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Kettenrost. Die Erfindung betrifft Kettenroste, die aus einzelnen
endlosen Rostketten mit zwischen ihnen liegenden festen Düsenstäben bestehen. Die
Erfindung besteht im wesentlichen darin,. daß Stützbrücken vorgesehen sind, die
eine Fortsetzung der festen Düsenstäbe bilden, und die Mittel sowohl für den Luftabschluß
am hinteren Rostende als auch die hintere Kettenradwelle tragen. Der Rost ist hierbei
mit Einrichtungen versehen, durch die der Durchtritt von überschüssiger Luft an
den Seiten und am hinteren Ende des Rostes verhindert wird. Ferner ist gemäß der
Erfindung in dem Rost eine Abstreif- und Schüttelvorrichtung angebracht, durch die
die Rückstände aufgerüttelt und schließlich in die Aschensammelkammer abgestoßen
«-erden. Auf diesem \Vege gleitet die Asche über in den Abschluß platten durch Rippen
gebildete Taschen hinweg, die sich dabei mit Asche füllen und dadurch eine feuerfeste
Bekleidung des Rostes herbeiführen.
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Die Erfindung ist auf der Zeichnung veranschaulicht: Abb. i ist ein
senkrechter Querschnitt. Abb.2 zeigt die Hauptteile von oben gesehen, teilweise
im wagerechten Schnitt.
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Abb. 3 ist ein senkrechter Schnitt nach Linie 3-3 in Abb. 2.
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Abb. 4. ist ein senkrechter Teilschnitt nach Linie d.-4 in Abb. 2.
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Abb. 5 ist ein senkrechter Querschnitt nach Linie 5-5 in Abb.4.
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Abb.6 ist ein Schnitt nach Linie 6-.6 in Abb. 5.
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Abb. 7 ist eine Draufsicht des hinteren Endes, das die Lagerböcke
des Rostes trägt. Abb. 8 ist eine Seitenansicht dazu.
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Abb. 9 ist ein Schnitt nach Linie 13-r3 in Abb. B.
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Abb. io ist ein Schnitt nach Linie 14-r4 in Abb. B.
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Abb. l i ist ein Schnitt nach Linie 15-15 in Abb. B.
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Abb. 12 bis 17 sind Einzeldarstellungen. Abb. 18 ist eine Seitenansicht
der inneren Seite eines Rahmenteiles.
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' Abb. i9 bis 23 sind weitere Einzeldarstellungen.
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Hierbei beziehen sich die die Schnittlinien bezeichnenden Ziffern
in den Abb. I2 bis 23 auf die Zahlen der betreffenden Abbildungen.
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Der schräg liegende Rost ist abwechselnd aus festliegenden, mit Windlöchern
oder Düben versehenen Platten oder Stäben und aus umlaufenden Ketten Goa gebildet.
Die Ketten bestehen aus einander überlappenden Gliederplatten hoc, die durch Bolzen
6o° miteinander verbunden sind, und in denen sich Luftkanäle 6of befinden. Auch
die festliegenden Düsenstäbe hob bestehen aus einer Anzahl einander überlappender
Platten, die durch Bolzen miteinander verbunden sind.
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An den beiden Enden des Rostes sind Wellen 65, 66 gelagert, die die
Kettenräder tragen. Die Kettenräder 67 befinden sich auf der Welle 65, mit der sie
sich drehen, und die Welle 66 trägt lose die Kettenräder 68. An den Seiten des Rostes
befinden sich ebenfalls aus einzelnen Teilen zusammengesetzte Rahmen 75. Die Teile
des Seitenrahmens sind miteinander verbunden und auf einem Betonfundament gelagert,
während die Mittelteile des Rahmens auf dem Fundament B, C und Pfosten 8o, 81 gelagert
sind. Zwischen den Seitenrahmen sind Querträger 83 bis 87 angeordnet, die zweckmäßig
aus j-Eisen hergestellt sind. Zwischen diesen Trägern und mit deren oberem Flanschen
durch Bolzen 89 verbunden, sind die Träger 9o (Abb. 2, 3, 4.) für die Düsenstäbe
angeordnet.
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Am hinteren Ende des Rostes und in gleicher Linie mit den festen Düsenstäben
befinden sich die in Abb. 4, 7 und 8 dargestellten Böcke ioo, von denen aus sich
je ein Arm iooa nach vorn erstreckt. Die Arme haben seitliche Ansätze oder Lappen
loob, die bei den benachbarten Böcken einander abstützen und deren obere Flächen
ein wenig über die oberen Flächen der Platten looa vorspringen.
