DE4416633C2 - Befestigungsanordnung für Rohrleitungen in Wänden - Google Patents
Befestigungsanordnung für Rohrleitungen in WändenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung zur Befesti
gung von Rohrleitungen, insbesondere für flüssige Medien,
in einer rinnenartigen Vertiefung einer aus versetzt ge
mauerten Steinen gebildeten Wand.
Insbesondere in Wohnhäusern werden die Rohrleitungen für
Wasser, Abwasser und Heizung in den eine ausreichende
Dicke aufweisenden Wänden angeordnet, die aus versetzt
gemauerten Steinen gebildet sind. Dazu wird in der Wand
eine die Rohrleitungen aufnehmende, rinnenartige Vertie
fung erzeugt. Die Herstellung dieser rinnenartigen Ver
tiefung kann beispielsweise in der Weise erfolgen, daß
dieselbe aus plattenartigen Formsteinen gemauert wird.
Dabei besteht jedoch der Nachteil, daß kein Verbund mit
übrigen Steinen der Wand vorhanden ist.
Es ist ferner bekannt, bei einer aus Hohlblocksteinen ge
bildeten Wand die entsprechenden Hohlblocksteine vor dem
Mauern einseitig, asymmetrisch aufzuschlagen, so daß eben
falls eine rinnenartige Vertiefung entsteht. Das Aufschla
gen der Hohlblocksteine ist jedoch verhältnismäßig zeitauf
wendig und bringt die Gefahr mit sich, daß die Hohlblock
steine dabei zerschlagen werden und nicht mehr brauchbar
sind. Weiterhin besteht der Nachteil, daß die ausgeschla
genen Aussparungen in den einzelnen Hohlblocksteinen nicht
miteinander fluchten, was dann beim Verlegen der Rohrlei
tungen eine aufwendige Nachbearbeitung erforderlich macht.
Schließlich ist es auch bekannt, dierinnenartige Vertie
fung zur Aufnahme von Rohrleitungen durch einen Fräsvorgang
zu erzeugen. Auch dies ist sehr aufwendig. Bei der Herstel
lung derartiger Vertiefungen fällt verhältnismäßig viel
Staub an, der abgesaugt werden muß.
In die nach den erläuterten Verfahren hergestellten, rin
nenartigen Vertiefungen werden dann die Rohrleitungen in
der Weise befestigt, daß im Bereich der rinnenartigen Ver
tiefung Schellen eingesetzt werden, die dann die Rohrlei
tung aufnehmen. Der in der Vertiefung nach dem Befestigen
der Rohrleitungen verbleibende Freiraum wird dann mit Mör
tel bzw. Dämmörtel ausgefüllt. Durch die Art der Befesti
gung der Rohrleitungen in der rinnenartigen Vertiefung
wird jedoch von Rohrleitungen noch Schall auf das Mauer
werk übertragen, der als äußerst störend angesehen wird.
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine An
ordnung zur Befestigung von Rohrleitungen in einer rinnen
artigen Vertiefung einer gemauerten Wand zu schaffen, die
das aufwendige Herstellen der rinnenartigen Vertiefung
vermeidet und die andererseits sicherstellt, daß möglichst
kein Schall mehr von der Rohrleitung auf die gemauerte
Wand übertragen wird.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird gemäß der Erfindung bei
einer Anordnung der eingangs beschriebenen Gattung vorge
schlagen, daß die rinnenartige Vertiefung durch in den
versetzt gemauerten Steinen vorgefertigte und miteinander
fluchtende Aussparungen gebildet ist, daß in den Ausspa
rungen mindestens zweier mit Abstand voneinander angeord
neter Steine jeweils ein vorgefertigter Bügel mit minde
stens einer eine Rohrleitung schallisolierend aufnehmenden
Schelle befestigt ist und daß die rinnenartige Vertiefung
durch eine Dämmplatte verschlossen ist.
Durch eine solche Anordnung kann die rinnenartige Vertie
fung durch die Aussparungen in den Steinen vorgefertigt
sein, so daß normalerweise keinerlei Arbeit mehr zur Her
stellung der rinnenartigen Vertiefung erforderlich ist.
Die ebenfalls vorgefertigten Bügel sind mit einer ent
sprechenden Anzahl von Schellen für die benötigten Rohr
leitungen versehen. Nach der nicht zeitaufwendigen Befe
stigung des Bügels in der Aussparung der Steine können
die Rohrleitungen in kürzester Zeit montiert werden. An
schließend wird die rinnenartige Vertiefung durch eine
Dämmplatte geschlossen.
Weitere Merkmale einer Anordnung gemäß der Erfindung
sind in den Ansprüchen 2-8 offenbart.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand in einer Zeich
nung dargestellter Ausführungsbeispiele näher erläutert.
