DE4404599C2 - Verfahren und Vorrichtung zum Verpacken von palettierten Gutstapeln mit einer Schrumpffolienhaube - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Verpacken von palettierten Gutstapeln mit einer SchrumpffolienhaubeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Verpacken von pa
lettierten Gutstapeln mit einer Schrumpffolienhaube, bei
dem der Gutstapel mit der Schrumpffolienhaube derart über
zogen wird, daß der untere Haubenrand nach unten über die
wenigstens zwei Nischen bildende Holme aufweisende Palet
tenunterseite vorsteht, wobei der untere Haubenrand dann in
freigestelltem Zustand des Gutstapels wenigstens teilweise
unter die Palettenunterseite gelegt und durch Aufbringung
einer zum Schrumpfen erforderlichen Wärmemenge unterge
schrumpft wird, worauf dann der geschrumpfte untere Hauben
rand im Bereich der Nischen an die Nischenränder profiliert
und der Rest der Schrumpffolienhaube vollständig-an den
Gutstapel angeschrumpft wird, sowie eine Vorrichtung zur
Durchführung eines solchen Verfahrens mit einem Kettenför
derer, einer Hubeinrichtung zur Aufnahme eines palettierten
Gutstapels, wobei die Palettenunterseite wenigstens zwei
Nischen bildende Holme aufweist, einen in vertikaler Rich
tung entlang des Gutstapels bewegbaren Schrumpfrahmen und
mit zwischen den Ketten des Kettenförderers angeordneten,
vertikal anhebbaren Profilierelementen zum beidseitigen
Anheben des unteren Haubenrandes im Bereich der Nischen und
zum profilierenden Andrücken des beidseitigen unteren Hau
benrandes an die Nischenränder.
Aus der EP 0 133 462 B1 ist ein Verfahren und eine Vorrich
tung bekannt, mit welchen mit einer Schrumpffolienhaube
verpackte Gutstapel erreichbar sind, die auch an der Sta
pel- bzw. Palettenunterseite ein gutes Schrumpfergebnis und
damit eine sichere Befestigung des unteren Haubenrandes an
der Stapel- bzw. Palettenunterseite erreichen.
Diese Art des Unterschrumpfens führt zwar zu guten Stapel
festigkeiten im unteren Bereich, bietet jedoch den Nach
teil, daß bei Paletten, die an der Unterseite mit Nischen
bildenden Holmen versehen sind, in welche zur späteren
Handhabung der Palette die Zinken eines Gabelstaplers oder
dgl. eingreifen können, der untere Haubenrand durch das Un
terschrumpfen den Nischenbereich abdeckt oder dort unkon
trolliert anliegt, so daß das Eingreifen von Gabelstapler
zinken erschwert wird bzw. zu Folienbeschädigungen führen
kann. Dies ist vor allem in automatisierten Hochregallagern
von Nachteil, wo automatische Stapeleinrichtungen Verwen
dung finden, die vorzugsweise von Sensoren gesteuert wer
den, die die Palettenposition messen und von Folienhauben
rändern im Bereich der Nischen verfälschend bzw. negativ
beeinflußt werden. Außerdem kann auch die im Nischenbereich
befindliche Folie an mechanischen Einrichtungen des Hochre
gallagers festhaken.
Aus der gattungsbildenden DE 90 01 052 U1 ist bereits ein
gattungsgemäßes Verfahren und eine gattungsgemäße Vorrich
tung bekannt geworden, mit dem bzw. mit dem es möglich ist,
den unteren, bereits untergeschrumpften Haubenrand, welcher
im Bereich der Querholme der Palette zwischen den Querhol
men und dem Kettenförderer eingeklemmt ist, im Bereich der
Nische an die Nischenränder zu profilieren, indem heb- und
senkbare Stempel den Haubenrand in die Nischen einformen.
Mit einem solchen Verfahren und mit einer solchen Vorrich
tung ist es also grundsätzlich möglich, eine Profilierung
der Haube in den Nischenbereichen der Palette zu bewirken.
