DE4142014C2 - Flüssigkeitsreibungskupplung - Google Patents
FlüssigkeitsreibungskupplungInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Flüssigkeitsreibungskupplung
nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1 - eine derartige Flüs
sigkeitsreibungskupplung wurde durch die EP-A 2 69 835 (DE-A 36 40 776)
der Anmelderin bekannt.
Bei dieser vorbekannten Flüssigkeitsreibungskupplung ist zwischen
der Nabe der Antriebsscheibe aus Aluminium und der Flanschwelle
aus Stahl eine Kerbverzahnung vorgesehen, wobei die Flanschwelle
eine Innenkerbverzahnung und die Nabe der Antriebsscheibe eine Außen
kerbverzahnung aufweist, die durch spanende Verformung durch
die in der Flanschwelle vorgesehene Kerbverzahnung erzeugt wird.
Diese Lösung ist technisch durchaus befriedigend, allerdings ist
die Herstellung der Innenkerbverzahnung in der Flanschwelle rela
tiv aufwendig.
Durch die EP-A 0 005 056 wurde eine Welle/Nabeverbindung für eine
Flüssigkeitsreibungskupplung bekannt, bei welcher der Wellenteil
einen glatten und einen mit Kerbverzahnung versehenen Bereich auf
weist, wobei beide Bereiche einen geringfügig abweichenden Durchmes
ser aufweisen. Die Nabe des Rotors wird auf den kerbverzahnten
Durchmesserbereich aufgepreßt, so daß sich eine drehfeste Verbindung
zwischen Nabe und Welle ergibt, wobei die Stirnseite der Nabe an der
Stirnseite des Innenringes eines Kugellagers zur Anlage kommt. Ähn
liche Welle/Nabeverbindungen für Flüssigkeitsreibungskupplungen wur
den durch die DE-A 14 25 250 und die DE-A 28 27 331 bekannt. Allen
diesen Verbindungen ist gemeinsam, daß Nabe und Kugellager hinter
einander liegen und sich somit bezüglich ihrer axialen Baulänge ad
dieren. Dies ist nachteilig für eine axial möglichst kurzbauende
Flüssigkeitsreibungskupplung, wie sie insbesondere bei Kraftfahrzeu
gen für den Lüfterantrieb Verwendung findet.
Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, für eine gat
tungsgemäße Flüssigkeitsreibungskupplung eine technisch einwand
freie Verbindung zwischen Welle und Nabe herzustellen, die insbe
sondere den unterschiedlichen Ausdehnungskoeffizienten von Stahl
und Aluminium Rechnung trägt und die darüber hinaus besonders
wirtschaftlich herstellbar ist.
Die Lösung dieser Aufgabe ergibt sich aus den kennzeichnenden
Merkmalen des Patentanspruches 1. Danach sind sowohl auf der Na
benseite als auch auf der Endseite der Flanschwelle stufenförmig
verschiedene Durchmesserbereiche vorgesehen, über welche Nabe und
Welle zusammengefügt werden. Ein erster kleiner Durchmesserbereich
gewährleistet eine einwandfreie Zentrierung zwischen An
triebsscheibe und Flanschwelle, und der zweite etwas größere
Durchmesserbereich ist als Kerbverzahnung ausgebildet und über
nimmt die Drehmomentübertragung. Dabei ist die Kerbverzahnung von
Anfang an als Außenkerbverzahnung in die Flanschwelle aus Stahl
eingearbeitet, während der entsprechende Nabenbereich zunächst
glatt ausgebildet ist und erst während der Montage, d. h. bei dem
axialen Aufeinanderschieben von Nabe auf die Welle seine Innen
kerbverzahnung durch spanende Verformung erhält. Nach diesem Zu
sammenfügen von Antriebsscheibe und Flanschwelle wird die An
triebsscheibe durch Verstemmen des inneren Durchmesserbereiches
der Flanschwelle in bekannter Weise axial gesichert. Durch diese
Anordnung, also insbesondere die Außenkerbverzahnung, die als
Normverzahnung ausgebildet sein kann, sind eine wirtschaftliche
Herstellung und damit geringere Herstellkosten gewährleistet.