Dabei zeigen
Fig. 1 eine Draufsicht auf einen Mauerstein mit in
einer Aussparung desselben befestigten Rohr
leitungen und
Fig. 2 eine andere Befestigung von Rohrleitungen in
einem Mauerstein der Fig. 1.
In den Fig. 1 und 2 der Zeichnung ist jeweils ein soge
nannter Hohlblockstein 1 gezeigt, der in an sich bekann
ter Weise zur Bildung von gemauerten Wänden dient. Dieser
Hohlblockstein 1 ist in an sich bekannter Weise mit Kam
mern 2 versehen, die der Werkstoffeinsparung und damit der
Gewichtsreduzierung dienen. Zusätzlich weist der Hohl
blockstein 1 eine Aussparung 3 auf, die normalerweise zu
einer Seitenfläche des Hohlblocksteines 1 offen ist. Diese
Aussparung 3 erstreckt sich über den gesamten Querschnitt
des Hohlblocksteines 1 und kann gemäß der Darstellung in
Fig. 1 bei der Herstellung des Hohlblocksteines 1 durch
einen ausbrechbaren Steg 4 verschlossen sein. Dieser
Steg 4 erhöht die Stabilität des Hohlblocksteines 1 wäh
rend des Transportes und der Handhabung. Über Sollbruch
stellen 5 ist der Steg 4 mit dem übrigen Teil des Hohl
blocksteines 1 verbunden. Beispielsweise nach dem Mauern
des Hohlblocksteines 1 bzw. der Fertigstellung der Wand
kann dieser Steg 4 problemlos ausgebrochen und damit die
Aussparung 3 nach außen freigegeben werden.
Die Fig. 1 und 2 der Zeichnung lassen erkennen, daß die
Aussparung 3 asymmetrisch in dem Hohlblockstein 1 angeord
net ist. Dadurch können die Hohlblocksteine 1 versetzt zu
einander zu einem äußerst stabilen Verbund gemauert wer
den. Die Aussparung 3 ist abgestuft ausgebildet und be
steht aus einem vorderen, annähernd rechteckigen Quer
schnitt aufweisenden Bereich 6 und einem hinteren Be
reich 7 mit etwa halbkreisförmigem Querschnitt. Der Bo
den bzw. der die Stufe bildende Teil des Bereiches 6 der
Aussparung 3 verläuft mittels einer Schräge 8 nach außen,
so daß Kerbwirkungen weitgehend ausgeschlossen sind.
Gemäß der Darstellung der Fig. 1 ist auf dem Boden des Be
reiches 6 der Aussparung 3 ein Bügel 9 befestigt, der im
Bereich der Schrägen 8 mit dem Hohlblockstein 1 ver
schraubt ist. Dieser Bügel 9 besteht aus Metall und er
streckt sich über dem Bereich 7 der Aussparung 3. In die
sem Ausführungsbeispiel nimmt der Bügel 9 oberhalb des Be
reiches 7 zwei an sich bekannte Schellen 10 auf, die zur
Aufnahme jeweils eines Rohres 11 dienen. Zwischen jeder
Schelle 10 und dem Rohr 11 ist eine schalldämmende
Schicht, beispielsweise aus Kunststoff oder Gummi, vor
gesehen.
Zusätzlich nehmen die Schrauben 13, mittels denen der Bü
gel 9 im Bereich der Schrägen 8 befestigt ist, ebenfalls
eine Schelle 10 auf, die zur Sicherung weiterer Rohre 14,
15 dienen. Dazu sind die Köpfe der Schrauben 13 in beson
derer Weise ausgebildet. Diese Köpfe können beispielsweise
aus einem mit Gewinde versehenen Stift bestehen, auf dem
die Schellen 10 mittels eines besonderen Anschlußteiles 16
aufgeschraubt sind. Dies gibt die Möglichkeit, die Schel
len aus Standardbauteilen zu bilden.
Bei dem Ausführungsbeispiel der Fig. 2 ist in den halb
kreisförmigen Bereich 7 der Aussparung 3 zunächst eine
Halbschale 7a aus einem schalldämmenden Werkstoff einge
setzt. In diese Halbschale 7a ragt dann der Bügel 9, der
hier in seinem mittleren Bereich halbringförmig gestal
tet ist. Die Befestigung des Bügels 9 kann hier entweder
im Bereich der Schrägen 8 oder im Bereich des ebenen Bo
dens erfolgen, wie dies durch eine strichpunktierte Linie
angedeutet ist.
