DE42789C - Einrichtung zum Verhüten des Stofses der Pumpenkolben beim Hubwechsel - Google Patents
Einrichtung zum Verhüten des Stofses der Pumpenkolben beim HubwechselInfo
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- DE42789C DE42789C DENDAT42789D DE42789DA DE42789C DE 42789 C DE42789 C DE 42789C DE NDAT42789 D DENDAT42789 D DE NDAT42789D DE 42789D A DE42789D A DE 42789DA DE 42789 C DE42789 C DE 42789C
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F04—POSITIVE - DISPLACEMENT MACHINES FOR LIQUIDS; PUMPS FOR LIQUIDS OR ELASTIC FLUIDS
- F04B—POSITIVE-DISPLACEMENT MACHINES FOR LIQUIDS; PUMPS
- F04B11/00—Equalisation of pulses, e.g. by use of air vessels; Counteracting cavitation
- F04B11/005—Equalisation of pulses, e.g. by use of air vessels; Counteracting cavitation using two or more pumping pistons
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- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Reciprocating Pumps (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE S9: Pumpen.
Beim Betrieb von Pumpen entstehen Stöfse dadurch, dafs am Ende der Saugperiode nicht
der ganze innere Pumpenraum mit Wasser vollgesaugt ist, so dafs der bei Beginn der
Druckperiode umkehrende Pumpenkolben zuerst einen gewissen Weg ohne gröfseren
Widerstand zurückzulegen hat, weil derselbe zuerst den nicht vollgesaugten Pumpenraum
ausfüllen bezw. die in demselben etwa vorhandene Luft verdichten mufs, und erst dann
kann Druck in der Pumpe auftreten und das Druckventil geöffnet werden. Die Eröffnung
des Druckventils kann aber dann nicht ohne Stofs erfolgen , weil die Eröffnung nach dem
Hubwechsel zu einer Zeit erfolgt, wo der Pumpenkolben schon gröfsere Geschwindigkeit
besitzt. Dieser Stofs kann dadurch vermieden werden, dafs der nicht mit Wasser vollgesaugte
Pumpenraum durch Wasser aus dem Druckraum der Pumpe oder einer benachbarten Pumpe oder durch Wasser aus der Druckleitung
vor Beginn der Druckperiode ausgefüllt wird. Zur Erreichung dieses Zweckes können
alle bekannten Einrichtungen dienen, welche zum Füllen vom Pumpen dienen, z. B. Hülfsventile,
Kolben, Ueberströmungskanäle u. s. w., wenn durch dieselben vor Beginn der Druckperiode
Druckwasser in den Saugraum der Pumpe eingelassen wird, welches dann den nicht vollgesaugten Raum ausfüllt. In gleicher
Weise können zur Erreichung desselben Zweckes alle bei Gebläsen zur Ueberführung
von Druckluft in den Saugraum bekannten Einrichtungen verwendet werden, vermittelst
welcher bei Pumpen durch eigene Ventile, Kolben u. s. w. oder durch Ueberströmungskanäle
vor Beginn der Druckperiode die Verbindung zwischen Saug- und Druckraum hergestellt
und dadurch Druckwasser in den Saugraum eingelassen wird.
Der Stofs im Hubwechsel kann weiter dadurch vermieden werden, dafs ,vor jedem
Druck - Hubwechsel des Pumpenkolbens das innere Pumpenvolumen, entsprechend dem
nicht mit Wasser vollgesaugten Raum, durch einen Verdränger verkleinert wird, oder dafs
vermittelst eines Verdrängers der nicht vollgesaugte Raum mit Wasser gefüllt ,wird.
Der Verdränger ν ist ζ. B. im Pumpencylinder q, Fig. 1, oder in einem Ventilkasten
angebracht. Vor Beginn der Druckperiode der Pumpe wird der Verdränger ν in die Pumpe
hineingedrückt, wobei die Verschiebung des Verdrängers der Gröfse des nicht vollgesaugten
Pumpenraumes entspricht, so dafs der nicht mit Wasser vollgesaugte Hohlraum der Pumpe
infolge der Verdrängung verschwindet und gegebenenfalls die im Hohlraum vorhandene Luft
bis zum Beginn der Druckbewegung des Pumpenkolbens jp verdichtet wird. Weiter kann auch durch
diese Verdrängung bis zum Beginn der Druckperiode das angesaugte Wasser unter Druck
gesetzt und Pumpe und Ventilkasten dem Druck entsprechend ausgedehnt und auch schon die Eröffnung des Druckventils begonnen
werden , wenn durch den Verdränger ein gröfseres Volumen bis zum Beginn der Druckperiode in der Pumpe verdrängt wird, als
dem nicht vollgesaugten Hohlraum entspricht.
