DE4332007C2 - Vorrichtung zum Ausgleichen von Rohrleitungslängen - Google Patents
Vorrichtung zum Ausgleichen von RohrleitungslängenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Ausgleichen von Rohrleitungs
längen, insbesondere von Schornsteinen mit einem zur Sanierung einge
setzten Schornstein-Rohreinsatz aus Edelstahl.
Bei der Sanierung von versottenen oder zu großen Schornsteinen wird im
Regelfall auch zur Verringerung des Querschnittes ein Edelstahlrohr ein
gesetzt, das vom Schornsteinaufsatz her in den vorhandenen Schornstein
eines Hauses eingeführt wird. Dabei wird mit diesem eingesetzten Edel
stahlrohr neben der Sanierung auch eine gewünschte Verringerung des
Querschnittes des Schornsteines erreicht. Das den Schornsteinabzug bil
dende Edelstahlrohr besteht dabei aus einzelnen Schüssen, die
abschnittsweise in den Schornsteinschacht eingeführt werden.
Um die in Schornsteinen notwendigen Reinigungs- und Prüföffnungen
sowie den Anschluß zu der Brennstelle, die sich im Bereich von Keller und
Boden befinden, versehen zu können, werden Verbindungsstutzen zwi
schen dem bisherigen im Mauerwerk befindlichen Kamintüren bzw. dem
Anschluß zu der Brennstelle und den Öffnungen in der Rohrsäule gesetzt.
Mit Hilfe dieser Verbindungsstutzen wird eine Verbindung zwischen dem
Edelstahlrohr und der Außenkante des Kaminmauerwerks geschaffen. Da
die Länge aller Rohrelemente in standardisierten Sprüngen festgelegt ist,
bedarf es der Anpassung der Verbindungsstutzen an in der Wand oder im
Mauerwerk vorhandene Öffnungen.
Gerade die Abstimmung bzw. Einpassung der in der Wand oder im Mauer
werk des Durchbruches befindlichen Verbindungsstutzen im Keller- bzw.
im Bodenbereich mit den im Rohrstrang des Einsatzes befindlichen Öff
nungen gestaltet sich oft sehr schwierig. Zur exakten Abstimmung hin
sichtlich der Erreichung der notwendigen Dichtigkeit kann es zur fluchten
den Verbindungsherstellung nachträglich erforderlich sein, noch Mauer
werk im Öffnungsbereich zu entfernen bzw. wieder einzufügen.
Es ist daher erforderlich, zur exakten Abstimmung den eingesetzten
Schornstein-Rohreinsatz aus Edelstahl jeweils mit Paß-Stücken zu verse
hen, um die fluchtende Verbindung an den Reinigungs- und Prüföffnungen
bzw. dem Anschluß zu der Brennstelle herzustellen. Dies setzt ein genau
es Ausmessen der Rohrsäule hinsichtlich der Lage der Öffnungen in der
Säule voraus, bevor sie in den Lumen des Kamins eingelassen wird.
Dazu müssen Paß-Stücke für die einzubauende Rohrsäule an der Bau
stelle entsprechend aufgekürzt werden. Das Kürzen der Rohrstücke an
der Baustelle erfolgt dabei vorwiegend mit einem Trennjäger, der insbe
sondere an den Trennstellen des Paß-Stückes eine nicht zu vermeidende
Gratbildung hinterläßt. Ein Entfernen des Grates muß daher zwangsläufig
erfolgen, um die Teile steckbar zu bekommen. Durch den Trennvorgang
sowie das Entgraten ist es unvermeidbar, daß Anlauffarben auftreten, so
daß insbesondere an diesen Montagestellen die Rohrsäule später korro
sionsgefährdet ist.
Andererseits ist aus der Sanitärtechnik das teleskopartige Verbinden von
Abwasserrohren zum Zweck des Anpassens von Abwasserarmaturen an
vorhandene Wanddurchbrüche bzw. Sanitärteile bekannt (DE 42 31 760
A1). Die Arretierung wird hierbei durch Klemm- oder Preßverbindungen
mittels in der Sanitärtechnik üblicher Dichtelemente in Verbindung mit den
Befestigungsschellen für die Rohrteile gewährleistet. Von derartigen Ver
bindungen können allerdings nicht die durch das Gewicht der übereinan
dergesteckten Rohrelemente des Schornstein-Rohreinsatzes bedingten
vertikalen Kräfte aufgenommen werden, zumal auch eine Befestigung des
Schornstein-Rohreinsatzes mittels Schellen nicht möglich ist. Damit ist das
an sich recht vorteilhafte Teleskopieren von Rohrelementen zum Zweck
des Längenausgleichs in der Schornstein-Sanierungstechnik nicht ohne
weiteres anwendbar.
