DE4427286A1 - Vorrichtung zum Ausgleich der oszillierenden Massen einer Zweizylinder-Hubkolben-Brennkraftmaschine - Google Patents
Vorrichtung zum Ausgleich der oszillierenden Massen einer Zweizylinder-Hubkolben-BrennkraftmaschineInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung gemäß dem Oberbegriff
des Patentanspruchs 1.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine gattungsgemäße
Vorrichtung zu schaffen, die den Aufwand parallel zur Kurbel
wellenachse angeordneter Ausgleichswellen und die durch diese
verursachten Störmomente bezüglich der Kurbelwellenachse ver
meidet.
Die erfindungsgemäße Lösung dieser Aufgabe besteht in den
kennzeichnenden Merkmalen des Patentanspruchs 1, vorteilhafte
Ausbildungen der Erfindung beschreiben die Unteransprüche.
Ein wesentliches Merkmal der Erfindung besteht also in der
Aufteilung der erforderlichen exzentrischen Ausgleichsmassen
in der Weise, daß erste exzentrische Ausgleichsmassen kurbel
wangenseitig und zumindest eine zweite exzentrische Aus
gleichsmasse um die Kurbelwellenachse drehbar angeordnet sind,
wobei die ersten und zweiten Ausgleichsmassen oder genauer:
die Produkte aus Ausgleichsmassen und zugeordneten Hebelarmen
bezüglich der Kurbelwellenachse derart ausgelegt sind, daß sie
jeweils den halben Massenausgleich sicherstellen. Dabei ist
wichtige daß zwar die ersten Ausgleichsmassen mit der Kurbel
welle rotieren, aber die zumindest eine zweite Ausgleichsmasse
gegensinnig zur Kurbelwelle, aber wiederum mit Kurbelwellen
drehzahl rotierend angetrieben ist.
Die Anordnung einer gegensinnig zur Kurbelwelle rotierenden
Ausgleichsmasse auf der Kurbelwelle ist zwar bereits aus der
DE-OS 37 20 559, F16F 15/26, bekannt, jedoch handelt es sich
dort um eine rotationssymmetrische Ausgleichsmasse in Form ei
nes Planetenrads, das über ein Zahnradgetriebe von der Kurbel
welle her mit einer anderen Drehzahl als diese angetrieben
wird. In Abweichung von der Erfindung dient diese bekannte
Konstruktion, die auch einen Antrieb der - dort rotationssym
metrischen - Ausgleichsmasse mit Kurbelwellendrehzahl nicht
zuläßt, nicht zum Ausgleich der oszillierenden Massen bei ei
ner Zweizylindermaschine, sondern zum Ausgleich der Wechselmo
mente bezüglich der Kurbelwellenachse (Drehausgleich). Es kann
daher zweckmäßig sein, zwecks Erzielung eines vollständigen
Ausgleichs gemäß Anspruch 3 eine Antriebswelle für die zweite
Ausgleichsmasse drehfest mit einer umfangssymmetrischen drit
ten Ausgleichsmasse für den Drehausgleich zu versehen. Sorgt
man durch ein geeignetes Übersetzungsgetriebe dafür, daß die
Antriebswelle mit höherer Drehzahl als die Kurbelwelle um
läuft, so kann die Masse der dritten Ausgleichsmasse relativ
klein gehalten werden. Zwischen der Antriebswelle und der
zweiten Ausgleichsmasse muß dann ein entsprechendes Unterset
zungsgetriebe vorgesehen sein, da die zweite Ausgleichsmasse
mit Kurbelwellendrehzahl (jedoch gegensinnig) rotieren soll.
Damit in der Kurbelwellenlagerung keine durch die Ausgleichs
massen hervorgerufenen Momente auftreten, wird man dafür sor
gen, daß die zweite Ausgleichsmasse (oder bei Verwendung meh
rerer zweiter Ausgleichsmassen die resultierende zweite Aus
gleichsmasse) axialsymmetrisch zwischen den oszillierenden
Massen angeordnet ist.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im folgenden anhand
der Zeichnung erläutert, deren
Fig. 1 schematisch eine Seitenansicht einer
mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung
ausgerüsteten Brennkraftmaschine im
Bereich ihrer Kurbelwelle zeigt, während
Fig. 2 entsprechend der in Fig. 1 bei II ge
kennzeichneten Ansicht die relativen
Lagen der ersten und zweiten Ausgleichs
massen bei verschiedenen Stellungen
der beiden Hubkolben der Maschine
wiedergibt.
Mit x, y und z sind Koordinaten eines
Koordinatensystems bezeichnet.
Die Kurbelwelle 1 der Brennkraftmaschine besitzt die beiden in
einer Ebene verlaufenden, gleichgerichteten Kurbelkröpfungen 2
und 3, an denen auszugleichende oszillierende Massen 4 und 5,
im wesentlichen gebildet durch Pleuel und Kolben, angreifen.