Es hat sich jedoch herausgestellt, daß es bei einem derar
tigen Profilieren der bereits im Schrumpfen befindlichen
bzw. bereits geschrumpften Folienbereiche der zwischen den
Nischen befindlichen Folienhaube zu einem Einreißen der Fo
lienhaube oder einer ähnlichen Beschädigung kommen kann,
was die Festigkeit des gesamten Stapels beeinträchtigen
kann.
Aus der Schrift DE 78 08 094 U1 ist eine Vorrichtung zur Herstellung
palettenloser, aus mehreren Schichten aufeinander gestapel
ter Verpackungsgegenstände bestehenden Collis bekannt. Die
se Vorrichtung weist seitwärts bewegbare Werkzeuge zur Ein
formung einer Folienhaube in Eckbereiche auf, diese Profi
lierung erfolgt allerdings erst nach der Schrumpfung der
Haube und ist nicht für palettierte Gutstapel vorgesehen.
Aus der nicht vorveröffentlichten EP 0 601 222 A1 sind
ein Verfahren sowie eine Vorrichtung zum Verpacken von ins
besondere gestapelten Waren mit einer heißschrumpffähigen
Folienhülle bekannt, welche Profiliereleinente zum Profi
lieren der Folienhaube in die Nischenbereiche aufweist.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein gattungsgemäßes Verfahren
und eine gattungsgemäße Vorrichtung derart weiter zu ent
wickeln, daß ohne Beeinträchtigung des Unterschrumpfeffek
tes und der Stapelfestigkeit eine einwandfreie Profilierung
des unteren Haubenrandes im Bereich der Nischen ermöglicht
wird.
Diese Aufgabe wird mit einem Verfahren der eingangs be
zeichneten Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der un
tere Haubenrand vor der Unterschrumpfung außerhalb des Be
reiches der Nischen seitlich gehalten und dann zunächst in
die Nischen vorprofiliert wird, und daß dann der untere
Haubenrand geschrumpft und nachfolgend in die Nischen voll
ständig nachprofiliert wird und anschließend aus der fest
gehaltenen Lage außerhalb des Bereiches der Nischen wieder
losgelassen wird.
Vor dem Schrumpfvorgang wird somit der untere Haubenrand
zunächst seitlich außerhalb der Nischenbereiche festgehal
ten und vor dem Unterschrumpfen vorprofiliert und erst dann
durch Wärmeaufbringung untergeschrumpft, so daß vor dem ei
gentlichen Unterschrumpfvorgang sich der untere Haubenrand
schon im wesentlichen in der gewünschten Lage befindet,
ohne daß die Gefahr eines Hochrutschens des unteren Hauben
randes besteht. Beim Unterschrumpfvorgang verbleibt dann
der derart vorprofilierte Haubenrandbereich im wesentlichen
in dieser vorprofilierten Lage und wird durch die anschlie
ßende Nachprofilierung nicht mehr extrem verformt, so daß
Beschädigungen des Haubenrandes zuverlässig vermieden wer
den.
Ganz besonders vorteilhaft ist es, wenn der untere Hauben
rand vor der Freistellung des Gutstapels an die beiden
Stirnseiten des die beiden Nischen begrenzenden Mittelhol
mes der Palette angepreßt und beidseitig im Bereich der
Nischen etwa bis zur Oberkante der Nischen angehoben und
nachfolgend der Gutstapel freigestellt und der untere Hau
benrand untergeschrumpft und der Gutstapel dann abgesenkt
wird, und daß danach der untere Haubenrand im Bereich der
Nischen an die Nischenränder profilierend gedrückt wird und
nachfolgend von der beidseitigen Andrückung an den Mittel
holm freigegeben wird.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß
die Nachprofilierung der Haubenunterseite an die Nischen
ränder erst mit Verzögerung nach der Absenkung des Gutsta
pels erfolgt. Diese Verzögerungszeit ist in Abhängigkeit
von den jeweiligen Folieneigenschaften und von Foliendicken
einzustellen, liegt aber in der Regel maximal bei einigen
Sekunden. Durch diese Verzögerung wird gewährleistet, daß
die zu profilierenden Folienhaubenrandbereiche bereits we
nigstens teilweise geschrumpft sind, so daß nach Beendigung
der Profilierung ein Zusammenziehen der betreffenden Fo
lienhaubenbereiche vermieden wird.
