DE4427933C2 - Schnellwechselfutter - Google Patents
SchnellwechselfutterInfo
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- B23—MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B23B—TURNING; BORING
- B23B31/00—Chucks; Expansion mandrels; Adaptations thereof for remote control
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Landscapes
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Description
Die Erfindung betrifft ein Schnellwechselfutter gemäß den
Merkmalen des Oberbegriffes des Patentanspruches 1.
Ein aus der DE 86 05 002 U1 bekanntes Schnellwechselfutter
dieser Art verfügt über eine Werkzeugaufnahme mit einer Hal
teausnehmung zur lösbaren Aufnahme eines ein Werkzeug tragen
den Werkzeugträgers. Zur axialen Fixierung sind zwei bolzen
artige Verriegelungselemente vorgesehen, die in schrägen Füh
rungsschlitzen des Werkzeugträgers beweglich geführt sind.
Ein federbelastetes ringförmiges Drückelement drückt ständig
gegen die Verriegelungselemente und spannt sie in eine Ver
riegelungsstellung vor, in der sie ein Stück weit in die Hal
teausnehmung hineinragen. Am Werkzeugträger sind Quernuten
vorhanden, die im eingesteckten Zustand innerhalb der Füh
rungsschlitze liegen, sodass die Verriegelungselemente ein
greifen können. Im eingesteckten und verriegelten Zustand
wird der Werkzeugträger durch die sich an der vorderen.
Schlitzflanke der Führungsschlitze und an der rückwärtigen
Nutflanke der Verriegelungsnuten abstützenden Verriegelungs
elemente gehalten. Zur Entnahme des Werkzeugträgers wird ein
auf der Werkzeugaufnahme verschiebbar geführtes Löseelement
zurückgeschoben. Das Löseelement beaufschlagt dabei die über
die Führungsschlitze überstehenden Enden der Verriegelungs
elemente und verlagert diese, entgegen der Federkraft, in den
Führungsschlitzen nach außen, bis sie außer Eingriff mit den
Verriegelungsnuten stehen. Für den umgekehrten Vorgang des
Einsetzens und Verriegelns eines Werkzeugträgers erübrigt
sich hingegen eine Betätigung des Löseelements. Das Verrie
geln geschieht selbsttätig beim Einstecken des Werkzeugträ
gers, da dieser die Verriegelungselemente nach außen schiebt,
bis sie bei Erreichen der maximalen Einstecktiefe des Werk
zeugträgers selbsttätig in die umlaufende Verriegelungsnut
des Werkzeugträgers einrasten.
Die Ausgestaltung des bekannten Schnellwechselfutters ermög
licht zwar einen verhältnismäßig einfachen automatischen
Werkzeugwechsel. Allerdings geht dies zu Lasten der Betriebs
sicherheit bei Anwendungen, die hohe Drehgeschwindigkeiten
fordern oder zu starken Schwingungen oder Erschütterungen des
Spannfutters führen. Hier besteht die Gefahr, dass die Ver
riegelungselemente trotz der Federbeaufschlagung zumindest
geringfügig nach außen wandern, sodass sich der Sitz des
Werkzeugträgers lockern oder gar vollständig lösen kann.
Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein
Schnellwechselfutter zu schaffen, das auch bei Hochgeschwin
digkeitsbearbeitungen oder Erschütterungen eine axial spiel
freie Fixierung des Werkzeugträgers in der Werkzeugaufnahme
gewährleistet.
Diese Aufgabe wird bei einem Schnellwechselfutter der ein
gangs genannten Art durch die zusätzliche Verwirklichung der
kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruches 1 gelöst.
Auf diese Weise dient das Drückelement zum einen der Verlage
rung der Verriegelungselemente in den Führungsschlitzen in
Richtung der Verriegelungsstellung und zum anderen zur mecha
nischen Sicherung der Verriegelungsstellung durch praktisch
formschlüssige Arretierung der Verriegelungselemente. Im Hin
blick auf diese Doppelfunktion liegt somit ein kombiniertes
Drück- und Arretierelement vor. Treten während eines Bearbei
tungsvorganges Schwingungen oder sonstige Erschütterungen des
Schnellwechselfutters auf oder sind die Verriegelungselemente
in Folge Hochgeschwindigkeitsbearbeitungen starken Fliehkräf
ten ausgesetzt, so verhindert die die Verriegelungselemente
übergreifende Arretierfläche, dass die Verriegelungselemente
in den Führungsschlitzen nach außen wandern. Erst wenn zuvor
das Drück- und Arretierelement ein Stück weit zurückgeschoben
wurde und die Verriegelungselemente nicht mehr von den Arre
tierflächen blockiert werden, lassen sich die Verriegelungs
elemente nach außen schieben. Gleichwohl kann das zum Zwecke
eines Werkzeugwechsels erforderliche Entriegeln mit relativ
wenig Aufwand durchgeführt werden. Das Löseelement wirkt beim
Verschieben zunächst nur auf das kombinierte Drück- und Arre
tierelement ein und erst nach einer gewissen Verlagerungs
strecke, nachdem die Arretierflächen von den Verriegelungs
elementen ausreichend entfernt sind, zusätzlich auf die Ver
riegelungselemente, die dabei nach außen gedrückt werden. Die
Betriebssicherheit wird damit beträchtlich erhöht.
Die mit dem Entstehen von Schwingungen bei Bearbeitungen mit
Schnellwechselfuttern auftretende Problematik ist als solches
aus der DE 17 77 177 A bekannt. Die dort zur Abhilfe vorge
schlagenen Maßnahmen bestehen allerdings im vorübergehenden
Blockieren der axialen Verschiebbarkeit des die Verriege
lungselemente beaufschlagenden Hülsenelementes. Damit verbun
den sind aufwendige Schraubvorgänge, die die Handhabung be
einträchtigen.
In der nachveröffentlichten DE 44 03 906 A1 ist ein Anordnung
beschrieben, deren Aufbau mit dem in der DE 86 05 002 U1 be
schriebenen vergleichbar ist, wobei entsprechende Probleme
auftreten. Die gleichzeitige Ausgestaltung eines Drückelemen
tes als Arretierelement sowie eine zeitlich aufeinanderfol
gende Betätigung eines solchen kombinierten Drück- und Arre
tierelementes sowie zugeordneter Verriegelungselemente durch
ein Löseelement ist bei der Anordnung gemäß DE 44 03 906 A1
nicht vorgesehen.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung gehen aus den Un
teransprüchen hervor.
Um eine symmetrische Kraftübertragung zu erzielen, empfiehlt
es sich, an der Werkzeugaufnahme zwei einander diametral ge
genüberliegende Führungsschlitze mit einem Verriegelungsele
ment vorzusehen, denen jeweils eine Verriegelungsnut am Werk
zeugträger zugeordnet ist. Jedem Verriegelungselement kann
eine eigene separate Verriegelungsnut zugeordnet sein. Mög
lich ist es ferner, eine nach Art einer umlaufenden Ringnut
ausgebildete Verriegelungsnut vorzusehen, mit der sämtliche
Verriegelungselemente zusammenwirken.
