DE445886C - Mehrphasen-Induktionsmaschine - Google Patents

Mehrphasen-Induktionsmaschine

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DE445886C DEM76637D DEM0076637D DE445886C DE 445886 C DE445886 C DE 445886C DE M76637 D DEM76637 D DE M76637D DE M0076637 D DEM0076637 D DE M0076637D DE 445886 C DE445886 C DE 445886C
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    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02KDYNAMO-ELECTRIC MACHINES
    • H02K17/00Asynchronous induction motors; Asynchronous induction generators
    • H02K17/02Asynchronous induction motors
    • H02K17/12Asynchronous induction motors for multi-phase current

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
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Description

  • Mehrphasen-Induktionsmaschine. Die Erfindung bezieht sich auf Mehrphasen-Induktionsmotoren und Generatoren und hat zum Ziele eine wirtschaftliche Geschwindigkeitsregelung, Anlassen mit hohem Drehmoment, ohne Ohmsche Widerstände in den Sekundärkreis einschalten zu müssen, Verbesserung des Leistungsfaktors und infolgedessen die Möglichkeit des Baues von Induktionsmotoren mit sehr breitem Luftspalt.
  • Bei allen asynchronen Induktionsmotoren mit Trommelwicklung findet sich das durch die primären und sekundären Stirnverbindungen erzeugte Querfeld örtlich und in der Phase verschoben gegenüber dem Felde, das durch die achsparallelen Leiter erzeugt wird, denn das Magnetfeld der Stirnverbindungen hat einen in hohem Maße konstanten Weg und befindet sich immer in Beziehung zu den gleichen Phasen und in der gleichen Richtung, während im Luftspalt die Beziehungen sich mit dem Umlauf der Phase ändern.
  • Mit anderen Worten: Das Feld im Luftspalt ist ein Drehfeld und hat einen praktisch konstanten Wert, während das Feld der Stirnverbindungen, abgesehen davon, daß es nicht ausgeglichen ist, unbeweglich im Raum gemacht werden kann, indem man die Stirnverbindungen der verschiedenen Primärphasen so übereinanderlegt, daß sie in bestimmten Stellungen eine gemeinsame Polachse hervorrufen. Diese Eigenschaft wird gemäß der Erfindung ausgenutzt, um die obenerwähnten Ziele zu erreichen.
  • Gemäß der Erfindung wird der magnetische Stromkreis der primären und sekundären Stirnverbindungen eines gewöhnlichen asynchronen Induktionsmotors ganz oder teilweise geschlossen, und die Störung des Gleichgewichtes, die sich daraus zwischen Primär- und Sekundärwicklung ergibt, wird durch die Bildung gemeinsamer Polachsen der Stirnverbindungen der verschiedenen Primärphasen erhöht, während die sekundären Stirnverbindungen in üblicher Weise gewickelt und möglichst symmetrisch verteilt sind. Das durch die primären und sekundären Stirnverbindungen erzeugte Querfeld ist infolgedessen derart unausgeglichen, daß es an bestimmten Stellen zum größten Teil oder sogar ausschließlich von den sekundären Stirnverbindungen herrührt. An bestimmten anderen Stellen dagegen wird das Primärfeld durch ein Sekundärfeld wieder ausgeglichen, so daß es nur noch die Hälfte seines Wertes aufweist. Die angeführte Unausgeglichenheit hat zur Folge, daß in den Primar-und Sekundärwicklungen EMKe der Selbstinduktion erzeugt werden, die den Wert der in der Primär- und Sekundärwicklung fließenden Ströme begrenzen. Der Wert der Selbstinduktions-EMK in der Sekundärwicklung ist dem Werte des Stromes in dieser Wicklung direkt proportional und von der Geschwindigkeit unabhängig, da die Frequenz des sekundären resultierenden Querfeldes konstant bleibt, obgleich die Frequenz in der Sekundärwicklung mit zunehmender Geschwindigkeit abnimmt. Der Wert des im Augenblick des Anlassens aufgenommenen Stromes wird umgekehrt proportional sein dem Koeffizienten der Selbstinduktion der Stirnverbindungen der Primär-und Sekundärwicklungen. Der Koeffizient der Selbstinduktion der Sekundärwicklung kann geändert werden, indem man die Zahl der Windungen der Sekundärspulen, und der der Primärwicklung, indem man den Eisenwiderstand des Querfeldes verändert. Man kann also den Wert der EMK der Selbstinduktionen ändern, indem man- die Ursache der Unausgeglichenheit zwischen den beiden primären und sekundären Feldern (nach Möglichkeit) beseitigt.
