DE424192C - Schwelverfahren fuer bituminoese Schiefer u. dgl. - Google Patents

Schwelverfahren fuer bituminoese Schiefer u. dgl.

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DE424192C
DE424192C DEK64997D DEK0064997D DE424192C DE 424192 C DE424192 C DE 424192C DE K64997 D DEK64997 D DE K64997D DE K0064997 D DEK0064997 D DE K0064997D DE 424192 C DE424192 C DE 424192C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10BDESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
    • C10B49/00Destructive distillation of solid carbonaceous materials by direct heating with heat-carrying agents including the partial combustion of the solid material to be treated
    • C10B49/02Destructive distillation of solid carbonaceous materials by direct heating with heat-carrying agents including the partial combustion of the solid material to be treated with hot gases or vapours, e.g. hot gases obtained by partial combustion of the charge
    • C10B49/04Destructive distillation of solid carbonaceous materials by direct heating with heat-carrying agents including the partial combustion of the solid material to be treated with hot gases or vapours, e.g. hot gases obtained by partial combustion of the charge while moving the solid material to be treated
    • C10B49/06Destructive distillation of solid carbonaceous materials by direct heating with heat-carrying agents including the partial combustion of the solid material to be treated with hot gases or vapours, e.g. hot gases obtained by partial combustion of the charge while moving the solid material to be treated according to the moving bed type
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
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Description

