DE436987C - Hochdruckdampferzeuger - Google Patents

Hochdruckdampferzeuger

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DE436987C
DE436987C DER54179D DER0054179D DE436987C DE 436987 C DE436987 C DE 436987C DE R54179 D DER54179 D DE R54179D DE R0054179 D DER0054179 D DE R0054179D DE 436987 C DE436987 C DE 436987C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F22STEAM GENERATION
    • F22BMETHODS OF STEAM GENERATION; STEAM BOILERS
    • F22B1/00Methods of steam generation characterised by form of heating method
    • F22B1/02Methods of steam generation characterised by form of heating method by exploitation of the heat content of hot heat carriers
    • F22B1/06Methods of steam generation characterised by form of heating method by exploitation of the heat content of hot heat carriers the heat carrier being molten; Use of molten metal, e.g. zinc, as heat transfer medium

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Description

  • Hochdruckdampf erzeuger. Vorliegende Erfindung betrifft einen Dampferzeuger, in dein unter voller Sicherheit gegen Explosionen in einer sehr wirtschaftlichen und billigen Weise Dampf von sehr hohem Druck und hoher Überhitzung erzeugt werden kann. Die Erfindung kann auch besonders bei schon vorhandenen Anlagen Verwendung finden. Bei der Beurteilung dieses Umstandes ist nicht zu vergessen, daß in derartige Anlagen große Kapitalien für Feuerungsanlagen, Kettenroste; mechanische Roste, Economiser, Vorrichtungen für künstlichen Zug, Gebäude, Schornsteine usw. gebunden sind, wozu noch die schon vorhandenen teueren Kessel hinzutreten. Der Umbau solcher vorhandener Kessel kann sehr schnell und leicht vorgenommen werden, so claß dann alle mit der Einführung eines höheren Dampfdrucks verbundenen Vorteile sehr leicht bei jeder alten Kesselanlage erreicht werden können. Die Anlagekosten verringern sich dadurch auf einen Bruchteil derjenigen einer Neuanlage.
  • Bei der Erfindung ist der bekannte Gedanke eines besonderen Wärmeübertragungsmittels zwischen dem eigentlichen Kessel und dem Teil der Kesselanlage, der die Wärme von den Feuergasen aufnimmt, verwertet. Die bisher üblichen Bauformen derartiger Kessel mit besonderem Vbertragungsmittel haben jedoch nicht die Aufgabe erstrebt. Dampf von sehr hohem Druck zu erzeugetr und sind deshalb auch nicht hierfür geeignet.
  • Der Hochdruckdampferzeuger gemäß vorliegender Erfindung besteht aus mindestens einer in ein. hocherhitztes und bei der verwendeten Temperatur flüssiges oder gar siedendes Wärmeiibertragungsmittel eingebetteten Rohrschlange, deren einem Ende Wasser von sehr hohem Druck mittels einer Pumpe zugeführt wird und aus deren anderem Ende Dampf von sehr hohem Druck entnommen wird. Die Verwendung von Wärmeübertragungsmittel, die bei der angewandten Temperatur sieden, bietet, wie Versuche gezeigt haben, den großen Vorteil, daß das Mittel in heftige Bewegung gerät, die die Wärmeübertragung außerordentlich begünstigt.
  • Einer ALisführungsform eines derartigen Hochdruckdampferzeugers gemäß ist die Rohrschlange in dem von dem Wärmeübertragungsmittel gebildeten Dampf verlegt.
  • Die Rohrschlange ist zweckmäßig fortlaufend und mit so wenig Fugen und Verbindungen als möglich versehen. Die Schlange kann auch bei Kesseln mit sehr großen Heizflächen und kleinen Abmessungen und infolgedessen mit sehr großer Sicherheit gegen Explosionen sowie mit besonders guter Wärmeübertragung ausgeführt werden. Sie besteht aus Stahl, ri=;n, i@,upfer oder anderem geeigneten Metall. Am einen Ende dieser Schlange wird Wasser entsprechend der augenblicklich erforderlichen Dampfmenge unter sehr hohem Druck eingepumpt, und aus dem anderen Ende der Schlange strömt der Dampf von gewünschtem Druck und finit einer Überhitzung aus, die durch die Temperatur des Chertragungsmittels bestimmt wird.
