DE4338080C2 - Hydraulische Ventilsteuervorrichtung für eine Brennkraftmaschine - Google Patents
Hydraulische Ventilsteuervorrichtung für eine BrennkraftmaschineInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01L—CYCLICALLY OPERATING VALVES FOR MACHINES OR ENGINES
- F01L9/00—Valve-gear or valve arrangements actuated non-mechanically
- F01L9/10—Valve-gear or valve arrangements actuated non-mechanically by fluid means, e.g. hydraulic
- F01L9/11—Valve-gear or valve arrangements actuated non-mechanically by fluid means, e.g. hydraulic in which the action of a cam is being transmitted to a valve by a liquid column
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Description
Die Erfindung betrifft eine hydraulische Ventilsteuer
vorrichtung für eine Brennkraftmaschine nach der im
Oberbegriff von Anspruch 1 näher definierten Art.
Aus der DE-OS 31 15 424 ist eine Einrichtung zum takt
richtigen und vom regelmäßigen Ventilhub unabhängigen
Betätigen von abhängig von einem den regelmäßigen Be
tätigungszeitpunkt auslösendem Nockenantrieb gesteuer
ten Gaswechselventilen in Brennkraftmaschinen, Motor
kompressoren oder dergleichen bekannt. Die Einrichtung
dient insbesondere zur Veränderung des Ventilöffnungs
hubes, wobei die Bewegung des Hubgliedes am Nockenan
trieb unter Zwischenschaltung eines Übertragungsglie
des- z. B. eines Kipphebels und/oder eines "Hydraulik
gestänges" auf das Ventil übertragbar ist. Es sind
hierbei taktrichtig, vorzugsweise rhythmisch, steuerba
re Einstellglieder zur Verstellung des Übertragungs
maßes der Auslenkung des Hubgliedes auf das Ventil
vorgesehen.
Nachteilig an der aus der genannten Offenlegungs
schrift genannten Einrichtung ist jedoch, daß die Ein
richtung sehr aufwendig ist, da zum Verändern des Ven
tilöffnungshubes zusätzliche Hydraulikflüssigkeit in
den Hydraulikkreislauf des Einlaß- oder Auslaßventiles
eingebracht werden muß, wofür zusätzliche Steuerungs
einrichtungen, wie beispielsweise Absperrventile oder
dergleichen, notwendig sind, welche aufwendig ange
steuert werden müssen.
Außerdem müssen zusätzliche Zylinder zum Einspeisen
oder Aufnehmen zusätzlicher Hydraulikflüssigkeit vor
gesehen sein.
Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zu
grunde, eine hydraulische Ventilsteuervorrichtung für
eine Brennkraftmaschine vorzusehen, mittels welcher
auf einfache Art und Weise der Ventilöffnungshub von
Einlaß- oder Auslaßventilen von Brennkraftmaschinen
veränderbar ist.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die im kenn
zeichnenden Teil von Anspruch 1 genannten Merkmale ge
löst.
Durch die Verstellbarkeit des Zylinders des Nockenkol
bens und des Zylinders des Vorsteuerkolbens in ihrer
jeweiligen Axialrichtung bzw. radial gegenüber der
Nockenwelle kann auf einfache Art und Weise der Hub
des Nockenkolbens und der Hub des Vorsteuerkolbens va
riiert werden, so daß hierdurch auch die von dem ge
nannten Kolben verdrängte Menge an Hydraulikflüssig
keit veränderbar ist.
Die von den genannten Kolben verdrängte Menge an Hy
draulikflüssigkeit wird dem Ventilbetätigungskolben
zugeführt, wodurch auf einfache Art und weise der Ven
tilöffnungshub des Ventiles durch Verändern der Hubhö
he von Nockenkolben und Vorsteuerkolben veränderbar
ist.
Vorteilhafte Weiterbildungen und Ausgestaltungen der
Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen und dem
nachfolgend anhand der Zeichnung beschriebenen Ausfüh
rungsbeispiel, das schematisch den Aufbau einer erfin
dungsgemäßen hydraulischen Ventilsteuervorrichtung
zeigt.
