemäß- Anspruch q.) beeinflußtes Phasenvariometer bestimmt werden, längs deren die ihnen, parallel schwingendem Komponenten der Bodenströme bzw. des magnetischen Feldvektors gegen die Normalphase eine vorgegebene Phasendifferenz aufweisen, die, mit o° bzw. 9o° gegen die Erregerspannung angenommen, bei Vernachlässigung des kapazitiv im Boden erregten, um 9o° voreilenden Stromsystems hauptsächlich die Stromrichtung und Stromstärken der durch galvanische Kopplung über die Feldelektroden bzw. der induktiv im Boden erzeugten Stromkompönenten (bzw. der zu ihnen gehörigen. Komponenten des magnetischen Feldes.) darstellen.
  6. 6. Abänderung des Verfahrens nach An-Spruch i, dadurch gekennzeichnet, daß. nur Richtung und Größe des größten und kleinsten Durchmessers der Amplitudenlemniskate (die gleich denselben Durchmessern der Schwingungsellipse sind) der Bodenströme bzw. des magnetischen Feldes am Beobachtungsort ausgemessen werden und die Phasenverschiebung der zu ihnen parallel schwingenden Strom- bzw. Feldkomponenten gegen eine Normalphase, vorzugsweise gegen die Phase der das Feld erzeugenden Spannung, durch überlagerung einer in ihrer Gröle veränderlichen, dem im Erdboden erzeugten synchronen, in Phase um einen einstellbaren Winkel, z. B. mittels Phasenvaijometers, gegen die Normalphase verschobenen Wechselspannung auf die Sondenleitung bzw. auf den Schließungskreis des Induktionsrahmens bestimmt wird.
  7. 7. Verfahren zur Vermeidung von Störungen durch die Induktionswirkung des magnetischen Feldes der Boden- und Zuleitungsströme auf die Sondenleitung bei Ausführung der Messungen nach den Ansprüchen i bis 6 mit Hilfe einer in die Sondenleitung eingeschalteten, dieser mit ihrer Windüngsfläche stets parallel gehaltenen Induktionsspule, dadurch gekennzeichnet, daß die Windungsfläche dieser Kompensationsspule bei jeder Frequenz der Bodenströme der von dem Sondenstrom umflossenen Fläche angepalt wird.
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