Um eine optimale Drehmitnahme zwischen der Werkzeugaufnahme
und dem in Arbeitsstellung befindlichen Werkzeugträger zu er
zielen, ist es von Vorteil, an der axial in die Halteausneh
mung hineinweisenden Rückseite des Werkzeugträgers einen ex
zentrisch angeordneten Axialvorsprung vorzusehen, der in eine
komplementäre Axialvertiefung am Grund der Halteausnehmung
formschlüssig eintaucht. Eine weitere Möglichkeit wäre die
Anbringung eines insbesondere zentral angeordneten polygon
förmig konturierten Axialvorsprunges und einer diesem zuge
ordneten komplementären zentralen Axialvertiefung. Die letzt
genannte Anordnung ermöglicht die Übertragung besonders hoher
Drehmomente.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand der beiliegenden Zeich
nung näher erläutert. In dieser zeigen:
Fig. 1 einen Längsschnitt durch eine bevorzugte Bauform
des erfindungsgemäßen Schnellwechselfutters mit in
Arbeitsstellung verriegeltem Werkzeugträger,
Fig. 2 einen Querschnitt durch das Schnellwechselfutter
aus Fig. 1 etwa gemäß Schnittlinie II-II,
Fig. 3 eine Seitenansicht der Werkzeugaufnahme des
Schnellwechselfutters aus Fig. 1 bei entferntem
Werkzeugträger,
Fig. 4 den beim Schnellwechselfutter der Fig. 1 verwen
deten Werkzeugträger ohne Werkzeug in Einzeldar
stellung in Seitenansicht,
Fig. 5 eine Rückansicht des Werkzeugträgers aus Fig. 4
mit Blickrichtung gemäß Pfeil V,
Fig. 6 die bei dem Schnellwechselfutter der Fig. 1 ver
wendete Werkzeugaufnahme im Längsschnitt in Ein
zeldarstellung und ohne die beweglichen Teile der
Verriegelungseinrichtung,
Fig. 7 eine Vorderansicht der Werkzeugaufnahme aus Fig.
6 mit Blickrichtung gemäß Pfeil VII,
Fig. 8 einen vergrößerten Ausschnitt des Schnellwechsel
futters aus Fig. 1 im Bereich der Verriegelungs
einrichtung, wobei das Verriegelungselement seine
Verriegelungsstellung einnimmt,
Fig. 9 eine der Fig. 8 entsprechende Darstellungsweise,
wobei das Verriegelungselement allerdings eine
Freigabestellung einnimmt, in der der Werkzeugträ
ger aus der Werkzeugaufnahme herausziehbar ist,
Fig. 10 eine modifizierte Bauform des Werkzeugträgers in
einer Rückansicht analog der Darstellung aus Fig.
5,
Fig. 11 einen Längsschnitt durch eine weitere Bauform des
erfindungsgemäßen Schnellwechselfutters in
Teildarstellung, wobei der Werkzeugträger oberhalb
der Symmetrielinie in Arbeitsstellung verriegelt
und unterhalb der Symmetrielinie unverriegelt ge
zeigt ist,
Fig. 12 einen Querschnitt durch das Schnellwechselfutter
aus Fig. 11 etwa gemäß Schnittlinie XII-XII, wo
bei beide Verriegelungselemente in der Verriege
lungsstellung gezeigt sind,
Fig. 13 das Löseelement, das Drückelement und ein Verrie
gelungselement des Schnellwechselfutters aus Fig.
11 in Einzeldarstellung zur Verdeutlichung des Zu
sammenwirkens, wobei oberhalb und unterhalb der
Symmetrielinie verschiedene Relativpositionen ge
zeigt sind,
Fig. 14 das Löseelement gemäß Fig. 11 und 13 in Ein
zeldarstellung in Vorderansicht von den Verriege
lungselementen her gesehen mit Blickrichtung gemäß
Pfeil XIV aus Fig. 13,
Fig. 15 das beim Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 11 ver
wendete ringförmige Drückelement in Vorderansicht
mit Blickrichtung gemäß Pfeil XV aus Fig. 16 von
den Verriegelungselementen her gesehen, und
Fig. 16 das Drückelement aus Fig. 15 im Querschnitt gemäß
Schnittlinie XVI-XVI.
Das beispielsgemäße Schnellwechselfutter 1 umfaßt eine Werkzeug
aufnahme 2 mit einer Verriegelungseinrichtung 3, sowie einen
Werkzeugträger 4, der mit einem Bearbeitungswerkzeug 5 ausge
stattet ist oder sich mit einem solchen insbesondere lösbar aus
statten läßt.
Die Werkzeugaufnahme 2 verfügt an der Rückseite über einen
Steilkegel 6, der ihre Festlegung im Spannfutter einer nicht nä
her dargestellten Bearbeitungsmaschine, insbesondere einer Werk
zeugmaschine ermöglicht. Dies gestattet beispielsweise einspind
lige Bearbeitungen. Anstelle des Steilkegels 6 könnte auch zum
Beispiel eine Gewindebefestigungseinrichtung vorgesehen sein,
die eine Festlegung in einem Bohrkopf ermöglicht.
Das beispielsgemäß vorhandene Bearbeitungswerkzeug 5 ist in eine
stirnseitig offene Ausnehmung des Werkzeugträgers 4 passend ein
gesetzt und dort mittels nicht näher dargestellter Gewindestifte
festgeklemmt. Es könnte allerdings auch eingeschrumpft sein.
Möglich wäre auch eine einstückige Ausgestaltung von Werkzeug
träger 4 und Bearbeitungswerkzeug 5.
Die Werkzeugaufnahme 2 hat eine zu ihrer dem Bearbeitungswerk
zeug 5 zugewandten Vorderfläche 7 hin offene Halteausnehmung 8.
Sie ist koaxial in die Werkzeugaufnahme 2 eingebracht und ist
beim Ausführungsbeispiel kreiszylindrisch konturiert (vgl. Fig.
7).
Der Werkzeugträger 4 hat einen zur Halteausnehmung 8 komplemen
tär konturierten zylindrischen Befestigungsabschnitt 12 und an
dessen Vorderseite einen insbesondere kragenartig ringsumlaufen
den Radialvorsprung 13. Der Werkzeugträger 4 läßt sich mit dem
Befestigungsabschnitt 12 in die Halteausnehmung 8 soweit ein
stecken, bis der Radialvorsprung 13 an der einen Axialanschlag
14 bildenden Vorderfläche 7 der Werkzeugaufnahme 2 anliegt. Die
Halteausnehmung 8 und der Befestigungsabschnitt 12 sind maßlich
derart aufeinander abgestimmt, daß geringstmögliches Radialspiel
vorliegt, gleichwohl jedoch ein problemloses Einstecken und Her
ausziehen des Befestigungsabschnittes 12 möglich ist.
Befindet sich der Werkzeugträger 4 in der aus Fig. 1 hervorge
henden, weitestmöglich in die Halteausnehmung 8 eingesetzten
bzw. eingesteckten Arbeitsstellung, steht er mit der Werkzeug
aufnahme 2 in drehfester Verbindung bzw. in Drehmitnahmeverbin
dung. Hierzu ist beispielsgemäß an der dem Grund 15 der Halte
ausnehmung 8 zugewandten Rückseite 16 des Werkzeugträgers 4 ein
vorzugsweise kreiszylindrisch konturierter Axialvorsprung 17 ex
zentrisch bzw. außermittig angeordnet (vgl. Fig. 5). Er greift
in eine in den vorgenannten Grund 15 eingelassene komplementäre
Axialvertiefung 18 (vgl. Fig. 7) ein, deren Zentrum ebenfalls
außermittig bezüglich der Längsachse 22 der Halteausnehmung 8
angeordnet ist. Aufgrund der Exzentrizität ergibt sich ein ge
wisser Hebel, der die Drehmitnahme bewirkt.
Für die Übertragung hoher Drehmomente kann die Exzenterverbin
dung eventuell nicht genug belastbar sein. In diesem Falle emp
fiehlt es sich, an der Rückseite 16 anstelle des exzentrischen
Axialvorsprunges 17 einen zentralen Axialvorsprung 17' vorzuse
hen, der polygonförmig konturiert ist. Dies ist in Fig. 5
strichpunktiert angedeutet. Es versteht sich, daß in diesem
Falle am Grund 15 eine komplementäre polygonförmig konturierte
Axialvertiefung vorgesehen ist.
In Fig. 7 erkennt man auch eine in den Grund 15 eingelassene
und die Axialvertiefung 18 seitlich anschneidende Kühlmittelta
sche 21, die mit einem den Steilkegel 6 durchziehenden Kühlmit
telkanal 20 kommuniziert.
