DE415461C - Haltzylinderschnellpresse mit Frontbogenausgang - Google Patents

Haltzylinderschnellpresse mit Frontbogenausgang

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DE415461C
DE415461C DESCH67684D DESC067684D DE415461C DE 415461 C DE415461 C DE 415461C DE SCH67684 D DESCH67684 D DE SCH67684D DE SC067684 D DESC067684 D DE SC067684D DE 415461 C DE415461 C DE 415461C
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Schnellpressenfabrik Frankenthal Albert and Cie AG
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41FPRINTING MACHINES OR PRESSES
    • B41F3/00Cylinder presses, i.e. presses essentially comprising at least one cylinder co-operating with at least one flat type-bed
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A63SPORTS; GAMES; AMUSEMENTS
    • A63FCARD, BOARD, OR ROULETTE GAMES; INDOOR GAMES USING SMALL MOVING PLAYING BODIES; VIDEO GAMES; GAMES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • A63F2250/00Miscellaneous game characteristics
    • A63F2250/24Miscellaneous game characteristics with a lock, e.g. for a puzzle

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Supply, Installation And Extraction Of Printed Sheets Or Plates (AREA)

Description

Die Bogenausführung an Haltzylinderschnellpressen erfolgt fast ausnahmslos mittels Ausführtrommel und Wenderechen. Versuche, den sogenannten Frontbogenausgang anzuwenden, d. h. den bedruckten Bogen mit der bedruckten Seite nach oben und vorlaufendem Druckanfang unmittelbar vom Scheitel des Druckzylinders in dessen Drehrichtung auszuführen, haben zu keinem dauernden Erfolg geführt. Da der bedruckte Bogen vom stillstehenden Druckzylinder abgezogen wurde, traten erhebliche Übelstände auf, die in einwandfreier Weise zu beseitigen nicht gelungen ist. Diese Übelstände waren im wesentlichen folgende:
Der Bogen schmiegt sich beim Druckvorgang, ganz besonders bei dünnen Papieren, innig an den Zylinder an; es entsteht hierdurch zwischen beiden eine große Haftreibung, die beim Abziehen überwunden werden muß. Dieser Reibungswiderstand wird wesentlich erhöht durch die Größe des umspannten Bogens, welcher, selbst wenn der Zylinderdurchmesser so groß genommen wird, daß das hintere Bogenende frei herabhängt, mindestens 90° beträgt. Die Folge hiervon ist, daß das Papier an der vorderen Bogenkante, wo das das Abziehen betätigende Glied — Greifer oder Zangen — angreift, einreißt, zumal wenn der Bogen mehrere Male durch
die Maschine geführt wird. In letzteren Fällen sind sogar Registerabweichungen infolge Verzerrens des Papiers beobachtet worden. Ein weiterer schwerwiegender Übelstand liegt darin, daß beim Abziehen zweiseitig bedruckten Papiers ein Abschmieren des Schöndrucks auf dem Druckzylinder stattfindet. Schließlich wird die Anlegezeit verkürzt, das Anlegen kann nicht mehr von einem ruhenden Tisch aus an unmittelbar am Zylinder befestigte Anlegemarken geschehen, es erfordert einen gesteuerten Anlegetisch mit gesteuerten Anlegemarken.
Einrichtungen, die Haftreibung durch !5 Lockerung des Papiers auf dem Zylinder, etwa durch Zwischenblasen von Druckluft, zu vermindern, führten zu keinem befriedigenden Erfolg, ebensowenig Vorkehrungen zur Verkleinerung des umspannten Bogens. Alle diese Maßnahmen zeitigten bestenfalls Konstruktionen, die nur für ganz bestimmte Einzelfälle brauchbar waren; bei der Haltzylinderschnellpresse an sich ist die Aus'age mittels Ausführtrommel und Wenderechen, trotz ihrer allgemein bekannten Mängel — Abschmieren des frischen Druckes auf Trommel, Wenderechen und Förderschnüren, begrenzte Geschwindigkeit des Wenderechens — die einzig übliche