DE409274C - Anordnung zur Ausnutzung der Waerme von Abfalldampf - Google Patents

Anordnung zur Ausnutzung der Waerme von Abfalldampf

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DE409274C
DE409274C DES63845D DES0063845D DE409274C DE 409274 C DE409274 C DE 409274C DE S63845 D DES63845 D DE S63845D DE S0063845 D DES0063845 D DE S0063845D DE 409274 C DE409274 C DE 409274C
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DE
Germany
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steam
water
boiler
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memory
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Expired
Application number
DES63845D
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English (en)
Inventor
Dr Waldemar Stender
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Schuckertwerke AG
Original Assignee
Siemens Schuckertwerke AG
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Publication date
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Application granted granted Critical
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Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F22STEAM GENERATION
    • F22DPREHEATING, OR ACCUMULATING PREHEATED, FEED-WATER FOR STEAM GENERATION; FEED-WATER SUPPLY FOR STEAM GENERATION; CONTROLLING WATER LEVEL FOR STEAM GENERATION; AUXILIARY DEVICES FOR PROMOTING WATER CIRCULATION WITHIN STEAM BOILERS
    • F22D3/00Accumulators for preheated water
    • F22D3/04Accumulators for preheated water combined with steam accumulators

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Thermal Sciences (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Control Of Steam Boilers And Waste-Gas Boilers (AREA)

