DE413708C - Einrichtung zur Verhuetung von Auskolkungen der Sohle von Wasserlaeufen - Google Patents

Einrichtung zur Verhuetung von Auskolkungen der Sohle von Wasserlaeufen

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DE413708C
DE413708C DER60873D DER0060873D DE413708C DE 413708 C DE413708 C DE 413708C DE R60873 D DER60873 D DE R60873D DE R0060873 D DER0060873 D DE R0060873D DE 413708 C DE413708 C DE 413708C
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THEODOR REHBOCK DR ING
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Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E02HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
    • E02BHYDRAULIC ENGINEERING
    • E02B8/00Details of barrages or weirs ; Energy dissipating devices carried by lock or dry-dock gates
    • E02B8/06Spillways; Devices for dissipation of energy, e.g. for reducing eddies also for lock or dry-dock gates

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Revetment (AREA)

Description

  • Einrichtung zur Verhütung von Auskolkungen der Sohle von Wasserläufen. Beim Absturz. von Wasser über überläufe und Wehre, beim Abschuß über geneigte Böden und beim Durchfluß unter Schützen entstehen Abflußgeschwindigkeiten des Wassers, «-elche die Wellengeschwindigkeit überschreiten, so daß das Wasser den sogenannten »schießenden« Fließzustand annimmt, der schwere Angriffe auf das Bett ausübt.
  • Uni den schießenden Abfluß auf den normalen »strömenden«, d. h. den mit weniger als Wellengeschwindigkeit sich vollziehenden Abfluß abzubremsen, wurden schon verschiedene Mittel angewandt. Diese bestehen entweder in vertieften Sturzbecken oder im Einbau von Abflußhindernissen auf ebenen Sturzbetten, welche aus einzelnen Blöcken (Schikanen), aus einer größeren Anzahl von in der Richtung des fließenden Wassers parallel zueinander stehenden Scheidewänden oder aus einer Reihe rostartig die Sohle gleichmäßig überragender Schwellen mit dazwischen liegenden vertieften Becken bestehen.
  • Bei der meist vorhandenen normalen Tiefe des Unterwassers können aber diese mit Kosten verbundenen und <lie Sinkstoffbewegung erschwerenden Einbauten erspart werden. Denn es bildet sich auch bei einem völlig ebenen und glatten Sturzbett über dein schießenden @@'asserstroiii eine Deckwalze mit wagerechter quer zum Wasserstrom liegender Achse, welche die Umsetzung der kinetischen Energie de.,- Wassers in Wärineenergie auf kurzer Lauflänge bewirkt, so daß das Wasser schon sofort beim Austritt aus der Deckwalze nach Abgabe des bei weitem größten Teiles seiner kinetischen Energie strömend und mit einer mittleren Geschwindigkeit, welche etwa der normalen im Unterwasserbett entspricht, zum Abfluß kommt. Dies ist durch Beobachtung in der Natur und im -Modell einwandfrei erwiesen.
  • Trotzdem werden unterhalb des befestigten Sturzbettes am Ende der Deckwalzen örtliche Auskolkungen der unbefestigten Sohle beobachtet, «-elche an anderen Stellen des Flusses mit den gleichen mittleren Abflußgeschwindigkeiten nicht auftreten. Diese Erscheinung ist darauf zurückzuführen, daß die Verteilung der Geschwindigkeiten im Ouerschnitt unterhalb der Deckwalzen anders ist als im normalen Fluß. Denn während in normalen Flußstrecken infolge der fortlaufenden Reibung an der Sohle die Sohlengeschwindigkeiten wesentlich kleiner sind als die mittleren Geschwindigkeiten, nehmen stromabwärts einer Deckwalze infolge der starken Energieentziehung an der Oberfläche des Wasserstromes durch die Deckwalze die Geschwindigkeiten von der Oherfläche nach der Sohle hin zu, so daß die Sohlengeschwindigkeiten die mittlere Geschwindigkeit im ganzen Wasserstrom übertreffen.
