DE438871C - Zeitmessverfahren mit einem Kurzzeitmesser, der zu Beginn der Messung in Gang und am Ende der Messung wieder ausser Gang gesetzt wird - Google Patents

Zeitmessverfahren mit einem Kurzzeitmesser, der zu Beginn der Messung in Gang und am Ende der Messung wieder ausser Gang gesetzt wird

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DE438871C
DE438871C DEB114416D DEB0114416D DE438871C DE 438871 C DE438871 C DE 438871C DE B114416 D DEB114416 D DE B114416D DE B0114416 D DEB0114416 D DE B0114416D DE 438871 C DE438871 C DE 438871C
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    • G01S1/00Beacons or beacon systems transmitting signals having a characteristic or characteristics capable of being detected by non-directional receivers and defining directions, positions, or position lines fixed relatively to the beacon transmitters; Receivers co-operating therewith
    • G01S1/72Beacons or beacon systems transmitting signals having a characteristic or characteristics capable of being detected by non-directional receivers and defining directions, positions, or position lines fixed relatively to the beacon transmitters; Receivers co-operating therewith using ultrasonic, sonic or infrasonic waves

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Description

  • Zeitmeßverfahren mit einem Kurzzeitmesser, der zu Beginn der lgessung in Gang und am Ende der Messung wieder außer Gang gesetzt wird. Bei Zeitmeßverfahren ist es allgemein üblich, zu Beginn der Zeitmessung eine Meßvorrichtung, z. B. einen Kurzzeitmesser, durch die auf ein Mikrophon einwirkenden Schallwellen bei Echolotungen oder durch die Beschleunigungskräfte des Geschosses beim Messen von Geschoßgeschwindigkeiten in Gang treten zu lassen. Bei Beendigung der :Messung wird dann der Kurzzeitmesser in derselben Weise selbsttätig wieder außer Gang gesetzt. Es gibt aber z. B. bei sehr schwachen Schallwellen eine Grenze, bei der (-las Außergangsetzen nicht mehr zuverlässig erfolgt, so daß sich leicht fehlerhafte Messungen ergeben. Ein solcher Fall kann beispielsweise beim Erloten großer Meerestiefen mittels des Echolotes eintreten. Hierbei reicht zwar die Stärke des zu Anfang der Lotung abgegebenen Signales aus, um den Kurzzeitmesser in Gang zu setzen, dagegen sinkt von einer gewissen Tiefe ab, selbst bei Benutzung eines Knalles als Schallquelle, die Stärke des Echoschalles in die Größenordnung der gewöhnlichen Schiffsgeräusche (Motoren-oder Schraubengeräusche) zurück, und dann ist selbst bei Anwendung eines besonders empfindlich abgestimmten Übertragungsrelais ein selbsttätiges Stillsetzei des Kurzzeitmessers am Ende der Messung in Frage gestellt. ähnlich verhält es sich bei Meßvorgängen, deren Beendigung, wie dies z. B. auf See vorkommt, durch den Farbenwechsel eines Lichtsignales angezeigt wird. Auch hier ist ein selbsttätiges Außergangsetzen des Kurzzeitmessers mit den bis jetzt bekannten technischen Mitteln nicht möglich. Es sei nun hier wiederum das Beispiel der Echolotung herausgegriffen, tun zu zeigen, daß und auf welche Weise auch in solchen Fällen die Möglichkeit besteht, zeitgenaue Messungen auszuführen. Benutzt man nämlich bei Echolotungen auf großen Tiefen wie üblich einen Knall oder Ton, so vermag das menschliche Ohr das Echo auch dann noch mit Sicherheit wahrzunehmen, wenn seine Stärke so gering geworden ist, daß ein selbsttätiges, mechanisches Stillsetzen des Kurzzeitmessers nicht mehr möglich ist. Selbst die vorhandenen Schiffsgeräusche verhindern dies nicht, weil deren Einwirkung auf das Ohr sich von der des Echoschalles durch geeignete Wahl des Lotsignales (Art und Klangfarbe) für den Beobachter deutlich unterscheidet. Diese Tatsache wird der Erfindung gemäß benutzt derart, daß der den Meßvorgang ausführende Beobachter das zurückkehrende Echo abhört und den selbsttätig begonnenen Lauf des Kurzzeitmessers z. B. durch Öffnen oder Schließen eines elektrischen Kontaktes von Hand oder auf sonst welche Weise im Augenblick der Wahrnehmung des Echoschalles beendet. Dieser Vorgang greift zurück auf das Grundprinzip des an sich bekannten und wohl ältesten Echolotverfahrens mittels einer Stoppuhr, das aber seiner offensichtlichen Ungenauigkeit wegen, wie noch näher erläutert werden wind, in der praktischen Schiffahrt nicht verwendet werden kann. Neu ist im Vergleich damit, däß im vorliegenden Falle die Anwendung dieses Verfahrens nur einmal, nämlich zur Beendigung rler selbsttätig begonnenen Messung, angewendet wird. In dieser neuen Form aber kann das Verfahren praktisch mit Vorteil Verwendung finden.
  • DieV erwendung einer Stoppuhr zum Echoloten gibt, wie gesagt, ungenaue Werte. Um eine Stoppuhr auf ein Signal hin in oder außer Gang zu setzen, braucht ein Beobachter erfahrungsgemäß etwa dicZeit von % Sekunde. 11, Sekunde entspricht aber bei einer Echolotung im Wasser, d. h. bei einer Schallgeschwindigkeit von etwa t 5oo m pro Sekunde, schon einem Tiefenfehler von etwa r So m. Selbst wenn es ,durch Übung gelänge, diesen persönlichen Fehler des die Stoppuhr Bedienenden noch etwas herabzudrücken, so wäre ein solche Lotung bei einer Wassertiefe von 5oo m schon nicht mehr brauchbar. Bei kleineren Wassertiefen würde der gemachte Fehler bald ein Vielfaches der überhaupt vorhandenen Wassertiefe betragen. Abgesehen hiervon tritt bei kleinen Tiefen noch ein anderer Umstand hinzu, der die bloße Anwendung der Stoppuhr unmöglich macht. Es soll beispielsweise eine Tiefe von roo m - an sich schon eine beachtliche Tiefe - mit der Stoppuhr gelotet werden. Die Echozeit für roo m beträgt rund li-; Sekunde. Bei der Ausführung dieses Verfahrens müßte also der Beobachter zu Beginn dieser % Sekunde und am Ende derselben jedesmal eine Einwirkung auf die Stoppuhr zwecks In- und Außergangsetzens ausführen. Dies ist aber ausgeschlossen, weil man selbst bei großer Übung mindestens M, Sekunde Zeit braucht, um überhaupt zwei Bewegungen unmittelbar hintereinander auszuführen. Die geringste Zeitangabe würde an sich also schon größer ausfallen, als einer Tiefe von roo an entspricht. Hierzu kommt weiter der Umstand, daß das menschliche Ohr zwei aufeinanderfolgende akttstische Signale, von denen das erste stärker ist als das zweite (Knall, Echoschall), infolge Ermüdung erst dann getrennt für sich wahrzunehmen vermag, wenn eine gewisse Zeit zwischen ihnen verstrichen ist.
