DE443038C - Herstellung im Gesenk gepresster Eisenbahnwagenachsen - Google Patents

Herstellung im Gesenk gepresster Eisenbahnwagenachsen

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DE443038C
DE443038C DEH104253D DEH0104253D DE443038C DE 443038 C DE443038 C DE 443038C DE H104253 D DEH104253 D DE H104253D DE H0104253 D DEH0104253 D DE H0104253D DE 443038 C DE443038 C DE 443038C
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die
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FRITZ LUETZENKIRCHEN
Henschel and Sohn GmbH
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FRITZ LUETZENKIRCHEN
Henschel and Sohn GmbH
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21KMAKING FORGED OR PRESSED METAL PRODUCTS, e.g. HORSE-SHOES, RIVETS, BOLTS OR WHEELS
    • B21K1/00Making machine elements
    • B21K1/06Making machine elements axles or shafts

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metal Rolling (AREA)

Description

  • Herstellung im Gesenk gepreßter Eisenbahnwagenachsen. Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Herstellung von schweren, gesenkgepreßten Werkstücken, wie Wagenachsen u. dgl. Die Herstellung geschieht in an sich bekannter Weise in zwei Preßvorgängen, zwischen denen das Werkstück um go° gedreht wird. Neu ist, daß der Rohblock beim ersten Pressendruck auf der ganzen Länge etwa bis zur Dicke des rohgeformten Schmiedestückes flachgepreßt wird und dann beim zweiten Pressendruck in Hochkantstellung unter Ausnutzung des Fließvermögens die endgültige Fertigform erhält. Zur Ausführung des Verfahrens wird eine Vorrichtung benutzt, bei welcher das Obergesenk, welches in bekannter Weise eine schwingende Bewegung ausführt, für die endgültige Formgebung nur mit einem Ende an der Presse derart um eine wagerechte Achse schwenkbar befestigt ist, daß es mit einer winkligen Kante auf dem Rücken des hochkantgestellten Werkstückes ansetzt. Auf diese Weise wird erreicht, daß das Fließen des Metalls nach zwei von der eindringenden Obergesenkkante entgegengesetzten Richtungen eingeleitet wird und sich fortsetzt, bis die Unterfläche des Obergesenkes die Fertigform des Gesenkes begrenzt. Vorteilhaft ist ferner die Anordnung des Obergesenkes derart, daß das geschwenkte Obergesenk an einem Ende im Üntergesenk verbleibt, so daß ein Aufsetzen des schwenkbaren Gesenkbalkens vermieden wird.
  • In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Presse mit Gesenkteilen veranschaulicht. Abb. z ist ein Aufriß der Presse mit eingelegtem Gesenkbalken, also Gesenk im geschlossenen Zustand; Abb. 2 ist ein Seitenriß der Abb. z ; Abb. 3 ist ein Grundriß der Abb. z mit nur teilweise gezeichnetem Gesenkbalken Abb.4 zeigt einen Seitenriß der Presse mit angehobenem Gesenkbalken, also Gesenk im geöffneten Zustand; Abb. 5, 6 und 7 veranschaulichen Gesenkteile in größerem Maßstabe im Aufriß und Seitenriß und stellen denPreßvorgangbeimFertigdruck dar.
  • Der Rohblock a wird zunächst in eine Flachbramme b gepreßt. Diese Formgebung wird durchgeführt beim ersten Druck der Presse vom Obersattel c bei eingelegtem Gesenkbalken d (Abb. z und 2). Hierbei wird der an dem Rohblock haftende Zunder und die Schlacke vollständig gelöst. Nach dem Wegblasen dieser Verunreinigungen wird eine an dem Gesenkbalken d angebrachte Klinke e angehoben und an den Bolzen f des oberen Preßquerhauptes angeklinkt (Abb. 4). Beim nunmehrigen Hochgehen der Presse vermittelt die Klinke e das Anheben des Gesenkbalkens, der um die Achse i drehbar unmittelbar oberhalb des Untergesenkes angeordnet ist.
