DE4140682C2 - Solarmodul in Plattenform, insbesondere zur Verwendung als Fassaden- oder Dachelement - Google Patents
Solarmodul in Plattenform, insbesondere zur Verwendung als Fassaden- oder DachelementInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Solarmodul in Plattenform, insbeson
dere zur Verwendung als Fassaden- oder Dachelement, mit den Merk
malen des Oberbegriffs des Patentanspruchs 1.
Ein derartiges Solarmodul ist aus der DE 31 11 969 A1 bekannt. Bei
diesem Solarmodul sind die Stecker in den senkrecht zur Scheiben
mittelebene liegenden Seitenfläche des Rahmens eingebracht. Es
handelt sich bei diesen Steckern um durch den Modulkörper durch
gehende Buchsen aus Metall, bei den Kontaktstiften aus an die
Buchsen angepaßte Steckverbindungen aus leitendem Material. Zwar
mag es möglich sein, mit dieser Buchsen-Steckerverbindung die
elektrische Verschaltung benachbarter Module befriedigend vorzu
nehmen; sofern nicht zusätzliche Maßnahmen vorgesehen sind, muß
aber mit mechanischen Instabilitäten gerechnet werden, beispiels
weise mit dem Verkippen benachbarter Module, so daß große ein
heitliche Flächen nur mit zusätzlichen aufwendigen Stabilisie
rungsmaßnahmen herstellbar sind. Auch besteht die Gefahr, daß
sich die metallischen Buchsen aufgrund ihrer mechanischen Eigen
schaften beim Zusammenbau der Module verformen oder sie sogar
beschädigt werden.
Solarmodule sind auch Gegenstand der nicht vorveröffentlichten,
älteren Patentammeldung P 40 29 822.1. Hier wird die
mechanische und elektrische Verbindung der Rahmen zu Solar-Fassadenflächen
oder Solar-Dacheindeckungen dadurch erreicht, daß die elektri
schen Kontaktflächen durch entsprechende elektrische Verbindungs
stücke miteinander verbunden werden und getrennt hiervon die
mechanische Verbindung benachbarter Solarmodule vorgenommen wird,
wobei sowohl die Herstellung des Rahmens als auch das Verlegen
bzw. Zusammenfügen der einzelnen Solarmodule verhältnismäßig
material- und arbeitsaufwendig ist. Darüber hinaus besteht keine
Möglichkeit, z. B. wasserdichte und fugenlose Fassaden- oder Dach
flächen mit völlig glatter Oberfläche zu erhalten, in der die
Ebenen der Außenflächen sämtlicher Außenscheiben liegen.
Aus der DE-PS 19 00 069 ist eine Solar-Dacheindeckungsplatte
bekannt, bei der durch entsprechende Formgebung einander
benachbarter Dacheindeckungsplatten die sinnentsprechend
angeordneten elektrischen Kontaktflächen miteinander in Kon
takt gebracht werden können, jedoch ist dabei weder eine
feste mechanische Verbindung einander benachbarter Dachein
deckungsplatten noch die Gewährleistung einer ebenen Außen
fläche möglich. Bei einem aus der DE 33 14 637 A1 vorbekannten
Dachstein werden die elektrischen Anschlußleitungen rückseitig
aus dem Dachstein herausgeführt und müssen an der Rückseite
der verlegten Dachsteine elektrisch miteinander verbunden
werden, wobei keine gleichzeitige mechanische Verklammerung
benachbarter Dachsteine möglich ist. Die DE 36 23 578 A1
betrifft ein Solarelement in Form z. B. eines Glasdachziegels,
bei dem die elektrischen Anschlußleitungen in herkömmlicher
Weise miteinander verbunden werden müssen, wobei die elektri
schen Verbindungen keine mechanische Verklammerung benachbar
ter Solarmodule bewirken. Ein aus der DE 37 15 034 A1 bekann
ter Dachglasziegel bedarf zum elektrischen Verbinden benach
barter Solarmodule separater elektrischer Verbindungsleitun
gen. Die DE 37 37 183 A1 betrifft die Herstellung eines Rah
mens für Solarmodule im Kunststoff-Spritzgießverfahren, wie
es aus der Glastechnik allgemein bekannt ist, wobei aber die
elektrischen Anschlußleitungen ebenfalls mittels separater
Verbindungsstücke oder dergleichen mit benachbarten Solar
modulen verbunden werden müssen. Auch bei einem aus der DE
40 14 200 A1 bekannten Solargenerator sind für die elektrische
Verbindung benachbarter Solarmodule besondere Verdrahtungen
notwendig. Dies trifft auch für das Solarmodul nach der EP
03 25 369 A2 zu, bei dem die einzelnen Elemente im Spritzgieß
verfahren miteinander verkapselt sind, während die Solarzel
leneinrichtung nach der EP 03 73 235 A1 die direkte elektri
sche Verbindung benachbarter Solarmodule mittels entsprechen
der Pratzen, die bei der rahmenlosen Solarzelleneinrichtung
als Klemmen dienen, betrifft.
