DE4445698C2 - Drehkreuzanlage - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Drehkreuzanlage für eine
Personendurchgangskontrolle mit einem um eine gegen
über einer Horizontalen um etwa 45° geneigte Drehachse
drehbaren und mittels einer entriegelbaren Sperrvor
richtung in wenigstens einer Drehrichtung gegen Drehung
sperrbaren bzw. zur Drehung freigebbaren Sperrelement,
das einen Lagerteller und wenigstens zwei in Umfangs
richtung beabstandet voneinander von diesem im Winkel
zur Drehachse vorstehende Sperrarme besitzt, die
infolge Drehung des Sperrelements um seine Drehachse
nacheinander aus einer im wesentlichen horizontalen,
einen Personendurchgang sperrenden Sperrposition in
eine den Durchgang freigebende Drehstellung betätigbar
sowie um quer zur Längsachse des jeweiligen Sperrarms
verlaufende Anlenkachsen abklappbar am Lagerteller
angelenkt und jeweils mittels eines am Lagerteller
verschwenkbar gelagerten und durch Federkraft in ihren
Verriegelungslagen gehaltenen Sperriegels in ihren
normalen Betriebsstellungen verrastet sind, wobei die
Sperriegel jeweils bei in Sperrposition stehendem
Sperrarm mittels einer federkraftbeaufschlagten und
durch einen Elektromagneten in Vorspannlage gehaltenen
Entriegelungsvorrichtung bei Wegfall der magnetischen
Haltekraft in ihre den jeweiligen Sperrarm zum Abklap
pen um seine Anlenkachse am Lagerteller aus seiner
Sperrposition in eine den unbehinderten Personendurch
gang zulassende Abklapplage freigebende Entriegelungs
stellung betätigbar sind.
Derartige Drehkreuzanlagen werden in Verbindung mit
Personenschleusen eingesetzt, um einen kontrollierbaren
Eingang bzw. Ausgang von Personen zu ermöglichen. Der
Durchgang durch diese Personenschleusen wird durch Wei
terschalten eines Drehkreuzes in Abhängigkeit vorher
definierbarer Kriterien freigegeben, die automatisier
bar überprüfbar sind. Gleichzeitig soll bei derartigen
Drehkreuzanlagen sichergestellt sein, daß in ausgewähl
ten Situationen, wie beispielsweise Notfällen, ein un
kontrolliertes und schnelles Passieren dieser Personen
schleusen möglich ist.
Eine solche Drehkreuzanlage ist beispielsweise aus der
DE-OS 28 25 787 bekannt. Im Falle der Stromunterbre
chung oder Abschaltung wird bei dieser Drehkreuzanlage
ein Elektromagnet stromlos und eine Entriegelungsvor
richtung nicht länger in einer Vorspannlage gehalten.
Ein Schieber der Entriegelungsvorrichtung wird dann
durch Federkraft derart bewegt, daß er einen den
Sperrarm haltenden Sperriegel so verschwenkt, daß er
außer Eingriff mit einer mit dem Sperrarm verbundenen
Lagerzunge gelangt. Im folgenden fällt der Sperrarm
infolge der auf ihn wirkenden Schwerkraft in eine den
Durchgang freigebende Abklapplage. Um die Drehkreuzan
lage anschließend wieder einzurichten, muß der Sperr
arm von Hand wieder in die Horizontallage verschwenkt
werden, bis die Lagerzunge erneut mit dem Sperriegel
verrastet. Zuvor muß der Schieber entgegen der auf ihn
wirkenden Federkraft durch den Elektromagneten der Ent
riegelungsvorrichtung wieder in seine ursprüngliche
Betriebsstellung bewegt werden.
Diese Drehkreuzanlage muß mit einem starken Elektro
magneten ausgestattet sein. Die Wiedereinrichtung von
Hand nach einer Abschaltung ist insbesondere bei
weitläufigen Betriebsgeländen recht umständlich.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine
fernsteuerbare Drehkreuzanlage zu schaffen, die einen
gegenüber dem Stand der Technik vereinfachten Aufbau
und einen reduzierten Energiebedarf aufweist. Darüber
hinaus soll die Anlage in weiterer Ausgestaltung nach
einer Abschaltung weitestgehend selbsttätig wieder in
die normale Betriebsstellung gelangen.
