DE4423971C2 - Verriegelungsvorrichtung für Fahrzeugsitze, insbesondere Kraftfahrzeugsitze - Google Patents
Verriegelungsvorrichtung für Fahrzeugsitze, insbesondere KraftfahrzeugsitzeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Verriegelungsvorrichtung für
Fahrzeugsitze, insbesondere Kraftfahrzeugsitze, welche die
Merkmale des Oberbegriffs des Patentanspruches 1 aufweist.
Bei einer bekannten Verriegelungsvorrichtung dieser Art für
relativ zueinander stufenlos verstellbare Teile (EP
0 408 932 B1) wird eine spielfreie Verriegelung der relativ
zueinander verstellbaren Teile dadurch erreicht, daß die als
Sperrzähne ausgebildeten Rastelemente oder die Rastöffnungen
wenigstens auf der einen der beiden in die Verstellrichtung
weisenden Seiten mit einer Schrägfläche versehen sind. Die
durch die Schrägfläche oder Schrägflächen bedingte Keilform
der Sperrzähne oder der Rastöffnungen ermöglicht es, daß in
jeder Stellung der relativ zueinander verstellbaren Teile
wenigstens einer der Sperrzähne in eine der Rastöffnungen bis
zu einer spielfreien Anlage an deren in die Verstellrichtung
weisenden Fläche eindringen kann. Die Keilform der Sperrzähne
oder der Rastöffnungen hat jedoch zur Folge, daß eine Bela
stung des einen der beiden relativ zueinander verstellbaren
Teile in der Verstellrichtung zu einer Belastung der Sperrzäh
ne im Sinne einer Verschiebung aus der Verriegelungsstellung
in die Entriegelungsstellung führt. Wegen der hierdurch be
dingten Beschränkung bei der Wahl des Keilwinkels läßt sich
eine stufenlose Verriegelung nur mit einer erheblichen Anzahl
von Sperrzähnen erreichten.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Verriegelungs
vorrichtung für zwei relativ zueinander stufenlos verstellbare
sowie in jeder wählbaren Einstellung verriegelbare Teile eines
Fahrzeugsitzes, insbesondere eines Kraftfahrzeugsitzes zu
schaffen, die bereits mit einem einzigen Rastelement reali
sierbar ist und auch bei einer erhöhten Belastung, wie sie
beispielsweise in einem Crashfall auftreten kann, voll funk
tionsfähig bleibt. Diese Aufgabe lösen Verriegelungsvorrichtungen
mit den Merkmalen des Patentanspruches 1 und des Patentanspruches
2.
Den erfindungsgemäßen Lösungen liegt die Überlegung zugrunde,
daß der Schlitz des zweiten Teils stets wenigsten einen
Schlitz des ersten Teils kreuzt, wobei die Kreuzungsstelle bei
einer Verstellbewegung in Längsrichtung der Schlitze wandert.
Für eine Verriegelung braucht deshalb nur das Rastelement zu
dieser Kreuzungsstelle gebracht zu werden, was mit der Suchbe
wegung des Halters erreicht wird, der das Rastelement bei des
sen Freigabe durch die für die Entriegelung vorhandene Betäti
gungsvorrichtung vom einen Ende des Schlitzes im zweiten Teil
gegen das andere Schlitzende bewegt. Sobald das Rastelement
die Kreuzungsstelle erreicht hat, wird es infolge der ständig
wirksamen Rückstellkraft in Eingriff mit dem Schlitz des
ersten Teiles gebracht.
Wenn der Winkel, den die Längsrichtung der Schlitze mit der
Verstellrichtung einschließt, im Selbsthemmungsbereich liegt,
können Kräfte, welche auf die beiden verriegelten Teile in der
Verstellrichtung einwirken, das Rastelement nicht in Schlitz
längsrichtung verschieben. Der Halter braucht deshalb am Ende
der Suchbewegung nicht blockiert zu werden. Eine Blockierung
ist nur dann erforderlich, wenn der Winkel, den die Schlitze
mit der Verstellrichtung einschließen, außerhalb des Selbst
hemmungsbereiches liegt.
Die erfindungsgemäßen Verriegelungsvorrichtungen benötigen
deutlich weniger Bauraum und weniger Bauteile als die bekann
ten, eine stufenlose Verstellung und Rastung gestattenden Ver
riegelungsvorrichtungen. Dies ist für den Einsatz bei Fahr
zeugsitzen von erheblichem Vorteil, unabhängig davon, ob die
Verriegelungsvorrichtung einem Sitzlängsversteller, einem
Höhenversteller, einem Lehnenversteller oder einem anderen
Versteller des Fahrzeugsitzes zugeordnet ist.
Vorzugsweise verlaufen die Rastöffnungen parallel zueinander
und sind unter Einhaltung eines Periodenmaßes innerhalb der
Reihe angeordnet. Für die Funktionsfähigkeit ist es aber aus
reichend, wenn in jeder Stellung des zweiten Teils dessen
Schlitz einen der Schlitze des ersten Teils derart kreuzt, daß
der Verriegelungsbolzen einfallen kann.
Obwohl die erfindungsgemäßen Verriegelungsvorrichtungen mit
einem einzigen Rastelement voll funktionsfähig sind, sind bei
einer bevorzugten Ausführungsform zwei Rastelemente vorge
sehen, weil dadurch die im ungünstigsten Fall vom Halter bei
der Suchbewegung zurückzulegende Strecke auf die Hälfte des
Wertes bei Ausführungsformen mit einem einzigen Rastelement
reduziert werden kann, wodurch auch die maximale Suchzeit auf
etwa die Hälfte verringert wird. Weitere Vorteile sind eine
Reduzierung der Bauhöhe und eine Redundanz. Der Aufwand für
das zweite Rastelement ist relativ gering, weil es am Halter
des ersten Rastelementes vorgesehen werden kann und das zweite
Teil nur mit einem zweiten Schlitz versehen zu werden braucht.