  • Bei dem betrachteten Motor kommt aber zu diesem Drehmoment noch ein anderes, wichtigeres, und zwar gerade das infolge der Rückwirkung der magnetischen Querfelder, die durch die primären und sekundären Stirnverbindungen erzeugt sind, auf die achsparallelen primären und sekundären Wicklungsteile ausgeübte Drehmoment hinzu. Bei Zunahme der Geschwindigkeit nimmt die in der Sekundärwicklung induzierte EMK ab, während die Selbstinduktions-EMK ungeändert bleibt. Der Wert der resultierenden EMK wird daher abnehmen, und dementsprechend wird auch der Strom im Rotor und .das Drehmoment abnehmen.
  • Weil nun die Querfelder aus den primären und sekundären Stirnverbindungen den Stromwert während des Anlassens beschränken und zu gleicher Zeit das Drehmoment vergrößern, ergibt sich aus dem vorher Gesagten, daß man das gleiche Ergebnis erhält, wenn man Ohnlsche Widerstände in den Sekundärkreis eines gewöhnlichen Motors einschalten würde. Infolgedessen wird man durch beliebige Änderung des Wertes oder der Phase dieser Querfelder die Geschwindigkeit so ändern können, daß das Drehmoment ein Maximum ist. Man erhält hierdurch eine wirtschaftliche und stufenweise Regelung.
  • Der Wert und die Phase der Querfelder aus den primären und sekundären Stirnverbindungen und im Zusammenhang damit das Drehmoment und die Geschwindigkeit können verändert werden, sei es, r. daß man mechanisch den Eisenwiderstand des magnetischen Querkreises ändert, sei es, 2. daß man elektrisch (durch Hilfsspulen) Wert und Phase mittels eines anderen primären oder sekundären Feldes in gleicher Richtung, aber den vorhergehenden entgegengesetzt, ändert, sei es ferner noch, 3. indem man die Zahl der einzelnen Sekundärspulen oder die Zahl der Elementarwicklungen ändert, sei es, q.. indem man induktive Widerstände in die Sekundärkreise einschaltet, sei es schließlich, g. indem man die Verbindungen der Primär-und Sekundärwicklungen verändert.
  • Ohne jedoch den Widerstand des magnetischen Querkreises oder die Wicklung des Motors irgendwie zu ändern oder zu beemflussen, kann das Drehmoment und infolgedessen die Geschwindigkeit geändert werden, indem man die Spannung in der Speiseleitung ändert.
  • Die Rückwirkung des Drehfeldes auf das sekundäre Stirnfeld bewirkt eine Verschiebung desselben, so daß es sich in einer gewissen Phase mit dem primären- Stirnfeld einer anderen Phase verkettet. Demnach ist die EMK, die dieses verschobene sekundäre Feld dann. in der Primärwicklung induzieren wird, mit der Netz-EMK nicht phasengleich, und es ist daher möglich, durch dieses Mittel den Leistungsfaktor zu ändern.
  • Bei einem Motor, der mit beträchtlicher Schlüpfung bei Vollast arbeitet, wird die Verbesserung des Leistungsfaktors bei Leerlauf in der Nähe des Synchronismus verschwindend klein sein und praktisch durch Aufnahme eines starken Stromes zunichte gemacht, wodurch die aufgenommene Leerlaufenergie beträchtlich erhöht wird.