Aus der JP 58-63 191 A ist bekannt, für eine wasserdichte
Verbindung zweier Solarmodule untereinander einen Stift zu ver
wenden, der wiederum in entsprechende Buchsen eingebracht wird,
die in den senkrecht zur Scheibenmittelebene liegenden Seiten
flächen des Rahmens eingebracht sind.
Es ist die Aufgabe der Erfindung, ein Solarmodul in Plattenform
zur Verfügung zu stellen, das auf einfache Weise mit benachbarten
Modulen verbindbar ist, wobei sich eine ebene Dach- oder Fassa
denfläche bilden läßt und wobei die mechanische Stabilität der
Verbindung ausreichend groß ist, so daß keine weiteren Maßnahmen
zur Stabilisierung notwendig sind.
Diese Aufgabe wird durch ein Solarmodul mit den Merkmalen des
Patentanspruches 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind
Gegenstand der Unteransprüche.
Erfindungsgemäß ist vorgesehen, daß der Rahmen an jeweils zwei
einander gegenüberliegende Kanten des Plattenaufbaus paarweise
derart komplementär abgestuft ausgebildet ist, daß die Rahmen mit
diesen Kanten benachbarter Solarmodule einander mit Verbindungs
flanschen überlappen und daß der Scheibenmittelebene zugewandte
Anlageflächen der Verbindungsflansche die Kontaktstifte mit
Klemmsitz aufnehmender Buchsen oder integrierte Kontaktstifte auf
weisen.
Vorzugsweise haben die Solarmodule eine rechteckige, insbeson
dere quadratische Außenkontur.
Auch kann nach der Erfindung vorgesehen sein, daß auf nach
dem Einbau nicht an benachbarte Module angrenzende Verbin
dungsflansche jeweils eine Blindleiste aufsetzbar ist.
Weiter vorteilhaft ist es, den Rahmen werksseitig einstückig
aus Kunststoff herzustellen.
Bevorzugt ist dabei, daß der Rahmen unmittelbar
an den Modulrand angeformt wird.
Die Erfindung schlägt auch vor, daß die Verbindungsflansche
jeweils im wesentlichen die halbe Höhe der Plattendicke des
Solarmoduls haben.
Schließlich schlägt die Erfindung auch vor, daß in und/oder
an dem Rahmen Einrichtungen zur mechanischen Befestigung des
Moduls an Gebäudeoberflächen vorgesehen sind, wie beispiels
weise in die Flanschbereiche eingebrachte Öffnungen, bei
spielsweise Bohrungen.
Der Erfindung liegt die überraschende Erkenntnis zugrunde,
daß es gelingt, die gestellte Aufgabe zu lösen und die Nach
teile bekannter Konstruktionen zu vermeiden, indem die aus
der Außenscheibe und der Innenplatte sowie den Solarzellen
bestehende Anordnung, einschließlich der elektrischen Verbin
dungs- und Anschlußleitungen, so in eine vorzugsweise im
Spritzgießverfahren hergestellte Rahmenkonstruktion eingefaßt
wird, daß unter sinnentsprechender Ausbildung derselben mit
tels geeigneter Kontaktstifte ein fugenloses, bündiges Anein
anderfügen benachbarter Solarmodule möglich ist.
Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus
der nachfolgenden Beschreibung, in der Ausführungsbeispiele
anhand der schematischen Zeichnung im einzelnen erläutert
sind. Dabei zeigt:
Fig. 1 ein erstes Ausführungsbeispiel eines Solarmoduls
nach der Erfindung in perspektivischer Explo
sionsdarstellung;
Fig. 2 das Ausführungsbeispiel von Fig. 1 in der Drauf
sicht, wobei mehrere Solarzellen miteinander
verschaltet und die elektrischen Verbindungs-
und Anschlußleitungen nach Art eines Schnittes
parallel zur Plattenebene des Solarmoduls darge
stellt sind;
Fig. 3 das Ausführungsbeispiel von Fig. 1 und 2 in der
Draufsicht;
Fig. 4 einen Schnitt durch das Solarmodul gemäß Fig. 3
entlang der Linie A-A, mit zusätzlich ange
setzter Blindleiste;
Fig. 5 ein zweites Ausführungsbeispiel eines Solarmoduls
nach der Erfindung in perspektivischer Explo
sionsdarstellung;
Fig. 6 das Ausführungsbeispiel der Fig. 5 in der Drauf
sicht;
Fig. 7 einen Schnitt durch das Solarmodul gemäß Fig. 5
entlang der Linie B-B, mit zusätzlich ange
setzter Blindleiste;
Fig. 8 eine Modifikation des Ausführungsbeispieles der
Fig. 5 in der Draufsicht;
Fig. 9 einen Schnitt durch das Solarmodul gemäß Fig. 8
entlang der Linie C-C, mit zusätzlich ange
setzter Blindleiste;
Fig. 10 mehrere Solarmodule eines Ausführungsbeispieles
der Erfindung vor dem Zusammenbau zu einer
Dacheindeckung in perspektivischer Darstellung;
und
Fig. 11 weitere Ausführungsbeispiele von erfindungsge
mäßen Solarmodulen vor dem Zusammenbau zu einer
Solarfassade.
Wie Fig. 1 erkennen läßt, weist das dort gezeigte Solarmodul
einen aus Darstellungsgründen zweiteilig wiedergegebenen
Rahmen 10, eine in der Zeichnung oben liegende, später der
Sonneneinstrahlung, die als von oben einfallend zu denken
ist, zugewandte Außenscheibe 12, hier aus Einscheibensicher
heitsglas bestehend, eine Solarzelle 14, eine ebenfalls aus
Einscheibensicherheitsglas bestehende Innenscheibe 16 und
elektrische Verbindungsleitungen 18 auf. In dem angeformten
Rahmen 10 sind Buchsen 20 angeordnet, die, nach dem Zusammen
fügen der in Fig. 1 als getrennt gedachten Bestandteile des
Rahmens 10, in an dessen Kanten verlaufenden Verbindungsflan
schen 22 liegen und jeweils als Vertiefungen ausgebildet
sind, die der jeweiligen Außenfläche des Solarmoduls abgewandt
sind, so daß also diese Buchsen von der jeweiligen Außenseite
her unsichtbar sind. Der Zweck und der konkrete Aufbau der
Verbindungsflansche 22 wird weiter unten noch erläutert,
insbesondere unter Bezugnahme auf Fig. 4. Die elektrischen
Verbindungsleitungen 18 enden innerhalb der Buchsen 20 in
elektrischen Kontaktflächen.
In Fig. 2 sind innerhalb des Solarmoduls eine Anzahl von
Solarzellen 14 miteinander verschaltet, wie dies der Realität
eher entspricht als die Anordnung von Fig. 1, in der aus
Darstellungsgründen nur eine einzige Solarzelle 14 gezeigt
ist. Fig. 2 zeigt deutlich, wie die Verbindungsleitungen 18
in die einzelnen Buchsen 20 geführt sind, die in den Ver
bindungsflanschen 22 liegen, welche entlang
aller vier Kanten des quadratisch ausgebildeten Solarmoduls
angeordnet sind.
Die "verschobene" oder "versetzte"
Anordnung der Verbindungsflansche 22 ermöglicht es, Solar
module der erfindungsgemäßen Art unter gegenseitigem Über
lappen der Verbindungsflansche 22 lückenlos zu einer Solar
fassade oder einer Dacheindeckung oder dergleichen aneinander
zusetzen und dabei gleichzeitig elektrisch zu verschalten.
Aus den Fig. 3 und 4 ist erkennbar, daß die Verbindungsflan
sche 22 durch stufenartige, aneinander gegenüberliegenden
Kanten komplementäre Ausbildung des Rahmens 10 gebildet sind,
wobei die Buchsen 20 so angeordnet sind, daß sie nach dem
Zusammensetzen benachbarter Solarmodule miteinander jeweils
fluchten und durch metallische Kontaktstifte die Her
stellung einer elektrisch leitenden Verbindung zwischen den
in den einzelnen Buchsen 20 vorgesehenen elektrischen Kon
taktflächen gestatten, wobei die Außenflächen der auf diese
Weise gebildeten Solarfassade oder dergleichen bündig jeweils
in einer Ebene liegen. Fig. 4 zeigt darüber hinaus, daß an
solchen Solarmodulkanten, die nicht an benachbarte Solarmodule
anstoßen, Blindleisten 24 aufgesteckt werden können, z. B.
ebenso wie der Rahmen 10 im Spritzgießverfahren (RIM-Technik)
aus Polyurethan oder dergleichen gefertigt.