geblieben. Bei Haltzylinderschnellpressen wird die Mantelfläche des Druckzylinders bekanntlich nur annähernd zur Hälfte von dem zu bedruckenden Bogen bedeckt. Es liegt daher nahe, den Bogen nahe dem tiefsten Punkt des Zylinders — Berührungspunkt zwischen Form und Zylinder — anzulegen, ihn dort unmittelbar zum Druck zu führen, worauf nach vollendetem Druck, d. h. nach etwa Umdrehung vom Scheitelpunkt des Zylinders, der Bogen unter Ausnutzung der noch zur Verfügung stehenden weiteren 1Z2 Umdrehung einem Frontausgang zugeführt werden kann. Diese Anordnung ist praktisch j nicht ausführbar, da dabei die Bogenablage oberhalb der Bogenanlage zu liegen käme und für letztere der zur Bedienung erforderliche Raum nicht geschaffen werden kann.
Die Erfindung betrifft eine Frontbogenausführung, bei welcher dieser Übelstand nicht besteht. Die Bogenanlage erfolgt dabei in der allgemein üblichen Weise von einem obe- j ren Anlegetisch aus nahe dem Scheitelpunkt des Zylinders. Der Bogen wird von hier durch Greifer, jedoch nicht unmittelbar zum Druck, sondern zu einem Umführungszylinder geführt, von dem zweite, den annehmenden um etwa i8o° nacheilende Greifer den Bogen abnehmen, ihn zum Druck und zum Frontbogenausgang leiten, dem er unter Ausnutzung der letzten Hälfte der Zylinderumdrehung zugerollt wird. Das Farbwerk ist hierbei unter den Einlegetisch gegenüber der Ausführwalze gelegt.
Auf der Zeichnung ist der Druck- und Überführungszylinder einer nach dem Erfindungsgedanken ausgeführten Haltzylinderschnellpresse in drei verschiedenen Drehstellungen dargestellt.
Abb. ι zeigt den Druckzylinder α am Ende seiner Ruhestellung; die Form c steht im Hnken Totpunkt, die Greifer d sind geschlossen und haben den Bogen e angenommen, um ihn bei der jetzt beginnenden Drehung der Umführwalze b zuzuführen. Die Greifer f haben den Bogen g in der dargestellten Weise von der Zuführwalze b abgenommen, um ihn zum Druck zu führen. Abb. 2 zeigt den Druckzylinder nach einer Drehung von etwa 240°. Der Druck ist vollendet, die Greifer / haben den bedruckten Bogen g über den Scheitelpunkt des Zylinders dem in der Zeichnung durch Zungen h und Förderrollen i und k angedeuteten Bogenausgang zugeführt. Die Greifer d haben den unbedruckten Bogen e der Umführungswalze b zugeleitet, welche ihn mittels der Greifer» übernommen hat; die Form c steht in der entsprechenden Mittelstellung. Abb. 3 zeigt den Druckzylinder nach Vollendung einer ganzen Umdrehung, d. h. im Beginn der Ruhestellung. Die Form c befindet sich im Totpunkt rechts, die Greifer d sind geöffnet, um einen neu anzulegenden Bogen η anzunehmen, Greifer f haben den Bogen e von der Umführungswalze b übernommen, der bedruckte Bogen g ist ausgeführt.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Haltzylinderschnellpresse mit Frontbogenausgang, dadurch gekennzeichnet, daß die den unbedruckten Bogen annehmenden Greifer (d) des Druckzylinders den Bogen einer Umführungswalze (b) zuleiten, von welcher er durch zweite, den ersteren nacheilende Greifer (/) des Druckzylinders abgenommen, zum Druck geführt und einem Bogenausgang mit der bedruckten Seite nach oben, Druckanfang voranlaufend, zugeleitet wird, wobei der Druckzylinder selbst den Bogen den Beförderungsgliedern zurollt.
  2. 2. Haltzylinderschnellpresse nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Farbwerk unter dem Einlegetisch gegenüber der Umführwalze angeordnet ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen."
DESCH67684D 1923-05-01 1923-05-01 Haltzylinderschnellpresse mit Frontbogenausgang Expired DE415461C (de)

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