  • Dieses Ergebnis folgt daraus, daß bei zunehmender Geschwindigkeit die magnetische Achse der Sekundärwicklung sich verstellt und die durch die Drehung erzeugte dynamische EMK der EMK der Selbstinduktion fast entgegengesetzt gerichtet ist. Diese beiden EMKe suchen sich infolgedessen gegenseitig aufzuheben, und die demzufolge verminderte primäre Heaktanz wird mehr Strom in den Primärstromkreis aufzunehmen suchen, um das Gleichgewicht zwischen der EMK der Speiseleitung und der elektromotorischen Gegenkraft herzustellen. Es ist leicht ersichtlich, daß in diesem Falle eine Verbesserung des Leistungsfaktors fast ausschließlich von dem größeren Ohmschen Verlust herrührt und nur in sehr geringem Grade von einer Komponente der dynamischen EMK.
  • Da die Richtung der dynamischen EMK vom Drehsinne des Sekundärfeldes abhängt, während die Richtung der EMK der Selbstinduktion konstant ist, kann es sich bei der praktischen Anwendung des neuen Motors treffen, daß sich die beiden EMKe in Phasenübereinstimmung befinden. In diesem Falle wird der Leistungsfaktor sowohl bei Leerlauf wie bei Vollast verschlechtert. Man schaltet diese Unzuträglichkeit aus durch Umkehrung aller drei Netzphasen ohne Umkehrung der Drehrichtung.
  • Da die Verbesserung des Leistungsfaktors von der Geschwindigkeit unabhängig ist, wird es möglich sein, wenn man diesen Motor als asynchronen Induktionsgenerator arbeiten läßt, den Leistungsfaktor auf z oder über x zu bringen.
  • Ein Generator dieser Art kann von Nutzen sein, wenn er in den Sekundärkreis eines gewöhnlichen asynchronen Induktionsmotors eingeschaltet wird, um den Leistungsfaktor des Hauptmotors zu verbessern in der gleichen Weise wie bei der Verwendung von Dreiphasenkollektormotoren.
  • Erläuterte Bauweise und Grundsätze können Anwendung finden sowohl für mehrphasige wie für einphasige Motoren, die für das Anlassen mit einer Hilfsphase versehen sind. Sie können ferner Anwendung finden für Motoren beliebiger Polzahl und für Motoren, deren Geschwindigkeit man durch Änderung der Polzahl regelt, wobei allerdings die Nutzbarmachung des Gegenstandes der Erfindung sich auf die Vorteile beschränkt, die man beim Anlassen und bei der Geschwindigkeitsregelung in den Zwischenstufen und bei der Verbesserung des Leistungsfaktors erzielt. Da der Leistungsfaktor bei Vollast sehr hoch ist, so kann man den Luftspalt erheblich vergrößern.
  • Die Mittel zur praktischen Verwirklichung der erläuterten Grundsätze sind in den Zeichnungen veranschaulicht, die zwei Bauformen des Motors oder Generators gemäß der Erfindung und ihre Schaltbilder wiedergeben.
  • Im folgenden wird das Wort »Motor« gebraucht, um damit zugleich auch einen Generator zu bezeichnen. Es ist ja bekannt, daß jeder asynchrone Induktionsmotor, mag er einphasig oder mehrphasig sein, ein Generator wird, wenn man ihn mit einer übersynchronen Geschwindigkeit laufen läßt.
  • Abb. i zeigt im Achsschnitt einen gewöhnlichen Induktions-Mehrphasenmotor, bei dem man die beiden Deckel zusammen mit dem Gehäuse zum Schluß des Magnetstromkreises für die Stirnverbindungen verwendet.
  • Abb.2 veranschaulicht den Ständer und Läufer des Motors nach Abb. i in eine Ebene abgewickelt und mit der Anordnung der Stirnverbindungen der dreiphasigen Primärwicklung sowie einer einzigen Sekundärwicklung aus vier symmetrisch angeordneten Einzelstäben, die in Reihe geschaltet und kurzgeschlossen sind.
  • Abb. 3 unterscheidet sich von Abb. 2 durch die sekundäre Phasenwicklung. In Abb. 3 sind drei verschiedene Sekundärspulen angegeben, deren jede sich pro Phase aus vier in Reihe geschalteten und kurzgeschlossenen Spulen zusammensetzt. Jede Spule ist elektrisch unabhängig von der anderen.