Es sei noch angemerkt, daß die Solarzellen 14 in bekannter
Weise zwischen der Außenscheibe 12 und der Innenscheibe 16 in
Gießharz oder in Verbundfolien eingebettet sein können, wobei
aber auch eine isolierglasscheibenartige Ausbildung mit gas
gefülltem Scheibenzwischenraum möglich ist.
Das in Fig. 5 und Fig. 6 dargestellte Solarmodul entspricht
in seinem grundsätzlichen Aufbau dem der Fig. 1. Wieder weist
das dort gezeigte Solarmodul einen aus Darstellungsgründen
zweiteilig wiedergegebenen Rahmen 10, 10′, eine in der Zeich
nung oben liegende, später der Sonneneinstrahlung, die als von
oben einfallend zu denken ist, zugewandte Außenscheibe 12,
hier aus Einscheibensicherheitsglas bestehend, eine Solarzelle
14, eine ebenfalls aus Einscheibensicherheitsglas bestehende
Innenscheibe 16 und elektrische Verbindungsleitungen 18 auf.
Buchsen 20, die denen des Ausführungsbeispiels nach Fig. 1
entsprechen, sind bei der hier vorliegenden Ausführungsform
lediglich im unteren Teil 10 des Rahmens 10, 10′ angeordnet.
Im oberen Teil 10′ des Rahmens 10, 10′ sind an Stellen, die
später mit Buchsen anderer Rahmen fluchten sollen, nach
unten ragende Kontaktstifte 26 integriert. Die elektrischen
Verbindungsleitungen 18 enden innerhalb der Buchsen 20 in
elektrischen Kontaktflächen. Wenn die getrennt dargestellten
Bestandteile des Rahmens 10, 10′ zusammengefügt sind, sind
wie zuvor an dessen Kanten verlaufende Verbindungsflansche 22
ausgebildet, so daß die Solarmodule wie zuvor in versetzter
Anordnung lückenlos zu einer Solarfassade oder einer Dachein
deckung zusammengefügt und insbesondere auf einfache Weise
elektrisch verschaltet werden können.
In der Draufsicht der Fig. 6 ist besonders gut die Anordnung
der Kontaktstifte 26 im oberen Teil 10′ des Rahmens und der
Buchsen 20 im unteren Teil 10 des Rahmens zu erkennen. Aus
Gründen der zeichnerischen Vereinfachung ist hier die Solar
zellenanordnung im Rahmen nicht dargestellt, sie kann aber
ohne weiteres entsprechend der der Fig. 1 oder 2 gewählt
werden.
Fig. 7 zeigt eine Schnittansicht entsprechend der Linie B-B
der Fig. 6, aus der wiederum hervorgeht, daß der Rahmen 10,
10′ an die Innenscheibe 16 und die Außenscheibe 12 angeformt
ist, wobei die sich am oberen Teil 10′ des Rahmens anschlie
ßenden Verbindungsflansche 22 die Kontaktstifte 26 tragen,
die in die Verbindungsflansche 22 an geeigneten Stellen einge
lassen sind und über deren Unterkante, also in Richtung auf
die Innenscheibe 16, ragen. In den sich an den unteren Teil
10 des Rahmens anschließenden Verbindungsflanschen 22 sind
die Buchsen 20 als Vertiefungen ausgebildet, in die die Kon
taktstifte eines benachbarten Solarmoduls eingesetzt werden
können. Es kann aber auch, wie hier dargestellt, durch eine
Blindleiste 24 ein Randabschluß geschaffen werden. Zwischen
Außenscheibe 12 und Innenscheibe 16 sind auf übliche Weise
die Solarzellen 14 eingebettet. Es sei angemerkt, daß der
Rahmen 10, 10′ an seiner Oberseite, also an der Seite der
Außenscheibe 12, an seiner Außenkante umlaufend mit einer
Abschrägung 28 versehen ist. Eine entsprechende Abschrägung
30 ist auch an der Blindleiste 24 vorgesehen.