  • Hier bringt nun das neue Echolotverfahren Abhilfe, indem es die Zeitmessung durch selbsttätiges IngangsetzendesKurzzeitmessers beginnen läßt, und das Abhören nur einmal, nämlich am Ende der Messung, vorsieht, wodurch diese aus einer nicht zu ändernden Eigenschaft des menschlichen Ohres sich ergebende Schwierigkeit beseitigt wird. Dabei kann man durch das bei Echolotungen an sich bekannte Mittel der Abschirmung (wenn nötig, unter gleichzeitiger Benutzung einer Abschaltung oder Abbremsung des Echoempfängers bis kurz vor Echorückkehr) das Ohr vor der Einwirkung der direkten Schallwellen schützen, und zwar vollständig oder doch so, daß es durch das Echo stärker beeinflußt wird als durch den unmittelbaren Schall. Das neue Verfahren unterscheidet sich also grundsätzlich und vorteilhaft von den bekannten Loten mittels Stoppuhr und ergänzt zugleich in erwünschter Weise den Verwendungsbereich de.sLotver fahrvns :mittels eines bei Beginn der Messung selbsttätig in Gang und durch das Echo selbsttätig wieder stillgesetzten Kurzzeitmessers. Es gestattet ferner insbesondere z. B. die Durchführung von Entfernungsmessungen, die aus den eingangs erwähnten Gründen bisher nicht ausführbar waren. So wird es auf diese Weise möglich, bei Tiefseelotungen, bei denen die Energie des Echoschalles zu schwach ist, um den Kurzzeitmesser selbsttätig stillzusetzen, die Messung mit Erfolg zu beenden; und .das neue Verfahren gestattet endlich, auch eine Messung durchzuführen, deren Ende durch ein entferntes Lichtsignal kenntlich gemacht wird, indem der Beobachter nach dem neuen Verfahren bei Wahrnehmung des Lichtsignals den Kurzzeitmesser von Hand stillsetzt. ' Ein großer Vorteil des beschriebenen Lotverfahrens liegt noch darin, daß es auf diese Weise möglich wird, -mit verhältnismäßig schwachen Schallquellen auszukommen; denn die Schallquelle braucht ja gerade nur so stark zu sein, daß das selbsttätige Ingangsetzen des Kurzzeitmessers gewährleistet ist und der Echoschall dem Ohre noch hörbar ist. Man kommt also selbst bei sehr großen Tiefen noch mit verhältnismäßig schwachen und daher billigen Lotpatronen aus, und unter Umständen genügt sogar ein kräftiger Hammerschlag gegen die Bordwand, so daß bis zu gewissen Tiefen das immerhin kostspielige Abfeuern von Lotpatronen ganz erspart bleiben kann. Während -inan z. B. bei selbsttätiger In- .und Außergangsetzung des Kurzzeitmessers mit einer Patrone von 2 g Pulverladung bis- etwa roo m loten kann, ist nach vorliegendem -Verfahren für das Loten einer vierzigmal so großen Tiefe von 4ooo m nur eine Patrone von vierfacher Stärke, d. h. von 8 g Pulverladung, notwendig.
  • Dem beschriebenen Verfahren haftet aber der -Nachteil an, daß die von der Meßv orrichtung, z. B. dem Kurzzeitmesser, angegebene Echozeit um den Betrag des »persönlichen Fehlers«, d. h. um diejenige Zeitspanne zu groß ist, die der Beobachter braucht, um von dem Augenblick der Wahrnehmung des Echos an die Beendigung der Zeitmessung wirklich herbeizuführen, also beispielsweise den erwähnten elektrischen Kontakt wirklich zu öffnen oder zu schließen. Die Größe dieses persönlichen Fehlers ist nicht nur bei den verschiedenen Personen ganz verschieden, sondern unterliegt auch bei ein und derselben Person zu verschiedenen Zeiten, je nach dein vt)rlierrsclieii#leil Geinütszustande, großen .Schwankungen, j e nachdem, ob der Beobachter frisch oder ermüdet, ruhig oder aufgeregt ist, oh er unter Seekrankheit leidet, nüchtern ist oder Alkohol zu sich genoininc:n hat; ja sogar vor und nach einer -Mahlzeit wird deutlich eine andere Größe dieses persönlichen Fehlers feststellbar sein. Die Größe des liers;inlicheli Fehlers wird auch rlavon abhängen, ob die Aufmerksamkeit des Beobachters noch anderweitig in Anspruch gelloillinen ist, in-leill bei der Beobachtung Noobeneindrücke irgendwelcher Art, z. B. akustischer oder optischer Natur (,Schraubengeräusche ti. dgl.), auf ihn einwirken, und nicht zuletzt wird auch die Stärke (los Echos selbst einen Einfluh auf die Fehlerruße besitzen. denn ein starkes. kurzes Echo wirkt erfahrungsgemäß genauer auf das Ohr ein als ein schwaches Echo.
