DE4121593A1 - Vorrichtung zum kontinuierlichen behandeln von garnen in fluiden medien - Google Patents
Vorrichtung zum kontinuierlichen behandeln von garnen in fluiden medienInfo
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- D06B3/00—Passing of textile materials through liquids, gases or vapours to effect treatment, e.g. washing, dyeing, bleaching, sizing, impregnating
- D06B3/04—Passing of textile materials through liquids, gases or vapours to effect treatment, e.g. washing, dyeing, bleaching, sizing, impregnating of yarns, threads or filaments
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum kontinuier
lichen Behandeln von Garnen in fluiden Medien mit einem
Behälter, in dem das Garn von dem Medium umspült und
durchdrungen wird.
Um Garn zu behandeln, z. B. zum Färben, zum Mercerisieren,
zum Imprägnieren oder zum Trocknen, wird es in bekannter
Weise zu Strängen oder Spulen gewickelt, die in Behand
lungsvorrichtungen eingebracht werden.
Beim Behandlungsprozeß kann es z. B. zu einer Volumenzu
nahme des Garns kommen, so daß ein in Spulenform aufge
wickeltes Garn beschädigt wird, da insbesondere die inne
ren Lagen nahezu keine Möglichkeit haben, sich auszudeh
nen. Dadurch kann es zu einem Plattdrücken des Garns
kommen.
Die Garnbehandlung in Strangform ist aufwendiger als die
in Spulenform, weil nach dem Spinnen erst ein Strang ge
wickelt werden muß, der verhältnismäßig umständlich in die
Behandlungsvorrichtungen eingebracht werden und hinterher
wieder von der Strangform in die Spulenform überführt wer
den muß.
Zum kontinuierlichen Färben von Garnen sind Vorrichtungen
und Verfahren bekannt, bei denen die Garne in Bäder einge
bracht werden, bzw. bei denen die Farbe mittels Düsen auf
die Garne aufgebracht wird. Es hat sich jedoch gezeigt,
daß der Farbauftrag bei all diesen Verfahren und Vorrich
tungen nicht gleichmäßig ist.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung anzu
geben, die es ermöglicht, Garn auf einfache Weise zu be
handeln, z. B. zu färben, und mit den eingesetzten Mitteln,
z. B. der Farbe, so sparsam wie möglich umzugehen, und da
bei dennoch optimale Ergebnisse zu erzielen, z. B. einen
gleichmäßigen Farbauftrag.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß we
nigstens zwei in gegenseitigem Abstand achsparallel und
fliegend gelagerte, synchron angetriebene Walzen vorge
sehen sind, wobei das zu behandelnde Garn ausgehend von
einem Garnvorrat kontinuierlich auf die Walzen aufläuft,
hierauf zwischen den Walzen in mehreren axial getrennten
Windungen hin und her verläuft und danach wieder von den
Walzen zu einer synchron mit den Walzen angetriebenen Ab
zugseinrichtung hin abläuft, daß die mit dem Garn bewick
elten Walzen in das im Behälter enthaltene Medium ein
tauchbar sind, und daß im Behälter im wesentlichen nur der
für die Walzen und den Garnlauf erforderliche Raum ausge
spart und wenigstens teilweise mit dem Medium gefüllt ist,
so daß das Mengenverhältnis von Medium zu Garn minimal ist.
Die nachstehende Beschreibung bevorzugter Ausführungs
formen der Erfindung dient im Zusammenhang mit beilie
gender Zeichnung der weiteren Erläuterung. Es zeigen:
Fig. 1 schematisch eine erfindungsgemäße Vor
richtung zum Behandeln von Garnen;
Fig. 2 einen Schnitt etwa entlang der Linie
II-II in Fig. 1, jedoch ohne Führungs
kämme;
Fig. 3 einen Schnitt entlang der Linie II-II in
Fig. 1 bei einer abgewandelten Ausfüh
rungsform und
Fig. 4 schematisch eine abgewandelte Ausfüh
rungsform eines Walzenpaares.