Es ist daher die Aufgabe der Erfindung, einen Schornstein-Rohreinsatz,
insbesondere von Schornsteinen mit einem zur Sanierung eingesteckten
Schornstein-Rohreinsatz aus Edelstahl, vor dem aufgezeigten Hintergrund
des Standes der Technik derart weiterzubilden, daß die Einrichtungs- bzw.
Montagearbeiten des Rohrstranges, insbesondere an den die Verbindung
herstellenden Stellen zwischen Rohrstrang und Mauerwerksöffnungen,
hinsichtlich der exakten Abstimmungseinrichtung vereinfacht werden.
Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, daß mindestens
ein aus in bekannter Weise ineinander steckbaren Rohrhülsen bestehen
des Ausgleichselement in dem Schornstein-Rohreinsatz vorgesehen ist,
wobei zur Arretierung der Rohrhülsen in jeder beliebigen Distanz zueinan
der Blechstreifen im unteren Bereich der Rohrhülse mit kleinerem Durch
messer an deren Außenumfang fest angeordnet sind. Diese sind in den
Ringraum der ineinander teleskopierbaren Rohrhülsen einführbar, ragen in
jeder Distanz mit ihren freien Enden über den Rand der jeweils umfassen
den Rohrhülse hinaus, sind über diesen abklappbar und am Außenumfang
der umfassenden Rohrhülse verspannbar.
Dadurch wird erreicht, daß insbesondere zur Abstimmung der Reinigungs-
und Prüföffnungen sowie des Anschlusses zu der Brennstelle mit dem
Rohreinsatz in dem Lumen des Kamins die aufwendigen Montagearbeiten
hinsichtlich der Anfertigung von Paß-Stücken sich erübrigen. Zur werk
zeugfreien Einrichtung bzw. Montage besteht das bzw. die Ausgleichsele
mente in dem Schornstein-Rohreinsatz aus ineinander steckbaren Rohr
hülsen, die für unterschiedliche Ausgleichlängen im Schornstein-Rohrein
satz teleskopartig gegeneinander festgelegt werden können. Durch diese
festlegbaren Ausgleichselemente wird erreicht, daß der Rohreinsatz hin
sichtlich seiner Rohrleitungslängen bezüglich der Paß-Stellen genau aus
richtbar ist. Dieses Ausrichten kann bereits vor dem Einsetzen des Rohr
stranges in den Kamin erfolgen, so daß die gesamte Rohrleitungslänge
unproblematisch durch die obere Kaminöffnung eingeführt werden kann.
Auf diese Weise kann nach dem Ausmessen des Kamins eine exakte
Abstimmung der Öffnungen im Schornstein-Rohreinsatz auf die Reini
gungs-, Prüföffnungen und dem Anschluß zur Brennstelle erfolgen, so daß
der Rohrstrang mit den exakt abgestimmten Längen vormontiert werden
kann. Es ist somit gelungen, einen Schornstein-Rohreinsatzes zu schaf
fen, der mit den Öffnungen im Mauerwerk genauestens abzustimmen ist,
um so fluchtende Verbindung herzustellen, so daß sich in jedweder Weise
ein Aufbrechen des Mauerwerkes sowie das Anfertigen von Paß-Stücken
erübrigt.
Der Schornstein-Rohreinsatz wird mit den festlegbaren Ausgleichselemen
ten vom Schornsteinkopf her in den Kamin heruntergelassen. Die einzel
nen Schüsse werden dabei untereinander mittels Verriegelungselementen
verbunden, die in den einander zu verbindenden Schüssen eingeschoben
werden. Zur Positionierung der Rohrsäule innerhalb des Lumens des
gemauerten Kamins werden zur Zentrierung Federn eingesetzt, die die
Säule des Edelstahlrohres im Lumen des Kamins zentrisch halten und
Bewegungen durch Wärmedehnungen nicht behindern. Dabei können
mehrere Ausgleichselemente verteilt über die Länge des Rohrstrangs ein
gebaut werden, da die Ausgleichselemente aufgrund ihrer Festlegbarkeit
die jeweils darüber aufliegende Rohrsäule tragen.