Ferner ist vorteilhaft vorgesehen, daß die Nachprofilierung
des unteren Haubenrandes an die Nischenränder und die
gleichzeitige Andrückung an den Mittelholm über eine ge
wisse Zeitdauer aufrechterhalten wird. Diese Zeitdauer
hängt wiederum von den Folieneigenschaften und Foliendicken
ab, wobei dadurch gewährleistet ist, daß eine einwandfreie
Profilierung des unteren Haubenrandes erfolgt, so daß nach
folgend die Nischen weitgehend frei zugänglich für Gabel
staplerzinken oder dgl. sind.
Zur Lösung der eingangs gestellten Aufgabe sieht die Erfin
dung auch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Oberbe
griffes des Patentanspruches 5 vor, die sich dadurch aus
zeichnet, daß die Profilierelemente für jede Nische jeweils
wenigstens eine vertikal bewegliche Andrückplatte aufwei
sen, an welcher ein horizontal beweglicher Eckandrückwinkel
angeordnet ist, und daß in Horizontal- und Vertikalrichtung
bewegliche Andrückelemente zum beidseitigen Andrücken des
unteren Haubenrandes an den jeweiligen Mittelholm vorgese
hen sind.
Um die Profilierelemente möglichst raumsparend ausbilden zu
können, ist vorgesehen, daß für jede Nische der Palette
zwei jeweils im Randbereich der Palette angeordnete An
drückplatten mit Eckandrückwinkeln vorgesehen sind. An
jeder sich quer zur Förderrichtung erstreckenden Stapelsei
te sind demnach dann jeweils zwei plattenförmige Andrück
elemente vorgesehen.
Weiterhin ist in vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung
vorgesehen, daß die Andrückelemente mit einem dornförmigen
Endstück versehen sind. Auf diese Weise ist es möglich, den
angehobenen Haubenseitenrand fest an der Palettenseite zu
befestigen, wobei dabei eine leichte Beschädigung durch das
dornförmige Endstück in Kauf genommen werden kann, ohne daß
es dadurch zu nennenswerten Beschädigungen der Folienhaube
und damit Beeinträchtigung der Stapelfestigkeit kommt.
Die Erfindung ist nachstehend anhand der Zeichnung bei
spielsweise näher erläutert. Diese zeigt in
Fig. 1 in vereinfachter Seitenansicht eine erfindungsgemäße
Vorrichtung in einem ersten Verfahrensstadium,
Fig. 2 die Vorrichtung nach Fig. 1 in Draufsicht,
Fig. 3 wiederum in Seitenansicht die Vorrichtung nach
Fig. 1 in einem zweiten Verfahrensstadium und
Fig. 4 die Vorrichtung in einem dritten Verfahrensstadium.
Eine erfindungsgemäße Vorrichtung zum Verpacken eines pa
lettierten Gutstapels mit einer Schrumpffolienhaube ist in
der Zeichnung nur mit den für die Erfindung wesentlichen
Elementen dargestellt. Nicht dargestellte weitere Elemente
sind dem Fachmann geläufig, beispielsweise aus der
EP 0 133 462 B1.
Die Vorrichtung weist zunächst einen Kettenförderer auf,
der im dargestellten Ausführungsbeispiel in parallelem Ab
stand zueinander drei umlaufende Ketten 6a, 6b und 6c um
faßt. Auf diesem Kettenförderer ist ein auf einer Palette 1
angeordneter Gutstapel 2 derart angeordnet, daß an der Pa
lettenunterseite im Abstand zueinander unter Ausbildung von
Nischen 5 angeordnete Holme 1a, 1b, 1c jeweils auf den Ket
tenbahnen 6a, 6b, 6c aufliegen.
Die Vorrichtung weist darüber hinaus vertikal anhebbare und
horizontal ausfahrbare Profilierelemente auf, die im darge
stellten Ausführungsbeispiel jeweils zwischen den Ketten
bahnen 6a, 6b bzw. 6b, 6c angeordnet sind. Diese Profilier
elemente weisen für jede Nische 5 der Palette 1 jeweils
zwei in den beiden Randbereichen der Palette (Fig. 2) ange
ordnete, vertikal bewegliche Andrückplatten 8 auf, an denen
horizontal ausfahrbar Eckandrückwinkel 9 angeordnet sind.
