DE4425980C2 - Absperreinrichtung für eine gasführende Leitung - Google Patents
Absperreinrichtung für eine gasführende LeitungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Absperreinrichtung für eine
gasführende Leitung, bestehend aus einem Gehäuse mit einem
Einlaß und einem Auslaß, einem zwischen diesen beweglich
gelagerten Sperrglied, das mittels einer Betätigungs-Vorrichtung
zwischen einer Schließstellung und einer
Öffnungsstellung verstellbar ist, und zumindest einer
zwischen dem Sperrglied und dem Gehäuse angeordneten
Dichtung.
Eine Absperreinrichtung der genannten Art kann beispiels
weise als Absperrschieber ausgebildet sein und dient dazu,
den Einlaß gegenüber dem Auslaß einwandfrei zu verschlie
ßen. Das Sperrelement des Absperrschiebers, d. h. die Ab
schlußplatte, besteht üblicherweise aus Stahl oder Grauguß
und weist einen mit einem Durchlaß versehenen Abschnitt
sowie einen Abschnitt mit einem Vollquerschnitt auf. Die
Abschlußplatte kann im wesentlichen senkrecht zu der
gasführenden Leitung bewegt werden, so daß wahlweise einer
der beiden Abschnitte in den Querschnitt der Leitung
gebracht werden kann. Der mit dem Durchlaß versehene
Abschnitt ermöglicht eine Gasströmung innerhalb der Gas
leitung, während der Abschnitt mit dem Vollquerschnitt den
Leitungsquerschnitt vollständig sperrt, wobei üblicher
weise zumindest eine Dichtung zwischen der Abschlußplatte
und dem Gehäuse notwendig ist. Es sind jedoch auch Aus
führungen bekannt, bei denen auf entgegengesetzten Seiten
der Abschlußplatte jeweils eine Dichtung, vorzugsweise
eine Ringdichtung angeordnet ist. Darüber hinaus ist es
notwendig, die in das Gehäuse hineinführende Betätigungs
vorrichtung gegenüber dem Gehäuse abzudichten, um sicher
zu verhindern, daß das Gas nach außen austritt.
Um eine sichere Dichtwirkung zu erzielen, ist es vorteil
haft, eine Dichtung aus einem möglichst elastischen Kunst
stoff zu verwenden. Aufgrund der Verstellbewegung der Ab
schlußplatte, die im wesentlichen senkrecht zur Dicht
fläche der Dichtung erfolgt, unterliegt die Dichtung
jedoch einer hohen mechanischen Belastung und einem star
ken damit verbundenen Abrieb, so daß die Dichtigkeit über
eine längere Gebrauchsdauer nicht gewährleistet ist. Die
gleichen Probleme tauchen auf, wenn als Absperreinrichtung
ein Kugelhahn verwendet wird, dessen Sperrglied eine Kugel
ist.
Es ist versucht worden, statt einer Kunststoff-Dichtung
eine Dichtung aus einem metallischen Werkstoff zu ver
wenden. Dies bringt zwar Vorteile im Hinblick auf die
Festigkeit und somit die Standzeit der Dichtung mit sich,
die Dichtwirkung ist jedoch aufgrund der geringen Ver
formbarkeit einer Metalldichtung nicht so gut wie bei
einer Kunststoffdichtung. Darüber hinaus kann eine Metall
dichtung bei größeren Temperaturschwankungen relativ
großen Wärmedehnungen unterliegen, was sich nachteilig auf
die Dichtwirkungen auswirken kann. Da jedoch die Metall
dichtung unter dem Aspekt der Stabilität äußerst vorteil
haft ist, ist durch aufwendige Maßnahmen versucht worden,
die Dichtwirkung der Metalldichtung zu erhöhen. Auf diese
Weise ist eine Metalldichtung relativ aufwendig in der
Herstellung und somit kostenintensiv.
Es hat sich darüber hinaus gezeigt, daß in dem in der
Leitung beförderten Gas häufig Schmutzpartikel mitgeführt
werden, die auf die Dichtfläche zwischen der Dichtung und
der Abschlußplatte gelangen können, wodurch dort ein
erhöhter Abrieb auftreten kann.