  • Als Wärmeühertragungsmittel werden vorteilhaft Stoffe benutzt, die bei normaler Temperatur fest oder flüssig sind, bei der verwendeten Temperatur aber jedenfalls flüssig sind, sieden oder in Dampf übergehen. So können beispielsweise Metalle, wie Zink, Blei, Aluminium, gewisse leicht schmelzbare Metallegierungen verwandt werden,, ferner Öle mit hohem Siedepunkt, Lösungen von Salzen in Wasser o. dgl.; selbst Schwefel und andere Stoffe sind für den fraglichen Zweck geeignet. Diese Mittel können entweder bei Atmosphärendruck oder bei einer Temperatur verwendet werden, die höchstens dem maximalen Druck entspricht, für den der mit den Feuerungsgasen in Berührung stehende Teil des Kessels gebaut ist. In dem Dampferzeuger mit Wärmeübertragungsmittel herrscht somit ein verhältnismäßig niedriger Druck, der höchstens dem Kesseldruck entspricht, während der hohe Dampfdruck auf die erwähnte Schlange beschränkt ist.
  • Um das Wesen der Erfindung klarzustellen, mag zunächst erklärt werden, wie die Erfindung bei einer bekannten Kesselkonstruktion, z. B. einem Cornwall-Kessel (Abb. i und 2), verwendet wird. Abb. i stellt einen (Querschnitt und Abb.2 einen Längsschnitt eines solchen Kessels dar.
  • Der Kessel wird bis auf die Höhe h-li mit dem obenerwähnten Wärmeüberträb ingsmittel gefüllt und in gewöhnlicher Weise befeuert. Die Feuergase werden von dem Rost des Kessels zunächst durch das Flammrohr e, dann in der einen oder anderen Weise um die Mantelfläche des Kessels sowie um den vorderen und den hinteren Boden herumgeleitet. Durch die Feuerung wird das im Kessel befindliche Wärmeübertragungsmittel auf geeignete Temperatur erhitzt. Diese Temperatur kann je nach der Natur des Wärmeübertragungsmittels so hoch sein, daß das Mittel jedenfalls flüssig wird, siedet oder sogar Dampf bildet. Sie wird von dem Druck bestimmt, der in dem Mittel herrscht und ist beispielsweise qoo° C oder niedriger, kann in gewissen Fällen dagegen auch bedeutend höher, beispielsweise 6oo° C, sein. Im folgenden wird angenommen, daß die Temperatur q.00° C betrage.
  • In dem Wärmeübertragungsmittel ist der eigentliche Hochdruckdampferzeuger angeordnet, der aus der Wärmeschlange VS besteht, der Wasser gegebenenfalls von einem vorhandenen Economiser durch die Pumpe P2 zugeführt wird. Das der Sektlange -zugeführte Wasser hat folglich einen wenig höheren Druck als der Dampf, der aus dem Kessel entnommen werden soll, entsprechend den Leitungsverlusten in der Schlange. Aus dem entgegengesetzten Ende der Schlange wird hei is Dampf von gewünschtem Druck, z. B. i o") his Zoo Atm. und von einer Temperatur etwa entsprechend der Temperatur des Wärmeübertragungsmittels, in diesem Falle also etwa 40o° C, entnommen.
  • Die Pumpe P2 kann das Wasser entweder aus einem Behälter oder aber, wie oben erwähnt, aus dem Economiser der Kesselanlage entnehmen, dem das Wasser in gewöhnlicher Weise durch die Speisepumpe des Kessels zur11führt wurde, und in dem somit der vor der Abänderung herrschende Kesseldruck fortdauernd herrscht.
  • Bei der Berechnung einer derartigen Anlage stellt sich heraus, daß die Oberfläche der Schlange viel kleiner als diejenige des Kessels wird, was darauf beruht, daß das Wärmeübertragungsvermögen von dem Wärmeübertragungsmittel durch die Wand der Schlange zum Wasser in der Schlange viel vorteilhafter ist als die Wärmeübertragung von den Heizgasen zum Kessel. Die Oberfläche der Schlange beträgt somit in den meisten Fällen nur wenige Prozent der Heizfläche des Kessels, und meistens kann die Schlange, wie aus Ahb.. 3 hervorgeht, aus einem einige Male gebogenen-Rohre VS bestehen. Weil die Heizfläche der Schlange so klein ausfällt, wird es möglich, die Schlange in einem Stück ans einem Rohre von sehr kleinem Durchmesser herzustellen, was zur Folge hat, daß der sehr hohe, obenerwähnte Dampfdruck verwendet werden kann.
  • Abb. q. zeigt eine andere Ausführungstoren der Erfindung, verwendet bei einem Wasserrohrkessel. Die Abbildung zeigt einen Längsschnitt durch den Kessel; VS ist die Wärmeschlange, P, die lumpe, E der vorhandene Economiser und P, die gewöhnliche Speisepumpe, die das. Speisewasser dem Behälter C entnimmt. Der Druck, für den Rconomiser und Kessel ursprünglich gebaut sind, wird somit beibehalten, während die Pumpe P= den Druck bis auf den gewünschten D-ucle plus Leitungsverluste erhöht.