Dabei sind die Andrückplatten 8 in Ruhestellung zwischen
den Kettenbahnen 6a, 6b, 6c unterhalb der Oberkante der
Kettenbahnen abgesenkt angeordnet und lassen sich mittels
geeigneter, beispielsweise pneumatischer Hubelemente verti
kal bis zur Oberkante der Nischen 5 einer auf dem Ketten
förderer befindlichen Palette 1 bewegen, während die hori
zontale Verschiebbarkeit der Eckandrückwinkel 9 so ausge
legt ist, daß sich die Eckandrückwinkel 9 an die betreffen
den Eckkanten der Nischen 5 an den Holmen 1a bzw. 1c anle
gen können, wie dies in Fig. 4 dargestellt ist.
Die Vorrichtung weist darüber hinaus an den beiden quer zur
Förderrichtung des Kettenförderers ausgerichteten Seiten
des Gutstapels 2 jeweils ein mit 10 angedeutetes Andrück
element auf, welches beispielsweise als um eine Horizontal
achse verschwenkbare, in Längsrichtung variable Kolben-/Zy
lindereinheit ausgebildet ist, die in der Lage ist, gegen
die jeweilige stirnseitige Endfläche des Mittelholmes 1b
der Palette 1 zu drücken, und zwar auch dann, wenn die Pa
lette 1 mit dem Gutstapel 2 über das Niveau des Kettenför
derers angehoben bzw. freigestellt wird (Fig. 3).
Darüber hinaus weist die Vorrichtung in bekannter Weise ei
nen in Vertikalrichtung entlang eines nicht dargestellten
Vorrichtungsgestells verfahrbaren Schrumpfrahmen 7 auf, mit
dem Heißluft oder ein anderes Heißgas bzw. Heißgasluftge
misch entlang der Höhe des Stapels auf den Stapel aufge
bracht werden kann.
Der Verfahrensablauf mit einer erfindungsgemäßen Vorrich
tung ist der folgende:
Zunächst wird gemäß der Darstellung in Fig. 1 ein auf einer
Palette 1 befindlicher Gutstapel 2 mit einer Schrumpffo
lienhaube 3 überzogen mit dem Kettenförderer in die Vor
richtung eingefahren. Grundsätzlich ist es hier auch mög
lich, daß die Schrumpffolienhaube 3 in bekannter Weise in
derselben Vorrichtung über den Gutstapel 2 gezogen wird,
worauf es hier nicht näher ankommt.
Die Schrumpffolienhaube 3 ist dabei so bemessen, daß der
untere Haubenrand 4 über die Holme 1a, 1b, 1c der Untersei
te der Palette 1 nach unten hervorsteht, so daß ein nach
folgendes Unterschrumpfen der Schrumpffolienhaube 3 unter
den Gutstapel bzw. die Palette 1 möglich ist. Dabei wird
vorzugsweise beim Einfahren der Palette 1 mit einem nicht
dargestellten, umstellbaren Saug-/Druckventilator gesaugt,
um den unteren Haubenrand 4 unter die Palette 1 zu legen.
Erkennbar (Fig. 1) hängt somit aufgrund des Übermaßes der
Schrumpffolienhaube 3 der untere Haubenrand 4 über die Un
terseite der Holme 1a, 1b, 1c der Palette 1 nach unten her
vor. Vor dem Schrumpfvorgang wird nun die Palette 1 leicht
angehoben und die Andrückelemente 10 werden ausgefahren und
drücken den im Bereich der stirnseitigen Enden des Mittel
holmes 1a befindlichen unteren Haubenrand 4 fest gegen die
Enden des Mittelholmes 1b. Um hier eine feste Anlage zu ge
währleisten, kann vorgesehen sein, daß die Andrückelemente
10 ein dornförmiges Endstück aufweisen, welches den ent
sprechenden Haubenbereich durchdringt und in den üblicher
weise aus Holz bestehenden Mittelholm 1b leicht eindringt.