  • Die Abb. q. zeigt wie Abb. 2 und 3 das abgewickelte Primär- und Sekundäreisen, aber sie unterscheidet sich von den vorhergehenden Abbildungen dadurch, daß der Ständer zwei verschiedene Wicklungen trägt, von denen die eine mit ausgezogenen Linien gezeichnet ist, die andere mit punktierten Linien. Die Stirnverbindungen der beiden Wicklungen sind identisch, aber elektrisch um 18o' gegeneinander versetzt. Die beiden Spulen werden unabhängig voneinander mit veränderlichen Spannungen gespeist, - zum Zweck, nach und nach die Unausgeglichenheit des durch die Stirnverbindungen erzeugten magnetischen Feldes zu vermindern und damit den Wert der primären und sekundären nicht ausgeglichenen Felder durch entsprechende Gegenfelder auszugleichen, wodurch zugleich das Drehmoment und infolgedessen die Geschwindigkeit des Motors geändert wird.
  • Abb.5 zeigt die Verbindung der beiden Ständerwicklungen der Abb. q. und den Anschluß eines Transformators veränderlicher Spannung zur Regelung des Wertes des primären Querfeldes und mittelbar des Sekundärquerfeldes und zugleich des Drehmomentes und der Geschwindigkeit des Motors.
  • Abb. 6 und 7 zeigen in zueinander senkrechten Schnitten einen gemäß der Erfindung gebauten Mehrphasenmotor, der in bekannter Weise mit zwei Ständern und zwei Läufern auf derselben Welle versehen ist. Der magnetische Querkreis ist allein durch die primären und sekundären Stirnverbindungen zwischen den beiden Lamellenpaketen geschlossen.
  • Aus Abb. 7 ergibt sich klar die Anordnung der primären und sekundären Stirnverbindungen eines Dreiphasenmotors. Die Verbindungen sind identisch für den in Abb. i dargestellten Motor.
  • Abb. 8 zeigt den Motor der Abb. 6 und 7 in eine Ebene abgewickelt mit der gegenseitigen Stellung der primären und sekundären Stirnverbindungen.
  • Abb. 9 zeigt ebenfalls den Motor der Abb. 6 und 7 -in eine Ebene abgewickelt. Eines der Lamellenpakete kann sich, wie bekannt, um einen bestimmten Winkel drehen und dadurch die Stirnverbindungen des einen Paketes gegen die des anderen verschieben, um den Wert des sekundären Querfeldes von einem Höchstwert bis auf Null zu verändern und infolgedessen das Drehmoment und die Geschwindigkeit.
  • Die Abb. io und ii zeigen die Anordnung von Hilfswicklungen, die in Reihe mit den Ständer- oder Läuferwicklungen geschaltet sind und mit den von den Stirnverbindungen herrührenden Magnetfeldern zusammenwirken.
  • Abb. 12 stellt einen Motor gemäß -der Erfindung dar und zeigt außer den Primärwicklungen noch eine Hilfswicklung, die über einen regelbaren Widerstand geschlossen ist.
  • Die gleichen Bezugsziffern verweisen in den verschiedenen Abbildungen auf gleiche Teile. In Abb. i bezeichnet = das Lamellenpaket des Ständers, das in dem Ringgehäuse 2 befestigt ist. Daran sind wie gewöhnlich die Deckel 3 und q. angebracht, welche die Lager 5, 6 tragen. Die Deckel sind jedoch mit Ringrändern. 7 und 8 ausgestattet, die nach- innen vorspringen. Die Welle g, die sich in den- Lagern 5, 6 dreht, trägt die Nabe 12; welche in Verbindung mit dem Zylinder ii das Lamellenpaket des Läufers io trägt. Der Zylinder ii ist mit achsparallelen Schlitzen versehen und ist so lang, daß er sich im Bereich der Ränder 7 und 8 der Deckel drehen kann. Das Lamellenpaket i besitzt am Innenumfang Nuten, in denen die- Primärwicklung 13 untergebracht ist. In gleicher Weise ist das Lamellenpaket io am Außenumfang mit Nuten versehen, in denen die Sekundärwicklung 1q. untergebracht ist. Die Lamellenpakete i und io, das Gehäuse 2, die Deckel 3 und q. mit den Rändern 7 und 8 in Verbindung mit dem Zylinder ii, die alle aus magnetischem Stoff bestehen, dienen zur Schließung des magnetischen Querfeldes für alle primären und sekundären Wicklungen.