Aus Fig. 10 geht eine weitere alternative Bauform des Werkzeug
trägers 4 hervor, bei der der schaftförmige Befestigungsab
schnitt 12 in dem in die Halteausnehmung 8 eingesteckten Bereich
insgesamt polygonförmig konturiert ist. Zweckmäßigerweise wird
die sogenannte Polygonform P3G verwendet, deren Kontur drei
Scheitelbereiche 57 aufweist. Die Halteausnehmung 8 ist in die
sem Falle komplementär polygonförmig konturiert, so daß im ein
gesteckten Zustand des Befestigungsabschnittes 12 eine drehfeste
Verbindung vorliegt. In diesem Falle kann auf einen Axialvor
sprung 17 der beschriebenen Art verzichtet werden.
Die Werkzeugaufnahme 2 ist über die Länge der Halteausnehmung 8
hülsenartig gestaltet, wobei sie im Bereich des Außenumfanges
mehrfach abgestuft ist. In dem sich an die Vorderfläche 7 an
schließenden Bereich dieser hülsenförmigen Partie 23 ist die er
wähnte Verriegelungseinrichtung 3 vorgesehen.
Die Verriegelungseinrichtung 3 umfaßt beispielsgemäß zwei an
einander diametral gegenüberliegenden Stellen der hülsenförmigen
Partie 23 vorgesehene Führungsschlitze 24. Sie erstrecken sich
quer und insbesondere rechtwinkelig zur Längsachse 22, wobei sie
insbesondere parallel zur einer Tangente an die Halteausnehmung
8 ausgerichtet sind. Die in Umfangsrichtung 25 der Werkzeugauf
nahme 2 gemessene Umfangserstreckung beider Führungsschlitze 24
ist beim Ausführungsbeispiel jeweils geringer als 180°. Bei den
Führungsschlitzen 24 handelt es sich um Schrägschlitze, d. h. sie
verlaufen bezüglich einer rechtwinkelig zur Längsachse 24 ausge
richteten Radialebene 26 schräg bzw. geneigt, wobei die in Fig.
6 eingetragene Schrägrichtung 27 so gewählt ist, daß eine jewei
lige äußere Schlitzöffnung 30 mit größerem Abstand zu der Vor
derfläche 7 zu liegen kommt, als die nach radial innen zur Hal
teausnehmung 8 ausmündende innere Schlitzöffnung 31.
Vorzugsweise verlaufen die beiden Schlitzflanken 32, 33 eines
jeweiligen Führungsschlitzes 24 parallel zueinander. In jedem
Führungsschlitz 24 liegt sodann ein kreiszylindrisch konturier
tes, zum Beispiel auch als Nadel oder Zylinderrolle bezeichenba
res Verriegelungselement 34, wobei der Abstand zwischen den bei
den Schlitzflanken 22, 23 und der Durchmesser des zugeordneten
Verriegelungselementes 34 derart aufeinander abgestimmt sind,
daß das Verriegelungselement 34 in der erwähnten Schrägrichtung
27 hin und her bewegbar von den Schlitzflanken 32, 33 geführt
ist. Man kann die Abstimmung so treffen, daß die Verriegelungs
elemente 34 in den Führungsschlitzen 24 in Schrägrichtung 27 ab
rollen können.
Die beim Ausführungsbeispiel vorhandenen beiden Verriegelungs
elemente 34 sind parallel zueinander ausgerichtet und verlaufen
parallel zu Tangenten an die Halteausnehmung 8.
Jedem Führungsschlitz 24 ist am Werkzeugträger 4 eine im Bereich
des Außenumfanges seines schaftförmigen Befestigungsabschnittes
12 ausgebildete Verriegelungsnut 35 zugeordnet. Beispielsgemäß
sind zwei voneinander getrennte Verriegelungsnuten 35 vorhanden,
die an einander diametral gegenüberliegenden Stellen außen am
Befestigungsabschnitt 12 eingearbeitet sind. Nimmt der Werkzeug
träger 4 seine in die Werkzeugaufnahme 2 eingesteckte Arbeits
stellung ein (Fig. 1), liegt jeweils eine der beiden Verriege
lungsnuten 35 einer inneren Schlitzöffnung 31 des einen der bei
den Führungsschlitze 24 radial gegenüber (vgl. Fig. 1, 8 und
9). Die exakte Lagezuordnung ist beim Ausführungsbeispiel auf
grund einer entsprechenden Ausrichtung der Verriegelungsnuten 35
bezüglich dem exzentrischen Axialvorsprung 17 gewährleistet. Die
beiden Verriegelungsnuten 35 sind Quernuten, die, in Vorderan
sicht des Schnellwechselfutters 1 gesehen, parallel zu den Füh
rungsschlitzen 24 ausgerichtet sind. Sie erstrecken sich wie die
letzteren nur über einen Teil des Umfanges des Werkzeugträgers
4.
Im Falle der in Fig. 10 angedeuteten Bauform ist es zweckmäßig,
die jeweils vorhandene querverlaufende Verriegelungsnut 35 in
einem der Scheitelbereiche 57 vorzusehen. Vorzugsweise befindet
sich in jedem Scheitelbereich 57 eine Verriegelungsnut 35, so
daß beispielsgemäß drei Stück vorhanden sind, wobei die nicht
dargestellte Werkzeugaufnahme 2 in entsprechender Umfangsvertei
lung eine entsprechende Anzahl von Führungsschlitzen 24 auf
weist.
An die Stelle mehrerer voneinander getrennter Verriegelungsnuten
35 wie beim Ausführungsbeispiel, könnte auch eine als umlaufende
Ringnut ausgestaltete einzige Verriegelungsnut vorgesehen sein,
die in der Arbeitsstellung des Werkzeugträgers 4 allen Füh
rungsschlitzen 24 gemeinsam zugeordnet ist.
Jede Verriegelungsnut 35 weist an ihrer in Arbeitsstellung axial
tiefer in der Halteausnehmung 8 liegenden hinteren Nutflanke 36
einen Schrägverlauf 37 auf, dessen radial tiefer liegender Be
reich näher an der Vorderfläche 7 bzw. an dem Radialvorsprung 13
liegt, als sein dem zugeordneten Führungsschlitz 24 benachbar
ter, radial weiter außen liegender äußerer Bereich. Die gegen
überliegende vordere Nutflanke 38 kann entgegengesetzt geneigt
sein, obgleich ihr Verlauf beliebig ist, da sie an der Verriege
lung nicht mitwirkt.
Auf dem sich axial in Richtung des Steilkegels 6 an die Füh
rungsschlitze 24 anschließenden Abschnitt der hülsenförmigen
Partie 23 ist koaxial ein ringförmig ausgebildetes Drückelement
42 axial beweglich gelagert. Es wird von einer Federanordnung 43
axial in Richtung der Vorderfläche 7 beaufschlagt. Die Federan
ordnung 43 besteht beim Ausführungsbeispiel aus einer als
Schraubenfeder ausgebildeten Druckfeder 44, die gegen die Rück
seite des Drückelementes 42 arbeitet und sich andererseits an
einem an der Werkzeugaufnahme 2 vorgesehenen Anschlag 49 ab
stützt. Das Drückelement 42 seinerseits beaufschlagt die Verrie
gelungselemente 34 ebenfalls in Richtung der Vorderfläche 7.
Aufgrund dieser Beaufschlagung werden die Verriegelungselemente
34 in Richtung einer aus Fig. 1, 2 und 8 hervorgehenden Ver
riegelungsstellung vorgespannt.
In der Verriegelungsstellung ragt ein jeweiliges Verriegelungs
element 35 mit einem Umfangsabschnitt 41 (vgl. Fig. 2 und 8)
durch die innere Schlitzöffnung 31 hindurch in die zugeordnete
Verriegelungsnut 35 des in Arbeitsstellung befindlichen Werk
zeugträgers 4 hinein. Die Verriegelungsstellung wird durch die
gleichzeitige Anlage eines jeweiligen Verriegelungselementes 34
an der hinteren Nutflanke 36 der Verriegelungsnut 35 und der
vorderen Schlitzflanke 32 des Führungsschlitzes 24 vorgegeben.
Die Tiefe der Verriegelungsnut 35 ist so zu wählen, daß das Ver
riegelungselement 34 an diesen beiden Flanken 36, 32 zur Anlage
kommt, bevor andere Nutflächenabschnitte berührt werden.