In dieser Position der Andrückelemente 10 wird nun kurzzei
tig der Ventilator betätigt und kurzzeitig in die Haube 3
geblasen.
Dann werden die Profilierelemente (die insgesamt vier An
drückplatten 8 mit horizontal eingefahrenen Eckandrückwin
keln 9) vertikal so weit nach oben gefahren, daß sich die
im Bereich der Nischen 5 nach unten hervorhängenden unteren
Haubenränder 4 etwa im Bereich der Oberkante der Nischen 5
befinden. Darauf wird die Palette 1 mit der Hubeinrichtung
angehoben (etwa 100-150 mm über das Niveau der Oberkante
des Kettenförderers) und es wird kurz mit dem Ventilator
gesaugt.
Anschließend werden die Profilierelemente 8, 9 vertikal wie
derum in die in Fig. 1 dargestellte untere Ruheposition
zwischen die Kettenbahnen 6a, 6b bzw. 6b, 6c zurückbewegt.
In dieser freigestellten Position
wird nun der Schrumpfrahmen 7 in den unteren Bereich des
Stapels 2 bzw. der Palette 1 bewegt und durch Austreten von
Heißluft oder dgl. wird der Schrumpfvorgang gestartet, wo
durch der unter dem Stapel befindliche bzw. im Bereich der
Nischen 5 von den Profilierelementen 8, 9 angehobene und den
Andrückelementen 10 gehaltene untere Folienhaubenrand 4 an
geschrumpft bzw. untergeschrumpft wird. Dabei stellt sich
eine Konfiguration des unteren Haubenrandes 4 ein, wie die
se in Fig. 3 dargestellt ist.
Nachfolgend wird die Palette 1 mit dem Gutstapel 2 mittels
der nicht dargestellten Hubeinrichtung wieder auf den Ket
tenförderer abgesenkt, so daß die Holme 1a, 1b, 1c wieder
auf den Kettenbahnen 6a, 6b, 6c aufliegen und gleichzeitig
die unter der Palette 1 befindlichen Haubenbereiche ein
klemmen. Während dieses Vorganges kann nach wie vor, wie
dies in Fig. 4 dargestellt ist, Heißluft vom Schrumpfrahmen
7 auf den Stapelbereich aufgebracht werden. Dabei bleiben
nach wie vor die Andrückelemente 10 unter Einklemmung des
entsprechenden Haubenbereiches an die stirnseitigen Enden
des Mittelholmes 1b angepreßt, wobei bei der Stapelabsen
kung selbstverständlich die betreffenden Kolben-/Zylinder
einheiten eingefahren werden.
Nach einer gewissen Zeit in der Größenordnung von einigen
Sekunden, was im Einzelfall von den jeweiligen Folieneigen
schaften und Foliendicken abhängt, werden nun die vier An
drückplatten 8 vertikal nach oben verfahren, bis sie an der
Oberkante der Nischen 5 anliegen und dabei entsprechend die
in diesem Bereich befindlichen unteren Haubenränder 4 an
die Oberkanten der Nischen 5 andrücken bzw. profilieren.
Gleichzeitig bzw. nachfolgend werden dann die Eckandrück
winkel 9 horizontal ausgefahren, bis diese zur Anlage an
den betreffenden Nischenecken kommen und demgemäß den unte
ren Haubenrand 4 in diesem Bereich in die Ecken profilie
ren. In dieser in Fig. 4 dargestellten Position der An
drückplatten 8 und Eckandrückwinkel 9 sind nach wie vor die
Andrückelemente 10 fest an den Mittelholm 1b angepreßt.
Nach einer gewissen Zeit von wenigstens einigen Sekunden
werden dann nach erfolgter Profilierung die Eckandrückwin
kel 9 wieder horizontal eingefahren und zusammen mit den
Andrückplatten 8 vertikal nach unten in die Ausgangsposi
tion (Fig. 1) zurückbewegt, gleichzeitig werden die An
drückelemente 10 aus ihrer Andrückposition zurückgegeben.