Aus der DE 42 26 821 A1 ist es bei einem Absperrschieber
für Flüssigkeits- oder Trockenpulversteuerverfahren an
sich bekannt, eine Dichtung mit einem metallischen Kern
vorzusehen, der mit einem Überzug aus elastischem Kunst
stoff-Material versehen ist. Ein derartiger Absperrschie
ber ist jedoch für gasführende Leitungen nicht geeignet.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Abschluß
einrichtung der genannten Art zu schaffen, bei der die
zwischen dem Sperrglied und dem Gehäuse angeordnete Dich
tung kostengünstig herstellbar ist und über längere Zeit
eine gute Dichtwirkung gewährleistet.
Diese Aufgabe wird bei einer Absperreinrichtung der ge
nannten Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Dich
tung einen metallischen Kern, der mit einem Überzug aus
einem elastischen Kunststoff-Material versehen ist, und
zumindest ein Abstreifelement aufweist, das auf der der
gasführenden Leitung zugewandten Seite der Dichtung an
geordnet ist und mit der Oberfläche des Sperrglieds in
Anlage steht.
Bei einer derartigen Dichtung, die vorzugsweise als Ring
dichtung ausgebildet ist, sind den einzelnen Bauteilen
unterschiedliche Funktionen zugeordnet. Die Steifigkeit
der Ringdichtung wird im wesentlichen durch den metalli
schen Kern bestimmt, der die Verformbarkeit der Dichtung
als Ganzes stark beeinflußt und eine Verlagerung der
Dichtung infolge der Stellbewegung der Abschlußplatte
verhindert hat. Der metallische Kern, der vorzugsweise aus
Rotguß oder Stahl besteht, stabilisiert darüber hinaus den
ihn umgebenden Überzug aus einem elastischen Kunststoff-Material,
beispielsweise allgasbeständigem Perbunan. Der
Kunststoff-Überzug, der mit der Abschlußplatte über seine
Dichtfläche in Anlage kommt, gewährleistet aufgrund seiner
Verformbarkeit eine hohe Dichtwirkung zwischen diesen
Bauteilen. Wenn die Abschlußplatte bei ihrer Stellbewegung
Verformungskräfte auf die Dichtung ausübt, werden diese
über den Überzug auf den metallischen Kern abgeleitet und
dort aufgenommen. Der Kern verhindert dabei aufgrund
seiner hohen Stabilität übermäßige Verformungen der Dich
tung.
Das Abstreifelement, das vorzugsweise von einem mit dem
Überzug verbundenen Abstreifring gebildet ist, liegt
ebenfalls an dem Sperrglied, d. h. der Abschlußplatte der
Absperreinrichtung an oder ist von diesem um ein geringes
Maß gegenüber der Dichtfläche der Dichtung zurückgesetzt.
Wenn die Abschlußplatte verschoben wird, werden die im
Gasstrom mitgeführten Schmutzpartikel, die sich auf der
Oberfläche der Abschlußplatte abgesetzt haben, mittels des
Abstreifrings abgestreift, wodurch ihr Eintreten auf die
Dichtfläche zwischen der Dichtung und Abschlußplatte
verhindert wird.
Der metallische Kern, der Überzug aus einem elastischen
Kunststoffmaterial und der Abstreifring gewährleisten im
Zusammenwirken eine hohe Dichtwirkung über einen langen
Zeitraum.
In bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung ist vor
gesehen, daß die Dichtung in eine Nut des Gehäuses ein
gesetzt ist. Die Dichtung kann in der Nut gegebenenfalls
zusätzlich befestigt sein, üblicherweise dürfte die Stei
figkeit des metallischen Kerns jedoch ausreichen, ein
radiales Wandern der Dichtung in der Nut sowie ein Heraus
ziehen aus dieser zu verhindern.
In Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß die
Dichtung an dem ihrer Dichtfläche entgegensetzten Ende
eine Ausnehmung aufweist. Auf diese Weise ist der Dichtung
an ihrem hinteren Ende ein hohe Flexibilität verliehen und
es ist genügend Platz geschaffen, daß die Dichtung an
ihrem hinteren Ende bei Verformung der vorderen Dicht
fläche ausweichen kann.
Der Abstreifring kann aus jedem ausreichend harten Mate
rial bestehen, das über eine lange Gebrauchsdauer ein
Abstreifen der Schmutzpartikel gewährleistet. Vorzugsweise
besteht der Abstreifring jedoch aus einem metallischen
Werkstoff, beispielsweise Rotguß.