Bei einer Drehkreuzanlage gemäß dem Oberbegriff des
Anspruchs 1 wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die
Sperriegel als in Abhängigkeit von der Betriebsstel
lung des jeweils zugeordneten Sperrarms mittels eines
Lagerkörpers des Sperrarms verschwenkbare doppelarmige
Hebel ausgebildet sind, wobei der eine Hebelarm mit
dem Lagerkörper in Eingriff bringbare Rastmittel und
der andere Hebelarm eine von dem Lagerkörper des in
Abklapplage schwingenden Sperrarms betätigbare Rück
stelleinrichtung für die Entriegelungsvorrichtung
aufweist.
Dadurch, daß die Sperriegel jeweils mit einer Rück
stelleinrichtung versehen sind, wird die Entriege
lungsvorrichtung ohne zusätzlichen Energieaufwand in ihre
Vorspannlage zurückbewegt, während der Sperrarm in die
Abklapplage schwingt. Der Elektromagnet der Entriege
lungsvorrichtung hat somit ausschließlich eine Halte
funktion. Er kann dementsprechend kleiner ausgeführt
werden, so daß auch der Haltestrom des Elektromagneten
reduziert ist.
Nach Anspruch 2 ist die Arretierung des Sperrarms in
seiner Sperrposition dadurch wesentlich vereinfacht, daß
eine federkraftbeaufschlagte Riegelnase des Sperriegels
mit der Riegelschulter eines mit dem Sperrarm verbun
denen Lagerkörpers verrastet.
Gemäß einer Weiterbildung nach Anspruch 3 weisen die
Sperriegel auf der dem Lagerkörper des jeweiligen Sperr
arms zugewandten Seite eine Aussparung und eine anstei
gende Kurvenbahn auf, mit der beim Abklappen des Sperr
arms der Nocken des zugeordneten Lagerkörpers zusam
menwirkt. Dadurch ist sichergestellt, daß der Nocken
des Lagerkörpers am Anfang des Abklappvorganges quasi
ungehindert unterhalb des Sperriegels schwingen kann
und am Ende des Abklappens über die ansteigende Kur
venbahn die Entriegelungsvorrichtung wieder spannt.
Hierdurch ist die Funktionssicherheit der Drehkreuz
anlage in der Weise erhöht, daß im Falle der Abschal
tung der Sperrarm vollständig in die vertikale Ab
klapplage herabfällt. Bei Stromwiederkehr gelangt die
Entriegelungsvorrichtung wieder in ihre ursprüngliche
Vorspannlage. Das Wiedereinrichten der Drehkreuzanlage
ist somit durch bloßes Weiterschalten des Lagertellers
möglich, da der entlang der Aussparung zurückschwin
gende Nocken wieder mit dem Sperriegel verrastet.
Nach Anspruch 4 ist die Entriegelungsvorrichtung der
Drehkreuzanlage jeweils nur mit dem in Sperrposition
befindlichen Sperrarm in Eingriff bringbar. Hierdurch
wird im Falle einer Abschaltung oder bei Stromausfall
nur der jeweils den freien Durchgang durch die Personen
schleuse sperrende Sperrarm abgeklappt. Demzufolge muß
bei der Wiedereinrichtung der Drehkreuzanlage auch nur
ein Sperrarm wieder verrastet werden.
Mit der Ausgestaltung nach Anspruch 5 ist ein passives
Sicherheitssystem verwirklicht, da im Falle einer Strom
unterbrechung oder Stromabschaltung das Abklappen des
jeweils sperrenden Sperrarm selbsttätig ausgelöst wird.