Da der Einsteckweg des Werkzeugträgers 4 durch die gegenseitige
Anlage des Radialvorsprunges 13 und des Axialanschlages 14 be
grenzt ist, bewirken die in der Verriegelungsstellung befindli
chen Verriegelungselemente 34 ein axiales Verspannen zwischen
dem Werkzeugträger 4 und der Werkzeugaufnahme 2. Diese Verspan
nung ist spielfrei, weil die hintere Nutflanke 36 mit Bezug zur
Längsachse 22 eine geringere Neigung aufweist (Neigungswinkel β),
als die schräge vordere Schlitzflanke 32 (Neigungswinkel α) des
Führungsschlitzes 24. Es versteht sich, daß die axiale Relativ
position zwischen den genannten Flanken 36, 32 untereinander und
in Bezug auf den Radialvorsprung 13 und den Axialanschlag 14 so
abgestimmt sind, daß sie im Längsschnitt gemäß Fig. 8 und 9
gesehen einen sich in Schrägrichtung 27 nach innen verjüngenden
Spalt begrenzen, der in den mit dem zugeordneten Verriegelungs
element 34 vorgesehenen Kontaktbereichen enger ist als der
Durchmesser des Verriegelungselementes 34 selbst.
Es versteht sich, daß der Axialanschlag 14 auch an anderer Stel
le als an der Vorderfläche 7 vorgesehen sein kann. Beispiels
weise kann er von der Grundfläche 15 der Halteausnehmung 8 ge
bildet sein, an der der Werkzeugträger 4 mit einer zugewandten
Fläche anliegt, insbesondere mit seiner endseitigen Stirnfläche.
Beim Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 bis 9 wird das Drück
element 42 lediglich zur Gewährleistung einer korrekten Schalt
funktion der Verriegelungselemente 34 benötigt, also um die Ver
riegelungselemente 34 in die aus Fig. 8 hervorgehende Verriege
lungsstellung zu verbringen. Ist eine Verriegelungsstellung erst
einmal erreicht, behält ein jeweiliges Verriegelungselement 34
die Verriegelungsstellung auch ohne die Drückkraft des Drückele
mentes 42 bei, weil der Winkelunterschied γ zwischen den mit der
Längsachse 22 oder hierzu parallelen Achsen eingeschlossenen
Neigungswinkeln α, β der beiden Flanken 32, 36 vorzugsweise so
gewählt ist, daß Selbsthemmung eintritt. Die Winkeldifferenz γ
zwischen dem Neigungswinkel α der vorderen Schlitzflanke 32 und
dem Neigungswinkel β der hinteren Nutflanke 36 ist beim Ausfüh
rungsbeispiel kleiner als der Reibwinkel ρ, der sich aus dem
tan µ ermitteln läßt, wobei µ der Reibfaktor ist. Beim Ausfüh
rungsbeispiel liegt die Winkeldifferenz bei einem berechneten
Reibwinkel von ρ = 5,7 im Bereich von 5°. In Fig. 8 und 9 sind
die Winkeldifferenzen zur besseren Übersichtlichkeit übertrieben
eingezeichnet. Das Drückelement 42 kann jedoch gleichwohl eine
ständige Vorspannung der Verriegelungselemente 34 in die Verrie
gelungsstellung bewirken, damit den bei hohen Drehzahlen auf die
Verriegelungselemente einwirkenden Fliehkräften entgegengewirkt
wird. Eine diesbezüglich besonders vorteilhafte Bauform wird
weiter unten anhand der Fig. 11 bis 16 beschrieben.
Wie sich aus Fig. 2 ergibt, werden die Verriegelungselemente 34
beim Ausführungsbeispiel an ihren über den jeweiligen Führungs
schlitz 24 hinausragenden stirnseitigen Endbereichen 45 von dem
ringförmigen Drückelement 42 beaufschlagt. Die axiale Länge der
Verriegelungselemente 34 ist also so gewählt, daß sie in jeder
ihrer möglichen Stellungen mit ihren Endbereichen ein Stück weit
radial über die Werkzeugaufnahme 2 hinausragen und dort von dem
Drückelement 42 beaufschlagbar sind.
Vorteilhafterweise hat das Drückelement 42 auch eine Führungs
funktion in Bezug auf die Verriegelungselemente 34, indem es de
ren Position quer zur Längsachse 22, d. h. in Längsrichtung des
jeweiligen Führungsschlitzes 24 vorgibt. Das Drückelement 42 hat
zu diesem Zweck in dem einen jeweiligen Führungsschlitz 24 zuge
ordneten Umfangsbereich an seiner zur Vorderfläche 7 weisenden
Vorderseite eine fensterähnliche Führungsausnehmung 46, die von
zueinander parallelen und in Umfangsrichtung 25 beabstandet zu
einander angeordneten Begrenzungsflanken 47 seitlich begrenzt
wird. Der Abstand der beiden Begrenzungsflanken 47 ist auf die
axiale Länge des zugeordneten Verriegelungselementes 34 abge
stimmt, so daß dieses in seiner Axialrichtung fixiert ist, wobei
allerdings soviel Spiel gelassen wird, daß die Umschaltbewegung
zwischen der Verriegelungsstellung und der Freigabestellung
nicht behindert wird.
Es kann empfehlenswert sein, das Drückelement 42 unverdrehbar an
der Werkzeugaufnahme 2 anzuordnen. Zu diesem Zweck ist beim Aus
führungsbeispiel in den Außenumfang der Werkzeugaufnahme 2 eine
Kugel 50 eingelassen, an der das Drückelement 42 mit einer sich
in Axialrichtung erstreckenden Führungsnut läuft.
Um die Verriegelungselemente 34 in die ein Entnehmen des einge
steckten Werkzeugträgers 4 erlaubende Freigabestellung zu ver
bringen, ist an der Werkzeugaufnahme 2 ein Löseelement 48 ange
ordnet. Es ist beispielsgemäß ringförmig ausgebildet und sitzt
auf dem axial zwischen den äußeren Schlitzöffnungen 30 und der
Vorderfläche 7 befindlichen Abschnitt der hülsenförmigen Partie
23. Wie das Drückelement 42 wirkt es mit den Endbereichen 45 der
Verriegelungselemente 34 zusammen, nur eben von der entgegenge
setzten Richtung her. Ein am Außenumfang der hülsenförmigen Par
tie 23 im Bereich der Vorderfläche 7 angeordneter Sicherungsring
51 hält das Löseelement 48 unverlierbar auf der Werkzeugaufnahme
2.
Das Löseelement 48 ist an der Werkzeugaufnahme 2 axial ver
schiebbar gelagert. In der Verriegelungsstellung der Verriege
lungselemente 34 wird es von diesen in der aus Fig. 8 ersicht
lichen Grundstellung gehalten. Zum Entriegeln des Werkzeugträ
gers 4 wird das Löseelement 48 manuell aus der Grundstellung
(Fig. 8) axial in Richtung der äußeren Schlitzöffnungen 30 bzw.
des Drückelementes 42 in die aus Fig. 9 ersichtliche Lösestel
lung verlagert. Dabei erfahren die Verriegelungselemente 34 eine
der Kraft des Drückelementes 42 entgegengesetzt gerichtete Be
aufschlagung, was aufgrund des Schrägverlaufs der Führungs
schlitze 24 dazu führt, daß die Verriegelungselemente 34 in
Schrägrichtung 27 gemäß Pfeil 52 in die Freigabestellung gelan
gen. Läßt man das Löseelement 48 anschließend wieder los,
schnappen die Verriegelungselemente 34 infolge der ständigen Be
aufschlagung durch das Drückelement 42 selbsttätig in die Ver
riegelungsstellung gemäß Fig. 8 zurück, wobei auch das Löseele
ment 48 in die Grundstellung zurückkehrt.
Prinzipiell könnten das Löseelement 48 und das Drückelement 42
an einem gemeinsamen Bauteil vorgesehen sein. Beispielsgemäß
handelt es sich jedoch um unabhängig voneinander verschiebbare
separate Bauelemente.