  • Das neue Verfahren ist deshalb der Erfindung gemäß weiter durch Anordnungen ergänzt, urn möglichst gleichzeitig finit rler Tiefenmessung oder unmittelbar vor oder nach der -Messung oder besser noch vor und nach der -Messung und bei langdauernden Messungen vielleicht auch noch während der Messung den persönlichen Fehler des Beobachters, uni den der Beobachter die Zeitniessung zu spät beendet, ziffernmäßig mitzubestimmen, um ihn bei dem Ergebnis der Lotung sofort berücksichtigen zu k;>nnen. Man wird natürlich das beste Ergebnis dann erhalten, wenn man die Fehlerbestimmung bei jeder Lotung sofort mitausführt. Nur wenn die Begleitumstände, unter denen mehrere Lotungen ausgeführt werden, einmal ganz gleichartig sind, so rlaß eine :liiderung des persönlichen Fehlers nicht anzunehmen ist, kann auch eine Reihe voll Lotungen hintereinander ausgeführt «-enden, ohne daß die Fehlerbestimmung bei jeder einzelnen Lotung sofort mitzuerfolgen braucht. Das Loten nach dem neuen Verfahren und die Bestimmung des persönlichen Fehlers geschieht am einfachsten unter -Verwendung eines auch sonst zu Zeitmessungen benutzten Kurzzeitmessers, der zu dieseln Zwecke mit zusätzlichen Einrichtungen versehen werden muß. Um die Einwirkung des Beobachters auf den Kurzzeitmesser zu ermöglichen, muß finit dein Empfangsmikrophon für das Echo eile Teleplionhörer verbunden sein, finit dessen Hilfe der Beobachter (,las allkommende Echo wahrzunehmen vermag. Sodann muß in den Stromkreis der Kurzzeitniesserbrense ein Kontakt eingeschaltet werrlen, mit dessen Hilfe der Beobachter den Stromkreis der Bremse öffnen kann. Da es dabei darauf ankommt, daß dieses voll Hand zu bewirkende Öffnen des Kontaktes, bei dein der persönliche Fehler des Beobachters in ri.ie I@rscheinung tritt, so zeitgellall tlll.rl kurz wie irgend möglich vor sich geht, so muß dieser Kontakt äußerst handlich und bequem zu be-:lienen sein. Als besonders zweckmäßig hat es sich dabei er-,viesen, den Kontakt in der in _11>1>. 8 dargestellten Weise in einem Gehäuse von der Form einer Mehrladepistole unterzubringen. Diese Kontaktpistole, die mit drei Kontaktstellen 26, 22, 23 ausgerüstet ist, kann mittels rles Kabels 25 in den Stromkreis det-Kurzzeitinesserbreinse eingeschaltet werden. Der- erste Kontakt 26 dient als Hauptschalter 1.t11:1 bewirkt beim Umfassen des Pistolenkolbens, finit rler rechten Hand niedergedrückt, rlas Eiliscli2tlten rles Pistolenkontaktes in den Stromkreis der Bremse. Der Kontakt 22 bewirkt, in.it rleln Daumen niedergedrückt, das Abfeuern des Lotsignales, während der Beobachter mittels des als Abzugshebel ausgebilrIeten dritten Kontakts 23 mit dem Zeigefinger den Stromkreis der Kurzzeitniesserbremse öffnen und die Bremse zum Einfallen bringen kann. Uin diesen Kontakt 23, auf dessen zeitgemäße Bedienung es ankommt, so empfindlich wie möglich zu machen, wird er zweckmäßig mit einem sogenannten »Stecher« versehen, wie er bei Jagdgewehren üblich ist. Es genügt dann die leiseste Berührung des Kontaktes, um den Kurzzeitmesser sofort stillzusetzen. Diese Einrichtung ist also geeignet, den persönlichen Fehler zu verringern. Das Laufende des pistolenartigen Gehäuses ist als Kugel 24 ausgebildet. Sie dient dazu, die Kontaktpistole mit der linken Hand zu stützen, so daß der Finger der rechten Hand die Kontakte in bequemer und sicherer Weise abziehen und niederdrücken kann.
  • Das Loten geht hiernach in der Weise vor sich, daß der Beobachter die Kontaktpistole in die rechte Hand nimmt und das zweckmäßig als Kopfhörer ausgebildete Abhörtelephon mit dem Ohr in Verbindung bringt. Hierauf schaltet er durch festes Umfassen des Pistolengriffes rlen Pistolenkontakt 26 in den Stromkreis der Kurzzeitinesserbrem.se ein und feuert nach Bedienen des Stechers 23, wenn sonst alles zum Loten klar ist, den Lotschuß durch Niederdrücken des Kontaktes 22 mit dem Daumen der rechten Hand ab. Durch die Einwirkung des Lotschus.ses auf das Abrangsmikrophoil wird in bekannter Weise das Kurzzeitmesserrad in Gang gesetzt und beginnt seinen Lauf. Hierauf achtet der Beobachter gespannt auf die Ankunft des im Telephon hörbaren Echos und beendet bei dessen Eintreffen durch rasches Durchreißen des Abzugbügels 23 der Pistoleneinrichtung die Lotung. Das Kurzzeitmesserrad bleibt dann stehen, und sein Zeiger zeigt die Lotung an der Skala all. Unmittelbar anschließend oder auch schon vor Beginn der Lotung stellt nun der Beobachter seinen persönlichen Fehler fest. Dies wird ebenfalls mit dem bei der Lotung benutzten Kurzzeitmesser bewirkt, .und zwar muß der Kurzzeitmesser durch Umlegen eines Hebels so geschaltet werden und angeordnet sein, daß sofort beim Ingangkommen eine Unterbrechung des Abgangsmagneten und gleichzeitig im Abhörtelephon ein Knacken hervorruft, dem man nach Möglichkeit gleiche Stärke und Klangfarbe gibt, wie das wirkliche Echo sie besitzt. Um beim Abhören dieses künstlichen Echos die Verhältnisse den wirklichen so ähnlich wie möglich zu machen, wird man dabei den wirklichen Echoempfänger in den Stromkreis des Abhörtelephons mit einschalten, so daß der Beobachter bei der Fehlerbestimmung die störenden Schiffsgeräusche genau wie vorher mit wahrnimmt. In dem Augenblick nun, in dein der Beobachter dieses künstliche Echo hört, betätigt er genau wie vorher bei der Lotung nach vorherigem Stechen den Abzugsbügel 23 und setzt das Kurzzeitme:sserrad still. Würde dabei der Beobachter - was in Wirklichkeit natürlich @ nicht vorkommt - keinen persönlichen Fehler haben, so müßte der Zeiger des Kurzzeitmessers die Meerestiefe Null anzeigen. Da der Beobachter aber den Kontakt 23 stets mit einer gewissen Verzögerung, also zu spät, betätigt, so bleibt der Zeiger auf dem Zeitwerk stehen, um den der von Hand betätigte Kontakt zu spät geöffnet worden ist. Dieser persönliche Fehler ist erfahrungsgemäß verhältnismäßig groß und entspricht durchschnittlich etwa einer angezeigten Wassertiefe von 8o m. In manchen Fällen wird es besondere Vorteile bieten, wenn man zur Bestimmung des Fehlers einen an sich bekannten Kurzzeitmesser mit Kontrollvorrichtung benutzt, und zwar so, daß im Augenblick der Betätigung des Kontrollkontaktes ein Knacken im Telephon hörbar wird, auf welches hin der Beobachter den Kurzzeitmesser außer Gang setzt. Der gemessene Fehler gibt sich hierbei als Differenz zwischen einer Kontrollmessung und der Messung am Kurzzeitmesser, wobei man bei der Kontrollmessung den Kontrollkontakt vorher wieder in den Stromkreis der Kurzzeitmesserbremse einzuschalten hat. Dieses Verfahren ist besonders zur Fehlerbestimmung geeignet, wenn sie der Beobachter ohne Hilfe einer zweiten Person ausführen muß. Dadurch, daß bei Zuziehung der Kontrollvorrichtung nicht durch die Ingangsetzung des Kurzzeitmessers, sondern durch die Betätigung des Kontrollkontaktes das künstliche Echo im Telephon erzeugt wird, gewinnt der Beobachter Zeit, sich zu sammeln und entgeht der Versuchung, die Einwirkung zur Beendigung der Messung schon gleichzeitig mit der Ingangsetzung des Geräts vorzunehmen.
