DE4244348C2 - Vorrichtung zur Speisung einer Strahlpistole mit nicht sublimierendem feinem oder staubförmigen Strahlgut - Google Patents
Vorrichtung zur Speisung einer Strahlpistole mit nicht sublimierendem feinem oder staubförmigen StrahlgutInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Speisung einer Strahl
pistole mit nicht sublimierendem feinem oder staubförmigem Strahlgut.
Wird eine Strahlpistole aus einem Druckkessel mit Strahlgut
gespeist, so tritt insbesondere bei Verwendung eines feinkör
nigen Strahlgutes oder gar staubartigen Materials, wie
Dolomitstaub,
das Problem auf, daß sich das feinkörnige Strahlgut im Druck
kessel im Bereich des Auslasses zur Strahlpistole festsetzt
und eine kontinuierliche, störungsfreie Versorgung der
Strahlpistole nicht mehr sichergestellt werden kann.
Aus der DE 25 43 019 C2 ist eine Vorrichtung zum Behandeln einer Werkstückober
fläche mit einem Strahlgut in Form von festen sublimierenden Teilchen bekannt. Zum
Lockern des Strahlguts in einem Sammelbehälter ist ein mechanisches Rührwerk mit
einem Rührflügel vorgesehen, der von außerhalb des Sammelbehälters angetrieben
wird. Eine sich an den Auslaß des Sammelbehälters anschließende Anschlußleitung wird
mittels eines daran angeordneten Vibrators in eine Schüttelbewegung versetzt, um ein
Hängenbleiben der Strahlgutteilchen in dieser Anschlußleitung zu verhindern.
Weitere Vorrichtungen, die ausschließlich für das Strahlgut Kohlendioxid oder ein
sublimierendes Strahlgut vorgesehen und ausgebildet sind, werden in der US-PS 4 947 592
und der WO 86/04536 offenbart.
Die DE 42 43 099 C1 lehrt eine Vorrichtung zum Durchführen eines Strahlreinigungsverfahrens
mit einem Druckkessel zur Aufnahme eines Strahlguts, wobei der Druckkessel
einen Vibrator aufweist und in dem Druckkessel ein Rüttelwerk in Form eines
Rüttelbaums mit einem zentralen Stamm und davon in unterschiedlichen Höhen ab
zweigenden Rüttelarmen angeordnet ist. Der Vibrator, der im Inneren des Druckkessels
oder an dessen Außenwand angeordnet sein kann, versetzt den gesamten Druckkessel in
Vibration. Die Rüttelarme des Rüttelbaums können ein Profil aufweisen, das dem
jeweiligen Rüttelarm infolge der Vibration und dem vorbeiströmenden Strahlgut eine
Drehung erteilt.
Die Erfindung hat es sich daher zur Aufgabe gemacht, eine
möglichst störungsarme Druckförderung des Strahlguts sicher
zustellen.
Diese Aufgabe wird durch die Vorrichtung gemäß Patentanspruch 1
gelöst.
Weitere Ausgestaltungen der
Vorrichtung gemäß Patentanspruch 1 werden durch die nachfolgenden
Unteransprüche offenbart.
Der Vorteil der vorliegenden Erfindung liegt darin begründet,
daß das in dem Druckkessel befindliche, sich nahe seinem Kes
selauslaß absetzende Strahlgut im Kessel aufgelockert wird.
Das Auflockern erfolgt durch Rühren, durch das Erzeugen von
Vibrationsbewegungen oder durch eine Kombination dieser Auf
lockerungsarten. Zu diesem Zweck ist in dem Druckkessel er
findungsgemäß ein Rühr- oder Vibrationswerk im Bereich des
Strahlgutauslasses angeordnet, mit dem das Strahlgut in
diesem Bereich in Bewegung gehalten wird. Dadurch kann das
Festsetzen des Strahlgutes, was zum Verstopfen des Auslasses
führen kann, von vornherein verhindert werden.
Den wesentlichen Bestandteil solch eines Rühr- oder Vibra
tionswerks bildet erfindungsgemäß ein drehantreibbarer und/
oder vibratorisch bewegbarer Rührstab, der mit einer Vielzahl
von radial abstehenden Armen, die besonders einfach als Rund
stäbe ausgebildet sein können, besetzt ist. Erfindungsgemäß
sind diese abstehenden Arme über die Länge des Stabes ver
teilt in ihrer Winkellage zueinander versetzt angeordnet.
