DE427166C - Strahlenabschneidevorrichtung fuer elektrische Wellenstrahlkommutatoren - Google Patents
Strahlenabschneidevorrichtung fuer elektrische WellenstrahlkommutatorenInfo
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- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02M—APPARATUS FOR CONVERSION BETWEEN AC AND AC, BETWEEN AC AND DC, OR BETWEEN DC AND DC, AND FOR USE WITH MAINS OR SIMILAR POWER SUPPLY SYSTEMS; CONVERSION OF DC OR AC INPUT POWER INTO SURGE OUTPUT POWER; CONTROL OR REGULATION THEREOF
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Description
Die Erfindung betrifft Vorrichtungen, bei welchen ein wellenförmiger, leitender Flüssigkeitsstrahl
für die Schließung und Unterbrechung eines elektrischen Stromkreises benutzt wird, namentlich die sogenannten
Wellenstrahlkommutatoren. und -unterbrecher, die in den deutschen Patentschriften
313276 und 355189 beschrieben sind; der Zweck der Erfindung ist, eine Vorrichtung
zu schaffen, welche den Strahl derart durchschneidet, daß die korrodierende Wirkung
des Kommutierungs- oder Unterbrechungsfunkens auf die Abschneidevorrichtungen
vermindert oder unschädlich gemacht wird.
Erfindungsgemäß besteht die Strahlenabschneidevorrichtung aus einem oder mehreren
Messern oder Keilen, aus einem leitenden Material, am zweckmäßigsten mit einem hohen Schmelzpunkt, und die Messer oder
Keile haben eine solche Form und sind der- ao art angeordnet, daß die Unterbrechung zwischen
dem Wellenstrahl und einer von der Schneide entfernten Stelle am Messer stattfindet,
so daß die Schneide der korrodierenden Wirkung des Funkens entzogen wird und ihre Schärfe behält. Der Schmelzpunkt des
Messermaterials muß am besten oberhalb einer Temperatur von 2000 ° C liegen, so
daß ζ. B. Wolfram als Messermaterial besonders geeignet ist.
In der Zeichnung sind einige Ausführungsformen der Erfindung dargestellt.
Abb. ι stellt schematisch einen Strahlenkommutator der bisher benutzten Art dar.
Abb. 2 ist eine Seitenansicht in größerem Maßstabe einer Schneidevorrichtung nach der
Erfindung.
ίο Abb. 3 und 4 sind Seitenansicht und
Draufsicht einer zweiten Ausführungsform und
Abb. S und 6 Seitenansicht und Draufsicht einer dritten Ausführungsform.
Abb. 7 ist ein Stromdiagramm, das die Vorrichtung nach Abb. 5 und 6 enthält, und
Abb. 8 ist die Seitenansicht einer vierten Ausführungsform.
In Abb. ι stellt / einen Quecksilberstrahl dar, der aus einem Mundstück JV in der Richtung
der Achse der Strahlenfigur ausströmt und eine Doppelelektrode Ji1, E2 trifft, deren
Teile gewöhnlich durch eine isolierende Wand P getrennt sind, welche Wand eine
scharfe Kante hat, die den Strahl abschneidet. Der Strahl ist während seiner Bewegung
fortwährend mit einer Hilfselektrode E' in Berührung und verbindet dieselbe abwechselnd
mit den Elektroden E1 und E2, so daß
ein Kommutator gebildet wird, der eine Wechselspannung gleichrichten kann. Die Bewegung des Strahles in seitlicher Richtung
wird durch Zusammenwirkung zwischen einem permanenten magnetischen Feld F und
einem mit der gleichzurichtenden Wechselspannung synchronen Hilfswechselstrom erzielt,
welcher Hilfsstrom von der Sekundärwicklung T eines Transformators geliefert
und durch eine Elektrode E und das Mundstück N dem Quecksilberstrahl zugeleitet
wird. Die Doppelelektrode E1, E2. muß in
einem solchen Abstand vom Feld F angebracht sein, daß der Strahl in dem
Augenblick an der Kante der Wand P überschnitten wird, wo die Wechselspannung ihr !