Darüber hinaus ist der gegenüber der
Ebene der Antriebsscheibe axial hervortretende Nabenbereich mit
der Kerbverzahnung zwischen dem Innenring des Wälzlagers, welches
das Kupplungsgehäuse trägt, und der Flanschwelle angeordnet und
somit eingespannt. Diese Maßnahme ist insbesondere wegen der un
terschiedlichen Ausdehnungskoeffizienten von Aluminium der An
triebsscheibe und Stahl der Flanschwelle vorteilhaft: würde sich
der Innenring des Lagers nicht über die Außenfläche dieses Na
benteils, welche innen die Kerbverzahnung aufweist, erstrecken,
würde sich die Nabe bei Erwärmung stärker als die Flanschwelle
ausdehnen, und es könnte zu einer Lockerung der
Welle/Nabenverbindung kommen. Dies ist durch die erfindungsgemäße
Anordnung des Innenringes des Wälzlagers, welcher natürlich auch
aus Stahl besteht, nicht möglich, so daß sich eine sichere drehfe
ste Verbindung ohne Spiel bei verschiedenen Temperaturen ergibt.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung darge
stellt und wird im folgenden näher beschrieben. Es zeigt
Fig. 1 eine Flüssigkeitsreibungskupplung im Schnitt,
Fig. 2 die Verbindung zwischen Welle und Nabe im Axialschnitt
und
Fig. 3 die Kerbverzahnung im Radialschnitt A-A.
Fig. 1 zeigt eine Flüssigkeitsreibungskupplung mit einer antrei
benden Flanschwelle (1), auf welcher mittels eines Wälzlagers (3)
ein Kupplungsgehäuse (2) drehbar gelagert und gleichzeitig axial
fixiert ist. Am stirnseitigen Ende (4) der Flanschwelle (1) ist
eine Antriebsscheibe (5) mit ihrem Nabenbereich (6) befestigt. Die
Antriebsscheibe (5) weist einen äußeren Bereich (7) auf, der in
einer Arbeitskammer (8) des Kupplungsgehäuses (2) umläuft und mit
diesem Spalte bildet, die mit einem viskosen Medium gefüllt werden
und somit eine Drehmomentübertragung zwischen Flanschwelle (1) und
Kupplungsgehäuse (2) ermöglichen. Dieses Prinzip der Flüssigkeits
reibungskupplung mit ihren verschiedenen Regelungsmöglichkeiten
ist bekannt. Das Wälzlager (3) ist als Doppelrillenkugellager aus
gebildet und weist einen Innenring (9) auf, welcher sich mit sei
nem zur Kupplung hingerichteten äußersten Bereich (9a) über die
Nabe (6) der Antriebsscheibe (5) erstreckt. Mit seinem gegenüber
liegenden Ende stützt sich der Innenring (9), der ebenfalls aus
Stahl hergestellt ist, an einer Schulter (4a) der Flanschwelle (1)
ab und wird über die Antriebsscheibe (5) und eine Verstemmung (4b)
an der Stirnseite der Flanschwelle (1) axial gehalten.