  • Die Abb. 5 und 6 zeigen zwei andere Ausführungsformen der Erfindung, wobei die Wärmeschlange im Kessel auf andere Weise als in den Abb. i bis 3 gelagert ist, und zwar in den aus dem Wärmeübertragungsmittel entwickelten Dämpfen. -Abb.5 zeigt diese Anordnung bei einem Lancashire-Kessel. Der Kessel ist bis auf die Höhe la-h mit dem siedenden Wärmeübertragungsmittel gefüllt, und in dem Dampfraum oberhalb lz-h ist in dem aus dem Wärmeübertragungsmittel gebildeten, dem Sättigungsdruck bei der fraglichen Tewperatttr entsprechenden Druck besitzenden Dampf die Wärinesclilange 1`S angeordnet. In -liesein Falle besteht die Schlange aus einem Rohre, das in einer oder mehreren Schichten in geeigneter Weise in dein Dampfraum des Kessels angeordnet ist. Wasser wird bei a zugeführt und Dampf bei b entnommen-Afb.6 zeigt diese Ausführungsform bei einem Wasserrohrkessel. Der Kessel ist in diesem Falle nur bis auf die Höhe /i-li finit dein Wärmeübertragungsmittel gefüllt, und in dein Dampfraum ist die Schlange i;i geeigneter Weise angeordnet, wobei das Wasser bei a eingeführt wird und bei h Da°npf cntlioinnien wird. Bei den Ausfiihru.i;>-formen nach Abb. 5 und 6 wirkt der I)a@i;@frauni des Kessels, d.li. die Wärineschlan<ge VS wie ein Oberflächenkondensator und -ler Hochdruckkessel wie eine Kühlschlange. Die entstehenden Kondensattropfen fließen in das Wärmeübertragungsmittel zurück, wo denselben wieder Nlärnie zugeführt @vir,l und # Delle Verdampfung eintritt.
  • Abb. 7 zeigt, wie die Erfindung mit einer schon vorhandenen Dampfanlage zusammenwirken kann. - In der letzteren ist Is die Kesselbatterie. Ein Kessel P ist im Längsschnitt dargestellt. Es sei angenolnni,--n, daß die Kessel für einen Druck von 16 Atin. ursprünglich gebaut sind, und daß durch die Leitung L, Dampf den Turbinen T, und T, zugeführt wird, von denen T1 beispiel@@.veise eine Kondensationsturbine und T., citie Gegendruckturbille ist, die ihrerseits die Papiermaschine 3I o. dgl. mit Dampf @ ersieht. Das Kondensat vom Kondensator K der Kondensationsturbine und der Papierniascliiite .1I gelangt durch Leitung I_, nach dein Speisewasserbehälter C, aus dein die Pumpe )'1 das Kondenswasser durch die Leitung L3, in der ein Druck voll etwas mehr als 16 Atin. herrscht, und durch den Econoiniser E sowie die Leitung L1 in den Kessel P befördert.
  • Diese Anlage wird null gemäß der Erfindung in folgender Weise abgeändert.
  • Der Kessel P wie auch die anderen Kessel oder mehrere von ihnen, werden ganz oder teilweise finit einem geeigneten Wärnleiil>"rtragungsmittel gefüllt. Die Leitung I_' wird entfernt, und das Wasser wird statt desseil vom Economiser E durch die Pumpe P. und die Leitung L ;, in die Wärmeschlangetl 1'S eingeführt. die in der obenerwähnten Weise in den oberen Teilen der Wasserrohrkessel all geordnet sind. Die Leitung vom Kessel nach der Dampfleitung L, wird auch entfernt, und aus den Wärmeschlangen wird Dampf voll beispielsweise Zoo Atm. Druck und 4oo° Temperatur durch die Leitung L,; ,ler Turbine T" zugeführt, in der die Wärmeenergie des Dampfes in mechanische Energie umgewandelt und auf den Generator G3 übertragen wird. Voll der Turbine T.; strömt der Ahdarnpf durch Leitung L, in die Leitung L1, ii, der ein Druck von 16 Atin. herrscht. Die--,er Dampf wird dann wie früher in den Turbinen T, und T; ausgenutzt.
  • Nichts hindert natürlich daran, die ganze Druckabnahme in einer einzigen Turbine ausz tlntitzen. Falls die Kessel und Turbinenanlage in dieser Weise abgeändert werden, wird die Leistung der Zentrale um etwa 23 Prozent bei gleichem Kohlenverbrauch erhöht, oder es kann bei derselben Leistung eine Brennstoffersparliis von etwa 20 Prozent erreicht «-erden. Es soll bemerkt werden, claß der Wärmeinhalt des hochgespannten Dampfes bei 200 Atin. Druck und 4oo° Temperatur soar ein wenig kleiner ist als bei dein früher ver;#-endeten Dampf von 16 Atni. und doo' Temperatur.
  • Die Erfindung kann natürlich auch bei anderen Kesselsystemen verwendet und besolidere Kessel können zur Verwendung des Prinzipes gebaut werden.