Erkennbar hat sich der untere Haubenrand 4 dann an die Kan
ten der Nischen 5 angelegt und ragt nicht mehr in den Be
reich der Nischen 5 hinein.
Anschließend oder auch bereits während der Profilierung
wird dann in üblicher Weise der Schrumpfrahmen 7 vertikal
entlang des Stapels nach oben bewegt, um die Schrumpffo
lienhaube 3 vollständig an den Gutstapel 2 anzuschrumpfen.
Claims (7)
1. Verfahren zum Verpacken von palettierten Gutstapeln mit
einer Schrumpffolienhaube, bei dem der Gutstapel mit der
Schrumpffolienhaube derart überzogen wird, daß der untere
Haubenrand nach unten über die wenigstens zwei Nischen bil
dende Holme aufweisende Palettenunterseite vorsteht, wobei
der untere Haubenrand dann in freigestelltem Zustand des
Gutstapels wenigstens teilweise unter die Palettenunter
seite gelegt und durch Aufbringung einer zum Schrumpfen er
forderlichen Wärmemenge untergeschrumpft wird, worauf dann
der geschrumpfte untere Haubenrand im Bereich der Nischen
an die Nischenränder profiliert und der Rest der Schrumpf
folienhaube vollständig an den Gutstapel angeschrumpft
wird,
dadurch gekennzeichnet,
daß der untere Haubenrand vor der Unterschrumpfung außer
halb des Bereiches der Nischen seitlich gehalten und dann
zunächst in die Nischen vorprofiliert wird, und daß dann
der untere Haubenrand geschrumpft und nachfolgend in die
Nischen vollständig nachprofiliert wird und anschließend
Aus der festgehaltenen Lage außerhalb des Bereichs der Ni
schen wieder losgelassen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der untere Haubenrand vor der Freistellung des Gutsta
pels an die beiden Stirnseiten des die beiden Nischen be
grenzenden Mittelholms der Palette angepreßt und beidseitig
im Bereich der Nischen etwa bis zur Oberkante der Nischen
angehoben und nachfolgend der Gutstapel freigestellt und
der untere Haubenrand untergeschrumpft und der Gutstapel
dann abgesenkt wird und daß danach der untere Haubenrand im
Bereich der Nischen an die Nischenränder profilierend ge
drückt wird und nachfolgend von der beidseitigen Andrückung
an den Mittelholm freigegeben wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Nachprofilierung der Haubenunterseite an die Ni
schenränder erst mit Verzögerung nach der Absenkung des
Gutstapels erfolgt.
4. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Nachprofilierung des unteren Haubenrandes an die
Nischenränder und die gleichzeitige Andrückung an den
Mittelholm über eine gewisse Zeitdauer aufrechterhalten
wird.
5. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch
1, 2, 3 oder 4 mit einem Kettenförderer, einer Hubeinrichtung
zur Aufnahme eines palettierten Gutstapels, wobei die
Palettenunterseite wenigstens zwei Nischen bildende Holme
aufweist, einem in vertikaler Richtung entlang des Gut
stapels bewegbaren Schrumpfrahmen und mit zwischen den
Ketten des Kettenförderers angeordneten, vertikal anhebbaren
Profilierelementen zum beidseitigen Anheben des unteren
Haubenrandes im Bereich der Nischen und zum profilierenden
Andrücken des beidseitigen unteren Haubenrandes an die
Nischenränder,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Profilierelemente für jede Nische (5) jeweils we
nigstens eine vertikal bewegliche Andrückplatte (8) aufwei
sen, an welcher ein horizontal beweglicher Eckandrückwinkel
(9) angeordnet ist, und daß in Horizontal- und Vertikal
richtung bewegliche Andrückelemente (10) zum beidseitigen
Andrücken des unteren Haubenrandes an den jeweiligen Mittel
holm (1b) vorgesehen sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß für jede Nische (5) der Palette (1) zwei jeweils im
Randbereich der Palette (1) angeordnete Andrückplatten (8)
mit Eckandrückwinkeln (9) vorgesehen sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Andrückelemente (10) mit einem dornenförmigen End
stück versehen sind.
Priority Applications (1)
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| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
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