  • Will man bei der Bestimmung des persönlichen Fehlers möglichst sicher gehen, so kann dies z. B. in der Weise geschehen, daß man unter Verwendung besonders starker Knallpatronen eine Echolotung mit selbsttätiger In-und Außergangsetzung des Kurzzeitmesserr ades bewirkt und gleichzeitig damit eine Lotung an einem zweiten Kurzzeitmesser nach dem neuen Verfahren vornimmt. Man kann aber auch bei auf der Karte als gleichbleibend angegebener Tiefe diese beiden Lotungen an demselben Kurzzeitmesser kurz hintereinander vornehmen. Ein Vergleich der Jedesmal erzielten zwei Lotergebnisse ergibt einwandfrei die wirkliche Größe des gemachten persönlichen Fehlers,- der in Zeitmaß oder in Tiefenmaß ausgedrückt sein kann.
  • Bei andersartigen Messungen, bei denen, wie eingangs als Beispiel angeführt, die Messung auf ein Lichtsignal hin (z. B. Wechsel von grün und rot) beendet werden soll, verfährt man entsprechend.
  • Ein Weg, um einen möglichst kleinen persönlichen Fehler zu bekommen, ist der, daß man den Kurzzeitmesser durch eine Mehrzahl von Beobachtern stillsetzen läßt. Hierbei muß die Zeitmeßvorrichtung so eingerichtet sein, daß nur derjenige Beobachter, dessen Einwirkung zuerst erfolgt, das Zeitmeßgerät außer Gang setzt. Alle Beobachter werden also hier bestrebt sein, richtig aufzupassen und die Messung möglichst zeitgenau zu beenden. Dieses Verfahren bietet de1 Vorzug, daß die einzelnen Beobachter sich bezüglich der rechtzeitigen Einwirkung gegenseitig überwachen, auch in der Richtung, ob die Einwirkung auf das richtige oder auf ein durch Verwechslung falsches Lautzeichen hin erfolgte. Wird hierbei ein Kurzzeitmesser verwendet, der, statt anzuzeigen, eine Niederschrift in Form einer Kurve auf berußtem Papier oder auf photographischem Wege ausführt, so muß dieser so eingerichtet sein, daß auf dem fortlaufenden Registrierband die Einwirkungen aller Beobachter erkennbar sind. Unter Umständen kann es zweckmäßig sein, und eine Verringerung des persönlichen Fehlers zur Folge haben, wenn der Beobachter das Stillsetzei des Kurzzeitmesserrades nicht von Hand, sondern auf akustischem Wege bewirkt, indem er z. B. laut gegen ein Mikrophon ruft und in diesem eine Widerstandänderung hervorruft, die dann ihrerseits auf elektrischem Wege zum Öffnen des Kontaktes und zum Stillsetzei des Kurzzeitmessers führt. Auch ein mit einem verschiebbaren Kolben versehenen und durch Hineinblasen zu betätigender Mundkontakt kann angewendet werden.
  • Um bei Messungen langer Zeiten eine Ermüdung des Ohres durch langes Warten auf (las Echo zu vermeiden, wird man zweckmäßig kurz vor Beendigung der Messung, also z. B. kurz vor dem Eintreffen des Echos, ein Vorsignal geben, auf welches hin der Beobachter seine Aufmerksamkeit besonders anspannt. Bei Echolotungen wird man ein solches Vorsignal selbsttätig von der 1Ießvorrichtung abgeben lassen, am besten dadurch, daß in dem Beobachtungstelephon ein anders geartetes Knacken hörbar wird, wobei man die Abgabezeit des Vorsignals entsprechend der vermuteten Tiefe einstellt. Statt dessen kann man auch ein optisches Vorsignal (Aufleuchten einer Lampe usw.) benutzen.