Um die Verformung der Dichtung senkrecht zur Dichtfläche
zu begrenzen, kann neben der Dichtung ein Stützring vor
gesehen sein, der am Gehäuse festgelegt ist. Falls die
Abschlußplatte in ihrer Schließstellung auf ihren beiden
entgegengesetzten Seiten mit einem unterschiedlichen
Gasdruck beaufschlagt wird, kann es zu einer Verschiebung
der Abschlußplatte senkrecht zu ihrer Plattenebene kommen,
wodurch die Dichtungen stark beansprucht werden. Die
Bewegung der Abschlußplatte wird durch ihre Anlage an den
Abstützring begrenzt, so daß verhindert ist, daß auf die
Dichtung übermäßige Verformungskräfte ausgeübt werden.
Um die Elastizität der Dichtung trotz des Vorhandenseins
des Stützrings zur Erhöhung der Dichtwirkung nutzen zu
können, sollte die Abschlußplatte erst nach einem vor
bestimmten Verschiebungsweg gegen den Abstützring auf
laufen. Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß die
dem Sperrglied, d. h. der Abschlußplatte zugewandte Stütz
fläche des Stützrings gegenüber der Dichtfläche der Dich
tung um ein geringes Maß von der Abschlußplatte zurück
gesetzt ist. Der Stützring dient gleichzeitig der Führung
des Sperrelementes während dessen Bewegung zwischen der
Schließ- und Öffnungsstellung.
Vorzugsweise ist der Stützring auf der der gasführenden
Leitung abgewandten Seite der Dichtung angeordnet, wobei
er gegebenenfalls in direkter Anlage mit dieser stehen
kann. Auf diese Weise kann die Dichtung in ihrer
Soll-Lage auch durch den Abstützring weiter stabilisiert
werden.
Für die Herstellung der Dichtung wäre es möglich, die
Einzelteile, d. h. den Kern, den Überzug und den Abstreif
ring jeweils einzeln auszubilden und nachträglich zu einer
Dichtung zusammenzubauen. Es hat sich doch bewährt, den
Kern, den Überzug und den Abstreifring als Spritzguß-Ver
bundteil herzustellen, wobei der Kern und der Abstreifring
in der Spritzform positioniert und anschließend mit dem
Kunststoffmaterial des Überzuges umspritzt und zu einem
einheitlichen Bauteil verbunden werden.
Im Vorstehenden wurde die Erfindung anhand eines Absperr
schiebers mit einer Abschlußplatte erläutert. In gleich
wirkender Weise kann die Erfindung jedoch auch bei einem
Kugelhahn vorgesehen sein, dessen Sperrglied von einer
drehbar gelagerten oder schwimmenden Kugel gebildet ist.
Weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung sind aus
der folgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen
unter Bezugnahme auf die Zeichnung ersichtlich. Es
zeigen:
Fig. 1 einen Vertikalschnitt durch einen
Absperrschieber,
Fig. 2 das Detail II aus Fig. 1 in
vergrößerter Darstellung,
Fig. 3 einen Kugelhahn mit einer Dichtung gemäß
einem zweiten Ausführungsbeispiel der
Erfindung,
Fig. 4 eine Abwandlung des Ausführungsbeispiels
gemäß Fig. 3,
Fig. 5 eine Detaildarstellung einer weiteren
Ausführungsform der Erfindung und
Fig. 6 eine Darstellung eines Kugelhahns mit
zusätzlicher Befestigung der Dichtung in
der Nut.
Gemäß Fig. 1 weist ein Absperrschieber 10 zwei koaxial
angeordnete Rohrstutzen 13 und 14 auf, die jeweils mit dem
Ende einer nicht dargestellten gasführenden Leitung ver
bindbar sind. Der gemäß Fig. 1 rechte Rohrstutzen 13
bildet einen Einlaß 11 für den Absperrschieber 10, während
der andere Rohrstutzen 14 einen Auslaß 12 bildet. Die
beiden Rohrstutzen 13 und 14 sind über ein gemeinsames
Gehäuse 15, mit dem sie verschweißt sind, miteinander
einstückig verbunden. Das Gehäuse 15 ist an seinem unteren
Ende mittels eines Deckels 16 fluiddicht verschlossen.