Hierzu ist eine erste Schraubenfeder vorgesehen, die
im Falle der Auslösung eine an den Führungsstangen be
festigte Auslöseplatte derart gegen den nasenartigen
Vorsprung des Sperriegels drückt, daß dieser Sperrie
gel außer Eingriff mit dem Lagerkörper des Sperrarms
gelangt. Die Auslösung des Sperriegels erfolgt demnach
rein mechanisch. Hierdurch ist eine hohe Funktions
sicherheit der Auslösung gewährleistet. Dies ist ins
besondere im Falle einer Notabschaltung ein ent
scheidender Vorteil.
Jeweils eine zweite schwächere Schraubenfeder, die auf
Führungsstangen der Auslöseplatte aufgenommen sind,
wirkt entgegen der Federkraft der ersten Schrauben
feder und verhindert somit ein ungebremstes Auftreffen
der Auslöseplatte auf den nasenartigen Vorsprung des
Sperriegels. Diese Ausgestaltung des Erfindungsgegen
standes reduziert den Verschleiß der Anlage und erhöht
somit deren Lebensdauer. Die zweiten Schraubenfeern
halten ferner eine metallische Halteplatte, die auf
den Führungsstangen der Auslöseplatte zwischen den
Schenkeln der Haltekonsole aufgenommen ist, in Anlage
an auf den Führungsstangen angeordneten Sprengringen.
Dadurch, daß die Auslöseplatte der Entriegelungsvorrich
tung in ihren seitlich über die Führungsstangen überstehen
den Bereichen Auflauframpen aufweist, ist sichergestellt,
daß beim Weiterschalten des Lagertellers die sich unter
der in Vorspannlage gehaltenen Auslöseplatte hindurch
drehenden Nocken des Lagerkörpers nicht mit der Auslöse
platte in Anschlag gelangen. Dies ist insbesondere beim
Wiedereinrichten der Drehkreuzanlage durch bloßes Wei
terschalten des Drehtellers ein die Funktionssicherheit
erhöhender Vorteil.
Anhand der beigefügten Zeichnungen soll nachstehend eine
Ausführungsform der Erfindung erläutert werden. In sche
matischen Ansichten zeigen:
Fig. 1 eine Drehkreuzanlage mit einem drei Sperrarme
aufweisenden und um eine etwa unter 45° gegen
über einer Horizontalen geneigte Drehachse
drehbaren Drehkreuz, dessen einer Sperrarm in
einer einen Personendurchgang sperrenden hori
zontalen Sperrposition steht, in einer Ansicht
mit Blickrichtung in Durchgangsrichtung,
Fig. 2 die Drehkreuzanlage in einer Seitenansicht mit
Blickrichtung gemäß Pfeil II in Fig. 1,
Fig. 3 die Drehkreuzanlage in einer Ansicht wie in
Fig. 1, jedoch mit dem im Normalbetrieb einen
Personendurchgang verhindernden Sperrarm in
einer nach unten abgeklappten und den Durchgang
freigebenden Nichtgebrauchsstellung,
Fig. 4 eine Seitenansicht der Drehkreuzanlage mit
abgeklapptem Sperrarm und Blickrichtung gemäß
Pfeil IV in Fig. 3,
Fig. 5 im Ausschnitt aus Fig. 1 eine vergrößerte
Schnittansicht einer Antriebseinheit des Dreh
kreuzes mit einem Lagerblock und der Anlenkung
eines aus der gezeigten Sperrstellung abklapp
baren Sperrarms an einem Lagerteller, der sei
nerseits um die geneigte Drehachse drehbar und
motorisch antreibbar ist,
Fig. 6 in einer Ansicht ähnlich Fig. 5 den Lagerblock
für sich allein mit dem Sperrarm unmittelbar vor
dem Abklappen aus seiner Sperrposition in eine
den unbehinderten Personendurchgang freigebende
Abklapplage,
Fig. 7 in einer Ansicht wie in Fig. 6 den Sperrarm nach
dem Abklappen in die Abklapplage,
Fig. 8 eine am Lagerblock angeordnete Entriegelungsvor
richtung für sich allein in einer zu den Fig. 5
und 7 spiegelbildlichen Ansicht und
Fig. 9 die Entriegelungsvorrichtung in einer der
Schnittlinie IX-IX in Fig. 8 entsprechenden
Schnittansicht.
