DE4201613C2 - Verfahren zum Lackieren von Möbelteilen aus Holz oder einem Holzwerkstoff, insbesondere Küchenmöbelfronten - Google Patents

Verfahren zum Lackieren von Möbelteilen aus Holz oder einem Holzwerkstoff, insbesondere Küchenmöbelfronten

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DE4201613C2 DE19924201613 DE4201613A DE4201613C2 DE 4201613 C2 DE4201613 C2 DE 4201613C2 DE 19924201613 DE19924201613 DE 19924201613 DE 4201613 A DE4201613 A DE 4201613A DE 4201613 C2 DE4201613 C2 DE 4201613C2
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    • B05SPRAYING OR ATOMISING IN GENERAL; APPLYING FLUENT MATERIALS TO SURFACES, IN GENERAL
    • B05DPROCESSES FOR APPLYING FLUENT MATERIALS TO SURFACES, IN GENERAL
    • B05D7/00Processes, other than flocking, specially adapted for applying liquids or other fluent materials to particular surfaces or for applying particular liquids or other fluent materials
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Description

Der Gegenstand der Erfindung betrifft ein Verfahren zum Lackieren von Möbeltei­ len aus Holz oder einem Holzwerkstoff, insbesondere Küchenmöbelfronten, unter Verwendung von Strukturlacken.
Es sind Lackierverfahren auch für Küchenmöbelfronten bekannt, bei denen entwe­ der handelsübliche Farblacke mit Struktur oder Lacke ohne Struktur jeweils auf die vorbehandelten Möbelflächen durch Spritzen oder Streichen aufgebracht werden. Durch eine solche Verfahrensweise entstehen Fronten mit glatter Lackierung oder mit einer durch die Strukturmittel hervorgerufenen Effektlackierung. Die Möglich­ keiten zur Farbgestaltung der Möbelflächen ist hierbei jedoch von dem zur Verfü­ gung stehenden fertigen Farb- oder Lacksortiment abhängig, so daß spezielle Farbgestaltungen oder Effektlackierungen z. B. nach Kundenwünschen nicht oder nur bedingt realisiert werden können. Ein weiterer Nachteil beim bekannten Tech­ nikstand ist darin zu sehen, daß die Anwendung der verschiedenen Farb-, Struk­ tur- oder Effektlacke jeweils unterschiedliche Vor- und/oder Nachbehandlungen der Möbelteile voraussetzt. Dies auch schon deshalb, weil einmal die Oberfläche eines glatten und andererseits mal die Oberfläche eines rohen porenreichen Holz­ werkstoffes mit einer Lackierung zu versehen ist. Auch hier soll die Erfindung Ab­ hilfe schaffen.
Ausgehend von einem Verfahren der eingangs genannten Art werden die vorste­ henden Probleme erfindungsgemäß gelöst durch die Merkmale des Anspruchs 1. Der Patentanspruch 2 offenbart eine weitere Lösung für die angesprochenen Pro­ bleme. Vorteilhafte Besonderheiten der Erfindung sind dabei den Unteransprüchen zu entnehmen.
Das erfindungsgemäße Verfahren dient zum Lackieren von Möbelteilen aus Holz oder einem Holzwerkstoff, insbesondere von Küchenmöbelfronten, unter Verwen­ dung von Strukturlacken. Als Möbelteile werden vorzugsweise rohe Hartfaserplat­ ten aus einem mitteldichten Holzwerkstoff (MDF-Frontplatten) eingesetzt. Die an­ schließende Behandlung der Möbelplatten erfolgt in vorzugsweise maschinell ab­ laufenden Verfahrensschritten, wobei zwischen den einzelnen Bearbeitungsschrit­ ten gegebenenfalls separate Trocknungsschritte eingefügt sind.
Nach einer ersten Lösungmethode wird auf die Kanten und wenigstens auch auf die Innenprofile des Möbelteils ein Klarlack aufgetragen, der als Isolierungsgrund dient. Anschließend wird ein Füllgrund beidseitig, auf die Flächen und Kanten des Möbelteils aufgebracht, durch den noch offene Poren im Werkstück geschlossen, und glatte ebene Flächen insbesondere durch einen sich dem Füllgrundauftrag an­ schließenden Schleifvorgang des gesamten Möbelteils erzielt werden.
Nach dem Schleifvorgang wird auf das Möbelteil dann ein gewünschter Struktur­ lack aufgebracht, der in einem unmittelbar vorhergehenden Mischvorgang aus Farblack und separatem Strukturmittel gewonnen wurde. Durch das Mischen des Lackes unmittelbar vor dem Farbauftrag wird erreicht, daß das Gemisch teilweise noch auf dem Möbelteil reagiert und auch schon dadurch eine gleichmäßige Struktur auf der Möbeloberfläche mit effektvollem Lackglanz erzeugt. Eine abschließend auf diese Farboberfläche durch einen Klarlack aufgebrachte Schutzschicht versie­ gelt die Oberfläche des nun fertigen Möbelteils.
Nach einer zweiten Lösungsmethode wird nach dem Schleifvorgang, wobei bis zu diesem Schritt die gleiche Vorbehandlung wie bei der ersten Methode erfolgt, auf das Möbelteil ein fertiger Strukturlack, insbesondere ein weißer Strukturlack auf­ gebracht. In einem sich anschließenden Arbeitsgang wird dieser Lack dann mit ei­ nem auch für glatte Flächen einsetzbaren Perlmutteffektlack überdeckt. Abschlie­ ßend wird auch hier ein Klarlack als letzte Schutzschicht auf das Möbelteil aufge­ tragen.
Die bei den einzelnen Verfahrensschritten eingesetzten Lacke sind auf PUR-Basis gefertigt, hingegen ist ein Füllgrundmittel auf Polyesterbasis verwendet.
Die mit der Erfindung erzielten Vorteile sind in der einfachen Realisierung spezieller Farbgestaltungen oder Effektlackierungen sowie in der Realisierung gleicher Vor- und/oder Nachbehandlungsmethoden für unterschiedlich glatte Flächen der Möbel­ teile zu sehen. Dabei ist das Erzeugen von Strukturlack und glatten Möbeloberflä­ chen ohne größere Maschinenumstellung möglich. Durch die Kombination von Perlmutteffekt (Perlmutteffektlack) und feiner Struktur (weißer Strukturlack) der Möbeloberfläche kann ein sehr gut optisch ansprechender Effekt für den Kunden erzielt werden. Ferner ist auch eine verringerte Lagerhaltung durch das Mischen von Farblacken ohne Struktur mit den separaten Strukturmitteln möglich, da das Lagern von speziellen Strukturlacken entfallen kann.
Das erfindungsgemäße Verfahren läßt sich sehr gut automatisieren und in einfach bedienbaren Vorrichtungen zur Anwendung bringen.