Der Bügel 9 bildet hier zusammen mit einem weiteren Teil
9a eine Schelle, die zur Aufnahme eines Rohres 17, bei
spielsweise einer Abwasserleitung, mit verhältnismäßig
großem Querschnitt dient. Auch hier ist zwischen dem Bü
gel 9 und dem Teil 9a der Schelle und dem Rohr 17 eine
schalldämmende Schicht 18 angeordnet. Die beiden Teile
9, 9a der Schelle sind hier durch Schrauben 19 miteinander
verbunden. Der Kopf dieser Schrauben 19 ist nun so ausge
bildet, daß er ebenfalls Schellen 10 mit Anschlußteilen 16
aufnehmen kann. Dies bedeutet, daß hier die gleichen
Standardbauteile wie bei der Fig. 1 verwendbar sind.
Zusätzlich können bei dem Ausführungsbeispiel der Fig. 2
auf den Schrägen 8 in gleicher Weise wie beim Ausführungs
beispiel nach Fig. 1 ebenfalls noch Schellen 10 angeord
net sein, so daß es hier ebenfalls möglich ist, in der
Aussparung 3 vier Rohre 11 bis 15 unterzubringen.
Wenn alle erforderlichen Rohrleitungen 11, 14, 15, 17 in der
durch die Aussparungen 3 gebildeten rinnenartigen Vertie
fung der Wand untergebracht sind, kann die Aussparung 3
der entsprechenden Hohlblocksteine 1 durch eine schalliso
lierende Platte 20 geschlossen werden, wie dies in der
Fig. 2 dargestellt ist. Diese Platte 20 ist an ihrer Au
ßenfläche in vorteilhafter Weise mit einem Putzträger aus
Streckmetall versehen, so daß auch in diesem Bereich des
Hohlblocksteines 1 eine gute Haftung des Putzens erreicht
wird. Bedarfsweise können innerhalb der Platte 20 durch
Klappen verschließbare Öffnungen vorgesehen sein, die ent
weder als eine Art Revisionsöffnung oder zur Betätigung
von Ventilen dienen. Bedarfsweise kann der freie Raum der
Aussparung 3 mit Isolierstoff ausgefüllt werden.
Claims (8)
1. Anordnung zur Befestigung von Rohrleitungen, insbeson
dere für flüssige Medien, in einer rinnenartigen Ver
tiefung einer aus versetzt gemauerten Steinen gebil
deten Wand,
dadurch gekennzeichnet,
daß die rinnenartige Vertiefung durch in den versetzt gemauerten Steinen (1) vorgefertigte und miteinander fluchtende Aussparungen (3) gebildet ist,
daß in den Aussparungen (3) mindestens zweier mit Abstand vonein ander angeordneter Steine (1) jeweils ein vorgefertigter Bügel (9) mit mindestens einer eine Rohrleitung (11, 14, 15, 17) schallisolierend aufnehmenden Schelle (9, 9a, 10) befestigt ist und
daß die rinnenartige Vertiefung (3) durch eine Dämmplatte (20) verschlossen ist.
dadurch gekennzeichnet,
daß die rinnenartige Vertiefung durch in den versetzt gemauerten Steinen (1) vorgefertigte und miteinander fluchtende Aussparungen (3) gebildet ist,
daß in den Aussparungen (3) mindestens zweier mit Abstand vonein ander angeordneter Steine (1) jeweils ein vorgefertigter Bügel (9) mit mindestens einer eine Rohrleitung (11, 14, 15, 17) schallisolierend aufnehmenden Schelle (9, 9a, 10) befestigt ist und
daß die rinnenartige Vertiefung (3) durch eine Dämmplatte (20) verschlossen ist.
2. Anordnung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Aussparung (3) der Steine (1) durch einen aus
brechbaren Steg (4) geschlossen ist.
3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Aussparung (3) abgestuft ist und der hintere
Bereich (7) einen halbkreisförmigen Querschnitt auf
weist.
4. Anordnung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß der hintere Bereich (7) der Aussparung (3) mit
einer Halbschale (7a) aus Dämmwerkstoff ausgeklei
det ist.
5. Anordnung nach Anspruch 1-4,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Bügel (9) mittels Schrauben (13) in der Aus
sparung (3) befestigt ist.
6. Anordnung nach mindestens einem der Ansprüche 1-5,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Bügel (9) einen Teil einer eine Rohrlei
tung (17) aufnehmenden Schelle (9, 9a) bildet.
7. Anordnung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß zumindest eine Schellenschraube (19) eine weitere
Schelle (10) trägt.
8. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß zumindest an einer Befestigungsschraube (13) eine
weitere Schelle (10) angeordnet ist.
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Family Cites Families (2)
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|---|---|---|---|---|
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| AT358785B (de) * | 1978-09-22 | 1980-09-25 | Wiener Baustoff Und Betonstein | Fertigteil, insbesondere betonfertigteil, zur herstellung von kanaelen fuer leitungen, vorzugs- weise versorgungsleitungen |
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1993
- 1993-05-17 DE DE9307448U patent/DE9307448U1/de not_active Expired - Lifetime
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1994
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