In der in Fig. 1 angenommenen OT-Lage der Kolben besitzen
diese oszillierenden Massen 4 und 5, die eine resultierende
oszillierende Masse mosz darstellen, von der Achse der Kurbel
welle 1 den Abstand r.
Zum Ausgleich dieser oszillierenden Massen 4 und 5 dienen bei
der Erfindung Ausgleichsmassen mit Schwerpunktexzentrizität,
und zwar sowohl erste Ausgleichsmassen 6 an den Kurbelwangen
der Kurbelkröpfungen 2 und 3 als auch eine zweite Ausgleichs
masse 7; die hier gleiche Abstände rA von der Achse der
Kurbelwelle 1 aufweisenden ersten Ausgleichsmassen können zu
einer resultierenden ersten Ausgleichsmasse m+ zusammengefaßt
werden. Das Pluszeichen soll andeuten, daß diese ersten Aus
gleichsmassen 6 infolge ihrer drehfesten Verbindung mit der
Kurbelwelle 1 mit Kurbelwellendrehzahl in Drehrichtung der
Kurbelwelle rotieren. Das Produkt aus resultierenden ersten
Ausgleichsmassen m⁺ und Abstand rA ist so ausgewählt, daß
durch die ersten Ausgleichsmassen 6 der halbe Ausgleich der
durch die oszillierenden Massen 4 und 5 hervorgerufenen Mas
senkräfte erzielt wird.
Mittig zwischen den oszillierenden Massen 4 und 5, d. h. mit
gleichen Abständen az zu ihnen, ist drehbar auf der Kurbel
welle 1 die zweite Ausgleichsmasse 7 angeordnet, die auch aus
mehreren axialsymmetrisch angeordneten exzentrischen Aus
gleichsmassen bestehen kann, die zu einer resultierenden zwei
ten Ausgleichsmasse m⁻ zusammengefaßt werden können. Dabei
soll das Minuszeichen andeuten, daß die zweite Ausgleichsmasse
gegensinnig zur Kurbelwelle 1, aber mit Kurbelwellendrehzahl
rotiert.
Zum Drehantrieb der zweiten Ausgleichsmasse 7 dient die paral
lel zur Kurbelwellenachse verlaufende Antriebswelle 8, die
über das Zahnrad-Übersetzungsgetriebe 9 mit einer höheren
Drehzahl als die Kurbelwelle 1, d. h. mit einem Übersetzungs
verhältnis i1 < 1, angetrieben wird und in diesem Ausführungs
beispiel über den Kettentrieb 10 mit einer entsprechenden Un
tersetzung i2 die zweite Ausgleichsmasse 7 mit Kurbelwellen
drehzahl antreibt.
Die Antriebswelle 8 ist drehfest mit der dritten Ausgleichs
masse 11 versehen, die umfangssymmetrisch ausgebildet ist und
zum Drehausgleich dient. Infolge der Drehzahlübersetzung i1
durch das Zahnradgetriebe 9, d. h. infolge der hohen Drehzahl
der Antriebswelle 8, kann die Masse der dritten Ausgleichsmas
se 11 relativ klein gehalten werden.
Aus den Fig. 1 und 2 geht hervor, daß bei OT-Stellung der os
zillierenden Massen 4 und 5, d. h. der resultierenden oszil
lierenden Masse mosz, die resultierenden ersten und zweiten
Ausgleichsmassen m⁺ und m⁻ den oszillierenden Massen bezüglich
der Kurbelwellenachse gerade gegenüberliegen. In Fig. 2 sind
durch Pfeile die einander entgegengesetzten Drehrichtungen der
ersten und zweiten oszillierenden Massen gekennzeichnet. Bei
Stellung der Kolben und damit der oszillierenden Massen mosz
90° nach OT liegen die ersten und zweiten Ausgleichsmassen m⁺
und m⁻ in x-Richtung, und auch bei anderen Kurbelwinkeln lie
gen sich die ersten und zweiten Ausgleichsmassen symmetrisch
gegenüber, so daß sie ihrerseits keine nachteiligen Störmo
mente und -kräfte erzeugen.