Die Ausgestaltung des Ausgleichselementes aus zwei ineinander steckba
re Rohrhülsen ermöglicht zunächst auf einfache Weise, eine Längenände
rung herbeizuführen. Die am Außenumfang der Rohrhülse mit kleinerem
Durchmesser angeordneten Blechstreifen ermöglichen, die Rohrhülse mit
kleinerem Durchmesser in der Rohrhülse mit großem Durchmesser dich
tend so festzulegen, daß es die darüberliegende Säule tragen kann.
In zweckmäßiger Ausgestaltung sind dabei die Blechstreifen am unteren
Bereich der Rohrhülse mit kleinerem Durchmesser am Außenanfang
angepunktet, wobei die freien Enden der Blechstreifen frei beweglich sind.
Auf diese Weise wird erreicht, daß hinsichtlich der Festlegung der beiden
ineinander verschiebbaren Rohrhülsen kein zusätzliches Werkzeug erfor
derlich ist. Es kann daher auf einfache Weise mit der Hand die Festlegung
vollzogen werden, indem die beiden Blechstreifen von Hand einfach um
den Rand der umfassenden Rohrhülse gebogen und an dieser arretiert
werden.
Zur besseren Handhabbarkeit können die freien Enden der Blechstreifen
Schlaufen aufweisen, durch die eine Bandschelle zur Arretierung der
Enden am Außenumfang der umfassenden Rohrhülse greift. Mittels der
Bandschelle lassen sich die Enden der Blechstreifen am Außenumfang
leicht befestigen, so daß die tragende Kraft durch die freien Enden der
Blechstreifen, die am Außenumfang der umfassenden Rohrhülse befestigt
werden, abgefangen wird. Dabei ist die Bandschelle am Außenumfang der
umfassenden Rohrhülse verspannbar. Dies erfolgt in vorteilhafter Weise
mit einem Bügelverschluß, der an der Bandschelle vorgesehen ist. Ein
Bügelverschluß an der Bandschelle ermöglicht in gleicher Weise ein Aus
richten bzw. ein Verspannen des Ausgleichselementes, ohne daß an der
Baustelle bzw. Montagestelle Werkzeuge zur Ausrichtung benötigt wer
den.
Das Wesen der Erfindung wird anhand der Fig. 1 bis 4 beispielhaft
näher erläutert; dabei zeigen:
Fig. 1 Eine teilweise geschnittene perspektivische Darstellung eines
Schornstein-Rohreinsatzes im Lumen eines Kamins;
Fig. 2 Eine perspektivische Darstellung des erfindungsgemäßen Aus
gleichselementes;
Fig. 3 Eine explosionsartige Darstellung des erfindungsgemäßen Aus
gleichselementes;
Fig. 4 Eine teilweise geschnittene Darstellung des erfindungsgemäßen
Ausgleichselementes.
Die Fig. 1 zeigt einen Schornstein-Rohreinsatz 1, der aus Rohrschüssen
2, Reinigungs- und Prüfelementen 3 sowie Ausgleichselementen 4 aufge
baut ist. Zur Zentrierung des Schornstein-Rohreinsatzes in dem Lumen
eines Kamins 5 sind an einzelnen Schüssen 2 Abstandhalter 6 vorgese
hen, die den Schornstein-Rohreinsatz 1 zentrieren und in dem Lumen des
Kamins 5 verspannen. Jeweils fluchtend zu Kamintüren 7 in der Kamin
wand befinden sich in dem Schornstein-Rohreinsatz 1 jeweils Reinigungs-
und Prüfelemente 3, die einen Zugang zu dem Rohrinneren des Schorn
stein-Rohreinsatzes 1 ermöglichen. Die Kamintüren 7 befinden sich dabei
jeweils im Bodenbereich und im Kellerbereich, um Reinigungs- bzw. Prüf
arbeiten an dem Schornstein-Rohreinsatz 1 vorzunehmen. Weiterhin
befindet sich im Schornstein-Rohreinsatz 1 ein Anschlußformstück 8, wel
ches mit einem Steckstutzen 9 den Anschluß zu einer Brennstelle bzw.
einem Ofen herstellt.