Auch am oberen Ende ist ein Deckel 17 fluiddicht einge
setzt, der jedoch von einer drehbar gelagerten Stellwelle
18 fluiddicht durchdrungen ist, die an ihrem oberen Ende
über eine Kupplung 19 mit einem nicht-dargestellten Dreh
antrieb koppelbar ist.
Zwischen den einander zugewandten Stirnflächen der Rohr
stutzen 13 und 14 ist eine Abschlußplatte 20 ver
schiebbar angeordnet, die über jeweils eine Ringdichtung
30 gegenüber den Rohrenden abgedichtet ist. Die Abschluß
platte 20 weist einen unteren Abschnitt 20a mit einem
Durchlaß 20b sowie einen oberen Abschnitt 20c mit einem
Vollquerschnitt auf. An ihrem oberen Ende 20d steht die
Abschlußplatte 20 über ein Gewinde 20e mit einem Gewinde
abschnitt 18a der Stellwelle 18 in Eingriff. Wenn die
Stellwelle 18 mittels des nicht-dargestellten Drehantriebs
von der Außenseite des Gehäuses 15 über die Kupplung 19 in
Drehung versetzt wird, kann die Abschlußplatte 20 aufgrund
ihrer verschiebbaren, jedoch drehfesten Anordnung gemäß
Fig. 1 vertikal verfahren werden. Auf diese Weise kann
zwischen den beiden Rohrstutzen 13 und 14 wahlweise ent
weder der Abschnitt 20a mit dem Durchlaß 20b, der eine
Gasströmung in dem Absperrschieber ermöglicht, oder der
Abschnitt 20c angeordnet werden, der die Verbindung zwi
schen den Rohrstutzen 13 und 14 vollständig unterbindet.
In einer Schließstellung liegt die Abschlußplatte 20 mit
ihrem Abschnitt 20c beidseitig jeweils an den Ring
dichtungen 30 an, die ein Austreten von Gas aus der Lei
tung bzw. den Rohrstutzen 13 und 14 verhindern.
Die Ringdichtungen 30 sind in Fig. 2 im Detail darge
stellt. Jede Ringdichtung 30 weist einen metallischen Kern
31, vorzugsweise aus Stahl oder Rotguß auf, der von einem
Überzug 32 aus einem elastischen Kunststoff-Material,
vorzugsweise allgasbeständigem Perbunan umgeben ist. Auf
der der gasförmigen Leitung zugewandten Seite der Dichtung
30 ist in das Kunststoff-Material des Überzugs 32 ein
metallischer Abstreifring 33 eingebettet, der vorzugsweise
aus Rotguß besteht.
An der Stirnseite jedes Rohrstutzens 13 bzw. 14 ist eine
Ringnut 13a bzw. 14a ausgebildet, in die die Ringdichtung
30 eingesetzt ist. Die Ringdichtung 30 steht aus der
Ringnut 13a bzw. 14a vor, wobei die vorstehende Dichtungs
fläche 30a mit der Oberfläche der Abschlußplatte 20 in
Anlage steht. Die vordere Kante des Abstreifrings 33 liegt
dabei um ein geringes Maß hinter der Dichtfläche 30a
zurück.
Auf der der Dichtfläche 30a abgewandten, am Boden der
Ringnut 13a bzw. 14a angeordneten Seite ist die Ring
dichtung 30 mit einer Ausnehmung 32a versehen, die eine
Verschiebung des inneren Endes der Ringdichtung 30 in
Nutquerrichtung ermöglicht, wenn auf die Ringdichtung 30
über die Dichtfläche 30a eine normale Kraft ausgeübt wird.
Auf der der gasförmigen Leitung abgewandten Seite der
Ringdichtung 30 ist an der Stirnseite jedes Rohrstutzens
13 bzw. 14 ein Stützring 34 festgelegt, der vorzugsweise
aus Metall besteht und mit einer Seitenkante an der Ring
dichtung anliegt und somit einen Teil der Nutwand bildet.