Vorzugsweise weist der Halter für jedes vorhandene Rastelement
einen Führungsschlitz auf, in dessen Längselement das Rastele
ment bei der Suchbewegung und bei der Bewegung des Halters in
seine Ausgangsstellung für die Suchbewegung verschiebbar ist.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist der Halter schwenk
bar am zweiten Teil gelagert. Er kann dabei als Hebel ausge
bildet sein, dessen Schwenkebene parallel liegt zu den durch
die Schlitze definierten Ebenen. Vorzugsweise verläuft der
Führungsschlitz des Halters radial bezüglich dessen Schwenk
achse. Sind zwei Rastelemente vorhanden, so weist der Füh
rungsschlitz vorteilhafterweise zwei symmetrisch und diametral
zur Schwenkachse angeordnete Abschnitte auf, wobei das
eine Rastelement mit dem einen und das andere Rastelement
mit dem anderen Abschnitt in Eingriff ist.
Der Halter kann aber auch quer zur Verstellrichtung verschieb
bar am zweiten Teil geführt sein. Sein Führungsschlitz ver
läuft dann vorteilhafterweise in der Verstellrichtung.
Für den Antrieb des Halters zur Ausführung der Suchbewegung
ist eine vorgespannte Feder vorteilhaft, da sie ein einfaches
und raumsparendes Bauelement darstellt. Diese Feder wird bei
einer Bewegung des Halters in seine Ausgangsstellung durch die
Betätigungsvorrichtung noch stärker gespannt.
Das Rastelement oder die Rastelemente, die bei ihrer Bewegung
zwischen der Verriegelungsstellung und der Entriegelungsstel
lung eine translatorische, eine rotatorische oder eine kom
binierte translatorische und rotatorische Bewegung ausführen
können, sind vorzugsweise mit der Kraft einer vorgespannten
Feder im Sinne einer Bewegung in die Verriegelungsstellung
belastet.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist jedes vorhandene
Rastelement als ein zylindrischer Bolzen ausgebildet, dessen
Durchmeser so gewählt sein muß, daß er der bei maximaler
Belastung auftretenden Scherbeanspruchung standzuhalten ver
mag. Jeder vorhandene Bolzen weist vorzugsweise in dem in Ein
griff mit den Schlitzen des ersten Teils kommenden Abschnitt
einen sich zum Bolzenende hin verjüngenden Konus auf. Ein
solcher Konus erleichtert das Einführen des Bolzens in die
Schlitze des ersten Teils. Außerdem kann man mittels eines
derartigen Konus dann, wenn sein maximaler Durchmesser größer
ist als die Weite der Schlitze des ersten Teiles, in einfacher
Weise trotz Fertigungstoleranzen einen spielfreien Eingriff
erreichen. Es braucht dann nur das Spiel des Bolzens im
Schlitz des zweiten Teils ausreichend klein gehalten zu
werden.
Wenn der Konuswinkel im Selbsthemmungsbereich liegt, kann der
Bolzen durch die auf die Teile in der Verstellrichtung wirken
de Kraft nicht aus der Verriegelungsstellung herausbewegt wer
den. Man kann aber auch einen Konuswinkel wählen, der außer
halb des Selbsthemmungsbereiches liegt. Dann ist es jedoch
zweckmäßig, daß sich an einen Abschnitt des Konus oder an des
sen verjüngtes Ende ein zylindrischer Abschnitt anschließt,
der eine vollständige Verschiebung des Bolzens aus dem Schlitz
des ersten Teils heraus zuverlässig verhindert.
Der erste Teil kann beispielsweise durch die Unterschiene und
der zweite Teil durch die Oberschiene eines Sitzschienenpaares
gebildet sein. Der Aufwand und das Gewicht für die Verriege
lungsvorrichtung ist dann sehr gering. Seine Bauteile können
mit Standardverfahren ohne besonderen Aufwand hergestellt
werden, wodurch die Herstellungskosten gering gehalten werden.
Ferner können die Führungselemente in die Sitzschiene inte
griert werden, was ebenfalls Bauteile und Gewicht einspart.
Dank der stufenlosen Verstellbarkeit ermöglicht die erfin
dungsgemäße Verriegelungsvorrichtung den Einsatz eines nicht
selbsthemmenden, elektrischen Antriebs für die Sitzlängsver
stellung. In diesem Fall kann die Verriegelungsvorrichtung mit
einem Antrieb in der Art eines Schubschraubtriebanlassers
motorisch betätigt werden.
Im folgenden ist die Erfindung an Hand von in der Zeichnung
dargestellten Ausführungsbeispielen im einzelnen erläutert. Es
zeigen
Fig. 1 eine Draufsicht auf ein schematisch dargestelltes
erstes Ausführungsbeispiel in einer verriegelten
Stellung der beiden relativ zueinander bewegbaren
Teile,
Fig. 2 einen unvollständig dargestellten Längsschnitt des
ersten Ausführungsbeispiels in einer verriegelten,
von der Stellung gemäß Fig. 1 geringfügig abweichen
den Stellung der beiden Teile,
Fig. 3 eine Draufsicht des ersten Ausführungsbeispiels im
entriegelten Zustand der beiden Teile und einer
Position des Halters zu Beginn einer Suchbewegung,
Fig. 4 einen unvollständig dargestellten Längsschnitt des
ersten Ausführungsbeispiels in einer Stellung des
Halters während einer Suchbewegung,
Fig. 5 eine Draufsicht eines zweiten Ausführungsbeispiels im
verriegelten Zustand,
Fig. 6 einen schematisch dargestellten Schnitt eines drit
ten, in ein Schienenpaar eines Fahrzeugsitzes inte
grierten Ausführungsbeispiels,
Fig. 7 eine schematisch dargestellte Draufsicht auf ein
viertes Ausführungsbeispiel.