Erfindungsgemäß weist der Schornstein-Rohreinsatz 1 Ausgleichselemen
te 4 auf, die jeweils zur Ausgleichsfestlegung der Rohrleitungslänge in
dem Schornstein-Rohreinsatz 1 vorgesehen sind. Das Ausgleichselement
4 besteht dabei aus ineinander steckbaren Rohrhülsen 10 und 11, die für
unterschiedliche Ausgleichslängen teleskopartig gegeneinander festlegbar
sind. Zur teleskopartigen Festlegung der beiden Rohrhülsen 10 und 11
weist die obere Rohrhülse 10 einen kleineren Durchmesser gegenüber der
unteren Rohrhülse 11 auf. Dabei sind Blechstreifen 12 am Außenumfang
der Rohrhülse 10 mit kleinerem Durchmesser angeordnet, die in den
Ringraum 13 der ineinander teleskopierbaren Rohrhülsen 10, 11 einführ
bar sind. Die freien Enden der Blechstreifen 12 sind über den Rand der
umfassenden Rohrhülse 11 abklappbar und am Außenumfang der umfas
senden Rohrhülse 11 arretierbar. Dabei sind die Blechstreifen 12 im unte
ren Bereich der Rohrhülse 10 mit kleinerem Durchmesser am Außenum
fang angepunktet und frei beweglich.
An den freien Enden der Blechstreifen 12 befinden sich Schlaufen 14,
durch die eine Bandschelle 15 zur Arretierung der Enden am Außenum
fang der umfassenden Rohrhülse 11 greift. Um die tragende Wirkung der
in dem Schornstein-Rohreinsatz 1 befindlichen Ausgleichselemente 4 zu
erreichen, werden die freien Enden der Blechstreifen 12 am Außenumfang
der umfassenden Rohrhülse 11 mit der Bandschelle 15 verspannt. Dabei
kann die den Außenumfang der umfassenden Rohrhülse 11 umschließen
de Bandschelle 15 zur Verspannung mit einem nicht näher dargestellten
Bügelverschluß versehen sein.
Zum Einsatz des erfindungsgemäßen Ausgleichselementes 4 wird
zunächst eine bestimmte Länge des Ausgleichselementes 4 vorgegeben.
Dabei werden die beiden gegeneinander verschiebbaren Rohrhülsen 10,
11 derart gegeneinander verschoben, daß sie die einzustellende Länge
einnehmen. Danach werden die aus dem Ringraum 13 austretenden
Blechstreifen 12 um den Rand der umfassenden Hülse 11 geklappt, so
daß die freien Enden der Blechstreifen 12 an dem Außenumfang der
Rohrhülse 11 anliegen. Danach wird durch die an den freien Enden der
Blechstreifen 12 befindlichen Schlaufen 14 die Bandschelle 15 gezogen
und derart verspannt, daß die freien Enden der Blechstreifen 12 durch
Reibschluß an dem Außenumfang der Rohrhülse 11 gehalten werden.
Claims (4)
1. Vorrichtung zum Ausgleichen von Rohrleitungslängen, insbesonde
re von Schornsteinen mit einem zur Sanierung eingesetzten
Schornstein-Rohreinsatz aus Edelstahl unter Verwendung von
ineinander steckbaren, teleskopartig gegeneinander verschiebba
ren Rohrhülsen als Ausgleichselement,
dadurch gekennzeichnet,
daß zur Arretierung der Rohrhülsen (10 und 11) in jeder beliebigen
Distanz zueinander Blechstreifen (12) im unteren Bereich der
Rohrhülse (10) mit kleinerem Durchmesser an deren Außenum
fang fest angeordnet sind, die in den Ringraum (13) der ineinander
teleskopierbaren Rohrhülsen (10 und 11) einführbar sind, in jeder
Distanz mit ihren freien Enden über den Rand der jeweils umfas
senden Rohrhülse (11) hinausragen, über diesen abklappbar sind
und am Außenumfang der umfassenden Rohrhülse (11) verspann
bar sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Blechstreifen (12) der Rohrhülse (10) mit kleinerem Durch
messer an ihrem Außenumfang angepunktet sind.
3. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die freien Enden der Blechstreifen (12) Schlaufen (14) aufwei
sen, durch die eine Bandschelle (15) zur Arretierung der Enden am
Außenumfang der umfassenden Rohrhülse (11) greift.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die den Außenumfang der umfassenden Rohrhülse (11)
umschließende Bandschelle (15) zur Verspannung mit einem
Bügelverschluß versehen ist.
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