Bezugnehmend auf die Fig. ist eine Nockenwelle 1 mit
einem Nocken 2 dargestellt, die sich in der gezeigten
Ansicht im Uhrzeigersinn dreht. An der Nockenwelle 1
sind zwei Hydraulikzylinder mit einem Nockenkolben 3
und einem Vorsteuerkolben 4 angeordnet, wobei der Vor
steuerkolben 4 in Drehrichtung der Nockenwelle 1 vor
dem Nockenkolben 3 angeordnet ist. Beide Hydraulikzy
linder sind entlang ihrer jeweiligen Längsachse ver
schiebbar angeordnet, so daß das verdrängte Volumen
der in den Hydraulikzylindern befindlichen Hydraulik
flüssigkeit variiert und somit auch der Hub eines Ven
tiles 5, das beispielsweise als Ein- oder Auslaßventil
für Brennkraftmaschinen dient, verändert werden kann.
Durch das Vorsehen von zwei Kolben, nämlich des
Nockenkolbens 3 und des Vorsteuerkolbens 4, zur Betäti
gung des Ventiles 5 halbiert sich die Höhe des Nockens
2, da von beiden Kolben Hydraulikflüssigkeit verdrängt
wird und zur Betätigung des Ventiles 5 zur Verfügung
steht. Das Massenträgheitsmoment der Nockenwelle 1
wird hierdurch deutlich reduziert.
Vom Nockenkolben 3 und vom Vorsteuerkolben 4 aus füh
ren Verbindungsleitungen 6, 7 zu einem Ventilbetäti
gungskolben 8, der das Ventil 5 betätigt.
Über eine Zuleitung 9 wird Hydraulikflüssigkeit aus
einem Ölsumpf (nicht dargestellt) in den Nockenkolben
3 und somit in den gesamten Hydraulikkreis einge
speist, um somit auch Leckverluste an Hydraulikflüs
sigkeit ausgleichen zu können. Die Hydraulikflüssig
keit kann über eine Rückleitung 10 durch den Vor
steuerkolben 4 hindurch in den Ölsumpf zurückfließen.
Die Rückstellbewegung des Nockenkolbens 3, des Vor
steuerkolbens 4 und des Ventiles 5 erfolgt über Rück
stellfedern 11, 12, 13. Durch die Rückstellfedern 11
und 12 wird auf einfache Art und Weise eine Vorspan
nung des Nockenkolbens 3 und des Vorsteuerkolbens 4 in
Richtung auf die Nockenwelle 1 realisiert.
Nachfolgend soll nun die Funktionsweise der darge
stellten Anordnung beschrieben werden.
Dreht sich die Nockenwelle 1 wie durch den Pfeil dar
gestellt im Uhrzeigersinn, so wird zuerst der Vor
steuerkolben 4 von dem Nocken 2 in Axialrichtung des
Hydraulikzylinders verschoben und dabei die Rückstell
feder 12 zusammengedrückt. Bei dieser Bewegung des
Vorsteuerkolbens 4 wird zuerst eine Auslaßöffnung 14,
welche als Anschluß für die Rückleitung 10 dient, von
dem Vorsteuerkolben 4 verschlossen, so daß über die
Rückleitung 10 keine Hydraulikflüssigkeit in den Öl
sumpf abfließen kann. Des weiteren wird die sich in
dem Zylinder des Vorsteuerkolbens 4 befindliche Hy
draulikflüssigkeit in die Verbindungsleitung 7 ent
gegen der durch den Pfeil dargestellten Richtung ge
drückt und zum Ventilbetätigungskolben 8 transpor
tiert. Hierdurch steigt der Druck im Zylinder des
Ventilbetätigungskolbens 8 etwas an. Ein mögliches
Spiel des Ventiles 5 wird so auf einfache Art und Wei
se ausgeglichen.