Bei der in den beigefügten Zeichnungen veranschaulichten
Drehkreuzanlage 10 ist auf einer Ständersäule 11 eine
Antriebseinheit 12 mit einem Drehkreuz 13 aufgenommen,
das drei jeweils um 120° zueinander versetzt angeordnete
Sperrarme 14 aufweist und um eine gegenüber einer ge
dachten Horizontalen um etwa 45° geneigte Drehachse 15
drehbar gelagert ist. Die Sperrarme 14 sind um recht
winklig zur Drehachse 15 des Drehkreuzes 13 verlaufende
Anlenkachsen aus ihren insbesondere in den Fig. 1 und 2
gezeigten Normalstellungen in Nichtgebrauchsstellungen
abklappbar an einem Lagerteller 16 eines im Gehäuse 17
der Antriebseinheit 12 aufgenommenen Lagerbocks 18 an
gelenkt. Der Lagerteller 16, mit dem eine Antriebs
welle 19 drehfest verbunden ist, steht mit einem nur in
Fig. 5 angedeuteten Fortschaltmotor 20 über einen Ket
tentrieb 21 in direkter Antriebsverbindung. Ferner ist
die Antriebswelle 19 auf der vom Lagerteller 16 abge
wandten Seite mit einer Steuernocken aufweisenden Nocken
scheibe 22 drehfest verbunden, mit der an einer Lager
platte 23 verschwenkbar angelenkte Klinken 24 in hier
nicht weiter interessierender Weise zusammenwirken.
Die Sperrarme 14 erstrecken sich in ihren Normalstel
lungen von dem Lagerteller 16 auf dem Mantel eines
gedachten, sich nach der vom Lagerteller wegweisenden
Seite öffnenden Kegelmantels liegend fort. Im Normal
betrieb steht jeweils einer der drei Sperrarme 14 in
einer Horizontalen, in einen Personendurchgang hinein
ragenden Sperrstellung, während die übrigen beiden
Sperrarme 14 aus dem Durchgang in schräg nach unten
weisende Lagen verschwenkt sind, wie dies insbesondere
die Fig. 1 und 2 zeigen.
Wenn eine Person die Drehkreuzanlage 10 passieren will,
wird der in Sperrstellung stehende Sperrarm 14 infolge
Auslösung durch diese Person mittels des Fortschaltmo
tors 20 durch Drehung des Lagertellers 16 und damit des
Drehkreuzes 13 aus seiner Sperrstellung bewegt und mit
hin der Personendurchgang freigegeben. Gleichzeitig ge
langt der in Drehrichtung folgende Sperrarm 14 in eine
den Durchgang hinter der passierenden Person sperrende
Position.
Bei der veranschaulichten Drehkreuzanlage 10 mit jeweils
um 120° gegeneinander versetzt angeordneten Sperrar
men 14 entspricht einem Drehtakt des Drehkreuzes 13 je
weils eine Fortschaltung von 120° und es steht im Nor
malbetrieb immer ein Sperrarm 14 in einer den Personen
durchgang sperrenden Position. Dabei sind, wie unten
noch näher erläutert wird, die am Lagerteller 16 jeweils
um eine Anlenkachse abklappbaren Sperrarme 14 in den ins
besondere aus den Fig. 1 und 2 ersichtlichen normalen
Betriebsstellungen lösbar verrastet und in diesen Ver
rastungslagen gehalten, was unten ebenfalls noch näher
erläutert wird.
In den Fig. 5 bis 7 ist bei Weglassung der übrigen Sperr
arme 14 die aus der gezeigten Betriebsstellung in eine
Nichtgebrauchsstellung abklappbare Anlenkung eines Sperr
arms 14 am Lagerteller 16 der Antriebseinheit 12 veran
schaulicht. Dieser Anlenkung dient jeweils ein rechtwin
klig zur Drehachse 15 des Drehkreuzes 13 verlaufender
Lagerzapfen 25. Die Lagerzapfen 25 sind in hier nicht
weiter interessierender Weise am Lagerteller 16 aufge
nommen, der seinerseits drehfest an der über den Ketten
trieb 21 mit dem Fortschaltmotor 20 in Antriebsverbin
dung stehenden Antriebswelle 19 befestigt ist. Im Un
terschied zur schematischen Darstellung in Fig. 5 ist
der Fortschaltmotor 20 radial außerhalb des Drehkreises
einer drehbaren Lagerkonsole 31 des Drehtellers 16 mit
den schwenkbar angelenkten Sperriegeln 30 angeordnet.