Zeichen wechselt. 1
Die Erfindung betrifft namentlich die f Doppelelektrode (Hauptelektrode) eines derartigen
Wellenstrahlkommutators, sie kann j aber, wie oben erwähnt, in jeder Einrichtung
verwendet werden, in welcher ein Wellen- : strahl für die Schließung und Unterbrechung
eines elektrischen Stromkreises benutzt wird. j
Es hat sich gezeigt, daß die isolierende Wand P (Abb. 1) fortgelassen werden kann,
wenn die inneren Kanten α und b der beiden
Teilelektroden E1 und E„ als vorstehende
Messerschneiden ausgebildet werden, wie in Abb. 2 dargestellt. Bei einer solchen Anordnung
erfolgt die Kommutierung in der folgenden Weise. Der gegen die Elektrode vorschreitende
Wellenstrahl wird zuerst an der einen Kante α in Abb. 2 mit großer Genauigkeit
überschritten; ist aber die innere Oberfläche der Elektrode Ji1 annähernd senkrecht,
so wird die Verbindung zwischen dem Strahl / und der Elektrode E1 nicht unterbrochen,
bevor der Strahl sich weiter durch die ganze-Höhe der Elektrode E1 und gegebenenfalls
noch eine kurze Strecke bewegt hat. Unmittelbar vor der Unterbrechung der Verbindung wird die Verbindung durch einen
Flüssigkeitsfaden S aufrechterhalten, und die Verbindung hört auf, wenn dieser Faden
unterbrochen wird.
ι Ein derartiger Kommutator hat sehr wertj volle Eigenschaften. Es hat sich nämlich
j herausgestellt, daß durch ihn eine sehr genaue Kommutierung erzielt wird. Ferner wird die
korrodierende Wirkung des Kommutierungsfunkens dadurch unschädlich gemacht, daß der Funke zwischen dem Ende c des Strahles
und der unteren Kante d der Elektrode E1
(oder E2) gebildet wird. Der Funke greift somit die Kante α (oder b) nicht an, so daß
die Genauigkeit der Kommutierung durch Abnutzung der Elektrode nicht beeinträchtigt
wird. Wenn die inneren Teilet und B der Elektroden aus einem Material mit einem
hohen Schmelzpunkt, beispielsweise Wolf- go ram, hergestellt werden, wird die richtig bemessene
Elektrode nur sehr langsam abgenutzt werden.
Bei der Ausführungsform gemäß Abb. 3 und 4 bestehen die Elektroden E1 und E2 je
aus einer Reihe von Messern oder Keilen, von welchen indessen nur die beiden inneren,
V1 und V2, für den Kommutierungsvorgang von
Bedeutung sind, so daß man nur diese beiden Messer aus einem besonderen hochschmelzenden
Material herzustellen braucht. Die beiden inneren Messer können isoliert
seih, so daß Widerstände zwischen dieselben und die übrigen Teile der Elektroden E1 und
E2 eingeschaltet werden können.
Bei den beiden oben beschriebenen Ausführungsformen der Erfindung findet das
Überschneiden des Strahles nicht in der mittleren Ebene des Kommutators statt, was in
gewissen Fällen ein Nachteil sein kann, dem jedoch durch eine Bauart der. Elektrode gemäß
Abb. 5 und 6 abgeholfen werden kann.
Es ist hier zwischen den beiden Teilelektroden
E1 und E2 ein Messer oder Keil V0
aus leitendem Material· angeordnet.= Dieses Messer ist von den beiden Elektroden E1 und
£2 isoliert. Die Kommutierung findet hierbei
in der folgenden- Weise statt. Unmittelbar . bevor die Verbindung zwischen dem Strahl/
und 4er einen Elektrode JS1 (Abb. 5) unterbrechen
wird, wird die Verbindung durch das Messer V0 und den Quecksilberfaden S
aufrechterhalten. Kurz nachdem der Strahl die Kante b der anderen Elektrode E2 erreicht
hat, wird der Faden S gebrochen, und | es entsteht ein Kommutierungsfunke. Wie
vorher greift der Funke nicht die Schneide desjenigen Messers an, das den Strahl durchschnitten
hat, sondern nur den hinteren Teil dieses Messers, der die Einwirkung des Fun- !
kens besser ertragen kann und dessen Zustand '
ίο für die Wirkung des Kommutators ohne Bedeutung
ist. Die Elektroden E1 und E2
können jede geeignete Form haben; die in Abb. 5 und 6 dargestellte ist besonders !