Description

  • Anordnung zur Ausnutzung der Wärme von Abfalldampf. 13s ist bekannt, die Wärme von geringeren Mengen von Abfalldampf, wie z. B. von Abdampf von Hilfsmaschinen, dadurch auszunutzen, daß man diesen Dampf in das Kesselspeisewasser einleitet, und zwar vor dem Rauchgasvorwärmer. Im Verhältnis zur Vorwärinung durch den Rauchgasvorwärmer spielt dabei die Vorwärmung durch den Abdampf nur eine geringe Rolle, so daß es nicht so sehr darauf ankommt, ob etwas mehr oder weniger Dampf in das Kesselspeisewasser eingeleitet wird. Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur Ausnutzung von größeren :Mengen von Abfalldampf durch Einleitung dieses Dampfes in das Kesselspeisewasser. Nun steht aber dieser Abfalldampf nicht in gleichbleibender Menge zur VerfügLing. Es liegt vielmehr in der Natur der Sache, daß bald mehr, bald weniger Abfalldampf verfügbar ist. Der Kessel muß aber annähernd gleichmäßig gespeist werden. Würde man das Speisewasser in gleichbleibendem Fluß unter Hinzufügung von Abfalldampf dem Kessel zuführen, so wäre es bald wärmer, bald kälter, und man erhielte dadurch große Schwankungen in der Dampferzeugung, weil die dem Kessel zugeführte Wärme in mehr oder minder starkem Maße dazu verbraucht würde, das Wasser auf die Verdampfungstemperatur zu bringen.
  • Nach der Erfindung soll aber das durch eingeleiteten Abfalldampf erwärmte Kesselspeisewasser im Maße des Dampfzuflusses, und zwar in Abhängigkeit von diesem Zufluß, dein Kessel zugeführt werden. Dadurch wird erreicht daß in eine bestimmteWassermenge immer eine bestimmte Dampfmenge eingeleitet wird und daß das Kesselspeisewasser somit immer auf dieselbe Tempera-Lur gebracht wird. Es wird aber ungleichmäßig gefördert, nämlich langsam, wenn ,verlig Dampf und schnell, wenn viel Dampf zur Verfügung steht. Da man so den Kessel nicht speisen kann, wird das Wasser zunächst dein erwähnten Speicher zugeführt, von dem aus es dann gleichmäßig in den Kessel gedrückt «-erden kann.
  • Bei dem geschilderten Verfahren kann das Wasser auf eine hohe Temperatur gebracht werden. Der Dampf darf daher nicht vor dein Rauchgasvorwärmer eingeleitet werden, weil dieser Vorwärmer sonst die in den Rauchgasen enthaltene Wärme wegen des zu geringen Temperaturgefälles nicht ausnutzen kann. Nach der Erfindung wird der Dampf vielmehr dem Speisewasser hinter dem Rauchgasvorwärmer zugeführt. Dies hat den Vorteil, daß die Temperaturspanne zwischen dem Raucligasvor wärmer und dem Kessel, also eine Spanne zwischen beispielsweise ioo und 200°, zur weiteren Vorwärmung des Wassers ausgenutzt werden kann.
  • Die Zeichnung zeigt Beispiele der Erfindung. In den Abbildungen bedeutet i einen Dampfkessel. Der darin erzeugte Dampf wird einer Turbine 3 durch eine Leitung 2 zugeleitet und gelangt von dieser in die Abdampfleitung d., an die beispielsweise Kocher 5 angeschlossen sind. Die Turbine 3 treibt einen Generator 13. Das Speisewasser wird mit der Pumpe 7 aus dein Behälter 6 durch einen Rauchgasvorwäriner 8 in einen Warmwasserspeicher 9 gefördert. Im Beispiel nach der Abb. i wird es von diesem durch die Pumpe 17 in den Speicher ig gefördert, von dem aus es durch die Pumpe 37 in den Kessel gedrückt wird. Zwischen der Pumpe 17 und dem Speicher ig ist ein Vorwärmer 18 angeordnet, in dem das Wasser durch den Abfalldampf aus der Leitung q. -erwärmt werden kann. Das Zuströmen des Abfalldampfes wird durch das Überströmventil 14 geregelt, das desto mehr Dampf in den Vorwärmer 18 eintreten läßt, je stärker der Druck in der Leitung ¢ geworden ist. In Abhängigkeit von der Menge des überströmenden Dampfes wird auch die Pumpe 17 geregelt, wie dies durch die punktierte Linie io angedeutet ist.
  • Die Einrichtung nach Abb. i arbeitet- so: Die Pumpe 7 fördert das Wasser gleichmäßig durch den Rauchgasvorwärmer 8 in den Speicher g, da das Wasser bei zu lang-:arner Förderung sonst im Rauchgasvorwärmer 8 zum Sieden käme und Dampf erzeugte, was vermieden werden muß. Die Pumpe 17 fördert das Wasser aus dem Speicher g je nach dem Zufluß des Dampfes aus der Leitung q. in den Speicher ig, also ungleichmäßig. Die Pumpe 37 fördert das Wasser aus dem Speicher i9 in annähernd gleichmäßigem Strom in den Kessel i. Die Speicher g und ig wirken also als Puffer für den zwischen zwei gleichmäßigen Flüssen eingeschalteten ungleichförmigen Fluß.
  • Bei geringem Kraftbedarf steht zuwenig Abdampf zur Verfügung, so daß keine Vorwärmung des Wassers im Vorwärmer 18 stattfände. Es steht aber in dieser Zeit zuviel Frischdampf zur Verfügung. Der tlberschuß an Frischdampf wird nun aus der Leitung 2 durch das Überströmventil 34. in die Abdampfleitung d. geführt, indem dieses gentil 34 durch den steigenden Druck in der Leitung 2 in bekannter Weise geöffnet wird, wie dies durch die punktierte Linie 3o angedeutet ist.