Auf den Lagerzapfen 25 ist jeweils ein am Ende des be
treffenden Sperrarms 14 fest angeordneter Lagerkörper 26
schwenkbar aufgenommen. Auf der vom eigentlichen Sperr
arm 14 abgewandten Seite vom Lagerzapfen 25 besitzt der
jeweilige Lagerkörper 26 einen radial vorspringenden
Nocken 27 mit einer Riegelschulter 28, die in der in
Fig. 5 gezeigten Sperrposition des Sperrarms 14 von
einer Riegelnase 29 eines Sperriegels 30 hintergriffen
wird. Diese Sperriegel 30 sind um parallel zu der von
dem jeweiligen Lagerzapfen 25 gebildeten Anlenkachse des
betreffenden Sperrarms 14 um an radial vom Lagerteller 16
vorstehenden Lagerkonsolen 31 angeordnete Lagerstifte 32
jeweils gegen die Wirkung einer Rückstellfeder 33 ver
schwenkbar gelagert.
Bei den Sperriegeln 30 handelt es sich um zweiarmige He
bel, wobei jeweils das Ende des einen Hebelarms 34 die
mit einer Riegelschulter 28 eines Sperrarm-Lagerkör
pers 26 zusammenwirkende Riegelnase 29 bildet. Der je
weils andere Hebelarm 35 besitzt auf der vom Lager
zapfen 25 des jeweiligen Sperrarms 14 abgewandten Seite
einen nasenartigen Vorsprung 36 und wirkt in unten noch
zu beschreibender Weise mit einer Entriegelungsvorrich
tung 40 zusammen. Auf der dem Lagerkörper 26 des zuge
ordneten Sperrarms 14 zugewandten Seite sind die Sperrie
gel 30 im Bereich des Hebelarms 35 mit einer ansteigen
den Kurvenbahn 37 ausgerüstet, die sich an eine zu dem
jeweiligen Lagerkörper konkave Aussparung 38 anschließt.
Beim Abklappen eines Sperrarms 14 aus der Sperrposition
gemäß Fig. 5 in die Abklapplage nach Fig. 7 wirkt der
vorstehende Nocken 27 des betreffenden Lagerkörpers 26
mit der Kurvenbahn 37 zusammen und verschwenkt dabei
den jeweiligen Sperriegel 30 entgegen seiner Entrie
gelungslage. Dadurch wird die Entriegelungsvorrich
tung 40 in unten noch zu erläuternder Weise in eine
Betriebsbereitschaftsstellung betätigt.
Die Entriegelungsvorrichtung 40 ist in Umfangsrichtung
gesehen in dem der Sperrposition der Sperrarme 14 ent
sprechenden Bereich an der Lagerplatte 23 des Lager
blocks 18 radial beabstandet zur Drehachse 15 angeordnet
und besitzt eine Auslöseplatte 41, die auf der von den
Sperrarmen 14 abgewandten Seite über dem beim Umlauf des
Lagertellers 16 von den nasenartigen Vorsprüngen 36 der
Sperriegel-Hebelarme 35 gebildeten Drehkreis steht.
Diese Auslöseplatte 41 ist dem genannten Drehkreis ent
sprechend bogenförmig ausgebildet und in Umfangsrichtung
gesehen beidendig mit je einer Auflauframpe 42 ausge
rüstet sowie mit zwei sich parallel zueinander und zur
Drehteller-Drehachse 15 erstreckenden Führungsstangen 43
fest verbunden. Die Führungsstangen 43 sind längsbeweg
lich in Führungsausnehmungen aufgenommen, die in von
einander beabstandeten Schenkeln 44 einer U-förmigen Kon
sole 45 der Entriegelungsvorrichtung 40 angeordnet sind.