Eine Verrieglungsvorrichtung für zwei relativ zueinander
stufenlos verstellbare und in jeder Stellung formschlüssig
miteinander verriegelbare Teile eines Fahrzeugsitzes weist
einen ersten Teil 1 in Form einer Flachschiene auf, die an
einem der beiden verstellbaren Teile des Fahrzeugsitzes fest
gelegt oder einstückig mit diesem ausgebildet sein kann. Wie
Fig. 1 zeigt, ist dieser erste Teil 1 mit einer sich in Schie
nenlängsrichtung erstreckenden Reihe von gleich ausgebildeten
Schlitzen 2 versehen, die als Rastöffnungen dienen und durch
stegartige Materialpartien 3 unter Einhaltung eines Perioden
maßes P voneinander getrennt sind. Die geradlinigen Schlitze 2
schließen mit der Schienenlängsrichtung einen Winkel W ein,
der im Selbsthemmungsbereich liegt.
Auf den ersten Teil 1 ausgerichtet, aber bei einer Blickrich
tung gemäß Fig. 1 im Abstand über dem ersten Teil 1, ist ein
ebenfalls flachschienenförmig ausgebildeter zweiter Teil 4
angeordnet. Der erste Teil 1 und der zweite Teil 4 sind mit
tels einer nicht dargestellten Führung nur in ihrer Längsrich
tung relativ zueinander verschiebbar. Der im Ausführungsbei
spiel wesentlich kürzer als der erste Teil 1 ausgeführte
zweite Teil 4 weist zwei Schlitze 5 auf, welche, abgesehen von
einer etwas größeren Weite, die gleiche Form und Größe wie die
Schlitze 2 haben und in der Verstellrichtung im gleichen
Abstand voneinander wie zwei benachbarte Schlitze 2 angeordnet
sind. Ferner schließen die geradlinigen Schlitze 5 mit der
Längsrichtung des ersten Teiles 1 einen Winkel ein, der die
gleiche Größe wie der Winkel W hat. Die Schlitze 5 sind jedoch
im Vergleich zu den Schlitzen 2 in der entgegengesetzten
Richtung bezüglich der Verstellrichtung geneigt, so daß letz
tere die Winkelhalbierende desjenigen Winkels bildet, den die
Schlitze 2 mit den Schlitzen 5 definieren.
Auf einem Zapfen 6, der auf der dem ersten Teil 1 abgewandten
Seite lotrecht von der Mitte des zweiten Teiles 4 und damit
auch von der Mitte der zwischen den beiden Schlitzen 5 vor
handenen stegartigen Materialpartie 7 absteht, ist schwenkbar
ein Halter 8 gelagert, der durch einen flachschienenförmigen,
doppelarmigen Schwenkhebel gebildet ist, dessen beide Arme
gleich lang sind und sich in diametralen Richtungen er
strecken. Diese beiden Arme sind mit je einem Schlitz 9 bzw.
10 versehen. Beide Schlitze 9 und 10 sind gleich ausgebildet,
symmetrisch zum Zapfen 6 angeordnet und erstrecken sich in
diametralen Richtungen. Die Länge der Schlitze 9 und 10 ist so
gewählt, daß beide in jeder Drehstellung des Halters 8, in
welcher die Schlitze 9 und 10 die Schlitze 5 kreuzen, einen
Abschnitt des einen bzw. anderen Schlitzes 5 vollständig
überdecken.
Die Verriegelungsbolzen 11 und 12, die beide gleich ausge
bildet sind, durchdringen den Schlitz 9 bzw. den Schlitz 10
parallel zum Zapfen 6. Die Verriegelungsbolzen 11 und 12 sind
außerdem in ständigem Eingriff mit dem Schlitz 9 bzw. dem
Schlitz 10, deren Weite ebenso wie diejenige der beiden
Schlitze 5 nur um das für die Bewegbarkeit der Verriegelungs
bolzen 11 und 12 erforderliche Spiel größer ist als der Durch
messer der Verriegelungsbolzen 11 und 12. Eine Drehbewegung
des Halters 8 hat deshalb eine gegensinnige Verschiebebewegung
der Verriegelungsbolzen 11 und 12 in Längsrichtung der Schlit
ze 5 und auch in Längsrichtung der Schlitze 9 bzw. 10 zur
Folge. Die Länge der Schlitze 9 und 10 ist so gewählt, daß die
Verriegelungsbolzen 11 und 12 vom Halter 8 über die gesamte
Länge der Schlitze 5 verschoben werden können.
Mit dem fest mit dem zweiten Teil 4 verbundenen Zapfen 6 ist
drehfest das eine Ende einer vorgespannten Feder 13 verbunden,
deren anderes Ende am Halter 8 angreift und diesen entgegen
dem Uhrzeigersinn bei einer Blickrichtung gemäß Fig. 1 zu
schwenken sucht.
Jeder der beiden Verriegelungsbolzen 11 und 12 wird in dem
zwischen dem zweiten Teil 4 und dem Halter 5 liegenden Ab
schnitt von einer vorgespannten Schraubendruckfeder 14 umfaßt,
die sich, wie Fig. 2 zeigt, einerseits am Halter und anderer
seits an einem Bund des Verriegelungsbolzens abstützt und
diesen in seine Verriegelungsstellung zu schieben sucht, in
der er in einen der Schlitze 2 eingreift, und ihn außerdem in
dieser Verriegelungsstellung zu halten sucht.