Fig. 8 zeigt eine Modifikation des Ausführungsbeispieles der
Fig. 5 in Draufsicht. An allen Verbindungsflanschen 22, sowohl
an denen des oberen Teils 10′ des Rahmens als auch an denen
des unteren Teils 10 des Rahmens, sind Öffnungen 32 vorgese
hen, beispielsweise Bohrungen, die zur Befestigung des Moduls
an einem Fassadenunterbau oder dergleichen dienen. Durch die
Öffnungen 32 können beispielsweise Schrauben geführt werden,
die auf übliche Weise durch Muttern festzulegen sind. Die
Öffnungen 32 sind dabei so angeordnet, daß die Eckbereiche,
an denen Flansche aneinanderstoßen, von Öffnungen frei blei
ben. Ansonsten sind an jedem der Verbindungsflansche 22 drei
Öffnungen 32 vorgesehen, die voneinander im wesentlichen den
gleichen Abstand haben, wobei zwischen jeweils zwei Öffnungen
32 entweder ein Kontaktstift 26 oder eine Buchse 20 angeordnet
sind, vorzugsweise so, daß der entsprechende Kontaktstift 26
bzw. die Buchse 20 näher den außenliegenden Öffnungen 32 auf
einem Verbindungsflansch 22 als der mittleren Öffnung 32
liegt.
Fig. 9 zeigt eine Schnittansicht längs der Linie C-C aus
Fig. 8. Grundsätzlich entspricht der Aufbau dem der Fig. 7,
jedoch ist in Fig. 9 zu erkennen, daß die Öffnungen 32 im
wesentlichen längs der Verbindungsflansche 22 fluchtend mit
den Kontaktstiften 26 bzw. den Buchsen 20 ausgerichtet sind.
Hervorzuheben ist es, daß auch in der Blindleiste 24 derarti
ge Öffnungen 34 vorgesehen sind, die mit den Öffnungen 32 im
Rahmen 10, 10′ fluchten, so daß eine Schraube 36 durch die aus
den Öffnungen 32, 34 gebildete Durchgangsöffnung geführt
werden kann.
Eine weitere Möglichkeit, die Solarmodule an einem Fassadenun
terbau festzulegen, besteht darin, am unteren Teil 10 des
Rahmens Bolzen zu befestigen, beispielsweise durch Kleben,
die eine Auflageplatte aus Metall aufweisen, die als ein
Schwingmetall wirkt und etwa auftretende Vibrationen auffängt,
so daß die Solarmodule auch bei Erschütterungen keinen Schaden
erleiden.
Die benachbarten Solarmodule werden, wie in Fig. 10 und 11
gezeigt, jeweils in Richtung der Pfeile ineinander geschoben,
und zwar unter Einsetzen der bereits beschriebenen Kontakt-
und Verbindungsstifte in die Buchsen 20, woraufhin dann durch
die in der Zeichnung oben liegenden Außenflächen der Außen
scheiben 12 ein geschlossenes Solarmodulfeld, z. B. für eine
Solarfassade oder eine Solar-Dacheindeckung, gebildet ist.
Mittels sinnentsprechender Verschaltung der Solarzellen 14
und entsprechendem Anschluß an die Buchsen 20 lassen sich im
übrigen sowohl Serien- als auch Parallelschaltungen der ver
schiedenen Module realisieren, wie dies schematisch durch die
entsprechende Vorzeichengebung innerhalb einiger Buchsen bzw.
Kontaktstifte in Fig. 11 angedeutet ist. Die in Fig. 11 ge
zeigten Pfeile deuten die jeweilige Verbindung einander zuge
ordneter Buchsen 20 bzw. Kontaktstifte 26 nach dem Zusammenbau
der dort wiedergegebenen Solarmodule an.
Bei der in Fig. 11 dargestellten automatischen Verschaltung
ist der Rahmen 10, 10′ mit seinen Verbindungsflanschen 22
(vergleiche z. B. Fig. 5) nicht dargestellt. Die Verbindungs
leitungen 18 würden bei einer Ausführungsform nach Fig. 5
entweder in Kontaktstiften 26 oder Buchsen 20 enden, in
einer Ausführungsform nach Fig. 1 lediglich in Buchsen 20.
Durch die serielle Verschaltung der Solarzellen 14 kann die
Spannung der Gesamtanordnung bestimmt werden, wobei die Span
nung um so höher liegt, je mehr Solarmodule seriell verschaltet
werden. Entsprechend kann durch Parallelverschaltung der
ausgangsseitige Strom größenmäßig festgelegt werden. Die
Richtung von "Spannungserhöhung" und "Stromerhöhung" ist in
Fig. 11 angegeben.