Um eine Verschmutzung der Verriegelungselemente 34 sowie des
Drückelementes 42 und der Federanordnung 43 zu vermeiden, weist
das Löseelement 48 beim Ausführungsbeispiel an seiner der Vor
derfläche 7 abgewandten Rückseite einen hülsenartigen Fortsatz
53 auf, der gemeinsam mit der Werkzeugaufnahme 2 einen ringför
migen Schutzraum 54 begrenzt, der das Drückelement 42 und die
Federanordnung 43 aufnimmt und auch die äußeren Schlitzöffnungen
30 überdeckt. Das nach rückwärts gewandte freie Ende des hülsen
artigen Fortsatzes 53 kann dabei auf einem außen zylindrisch
konturierten Führungsfortsatz 55 der Werkzeugaufnahme 2 gleiten.
Das Schnellwechselfutter ist vor allem für den Einsatz an Werk
zeugmaschinen geeignet, wo es einen raschen Werkzeugwechsel er
möglicht. In erster Linie ist es für Bohr- und Senkoperationen
entwickelt, doch eignet es sich ohne weiteres auch beispiels
weise für Fräsbearbeitungen in Stahl, Sphäroguß, Grauguß, Nicht
eisenmetallen und Aluminiumlegierungen.
In Fig. 11 bis 16 ist eine weitere vorteilhafte Ausführungs
form des erfindungsgemäßen Schnellwechselfutters gezeigt. Abge
sehen von der Gestaltung und der Wirkungsweise des Löseelementes
48 und des Drückelements 42 ist der Aufbau dieser Konstruktions
variante mit demjenigen des Ausführungsbeispiels gemäß Fig. 1
bis 10 übereinstimmend und es wurden die entsprechenden Bezugs
zeichen verwendet. Es genügt daher an dieser Stelle auf die re
levanten Unterschiede einzugehen.
Das Schnellwechselfutter gemäß Fig. 11 bis 16 ist für hohe
bis höchste Drehzahlen ausgelegt. Sein Drückelement 42 hat im
Vergleich zur oben beschriebenen Bauform die zusätzliche Funk
tion eines Arretierelements 62, welches die Verriegelungsele
mente 34 in ihrer Verriegelungsstellung arretiert und daran hin
dert, in Schrägrichtung 27 des zugeordneten Führungsschlitzes 24
gemäß Pfeil 52 ungewollt in die Freigabestellung zu gelangen.
Speziell im Betrieb auf die Verriegelungselemente 34 einwirkende
Fliehkräfte sind nicht in der Lage, ein selbsttätiges Umschalten
in die Freigabestellung zu verursachen. Voraussetzung für dieses
Umschalten ist ein vorheriges Verlagern des Drück- bzw. Arre
tierelements 42, 62 aus der in Fig. 11 oberhalb der Symmetrie
linie gezeigten Arretierstellung 72 in eine dort ebenfalls ober
halb der Symmetrielinie strichpunktiert angedeutete Entsperr
stellung 73, in der es das Umschalten der Verriegelungselemente
34 in die Freigabestellung nicht mehr blockiert.
Im einzelnen verfügt das ringförmige Arretierelement 62 beim
Ausführungsbeispiel für jedes Verriegelungselement 34 über zwei
Arretierausnehmungen 63, 63'. Diese sind, wie beim obigen Aus
führungsbeispiel die Führungsausnehmungen 46, in die nach vorne
zur Vorderfläche 7 weisende Vorderseite des Arretierelementes 62
eingebracht. Die einander jeweils zugeordneten Arretierausneh
mungen 63, 63' liegen sich mit Bezug auf eine die Längsachse 22
enthaltende Radialebene 64 spiegelbildlich gegenüber und sind
vorzugsweise als nutartige Einschnitte ausgebildet, die jeweils
zur radialen Innenfläche und zur radialen Außenfläche des ring
förmigen Arretierelementes 62 hin offen sind. Man kann sich zwei
parallel zueinander verlaufende Sekanten denken, die das Arre
tierelement 62 jeweils an zwei Stellen kreuzen, wobei an den
beiden Kreuzungsstellen einer jeweiligen Sekante ein Paar von
Arretierausnehmungen 63, 63' vorgesehen ist. Der Abstand der ein
jeweiliges Paar von Arretierausnehmungen 63, 63' verbindenden,
mit den erwähnten Sekanten zusammenfallenden Verbindungslinien
65 zu der Längsachse 22 entspricht in etwa dem Abstand zwischen
besagter Längsachse 22 und den sich in der Verriegelungsstellung
befindlichen Verriegelungselementen 34.
Wenn sich die Verriegelungselemente 34 in der Verriegelungsstel
lung befinden, greifen sie mit ihren über den Führungsschlitz 24
hinausragenden Endbereichen 45 in das zugeordnete Paar von Arre
tierausnehmungen 63, 63' ein. Dies ist gut aus der oberen Hälfte
der Fig. 11 und 12 zu ersehen. Beispielsgemäß sind die Endab
schnitte 45 etwa zur Hälfte ihres Durchmessers in den Arretier
ausnehmungen 63, 63' aufgenommen. Mit der eine jeweilige Arre
tierausnehmung 63, 63' begrenzenden Begrenzungsfläche drückt das
Drück- bzw. Arretierelement 42, 62 auf das zugeordnete Verriege
lungselement 34 und spannt dieses in die Verriegelungsstellung
vor.
Der dabei vorherrschende Kontakt zwischen einem jeweiligen Ver
bindungselement 34 und der zugeordneten Arretierausnehmung 63,
63' beschränkt sich beim Ausführungsbeispiel auf eine Arretier
fläche 66, die von der bezogen auf die Längsachse 22 äußeren
Flanke einer jeweiligen Arretierausnehmung 63, 63' gebildet ist.
Diese Arretierfläche 66 umgreift den zugeordneten Endbereich 45
radial außen und bildet einen in den Verschiebeweg 52 ragenden
Anschlag, der dem Verriegelungselement 34 ein Umschalten in die
Freigabestellung unmöglich macht.
Grundsätzlich könnten die Arretierflächen 66 parallel zur
Längsachse 22 verlaufen. Um eine spielfreie Klemmung zu erzie
len, empfiehlt es sich jedoch, die Arretierflächen 66 als
Schrägflächen auszubilden, die sich - im Querschnitt gemäß Fig.
16 gesehen - zur Vorderseite des Arretierelementes 62 hin von
der Längsachse 22 bzw. einer zu dieser parallelen Achse 68 ent
fernen. Der zwischen der Arretierfläche 66 und besagter Achse 68
eingeschlossene Winkel sei nachfolgend als Klemmwinkel ζ be
zeichnet. Eine jeweilige Arretierausnehmung 63, 63' verengt sich
somit in Tiefenrichtung.
Die leichte Neigung (ζ) der Arretierfläche 66, die beispiels
weise zwischen 2° und 5° liegt und jedenfalls im Bereich der
Selbsthemmung liegen sollte, hat zur Folge, daß das zugeordnete
Verriegelungselement 34 in der Verriegelungsstellung ständig un
ter Vorspannung gehalten wird. Die Drückkraft ist erheblich grö
ßer als die Kraft der Federanordnung 43, da durch die besondere
Flächenausrichtung eine Kraftverstärkung stattfindet. Die Drück
kraft kann so groß sein, daß die Verriegelungselemente 34 als
alleinige Drehmitnahmemittel zwischen der Werkzeugaufnahme 2 und
dem Werkzeugträger 12 wirken können und auf zusätzliche Drehmit
nahmemaßnahmen zum Beispiel der in Fig. 5 und 10 gezeigten
Art verzichtet werden kann.
Allein durch eine Beaufschlagung der Verriegelungselemente 34
lassen sich diese nun nicht mehr in die Freigabestellung um
schalten. Es bedarf zwingend einer vorherigen Entsperrung, indem
das Arretierelement 62 aus der Arretierstellung entfernt wird.
Dies geschieht mit Hilfe des Löseelementes 48.
