DE43403C - Ventillose Pumpe mit hin- und hergehendem und gleichzeitig rotirendem Kolben - Google Patents

Ventillose Pumpe mit hin- und hergehendem und gleichzeitig rotirendem Kolben

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DE43403C
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Germany
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piston
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pump
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rotating piston
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DENDAT43403D
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J. JACOBS in Brüssel
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F04POSITIVE - DISPLACEMENT MACHINES FOR LIQUIDS; PUMPS FOR LIQUIDS OR ELASTIC FLUIDS
    • F04BPOSITIVE-DISPLACEMENT MACHINES FOR LIQUIDS; PUMPS
    • F04B7/00Piston machines or pumps characterised by having positively-driven valving
    • F04B7/04Piston machines or pumps characterised by having positively-driven valving in which the valving is performed by pistons and cylinders coacting to open and close intake or outlet ports
    • F04B7/06Piston machines or pumps characterised by having positively-driven valving in which the valving is performed by pistons and cylinders coacting to open and close intake or outlet ports the pistons and cylinders being relatively reciprocated and rotated

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 59: Pumpen.
Vorliegende Erfindung betrifft diejenige Gattung von Pumpen, bei welchen der Kolben gleichzeitig mit einer continuirlich rotirenden eine regelmäfsige Hin- und Herbewegung ausführt, wodurch derselbe in entsprechenden Zeiträumen die Oeffnungen der in den Cylinder mündenden Saug- und Druckrohre verschliefst und daher den Ein- und Austritt des Wassers ohne Anwendung von Ventilen regulirt. Das Wesentliche der Erfindung liegt in der eigenthümlichen Anordnung des Kolbens mit Bezug auf die denselben tragende Welle, wodurch neue Wirkungen erzielt werden und diese Pumpengattung zu einer praktischen Maschine umgestaltet wird.
Bekanntlich ist bei den bisherigen Constructionen der Kolben fest auf die rotirende Welle gekeilt und gleitet mit derselben in seiner Hin- und Herbewegung, welche durch eine in die Cylinderoberflä'che eingeschnittene und sich auf einem am Pumpenkörper festen Stift führende Curvennuth ausgeführt wird, in den Stopfbüchsen des Pumpencylinders auf und ab. Diese Anordnung führt aber mehrere Uebelsiände von solcher Bedeutung mit sich, dafs diese Construction, besonders für Pumpen von gröfseren Dimensionen, kaum praktischen Werth besitzt, indem es erstens bei der doppelten, d. h. gleichzeitig rotirenden und gleitenden Bewegung , unmöglich ist, die Stopfbüchsen dicht zu halten, und dieselben schon nach sehr kurzem Gebrauch so stark lecken, dafs die Leistungsfähigkeit der Pumpe in Frage gestellt ist, wobei von den anderen daraus entstehenden Unzuträglichkeiten gar keine Erwähnung gethan werden soll. Ferner ist man durch das Hin- und Hergehen der Kolbenstange bezw. Welle hinsichtlich der Wahl des Antriebmechanismus nicht frei, indem der einzig mögliche eine Riemscheibe mit verhältnifsmäfsig langem Riemen ist, während ein Kurbel- oder Zahnradantrieb unmöglich ist.
Diese Unzuträglich keiten werden durch die den Gegenstand vorliegender Erfindung bildende Construction beseitigt, und zwar dadurch, dafs, obgleich der Kolben seine gleichzeitig rotirende und abwechselnde Bewegung beibehält, die Kolbenwelle nur noch die rotirende Bewegung ausführt.
Die hierzu erforderliche Construction ist auf beiliegender Zeichnung in
Fig. ι im Längenschnitt,
Fig. 2 halb im Querschnitt und halb in der Vorderansicht und
Fig. 3 im Aufrifs veranschaulicht.
Fig. 4 und 5 sind Detailansichten der Kolbennabe mit Welle.
Die Kolbenwelle A rotirt in den Lagern B C, welche mit den Deckeln des Pumpenkörpers aus einem Stück gegossen sind und im vorliegenden Beispiel einerseits die Stopfbüchse und andererseits ein im Innern des Pumpenkörpers liegendes Zapfenlager bilden, wodurch die Abdichtung der Pumpe vereinfacht wird. Der zwischen den Lagern B und C im Innern des Cylinders E liegende Theil D der Kolbenwelle A ist von viereckigem Querschnitt, wie in Fig. 4, oder hat einen fest eingelassenen Keil M, wie in Fig. 5 veranschaulicht.
Auf den Theil D ist die entsprechend gestaltete Nabe des Kolbens F aufgeschoben, so
dafs der letztere auf demselben frei hin- und hergleiten kann.
Der Kolben F besteht aus einem in der Mitte durch eine schiefe Wand getheilten und an beiden Enden durch schief gestellte entsprechende Curvengleitflächen I begrenzten Hohlcylinder, dessen Umfangswand mit zu den Saug- und Druckperioden entsprechend gestellten Aussparungen versehen ist. Die schiefen Gleitcurven I sind an beiden Enden des Kolbens mit Leitröllchen J in Berührung, welche sich auf zwei fest eingeschraubten Zapfen K lose im Innern des Pumpenkörpers drehen. G und H bilden die Eintrittsöffnungen der Saug- und Druckrohre.
Wird nun Kolben F durch Welle A mittelst Riemen- oder sonstigen passenden Antriebes in Rotation versetzt, so verschliefst oder öffnet derselbe mittelst seiner theilweise ausgesparten bezw. vollen Wandtheile abwechselnd die Saug- und Druckrohre. G und H. Nun gleiten aber bei der Rotation die Curvenränder / an den Leitröllchen J entlang, wodurch der Kolben in der Längsrichtung auf dem Theil D der Welle A abwechselnd verschoben und das Ansaugen bezw. Fortdrücken des Wassers bewirkt wird. Durch die beschriebene Construction wird also nicht allein die Anwendung eines beliebigen Antriebmechanismus gestattet und die Abdichtung der Pumpe vereinfacht, sondern auch eine gröfsere Dauerhaftigkeit derselben erzielt, indem die Abnutzung der Leitröllchen J und der Curvenränder / eine geringe ist.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ventillose Pumpe, deren Kolben von der gegen Längsverschiebung gesicherten Antriebswelle gedreht und von im Cylinder angeordneten feststehenden Leitrollen auf der Antriebswelle hin- und hergeführt wird.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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