Der Verdränger ν kann auch derart angeordnet werden, dafs derselbe nicht den Saugraum
der Pumpe unmittelbar verkleinert, son-
dern getrennt von der Pumpe q in einem besonderen
Cylinder, Fig. 2, verschoben wird, und dafs bis zum Beginn der Druckperiode das in diesem Cylinder verdrängte Wasser in den
Pumpenraum gedrückt wird und dort die erwähnte Wirkung hervorruft. Wird der Verdränger
nach seiner Verschiebung im Laufe der Druckperiode der Pumpe zurückgezogen, so wird durch den Verdränger Wasser aus
der Pumpe q zurückgesaugt. Um letzteres zu vermeiden, kann der Verdränger mit einem
selbstthätigen Rückschlagventil r, Fig. 2, gegen die Pumpe abgesperrt werden, so dafs derselbe
bei seiner Rückbewegung kein Wasser aus der Pumpe q zurücksaugen kann. In diesem Falle
ist noch ein Saugventil s anzubringen , durch welches der Verdränger bei seiner Rückbewegung
Wasser aus einer besonderen Leitung ansaugt. Es geht dann der Verdränger in eine
Hülfspumpe über, welche vor Beginn jeder Druckperiode den nicht mit Wasser vollgesaugten
Pumpenraum ausfüllt.
Der Antrieb des Verdrängers ν kann von Maschinenteilen abgeleitet werden, welche mit
dem Pumpenkolben ρ hin- und hergehen und mit demselben' ihren Hub wechseln. In diesem
Falle ist· im Pumpenhubwechsel auch die Geschwindigkeit des Verdrängers gleich Null, auch
dann, wenn im Antrieb Zwischenübersetzungen zum Zwecke der Geschwindigkeitsvergröfserung
ausgeführt werden. Die Wirkung des Verdrängers wird daher eine unzureichende sein,
weil die gröfste Verdrängung zur Erreichung des Zweckes stets unmittelbar vor und beim
Hubwechsel des Pumpenkolbens erforderlich ist. Wird hingegen der Antrieb des Verdrängers v,
Fig. 3, von den hin - und hergehenden Theilen abgeleitet, welche ihren Hub mit dem
Kolben einer mit der Pumpe q (etwa mit Kurbeln unter 90 °) gekuppelten Pumpe ql
wechseln, dann erfolgt die gröfste Verdrängung im Hubwechsel der Pumpe q, zur Zeit, wenn
der gekuppelte Pumpenkolben j?1 und die mit
demselben hin- und hergehenden Antriebstheile des Verdrängers grofse Geschwindigkeit besitzen.
Es sei z. B. in Fig. 3 k die Kurbel der Pumpe q, k] die Kurbel einer unter go °
mit der ersteren gekuppelten Pumpe q1. Von
den hin- und hergehenden Theilen dieser letzteren Pumpe erfolgt unmittelbar oder durch
Hebelübersetzung der Antrieb des Verdrängers v. Die gröfste Verdrängung erfolgt im Hubwechsel
der Pumpe q, wenn die gekuppelte Pumpe ql, der Antrieb und der Verdränger
sich in der Mitte ihres Hubes befinden.
Als weiteres Beispiel eines dem Zweck entsprechenden Verdrängungsantriebes kann der
Antrieb durch Excenter oder unrunde Scheiben auf umlaufenden Wellen erwähnt werden. Auf
der Schwungradwelle der Pumpe oder auf einer besonderen umlaufenden Welle wird z. B. ein Excenter e, Fig. 4 (oder eine unrunde
Scheibe), befestigt, welches zur Zeit des Hubwechsels der Pumpe q in oder nahe der Mitte
seines Hubes steht, so dafs der vom Excenter unmittelbar oder durch Zwischenhebel angetriebene
Verdränger im Hubwechsel der Pumpe q mit der gröfsten Geschwindigkeit verschoben wird. In gleicher Weise können
auch die vorhandenen Excenter der Antriebsdampfmaschine der Pumpe für den Antrieb
des Verdrängers verwendet werden, wenn diese Excenter unter 90° vermehrt um einen geringen
Voreilungswinkel gegen die Pumpenkurbel voreilen , so dafs in der Nähe .des Pumpenhubwechsels
gleichfalls die Bewegung des Verdrängers mit grofser Geschwindigkeit erfolgt.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Zum Zwecke der Verhütung des Stofses beim Hubwechsel von Pumpenkolben die Ausfüllung des in den Pumpen nicht vollgesaugten Raumes:a) durch einen Verdränger, welcher, vor Beginn der Druckperiode der Pumpe in den Saugraum der Pumpe hineingedrückt, das innere Pumpenvolumen entsprechend verkleinert;b) durch Wasser, welches, durch einen in einem besonderen, mit der Pumpe communicirenden Cylinder bewegten Verdränger vor Beginn der Druckperiode in den Saugraum der Pumpe gedrückt, den nicht vollgesaugten Raum ausfüllt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE42789C true DE42789C (de) |
Family
ID=318160
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT42789D Expired - Lifetime DE42789C (de) | Einrichtung zum Verhüten des Stofses der Pumpenkolben beim Hubwechsel |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE42789C (de) |
-
0
- DE DENDAT42789D patent/DE42789C/de not_active Expired - Lifetime
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