DE4200780C2 - Aufspannvorrichtung - Google Patents
AufspannvorrichtungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Aufspannvorrichtung mit einem zu einer
Grundplatte rechtwinklig angeordneten, ein T-Profil mit dieser bildenden
Tragelement gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Durch die DE-OS 36 12 593 ist ein Träger zum Aufspannen von Werkstücken
bzw. Adaptern für Werkstücke in Form einer Raumecke bekannt, wobei die
äußeren Oberflächen Nutkreuze, Gewindebohrungen und Zentrierbuchsen für
die Befestigung der zu bearbeitenden Teile haben. Diese Werkstücke
können nur auf einer Seite der jeweiligen Platte angeordnet sein,
während der Zugang zur anderen Plattenseite durch eine der winklig
vorstehenden Platten behindert wird. Daher hat dieser Träger nur eine
begrenzte Kapazität zum manuellen Aufspannen der Werkstücke. Auch ist
der Träger so gestaltet, daß Hydraulikanschlüsse nicht realisiert werden
können.
Des weiteren sind aus der Firmendruckschrift der Firma Röhm,
"Maschinen-Schraubstöcke, Spannstöcke" (Ausgabe April 1987; Seite 38,
39) Aufspannvorrichtungen mit einer ein T-Profil bildenden Grund- und
Tragplatte bekannt. Die Tragplatte dient zur Aufnahme von Mitteln zum
Aufspannen von zu bearbeitenden Werkstücken und ist mit einem Durchbruch
zur Zentrierung bzw. Befestigung der Spannmittel versehen.
Nachteiligerweise wird der Durchbruch durch die Aufnahme der Spannmittel
verschlossen und kann daher nicht dazu dienen, ein aufgespanntes
Werkstück durch die Tragplatte hindurch von einer weiteren Seite zu
bearbeiten.
Derartige Aufspannvorrichtungen mit einem von der Grund- und Tragplatte
gebildeten T-Profil sind auch aus dem Prospekt der Firma Kipp "Das
Kipp/Spannsystem aus dem Baukasten" (Okt. 90, Seite 2/3 sowie 22/23)
und aus dem Prospekt der Firma Halder "Norm+Technik, Vorrichtungs-Systeme"
(Seite 4/5 sowie 12 und 88) bekannt, wobei die Aufspannvorrichtung
der Firma Halder bereits rahmenförmig angeordnete Aufspannelemente
vorsieht.
Ferner ist aus der DE 37 33 708 C1 zwar eine Werkstück-Aufspannplatte
mit in der Platte angeordneten Befestigungs- und Druckmittelkupplungen
zur Aufnahme bzw. Versorgung von Aufspannmitteln mit Druckmittel
bekannt, jedoch handelt es sich hier um eine ebene Platte, die auch
nicht mit einem Durchbruch versehen ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Aufspannvorrichtung für
zu bearbeitende Werkstücke so zu gestalten, daß die Aufspannkapazität
erhöht und der Zeitaufwand zum Aufspannen reduziert wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Aufspannvorrichtung mit
den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind
in den Unteransprüchen 2-6 angegeben.