Die der Abschlußplatte 20 zugewandte Stützfläche 34a des
Stützrings 34 ist gegenüber der Dichtfläche 30a der Ring
dichtung 30 um ein geringes Maß von der Abschlußplatte 20
zurückgesetzt. Der Stützring 34 dient als Auflager für die
Abschlußplatte 20 in dem Fall, daß diese aufgrund eines
unterschiedlichen Gasdrucks in den Rohrstutzen 13 bzw. 14
gegen eine der Ringdichtungen 30 gedrückt wird. Um ein
übermäßiges Zusammendrücken der Ringdichtung zu ver
hindern, kommt die Abschlußplatte 20 nach einer vor
bestimmten seitlichen Bewegung mit der Stützfläche 34a des
Stützrings 34 in Anlage, wodurch sie an einer weiteren
seitlichen Verschiebung gehindert ist.
In Fig. 3 ist die Anwendung einer erfindungsgemäßen
Dichtung bei einer Absperreinrichtung in Form eines
Kugelhahns dargestellt. Der Sperrkörper, d. h. die Kugel 41
kann in nicht näher dargestellter Weise innerhalb eines
Gehäuses 42 gedreht werden, wodurch wahlweise eine
Schließ- oder eine Öffnungsstellung für eine gasführende
Leitung erreicht werden kann. Die Kugel 41 ist gegenüber
dem Gehäuse 42 mit einer Ringdichtung 43 abgedichtet, die
einen metallischen Kern 44 aufweist, der mit einem Überzug
45 aus einem elastischen Kunststoff-Material versehen
ist. Auf der der Gehäuseinnenseite, d. h. der gasführenden
Leitung zugewandten Seite ist in das Material des Überzugs
45 ein Abstreifring 46 aus Metall eingebettet, der das
Eindringen von Schmutzpartikeln auf die Dichtfläche zwi
schen der Dichtung 43 und der Kugel 41 verhindert.
Neben dem Abstreifring 46 ist ein Stützring 47 am Gehäuse
angebracht, der in oben geschilderter Weise eine über
mäßige Verlagerung der Kugel 41 infolge einer einseitigen
Gasdruckbelastung verhindert.
Fig. 4 zeigt eine Abwandlung der Ausführungsform gemäß
Fig. 3. Auch hierbei ist die Kugel 41 innerhalb des
Gehäuses 42 drehbar gelagert und kann wahlweise in eine
Öffnungs- oder eine Schließstellung gebracht werden. Am
Gehäuse 42 ist ein Stützring 47 angebracht, der in oben
geschilderter Weise eine übermäßige Verlagerung der Kugel
infolge einer einseitigen Gasdruckbelastung verhindert und
der Zentrierung und Lagerung der schwimmenden Kugel 41
dient. Zwischen dem Stützring 47 und dem Gehäuse 42 ist
eine die Kugel 41 gegenüber dem Gehäuse 42 abdichtende
Ringdichtung 43 angeordnet, die einen metallischen Kern 44
aufweist, der mit einem elastischen Überzug aus einem
Kunststoff-Material versehen ist. Der metallische Kern 44
ragt auf der der Kugel 41 abgewandten Seite der Ringdich
tung 43 aus dem Überzug 45 heraus und ist direkt an dem
Stützring 47, der ebenfalls aus Metall besteht, befestigt.
Fig. 5 zeigt eine spezielle Ausgestaltung der Dichtfläche
55 einer erfindungsgemäßen Ringdichtung 50. Die Ring
dichtung 50 weist den genannten Aufbau mit einem me
tallischen Kern 52 und einem Überzug 53 aus einem ela
stischen Kunststoff-Material auf und ist in eine Nut 51a
eines Gehäuses 51 eingesetzt. Mit ihrer Dichtfläche 55
liegt sie an einem Sperrglied 54 an. In der Dichtfläche 55
ist eine Ausnehmung 56 ausgebildet, so daß zwischen dem
Überzug 53 der Ringdichtung 50 und dem Sperrglied 54 keine
vollflächige Anlage, sondern eine Anlage über mehrere
Teilflächen erreicht ist. Auf diese Weise kann die Dich
tung sich an ihrer Dichtfläche 55 dem Sperrglied 54 bei
dessen Bewegung besser anpassen und eine gute Dichtwirkung
gewährleisten.