Um das Einfallen der Verriegelungsbolzen 11 und 12 in einen
der Schlitze 2 zu erleichtern und einen in der Verstellrich
tung spielfreien Eingriff zu erzielen, ist der für den Ein
griff in die Schlitze 2 vorgesehene Endabschnitt 11′ bzw. 12′
als ein sich gegen das freie Ende hin verjüngender Konus
ausgebildet. Die Weite der Schlitze 2 ist etwas geringer als
der Durchmesser der Verriegelungsbolzen 11 und 12, um eine
Anlage im Bereich der Endabschnitt 11′ und 12′ zu gewährlei
sten. Damit eine Belastung der beiden Teile 1 und 4 relativ
zueinander in der Verstellungsrichtung nicht dazu führen kann,
daß der Endabschnitt 11′ oder 12′ aus dem Schlitz 2 herausge
drückt wird, ist der Konuswinkel so gewählt, daß Selbsthemmung
gewährleistet ist. Man könnte aber auch einen Konuswinkel
wählen, der außerhalb des Selbsthemmungsbereiches liegt. Dann
wäre es notwendig, den Endabschnitt in einer Mittelzone zylin
drisch auszuführen oder an den konischen Abschnitt einen
zylindrischen Abschnitt anzufügen.
Wenn der zweite Teil 4 relativ zum ersten Teil 1 in der Ver
stellrichtung verschoben werden soll, muß zunächst mit einer
nicht dargestellten, manuell oder motorisch betätigbaren Betä
tigungsvorrichtung die Verriegelung gelöst werden. Hierzu
wird, wenn die beiden Teile 1 und 4 wie in den in den Fig. 1
und 2 dargestellten Einstellungen nur durch den einen Verrie
gelungsbolzen verriegelt waren, dieser außer Eingriff mit dem
Schlitz 2 des ersten Teils 1 gebracht. Die Betätigungsvorrich
tung ist aber beiden Verriegelungsbolzen zugeordnet, damit
unabhängig davon, daß nur einer oder beide Verriegelungsbolzen
in ihrer Verriegelungsstellung waren, der erste Teil 1 freige
ben wird.
Außer dieser Entriegelung bewirkt die Betätigungsvorrichtung
eine Drehung des Halters 8 entgegen der Kraft der Feder 13 in
eine Ausgangsstellung, in welcher die äußeren Endabschnitte
der Schlitze 9 und 10 auf den einen bzw. anderen Endabschnitt
der beiden Schlitze 5 ausgerichtet sind, wodurch auch die
beiden Verriegelungsbolzen 11 und 12 in diese beiden Endab
schnitte gebracht werden. Wenn nun die Einstellung der beiden
Teile 1 und 4 geändert und beispielsweise die in Fig. 3 darge
stellte Einstellung gewählt wird, werden, sobald die Betäti
gungsvorrichtung die beiden Verriegelungsvorrichtungen 11 und
12 freigibt, diese von den Schraubendruckfedern 14 gegen den
ersten Teil 1 hin bewegt, auf den sie bei den in den Fig. 3
und 4 gezeigten Einstellungen beide auf eine der stegartigen
Materialpartien 3 auftreffen. Mit der Freigabe der Verriege
lungsbolzen 11 und 12 wird aber auch der Halter 8 freigegeben,
der nun, angetrieben von der Feder 13, seine Suchbewegung
beginnt, um denjenigen Abschnitt wenigstens eines der beiden
Schlitze 5 zu finden, der sich vollständig mit einem der
Schlitze 2 deckt. Bei dieser Suchbewegung bewegen sich beide
Verriegelungsbolzen 11 und 12 synchron gegen den Zapfen 6 hin
wobei sie mit ihrer Stirnfläche auf der dem zweiten Teil 4
zugewandten Seiten des ersten Teiles 1 gleiten. Derjenige der
beiden Verriegelungsbolzen 11 und 12, der als erster die
Stelle erreicht, an der sich einer der beiden Schlitze 5 und
einer der Schlitze 2 vollständig überdecken, fällt in diesen
Schlitz 2 ein, beendet damit die Suchbewegung und verriegelt
die beiden Teile 1 und 4. Zwar gibt es auch einen Abschnitt
des anderen der beiden Schlitze 5, der vollständig einen
Abschnitt eines der Schlitze 2 überdeckt. Um diesen Abschnitt
zu erreichen, müßte aber der Halter B über seine Mittelstel
lung hinaus gedreht werden, in welcher seine Schlitze 9 und 10
sich in der Verstellrichtung erstrecken. Wenn, wie im Ausfüh
rungsbeispiel, zwei Verriegelungsbolzen vorhanden sind, wird
jedoch spätestens dann, wenn der Halter 8 seine Mittelstellung
erreicht hat, der zweite Teil 4 wieder mit dem ersten Teil 1
verriegelt. Nur dann, wenn bei der Verriegelung der Halter 8
in seiner Ausgangsstellung oder seiner Mittelstellung steht,
gelangen beide Verriegelungsbolzen 11 und 12 in Eingriff mit
einem der Schlitze 2. Wenn, wie im Ausführungsbeispiel, die
Winkel, welche die Schlitze 2 und 5 mit der Verstellrichtung
einschließen, im Selbsthemmungsbereich liegen, bedarf es
keiner Blockierung des Halters 8 nach dem Einfallen der beiden
Verriegelungsbolzen 11 und 12. Eine solche Blockierung, also
eine formschlüssige Sicherung gegen eine Drehbewegung, ist
aber notwendig, wenn die genannten Winkel außerhalb des
Selbsthemmungsbereiches liegen.