  • . In den Abb. 2 und 3 ist mit i das primäre Lamellenpaket bezeichnet, mit io das sekundäre,. mit 15, 16 und 17 die Stirnverbindungen einer dreiphasigen Primärwicklung für vier Pole, mit 18 und ig die achsialen Teile der Sekundärwicklung und mit 2o und 21 die achsparallelen Teile der Primärwicklung.
  • Mit 14. sind die sekundären Stirnverbindungen bezeichnet, die symmetrisch angeordnet und in Reihe geschaltet sind, während die gesamte Wicklung 1q. kurzgeschlossen ist. Die primären Stirnverbindungen 15, 16 und 17 sind statt einer unsymmetrischen Anordnung alle nach der gleichen Seite gerichtet, derart, daß sie in der Querrichtung ein nicht ausgeglichenes Feld, und zwar zwei Pole erzeugen, während die Sekundärwicklung vier Pole hervorruft. Mit anderen Worten: Die primären Stirnverbindungen 15, 16 und 17 sind so übereinandergelegt, daß sie eine für die drei Spulen gemeinsame Polachse hervorrufen.
  • Unter Bezug auf Abb. ?,und 3 und unter der vereinfachenden Annahme, daß nur die Spule 15 gespeist wird, ist die Wirkungsweise des Motors wie folgt: Die achsialen Leiter und die Stirnteile der Primärwicklung 15 erzeugen in der entsprechenden Sekundärwicklung 1q. EMKe, die . in dieser Wicklung einen Stromfluß hervorrufen, der seinerseits ein Magnetfeld erzeugt, dessen Richtung der des primären Feldes entgegengesetzt ist.
  • Das sekundäre Magnetfeld, das in den achsialen Wicklungsteilen erzeugt ist, hält dem Primärfeld fast vollkommen das Gleichgewicht. In den Abschnitten D-A und B-C dagegen wird das Feld infolge der sekundären Stirnverbindungen einen Wert gleich der Hälfte des primären haben. Infolgedessen wird das sich ergebende Quermagnetfeld nicht durch einen einfachen Magnetisierungsstrom erzeugt wie im Luftspalt, sondern fast zur Hälfte vom gesamten . in der Primärwicklung kreisenden Strom. In den Abschnitten A-B und C -D wird nur das Sekundärfeld vorhanden sein, das durch den gesamten in der Sekundärwicklung fließenden :Strom erzeugt wird. Diese Magnetfelder werden, selbst wenn der Eisenwiderstand des Magnetkreises groß ist, einen beträchtlichen Wert haben und werden infolgedessen in den sie erzeugenden Wicklungen EMKe der Selbstinduktion verursachen. Das durch die primären Stirnverbindungen erzeugte Querfeld wird insbesondere in den Abschnitten A-D und B-C eine EMK der Selbstinduktion zum Schaden der EMK der Speisung und des Leistungsfaktors erzeugen sowohl beim Anlassen wie beim Normallauf. Dagegen wird das durch die Stirnverbindungen der Sekundärwicklung erzeugte Feld in den Teilen A -B und C-D eine EMK der Selbstinduktion in der Wicklung 1q. hervorrufen, welche die im Primärfelde induzierte EMK beschränkt und infolgedessen auch den in der Wicklung 1q. fließenden Strom. Der Wert dieser EMK, die in der Sekundärwicklung erzeugt wird, wird proportional sein dem Koeffizienten der Selbstinduktion und demnach proportional dem Quadrat der Windungszahl der Wicklung 1q.. Durch Verändern der Zahl der Windungen wird man den während des Anlassens aufgenommenen Strom verändern können. Die EMKe der Selbstinduktion, die in der angegebenen Weise erzeugt sind, werden so zusammenwirken, daß sie den während des Anlassens aufgenommenen Strom zu beschränken suchen, während die Magnetfelder, durch die diese EMKe erzeugt werden, zusammenwirken, um das Anlaßdrehmoment zu erzeugen. Betrachtet man die Abb. 3, und nimmt man an, daß alle drei Spulen 15, 16 und 17 erregt sind, so wird das durch die Sekundärverbindungen erzeugte Feld in den Abschnitten C -D und A -B auf die primären achsialen . Leiter 2o, 21 