Fig. 1 zeigt eine erfindungsgemäße Vorrichtung zum Behan
deln von Garnen in fluiden Medien, welche im wesentlichen
umfaßt: einen Behälter 1, in dessen unterem Bereich sich
ein Behandlungsmedium 2 in Gestalt einer Flotte, z. B.
Farbflotte, befindet, ein aus zwei Walzen 3a, 3b be
stehendes Walzenpaar, welches von einer Trägereinrichtung
4 achsparallel und fliegend getragen wird, und das in die
sich im Behälter befindliche Flotte eintaucht, und einen
mit den Walzen 3a, 3b verbundenen, den Behälter oben dicht
verschließenden Deckel 5. Mit der Trägereinrichtung 4 ist
eine Verlegeeinrichtung 6 fest verbunden. Die Walzen 3a,
3b werden von einer nicht dargestellten Antriebseinrich
tung, um ihre Längsachsen rotierend, synchron zueinander
und zur Verlegeeinrichtung angetrieben. Das Walzenpaar ist
vorzugsweise zusammen mit der Verlegeeinrichtung 6 durch
die Trägereinrichtung 4 vertikal nach oben bewegbar, wobei
das Walzenpaar aus dem Behälter 1 herausgezogen wird. Da
bei wird der mit der Trägereinrichtung 4 und dem Walzen
paar 3a, 3b fest verbundene Deckel 5 vom Behälter 2 mit
abgehoben.
Die Betriebsweise der Vorrichtung ist folgende: Von einer
Vorlagespule 7 wird ein Garn 8 abgewickelt, über Eingangs
ösen 9 geführt und, wie dargestellt, auf die Walzen 3a,
3b, welche zum Bewickeln aus dem Behälter 1 herausgezogen
sind, aufgewickelt, wobei das Garn 8 zwischen den Walzen
3a, 3b unter Zugspannung verläuft. Um eine gleichmäßige
Aufwicklung des Garns 8 auf die Walzen 3a, 3b zu gewähr
leisten, ist an jeder Walze jeweils ein Führungskamm 11
angeordnet, durch den das Garn 8 geführt und in gleich
mäßigem Abstand über die glatte Zylinderoberfläche der
einzelnen Walzen 3a, 3b aufgewickelt wird. Das Garn 8 ge
langt sodann über Ausgangsösen 12 zu der Verlegeeinrich
tung 6, von der es in Schlingen auf einem Band 13 abgelegt
wird.
Zum Behandeln wird das Garn 8 nun kontinuierlich von der
Vorlagespule 7 abgezogen und gelangt in der beschriebenen
Weise in den Behälter 1, in dem sich die Flotte, vorzugs
weise nur im unteren Teil des Behälters 1 befindet, die in
das Garn eindringt. Das behandelte Garn wird dann durch
die Verlegeeinrichtung 6 in Schlingen auf dem Band 13
abgelegt.
Fig. 2 zeigt im wesentlichen einen Schnitt durch den Be
hälter 1 entlang der Linie II-II der Fig. 1. Das Garn, das
durch die Eingangsöse 9 im Behälter auf das Walzenpaar
aufgewickelt wird, bewegt sich im Behälter 1 in Kanälen 14
die verhältnismäßig eng ausgelegt sind und im
Ausführungsbeispiel von Fig. 1 und 2 dadurch entstehen,
daß zwischen die Wände des Behälters 1 und die Walzen 3a,
3b ein entsprechender Formkörper 10 eingesetzt ist, der
außerdem mit den gegenüberliegenden Walzen 3a, 3b einen
schmalen Spalt 15 bildet. Dies gewährleistet ein minimales
Flottenverhältnis, d. h. ein minimales Verhältnis von
Flottenvolumen zu Garnmenge, was z. B. aufgrund der kleinen
Menge der benötigten Flotte im Hinblick auf eine
Entsorgung der Flotte vorteilhaft ist. Da die Flotte von
dem Walzenpaar und dem Faden 8 mitgerissen wird, entstehen
vorteilhafte Querströmungen. Um überflüssige Flotte vom
Garn abzustreifen, können an der Stelle, an der das Garn
aus dem Behälter 1 über die Ausgangsöse 12 herausgeführt
wird, Quetschrollen 20 und/oder Abstreifbleche angeordnet
sein. Außerhalb oder innerhalb des Behälters kann zum
Vortrocknen des Garns eine Blaseinheit 24 angeordnet sein.