  • Bei der beschriebenen Anordnung kann (las Speisewasser nur auf die Temperatur des Abdampfes gebracht werden. Bei der Anordnung nach der Abb.2 tritt der überschüssige Frischdampf nicht in die Abdampfleitung 4 ein, sondern in einen Vorwärmer 28, durch den das Wasser aus dem Vorw iirmer ig von der Pumpe 27 in einen dritten Speicher 29 gedrückt wird, aus dem es dann durch die P"L"npe 37 in den Kessel gelangt.
  • Die Einrichtung wirkt so: Das Wasser wird in den Speicher ig gefördert wie im Beispiel nach der Abb. i. Das Ventil 24 wird gesteuert wie das Ventil 34 in der Abb. i, zugleich aber steuert der Dampfdruck in der Leitung 2 die Pumpe 27, so daß die Menge des durch den Vorwärmer 28 gedrückten Wassers der diesem Vorwärmer zufließenden Dampfmenge entspricht. Aus dem Speicher 29 wird dann das Wasser so in den Kessel gefördert wie im Beispiel nach der Abb. i aus dein Speicher i9.
  • Eine Abart der Anordnung nach der Abb.2 zeigt die Abb.3. Der überschüssige Abdampf fließt bei dieser Abbildung nicht in einen Vorwärmer 18, sondern unmittelbar in den Speicher 9, in den das Wasser durch die Regendüse i i eingespritzt wird, während der Dampf durch die Mischdüse 12 eintritt. Die Einführung des Wassers durch die Regendüse i i hat den Zweck, den Druck im Speicher 9 stets geringer zu halten als den in der Dampfleitung q., damit dieser Dampf mit Sicherheit in den Speicher 9 eintreten kann. Durch die Mischdüse 12 wird (las Wasser stets umgerührt, so daß es sich nicht schichten kann. Die Schichtung muß vermieden werden, damit Temperaturspannungen im Speichermantel vermieden werden. Im übrigen arbeitet die Einrichtung genau so wie die nach der Abb. 2.
  • Im Beispiel nach der Abb. q. wird auch der \'orwärmer für den Frischdampf vermieden. Der Frischdampf erwärmt das Wasser im Speicher 29 genau in derselben Weise, wie lies für den Abdampf im Speicher 9 im Beispiel .nach der Abb. 3 beschrieben ist. - 2,1 ist dabei die Regendüse, 22 die Mischdüse. Das Überströmventil 34 hat lediglich den Zweck, eine Überlastung des Speichers 29 zu vermeiden, indem das Zuviel an Dampf, z. B. in der durch die Linie 3o angedeuteten Abhängigkeit vom Dampfdruck in der Leitung 2, in die Abdampfleitung 4 abgeblasen wird.
  • Im Beispiel nach der Abb..I haben die drei Fördervorrichtungen 7, 27 und 37 das ,gleiche Wassergewicht zu fördern und das Wasser insgesamt vom Atmosphärendruck auf den Kesseldruck zu pressen. Ihre Gesamtleistung ist daher unabhängig von den Drucken, die in den Speichern 9 und 29 herrschen, so daß die drei Pumpen, wenn sie als Kreiselpumpen ausgebildet werden, von einem gemeinsamen Motor angetrieben werden können. Der Vorteil dieser Anordilung liegt daher neben der Ersparung der besonderen Dampfvorwärmer 18 und 28 in der Vermeidung der nach dem Beispiel der Abb. i, 2 und 3 eintretenden wechselnden Belastung der Fördervorrichtungen 7, 17 27 und 37.
  • Die Anordnung nach der Erfindung hat den Vorteil, daß kein Abdampf und kein Frischdampf abgeblasen wird und daß der Kessel trotz schwankenden Dampfbedarfs über längere Zeiträume unverändert gefeuert werden kann, endlich den, daß der zum Kochen usw. verbrauchte Dampf mindestens einnmal zur Krafterzeugung ausgenutzt worden ist.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Anordnung zur Ausnutzung der Wärme von Abfalldampf durch Einleitung dieses Dampfes in das Kesselspeisewasser, dadurch gekennzeichnet, daß das so erwärmte Kesselspeisewasser im Maß des Dampfzuflusses, in Abhängigkeit von diesem Zufluß, einem Warmwasserspeicher und von diesem aus dem Kessel zugeführt wird.
  2. 2. Anordnung nach dem Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Dampf hinter dem Rauchgasvorwärmer dem Speisewasser zugeführt wird.
  3. 3. Anordnung nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zuviel erzeugter Frischdampf in Abhängigkeit vom Frischdampfverbrauch der Abdampfleitung zugeführt und so zur Erwärmung des Kesselspeisewassers mit herangezogen wird. d..
  4. Anordnung nach den Ansprüchen i bis 3, gekennzeichnet durch einen Speicher für das im kauchgasvorwärmer und einen für das mit dem Abfalldampf vorgewärmte Wasser.
  5. 5. Anordnung nach den Ansprüchen i bis q., dadurch gekennzeichnet, daß das im zweiten Speicher zu speichernde Wasser mit Abdampf vorgewärmt, daß dann Frischdampf in das so vorgewärmte Wasser eingeleitet und daß das Wasser hiernach in einen dritten Speicher und von diesem aus in den Kessel geführt wird.
  6. 6. Anordnung nach den Ansprüchen i bis 5, gekennzeichnet durch einen Speicher für das im Rauchgasvorwärmer vorgewärmte Wasser, in dem das Wasser durch Abfalldampf weiter erwärmt wird.
  7. 7. Anordnung nach dem Anspruch 6, gekennzeichnet durch einen zweiten Speicher, in dem das aus dem ersten Speicher entnommene Wasser durch überschüssigen Frischdampf weiter erwärmt und von dem aus es in den Kessel gefördert wird.
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