  • Die Erfi=ndung bezweckt nun, die geschil= derte, für die Sohle ungünstige Auskolkungen hervorrufende Verteilung der Geschwindigkeiten im Querschnitt des Wasserstromes durch Verstärkung der Oberflächengeschwindigkeiten und Verkleinerung der Sohlengeschwindigkeiten stromabwärts der Deckwalze möglichst schnell zu beseitigen. Zu diesem Zweck wird gemäß der Erfindung am äußersten stromabwärts liegenden Ende des ebenen oder schwach durchhängenden Sturzbettes beim Austritt des Wassers aus der sich über dem Sturzbett bildenden Deckwalze eine niedrige dachförmige Schwelle angeordnet, die stromaufwärts lotrecht oder steil begrenzte, stromabwärts aber sanft abfallende Zähne besitzt. Durch eine solche Zahnschwelle werden die schnell fließenden Wasserfäden dicht über der Sohle sanft nach oben abgelenkt. Dadurch werden die für das Bett unschädlichen Oberflächengeschwindigkeiten vergrößert, die Sohlengeschwindigkeit aber entsprechend verringert. Zugleich wird unterhalb der Schwelle auf dein unbefestigten Teil der Sohle eine Grundwalze finit sanft stromaufwärts gerichteter Sohlenströmung erzeugt, deren Geschwindigkeit durch das durch die Zahnlücken fließende Wasser gemildert wird. Diese Walze verhütet Auskolkungen und ruft sogar schwache Auflandungen vor der Schwelle hervor, wie durch zahlreiche Modellversuche erwiesen wurde.
  • Der Zweck dieser Zahnschwelle ist demnach von der Aufgabe, welche die früher angewandten rostartigen Schwellen auf dein Sturzbett verfolgen, vollkommen verschieden. Diese sollen vertiefte Becken bilden, durch welche dem Wasser größere Mengen kinetischer Energie entzogen werden. Die vorgeschlagene Zahnschwelle aber liegt im Gegensatz zu den früheren Anordnungen bereits im strömenden Wasser, dessen mittlere Geschwindigkeit nicht mehr vermindert zu werden braucht. Die Zahnschwelle wird einzeln am Ende des Sturzbettes verwandt und soll lediglich auf die unterhalb des Sturzbettes liegende unbefestigte Sohle durch Erzeugung der normalen Geschwindigkeitsverteilung im Wasserstrom kolkverhindernd einwirken.
  • Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt, und zwar durch Abb. i in schaubildlicher Ansicht stromaufwärts gesehen und durch Abb. a, 3 und .1 im Längsschnitt.
  • Wie Abb. 4 näher zeigt, werden durch die Zähne a der Schwelle b die unteren Schichten des Wasserstromes von der Sohle c abgehoben, wobei sich unter dem Wasserstrom eine Grundwalze d bildet, in deren unterem, über der Sohle liegendem Teil das Wasser stromaufwärts fließt. In das stromaufwärts fließende Wasser der Grundwalze ergießen sich die durch die Lücken zwischen den Zähnen a stromabwärts fließenden Wasserfäden, die sich nach dem Durchgang durch die Zahnlücken fächerartig ausbreiten. Dadurch wird die Geschwindigkeit des Wassers im unteren Teil der Grundwalze d so weit abgebremst, daß es eine ruhige Strömung -zeigt und selbst eine unbefestigte Sohle nicht mehr in schädlicher Weise anzugreifen vermag. Durch die aus den Zahnlücken austretenden, sanft nach oben gerichteten Wasserströme wird zugleich der durch die Zahnschwelle gehobene Hauptstrom daran gehindert, sich zu früh und zu schroff wieder auf die Sohle c zu senken und dabei das Bett anzugreifen. Die Zahnlücken dienen auch für die Ableitung der Sinkstoffe bei geschiebeführenden Wasserläufen.
  • Um die besonders schädlichen Auskolkungen vor den Ufern e des Bettes noch wirksamer zu vermindern, sind die Zähne a an den Enden der Schwelle b breiter als die anderen ausgeführt und mit einem niedrigen Aufsatz f versehen.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRIJ CHE. i. Einrichtung zur Verhütung von Auskolkungen der Sohle von Wasserläufen bei Wasserabstürzen, Wehren und anderen Wasserbauten unterhalb eines ebenen oder schwach durchhängenden Sturzbettes mit auf dem Wasserstrom liegender Deckwalze, dadurch gekennzeichnet, daß am äußersten stromabwärts liegenden Ende des Sturzbettes beim Austritt des Wassers"aus der sich über dem Sturzbett bildenden Deckwalze, d. h. im schon beruhigten Wasserstrom, eine niedrige dachförmige Schwelle (b) angeordnet ist, die stromaufwärts lotrecht begrenzte, stromabwärts aber sanft abfallende Zähne (a) besitzt. a. Einrichtung nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß die an den Enden der Schwelle (b) liegenden Zähne (a) breiter als die übrigen Zähne ausgebildet und mit einem Aufsatz (f ) versehen sind.
DER60873D 1924-04-11 1924-04-11 Einrichtung zur Verhuetung von Auskolkungen der Sohle von Wasserlaeufen Expired DE413708C (de)

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