Der
Abstand zwischen den Schultern ist ungefähr gleich der Dicke der Düsenstäbe, um
eine Fortsetzung von deren Sitzen zu bilden. Zwischen den Platten Iooa ist an deren
vorderem Ende eine Verdickung iooe vorgesehen, die zwecks Aufnahme eines Bolzens
ioz (Abb. 4.) mit einer Bohrung versehen ist. Mittels der Bolzen ist der Lagerbock
ioo an dem Träger 87 festgeschraubt. Der Lagerbock hat einen gabelartigen Teil ioof,
mit dem er die Welle 66 umfaßt, und ein kleiner Block 103 ist in den Schlitz
eingepaßt und darin mittels eines Bolzens (Abb. 4) befestigt, wodurch mit dem Lagerbock
ioo ein weiteres Lager für die Welle 66 gebildet ist. Der plattenartige Teil
I ooh des Lagerbockes i oo ist bei ioof halbzvlinderförmig gekrümmt, uni
den Bolzen zur Befestigung des Teiles i oo auf der Welle 66 (Abb. .l, 8 und i i)
auf -zunehmen. Der Teil iooh des Lagerbockes ist von einem Flansch Look umgeben,
dessen unterer Teil verbreitert ist und Löcher zur Aufnahme von Bolzen hat, mittels
deren die Böcke ioo an den Querträgern 107 angeschraubt sind. Auf (lern oberen
Teil des Flansches Look ist der Kanal ioo"t für den Bolzen 1o8 vorgesehen. Ein Sitz
Ioo° ist oben am Flansch vorgesehen, dessen Zweck weiter unten angegeben ist. Unterhalb
des Sitzes ioo° sind die Sitze ioo", die durch ein -vorspringendes Zwischenstück
ioor (Abb. 8 und io) gebildet sind. Quer zu dem Roste sind an dessen hinterem Ende
gekrümmte Platten iio vorgesehen, die den -hinteren- Abschluß bilden. Diese Platten
haben einen gekrümmten Teil. iio^, auf den durch Längsünd Querrippen iiof' (Abb.
12) flache Taschen gebildet sind, die sich beim Hinübergleiten der Asche in den
Aschenfall 53 mit Asche füllen, wodurch eine feuerfeste Bekleidung des Rostes gewährleistet
wird.
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Die Platten i io haben am oberen Ende nach vorn vorspringende Teile
i ioc und abwärts sich erstreckend unterstützende seitliche Lappen i iod und mittlere
Lappen i iox. Die Ansätze i i od ruhen auf entsprechenden Sitzen ioo° der Böcke
ioo, und zwar ruht ein Lappen i iod jeder anliegenden Platte i io auf dem Sitz ioo°
desselben Lagerbockes ioo, und jede Platte i i o dient dazu, den Zwischenraum zwischen
einem Paar benachbarter Böcke ioo zu überbrücken. Am oberen Teile der inneren Fläche
der Platten i io ist der nach innen vorspringende mittlere Lappen i ioe vorgesehen,
der mit dem hinteren Ende eines Abstreifers 15o (Abb. 14 bis 17) in Eingriff kommt.
An jeder Seite der gekrümmten Wand iioa ist eine halbkegelförmige Aussparung bzw.
Z"ertiefung i i of, i iog vorgesehen, die, wenn die Platten i io zusammengesetzt-sind,
Versenkungen und Löcher zur Aufnahme von Schraubenbolzen 1o8, io8a bilden (Abb.4).
Diese Versenkungen werden nach dem Zusäm.mensetzen zweckmäßig mit feuerfestem Zement
o. dgl: verschmiert. An der einen Seite ist jede Wandplatte mit einem vorspringenden
Lappen oder Flansch Iioh versehen, der dünner ist als die Platte und in passende
Aussparungen iiol der benachbarten Platte paßt.
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An der Innenseite der Platten iio ist eine X"erstärkungsrippe Ilok
angeordnet, die nicht ganz- bis zu dem unteren Ende der Platte reicht. Der untere
Teil der Platten springt zurück und hat zu beiden Seiten der Rippe Ilok je eine
Versteifungsrippe IIon, die sich gegen den Querträger .107 legt (Abb. 4). Die unteren
Enden der Platten i io mit den Rippen iion stützen sich auf einen nach hinten vorspringenden
Teil eines Flansches i i 5a einer Querplatte 115, die sich zwischen den Seitenwangen
des Rahmens erstreckt und auf dem Fundament G aufruht (Abb.4).
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Zwischen dem hinteren .Ende jedes der Düsenroststäbe und den hinteren
gekrümmten Platten i io ist ein kastenartiges Einsatzstück 130 (Abb.4 und
ig bis 23) vorgesehen. An dessen vorderem Ende ist unten ein Auge 130'
angeordnet,
das zwischen den Seitenplatten iooa des Lagerbockes ioo zu liegen kommt, wo sich
auch die Öffnungen (ioox) befinden, die zur Aufnahme von Bolzen dienen (Abb. 8).
In dem Kasten 130 ist.ein um den Punkt 135d in der Bohrung I3oe drehbares
Schüttelelement 135 gelagert. jedes dieser Schüttelelemente hat einen nach unten
vorspringenden flossenartigen Lappen, der mit einer Bohrung 135e versehen ist. Der
vordere Rand 135d des Schüttelelements 135 ist um 135e kreisbögenartig gekrümmt.