In der Arretierstellung liegt das Drück- bzw. Arretierelement
42, 62 an der zugewandten Vorderseite des in Grundstellung be
findlichen Löseelementes 48 an oder ist diesem gegenüber gering
fügig beabstandet. Jedenfalls ist die Anordnung so getroffen,
daß das Drück- bzw. Arretierelement 42, 62 durch das Löseelement
48 ungehindert in der Lage ist, die Verriegelungselemente 34
zwischen die hintere Nutflanke 36 der Verriegelungsnut 35 und
die vordere Schlitzflanke 32 des Führungsschlitzes 24 hineinzu
drücken. Die dabei vorherrschende relative Zuordnung zwischen
dem Drück- bzw. Arretierelement 42, 62, dem Löseelement 48 und
einem Verriegelungselement 34 geht aus der oberen Hälfte der
Fig. 13 hervor.
Um den Werkzeugträger 12 freizugeben, wird das Löseelement 48 im
Rahmen einer Lösebewegung aus der in der oberen Hälfte der Fig.
1 gezeigten Grundstellung in die in der unteren Hälfte der Fig.
11 gezeigte Lösestellung verschoben. Dabei wird das Drück- bzw.
Arretierelement 42, 62 aus der Arretierstellung 72 über die er
wähnte Entsperrstellung 73 hinweg in eine unterhalb der Symme
trielinie der Fig. 11 gezeigte betätigte Stellung 74 verlagert.
Die erste Bewegungsphase dieser Lösebewegung dient dabei im we
sentlichen nur dazu, die Arretierung der Verriegelungselemente
34 aufzuheben, indem die Arretierflächen 66 aus dem Umschaltweg
der Verriegelungselemente 34 herausbewegt werden. Die dabei vom
Löseelement 48 zurückgelegte Verlagerungsstrecke entspricht
zweckmäßigerweise dem Anteil des Durchmessers eines jeweiligen
Verriegelungselementes 34, mit dem dieses Verriegelungselement
34 in der Verriegelungsstellung in die zugeordnete Arretieraus
nehmung 63, 63' eintaucht. Beim gezeigten Ausführungsbeispiel
beträgt die Verlagerungsstrecke etwa die Hälfte des Durchmessers
der zylindrischen Verriegelungselemente 34 und ist in der oberen
Hälfte der Fig. 11 und in der unteren Hälfte der Fig. 13 durch
vs angedeutet.
In der sich an die Entsperrsstellung anschließenden zweiten Be
wegungsphase wird das Drück- bzw. Arretierelement 42, 62 weiter
in Richtung der betätigten Stellung verlagert, wobei die Feder
anordnung 43 weiter komprimiert wird. Gleichzeitig wirkt das Lö
seelement 48 nun aber auch auf die entsperrten Verriegelungsele
mente 34 ein und verlagert diese im zugeordneten Führungsschlitz
24 gemäß Pfeil 52 nach außen. Die Verriegelungselemente 34 ste
hen dabei vorzugsweise unter keinerlei entgegengesetzter Beauf
schlagung, da das Drückelement 42 von ihnen abgehoben ist. Ist
die Lösestellung erreicht, befinden sich die Verriegelungsele
mente 34 vor dem Drück- bzw. Arretierelement 42, 62 und außer
halb der Arretierausnehmungen 63, 63', wobei ihre Längsachse ra
dial außerhalb der zugeordneten Verbindungslinie 65 liegt.
In der betätigten Stellung wird das Drück- bzw. Arretierelement
42, 62 von einem an der Werkzeugaufnahme 2 vorgesehenen Anschlag
75 aufgehalten. Dieser ist vorzugsweise von dem Führungsfortsatz
55 gebildet. Er begrenzt über das Drück- bzw. Arretierelement
42, 62 auch die Lösebewegung des Löseelements 48.
Es kann vorgesehen sein, daß sich die beiden Bewegungsphasen zu
mindest ein Stück weit überlagern.
Um während der ersten Bewegungsphase eine Beaufschlagung der
Verriegelungselemente 34 durch das Löseelement 48 auszuschlie
ßen, verfügt letzteres an seiner dem Drück- bzw. Arretierelement
42, 62 zugewandten Vorderseite über zwei Ausnehmungen 67, die
jeweils eines der Verriegelungselemente 34 zumindest teilweise
aufnehmen können. Ihre axiale Tiefe entspricht vorzugsweise im
wesentlichen der Verlagerungsstrecke vs, so daß nach der ersten
Bewegungsphase unmittelbar die zweite Bewegungsphase eingeleitet
wird, in der das Löseelement 48 mit der Grundfläche 76 der Aus
nehmungen 67 auf die Verriegelungselemente 34 einwirkt. Damit
die Verriegelungselemente 34 in ihrer nach außen gerichteten Be
wegung nicht beeinträchtigt werden, verfügen die Ausnehmungen 67
über ausreichend große Abmessungen in Radialrichtung, die den
Verriegelungselementen 34 den notwendigen Spielraum gewährlei
sten. Im unteren Abschnitt der Fig. 13 ist angedeutet, welche
Position ein Verriegelungselement 34 am Ende der ersten Bewe
gungsphase (durchgezogene Linien) und am Ende der zweiten Bewe
gungsphase (strichpunktierte Linien) einnimmt. Relativ zum Löse
element 48 findet dabei eine Radialbewegung der Verriegelungs
elemente gemäß Pfeil 69 statt.
Zur seitlichen Fixierung der Position der Verriegelungselemente
34 verfügt das oben beschriebene Ausführungsbeispiel gemäß
Fig. 1 bis 10 über zwei Führungsausnehmungen 46, die in das Drüc
kelement 42 eingebracht sind und die Verriegelungselemente 34
zwischen ihren seitlichen Begrenzungsflanken 47 halten. Im Falle
der Fig. 11 bis 16 befinden sich entsprechende Führungsaus
nehmungen 46' nicht mehr am Drückelement 42, sondern an dem Lö
seelement 48 und sind hier vorzugsweise von den erwähnten Aus
nehmungen 67 gebildet. Wiederum werden die Verriegelungselemente
34 durch die sich gegenüberliegenden Begrenzungsflanken 47' die
ser Führungsausnehmungen 46' fixiert.
Um stets für eine korrekte Winkellage bezüglich der Längsachse
22 zwischen dem Löseelement 48 und dem Arretierelement 62 zu
sorgen, sind diese beiden Elemente beim Ausführungsbeispiel zwar
in Richtung der Längsachse 22 relativ zueinander verschiebbar,
bezüglich dieser Längsachse 22 jedoch relativ zueinander unver
drehbar. Dies läßt sich zum Beispiel dadurch verwirklichen, daß
am Arretierelement 62 ein zum Löseelement 48 hin axial vorsprin
gender Verdrehsicherungsstift 70 angebracht ist, der in eine
komplementäre Verdrehsicherungsausnehmung 71 des Löseelements 48
verschiebbar eintaucht, oder umgekehrt.