Das in Fig. 5 dargestellte Ausführungsbeispiel unterscheidet
sich von demjenigen gemäß den Fig. 1 bis 4 nur geringfügig.
Daher sind sich entsprechende Teile mit um 100 größeren Be
zugszeichen gekennzeichnet. Außerdem ist im folgenden nur der
vorhandene Unterschied erläutert. Wegen der übrigen Einzelhei
ten wird auf die Ausführungen zu dem ersten Ausführungsbei
spiel Bezug genommen.
Der Unterschied gegenüber dem ersten Ausführungsbeispiel
besteht darin, daß die beiden Schlitze 105 im zweiten Teil 104
um das doppelte Periodenmaß in der Verstellrichtung gegenein
ander versetzt sind. Fig. 5 zeigt eine der beiden Einstellun
gen, in welchen beide Verriegelungsbolzen 111 und 112 sich in
ihrer Verriegelungsstellung befinden. Der Halter 108 steht
dabei in seiner Ausgangsstellung für die Suchbewegung. Werden
nach einem Lösen der Verriegelung der zweite Teil 104 nicht
relativ zum ersten Teil 101 in dessen Längsrichtung verscho
ben, dann fallen bei einer Freigabe der Betätigungseinrichtung
die beiden Verriegelungsbolzen 111 und 112 wieder in die
Schlitze 102 ein, noch ehe der Halter 108 seine Suchbewegung
beginnen kann. Werden hingegen die beiden Teile 101 und 104
relativ zueinander verstellt, muß vor einer erneuten Verriege
lung der Halter 108 eine Suchbewegung in Form einer Drehung
entgegen dem Uhrzeigersinn ausführen, wie dies für das erste
Ausführungsbeispiel beschrieben worden ist, damit diejenige
Stelle gefunden wird, die ein Einfallen wenigstens eines der
beiden Verriegelungsbolzen 111 und 112 in einen der Schlitze
102 ermöglicht.
Das in Fig. 6 dargestellte Ausführungsbeispiel zeigt die
Anwendung der erfindungsgemäßen Verriegelungsvorrichtung in
Verbindung mit einem Sitzschienenpaar, das eine Längsverstel
lung eines Fahrzeugsitzes gestattet. Dieses Sitzschienenpaar
besteht aus einer mit dem Fahrzeugboden zu verbindenden Unter
schiene 215 und einer mit dem Gestell des Fahrzeugsitzes zu
verbindenden Oberschiene 216. Letztere ist in einer nicht
dargestellten Führung relativ zur Unterschiene 215 geführt und
außerdem formschlüssig mit der Unterschiene 215 in allen quer
zur Verstellrichtung verlaufenden Richtungen verbunden.
Wie Fig. 6 zeigt, bildet die eine Seitenwange 201 der Unter
schiene 215 den ersten Teil, die außen neben dieser Seitenwan
ge 201 angeordnete Seitenwange 204 der Oberschiene 216 den
zweiten Teil der stufenlos relativ zueinander verstellbaren
und stufenlos verriegelbaren Teile. Die Seitenwange 201 ist
deshalb mit einer in Schienenlängsrichtung verlaufenden Reihe
von Schlitzen 202 versehen, die wie die Schlitze 2 des ersten
Ausführungsbeispiels angeordnet und ausgebildet sind. Weiter
hin ist die Seitenwange 204 mit zwei Schlitzen 205 versehen,
welche die gleiche Form und Anordnung, auch bezüglich der
Schlitze 202, wie die Schlitze 5 des ersten Ausführungsbei
spiels haben. Auf einem von der Seitenwange 204 nach außen
abstehenden Zapfen 206 ist drehbar ein Halter 208 gelagert,
der wie der Halter B als doppelarmiger Schwenkhebel ausgebil
det und in seinen beiden Armen mit je einem Schlitz 209 bzw.
210 versehen ist. In diesen beiden Schlitzen 209 und 210 sind
die Verriegelungsbolzen 211 bzw. 212 verschiebbar geführt, die
mittels je einer Schraubendruckfeder 214 im Sinne einer Ver
schiebung in die Verriegelungsstellung belastet sind.
Die in die Sitzschienen integrierte Verriegelungsvorrichtung
ist also wie diejenige des ersten Ausführungsbeispiels ausge
bildet und funktioniert auch wie diese, weshalb wegen weiterer
Einzelheiten auf die Ausführungen zu dem ersten Ausführungs
beispiel Bezug genommen wird.
Das in Fig. 7 dargestellte dritte Ausführungsbeispiel unter
scheidet sich von dem Ausführungsbeispiel gemäß den Fig. 1 bis
4 nur durch die Ausbildung des Halters. Daher sind sich ent
sprechende Teile mit um 300 größeren Bezugszahlen gekennzeich
net.
Der Halter 308 hat zwar wie der Halter 8 die Form einer Flach
schiene. Er erstreckt sich jedoch stets in der Längsrichtung
des ersten Teil 301, also der Verstellrichtung. Wie Fig. 7
zeigt, ist er quer zur Verstellrichtung translatorisch beweg
bar. Der zweite Teil 304 weist deshalb zwei parallel zueinan
der und quer zur Verstellrichtung verlaufende Führungsschienen
317 auf, längs deren der Halter 308 bewegbar ist. Statt der
beim ersten Ausführungsbeispiel die Suchbewegung des Halter 8
bewirkenden Feder 13 sind zwei vorgespannte, gleich ausgebil
dete Schraubenzugfedern 313 vorgesehen, die einerseits an den
beiden Endabschnitten des Halters 308 und andererseits am
zweiten Teil 304 festgelegt sind und den Halter von der in
Fig. 7 dargestellten Ausgangsstellung in die Endstellung zu
bewegen vermögen, in welcher die beiden Verriegelungsbolzen
311 und 312 das andere Ende der beiden Schlitze 305 des zwei
ten Teils 304 erreicht haben.