Zur axialen Endlagensicherung sind auf den über den von
der Auslöseplatte 41 abgewandten oberen Schenkel 44 der
Konsole 45 vorstehende Enden der Führungsstangen 43 obere
Sprengringe 46 und innerhalb der Konsole 45 auf jeder Füh
rungsstange 41 zwei letztere konzentrisch umschließende
und jeweils koaxial zueinander angeordnete Schraubenfe
dern 47, 48 unterschiedlicher Federhärte aufgenommen. Die
ersten Schraubenfedern 47 größerer Federhärte stützen
sich jeweils an dem von der Auslöseplatte 41 abgewandten
Schenkel 44 der Konsole 45 und einem innerhalb der Kon
sole 45 auf den Führungsstangen 43 axialfest aufgenom
menen unteren Sprengring 49 ab, die zweiten Schrauben
federn 48 geringerer Federhärte hingegen zwischen dem
unteren Schenkel 44' der Konsole 45 und einer metalli
schen Halteplatte 50, die ihrerseits auf den Führungs
stangen 43 in deren Längsrichtung beweglich aufgenommen
ist und mittels der zweiten Schraubenfedern 48 gegen die
unteren Sprengringe 49 gedrückt wird. Schließlich umfaßt
die Entriegelungsvorrichtung 40 einen Elektromagneten 52,
der mit seinem Eisenkörper 53 an dem von der Auslöse
platte 41 abgewandten oberen Konsolen-Schenkel 44 ange
schraubt ist und einen zu der Halteplatte 50 offenen
Spulenkörper 54 besitzt.
In der aus Fig. 5 ersichtlichen Betriebsstellung liegt
der als Haltemagnet ausgebildete Elektromagnet 52 an
Spannung. Demgemäß ist die Halteplatte 50 vom Spulenkör
per 54 des Elektromagneten 52 angezogen und die Auslöse
platte 41 gegen die Wirkung der dann vorgespannten
Schraubenfedern 47 in einer zurückgezogenen Lage gehal
ten, in der beim Fortschalten des Drehkreuzes die Vor
sprünge 36 des Hebelarms 35 des Sperriegels 30 unter der
Auslöseplatte 41 hindurchlaufen. Wenn indessen die Span
nungsbeaufschlagung des als Haltemagnet ausgebildeten
Elektromagneten 52 unterbrochen wird, sei es durch eine
Betriebsstörung oder durch Stromabschaltung, entfällt
die elektromagnetische Haltekraft und angesichts der in
Auslöserichtung wirkenden Kraftbeaufschlagung durch die
vorgespannten ersten Schraubenfedern 47 schnellt die mit
den Führungsstangen 43 verbundene Auslöseplatte 41 vor,
trifft auf den nasenartigen Vorsprung 36 des Sperrie
gels 30 und verschwenkt letzteren gegen die Wirkung der
Rückstellfeder 33 um seinen Lagerstift 32 in seine Ent
riegelungsstellung. Dabei gelangt die Riegelnase 29 des
Sperriegel-Hebelarms 34 außer Eingriff mit der Riegel
schulter 28 des Lagerkörpers 26 des unter der Entriege
lungsvorrichtung 40 bis dahin in Sperrstellung stehenden
Sperrarms 14. Dies zeigt Fig. 6. Nach dem Ausrücken der
Riegelnase 29 verschwenkt der Sperrarm 14 infolge Schwer
kraft um seinen Lagerzapfen 25 in eine einen ungehinder
ten Personendurchgang zulassende Abklapplage, die aus
den Fig. 3, 4 und 7 ersichtlich ist.