Durch die erfindungsgemäße Anordnung von Durchbrüchen in dem Tragelement
und den daran anbringbaren Aufspannelementen in der Weise, daß das
Tragelement und das Aufspannelement rahmenartig ausgebildet sind, wird
erreicht, daß die eingespannten Werkstücke bei einem Arbeitsgang auch
von der dem Tragelement zugewandten Seite des Werkstücks von dem
Werkzeug der Bearbeitungsmaschine erreicht werden können. Hierdurch
entfällt vorteilhafterweise das zeitaufwendige und umständliche
Umspannen des Werkstückes und wird gleichzeitig die Genauigkeit des
Bearbeitungsvorganges erhöht, da nur eine einmalige Zentrierung des
Werkstückes nötig ist. Die Anordnung der Druckmittelanschlüsse für die
Spann- und Positionierelemente der Aufspannelemente in dem rahmenartigen
Tragelement auf der dem Aufspannelement zugewandten Seite ermöglicht ein
schnelles Auswechseln der Aufspannelemente. Das Tragelement ist
vorzugsweise außermittig auf der Grundplatte angeordnet, da bei einer
Vierseiten-Bearbeitung, das heißt, daß die auf einer Palette einer
Bearbeitungsmaschine angeordnete Aufspanneinrichtung jeweils um 90 Grad
gedreht dem Werkzeug der Bearbeitungsmaschine zugeführt wird, das
Werkstück hierdurch in allen vier Positionen optimal nahe zum Werkzeug
angeordnet ist. Hierdurch kann man die Werkzeuge und Maschinenspindeln
der Bearbeitungsmaschinen kürzer ausführen, was zu einer Erhöhung der
Genauigkeit der Bearbeitungsvorgänge führt. Der mittige Durchbruch
beeinträchtigt die Druckmittelbohrungen nicht, die von zu den
Aufspannplatten gerichteten Druckmittelkupplungen zu einem
Druckmittelspeicher auf dem Tragelement führen. Von diesem
Druckmittelspeicher führen Druckmittelleitungen zu Leitungsanschlüssen
in der Grundplatte. Mit den erwähnten Druckmittelkupplungen
korrespondieren Anschlüsse der Aufspannplatten, durch die
Druckmittelbohrungen zu den Spannelementen führen. Die integrierte
Hydraulik mit dem Druckmittelspeicher und Spanndrucküberwachung
ermöglicht die automatische Kupplung der Aufspannvorrichtung mit der
Grundplatte auf der Palette der Bearbeitungsmaschine mit dem
Druckerzeuger und mit den Aufspannplatten an dem Tragelement. Die
werkstückspezifischen Aufspannplatten sind optimal geeignet für
mittelgroße Serienfertigung.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt
und im folgenden erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine Grundplatte mit Tragelement in der Vorderansicht,
Fig. 2 eine Seitenansicht von Fig. 1, teils im Schnitt,
Fig. 3 einen Druckmittel-Schaltplan,
Fig. 4 ein plattenförmiges Aufspannelement in der Vorderansicht,
Fig. 5 Teilschnitt V durch Fig. 4.
Die Fig. 1 und 2 zeigen eine Aufspannvorrichtung mit einer
Grundplatte 1, die ein mit einem Durchbruch 3 versehenes außermittiges,
rahmenförmiges Tragelement 2 für zwei plattenförmige Aufspannelemente 4 und 5 hat, an
denen die zu bearbeitenden Werkstücke 6 befestigt werden. Das
Tragelement 2 hat
Ausfrästaschen 9, in die zum Abhebeln der Aufspannelemente 4 und 5 Werkzeuge,
beispielsweise in Form vom Brech- bzw. Knippstangen eingeführt werden können. Die Grundplatte
1 hat in der Mitte auf der dem Tragelement 2 gegenüberliegenden Seite
einen Zentrierbolzen 10 und Nutensteine 12 zum Positionieren auf einer
Palette 7, die auf der Bearbeitungsmaschine von einem nicht gezeichneten
Antrieb in die Position gebracht wird, in der das zu bearbeitende
Werkstück richtig zum Werkzeug steht. Außerdem hat die Grundplatte 1
einen hydraulischen Druckwächter 8, der einen an der Werkzeugmaschine
befestigten elektromechanischen Positionsschalter berührt. Eine
Druckmittelzuleitungskupplung 13 bzw. Druckmittelableitungskupplung 14
stehen mit dem Druckwächter 8 und Leitungen 15 in Verbindung und führen
über durch die Tragplatte 2 gebohrte Kanäle 16 zu einem Manometer 17 und
Druckmittelspeicher 20 auf dem Tragelement 2. Vom Druckmittelspeicher 20
führen Druckmittelbohrungen 26 durch das Tragelement 2 zu
Druckmittelkupplungen 21 an den Seitenflächen des rahmenförmigen
Tragelements 2. Daran werden Druckmittelsysteme der Aufspannelemente 4
und 5 angeschlossen.
In Fig. 3 erkennt man, daß der Druckmittelzuleitungskupplung 13 ein
entsperrbares Rückschlagventil 19 nachgeschaltet ist. Den Druckspeichern
20 ist ein Drosselventil 22 und ein Überdruckventil 23 zugeordnet.
Außerdem stehen zwei Anschlußstellen 25 für Prüfzwecke zur Verfügung.
Beim Trennen der Aufspannelemente 4 und 5 von dem Tragelement 2
verschließen sich die Druckmittelkupplungen 21 durch das integrierte
Rückschlagventil 10 selbsttätig. Dies gilt auch für die Kupplungen 13
und 14, die die Verbindung zum Druckerzeuger am Spannplatz herstellen.