Dreht sich die Nockenwelle 1 weiter, so wird auch der
Nockenkolben 3 von dem Nocken 2 angehoben und betä
tigt. Auch hier verschließt der sich in Axialrichtung
des Hydraulikzylinders bewegende Nockenkolben 3 eine
Einlaßöffnung 15, welche als Anschluß für die Zulei
tung 9 vom Ölsumpf dient. Ist auch die Einlaßöffnung
15 genauso wie die Auslaßöffnung 14 verschlossen, kann
Hydraulikflüssigkeit aus dem Ölsumpf weder abfließen
noch zufließen, so daß ein abgeschlossenes System, be
stehend aus den Hydraulikzylindern des Nockenkolbens
3, des Vorsteuerkolbens 4, des Ventilbetätigungskol
bens 8 sowie den Verbindungsleitungen 6, 7, entsteht.
Zur Betätigung des Ventiles 5 steht daher lediglich
die sich in diesem abgeschlossenen System befindliche
Menge an Hydraulikflüssigkeit zur Verfügung.
Wird der Nockenkolben 3 von dem Nocken 2 immer weiter
in seinen Zylinder eingedrückt, wird hierbei die Rück
stellfeder 11 zusammengedrückt und die in dem Zylinder
des Nockenkolbens 3 befindliche Hydraulikflüssigkeit
wird durch die Verbindungsleitung 6 in den Zylinder
des Ventilbetätigungskolbens 8 gedrückt, wobei der
Ventilbetätigungskolben 8 aufgrund der größer werdenden
Menge an Hydraulikflüssigkeit aus fährt und dabei das
Ventil 5 betätigt, wobei gleichzeitig die als Druckfe
der ausgeführte Rückstellfeder 13 gespannt wird.
Dreht die Nockenwelle 1 weiter, so wird der Vorsteuer
kolben 4 von der Rückstellfeder 12 wieder in seine
Ausgangslage gedrückt, gleichzeitig wird der Ventilbe
tätigungskolben 8 von der Rückstellfeder 13 wieder in
seine Ausgangslage gebracht, wobei Hydraulikflüssig
keit aus dem Zylinder des Ventilbetätigungskolbens 8
über die Verbindungsleitung 7 in den Zylinder des Vor
steuerkolbens 4 und von dort aus durch die Auslaßöff
nung 14 über die Rückleitung 10 in den Ölsumpf ge
drückt wird.
Dreht die Nockenwelle 1 noch weiter, so wird auch der
Nockenkolben 3 von der Rückstellfeder 11 wieder in
seine Ausgangslage gedrückt und die Einlaßöffnung 15,
durch die über die Zuleitung 9 Hydraulikflüssigkeit
aus dem Ölsumpf zugeführt wird, ist wieder frei. Hier
durch kann neue Hydraulikflüssigkeit in den beschrie
benen Kreislauf eingespeist werden.
Wird weder der Nockenkolben 3 noch der Vorsteuerkolben
4 betätigt, d. h. in dem Bereich, in dem sie sich über
dem Grundkreis der Nockenwelle 1 befinden, so kann die
über die Zuleitung 9 eingespeiste Hydraulikflüssigkeit
ungehindert über die Zuleitungen 6 und 7 durch den Zy
linder des Ventilbetätigungskolbens 8 zurück in den
Ölsumpf fließen. Ein zusätzliches Druckbegrenzungsven
til zur Sicherung des gesamten Systemes vor unzulässig
hohen Drücken ist daher nicht notwendig.
Der Hub des Ventiles 5 kann sehr einfach durch eine
geeignete Wahl der Volumina der jeweiligen Zylinder
des Nockenkolbens 3, des Vorsteuerkolbens 4 und des
Ventilbetätigungskolbens 8 fest eingestellt werden.
Dies kann, bei gleichem Hub des Nockenkolbens 3 und
des Vorsteuerkolbens 4, durch eine geeignete Wahl der
Durchmesser der einzelnen Zylinder erfolgen.
