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Federnder Schließrahmen zum Halten und Zusammenpressen von Drucksätzen.
Die Erfindung bezieht sich auf gelenkige Schließrahmen zum Zusammenhalten und Einspannen
von Drucksätzen mit federnd verbundenen Wänden.
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Erfindungsgemäß sind drei Ecken des Rahmens dauernd gelenkig verbunden,
während das Gelenk der vierten Ecke lösbar ist. Außerdem wird der eine T--il der
nicht lösbaren Gelenke an der einen Schmalseite von je einer Flachfeder getragen,
die sich auf Leisten an der Stirnwand stützen.
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Auf diese «'eise wird ein einteiliger, sehr einfach zusammengesetzter
Rahmen erhalten, dessen eine Wand nachgibt, wenn der Drucksatz, gegen diese Wand
gepreßt wird. Hierdurch wird das Einlegen und Herausnehmen von Zeilen erleichtert,
wenn die gesetzte Druckseite verbessert werden soll. Es sind zwar bereits federnd
nachgebende Schließrahmen bekannt, doch ist bei diesen die Bauart nicht so einfach
wie beim F_rfindungsgegenstande.
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Auf der Zeichnung ist eine Ausführungsform des Rahmens nach der Erfindung
dargestellt, und zwar zeigt Abb. i eine Ansicht von oben auf den Rahmen mit eingespanntem
Satz, Abb. 2 eine Rahmenlängswand in Seitenansicht, Abb. 3 eine Seitenansicht der
Stirnwand des Rahmens, welche federnd nachgeben kann, Abb. 4, einen Schnitt nach
der Linie 4-4 der Abb. 2, Abb. - einen Schnitt nach der Linie 5-5 der Abb. 3, Abb.
6 eine Draufsicht des zusammengelegten Rahmens, Abb. 7 eine gleiche Ansicht des
aufgeklappten Rahmens, Abb. 8 einen Schnitt nach der Linie 8-8 der Abb. 7 und Abb.
9 eine zweite Ausführungsform der federnden Stirnwand.
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Der Spannrahmen besteht aus den beiden Längswänden i o und i i und
den Stirnwänden 12, 13. Die Enden der Seitenwand io bilden je zwei Scharnierösen
1.1, 15. Das eine Ende der gegenüberstehenden Längswand 11 bildet in gleicher Weise
zwei Scharnierösen 14, das andere Ende eine obere Scharnieröse 16, in welcher das
obere Ende eines Scharnierdornss 17 liegt, dessen unteres Ende 18 spitz ausläuft.
An der Stirnwand 1-2 sind mittels Niete i 9 zwei federnde Bänder oder Flachfedern
2o befestigt, welche sich auf eine Auflagerippe 21 der Stirnwand 12 stützen. ;jede
dieser Flachfedern 2o ist bei 22 nach außen umgebogen, und zwar in einer Höhe, welche
ungefähr der Höhe der Auflagerippe 21 ;entspricht. Die Flachfeder endet in eine
Scharnieröse 23. welche sich zwischen die Scharnierösen 14, 15 legt (Abb. 3). Die
Scharnierdorne 24, welche durch die Scharnierösen 1,1, 15, 23 hindurchgehen, verbinden
die Blattfedern 2o mit den anstoßenden Seitenwänden. Die Stirnwand 12 ist somit
federnd an den Seitenwänden i o und
i i aasgelenkt. Die andere Stirnwand
13 ist an ihren Enden bei 25 und 26 nach außen umgebogen und legt sich innen gegen
die Seitenwände io und i i, wenn die Stirnwand 13 geschlossen ist und den Satz 27,
wie in Abb. i gezeigt ist, einschließt und festspannt. ; Das nach außen umgebogene
Ende 25 der Stirnwand 13 bildet eine Scharnieröse 28, die zwischen die obere und
untere Scharnieröse 14 und 15 an der S eitenwand i o greift, und nimmt den Scharnierdorn
29 auf. Das andere Ende 26 der Stirnwand 13 bildet eine untere, Scharnieröse 3o
und nimmt einen. Scharnierdorn 17 auf, dessen unteres Ende bei 18 :spitz zuläuft
und deran der Wand i i so angebracht ist, daß die Stirnwand 13 mit der Längswand
i i fest verbunden ist, wenn der Rahmen den' Satz vollkommen umschließt. Die Stirnwand
13 wirkt beim Schließen als Hebel und drückt den Satz fest zusammen und gegen die
federnde Stirnwand 12, die infolge der Federung ausweichen kann. Die Seitenwände
io und i i sowie die Stirnwände 12 und 13 werden mit verstärkenden Längsrippen 31
versehen. Die Stirnwände 12 und 13 tragen ihrerseits in bestimmten Abständen Ansätze
32, zum Zwecke, den Schließrahmen im ganzen von dem Satz unter Verwendung eines
passenden Werkzeuges abzuheben. In Abb. 9 ist eine weitere Ausführungsform der nachgiebigen
Scharnierverbindung dargestellt. Die Flachfeder 33 ist an dem unteren Ende der Stirnwand
12 durch Niete 34 befestigt. Sie ist bei 35 nach außen umgebogen und legt sich auf
die Rippe 36. Die Flachfeder ist jedoch bis zur unteren Kante 37 der Stirnwand i,-,
durch den Teil 38 bis hinter die Scharnieröse 15 der anstoßenden Seitenwand verbreitet.
Dies hat den Zweck, die federnde Scharnierverbindung zwischen dem Rand der anstoßenden
Längswand und der Stirnwand zu verstärken, um eine Verdrehung der Flachfeder 33
beim- Abheben des Schließrahmens vom Satz zu verhindern.