  • Da die Erzeugung eines bloßen Tones von genügender Kraft an Bord eines sich in Fahrt befindlichen Schiffes schwierig ist, ein Ton aber anderseits inmitten der Schiffsgeräusche besser erkennbar ist als ein Knall, so kann erfindungsgemäß so verfahren werden, daß unmittelbar in der Nähe eines Klangkörpers (Glocke oder Klangplatte) ein Knall erzeugt wird, der den Klangkörper mit in Schwiiigung versetzt. Man erhält dadurch einen Knall, der scharf einsetzt und augenblicklich an einem Ton gefolgt wird, d. 1i. ein Schallgebilde, das die Vorzüge eines Knalles mit denen eines Tones vereinigt. Dadurch wird die Unterscheidung eines solchen Klanggebildes inmieen lauter -N ebergeräusche besonders leicht. Der scharfe Einsatz des Knalles gestattet dabei dem Beobachter, die Zeitmeßvorrichtung sehr zeitgenau zu bedienen. Man kann eine derartige Gebervorrichtung in die Bordwand einbauen, sie über Bord hängen oller sie sonstwie zu Wasser bringen. Zur Erzeugung der gleichzeitigen Knall- und Tonwirkung kann man sich z. B. eines Gewehres oder einer Patrone bedienen, die mit einer Glocke verbunden sind. Zwei Ausführungsmöglichkeiten eines derartigen Gebers zeigen die Abb. i und z, bei denen in einem glockenartigen Körper Knallpatronen mit Brennzünder angeordnet sind. Statt dessen kann auch die Patrone selbst ganz. oder teilweise ausgebildet sein wie ein Klangkörper, so daß gleichzeitig mit dem Knall selbsttätig ein Ton hervorgerufen wird. Die Ausbildung -derartiger, einen Knall und einen Ton erzeugender Geberpatronen ist auch noch so möglich, (laß man die bei der Verbrennung des Pulvers sich bildenden Gase beim :\.usströmen ein pfeifendes Geräusch hervorbringen läßt. Dabei kann man die Patrone so ausbilden, daß diesem Geräusch am Ende ein Knall folgt, wobei der eine Satz zweckmäßig den anderen zur Entzündung bringt. Bei dieser Art von Lotsignalen kann der Ton zugleich als Vorsignal dienen für den darauffolgenden, die Messung beendenden Knall. Man kann weiter die Patrone auch so ausbilden, daß sie einen Hohlraum besitzt, der mit Druckgas gefüllt und verschlossen ist und neben dem ein Knallsatz angeordnet ist, der durch seine Zerknällung eine Öffnung freilegt oder schafft, in welcher die austretenden Gase ein pfeifendes Geräusch erzeugen, wobei in der Ausströmeöffnung zur Steigerung der Kraft des Tones eine besondere Pfeife oder Sirene vorgesehen sein kann. Bei Benutzung solcher Patronen wird es für Echolotungen vorteilhaft sein, wenn man sie mit einem Zeitzünder versehen ins Wasser wirft, da alsdann besondere Zündkabel und ähnliche Vorrichtungen entbehrlich werden.
  • Die beschriebene Vorrichtung kann auch dazu benutzt werden, um die Eignung des Schiffspersonals zur Ausführung von Ohrlotungen zu prüfen. In diesem Falle verfährt der Prüfende, z. B. der Kapitän, in der Weise, ciaß er das künstliche Lotsignal erzeugt und daß auf dieses hin der Prüfling die Zeitmeßv orrichtung außer Gang setzt. Durch mehrfache Wiederholung dieser Prüfung wird man leicht entscheiden können, ob der Prüfling überhaupt zur Ausführung von Ohrlotungen geeignet ist oder vielleicht nur vorübergehend (z. B. nach Alkoholgenuß) dazu außerstande ist.
  • Zweckmäßig ist es auch für den Kapitän, sei es der augenblicklichen Wichtigkeit einer Lotung wegen, sei es, um den Beobachter zu kontrollieren, zu solchem Zweck in folgender Weise zu verfahren. Sowohl der Beobachter, in diesem Fall der Kapitän, wie die zu kontrollierende Person benutzen bei der vorzunehmenden Lotung je ein getrenntes Teleplion, dabei wird in beiden Telephonen gleichzeitig das Echo hörbar. In dem Augenblick nun, in dem der Beobachter die Messung beendet, wird im Telephon der Kontrollperson ein Knacken hörbar. Diese vermag sich daher ein Urteil darüber zu bilden, einmal ab der Beobachter wesentlich tu früh oder zu spät auf die Meßv orrichtung eingewirkt hat, dann aber, ob vielleicht das Echo vom Prüfling mit einem falschen Signal oder einer Störung verw echselt wurde, da im Kontrolltelephon auch dann noch das Echo hörbar wird, wenn der Beobachter durch Verwechselung auf ein anderes Signal hin die Zeitmeßvorrichtung bereits außer Gang gesetzt hatte.
  • Das neue Zeitmeßverfahren in seiner Anwendung auf Echolotungen, das, wie oben erwähnt, geeignet ist, den Meßbereich eines gewöhnlichen Lotgeräts bis auf die großen Tiefen zu erweitern, gestattet nun, ein Zeitn ießgerät zu hauen, ' mit welchem man von den kleinsten bis zu den größten Tiefen loten kann, und zwar, soweit kleine Tiefen in Betracht kommen, dadurch, daß das Echo selbsttätig den- Kurzzeitmesser außer Gang setzt, während man bei größeren Tiefen nach Umschalten das Gerät mittels des Ohrlor.-verfahrens von Hand stillsetzt. Die Einrichtung eines solchen Gerätes ist in Abb. 3 und d. dargestellt. Es kennzeichnet sich äußerlich dadurch, daß es drei Skalen a; b und c (Abb. ¢) besitzt, von denen a und b auswechselbar und für das betreffende Schiff in Tiefenmeter geeicht sind. Auf diesen beiden Skalen spielen Lichtzeiger, die von zwei elektrischen Lampen ,ausgehend durch auf der Achse des Kuräzeitmesserrades i sitzende Spiegel 17, 18 zurückgeworfen werden. Man wird diese Skalen vorteilhaft sö einrichten, daß man einen möglichst großen Skalenteil j e Meter Wassertiefe erhält, um bei kleinen Tiefen ein möglichst genaues Latergebnis zu erzielen. Die eine der Skalen kann außerdem mit einer besonderen Teilung zur Ablesung der Fehlerbestimmung versehen sein, wenn man es nicht vorzieht, sie nur zu diesem Zwecke zu verwenden. Außerdem besitzt das Gerät eine Skala c, an welcher eine Gradteilung sichtbar ist. An dieser läßt sich die Winkelverdrehung des Kurzzeitmeßrades ablesen, das als eine mit Teilung versehene Glasscheibe 16 ausgebildet ist. Zur Beleuchtung der Gradteilung der Scheibe 16 dient eine kleine Lampe ig; die Gradteilung selbst wird unter Benutzung eines Objektivs 2o und eines Spiegels 21 auf (las Mattscheibenfenster c geworfen: Die Skala c, an der in Graden jede Winkelverdrehung des Systems abgelesen werden kann, soll in der Hauptsache erst dann benutzt werden, sobald eine Ablesung an den Skalen a und b zufolge zu großer W inkelv erde ehung nicht mehr möglich ist.. Sie ist in der Hauptsache für die Ausführung von Ohrlotungen auf großen Tiefen bestimmt. Gleichzeitig wird man einen solchen Kurzzeitmesser in der oben beschriebenen `;eise mit einem zeitmachenden Kontrollsystem - zusammenarbeiten lassen, um es einerseits bei der Fehlerbestimmung zu benutzen, anderseits es aber mit einer einstellbaren Kontaktvorrichtung und diese mit einem Relais zusammenarbeiten zu lassen, das dazu dient, den Echoempfänger bei Echolotungen aus den schon erwähnten Gründen der Abschirmung erst eine bestimmte Zeit nach Signalabgabe in den Stromkreis der Kurzzeitmesserbremse und in den- Telephonstromkreis des Beobachters einzuschalten.