  • Das Untergesenk, bestehend aus den Gesenkhälften g und h (Abb. 2) ist nunmehr zum Einlegen der vorher gepreßten Bramme frei. Es kommt also die beim ersten Pressendruck von Schlacke und Zunder befreite Bramme b in das ebenfalls vor Unreinigkeiten geschützt gewesene Untergesenk, und zwar in Hochkantstellung.
  • Beim zweiten Pressendruck gleitet nunmehr der Obersattel k auf denn Rücken des drehbar angeordneten Gesenkbalkens d und bewirkt mit dem aus Warmpreßstahl bestehenden und in Pfeilrichtung l (Abb. 4) eingeschobenen Einsatzstück dl durch scherenartige Bewegung die gewünschte Formgebung der Bramme, die sich nunmehr in Schubrichtung m und n entwickelt.
  • Das Untergesenk ist durch Bewegen der Gesenkhälfte g in Pfeilrichtung o (Abb. 2) nach Lösen des Abschlußkeiles P und der seitlich in die Trennstelle beider Gesenkhälften eingeführten Haltekeile q ganz zu öffnen.
  • Der beim Pressen fest angezogene Keil p verhindert ein Ausweichen der Gesenkhälfte g in Richtung quer zur herzustellenden Achse, und die beiden seitlich angeordneten Haltekeile q unterstützen ein festes Schließen der Gesenkhälften in der Teilstelle. Für erfolgreiches Arbeiten ist es unbedingt erforderlich, daß die beiden Gesenkhälften g, h festschließend an den Gesenkbalken angedrückt werden können.
  • Das ganze Untergesenk ist eingebaut und wird gehalten von einem starken Stahlklotz r, der die Drücke aufnimmt.
  • Durch die Teilung des Untergesenkes in der auf Abb. 2 dargestellten zickzackförmigen Art wird es vermieden, daß Schlacketeilchen sich in die Trennstellen setzen können.
  • Die Abstandschraube t und die Mutter s (Abb. 3) geben dem Balken d den erforderlichen Halt auf der Achse i.
  • Durchgeführt werden kann die geschilderte Art der Formgebung an jeder Presse, sei sie ausgebildet als hydraulische Presse, Exzenterpresse o. dgl., ebenfalls in Verbindung mit einem Walzwerk, derart, daß gewalzte Brammen als Ersatz für das Vorpressen gleich aus der Walze der Presse fortlaufend zugeführt werden.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: z. Verfahren zur Herstellung von im Gesenk gepreßten Eisnbahnwagenachsen und ähnlichen Schmiedestücken in zwei Preßvorgängen, zwischen denen das Werkstück um 9o° gedreht wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Rohblock (a) beim ersten Pressendruck auf der ganzen Länge etwa bis zur Dicke des rohgeformten Schmiedestückes flachgepreßt wird und dann beim zweiten Pressendruck in Hochkantstellung unter Ausnutzung des Fließvermögens die endgültige Fertigform erhält.
  2. 2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch z, wobei das Obergesenk eine schwingende Bewegung ausführt, dadurch gekennzeichnet, daß das Obergesenk (d) für die endgültige Formgebung nur mit einem Ende an der Presse derart um eine wagerechte Achse (i) schwenkbar befestigt ist, daß es mit einer winkligen Kante (t) auf dem Rücken des hochkant gestellten Werkstückes ansetzt, so daß das Fließen des Metalles nach zwei von der eindringenden Obergesenkkante entgegengesetzten Richtungen eingeleitet wird und sich fortsetzt, bis die Unterfläche (za) des Obergesenkes die Fertigform des Gesenkes begrenzt.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch eine derartige Anordnung, daß das geschwenkte Obergesenk (d) an einem Ende im Untergesenk verbleibt, wodurch ein Aufsetzen des schwenkbaren Gesenkbalkens vermieden wird.
DEH104253D 1925-11-10 1925-11-10 Herstellung im Gesenk gepresster Eisenbahnwagenachsen Expired DE443038C (de)

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