zweckmäßig. In der Regel wird es unnötig sein, die Messer F1 und F2 und die übrigen
Messer der Elektroden aus besonders widerstandsfähigem Material herzustellen, während
bei Kommutatoren für große Belastungen das Messer F0 aus einem Material von hohem ;
Schmelzpunkt hergestellt werden muß. Da aber die Messer F1 und F2 eine hohe Temperatur
annehmen können, wird es bisweilen vorteilhaft sein, auch diese aus einem derartigen
widerstandsfähigen Material (WoIfram) herzustellen. Ein Messer oder mehrere
Messer auf den Elektroden können von diesen elektrisch isoliert sein, um das Einschalten
von Widerständen oder anderen elektrischen Vorrichtungen zwischen Elektroden und
Messer zu ermöglichen. Ferner können elektrische Apparate zwischen dem Messer F0
und der Mitte derjenigen Transformatorwicklung, mit welcher die Doppelelektrode verbunden ist, wenn dieselbe in einem Gleichrichter
benutzt wird, eingeschaltet werden. Abb. 7 zeigt schematisch eine solche Anordnung,
in welcher ein Widerstand/? zwischen dem Messer F0 und der Mitte der Transformatorwicklung
T1, T2 eingeschaltet ist.
Das isolierte mittlere Messer kann zu mehreren solchen aufgeteilt werden, die in verschiedener
Weise angeordnet sein können. Abb. 8 zeigt ein in drei Teile F0, F01 und F02
geteiltes Messer, von welchem der mittlere Teil so viel oberhalb der beiden anderen gehoben
ist, daß die beiden Fäden S1 und S2
gleichzeitig unterbrochen werden. Hierbei werden zwei Kommutierungsfunken statt eines erzeugt, so daß die durch die Funken
bewirkte Abnutzung auf zwei Messer verteilt wird; dadurch kann eine größere Leistung
oder Spannung kommutiert werden. Die derart zusammengesetzte Messeranordnung kann
in verschiedener Weise abgeändert werden.
Das mittlere Messer F0 in Abb. 8 kann beispielsweise
fortgelassen werden. Die Messer F01 und F02 können dann in den dargestellten
Stellungen bleiben, oder sie können bis auf die Höhe der Elektroden E1 und E2 herabgesenkt
werden, indem ihr gegenseitiger Abstand gleichzeitig vergrößert wird. Wenn dieselben
dann mit den Elektroden E1 und E2 elektrisch
verbunden werden, entweder direkt oder durch Widerstände, so wird die Bauart derjenigen
nach Abb. 2 und 3 ähnlich werden.
Claims (6)
1. Strahlenabschneidevorrichtung für elektrische Wellenstrahlkommutatoren
oder -unterbrecher, gekennzeichnet durch ein oder mehrere Messer oder Keile aus
leitendem Material, vorzugsweise mit hohem Schmelzpunkt, welche eine derartige
Form haben und in der Weise angeordnet sind, daß die Unterbrechung zwischen dem wellenförmigen Strahl und
einer von der Schneide entfernten Stelle des Messers stattfindet, so daß die Schneide der abnutzenden Wirkung des
Kommutierungs- oder Unterbrechungsfunkens entzogen wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Messer
oder der Keil aus einem Material, dessen Schmelzpunkt oberhalb 20000 C liegt,
z. B. aus Wolfram, hergestellt ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das den wellenförmigen
Strahl abschneidende Messer (F0) in der Mittelebene zwischen den
Teilen einer mit dem Strahl zusammenwirkenden Doppelelektrode (E1, E2), in
diesen elektrisch isoliert, angeordnet ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch drei isolierte Messer
(F0, F01 und F02), die, symmetrisch in
bezug auf die mittlere Ebene einer mit dem wellenförmigen Strahl zusammenwirkenden
Doppelelektrode (E1, E2), in
solchen gegenseitigen Stellungen angeordnet sind, daß der wellenförmige Strahl von zwei Messern gleichzeitig überschnitten
wird.
5. Vorrichtung nach Anspruch !,gekennzeichnet
durch zwei isolierte Messer, die in bezug auf die mittlere Ebene einer mit dem wellenförmigen Strahl zusammenwirkenden
Doppelelektrode (E1, E2) symmetrisch
angeordnet sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Messer je
mit einem der Teile der Doppelelektrode (.E1 oder E2) elektrisch leitend verbunden
sind.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH97662D DE427166C (de) | 1924-06-24 | 1924-06-24 | Strahlenabschneidevorrichtung fuer elektrische Wellenstrahlkommutatoren |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH97662D DE427166C (de) | 1924-06-24 | 1924-06-24 | Strahlenabschneidevorrichtung fuer elektrische Wellenstrahlkommutatoren |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE427166C true DE427166C (de) | 1926-03-25 |
Family
ID=7167870
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEH97662D Expired DE427166C (de) | 1924-06-24 | 1924-06-24 | Strahlenabschneidevorrichtung fuer elektrische Wellenstrahlkommutatoren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE427166C (de) |
-
1924
- 1924-06-24 DE DEH97662D patent/DE427166C/de not_active Expired
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