Fig. 6 zeigt eine zusätzlich befestigte Dichtung für
besondere Beanspruchungen bei einer Absperreinrichtung in
Form eines Kugelhahns. Die drehbar gelagerte Kugel dichtet
dabei primär mit einer metallischen Dichtfläche 69a des
Gehäuses 69 ab. In einer Nut 64 des Gehäuses 69 ist eine
Ringdichtung 60 zur sekundären Abdichtung vorgesehen, die
den oben genannten Aufbau mit einem metallischen Kern 67
und einem Überzug 68 aus einem elastischen Kunststoff-Ma
terial besitzt. Die Ringdichtung 60 steht über eine erste
Dichtfläche 61, die in ihrem unverformten Zustand gestri
chelt dargestellt ist, mit der Kugel 66 in Anlage. Auf der
der Kugel 66 abgewandten Seite der Ringdichtung 60, d. h.
an dem Nutgrund 64a, steht die Ringdichtung 60 über zwei
weitere Dichtflächen 62 und 63 in Anlage, deren unverform
ter Zustand ebenfalls gestrichelt dargestellt ist. Die
Ringdichtung 60 ist unter gegen den Nutgrund 64a gerichte
ter Vorspannung in der Nut 64 mittels eines Stahlrings 65
gehalten, der den metallischen Kern 67 mit dem Gehäuse 69
verbindet und in einer dort ausgebildeten Nut angeordnet
ist. Der Stahlring 65 verhindert die übermäßige Bewegung
der Ringdichtung 66 in der Nut 64 bei größeren Druckdiffe
renzen.
Claims (14)
1. Absperreinrichtung für eine gasführende Leitung,
bestehend aus einem Gehäuse mit einem Einlaß und
einem Auslaß, einem zwischen diesen beweglich gela
gerten Sperrglied, das mittels einer Betätigungsvor
richtung zwischen einer Schließstellung und einer
Öffnungsstellung verstellbar ist, und zumindest einer
zwischen dem Sperrglied und dem Gehäuse angeordneten
Dichtung, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtung
(30; 43) einen metallischen Kern (31; 44), der mit
einem Überzug (32; 45) aus elastischem Kunststoff-Material
versehen ist, und zumindest ein Abstreif
element (33; 46) aufweist, das auf der der gasfüh
renden Leitung (13,14) zugewandten Seite der Dich
tung (30; 43) angeordnet ist und mit der Oberfläche
des Sperrglieds (20; 41) in Anlage steht.
2. Absperreinrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Dichtung eine Ringdichtung
ist.
3. Absperreinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Dichtung (30) in eine Nut
(13a, 14a) des Gehäuses (13, 14) eingesetzt ist.
4. Absperreinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtung (30) an dem
ihrer Dichtfläche (30a) entgegengesetzten Ende eine
Ausnehmung (32a) aufweist.
5. Absperreinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß der Überzug (32; 45) aus
allgasbeständigem Perbunan besteht.
6. Absperreinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß das Abstreifelement ein
mit dem Überzug (32; 45) verbundener Abstreifring
(33; 46) ist.
7. Absperreinrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Abstreifring (33; 46) aus einem
metallischen Werkstoff, beispielsweise Rotguß oder
Stahl besteht.
8. Absperreinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß neben der Dichtung (30;
43) ein Stützring (34; 47) angeordnet ist.
9. Absperreinrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekenn
zeichnet, daß die dem Sperrglied (20) zugewandte
Stützfläche (34a) des Stützrings (34) gegenüber der
Dichtfläche (30a) der Dichtung (30) um ein geringes
Maß von dem Sperrglied (20) zurückgesetzt ist.
10. Absperreinrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch
gekennzeichnet, daß der Stützring (34) auf der der
gasführenden Leitung (13, 14) abgewandten Seite der
Dichtung (30) angeordnet ist.
11. Absperreinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis
10, dadurch gekennzeichnet, daß der metallische Kern
(31; 44), der Überzug (32; 45) und der Abstreifring
(33; 46) ein Spritzguß-Verbundbauteil bilden.
12. Absperreinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis
11, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtung (50)
auf ihrer Dichtfläche (55) mit einer Ausnehmung (56)
versehen ist.
13. Absperreinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis
12, dadurch gekennzeichnet, daß das Sperrglied eine
Abschlußplatte (20) eines Absperrschiebers (10) ist.
14. Absperreinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis
12, dadurch gekennzeichnet, daß das Sperrglied eine
Kugel (41) eines Kugelhahns ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4425980A DE4425980C2 (de) | 1993-08-13 | 1994-07-22 | Absperreinrichtung für eine gasführende Leitung |
Applications Claiming Priority (2)
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|---|---|---|---|
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