Solche hier nicht dargestellten Quetschrollen, die syn
chron auf dem Fadenlaufumfang der Walzen abrollen, können
auch unterhalb des Flüssigkeitsspiegels eingesetzt werden.
Sie unterstützen durch ihre Walkarbeit die Flüssigkeits
durchdringung des Garns.
Fig. 3 zeigt einen Schnitt im wesentlichen entlang der
Linie II-II der Fig. 1 bei einer abgewandelten Ausfüh
rungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung. Das Garn wird
über die Eingangsöse 9 auf die beiden Walzen 3a, 3b aufge
wickelt, wobei durch die Führungskämme 11 ein gleichmäßi
ges Aufwickeln auf der glatten Walzenoberfläche gewähr
leistet wird. Die Flotte bewegt sich zusammen mit dem Garn
8 in einem schmalen Kanal 14, der jeweils im Auflaufbe
reich der beiden Walzen 3a, 3b in eine Wirbelkammer 25
mündet. In der Wirbelkammer 25 wird die Flotte aufgrund
der Gestalt der Wirbelkammer auf eine Kreisbewegung be
schleunigt, wodurch Querströme und Gegenströme der Flotte
in bezug auf die Bewegungsrichtung des Garns erzeugt wer
den, die ihrerseits wieder auf das jeweils auf den Walzen
3a, 3b aufgewickelte Garn treffen und so zu einer besseren
Behandlung, z. B. zu einem besseren Durchdringen, des Garns
mit der Flotte führen.
Die bisher beschriebenen glatten Walzen 3a, 3b bieten den
Vorteil einer leichten Reinigung. Ein Nachteil ist, daß zu
einem gleichmäßigen Aufwickeln des Garns 8 auf den Walzen
3a, 3b Führungskämme 11 nötig sind. Um diesen Nachteil zu
beseitigen, zeigt Fig. 4 eine abgewandelte Ausführungsform
des Walzenpaares. Auf der kreiszylindrischen Umfangsfläche
der Walzen 3a, 3b sind jeweils Umfangsnuten 26 ausgebil
det, welche im Querschnitt beispielsweise das Profil eines
Kreisausschnittes aufweisen. Die Umfangsnuten umfassen den
gesamten kreiszylindrischen Umfang der Walzen, was in Fig.
4 nicht dargestellt ist. Die beiden Walzen 3a, 3b sind ge
geneinander vertikal in ihrer Höhe versetzt. Die Verset
zung kann beispielsweise eine halbe Teilungsbreite t der
Nuten betragen. Der Faden, der an der Stelle A auf die
Walzen 3a aufgewickelt wird, gelangt auf die in der Höhe
versetzte Walze 3b, wobei er mit der Horizontalen einen
kleinen Winkel α einschließt. An der Stelle B läuft das
Garn 8 von der in der Höhe versetzten Walze 3a, 3b ab.
Diese Ausführungsform gewährleistet, ohne das Erfordernis
von Führungskämmen, ein gleichmäßiges Aufwickeln des Garns
auf die Walzen 3a, 3b.