Wegen der gleichsinnigen Bewegung der beiden Verriegelungsbol
zen 311 und 312 in den Schlitzen 305 erreichen beiden Verrie
gelungsbolzen gleichzeitig diejenige Position, in der sie in
die Schlitze 302 einfallen können. Die Teile 301 und 304 sind
also stets von beiden Verriegelungsbolzen 311 und 312 verrie
gelt. Dafür kann es aber notwendig sein, daß die Verriege
lungsbolzen 311 und 312 über die gesamte Länge der Schlitze
205 bewegt werden müssen, ehe sie in die Schlitze 302 einfal
len können.
Wie Fig. 7 zeigt, ist im Halter 308 ein durchgehender Schlitz
309 vorgesehen.
Die nicht dargestellte Betätigungseinrichtung ist so ausgebil
det, daß sie gleichzeitig beide Verriegelungsbolzen 311 und
312 in die Entriegelungsstellung zu bringen vermag und außer
dem den Halter 308 in die in Fig. 7 Ausgangsstellung ver
schiebt, in welcher die beiden Verriegelungsbolzen 311 und 312
sich am einen Ende der Schlitze 205 befinden.
Auch bei dem dritten Ausführungsbeispiel wäre nur dann eine
formschlüssige Blockierung des Halters 208 nach dem Einfallen
in die Schlitze 202 erforderlich, wenn die Winkel, den die
Schlitze 202 und die Schlitze 205 mit der Verstellrichtung
einschließen, nicht im Selbsthemmungsbereich liegen würden.
Claims (17)
1. Verriegelungsvorrichtung für Fahrzeugsitze, insbesondere
Kraftfahrzeugsitze, mit einem ersten Teil und einem
relativ zu diesem stufenlos verstellbaren sowie in jeder
wählbaren Einstellung mit ihm verriegelbaren zweiten
Teil, wobei
- a) der erste Teil eine in der Verstellrichtung sich erstreckende Reihe von gleich ausgebildeten Rastöff nungen aufweist, die durch stegartige Materialpartien voneinander getrennt sind, und
- b) wenigstens ein Rastelement vorgesehen ist, das mittels
einer Betätigungsvorrichtung entgegen einer Rückstell
kraft aus seiner Verriegelungsstellung, in welcher es
in eine der Rastöffnungen eingreift, in eine Entrie
gelungsstellung bewegbar ist,
dadurch gekennzeichnet, daß - c) die Rastöffnungen als Schlitze (2; 102; 202; 302) aus geführt sind, deren Längsrichtung mit der Verstell richtung einen im Selbsthemmungsbereich liegenden Winkel (W) einschließt,
- d) der zweite Teil (4; 104; 204; 304) wenigstens einen Schlitz (5; 105; 205; 305) aufweist, dessen Längsrich tung mit der Verstellrichtung einen im Selbsthemmungs bereich liegenden Winkel (W) einschließt,
- e) die Verstellrichtung innerhalb des Winkelbereiches liegt, den die Längsrichtung der Schlitze (2; 102; 202; 302) des ersten Teils (1; 101; 201; 301) und die Längsrichtung des Schlitzes (5; 105; 205; 305) des zweiten Teils (4; 104; 204; 304) begrenzen,
- f) der Schlitz (5; 105; 205; 305) des zweiten Teils (4; 104; 204; 304) auf die die Schlitze (2; 102; 202; 302) des ersten Teils (1; 101; 201; 301) enthaltende Zone ausgerichtet ist und daß die Winkel (W), welche die Schlitze (2; 102; 202; 302; 5; 105; 205; 305) des ersten Teils (1; 101; 201; 301) und des zweiten Teils (4; 104; 204; 304) mit der Verstellrichtung ein schließen, so gewählt sind, daß in allen Einstellungen des ersten und zweiten Teils (1; 101; 201; 301; 4; 104; 204; 304) der Schlitz (5; 105; 205; 305) des zweiten Teils (4; 104; 204; 304) je einen Abschnitt von mindestens einem der Schlitze (2; 102; 202; 302) des ersten Teils (1; 101; 201; 301) in einer einen Eingriff des Rastelelementes (11, 12; 111, 112; 211, 212; 311, 312) gestattenden Weise überdeckt,
- g) das Rastelement (11, 12; 111; 112; 211; 212; 311; 312) in ständigem Eingriff mit dem Schlitz (5; 105; 205; 305) des zweiten Teils (4; 104; 204; 304) steht und an einem am zweiten Teil angeordneten Halter (8; 108; 208; 308) vorgesehen ist, mittels dessen das Rastele ment (11, 12; 111, 112; 211, 212; 311, 312) von einem zum anderen Ende seines Verschiebeweges im Schlitz (5; 105; 205; 305) des zweiten Teils (4; 104; 204; 304) bewegbar ist,
- h) der Halter (8; 108; 208; 308) mittels der Betätigungs vorrichtung in eine Ausgangsstellung bewegbar ist, in welcher das Rastelement (11, 12; 111, 112; 211, 212; 311, 312) sich in seiner Entriegelungsstellung und am einen Ende seines Verschiebeweges im Schlitz (5; 105; 205) des zweiten Teils (4; 104; 204; 304) befindet,
- i) der Halter (8; 108; 208; 308) bei einer Freigabe durch die Betätigungsvorrichtung von seiner Ausgangsstellung aus mittels eines Antriebselementes (13; 313) eine Suchbewegung im Sinne einer Verschiebung des Rastele mentes (11, 12; 111, 112; 211, 212; 311, 312) gegen das andere Ende seines Verschiebeweges bis zu derjeni gen Position ausführt, in welcher das Rastelement (11, 12; 111, 112; 211, 212; 311, 312) in einen der Schlit ze (2; 102; 202; 302) des ersten Teils (1; 101; 201; 301) eintreten kann.