Durch solch ein konstruktiv verhältnismäßig einfaches und
daher preiswertes Rühr- und/oder Vibrationswerk wird das
Strahlgut besonders gleichmäßig gelockert.
Das Rührwerk ist im Bereich des Strahlgutauslasses des Kes
sels angeordnet und reicht erfindungsgemäß bis unmittelbar
zur Auslaßöffnung oder gar bis in die Auslaßöffnung hinein,
so daß einem Festsetzen des Strahlguts oder gar dem Verstop
fen der Auslaßöffnung wirksam begegnet werden kann.
Der Antrieb dieses erfindungsgemäßen Rührwerks kann grund
sätzlich durch manuelles Drehen dieses Rührstabes von außen
erfolgen, vorteilhafterweise ist zu diesem Zweck jedoch ein
entsprechender Antriebsmotor im Druckkessel vorgesehen. Durch
den Motor wird der Rührstab um seine Längsachse drehangetrie
ben, in vibratorische Bewegungen entlang seiner Längsachse
und/oder in vibratorische Links/Rechts-Drehungen versetzt.
Durch eine geeignete Kombination dieser Bewegungen kann die
Auflockerungswirkung vorteilhafterweise noch erhöht werden.
Im folgenden wird die Erfindung anhand einer beispielhaften
Ausführungsform weiter erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 einen Druckkessel mit Rührwerk in schematisch dar
gestellter Seitenansicht; und
Fig. 2 einen Querschnitt durch den in Fig. 1 dargestellten
Druckkessel mit einer Draufsicht des Rührwerks.
Bei der in Fig. 1 dargestellten Anordnung handelt es sich um
einen senkrecht stehenden Druckkessel 1, dem über eine
Strahlgutzuführung 2 feinkörniges oder staubartiges Strahl
gutmaterial und über eine weitere Zuführung 3 ein gasförmiges
Druckmedium, bei dem es sich im allgemeinen um Druckluft
handelt, zuführbar sind. Der Druckkessel 1 ist in einem obe
ren Teil einfach kreiszylindrisch und in einem unteren Teil
auf eine Auslaßöffnung 6 konisch zulaufend, also trichterför
mig ausgebildet. Über die Auslaßöffnung 6 ist das Strahlgut
einer Strahlpistole zuführbar. Um ein Festsetzen des Strahl
gutes zu verhindern oder aber um Strahlgut, das sich über der
Auslaßöffnung 6 festgesetzt hat, wieder zu lockern, ist im
unteren Bereich des Druckkessels 1, dem trichterförmigen
Auslaßbereich 5, ein Rührwerk angeordnet, das im wesentlichen
aus einem Rührstab 10 besteht, der mit radial abstehenden
Rührarmen 11 besetzt ist.
Nachdem die gewünschte Menge Strahlgut über die herkömmliche
Strahlgutzuführung 2 in den Kessel 1 eingeleitet ist, wird
der Kessel 1 über die Druckluftzuführung 3 unter Druck gesetzt.
Durch einen handelsüblichen Verschlußmechanismus 4, der nur
schematisch dargestellt ist, wird infolge des sich aufbauen
den Innendrucks die Strahlgutzuführung 2 verschlossen. Das
Strahlgut setzt sich unter Druck, typischerweise beträgt der
Innendruck im Kessel 1 etwa 7 bar, infolge der Schwerkraft im
Auslaßbereich 5 des Kessels 1 ab. Wegen des Innendrucks im
Kessel 1 wird das Strahlgutmaterial verdichtet, und es be
steht die Gefahr, besonders bei staubartigem Strahlgutmateri
al, daß sich das Strahlgut festsetzt, was sich auf eine kon
tinuierliche Förderung nachteilig auswirkt. Schlimmstenfalls
kann die Auslaßöffnung 6 verstopft werden.
Um dieser Gefahr zu begegnen, wird das Strahlgut mechanisch
aufgelockert. Zu diesem Zweck ist der Rührstab 10 mit seiner
Längsachse in einer Buchse 8 um die Mittelachse des Kessels
1 drehbar gelagert. Die Buchse 8 wird von mehreren, im Aus
führungsbeispiel von drei Armen 7 aus Flacheisen, die von der Kessel
wand in das Kesselinnere hineinragen, getragen. Der Rührstab
10 ragt mit seinem spitzen freien Ende 12 bis in die Auslaß
öffnung 6 hinein, so daß sich das Strahlgutmaterial auch in
diesem engsten Kesselbereich nicht festsetzen kann bzw. fest
gesetztes Strahlgut auch dort direkt vor oder in der Auslaß
öffnung 6 aufgelockert wird.