Claims (18)
1. Schnellwechselfutter,
mit einer an einer Maschine festlegbaren Werkzeugaufnahme (2), die über eine zur Vorderfläche (7) offene Halteausnehmung (8) verfügt und im Bereich der Halteausnehmung (8) mindestens einen querverlaufenden Führungsschlitz (24) aufweist, der bezüg lich einer Radialebene (26) schräg verläuft, wobei seine radial außen liegende äußere Schlitzöffnung (30) weiter von der Vorder fläche (7) der Werkzeugaufnahme (2) entfernt ist als seine nach radial innen zur Halteausnehmung (8) offene innere Schlitzöff nung (31),
mit einem als Einsatz ausgebildeten, in der Halteausnehmung (8) der Werkzeugaufnahme (2) bezüglich dieser lösbar drehfest und axial unbeweglich festlegbaren Werkzeugträger (4), an dem ein Werkzeug (5) vorgesehen oder anbringbar ist und der im Be reich seines Außenumfanges mindestens eine sich zumindest ent lang eines Teils des Außenumfanges erstreckende Verriegelungsnut (35) aufweist, die in der bis zu einem Axialanschlag (14) in die Halteausnehmung (8) eingesteckten Arbeitsstellung des Werkzeug trägers (4) der inneren Schlitzöffnung (31) des Führungsschlit zes (24) gegenüberliegt, und deren axial tiefer in der Halteaus nehmung (8) liegende hintere Nutflanke (36) einen Schrägverlauf (37) aufweist, dessen radial tiefer liegender Bereich näher an der Vorderfläche (7) der Werkzeugaufnahme (2) liegt als sein dem Führungsschlitz (24) zugeordneter äußerer Bereich,
mit einem in dem jeweiligen Führungsschlitz (24) in dessen Schrägrichtung (27) zwischen einer Freigabestellung (Fig. 9) und einer Verriegelungsstellung (Fig. 8) beweglich geführten zylindrischen Verriegelungselement (34), das in der Verriege lungsstellung mit einem Umfangsabschnitt (41) durch die innere Schlitzöffnung (31) hindurch in die Verriegelungsnut (35) des in Arbeitsstellung befindlichen Werkzeugträgers (4) hineinragt und in der Freigabestellung außerhalb dieser Verriegelungsnut (35) zu liegen kommt, wobei die näher zur Vorderfläche (7) der Werk zeugaufnahme (2) liegende schräge vordere Schlitzflanke (32) des Führungsschlitzes (24) steiler verläuft als die hintere Nut flanke (36) der Verriegelungsnut (35), wodurch das Verriege lungselement (34) in der Verriegelungsstellung zwischen der vor deren Schlitzflanke (32) des Führungsschlitzes (24) und der hin teren Nutflanke (36) der Verriegelungsnut (35) spielfrei einge spannt ist,
mit einem an der Werkzeugaufnahme (2) axial beweglich gela gerten Drückelement (42), das das Verriegelungselement (34) un ter Federbelastung derart beaufschlagt, daß das Verriegelungs element (34) im zugeordneten Führungsschlitz (24) in Richtung seiner Verriegelungsstellung vorgespannt ist,
und mit einem an der Werkzeugaufnahme (2) axial bewegbar ge lagerten Löseelement (48), das im Rahmen einer Lösebewegung zwi schen einer dem mindestens einen Verriegelungselement (34) die Einnahme seiner Verriegelungsstellung ermöglichenden Grundstel lung und einer das Verriegelungselement (34) unter Überwindung der Federbeaufschlagung in der Freigabestellung haltenden Löse stellung verlagerbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Drückelement (42) gleichzeitig als Arretierelement (62) für das Verriegelungselement (34) ausgebildet ist und bei in Grundstellung befindlichem Löseelement (48) eine Arretierstel lung einnimmt, in der es ein jeweiliges Verriegelungselement (34) mit mindestens einer Arretierfläche (66) radial außen zu mindest ein Stück weit übergreift und in der Verriegelungs stellung arretiert, wobei das Löseelement (48) im Rahmen der Lö sebewegung zunächst nur auf das kombinierte Drück- und Arretier element (42, 62) einwirkt und dieses entgegen der Federkraft der federnden Beaufschlagung (43) aus der Arretierstellung in eine dem Verriegelungselement (34) die Verlagerung in Richtung der Freigabestellung ermöglichende Entsperrstellung verlagert, um nach einer gewissen Verlagerungsstrecke (vs) zusätzlich auf das mindestens eine Verriegelungselement (34) einzuwirken und dieses aus der Verriegelungsstellung in die Freigabestellung zu ver bringen.
mit einer an einer Maschine festlegbaren Werkzeugaufnahme (2), die über eine zur Vorderfläche (7) offene Halteausnehmung (8) verfügt und im Bereich der Halteausnehmung (8) mindestens einen querverlaufenden Führungsschlitz (24) aufweist, der bezüg lich einer Radialebene (26) schräg verläuft, wobei seine radial außen liegende äußere Schlitzöffnung (30) weiter von der Vorder fläche (7) der Werkzeugaufnahme (2) entfernt ist als seine nach radial innen zur Halteausnehmung (8) offene innere Schlitzöff nung (31),
mit einem als Einsatz ausgebildeten, in der Halteausnehmung (8) der Werkzeugaufnahme (2) bezüglich dieser lösbar drehfest und axial unbeweglich festlegbaren Werkzeugträger (4), an dem ein Werkzeug (5) vorgesehen oder anbringbar ist und der im Be reich seines Außenumfanges mindestens eine sich zumindest ent lang eines Teils des Außenumfanges erstreckende Verriegelungsnut (35) aufweist, die in der bis zu einem Axialanschlag (14) in die Halteausnehmung (8) eingesteckten Arbeitsstellung des Werkzeug trägers (4) der inneren Schlitzöffnung (31) des Führungsschlit zes (24) gegenüberliegt, und deren axial tiefer in der Halteaus nehmung (8) liegende hintere Nutflanke (36) einen Schrägverlauf (37) aufweist, dessen radial tiefer liegender Bereich näher an der Vorderfläche (7) der Werkzeugaufnahme (2) liegt als sein dem Führungsschlitz (24) zugeordneter äußerer Bereich,
mit einem in dem jeweiligen Führungsschlitz (24) in dessen Schrägrichtung (27) zwischen einer Freigabestellung (Fig. 9) und einer Verriegelungsstellung (Fig. 8) beweglich geführten zylindrischen Verriegelungselement (34), das in der Verriege lungsstellung mit einem Umfangsabschnitt (41) durch die innere Schlitzöffnung (31) hindurch in die Verriegelungsnut (35) des in Arbeitsstellung befindlichen Werkzeugträgers (4) hineinragt und in der Freigabestellung außerhalb dieser Verriegelungsnut (35) zu liegen kommt, wobei die näher zur Vorderfläche (7) der Werk zeugaufnahme (2) liegende schräge vordere Schlitzflanke (32) des Führungsschlitzes (24) steiler verläuft als die hintere Nut flanke (36) der Verriegelungsnut (35), wodurch das Verriege lungselement (34) in der Verriegelungsstellung zwischen der vor deren Schlitzflanke (32) des Führungsschlitzes (24) und der hin teren Nutflanke (36) der Verriegelungsnut (35) spielfrei einge spannt ist,
mit einem an der Werkzeugaufnahme (2) axial beweglich gela gerten Drückelement (42), das das Verriegelungselement (34) un ter Federbelastung derart beaufschlagt, daß das Verriegelungs element (34) im zugeordneten Führungsschlitz (24) in Richtung seiner Verriegelungsstellung vorgespannt ist,
und mit einem an der Werkzeugaufnahme (2) axial bewegbar ge lagerten Löseelement (48), das im Rahmen einer Lösebewegung zwi schen einer dem mindestens einen Verriegelungselement (34) die Einnahme seiner Verriegelungsstellung ermöglichenden Grundstel lung und einer das Verriegelungselement (34) unter Überwindung der Federbeaufschlagung in der Freigabestellung haltenden Löse stellung verlagerbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Drückelement (42) gleichzeitig als Arretierelement (62) für das Verriegelungselement (34) ausgebildet ist und bei in Grundstellung befindlichem Löseelement (48) eine Arretierstel lung einnimmt, in der es ein jeweiliges Verriegelungselement (34) mit mindestens einer Arretierfläche (66) radial außen zu mindest ein Stück weit übergreift und in der Verriegelungs stellung arretiert, wobei das Löseelement (48) im Rahmen der Lö sebewegung zunächst nur auf das kombinierte Drück- und Arretier element (42, 62) einwirkt und dieses entgegen der Federkraft der federnden Beaufschlagung (43) aus der Arretierstellung in eine dem Verriegelungselement (34) die Verlagerung in Richtung der Freigabestellung ermöglichende Entsperrstellung verlagert, um nach einer gewissen Verlagerungsstrecke (vs) zusätzlich auf das mindestens eine Verriegelungselement (34) einzuwirken und dieses aus der Verriegelungsstellung in die Freigabestellung zu ver bringen.
2. Schnellwechselfutter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß das Verriegelungselement (34) von der Arretierfläche
(66) des in Arretierstellung befindlichen Drück- und Arretiere
lementes (42, 62) beaufschlagt und in Richtung der Verriege
lungsstellung gedrückt wird.