Beim Abklappen eines Sperrarms 14 aus dessen Sperrpo
sition greift der radial vom Lagerkörper 26 dieses Sperr
arms 14 vorstehende Nocken 27 in die Aussparung 38 des
zugeordneten Sperriegels 30 ein, trifft dann auf die
Kurvenbahn 37 und verschwenkt den Sperriegel in Richtung
seiner Verriegelungsstellung zurück. Dabei wird über den
unterseitig an der Auslöseplatte 41 angreifenden Vor
sprung 36 des Sperriegel-Hebelarms 35 die Entriegelungs
vorrichtung 40 in eine Bereitschaftsstellung betätigt,
in der die unterseitig von den zweiten Schraubenfedern 48
federkraftbeaufschlagte Halteplatte 50 zur Anlage an den
Elektromagneten 52 gelangt. Dies zeigt Fig. 7. Bei er
neuter Spannungsbeaufschlagung des Elektromagneten 52,
sei es durch Stromwiederkehr nach einer Störung oder
durch gewollte Stromeinschaltung, zieht der Spulenkör
per 54 des Elektromagneten 52 die Halteplatte 50 an, wo
mit der in Fig. 5 gezeigte Betriebszustand der Entriege
lungsvorrichtung 40 wieder erreicht ist.
Nach Wegfall des das Abklappen des jeweils in Sperrpo
sition stehenden Sperrarms 14 auslösenden Ereignisses
erfolgt das Wiedereinrichten der Drehkreuzanlage 10 in
ihren normalen Betriebszustand dadurch, daß der Fort
schaltmotor 20 das Drehkreuz 13 in solcher Weise durch
Drehung um die Drehachse 15 weiterschaltet, daß der in
seine Nichtgebrauchsstellung abgeklappte Sperrarm 14
beim Fortschalten unter Schwerkraftwirkung um seinen
Lagerzapfen 25 in seine normale Betriebsstellung zurück
verschwenkt. Bei diesem Zurückverschwenken gleitet der
Nocken 27 des Sperrarm-Lagerkörpers 26 längs der Ausspa
rung 38 des Sperriegels 30 und unter der Wirkung der am
Sperriegel-Hebelarm 34 angreifenden Rückstellfeder 33
verschwenkt der Sperriegel 30 mit seiner Riegelnase 29
in die aus Fig. 5 ersichtliche Eingriffslage mit der
Riegelschulter 28 des betreffenden Lagerkörpers 25, so
bald der Sperrarm 14 in seine Normalstellung zurückver
schwenkt ist. Damit ist der zuvor abgeklappte Sperr
arm 14 in seiner Normallage verrastet.
Bei der in den beigefügten Zeichnungen dargestellten und
vorstehend erläuterten Drehkreuzanlage 10 mit drei unter
jeweils 120° gegeneinander versetzt angeordneten Sperr
armen 14 wird das Rückstellen eines abgeklappten Sperr
arms 14 in seine normale Betriebsstellung in besonders
sicherer Weise dann erreicht, wenn nach Wegfall eines das
Abklappen eines Sperrarms 14 auslösenden Ereignisses das
Drehkreuz 13 um wenigstens zwei Fortschaltschritte wei
tergeschaltet wird, so daß die vom Lagerzapfen 25 ver
mittelte Anlenkachse des aus seiner Abklapplage in die
normale Gebrauchslage zurückzustellenden Sperrarms 14 am
Lagerteller 16 den unteren Kulminationspunkt ihrer Um
laufbahn durchläuft.