Für den Antrieb des Rührstabes 10 ist ein bei der Buchse 8
angeordneter Elektromotor 9 vorgesehen. Entlang des Rührsta
bes 10 sind Rührarme 11 angeordnet, die im Ausführungsbei
spiel besonders einfach als gerade Rundstäbe ausgebildet
sind, jedoch auch mit Vorteil als gebogene Rührarme 11 ausge
führt sein können. Diese Rundstäbe 11 sind an den Rührstab 10
angeschweißt und weisen von diesem Rührstab 10 radial ab. Der
Rührstab 10 erstreckt sich durch den gesamten konisch ausge
bildeten Teil des Druckkessels 1. Um das Strahlgutmaterial in
diesem gesamten konisch auf die Auslaßöffnung 6 zulaufenden
Bereich aufzulockern, reichen die Rundstäbe 11 jeweils bis
nahe an die Kesselinnenwand heran, d. h., die Länge der Rund
stäbe 11 nimmt - entsprechend der Durchmesserverringerung des
trichterförmigen Auslaßbereiches 5 - von oben nach unten hin
ab. Dabei sind die Rundstäbe 11 in Rührstablängsrichtung zuein
ander versetzt und bis nahe an die Auslaßöffnung 6 heran an
dem Rührstab 10 angeordnet.
Desgleichen sind die Rundstäbe 11, wie in Fig. 2 zu erkennen
ist, auch in ihrer Winkellage gegeneinander versetzt an dem
Rührstab 10 befestigt. Die konzentrische Anordnung des gesam
ten Rührwerks bezüglich des Druckkessels 1 ist in Fig. 2, die
den Schnitt A-A gemäß Fig. 1 darstellt, deutlich zu erkennen.
Die Halterung des Rührwerks wird durch drei um 120° versetzt
angeordnete Arme 7 aus Flacheisen gebildet, die auf die Kesselmittel
achse zulaufen und an deren Spitzen die Lagerbuchse 8 für den
Rührstab 10 angeschweißt ist.
Claims (9)
1. Vorrichtung zur Speisung einer Strahlpistole mit nichtsublimierendem feinem
oder staubförmigem Strahlgut, bei der das Strahlgut in einen Kessel (1) eingeleitet
und infolge des Innendrucks des Kessels (1) durch eine Kesselauslaßöffnung
(6) zu der Strahlpistole (20) gefördert wird und die im Inneren des Kessels (1)
einen Drehmotor (9) und einen Rührstab mit radial davon abstehenden Rührar
men (10) zum Lockern des Strahlgutes aufweist, wobei der Rührstab (10) mit
einem freien, insbesondere zugespitzten Ende (12) bis zur Kesselauslaßöffnung (6)
reicht oder in die Kesselauslaßöffnung (6) hineinragt, in Richtung seiner Längsachse
vibratorisch hin- und herbewegbar angeordnet ist und von dem Drehmotor (9)
um seine Längsachse drehangetrieben wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Rührarme (11)
als einfache Rundstäbe ausgebildet sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Rührarme
(11) entlang des Rührstabes (10) versetzt zueinander angeordnet sind.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Rührarme (11) in ihrer Winkellage zueinander versetzt an dem Rührstab (10)
angeordnet sind.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
Rührarme (11) bis nahe an die Innenwand des Kessels (1) ragen.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß
der Kessel (1) kreiszylindrisch und auf die Auslaßöffnung (6) hin konisch zulaufend
ausgebildet ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die
Längsachse des Rührstabes (10) mit der Mittelachse des rotationssymmetrisch
ausgebildeten Kessels (1) zusammenfällt.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß
der Rührstab (10) an seinem oberen Ende in einer Buchse (8) gehalten ist, die
über Arme (7) an der Innenwand des Kessels (1) getragen wird.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der
Rührstab (10) bis unmittelbar zur Auslaßöffnung (6) mit Rührarmen (11) besetzt
ist.
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