zurückwirken. Diese Rückwirkung wird die gleiche Richtung haben und sich addieren zu i den Rückwirkungen, die in den achsparallelen primären und sekundären Teilen erzeugt werden und, wie bei jedem mehrphasigen Induktionsmotor, wird das durch eine Phase erzeugte Feld eine Rückwirkung auf die durch eine andere Phase erzeugten Ströme ausüben. Da das resultierende Drehmoment und der aufgenommene Strom zum großen Teil von den Werten der Quermagnetfelder der primären und sekundären Stirnverbindungen abhängen, wird es möglich sein, Stromaufnahme und Drehmoment zu verändern, indem .man auf beliebige Weise den Wert dieser Magnetfelder verändert. Eines der Mittel zum Wechsel der Geschwindigkeit ist in der Abb. q. angedeutet, wonach die induzierende Primärwicklung in zwei getrennte Teile zerlegt ist. Die Stirnverbindungen des einen Teiles der Wicklung sind in entgegengesetzter Richtung wie die des anderen Teiles hin abgebogen, so daß bei Speisung der beiden Wicklungsteile mit gleichen Spannungen die Unausgeglichenheit der primären und sekundären Quermagnetfelder aufgehoben und ihr Wert geändert wird. Wenn man einen Teil der Primärwicklung mit einer veränderlichen Spannung erregt, so verändert man allmählich die Unausgeglichenheit der primären und sekundären Querfelder und erhält auf diese Weise die Regelung der Geschwindigkeit.
  • Abb. 5 zeigt eins der Mittel zur Speisung der beiden Wicklungen nach Abb. q.. In der Abb. 5 ist mit 25 ein Dreiphasennetz bezeichnet, das über einen Regeltransformator 26 die beiden Wicklungen des Motors speist. 28 veranschaulicht beispielsweise die Gesamtheit der Wicklungen 15, z6, 17 und 29 die Gesamtheit der Wicklungen 22, 23, 24.. Der Transformator 26 ist mit Anschlüssen 27 für die verschiedenen Spannungen versehen, an welche eine der Ständerwicklungen angeschlossen wird, während die andere vom Netz 25 aus mit gleichbleibender Spannung gespeist wird.
  • Wenn man die Spannung wenig ändert, so kann man eine starke Veränderung des aufgenommenen Stromes und damit eine Regelung der Geschwindigkeit bewirken.
  • Man kann statt des Regeltransformators einen Induktionsregler anwenden, dessen Einfluß auf die Verschiebung der Phasen vernachlässigt werden kann. Bei der oben beschriebenen :Motortype sind Gehäuse und Gehäusedeckel zur Schließung des Magnetkreises der Querverbindungen benutzt. Da in der Praxis diese Teile massiv sind, so werden darin Wirbelströme (Foucaultströme) erzeugt, die eine die Leistung beeinträchtigende Erwärmung verursachen. Wenn der magnetische Widerstand des Querkreises groß ist, ist es möglich, doch wesentliche Ergebnisse zu erzielen, wenn, wie oben ausgeführt ist, der Magnetisierungsstrom, aus dem das magnetische Querfeld herrührt, der gesamte Strom ist, der in den Sekundärstirnverbindungen in den Abschnitten A-B und C-D fließt, und die Hälfte des Stromes, der in den primären Stirnverbindungen in den Abschnitten D-A und ß-C fließt. Diese Bauart wird praktisch nur dann von Wert sein, wenn man ein großes Anlaßdrehmoment ohne Widerstände erzielen will, sowie daß bei einmal angelassenem Motor die primären und sekundären magnetischen Querfelder unausgeglichen sind oder sich gegenseitig aufheben. Will man dagegen eine Regelung der Geschwindigkeit erzielen, so muß man den gesamten Quermagnetstromkreis mit lamelliertem Eisen schließen oder wenigstens den Teil des Magnetstromkreises des Ständers, der nicht durch geblättertes Eisen geht, auf ein möglichst geringes Maß vermindern. Es wird dann die Bauart vorzuziehen sein, die in Abb. 6 bis 8 dargestellt ist.