Zeichnerisch nicht dargestellt ist die elektrische Verbindung
des Solarmoduls bzw. Solargenerators mit einem Verbraucher,
wie dem Stromnetz oder einer Speichereinrichtung, beispiels
weise einer Batterie. Vorzugsweise wird diese Verbindung über
eine der an den Modulseiten angeschlossenen Blindleisten
vorgenommen.
Es versteht sich, daß zur gebäudeseitigen Abdichtung der
Module die bei Fassaden- und Dachelementen heute üblichen
Maßnahmen Anwendung finden, so daß zum Beispiel Dichtkleber
schichten zwischen den Modulen bzw. zwischen Modulen und
Gebäudeoberflächen angebracht werden.
Claims (9)
1. Solarmodul in Plattenform, insbesondere zur Verwendung
als Fassaden- oder Dachelement, mit einer dem einfallenden
Licht zugewandten Außenscheibe, wenigstens einer in Licht
einfallrichtung dahinter unter Erzeugung eines Scheiben
zwischenraumes mit Abstand angeordneten Innenplatte, einem
die Außenscheibe und die Innenplatte am Rand umlaufend
dicht miteinander verbindenden Rahmen und zwischen der
Außenscheibe und der Innenplatte angeordneten Solarzellen
mit einem diese elektrisch verschaltenden Leitersystem,
von dem Anschlußleitungen zum elektrischen Verbinden mit
benachbarten weiteren Solarmodulen in den Bereich des Rah
mens führen und dort elektrische Kontaktflächen bilden,
wobei mit ihren Kanten dicht benachbart angeordnete und
mit ihren Außenflächen der Außenscheiben in einer Ebene
liegende Solarmodule durch in Buchsen einsetzbare Kontakt
stifte miteinander elektrisch leitend verbindbar sind und
die elektrischen Kontaktflächen der Anschlußleitungen in
nerhalb der Buchsen liegen,
dadurch gekennzeichnet, daß der Rahmen (10, 10′) an je
weils zwei einander gegenüberliegenden Kanten des Plat
tenaufbaus derart komplementär abgestuft ausge
bildet ist, daß die Rahmen (10, 10′) mit diesen Kanten
benachbarter Solarmodule einander mit Verbindungsflanschen
(22) überlappen; und daß der Scheibenmittelebene zugewand
te Anlageflächen der Verbindungsflansche (22) die Kontakt
stifte (26) mit Klemmsitz aufnehmende Buchsen (20) oder
integrierte Kontaktstifte (26) aufweisen.
2. Solarmodul nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
es eine rechteckige Außenkontur aufweist.
3. Solarmodul nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich
net, daß das Modul quadratisch ausgebildet ist.
4. Solarmodul nach einem der vorangehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß für nach dem Einbau nicht an
benachbarte Module angrenzende Verbindungsflansche (22)
jeweils eine Blindleiste (24) vorgesehen ist.
5. Solarmodul nach einem der vorangehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß der Rahmen (10, 10′) einstückig
aus Kunststoff hergestellt ist.
6. Solarmodul nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß
der Rahmen (10, 10′) unmittelbar an den Modulrand ange
formt ist.
7. Solarmodul nach einem der vorangehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß die Verbindungsflansche (22)
jeweils im wesentlichen die halbe Höhe der Plattendicke
des Solarmoduls haben.
8. Solarmodul nach einem der vorangehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß in dem Rahmen (10, 10′) Einrich
tungen zur mechanischen Befestigung des Moduls vorgesehen
sind.
9. Solarmodul nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß
in den Bereichen der Verbindungsflansche (22) der Rahmen
(10, 10′) Öffnungen (32), beispielsweise Bohrungen, einge
bracht sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4140682A DE4140682C2 (de) | 1991-12-10 | 1991-12-10 | Solarmodul in Plattenform, insbesondere zur Verwendung als Fassaden- oder Dachelement |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4140682A DE4140682C2 (de) | 1991-12-10 | 1991-12-10 | Solarmodul in Plattenform, insbesondere zur Verwendung als Fassaden- oder Dachelement |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
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| DE4140682C2 true DE4140682C2 (de) | 1995-01-12 |
Family
ID=6446708
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE4140682A Expired - Fee Related DE4140682C2 (de) | 1991-12-10 | 1991-12-10 | Solarmodul in Plattenform, insbesondere zur Verwendung als Fassaden- oder Dachelement |
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