2. Verriegelungsvorrichtung für Fahrzeugsitze, insbesondere
Kraftfahrzeugsitze, mit einem ersten Teil und einem
relativ zu diesem stufenlos verstellbaren sowie in jeder
wählbaren Einstellung mit ihm verriegelbaren zweiten
Teil, wobei
- a) der erste Teil eine in der Verstellrichtung sich erstreckende Reihe von gleich ausgebildeten Rastöff nungen aufweist, die durch stegartige Materialpartien voneinander getrennt sind, und
- b) wenigstens ein Rastelement vorgesehen ist, das mittels einer Betätigungsvorrichtung entgegen einer Rückstell kraft aus seiner Verriegelungsstellung, in welcher es in eine der Rastöffnungen eingreift, in eine Entrie gelungsstellung bewegbar ist,
dadurch gekennzeichnet, daß
- c) die Rastöffnungen als Schlitze ausgeführt sind, deren Längsrichtung mit der Verstellrichtung einen außerhalb des Selbsthemmungsbereiches liegenden Winkel ein schließt,
- d) der zweite Teil wenigstens einen Schlitz aufweist, dessen Längsrichtung mit der Verstellrichtung einen außerhalb des Selbsthemmungsbereiches liegenden Winkel einschließt,
- e) die Verstellrichtung innerhalb des Winkelbereiches liegt, den die Längsrichtung der Schlitze des ersten Teils und die Längsrichtung des Schlitzes des zweiten Teils begrenzen,
- f) der Schlitz des zweiten Teils auf die die Schlitze des ersten Teils enthaltende Zone ausgerichtet ist und daß die Winkel, welche die Schlitze des ersten Teils und des zweiten Teils mit der Verstellrichtung ein schließen, so gewählt sind, daß in allen Einstellungen des ersten und zweiten Teils der Schlitz des zweiten Teils je einen Abschnitt von mindestens einem der Schlitze des ersten Teils in einer einen Eingriff des Rastelelementes gestattenden Weise überdeckt,
- g) das Rastelement in ständigem Eingriff mit dem Schlitz des zweiten Teils steht und an einem am zweiten Teil angeordneten Halter vorgesehen ist, mittels dessen das Rastelement von einem zum anderen Ende seines Ver schiebeweges im Schlitz des zweiten Teils bewegbar ist,
- h) der Halter mittels der Betätigungsvorrichtung in eine Ausgangsstellung bewegbar ist, in welcher das Rast element sich in seiner Entriegelungsstellung und am einen Ende seines Verschiebeweges im Schlitz des zweiten Teils befindet,
- i) der Halter bei einer Freigabe durch die Betätigungs vorrichtung von seiner Ausgangsstellung aus mittels eines Antriebselementes eine Suchbewegung im Sinne einer Verschiebung des Rastelementes gegen das andere Ende seines Verschiebeweges bis zu derjenigen Position ausführt, in welcher das Rastelement in einen der Schlitze des ersten Teils eintreten kann und in dieser Position mittels einer Blockiervorrichtung formschlüs sig feststellbar ist.
3. Verriegelungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß
- a) der zweite Teil (4; 104; 204; 304) einen zweiten Schlitz (5; 105; 205; 305) aufweist, der wie der erste Schlitz (5; 105; 205; 305) ausgebildet ist und gegen über diesem in der Verstellrichtung um ein Periodenmaß (P) der Schlitzreihe des ersten Teils (1; 101; 201; 301) oder um ein ganzzahliges Vielfaches desselben versetzt angeordnet ist,
- b) mit dem zweiten Schlitz (5; 105; 205; 305) in ständi gem Eingriff ein zweites Rastelement (12; 112; 212; 312) steht, das am Halter (8; 108; 208; 308) des ersten Rastelementes (11; 111; 211; 311) vorgesehen und von diesem längs des zweiten Schlitzes (5; 105; 205; 305) bewegbar ist,
- c) das zweite Rastelement (12; 112; 212; 312) gemeinsam mit dem ersten Rastelement (11; 111; 211; 311) mittels der Betätigungsvorrichtung in seine Entriegelungsstel lung überführbar ist und unabhängig vom ersten Raste lement (11; 111; 211; 311) in seine Verriegelungsstel lung einfällt, wenn bei der Suchbewegung des Halters (8; 108; 208; 308) ein Abschnitt des zweiten Schlitzes (5; 105; 205; 305) sich voll mit einem Abschnitt eines der Schlitze (2; 102; 202; 302) des ersten Teils (1; 101; 201; 301) deckt.
4. Verriegelungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis
3, dadurch gekennzeichnet, daß der Halter (8; 108; 208;
308) für jedes vorhandene Rastelement (11, 12; 111, 112;
211, 212; 311, 312) einen Führungsschlitz (9, 10; 109,
110; 209, 210; 309) aufweist, in dessen Längsrichtung
jedes vorhandene Rastelement verschiebbar ist.
5. Verriegelungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis
4, dadurch gekennzeichnet, daß der Halter (8; 108; 208)
schwenkbar am zweiten Teil (4; 104; 204) angelenkt ist.
6. Verriegelungsvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Führungsschlitz (9, 10; 109, 110; 209,
210) des Halters (8; 108; 208) radial bezüglich der
Schwenkachse (6) verläuft.
7. Verriegelungsvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekenn
zeichnet, daß bei Vorhandensein von zwei Rastelementen
(11, 12; 111, 112; 211, 212) der Führungsschlitz zwei
symmetrisch und diametral zur Schwenkachse (6) angeord
nete Abschnitte (9, 10; 109, 110; 209, 210) aufweist, wobei
das eine Rastelement (11; 111; 211) mit dem einen und das andere
Rastelement (12; 112; 212) mit dem anderen Abschnitt in Eingriff ist.
8. Verriegelungsvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Halter (308) quer zur Verstellrichtung
verschiebbar am zweiten Teil (304) geführt und mit einem
in der Verstellrichtung verlaufenden Führungsschlitz
(309) versehen ist, in dessen Erstreckungsrichtung jedes
der vorhandenen Rastelemente (311, 312) verschiebbar
geführt ist.
9. Verriegelungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis
8, gekennzeichnet durch wenigstens eine vorgespannte
Feder (13; 313) als Antriebselement für den Halter (8;
108; 208; 308).
10. Verriegelungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis
9, dadurch gekennzeichnet, daß jedes vorhandene Rastele
ment (11, 12; 111; 112; 211, 212; 311, 312) durch eine
vorgespannte Feder (14) im Sinne einer Bewegung in seine
Verriegelungsstellung belastet ist.
11. Verriegelungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis
10, dadurch gekennzeichnet, daß jedes vorhandene Rastele
ment (11, 12; 111, 112; 211, 212; 311, 312) als Bolzen
ausgebildet ist.
12. Verriegelungsvorrichtung nach Anspruch 10, dadurch ge
kennzeichnet, daß bei Verwendung von zwei Bolzen beide so
dimensioniert sind, daß jeder Bolzen allein die maximal
auftretende Belastung aufzunehmen vermag.
13. Verriegelungsvorrichtung nach Anspruch 11 oder 12, da
durch gekennzeichnet, daß der in Eingriff mit den Schlit
zen (2; 102; 202) des ersten Teils (1; 101; 201; 301)
kommende Bolzenabschnitt (11′, 12′) einen sich zum Bol
zenende hin verjüngenden Konus bildet.
14. Verriegelungsvorrichtung nach Anspruch 13, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Konuswinkel im Selbsthemmungsbe
reich liegt.
15. Verriegelungsvorrichtung nach Anspruch 13, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Konuswinkel außerhalb des Selbst
hemmungsbereiches liegt und sich an den Konus oder einen
Abschnitt desselben ein zylindrischer Abschnitt an
schließt.
16. Verriegelungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis
14, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Teil (301)
durch die Unterschiene (215) und der zweite Teil (304)
durch die Oberschiene (216) eines Sitzschienenpaares
gebildet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19944423971 DE4423971C2 (de) | 1994-07-07 | 1994-07-07 | Verriegelungsvorrichtung für Fahrzeugsitze, insbesondere Kraftfahrzeugsitze |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19944423971 DE4423971C2 (de) | 1994-07-07 | 1994-07-07 | Verriegelungsvorrichtung für Fahrzeugsitze, insbesondere Kraftfahrzeugsitze |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4423971A1 DE4423971A1 (de) | 1996-01-18 |
| DE4423971C2 true DE4423971C2 (de) | 1996-08-14 |
Family
ID=6522555
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19944423971 Expired - Fee Related DE4423971C2 (de) | 1994-07-07 | 1994-07-07 | Verriegelungsvorrichtung für Fahrzeugsitze, insbesondere Kraftfahrzeugsitze |
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| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4423971C2 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE29910720U1 (de) | 1999-06-11 | 1999-08-12 | Brose Fahrzeugteile GmbH & Co. KG, Coburg, 96450 Coburg | Feststellvorrichtung für einen einstellbaren Fahrzeugsitz |
| DE102015209011A1 (de) * | 2015-05-15 | 2016-11-17 | Faurecia Automotive Seating, Llc | Fahrzeugsitz |
| DE112015001433B4 (de) | 2014-03-26 | 2024-07-04 | Faurecia Automotive Seating, Llc | Insassenstützsystem und Verfahren für das Anordnen eines Fahrzeugsitzes |
Families Citing this family (3)
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|---|---|---|---|---|
| DE50211512D1 (de) † | 2001-11-28 | 2008-02-21 | Hammerstein Gmbh C Rob | Arretiervorrichtung mit gerillten Sperrstiften |
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| DE102017201504A1 (de) * | 2017-01-31 | 2018-08-02 | Brose Fahrzeugteile Gmbh & Co. Kg, Coburg | Feststellvorrichtung für einen einstellbaren Kraftfahrzeugsitz |
Family Cites Families (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3923443A1 (de) * | 1989-07-15 | 1991-01-24 | Hammerstein Gmbh C Rob | Feststellvorrichtung fuer einen einstellbaren fahrzeugsitz |
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1994
- 1994-07-07 DE DE19944423971 patent/DE4423971C2/de not_active Expired - Fee Related
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE29910720U1 (de) | 1999-06-11 | 1999-08-12 | Brose Fahrzeugteile GmbH & Co. KG, Coburg, 96450 Coburg | Feststellvorrichtung für einen einstellbaren Fahrzeugsitz |
| DE112015001433B4 (de) | 2014-03-26 | 2024-07-04 | Faurecia Automotive Seating, Llc | Insassenstützsystem und Verfahren für das Anordnen eines Fahrzeugsitzes |
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| Publication number | Publication date |
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| DE4423971A1 (de) | 1996-01-18 |
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