  • In den Abb. 6, 7 und 8 bezeichnet i die beiden primären Lämellenpakete, die in dem Gestell e befestigt sind. Die Pakete sind am Innenumfang mit Nuten versehen, in denen die Primärwicklung 13 liegt. Mit io sind wieder die sekundären Lamellenpakete bezeichnet, die am Außenumfange Nuten für die Sekundärwicklung 14 tragen. Diese Sekundärpakete sind auf einem Zylinder ii angebracht,dessen Mantel durch achsiale, nicht ganz bis an die beiderseitigen Stirnflächen heranreichende Aussparungen unterbrochen ist.
  • Der magnetische Querkreis ist nur durch die Stirnverbindungen geschlossen, die zwischen den beiden Lamellenpaketen liegen, und die Schließung erfolgt durch die vier primären und sekundären Lamellenpakete, das Gestell 2 und den Zylinder ii. In der Zeichnung sind Deckel und Welle der Einfachheit halber nicht dargestellt. Die Arbeitsweise erfolgt in gleicher Weise, wie es für den Motor nach Abb. i erläutert wurde. Der einzige Zweck dieser Bauart ist, den magnetischen Querkreis abzukürzen und den nicht lamellierten Teil des primären Kreises möglichst zu vermindern, außerdem eine große Leichtigkeit der Regelung der primären und sekundären Querfelder zu erhalten, indem man auf diese Weise den neuen Motor in einen Motor umwandelt, der die Merkmale eines. gewöhnlichen Motors besitzt.
  • Aus Abb. 8 ergibt sich klar, wie die primären Verbindungen in den beiden Paketen symmetrisch angebracht sind. Indem man sie mit einem Strom der gleichen Richtung speist, addieren sich die magnetischen Felder, die durch die primären und sekundären Stirnverbindungen erzeugt werden, und man hat dann das Maximum der Unausgeglichenheit zwischen primären und sekundären Querfeldern. Wenn man dagegen eine der Wicklungen mit einem Strom von der der ersten Wicklung entgegengesetzten Richtung speist, so hebt man das durch die Stirnverbindungen erzeugte Querfeld vollkommen auf und wandelt dadurch diesen Motor in einen solchen um, der die Merkmale eines gewöhnlichen Motors trägt.
  • Ändert man auf beliebige Weise und nach und nach Wert und Richtung des Stromes in einer der primären Wicklungen, so wird auch nach und nach der Wert des Querfeldes vom Maximum bis zum völligen Nullwert verändert, indem man auf diese Weise alle verlangten Geschwindigkeiten erhält.
  • Wie oben ausgeführt wurde, unterscheidet sich der Motor der Abb. g vom vorhergehenden, denn eines der Lamellenpakete kann, wie bekannt, um einen gewissen Winkel verstellt werden. Auf diese Weise können ohne Veränderung der elektrischen Kontakte die primären Stirnverbindungen des einen Pakets gegen die des anderen verstellt werden, wodurch Querfelder erzeugt werden, die sich entweder addieren oder teilweise aufheben.
  • Bei der Motortype der Abb. 6, 7, 8 und g ist das magnetische Feld der äußeren Stirnverbindungen in keiner Weise derart ausgeglichen wie das der inneren Stirnverbindungen. Man wird aber auch dieses Feld vollkommen ausgleichen können, indem man einen Teil der normalen Primärwicklung mit einem Teil der Wellenwicklung vereinigt (Abb. i3).
  • Man erkennt leicht, wie der Wert und die Unausgeglichenheit zwischen den primären und sekundären Querfeldern auf viele andere Arten verändert werden können sowohl mit Hilfe von primären und sekundären Hilfswicklungen als auch unter Veränderung des Eisenwiderstandes im Magnetkreise.