Claims (7)
1. Drehkreuzanlage für eine Personendurchgangskontrolle
mit einem um eine gegenüber einer Horizontalen um etwa
45° geneigte Drehachse drehbaren und mittels einer ent
riegelbaren Sperrvorrichtung in wenigstens einer Dreh
richtung gegen Drehung sperrbaren bzw. zur Drehung frei
gebbaren Sperrelement, das einen Lagerteller und we
nigstens zwei in Umfangsrichtung beabstandet voneinander
von diesem im Winkel zur Drehachse vorstehende Sperrarme
besitzt, die infolge Drehung des Sperrelements um seine
Drehachse nacheinander aus einer im wesentlichen hori
zontalen, einen Personendurchgang sperrenden Sperrposi
tion in eine den Durchgang freigebende Drehstellung be
tätigbar sowie um quer zur Längsachse des jeweiligen
Sperrarms verlaufende Anlenkachsen abklappbar am Lager
teller angelenkt und jeweils mittels eines am Lager
teller verschwenkbar gelagerten und durch Federkraft in
ihren Verriegelungslagen gehaltenen Sperriegels in ihren
normalen Betriebsstellungen verrastet sind, wobei die
Sperriegel jeweils bei in Sperrposition stehendem Sperr
arm mittels einer federkraftbeaufschlagten und durch
einen Elektromagneten in Vorspannlage gehaltenen Ent
riegelungsvorrichtung bei Wegfall der magnetischen Halte
kraft in ihre den jeweiligen Sperrarm zum Abklappen um
seine Anlenkachse am Lagerteller aus seiner Sperrposition
in eine den unbehinderten Personendurchgang zulassende Ab
klapplage freigebende Entriegelungsstellung betätigbar sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Sperriegel (30) als in Abhängigkeit von der Be
triebsstellung des jeweils zugeordneten Sperrarms (14)
mittels eines Lagerkörpers (26) des Sperrarms (14) ver
schwenkbare doppelarmige Hebel (34, 35) ausgebildet
sind, wobei der eine Hebelarm (34) mit dem Lagerkör
per (26) in Eingriff bringbare Rastmittel (29) und der
andere Hebelarm (35) eine mittels des Lagerkörpers (26)
des in Abklapplage schwingenden Sperrarms (14) betätig
bare Rückstelleinrichtung (27, 36, 37) für die Entriege
lungsvorrichtung (40) aufweist.
2. Drehkreuzanlage nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß am Ende des einen Hebelarms (34) eine Rie
gelnase (29) angeformt ist, die in der Verriegelungslage
des Sperriegels (14) mit einer Riegelschulter (28) eines
ausgeprägten Nockens (27) des Lagerkörpers (26) verrastet.
3. Drehkreuzanlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß am Ende des anderen Hebelarms (35) ein
in Richtung der Entriegelungsvorrichtung (40) weisender
nasenartiger Vorsprung (36) angeformt ist und daß auf der
dem Lagerkörper (26) zugewandten Seite des Hebelarms (35)
eine ansteigende Kurvenbahn (37) angeordnet, die sich an
eine konkave, den Schwungweg des Nockens (27) freigebende
Aussparung (38) anschließt sowie beim Abklappen des Sperr
arms (14) mit dem Nocken (27) des zugeordneten Lagerkör
pers (26) zusammenwirkt.
4. Drehkreuzanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Entriegelungsvorrich
tung (40) an einem Lagerblock (18) der Drehkreuzan
lage (10) derart angeordnet ist, daß sie mit dem Sperrie
gel (30) des jeweils in Sperrposition stehenden Sperrar
mes (14) in Eingriff bringbar ist.
5. Drehkreuzanlage nach Anspruch 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Entriegelungsvorrichtung (14) mit
einer U-förmigen Haltekonsole (45) am Lagerblock (18)
befestigt ist, wobei an einem oberen Schenkel (44) der
Haltekonsole (45) der Elektromagnet (52) und beidseits
dieses Elektromagneten (52) längsbewegliche, einen un
teren Schenkel (44') der Haltekonsole (45) jeweils durch
dringende Führungsstangen (43) angeordnet sind, die an
ihrem unteren Ende durch eine Auslöseplatte (41) und
zwischen den Elektromagneten (52) und dem unteren Schen
kel (44') der Haltekonsole (45) durch eine metallische
Halteplatte (50) verbunden sind, wobei zwischen den
oberen Schenkel (44) und der Halteplatte (50) jeweils
eine erste Schraubenfeder (47) und zwischen der Halte
platte (50) und dem unteren Schenkel (44') eine zweite
Schraubenfeder (48) auf den Führungsstangen (43) aufge
nommen ist.
6. Drehkreuzanlage nach Anspruch 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Federkraft der ersten Schraubenfe
der (48) größer ist als die der zweiten Schraubenfe
der (49).
7. Drehkreuzanlage nach Anspruch 5 oder 6, dadurch ge
kennzeichnet, daß die über den von den Führungsstan
gen (43) begrenzten Bereich überstehenden Enden der Aus
löseplatte (41) als Auflauframpen (42) ausgebildet sind.
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