Claims (4)

  1. PA TENT-ANSPRLTCHE: i. Hochdruckdampferzeuger, gekennzeichnet durch die Vereinigung zweier an sich bekannter Merkmale, darin bestehend, daß eine Rohrschlange in einem stark erhitzten und bei der verwendeten Temperatur flüssigen Wärmeübertragungsniittel eingebettet ist, sowie darin, daß dem einen Ende der Rohrschlange Wasser von sehr hohem Druck mittels einer Pumpe zugeführt und dein anderen Ende der Schlange Dampf von sehr hohem Druck entnommen wird.
  2. 2. Hochdruckdampferzeuger . gemäß Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß behufs Erzielung eines besseren Wärineiiberganges als Wärineübertragungsmittel ein bei der verwandten Temperatur sieclendes'Mittel benutzt wird.
  3. 3. Ausführungsform eines Hochdruckdampferzeugers gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, claß die Rohrschlange in dem voll dem siedenden Übertragungsmittel gebildeten Dampfangeordnet ist.
  4. 4. Hochdruckdampferzeuger nach Anspruch i, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß zur Aufnahme des Wärmeübertragungsmittels ein vorhandener Kessel dient, der mit dem Wärmeiibertragungsmittel gefüllt wird.
DER54179D 1921-01-21 1921-10-18 Hochdruckdampferzeuger Expired DE436987C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE743656C (de) * 1941-07-01 1943-12-30 Otto Martin Dr Ing Dampferzeuger fuer Lokomotiven mit mittelbarer Beheizung

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE743656C (de) * 1941-07-01 1943-12-30 Otto Martin Dr Ing Dampferzeuger fuer Lokomotiven mit mittelbarer Beheizung

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