3. Schnellwechselfutter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeich
net, daß die Arretierfläche (66) bezüglich einer zur Längsachse
(22) der Werkzeugaufnahme (2) parallelen Achse (68) einen derart
geneigten Verlauf hat, daß sie sich zur Vorderfläche (7) hin von
dieser Achse (68) entfernt, wobei der Neigungswinkel (ζ) vor
zugsweise im Bereich der Selbsthemmung und zweckmäßigerweise
etwa zwischen 2° und 5° liegt.
4. Schnellwechselfutter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, da
durch gekennzeichnet, daß das Drück- und Arretierelement (42, 62 )
für jedes Verriegelungselement (34) an seiner zur Vorderfläche
(7) der Werkzeugaufnahme (2) weisenden Vorderseite zwei Arre
tierausnehmungen (63, 63') aufweist, in die das zugeordnete Ver
riegelungselement (34) in der Verriegelungsstellung mit seinen
über den Führungsschlitz (24) hinausragenden Endbereichen (45)
eingreift und an deren Begrenzungsflächen die Arretierflächen
(66) vorgesehen sind.
5. Schnellwechselfutter nach Anspruch 4, dadurch gekennzeich
net, daß die bei der ersten Bewegungsphase der Lösebewegung zu
rückgelegte Verlagerungsstrecke (vs) des Löseelementes (48) dem
Anteil des Durchmessers des Verriegelungselementes (34) ent
spricht, mit dem das Verriegelungselement (34) in der Verriege
lungsstellung in die zugeordnete Arretierausnehmung (63, 63')
eintaucht.
6. Schnellwechselfutter nach einem der Ansprüche 1 bis 5, da
durch gekennzeichnet, daß an der Werkzeugaufnahme (2) zwei ein
ander diametral gegenüberliegende Führungsschlitze (24) mit je
einem Verriegelungselement (34) vorgesehen sind, denen jeweils
eine Verriegelungsnut (35) am Werkzeugträger (4) zugeordnet ist.
7. Schnellwechselfutter nach einem der Ansprüche 1 bis 6, da
durch gekennzeichnet, daß die Verriegelungsnut (35) eine umlau
fende Ringnut ist, die bei mehreren Führungsschlitzen (24) mit
jedem Verriegelungselement (34) zusammenarbeitet.
8. Schnellwechselfutter nach einem der Ansprüche 1 bis 7, da
durch gekennzeichnet, daß die Differenz der Neigungswinkel (α, β)
der vorderen Schlitzflanke (32) und der hinteren Nutflanke (38)
kleiner ist als der Reibwinkel (ρ) (wobei ρ = tan µ, wobei µ der
Reibfaktor ist), so daß das in Verriegelungsstellung befindliche
Verriegelungselement (34) vorzugsweise durch Selbsthemmung zwi
schen der vorderen Schlitzflanke (32) und der hinteren Nutflanke
(36) festgelegt ist.
9. Schnellwechselfutter nach einem der Ansprüche 1 bis 8, da
durch gekennzeichnet, daß die beiden schrägen Schlitzflanken
(32, 33) eines jeweiligen Führungsschlitzes (24) parallel zuein
ander verlaufen.
10. Schnellwechselfutter nach einem der Ansprüche 1 bis 9, da
durch gekennzeichnet, daß ein jeweiliger Führungsschlitz (24)
parallel zu einer Tangente an die Halteausnehmung (8) verläuft.
11. Schnellwechselfutter nach einem der Ansprüche 1 bis 10, da
durch gekennzeichnet, daß das kombinierte Drück- und Arretier
element (42, 62) ringförmig ausgebildet ist und ein jeweiliges
Verriegelungselement (34) an seinen über den Führungsschlitz
(24) hinausragenden Endbereichen (45) beaufschlagt.
12. Schnellwechselfutter nach einem der Ansprüche 1 bis 11, da
durch gekennzeichnet, daß zur Federbeaufschlagung des Drück- und
Arretierelementes (42, 62) eine sich axial zwischen dem Drück
element (42) und einem werkzeugaufnahmefesten Anschlag (49) ab
stützende Druckfeder (44) oder sonstige Federanordnung (43) vor
gesehen ist, die zweckmäßigerweise als Schraubenfeder ausgebil
det ist.
13. Schnellwechselfutter nach einem der Ansprüche 1 bis 12, da
durch gekennzeichnet, daß das Löseelement (48) ringförmig ausge
bildet und an der Werkzeugaufnahme (2) axial verschiebbar ge
führt gelagert ist, wobei es beim in Richtung der vorhandenen
Führungsschlitze (24) erfolgenden Verschieben im Anschluß an die
gewisse Verlagerungsstrecke (vs) gegen die über den jeweiligen
Führungsschlitz (24) hinausragenden Endbereiche (45) eines je
weiligen Verriegelungselementes (34) arbeitet.
14. Schnellwechselfutter nach Anspruch 13, dadurch gekennzeich
net, daß das ringförmige Löseelement (48) an seiner der Vorder
fläche (7) der Werkzeugaufnahme (2) abgewandten Rückseite einen
hülsenartigen Fortsatz (53) aufweist, der einen das Drück- und
Arretierelement (42, 62) und eine eventuell vorhandene Druck
feder (44) aufnehmenden Schutzraum (54) begrenzt.
15. Schnellwechselfutter nach einem der Ansprüche 1 bis 14, da
durch gekennzeichnet, daß die Halteausnehmung (8) und der Werk
zeugträger (4) an den ineinander eingesetzten Abschnitten kreis
zylindrisch konturiert sind, wobei der Werkzeugträger (4) an
seiner axial in die Halteausnehmung (8) hineinweisenden Rück
seite (16) einen exzentrisch angeordneten Axialvorsprung (17)
aufweist, der in eine komplementäre Axialvertiefung (18) am
Grund (15) der Halteausnehmung (8) eintaucht.
16. Schnellwechselfutter nach einem der Ansprüche 1 bis 14, da
durch gekennzeichnet, daß die Halteausnehmung (8) und der Werk
zeugträger (4) an den ineinander eingesetzten Abschnitten kreis
zylindrisch konturiert sind, wobei der Werkzeugträger (4) an
seiner axial in die Halteausnehmung (8) hineinweisenden Rück
seite (16) einen polygonförmig konturierten Axialvorsprung (17')
aufweist, der in eine komplementäre Axialvertiefung am Grund
(15) der Halteausnehmung (8) eintaucht.
17. Schnellwechselfutter nach einem der Ansprüche 1 bis 14, da
durch gekennzeichnet, daß die Halteausnehmung (8) und der Werk
zeugträger (4) an den ineinander eingesetzten Abschnitten poly
gonförmig konturiert sind, zweckmäßigerweise in der Form P3G,
wobei eine jeweilige querverlaufende Verriegelungsnut (35) vor
zugsweise an einem der Scheitelbereiche (57) des Polygonprofils
eingebracht ist und wobei zweckmäßigerweise an jedem Scheitelbe
reich (57) eine Verriegelungsnut (35) vorgesehen ist.
18. Schnellwechselfutter nach einem der Ansprüche 1 bis 14, da
durch gekennzeichnet, daß mindestens ein Verriegelungselement
(34) als alleiniges Drehmitnahmemittel zwischen dem Werkzeugträ
ger (4) und der Werkzeugaufnahme (2) wirkt.
Priority Applications (1)
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| DE9406913U DE9406913U1 (de) | 1994-04-26 | 1994-04-26 | Schnellwechselfutter |
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| DE4427933A1 DE4427933A1 (de) | 1995-11-02 |
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ID=6907850
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- 1994-04-26 DE DE9406913U patent/DE9406913U1/de not_active Expired - Lifetime
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| DE9406913U1 (de) | 1994-06-23 |
| DE4427933A1 (de) | 1995-11-02 |
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Legal Events
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|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
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Owner name: WOZAR, JOACHIM-ANDREAS, 73061 EBERSBACH, DE |
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| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
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