Einzelheiten der erfindungsgemäßen Verbindung zwischen Antriebs
scheibe (5) und Flanschwelle (1) sind in den Fig. 2 und 3 darge
stellt und mit denselben Bezugszahlen versehen. Das stirnseitige
Ende (4) der Flanschwelle (1) zeigt drei abgestufte Durchmesserbe
reiche, und zwar zunächst den größten Durchmesser (12), dann einen
abgestuften kleineren Durchmesserbereich (11) und einen weiteren
abgestuften Durchmesserbereich (10), welcher zwischen dem betref
fenden Nabenteil (6b) und dem zugehörigen Bereich der Flanschwelle
(4) als Gleit- oder Haftsitz ausgebildet und stirnseitig über
einen umlaufenden Wulst (4b) verstemmt ist. Dem äußersten Durch
messer (12) der Flanschwelle (4) entspricht der äußere Durchmesser
(13) der Nabe (6), d. h. beide Durchmesser sind gleich, weil über
beiden Teilen derselbe Innenring (9, was in Fig. 2 nicht darge
stellt ist) des Wälzlagers (3) angeordnet ist. Der mittlere Durch
messerbereich (11) bildet den Formschluß und ist - wie insbeson
dere aus Fig. 3 deutlich ersichtlich - als Kerbverzahnung ausge
bildet, wobei hier die einzelnen Kerbzähne ein Dreiecksprofil auf
weisen, welches als Normprofil bekannt ist. Diese beidseitige
Kerbverzahnung wird - in bekannter Weise - erst während der Mon
tage der beiden Teile (4) und (5) bzw. (6) hergestellt. Dazu ist
die Kerbverzahnung auf dem Durchmesserbereich (11) des Flanschwel
lenstummels (4) bereits vorgesehen und stirnseitig entsprechend
scharfkantig ausgebildet. Vor der Montage weist der Durchmesserbe
reich (11) des Nabenteiles (6a) innen eine zylindrische Hohlfläche
auf, in welche sich die Zähne der Flanschwelle (4) beim axialen
Ineinanderschieben eingraben und somit eine spielfreie Innenkerb
verzahnung im Nabenteil (6a) herstellen. Für die bei diesem span
gebenden Vorgang anfallenden Späne ist ein entsprechender Raum
(14) vorgesehen, in welchem die Späne verbleiben. Damit wird auf
einfache Weise eine spielfreie und haltbare Verbindung zwischen
Welle und Nabe hergestellt, die auch trotz der unterschiedlichen
Ausdehnungskoeffizienten der Stahlwelle und der Aluminiumnabe bei
verschiedenen Betriebstemperaturen infolge des außerhalb angeord
neten Lagerinnenringes (9a) festgefügt bleibt.
Claims (3)
1. Flüssigkeitsreibungskupplung mit einer antreibenden Flansch
welle (1) aus Stahl und einem abtreibenden Gehäuse (2),
welches eine Arbeitskammer (8) bildet und über ein Wälzla
ger (3) auf der Flanschwelle (1, 4) gelagert ist und mit
einer gegenüber der Flanschwelle (4) über eine Nabe (6)
und eine Kerbverzahnung drehfest angeordneten Antriebs
scheibe (5) aus Aluminium, die in der Arbeitskammer (8)
umläuft und mit dieser Spalte bildet, die zwecks Drehmo
mentübertragung mit einem viskosen Medium vollständig oder
teilweise gefüllt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die
Nabe (6) der Antriebsscheibe (5) zwei abgestufte
Durchmesserbereiche aufweist, die axial gegeneinander ver
setzt sind und unterschiedliche Innendurchmesser aufwei
sen, und daß die Flanschwelle (4) endseitig ebenfalls zwei
abgestufte Durchmesserbereiche aufweist, die bezüglich
ihrer Durchmesser und ihrer axialen Erstreckung mit den
Durchmesserbereichen der Nabe (6) korrespondieren, daß der
erste Bereich mit dem geringeren Durchmesser als Gleit-
oder Haftsitz (10) und der zweite Bereich mit dem größeren
Durchmesser als Kerbverzahnung (11) ausgebildet sind, wo
bei eine Innenkerbverzahnung in der Nabe (6a) bei der Mon
tage durch Eingraben einer Außenkerbverzahnung der Flansch
welle (4) in die Nabe (6a) hergestellt wird, daß die
Nabe (6) einen dritten Durchmesserbereich (12) mit einer
zylindrischen Außenfläche und die Flanschwelle (4) eben
falls einen dritten Durchmesserbereich (13) aufweist, der
mit dem der Nabe (6) fluchtet, und daß über beiden Durch
messerbereichen (12, 13) von Flanschwelle (4) und Nabe (6,
6a) ein Innenring (9, 9a) des Wälzlagers (3) angeordnet
ist, so daß der Nabenteil (6, 6a) mit der Kerbverzahnung
(11) zwischen Flanschwelle (4) und Innenring (9a) einge
spannt ist.
2. Flüssigkeitsreibungskupplung nach Patentanspruch 1, da
durch gekennzeichnet, daß das Wälzlager (3) als Doppelril
lenkugellager ausgebildet ist.
3. Flüssigkeitsreibungskupplung nach einem der Patentansprü
che 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kerbverzah
nung (11) durch Zähne mit Dreiecksprofil gebildet wird,
die formschlüssig und spielfrei aneinanderliegen.
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