  • In Abb. 5 und 6 ist eine Vorrichtung zur Ausführung des Echolotverfahrens dargestellt, bei der als -Zeitnießgerät eine niederschreibende Vorrichtung benutzt wird. Gerade diese Form von Zeitmeßgeräten ist .aus zwei Gründen sehr praktisch für den Bordbetrieb, nämlich weil sie einmal verhältnismäßig billig herzustellen ist, trotzdem sie mit einer relativ großen Zeitgenauigkeit arbeitet, und außerdem über die ausgeführten Lotungen einen Beleg liefert. Das zu beschreibende Band trägt eine Skala, so daß man, ohne die Anzahl der niedergeschriebenen Schwingungen auszählen zu müssen, das ,Jeßergebnis sofort ablesen kann. Die Skala kann auf den zur Niederschrift benutzten Registrierstreifen mitphotographiert werden oder aufgedruckt sein, je nachdem man eine optische oder mechanische Niederschrift wählt. Statt einer sonst üblichen Stimmgabel wird eine Blattfeder i von einem Magneten 2 gespannt. Sie schreibt, freigegeben, ihre Schwingungen auf einer Schreibfläche 3 durch eine Schreibfeder 4 nieder, wobei sich die Schreibfläche während der Niederschrift in der Richtung des Pfeiles bewegt. Ein Magnet 5 arbeitet mit einem Anker6 zusammen, um einerseits die Schreibfeder 4 mit dem notwendigen Druck, der durch einen Widerstand 7 geregelt werden kann, an der Papierfläche anliegen zu lassen, anderseits aber dient dieser Magnet dazu, bei Eintreffen des Echos die Niederschrift zu unterbrechen. Man kann statt dessen auch auf magnetischem Wege anders auf die Feder einwirken, so daß die Niederschrift irgendeine sichtbare Veränderung erleidet. Man kann auch die Schreibfeder dadurch'abheben, daß man den Magnet Über die Feder setzt. Am zeitgenauesten aber wird eine solche Registrierung dann, wenn man die Schreibfeder aus gespannter Stellung plötzlich fortschnellen läßt. Will man die Schwingungsvorrichtung, die auch in beliebig anderer Weise ausgebildet sein kante, z. B. als ein Schwerkraftpendel, nicht dauernd schwingen lassen, sondern gleichzeitig mit oder durch die Abgabe des Signales in Gang setzen, dann empfiehlt es sich, auch hier die Schwingungsvorrichtung, wenn sie z. B. aus einer Feder besteht, vorzuspannen, und die Niederschrift aus - dieser vorgespannten Stellung beginnen zu lassen. Man erhält so eine recht saubere und immer am gleichen Punkte ohne Anlauf beginnende Niederschrift. Erst dadurch wird es inöb lich, auf die Schreibfläche eine Skala aufzudrucken, die beispielsweise wie in Abb. 6 ,die Tiefenwerte um 5o m steigend aufgedruckt besitzt. Stellt man nun die Schwingungszahl der Feder i so ein, daß eine Schwingung genau der Echozeit für ioo m entspricht, wobei man die feinen. Regelungen durch Verschicbeii Klos Laufgewichtes $ vornehmen kann, und berücksichtigt man dabei, ,laß slic: Walze d, die den Papierstreifen in Bewegung setzt, eine gewisse Zeit braucht, tim den, Papierstreif:#ti eine gleichbleibt#li,le Geschwindigkeit zu erteilen, so kann nian diese 'Niederschrift in Form einer Kurve erhalten, deren Länge ohne -weiteres sofort an der Teilung ausweribar ist. Bedingung ist dabei, claß sowohl rlie Schwingungsvorrichtung wie auch die Schreibfläche im gleichen _@tige nblick. z. B. durch Signalabgabe, selbst in Gang gesetzt werden. Die Regelvorrichtung 8 kann auch dazu benutzt werden, die Schwingungszahl der Feder i z. B. entsprechend den Temperatur- und SaIzgehaltsandertinaen einzustellen. in welchem Falle inan dann eine andere vorgedruckte Skala oder eine Schreibfläche ohne Skala benutzt. Der Antrieb der Achse g muß mit einer Regelvorrichtung versehen sein, damit man die Geschwindigkeit der Schreibfläche genau den Zeitw erteil der Schwingungsvorrichtung anpassen kann, so daß z. B. je eine Schwingung mit dein aufgedruckten Skalenwert von io oder ioo in Tiefe iih-reinstimmt. Da bei Messungen großer horizontaler Entfernungen ()der heim Erloten sehr großer Wassertiefen --oll nahezu 10 ooo in längere Zeiten verfließen, so empfehlt es sieh, die Schwingungsvorrichtung, nachdem sie aus der gespannten Stellung in Gang gesetzt -worden ist, was bei kleinen Tiefen z. B. einfach durch Ausrücken einer die gespannte Feder haltenden- Klinke geschehen kann, durch zusätzliche Kräfte irgendwelcher Art dauernd in (lang; zu halten, am besten so, daß die größte anfängliche Schwiligungsweite ohne Änderung erhalten bleibt. Abb. 7 zeigt eine solche @`orrichtung. In derselben sind die Schreibfeder und die Schreibfläche fortgelassen. die Feder i ist vor Beginn der Mes-,'ling w0111 Magneten 2 dauernd angezogen, und dadurch gespannt. Im Stromkreis des Magneten 2 liegt nun ein Kontakt, der zwischen Schraube io und Feder ii oder zwischen rlen Punkten 12 und 13 gebildet «erden kann. In der ursprünglichen Stellung findet die Kontaktbildung nur zwischen 1.3 und 13 statt. Wirkt nun aber bei Abgabe des Schallsignales ;lieses auf das -Mikro-Z, _Il ein, dann wird ein Magnet i-;. nadurch stromlos gemacht, wodurch sich eine Feder 13, die mit Selbstunterbrechung arbeitet, entspannt. Dadurch wird der Kontakt 12. 13 geöffnet, und die Feder i schnellt 1o;. Sie stellt dabei iin Verlaufe ihrer Schwingungen den Kontakt zwischen io und ii her und sch-vingt fort wie der Klöppel einer elektrischen Glocke, da der Kontakt zwischen 12 und 13 dauernd geöffnet bleibt. Die Str;inie sind den Batterien R und BI entnommen.