Claims (10)
1. Vorrichtung zum kontinuierlichen Behandeln von Garnen
in fluiden Medien mit einem Behälter, in dem das Garn
von dem Medium umspült und durchdrungen wird,
dadurch gekennzeichnet,
daß wenigstens zwei in gegenseitigem Abstand achs
parallel und fliegend gelagerte, synchron angetrie
bene Walzen (3a, 3b) vorgesehen sind, wobei das zu
behandelnde Garn (8) ausgehend von einem Garnvorrat
(7) kontinuierlich auf die Walzen (3a, 3b) aufläuft,
hierauf zwischen den Walzen (3a, 3b) in mehreren
axial getrennten Windungen hin und her verläuft und
danach wieder von den Walzen (3a, 3b) zu einer syn
chron mit den Walzen (3a, 3b) angetriebenen Abzugs
einrichtung (6) hin abläuft, daß die mit dem Garn (8)
bewickelten Walzen (3a, 3b) in das im Behälter (1)
enthaltene Medium (2) eintauchbar sind, und daß im
Behälter (1) im wesentlichen nur der für die Walzen
und den Garnlauf erforderliche Raum (14, 15) ausge
spart und wenigstens teilweise mit dem Medium (2) ge
füllt ist, so daß das Mengenverhältnis von Medium (2)
zu Garn (8) minimal ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Walzen (3a, 3b) von oben her in den Behälter
(1) einbringbar sind, wobei ihre Achsen vertikal ver
laufen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Walzen (3a, 3b) mit einem Deckel (5) verbun
den sind, der beim Einbringen der Walzen (3a, 3b) in
den Behälter (1) diesen oben dicht verschließt.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Garn (8) zwischen den Walzen (3a, 3b) unter
Zugspannung verläuft.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Walzen (3a, 3b) mit Umfangsnuten (26) ver
sehen sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Umfangsnuten (26) der einen Walze zu den Um
fangsnuten (26) der anderen Walze axial versetzt sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Walzen (3a, 3b) glatte Oberflächen besitzen
und mit Hilfe von Führungskämmen (11) bewickelbar
sind.
8. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß im Behälter zusätzliche Räume (25) zur Umlenkung
und Verwirbelung ausgespart sind.
9. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß am oder im Behälter Quetschrollen (20) angeordnet
sind.
10. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß am oder im Behälter Abstreifbleche angeordnet
sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19914121593 DE4121593A1 (de) | 1991-06-29 | 1991-06-29 | Vorrichtung zum kontinuierlichen behandeln von garnen in fluiden medien |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19914121593 DE4121593A1 (de) | 1991-06-29 | 1991-06-29 | Vorrichtung zum kontinuierlichen behandeln von garnen in fluiden medien |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4121593A1 true DE4121593A1 (de) | 1993-01-07 |
Family
ID=6435072
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19914121593 Withdrawn DE4121593A1 (de) | 1991-06-29 | 1991-06-29 | Vorrichtung zum kontinuierlichen behandeln von garnen in fluiden medien |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4121593A1 (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5588170A (en) * | 1994-01-28 | 1996-12-31 | Solipat Ag | Method and device for treating an in particular tension-sensitive textile web |
| EP1900864A3 (de) * | 2006-09-15 | 2009-08-05 | SAVIO MACCHINE TESSILI S.p.A. | Verfahren und Vorrichtung zum kontinuierlichen Mercerisieren von Textilgarnen |
| ITMI20121360A1 (it) * | 2012-08-01 | 2014-02-02 | Reggiani Macchine Spa | Macchina e metodo per la mercerizzazione di filati o tessuti |
| WO2022104851A1 (zh) * | 2020-11-21 | 2022-05-27 | 苏州宸浩纺织科技有限公司 | 一种纺织用毛线染色设备 |
-
1991
- 1991-06-29 DE DE19914121593 patent/DE4121593A1/de not_active Withdrawn
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5588170A (en) * | 1994-01-28 | 1996-12-31 | Solipat Ag | Method and device for treating an in particular tension-sensitive textile web |
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| WO2014020503A1 (en) * | 2012-08-01 | 2014-02-06 | Reggiani Macchine S.P.A. | Machine and method for yarn or fabric mercerization |
| WO2022104851A1 (zh) * | 2020-11-21 | 2022-05-27 | 苏州宸浩纺织科技有限公司 | 一种纺织用毛线染色设备 |
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