DE42665C - Kloset mit Spül- und Streuvorrichtung - Google Patents

Kloset mit Spül- und Streuvorrichtung

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Publication number
DE42665C
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
flap
cioset
closet
lever
funnel
Prior art date
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT42665D
Other languages
English (en)
Original Assignee
D. LENSCH in Hannover, Köbelingerstrafse 3
Publication of DE42665C publication Critical patent/DE42665C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E03WATER SUPPLY; SEWERAGE
    • E03DWATER-CLOSETS OR URINALS WITH FLUSHING DEVICES; FLUSHING VALVES THEREFOR
    • E03D5/00Special constructions of flushing devices, e.g. closed flushing system
    • E03D5/02Special constructions of flushing devices, e.g. closed flushing system operated mechanically or hydraulically (or pneumatically) also details such as push buttons, levers and pull-card therefor
    • E03D5/08Special constructions of flushing devices, e.g. closed flushing system operated mechanically or hydraulically (or pneumatically) also details such as push buttons, levers and pull-card therefor directly by the foot combined with devices for opening or closing shutters in the bowl outlet and/or with devices for raising or lowering seat and cover and/or for swiveling the bowl

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Hydrology & Water Resources (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Water Supply & Treatment (AREA)
  • Apparatus For Disinfection Or Sterilisation (AREA)
  • Toilet Supplies (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 85: Wasserleitung.
D. LENSCH in HANNOVER. Closet mit Spül- und Streuvorrichtung.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 6. August 1887 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf einen durch den Ciosetsitz hindurchtretenden Schieber ο zum Halten der durch den Fufstritt gehobenen Verschlufsklappe k bei der Benutzung des Closets und auf die auf der Verschlufsklappe angebrachte Desinfectionseinrichtung μ.
Die Cioseteinrichtung ist auf der beiliegenden Zeichnung angegeben, und zwar in den Fig. ι und 2 die Vorderansicht und Aufsicht, in den Fig. 3 und 5 die Ansichten der rechts und links vom Closettrichter aus liegenden Theile, welche im Grundrifs durch Fig. 4 angedeutet sind; in der Fig. 6 wird die Spülvorrichtung dargestellt und die Bewegung der letzteren vom Fufstritte aus wird in Fig. ι ο schematisch veranschaulicht. Fig. 11 erläutert die Bewegungsarten der Verschlufsklappe für den Closettrichter. Fig. 9 giebt einen Schnitt durch die Glycerinpumpe, welche zur Regulirung der Bewegungen der Verschlufsklappe und zur Regulirung des Spülwasserquantums dient. Endlich zeigen die Fig. 7, ja und 8 in einem Horizontalschnitt und zwei Verticalschnitten die Anbringung der Desinfectionseinrichtung auf der Verschlufsklappe k.
Die Cioseteinrichtung ist folgende: Vor dem Ciosetkasten α α1, welcher aus hölzernen Bohlen zusammengesetzt und durch Winkeleisen ef und/"1 genügend abgesteift ist, befindet sich der Tritt b auf den Winkeleisen c befestigt; letztere sind bei d in den Versteifungen e gelagert, damit eine Auf- und Abwärtsbewegung des Trittes erfolgen kann. Die obere Verschlufsklappe des Ciosettrichters ist mit Hülfe der Scharnierbänder i um eine hinter derselben liegende feste Achse drehbar angeordnet, und diese Drehung erfolgt durch die Bewegung des Trittes b in der Weise, dafs zwischen den mit den Winkeleisen c fest vernieteten Flacheisen g und gl und den Scharnierbändern i die Gelenke h eingeschaltet sind. Unter Berücksichtigung der Fig. 3 und 11 ersieht man, dafs durch Niedergehen des Trittes b beim Betreten desselben die Theile h und i in die punktirte Lage λ il übergehen und dadurch die Klappe k in die senkrechte Stellung kx gelangt. Ein Gegengewicht α, welches mit den Eisen c in Verbindung steht, veranlafst nach der Benutzung des Closets ein selbstthätiges Schliefsen der Klappe k\ der Drehpunkt des Gewichtshebels α liegt in dem Eisen f (s. Fig. 4 und 5).
Der Abstand von der Sitzfläche α des Closets und dem Fufstritt b ist ein bestimmter und pafst daher nicht für alle das Closet benutzenden Personen.
Damit nun bei der Benutzung des Closets die Klappe k in der senkrechten Stellung erhalten wird, wenn auch ein Druck mit den Füfsen auf den Tritt b nicht ausgeübt wird, ist mit den Eisen c durch die Hängeschienen ρ ein Schieber ο verbunden.
Dieser Schieber 0 tritt bei der Nichtbenutzung des Closets um ein bestimmtes Mafs aus der Sitzfläche α hervor. An der Bewegung des Trittes b nimmt der Schieber 0 Theil und bleibt bei der Benutzung des Closets nur um einige Millimeter aus der Sitzfläche α vorstehen; in dieser Stellung wird der Schieber durch den Druck der Oberschenkel der auf dem Sitze α ruhenden Personen niedergehalten, wodurch ein Nachvornneigen der Klappe k aus der senkrechten Lage ausgeschlossen bleibt.