An das Leitungssystem ist ein Manometer 17 und ein Druckwächter 8
angeschlossen.
Das Tragelement 2 hat nach den Fig. 1 und 2 zwei sich gegenüberliegende
Zentrierbolzen 30 für Bohrungen 31 des Aufspannelementes 4 nach den Fig.
4 und 5.
Das plattenförmige Aufspannelement 4 nach Fig. 4 und 5 hat eine
Spannstelle 32 für ein rechteckiges Werkstück 6, das von sechs
Spannpratzen 33 gehalten wird. Diese sind je auf einem drehbaren und
axial verschiebbaren Bolzen 34 gelagert, der als Kolben ausgebildet und
in einem Zylinder 35 gelagert ist. Zum Verschieben werden alle
Kolben-Bolzen 34 durch Druckmittelbohrungen 36, die über
Kupplungsanschlüsse 24 an die Druckmittelkupplung 21 nach Fig. 1 bis 3
angeschlossen sind, mit Druckmittel beaufschlagt. Außerdem ist
ersichtlich, daß das Aufspannelement 4 ebenfalls rahmenförmig durch die
Anordnung eines Durchbruchs 37 ausgebildet ist. Der Durchbruch 37 dient
zur Durchführung des eingespannten Werkstücks 6 oder hat die Aufgabe,
ein Werkstück auf der dem Tragelement 2 zugewandten Seite freizulegen,
um dieses auch von dort von der Bearbeitungsmaschine erreichen zu
können.
Claims (6)
1. Aufspannvorrichtung mit einem zu einer Grundplatte rechtwinklig
angeordneten, ein T-Profil mit dieser bildenden Tragelement zur
Aufnahme von Aufspannelementen für Werkstücke, wobei das rahmenartig
ausgebildete Tragelement einen Durchbruch und Zentriermittel für die
Aufspannelemente aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Aufspannelemente (4, 5) rahmenartig mit einem Durchbruch (37) für Werkstücke (6) ausgebildet sind,
daß in dem Tragelement (2) auf der den Aufspannelementen (4, 5) zugewandten Seite an ein Druckmittelsystem angeschlossene Druckmittelkupplungen (21) für die Versorgung der an den Aufspannelementen (4, 5) angeordneten Spannelemente angeordnet sind und
daß die plattenförmigen Aufspannelemente (4, 5) mit den Druckmittelkupplungen (21) korrespondierende Kupplungsanschlüsse (24) haben, von denen Druckmittelbohrungen (36) durch die Aufspannelemente (4, 5) zu den Spannelementen führen.
daß die Aufspannelemente (4, 5) rahmenartig mit einem Durchbruch (37) für Werkstücke (6) ausgebildet sind,
daß in dem Tragelement (2) auf der den Aufspannelementen (4, 5) zugewandten Seite an ein Druckmittelsystem angeschlossene Druckmittelkupplungen (21) für die Versorgung der an den Aufspannelementen (4, 5) angeordneten Spannelemente angeordnet sind und
daß die plattenförmigen Aufspannelemente (4, 5) mit den Druckmittelkupplungen (21) korrespondierende Kupplungsanschlüsse (24) haben, von denen Druckmittelbohrungen (36) durch die Aufspannelemente (4, 5) zu den Spannelementen führen.
2. Aufspannvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Durchbruch (3) gerade Seitenbegrenzungen und Eckrundungen
bzw. Abschrägungen hat.
3. Aufspannvorrichtung nach
Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Tragelement (2) aus der Mitte der Grundplatte (1) heraus
zu einem Ende der Grundplatte (1) hin versetzt angeordnet ist.
4. Aufspannvorrichtung nach einem der vorgenannten
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Druckmittelkupplungen (21) über durch das Tragelement (2)
führende Druckmittelbohrungen (26) an einen Druckmittelspeicher
(20) und über Leitungen (15) an eine Druckmittelzuleitungskupplung
(13) und eine Druckmittelableitungskupplung (14) angeschlossen
sind, wobei die Druckmittelkupplungen (21) und Leitungskupplungen
(13, 14) mit Rückschlagventilen (18) versehen sind.
5. Aufspannvorrichtung nach einem der vorgenannten
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Spann- und Positionierelemente Spannpratzen (33) sind.
6. Aufspannvorrichtung nach einem der vorgenannten
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Zentriermittel seitlich vorstehende Zentrierbolzen (30)
für Bohrungen (31) sind.
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1992
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