  • Ist auf kleinen Tiefen die Echolotung nach dem neuen Verfahren angebracht, so kann auf großen Tiefen zufolge der großen Echozeit der Beobachter nicht nur die Messung im Augenblick des Echoempfanges beenden, sondern sie auch bei Abgabe des Signals durch eine Einwirkung seinerseits beginnen, wie es bei Gebrauch von Stoppuhren bereits bekannt ist. An sich könnte es so scheinen, als ob bei einem solchen Verfahren der dabei V(In geiten des Beobachters gemachte persönliche Fehler praktisch überhaupt nicht in Erscheinung treten könnte, -weil er zu Anfang tuid zu Ende der Messung vorkommt und deshalb aus dem-Messtingsergebnis verschwindet, da die Messung ebensoviel zu spät begonnen wird, wie sie zu spät beendet -wird. Diese Annahme erweist sich iedoch in vielen Fällen als ein Irrtilni. Die Überlegung wäre nur dann richtig, -wenn der zu Beginn und bei Beendigung gemachte Fehler gleich groll wäre. Dagegen spricht nun aber nach den eben gemachten Ausführungen alles, nämlich einmal - die während der Echolotung eingetretene Ermüdung des Ohres, dann -Unterschied zwischen Signalstärke und Echostärke und endlich die eingetretene Herabsetzung der Aufmerksamkeit und anderes mehr. Man erhält aber sofort ein brauchbares Ergebnis, wenn man bei solchen Lotungen mit Doppelbetätigung die zu Anfang und am Ende gemachten Fehler auch wieder gemäß der Erfindung in ihrer Größe bestimmt und bei der Messung berücksichtigt.

Claims (3)

  1. PATEXT_aNsrrücüE: i. Zeitineßverfahren mit einem Kurzzeitmesser, der zu Beginn der Messung in Gang und am Ende der Messung-wieder außer Gang gesetzt wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Ingangsetzen durch die beim Meßbeginne verfügbare Energie selbsttätig, dagegen das Stillsetzen des Kurzzeitmessers in bei Stoppuhren bekannter Weise von Hand durch den Beobachter erfolgt.
  2. 2. Zeitineßverfahren nach Anspruch i. dadurch gekennzeichnet, daß zum Vergleich des persönlichen Fehlers verschiedener Personen das Stillsetzen des Kurzzeitmessers -durch mehrere Beobachter erfolgt, von denen derjenige den. Kurzzeitmesser stillsetzt, der zuerst wirkt, daß dagegen bei zeitschreibenden Geräten die Einwirkungszeiten aller Beobachter niedergeschrieben -werden.
  3. 3. Zeitnießverfahren nach Anspruch, i , dadurch gekennzeichnet, daß bei Echolotungen auf großen Tiefen die Aufmerksamkeit des . Ohres des Beobachters auf ein zu erwartendes Echo dadurch erhöht wird, daß von einem Zeitmeßgerät selbsttätig ein auf das Ohr wirkendes Vorsignal abgegeben wird, dessen Abgabezeit entsprechend der vermuteten Tiefe eingestellt ist. q.. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß in unmittelbarer Nähe des Schallerzeugers ein Klangkörper so angeordnet ist, daß er bei Abgabe des Knalles mit in Schwingung versetzt wird und einen Ton aussendet, der zugleich mit dem reflektierten Knall als Echo zurückkehrt und die Unterscheidung gegenüber anderen Geräuschen erleichtert. 5. Vorrichtung nach Anspruch q., dadurch gekennzeichnet, daß in der Mitte des Klangkörpers aus einer Rohr- oder Gewehrmündung oder durch eine Patrone ein Knall erzeugt wird, der den Klangkörper in Schwingungen versetzt. 6. Vorrichtung nach Anspruch 5 bei Echolotungen mit Knallsignal, bei denen eine vom Schiff aus ins Wasser gebrachte Patrone oder ein Knallkörper benutzt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Patrone selbst oder ein Teil von ihr als Klangkörper ausgebildet ist, der von dem Knall in Schwingungen versetzt wird. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß als Geber eine Vorrichtung ,dient, die durch Ausströmen sich entspannender Gase ein pfeifendes Geräusch hervorbringt, das für sich allein oder im Zusammenhang mit einem vorher oder nachher erzeugten Knall als akustisches Signal benutzt wird. B. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Patrone aus zwei Teilen besteht, von denen der eine das komprimierte Gas, der andere einen Knallsatz enthält, der durch seine Zerknallung eine Öffnung schafft oder freilegt, die so beschaffen (z. B. als Pfeile oder Sirene ausgebildet) ist,. daß die sich entspannenden und austretenden Gase einen Ton oder ein _ pfeifendes Geräusch erzeugen. 9. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß .die Patrone aus zwei Sätzen besteht, die so geartet sind, daß der eine beim Entzünden einen Knall, der andere durch Ausströmen der Verbrennungsgase einen Ton oder ein pfeifendes Geräusch erzeugt, wobei der eine Satz den anderen zur Entzündung bringt, so daß der Knall von einem Ton oder der Ton von einem Knall gefolgt ist. 1o. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß gleichzeitig mit der Unterbrechung des elektromagnetischen Stromkreises, durch die das Gerät in Gang gesetzt wird, ein in einem Mikrophon hörbares akustisches Signal erzeugt wird, auf das hin der auf seinen persönlichen Fehler zu prüfende Beobachter den Kurzzeitmesser von Hand außer Gang setzt, so daß an der Skala des Kurzzeitmessers der persönliche Fehler des zu Prüfenden, d. h. die Zeit, um die der Beobachter das Gerät zu spät angehauen hat, unmittelbar abgelesen werden kann. i i. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß gemeinsam mit dem Kurzzeitmesser eine bei Kurzzeitmessern an sich bekannte Kontrollvorrichtung in Gang gesetzt wird und daß diese nach Durchlaufen einer bestimmten Strecke sich selbst stillsetzt und gleichzeitig ein Zeichen (z. B. ein Knacken im Telephon) abgibt, auf welches hin der zu prüfende Beobachter den Kurzzeitmesser außer Gang setzt, so daß der persönliche Fehler sich als Zeitunterschied zwischen der Kontrollmesserangabe und der Kurzzeitmesserangabe ergibt. 12. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, gekennzeichnet durch eine der Hand angepaßte pistolenartige Kontaktvorrichtung zur Stillsetzung, die ähnlich wie bei einem Gewehr mit einer nach Art eines Stechers wirkenden Vorrichtung versehen ist, wodurch ein zeitgenaues Stillsetzen des Kurzzeitmessers begünstigt wird. 13. Kurzzeitmesser zur Ausführung ,des Verfahrens nach Anspruch i mit einem Kurzzeitmesser für mehrmalige Umdrehungen, dessen stillzusetzende Glasscheibe mit Gradeinteilung versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Scheibenachse zwei Spiegel trägt und daß drei Skalen (a, b und c, Abb. 4) vorgesehen sind, von denen zwei (a und b) .mit den beiden Spiegeln, die dritte (c) dagegen mit der eingeteilten Scheibe zusammenarbeitet, so daß man an den aus-' wechselbaren und für das Schiff besonders geeichten beiden ersten Skalen (a und b), bei Außergangsetzung des Kurzzeitmesser s durch das Echo selbst die Wassertiefe in großen Skalenwerten direkt ablesen kann, bei einer Feststellung des persönlichen Fehlers dagegen dieser vor oder nach einer Lotung auf der dritten Skala abzulesen ist. 1.1. l#Ztii-zzeitniesse r nach Anspruch 13. dadurch gekennzeichnet, daß eine der beiden geeichten Tiefenskalen (a und -h) zwecks Fehlerbestimmung mit einer besonderen Teilung (Gradeinteilung) versehen oder daß die eine Skala lediglich für die Tiefenbestimmung, die andere dagegen für die Fehlerbestimmung eingerichtet ist. r5. Echolotverfahren nach Anspruch 3 . dadurch gekennzeichnet, daß als Signal ein Ton oder Geräusch benutzt wird, die durch einen Knall beendet werden, und daß die Einwirkung des Beobachters auf die Zeitnießvorrichtung nicht im Augonblicke des Beginns der Echoankuntt erfolgt, sondern erst am Ende des Echos beim Eintreffen des Knalles, wobei das Echo des Tones oder des Geräusches a1: Torsignal für das Knallecho dient. 16. Anordnung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß hei Empfang eine künstlichen Echos (Anspruch io) mittels eines Telephons der mikrophonische Empfänger für wirkliche Echos während der Fehlerbestimmung in den Stromkreis des Telephons mit eingeschaltet ist. 17. Verfahren zur Bestimmung des bei Echolotungen nach Anspruch i gemachten persönlichen Fehlers, dadurch gekennzeichnet, daß man bei gleichbleibender Tiefe zwei Lotungen kurz nacheinander ausführt, von denen die eine nach dem Echolotverfahren gemäß Anspruch i und die andere mit einem Kurzzeitmesser ausgeführt wird. der selbsttätig in und außer Gang gesetzt wird, so daß der Unterschied der beiden Tiefenanzeigen den persönlichen Fehler ergibt. ig. Verfahren zur Bestimmung des bei Echolotungen nach Anspruch i gemachten persönlichen Fehlers, dadurch gekennzeichnet, daß gleichzeitig mit der Echolotung nach Anspruch i durch das Lotsignal eine zweite Zeitmeßvorrichtung in Gang gesetzt wird, welche in sonst üblicher Weise durch das Echo selbst stillgesetzt wird, so daß die Differenz der beiden Zeitmessungen den persönlichen Fehler ergibt. i9. Zeitmeßvorrichtung zur Ausführung des Echolotverfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das verwendete Zeitmeßgerät so eingerichtet ist, daß es nach Umschalten die Vornahme von Echolotungen erniöglichl, bei denen Glas Meßinstruinent auch selbsttätig wieder stillgesetzt wird. 20. Vorrichtung -zur Ausführung des Z erfahrens nach Anspruch i mit Schreibvorrichtung zur mechanischen oder optischen Niederschrift, gekennzeichnet durch eine Schwingungsvorrichtung (Stimmgabel; Feder, Pendel o. dgl.) von solcher Schwingungszahl, daß je eine Schwingung einer Wassertiefe entspricht, die ein Vielfaches von io m bildet, z. B. io, 2o, 3o, So in, und die durch das Lotsignal in Schwingungen versetzt wird oder deren Schwingungen durch die Signalabgabe beeinflußt werden (z. B. durch Niederdrücken des Schreibstiftes gegen die Schreibfläche oder bei optischer Niederschrift durch Anzünden der Lampe oder Freigabe des Lichtweges) und die ferner finit einer Einrichtung versehen ist, welche es dein Beobachter gestattet, arn Ende der Messung durch persönliche Einwirkung die Niederschrift (z. B. durch Abheben des Schreibstiftes u. dgl.) zu unterbrechen oder zu verändern. 21. Vorrichtung nach Anspruch 2o, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwingvorrichtung mit einer Einrichtung (1, 8) versehen ist, um ihre Schwingungszahl so einzuregeln, daß (z. B. bei Echolotungen) die Zeit einer Schwingung einer gewählten Meterzahl (von z. B. in oder ioo m) genau entspricht. 22. Vorrichtung nach Anspruch 2o und 21, deren Schreibfläche eine Tiefenskala in Meter aufgedruckt oder mitphotographiert ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Geschwindigkeit der Schreibfläche oder der Schwingungsvorrichtung so einstellbar ist, daß je eine Schwingung genau mit einem bestimmten Skalenwert übereinstimmt, wobei die Relativbewegung zwischen Schreibfläche und Schwingungsvorrichtung im gleichen Augenblick beginnt, in welchem das Lotsignal abgegeben wird, während sie bei Echoankunft durch Einwirkung des Beobachters beendet wird. 23. Anordnung nach Anspruch 2o bis 22, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwingungsvorrichtung ihre Schwingungen nicht aus der Nullage, sondern aus gespannter Stellung heraus beginnt und die Schwingungen durch elektrische oder magnetische Kräfte dauernd gleichmäßig in ihrer anfänglichen Größe erhalten bleiben.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1022129B (de) * 1953-07-09 1958-01-02 Phil Nat Siegfried Fahrentholz Anzeigevorrichtung fuer Echolote mit zwei beweglichen und bei Echoankunft kurzzeitig erregten Schauzeichen

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