  • Außerdem erkennt man, daß die Phase des Stromes im Läufer geändert werden kann, indem man die Verbindungen der verschiedenen Einzelkreise ändert, und indem man sie in Dreieck oder gemischt schaltet, indem man die Kupplung der Phasen der Primärwicklungen in einem Ständer gegenüber dem anderen ändert usw., ohne von dem Erfindungsgedanken abzuweichen. Auch kann der primäre magnetische Querstromkreis durch jede Erweiterung am Umfange symmetrisch geschlossen und auch unregelmäßig verteilt sein, ohne daß dadurch vom Erfindungsgedanken abgewichen wird.
  • Die Abb. io und ii geben eine Anordnung von Hilfswicklungen 42 wieder, die beispielsweise in Reihe mit den Sekundärwicklungen geschaltet und auf die Querstege 12 aus magnetischem Material aufgebracht sind. Die Stirnverbindungen der Primärwicklung sind hierin mit z5 (bzw. i5," 15b, i5,) und die Stirnverbindungen der Sekundärwicklung mit 16 (bzw. 16, 16b, i6,) bezeichnet. Aus der Abb. ii ist ersichtlich, daß das Feld der Hilfswicklungen nicht mit dem Spaltfeld verkettet sein kann, so daß es also lediglich mit den von den Stirnverbindungen herrührenden Magnetfeldern verkettet ist.
  • Abb. 12 zeigt noch eine über einen regelbaren Widerstand 44 geschlossene Hilfswicklung 43, die gleich den Primärwicklungen, deren Stirnverbindungen mit 15" 15b, =5, bezeichnet sind, auf dem Stator des Motors angebracht ist. Der in dieser Hilfswicklung 43 fließende Strom wird sowohl von dem primären als auch von dem sekundären Stirnfeld induziert, und infolgedessen wird er das Primar-und das Sekundärfeld beeinflussen. Praktisch können mannigfache Abänderungen bei den oben beschriebenen Konstruktionen vorgenommen werden. Die Erfindung ist demnach in keiner Weise an die lediglich beispielsweise beschriebenen baulichen Ausführungsmaßnahmen gebunden.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Mehrphasen-Induktionsmaschine, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzeugung unausgeglichener zusätzlicher Querfelder durch die Stirnverbindungen des Ständers und Läufers die Stirnverbindungen des einen Teiles in gebräuchlicher Weise, dagegen die Wicklung des anderen Teiles mit von Stirnverbindungen freien Zwischenräumen ausgeführt ist.
  2. 2. Induktionsmotor nach Anspruch i, gekennzeichnet durch Einrichtungen zur Regelung der Feldstärke der Querfelder, zum Zweck, das Verhältnis der Unausgeglichenheit der Stirnfelder und damit die Geschwindigkeit des Motors verändern zu können.
  3. 3. Maschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß für die durch die primären und sekundären Stirnverbindungen erzeugten Felder ein mehr oder weniger geschlossener magnetischer Kreis über das Gehäuse vorhanden ist.
  4. 4. Maschine nach Anspruch i und 2, gekennzeichnet durch die Anordnung von Hilfsspulen (42 in Abb. ii), die in Reihe mit den Ständer- oder Läuferwicklungen geschaltet sind und mit den Magnetfeldern aus den Stirnverbindungen zusammenwirken.
  5. 5. Maschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Unausgeglichenheit der Stirnfelder mit Hilfe einer zweiten Primärwicklung (22, 23, 24, punktierte Linien Abb.4) geregelt wird, deren Stirnverbindungen eine gegen die der Stirnverbindungen der ersten Wicklung verschobene Polachse erzeugen.
  6. 6. Maschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die eine der Primärwicklungen mit Hilfe eines Regeltransformators mit veränderlicher Spannung, die andere unmittelbar vom Netz gespeist wird.
  7. 7. Maschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, däß die Unausgeglichenheit der Stirnfeder durch eine unabhängige Hilfsspule (43 in Abb.i2) geregelt wird, die über regelbare Widerstände (44 in Abb. i2) geschlossen und deren Feld nur mit den Magnetfeldern der Stirnverbindungen verkettet ist.
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