Die unter dem Ciosettrichter drehbar gelagerte Verschlufsklappe m (s. Fig. ii) wird ebenfalls durch die Flacheisen g bewegt, und zwar so, dafs erst bei der Benutzung des Closets dieselbe durch das Gelenk /, zwischen dem Eisen g und dem an der Drehachse der Klappe m sitzenden Hebel η befindlich, in die waagrechte Lage m1 gebracht wird, um den Ciosettrichter von unten zu schliefsen.
Damit die den Ciosettrichter anfüllenden üblen Gase nicht in den Ciosetraum gelangen können, ist der Ciosettrichter unter das Sitzbrett α luftdicht angeschraubt und durch einen in die Klappe k eintretenden Gummischlauch ein luftdichter Abschlufs zwischen Klappe k und Sitzbrett α geschaffen.
Das in die Verschlufsklappe k eingelassene Gehäuse ju mit Zubehör (s. Fig. 7, 7a und 8) dient zur Aufnahme des Desinfectionspulvers.
Die Desinficirung des Ciosettrichters geschieht durch die Bewegung der Klappe k selbsttätig und geschieht in folgender Weise: In dem hinteren Theil des Gehäuses ju, mittelst Deckels fest verschlossen, ist eine schräg liegende Platte befestigt; in dieser Platte befindet sich eine Oeffnung, durch welche das Desinfectionspulver in das Rohr ε treten und durch dieses letztere in den Ciosettrichter gelangen kann. Die Gröfse der Oeffnung in der schräg liegenden Platte kann durch einen Schieber ε mit Hülfe einer Kriopfschraube w, welche durch die Gehäusewandung tritt, regulirt werden und damit auch die Menge des zu verbrauchenden Desinfectionspulvers. Da das Desinfectionspulver begierig Feuchtigkeit aufnimmt und dieselbe durch die Spülung des Ciosettrichters empfangen kann, so mufs man ein etwaiges Zusammenbacken der Pulverkörnchen dadurch zu verhindern suchen, dafs man eine Verschiebung der Körnchen zu einander in der Pulvermasse verursacht. Zu diesem Zwecke ist die vorliegende Desinfectionseinrichtung folgendermafsen construirt: An dem äufseren Ende eines am Boden des Gehäuses μ gelagerten Hebels λ sitzt eine Kugel ρ fest, und mit dem Hebel λ sind zwei Stangen λ2 verbunden, welche ihrerseits an zwei um Zapfen π gelagerte Doppelhebel η greifen. Gelangt nun die Klappe k durch den Fufstritt b in die senkrechte Stellung, so wird die Kugel ρ vermöge ihrer Schwere in der Pfeilrichtung (s. Fig. 7) sich bewegen und der Hebel λ in die punktirte Lage λ1 gelangen; zu gleicher Zeit werden aber die Doppelhebel η durch die Stangen λ2 um die Zapfen ττ sich in der in Fig. 8 angegebenen Pfeilrichtung verschieben und durch die schaufeiförmige Gestalt dieser Hebel η die gewünschte Bewegung in der Pulvermasse hervorrufen, auch zugleich einen Theil des Pulvers nach der Oeffnung der schräg liegenden Platte schieben. Beim Niederfallen der Klappe k nehmen die Kugel ρ und alle übrigen Theile im Gehäuse die gezeichneten Lagen wieder ein.
Die Spulvorrichtung (s. Fig. 6 und 10) besteht aus folgenden Theilen: Mit der Hängeschiene ρ ist durch die Schiene q der Winkelhebel r verbunden, dessen Drehpunkt sich am vorderen Ciosetkasten a1 befindet; am letzteren befindet sich auch die Drehachse für den Gewichtshebel t. Bei der Auf- und Abwärtsbewegung des Trittes b wird der Hebel t durch den Winkelhebel r unter Einschaltung des Gelenkes s gehoben und gesenkt und dadurch der Zutritt des Spülwassers durch das Rohr v, das Ventil u und das Rohr n> in den Ciosettrichter gestattet. Die Zuflufsmenge des Spülwassers richtet sich nach der mehr oder weniger schnellen Bewegung des Trittes b und diese letztere wird durch die an die Schiene 0 gekuppelte und mit der Vorderwand a1 verschraubte Glycerinpumpe ß, deren Construction aus dem in Fig. 9 angedeuteten Querschnitt hervorgeht, regulirt. Der Hebel t wird in der Schleife \ geführt.
Um zu allen Theilen der Einrichtung leicht gelangen zu können, ist in der Closetsitzwandung al eine grofse Oeffnung gelassen, welche für gewöhnlich durch eine Klappe geschlossen gehalten wird.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Der mit dem Fufstritt in Verbindung stehende und durch letzteren bewegliche Schieber o, wodurch ein Niederklappen des Verschlufsdeckels k nach vorn während der Benutzung des Closets verhindert wird, in Verbindung mit der auf dem Verschlufsdeckel k in dem Gehäuse μ angebrachten Desinfectionseinrichtung, bestehend aus dem Hebel λ mit der Kugel p, den Stangen λ2 und den schaufeiförmigen Doppelhebeln η, welche in ihrer Wirkung durch den Schieber ε und die Knopfschraube cu regulirt werden kann.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT42665D Kloset mit Spül- und Streuvorrichtung Expired - Lifetime DE42665C (de)

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