Ein Anschlag 135e des gekrümmten Teiles 135d begrenzt den Ausschlag des Schüttelelements
nach oben. Von jedem Schüttelelement erstreckt sich ein Hebel 136, der mit dem flossenartigen
Lappen 135e und mit dem Arm 137 (Abb. 4) gelenkig verbunden ist. Eine Schwinghebelwelle
138 ist für jede Gruppe von Schüttelelementen vorgesehen, so daß diese gruppenweise
bewegt werden können. Durch derartige Gruppen von Schüttelelementen können verschiedene
Stellen des Aschen- und Brennstoffbettes über dem Roste aufgebrochen und aufgerüttelt
werden.
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Es ist ersichtlich, daß je ein Schüttelele-:nent in gleicher Linie
mit je einem der festen Düsenroststäbe liegt und daß die Asche .und der unv erbrannte
Brennstoff am unteren Ende des Roststabes, bevor sie in den Aschenfall gelangen,
.durchgerührt ,werden; es ist auch klar, daß dadurch die Abführung der .Brennstoffrückstände
von dem Rost in den Aschenfall erleichtert und gefördert wird.
Zwischen
den. kastenartigen Teilen 130 sind die Abstreifer i5o (Abb. 15 bis 17) angeordnet,
die keilförmig nach vorn zulaufen und ansteigende Rippen i5ob tragen. Aui hinteren
Ende haben diese Abstreifer dünnere Flanschen i5oc mit abgeschrägten Öffnungen 150d
und Schultern iSoe.
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Diese Abstreifer werden dadurch an den oberen Enden der gekrümmten
Platten i io angebracht, daß sie in schräger Lage mittels der Flanschen i5oc unter
dem oberen vorspingenden Teil Iioc der Platten iio eingeschoben werden, wobei die
Lappen i iox in die Öffnungen i5od passen und das hintere Ende der Flanschen i5oc
auf dem Vorsprung iioe aufruht (Abb. 3). Der vordere Teil der Abstreifer ruht auf
den Rostketten, und da die Abstreifer und Ketten im wesentlichen die gleiche Breite
haben, so verhindern die K etten ein Loskommen der Abstreifer von den Platten iio.
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Wie im bsonderen Abb. 5 erkennen läßt, sind die Seitenwandungen im
größeren Teil ihrer Länge mit überlappenden, nach innen vorspringenden Oberteilen
175 versehen, an denen Lagerböcke 176 mittels Schrauben 177 befestigt sind, wobei
diese Böcke bis zur Hälfte der Düsenrostbalken vorspringen. Die überlappenden Teile
175 der Seitenrahmen sind, wie dies bei 175a (Abb. 2) punktiert angedeutet ist,
weggeschnitten, und Blöcke i80 sind vorgesehen, die auf den Seitenrahmen ruhen und
nach unten vorspringende Teile 18o haben (Abb. 2 und 18). Diese Blöcke haben überlappende
Teile i8ob, die mit den anliegenden Abstreifern i50 in Berührung kommen. Hinter
dem Teil 180b ist ein Absatz i8oe, in den der Vorsprung i8od einspringt. Die anstoßende
Platte iio hat einen Ansatz i iod, der zwischen den Zapfen i8od und die Schulter
180e paßt. Auf diese Weise kommen die überlappenden Teile 175 der Seitenrahmen und
Teile 180b der Blöcke i 8o in Berührung mit den anliegenden Ketten auf den Seiten
des Rostes und verhindern dadurch den unmittelbaren Durchgang von falscher Luft
an den Seiten und zwischen dem Rost und den gekrümmten Platten.
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Der Seitenrahmen ist hinten mit einem geflanschten Lagersitz
185 versehen, auf dem das Ende der Welle 66 für die leerlaufenden Kettenräder
gelagert ist, wobei die Welle durch einen (Querbolzen 186 auf ihrem Sitze gesichert
ist.
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Die Seitenrahmen sind mit nutenartigen Einsprüngen versehen, damit
die Welle von oben auf ihren Sitz 185 niedergelassen werden kann; es wird dadurch
eine breite Lagerfläche durch die Flanschen 185a geschaffen. Ein nach unten vorspringender
Teil 180a des Blockes i80 paßt in den zurückspringenden Teil des Seitenrahmens.
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Es ist ersichtlich, daß, wenn die Luftkammer 52 unter dem Rost in
Verbindung mit der äußeren Atmosphäre oder einem Gebläse steht, die Luft daran verhindert
wird, an den Seiten der Feuerung oder am hinteren Ende als sogenannte falsche Luft
durchzublasen.
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Die Abstreifer und Schüttelelemente 135
mit den zugehörigen
kastenartigen Rostteilen 13o bilden eine Abschrägung, durch die die Fortbewegung
der Asche verzögert wird, so claß die unverbrannte Kohle enthaltende Aschenschicht
an dieser Stelle sich etwas staut, wodurch das Ausbrennen 'der Rückstände gefördert
wird. Wenn sich zu viele Rückstände ansammeln, so können sie durch Ingangsetzen
der Schüttelelemente leicht auf rlie Platte 121 befördert werden.