  • Schwelverfahren für bituminöse Schiefer u. dgl. Die Erfindung bezweckt das unmittelbare Schwelen unter mög:ichst großer Ausbeute an primären Schwelprodukten und nachfo_gendcrn Ausbrennen bituminöser Schiefer und anderer Stoffe mit überwiegendem Gehalt an anorganischen Bestandteilen durch unmittelbar hindurchgeleitete Gase und besteht darin, daß ein unten erweiterter rostloser Szhachtofen mit unterer Zufuhr von Luft durch die heißen Rückstände hindurch und allseitiger Luft-oder Gaszufuhr in die Verbrennungszone hinein in folgender Anordnung sowie Art und Weise benutzt wird: Um einerseits die Verbrennungszone abzuflachen und in einem bestimmten Ofenquerschnitt festzulegen, anderseits aber die genaue Abstimmung der Temperatur der Verbrennungszone zu ermöglichen, werden die jeweils erforderlichen Mittel (Dampf, feuchte oder trockne Luft, Luft-Heizgasgemische) in den Schachtquerschnitt, in dein die Verbrennungszone festgelegt werden so:I, durch einen ringförmigen, verstellbaren und doppelseitig kühlbaren Spalt Sp im Schachtmantel einge. führt.
  • Kommt es bei einem Brennstoff weniger auf die Gewinnung eines heizkräftigen Gases als auf eine gute Ausbeute an sogenanntem Tieftemperaturteer an, so muß man die Temperatur in der Vergasungsschicht so niedrig wie möglich halten. Hier setzen aber große Schwierigkeiten ein, die erst in der letzten Zeit technisch überwunden worden sind. Der Betrieb wird außerordentlich empfind:ich und kann durch »Einfrieren« ganz zum Stillstand kommen. Für einen solchen Betrieb ist es daher sehr wesentlich, Gestalt- und Temperatur der Brenn- oder Vergasungsschicht genau einstellen zu können.
  • Die Erreichung dieses Zieles bildet den Gegenstand der Erfindung, welche aus dem Bedürfnis entstanden ist, bituminöse Schiefer und ähnliche Stoffe mit überwiegendem Gehalt an Unvergasbarem in ununterbrochenem Betriebe möglich- t wirtshaft i-h auszunutzen. Die Vergasung bituminöser Schiefer in Gaserzeugern der Art, wie sie die Technik der Koks- und Kohlenvergasung verwendet, ist bisher undurchführbar gewesen; das Gewichtsverhältnis des Vergasbaren zur Asche ist beim Schiefer etwa das umgekehrte wie bei der Kohle, der Schiefer »schwindet« bei Schwelung und Vergasung fast gar nicht, und kein Gaserzeuger mit Rost und zylindrischem Mantel war bisher imstande, die großen Aschen-und Schlackenmengen, welche bei der Schiefervergasung abfallen, zu bewältigen.
  • Nach dem vorliegenden Verfahren erfolgt der Entgasungs- und Vergasungsvorgang, wie gesagt, in einem nach unten erweiterten Schachtofen ohne Rost. Die zur Vergasung nötige Luft, welche von unten in den Schacht ofen eintritt, wird an der ihr entgegenwandernden Asche vorgewärmt. Die Asche rutscht unter ihrem eigenen Gewicht abwärts, gekühlt durch die aufsteigende Luft, und wird an der Ofensohle ununterbrochen ausgetragen. In demselben Maße rutscht die oben aufgegebene Beschickung nach, wird erst vorgewärmt, dann abgeschwelt (entgast) und schließlich verbrannt und vergast. An dieser Stelle erreicht die Temperatur der Ofenbeschickung ihren höchsten Stand.
  • Die Einhaltung einer verhä'_tnismäßig niedrigen Temperatur in der Brenn- oder Vergasungsschicht des Schachtofens ist für die Verarbeitung bituminöser Schiefer aus zwei Gründen wichtig: erstens um Überhitzung und chemische Verschlechterung der Schwelerzeugnisse zu vermeiden, sodann wegen des Sinterns und Zusammenbackens des ausgebrannten Schiefers bei Weißglut, wodurch schwere Betriebsstörungen (Hohlbrennen, Hängen der Gicht) eintreten können. Der Schachtofen muß also mit einer Vorrichtung versehen sein, welche eine genaue Abstimmung der Temperatur in der Brennschicht ermöglicht. Das übermäßige Ansteigen der Temperatur läßt sich durch entsprechende Zumischung von Wasserdampf zur Vergasungsluft immer verhindern, das Einfrieren dagegen nur durch Verwendung einer Hilfsheizung.
  • Eine Lösung dieser Aufgabe gelingt durch Einbau eines »Ringspaltbrenners« in die Schachtofenwand. Dieser Brenner besteht aus zwei wasserkühl'aaren ringförmigen Kammern, welche mit genau aufeinander geschliffenen Flächen in fein einstellbarem Abstande einen schmalen Zwischenraum (Ringspalt) frei lassen, durch welchen nach Bedarf Dampf, feuchte oder trockene Luft oder ein Luft-Heizgasgemisch in das Ofeninnere geblasen wird. Es entsteht bei Verwendung eines brennbaren Gemisches eine scheibenförrni- ge, nach der Ofenachse gerichtete Flamme, welche den ganzen Ofenquerschnitt gleichmäßig erhitzt.
  • Die doppelseitige Kühlung ermöglicht es, ein hochexplosibles, ja »theoretisches« Gas-Luftgerr_Lch ohne Gefahr des Zu:üzksciilagens in den Mischraum direkt aus dem Spalt brennen zu lassen. Der Brenner verträgt große Änderungen in der Gaszu3ammensetzung, und dadurch eignet er sich sowohl zur Ingangsetzung dzs Betriebes als auch zur Temperaturreg elung.
  • Das Zusammenwirken der Luftzufuhr von unten im Gegenstrom zu:n ausgebrannten Gestein, der Asche und der seitlichen Zufuhr von Luft und Heizgasgemisch (durch den Ringspalt in der S;.hachtofenwand) kennzeichnet die hier beschriebene Erfindung. Es wird dadurch zweierlei erreicht: Abflachung und Festlegung der Brennschicht in einem bestimmten Ofenquerschnitt und genaue Abstimmung der Temperatur dieser Brennschicht. Beides ist erforderlich, um bei der Schiefervergasung eine Überhitzung der Schwelerzeugnisse sowie ein Sintern der Asche zu vermeiden.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCII: Verfahren zum ununterbrochenen Schwelen unter möglichst großer Ausbeute an primären Schwelprodukten und nachfolgendem Ausbrennen bituminöser Schiefer und anderer Stoffe mit überwiegendem Gehalt an anorganischen Bestandteilen durch unmittelbar hindurchge:eitete Gase, dadurch gekennzeichnet, daß ein unten erweiterter, rostloser Schachtofen mit unterer Zufuhr von Luft durch die heißen Rückstände hindurch und allseitiger Luft- oder Gaszufuhr in die Verbrennungszone hinein in folgender Anordnung sowie Art und Weise benutzt wird: Um einerseis die Verbrennungszone abzuflachen und in einem bestimmten Ofenquerschnitt festzu:egen, anderseits aber die genaue Abstimmung der Temperatur der Verbrennungszone zu ermöglichen, werden die jeweils erforderlichen Mittel (Dampf, feuchte oder trockene Luft, Luft-Heizgasgemische) in den Schachtquerschnitt, in dem die Verbrennungszone festgelegt werden so:l, durch einen ringförmigen, verstellbaren und doppelseitig kühlbaren Spalt (Sp) im Schachtmantel eingeführt.
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