Soll der Hub des Ventils 5 während des Betriebes ver
ändert werden, beispielsweise in Abhängigkeit von der
von einer Brennkraftmaschine abzugebenden Leistung, so
kann dies dadurch erfolgen, daß die Zylinder des
Nockenkolbens 3 und des Vorsteuerkolbens 4 wie bereits
eingangs erwähnt von der Nockenwelle 1 aus gesehen in
radialer Richtung verschoben werden, so daß sich das
Volumen der Zylinder des Nockenkolbens 3 und/oder des
Vorsteuerkolbens 4 verändert und somit auch mehr oder
weniger Hydraulikflüssigkeit verdrängt wird. Dabei ist
allerdings zu beachten, daß die Positionen der Auslaß
öffnung 14 und der Einlaßöffnung 15 bezüglich des
Nockenkolbens 3 und des Vorsteuerkolbens 4 nicht verän
dert werden dürfen, damit die Funktion der Vorrichtung
nicht beeinträchtigt wird.
Claims (3)
1. Hydraulische Ventilsteuervorrichtung für eine
Brennkraftmaschine mit einem von einer Nockenwelle
gesteuerten Nockenkolben und einem über eine
Druckleitung mit dem Nockenkolben verbundenen Ven
tilbetätigungskolben, der das Ventil betätigt,
wobei zusätzlich ein Vorsteuerkolben vorgesehen
ist, der von der Nockenwelle betätigt ist, und der
in Drehrichtung der Nockenwelle vor dem Nocken
kolben liegt, wobei der Vorsteuerkolben hydrau
lisch zwischen dem Ventilbetätigungskolben und
einem Ölsumpf liegt,
dadurch gekennzeichnet, daß
zur Änderung der Hubhöhe des Ventiles (5) der
Zylinder des Nockenkolbens (3) und der Zylinder
des Vorsteuerkolbens (4) in ihrer Axialrichtung
bzw. radial gegenüber der Nockenwelle (1) ver
stellbar sind.
2. Hydraulische Ventilsteuervorrichtung nach Anspruch
1,
dadurch gekennzeichnet, daß
durch unterschiedliche Kolbendurchmesser von Vor
steuerkolben (4), Nockenkolben (3) und Ventilbe
tätigungskolben (8) die Hubhöhe des Ventiles (5)
einstellbar ist.
3. Hydraulische Ventilsteuervorrichtung nach Anspruch
1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
Vorsteuerkolben (4) und Nockenkolben (3) jeweils
durch eine Federeinrichtung (11, 12) in Richtung
auf die Nockenwelle (1) Vorgespannt sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4338080A DE4338080C2 (de) | 1993-11-08 | 1993-11-08 | Hydraulische Ventilsteuervorrichtung für eine Brennkraftmaschine |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4338080A DE4338080C2 (de) | 1993-11-08 | 1993-11-08 | Hydraulische Ventilsteuervorrichtung für eine Brennkraftmaschine |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4338080A1 DE4338080A1 (de) | 1995-05-11 |
| DE4338080C2 true DE4338080C2 (de) | 1995-11-16 |
Family
ID=6502059
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE4338080A Expired - Fee Related DE4338080C2 (de) | 1993-11-08 | 1993-11-08 | Hydraulische Ventilsteuervorrichtung für eine Brennkraftmaschine |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4338080C2 (de) |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FI101165B (fi) * | 1994-07-01 | 1998-04-30 | Waertsilae Nsd Oy Ab | Järjestely polttomoottorin venttiilin ajoituksen säätämiseksi |
Family Cites Families (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3115424A1 (de) * | 1981-04-16 | 1982-11-11 | M.A.N. Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg AG, 8500 Nürnberg | Einrichtung zum taktrichtigen betaetigen von gaswechselventilen |
-
1993
- 1993-11-08 DE DE4338080A patent/DE4338080C2/de not_active Expired - Fee Related
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE4338080A1 (de) | 1995-05-11 |
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