Bezeichnet man mit FI den Verlauf der durch die oszillierenden
Massen 4 und 5 angeregten Kräfte über der Zeit t, mit Fx und
Fy die entsprechenden Verläufe der von den Ausgleichsmassen
hervorgerufenen Kräfte in diesen Richtungen, so ergeben sich
folgende Zusammenhänge und Forderungen:
folgende Zusammenhänge und Forderungen:
I. FI = 2 mosz · r · ω² · cos (ωt)
II. Fy = (m⁺ + m⁻) · rA · ω² · cos (ωt) = F₁
III. Fx = (m⁺ - m⁻) · rA · ω² · sin (ωt)
II. Fy = (m⁺ + m⁻) · rA · ω² · cos (ωt) = F₁
III. Fx = (m⁺ - m⁻) · rA · ω² · sin (ωt)
Eine störende Momenten- bzw. Kraftbeaufschlagung Fx durch die
ersten und zweiten Ausgleichsmassen m⁺ und m⁻ ist im allge
meinsten Fall vermieden, wenn die Produkte dieser Ausgleichs
massen mit ihren Abständen von der Achse der Kurbelwelle 1
gleich groß sind. Im vorliegenden Beispiel sind gleiche Ab
stände rA für beide Ausgleichsmassen angenommen, so daß sich
die Forderung auf Massengleichheit reduziert.
Mit der Erfindung ist demgemäß eine gattungsgemäße Vorrichtung
geschaffen, die unter Vermeidung des zusätzlichen Aufwands von
zwei Ausgleichswellen den Massenausgleich ohne Hervorrufung
zusätzlicher unerwünschter Beanspruchungen bewirkt.
Claims (3)
1. Vorrichtung zum Ausgleich der oszillierenden Massen einer
Zweizylinder-Hubkolben-Brennkraftmaschine mit einer Kur
belwelle, deren Kurbelkröpfungen einseitig bezüglich der
Kurbelwellenachse in einer gemeinsamen Ebene liegen, da
durch gekennzeichnet, daß die Kurbelwangen auf der den
Kurbelkröpfungen (2, 3) bezüglich der Kurbelwellenachse
gegenüberliegenden Seite mit im Hinblick auf den halben
Massenausgleich ausgelegten ersten exzentrischen Aus
gleichsmassen (6) versehen sind und auf der Kurbelwelle
(1) um die Kurbelwellenachse gegensinnig zur Kurbelwelle
(1) mit Kurbelwellendrehzahl rotierend und axialsymme
trisch zu den oszillierenden Massen (4, 5) zumindest eine
zweite exzentrische Ausgleichsmasse (7) gelagert ist, die
bei OT-Stellung der Kurbelkröpfungen (2, 3) in deren Ebene
auf der ihnen bezüglich der Kurbelwellenachse gegenüber
liegenden Seite liegt und im Hinblick auf den restlichen
Massenausgleich ausgelegt ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
eine zweite Ausgleichsmasse (7) vorhanden ist und diese,
axialsymmetrisch zwischen den Kurbelkröpfungen (2, 3) ge
lagert ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich
net, daß sich parallel zur Kurbelwelle (1) eine Antriebs
welle (8) für die zweite exzentrische Ausgleichsmasse (7)
erstreckt, zwischen Kurbelwelle (1) und Antriebswelle (8)
eine Drehzahlhochübersetzung (9), dagegen zwischen An
triebswelle (8) und zweiter Ausgleichsmasse (7) eine ent
sprechende Drehzahluntersetzung (10) vorgesehen ist und
auf der Antriebswelle (8) eine umfangssymmetrische dritte
Ausgleichsmasse (11) zum Drehausgleich von Wechselmomenten
um die Kurbelwellenachse drehfest angeordnet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4427286A DE4427286A1 (de) | 1993-10-14 | 1994-08-02 | Vorrichtung zum Ausgleich der oszillierenden Massen einer Zweizylinder-Hubkolben-Brennkraftmaschine |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4335008 | 1993-10-14 | ||
| DE4427286A DE4427286A1 (de) | 1993-10-14 | 1994-08-02 | Vorrichtung zum Ausgleich der oszillierenden Massen einer Zweizylinder-Hubkolben-Brennkraftmaschine |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4427286A1 true DE4427286A1 (de) | 1995-04-20 |
Family
ID=6500123
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE4427286A Withdrawn DE4427286A1 (de) | 1993-10-14 | 1994-08-02 | Vorrichtung zum Ausgleich der oszillierenden Massen einer Zweizylinder-Hubkolben-Brennkraftmaschine |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4427286A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2939857A1 (fr) * | 2008-12-16 | 2010-06-18 | Peugeot Citroen Automobiles Sa | Moteur comportant un volant d'inertie et un volant contrarotatif, et ensemble comportant un tel moteur |
-
1994
- 1994-08-02 DE DE4427286A patent/DE4427286A1/de not_active Withdrawn
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2939857A1 (fr) * | 2008-12-16 | 2010-06-18 | Peugeot Citroen Automobiles Sa | Moteur comportant un volant d'inertie et un volant contrarotatif, et ensemble comportant un tel moteur |
| EP2199642A1 (de) | 2008-12-16 | 2010-06-23 | Peugeot Citroen Automobiles SA | Motor mit einem Schwungrad und einem gegenläufigen Laufrad sowie Anordnung, die einen solchen Motor umfasst |
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