Claims (5)

1. Verfahren zum Lackieren von Möbelteilen aus Holz oder einem Holzwerkstoff, insbesondere Küchenmöbelfronten, unter Verwendung von Strukturlacken, dadurch gekennzeichnet, daß die Kanten und wenigstens die Innenprofile des Möbelteils mit einem Klarlack als Isolierung beschichtet werden und daß danach ein Füllgrund beidseitig, auf die Flächen und Kanten des Möbelteils mit einem sich anschließenden Schleifen des gesamten Teils aufgebracht wird, daß auf das Möbelteil nach dem Schleifvorgang ein Strukturlack aufgebracht wird, der in einem unmittelbar vorhergehenden Mischvorgang aus Farblack und separa­ tem Strukturmittel gewonnen wurde, und daß abschließend ein Klarlack als Schutzschicht auf die zuvor aufgebrachte Lackoberfläche des Möbelteils aufgetra­ gen wird.
2. Verfahren zum Lackieren von Möbelteilen, insbesondere Küchenmöbelfronten, unter Verwendung von Strukturlacken, dadurch gekennzeichnet, daß die Kanten und wenigstens die Innenprofile des Möbelteils mit einem Klarlack als Isolierung beschichtet werden und daß danach ein Füllgrund beidseitig auf die Flächen und Kanten des Möbelteils mit einem sich anschließenden Schleifen des gesamten Teils aufgebracht wird, daß auf das Möbelteil nach dem Schleifvorgang ein Strukturlack aufgebracht wird, der in einem weiteren Schritt mit einem Perlmutteffektlack überdeckt wird, und daß abschließend ein Klarlack als Schutzschicht auf die zuvor aufgebrachte Lackoberfläche des Möbelteils aufgetragen wird.
3. Verfahren zum Lackieren von Möbelteilen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß auf PUR-Basis gefertigte Lacke und auf Polyesterbasis gefertigte Füllgrundmit­ tel verwendet werden.
4. Verfahren zum Lackieren von Möbelteilen nach Anspruch 2 dadurch gekennzeichnet, daß ein vorzugsweise Strukturlack verwendet wird.
5. Verfahren zum Lackieren von Möbelteilen nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß Möbelteile aus einem rohen MDF-Holzwerkstoff (Mitteldichte Hartfaserplatte) verwendet werden.
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KITTEL,Hans: Lehrbuch der Lacke und Beschichtungen. Verlag W.A. Colomb in der Heenemann Verlagsgesellschaft mbH, Berlin und Oberschwandorf, Bd. V, 1977, S.305-309 *

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