DE409205C - Verfahren zur Befestigung von Porzellanfronten bei Herstellung von Zahnbruecken - Google Patents

Verfahren zur Befestigung von Porzellanfronten bei Herstellung von Zahnbruecken

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DE409205C
DE409205C DEF54713D DEF0054713D DE409205C DE 409205 C DE409205 C DE 409205C DE F54713 D DEF54713 D DE F54713D DE F0054713 D DEF0054713 D DE F0054713D DE 409205 C DE409205 C DE 409205C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61CDENTISTRY; APPARATUS OR METHODS FOR ORAL OR DENTAL HYGIENE
    • A61C13/00Dental prostheses; Making same
    • A61C13/0003Making bridge-work, inlays, implants or the like

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Description

  • Verfahren zur Befestigung von Porzellanfronten bei Herstellung von Zahnbrücken. Den Gegenstand des Patentes 352012- bildet ein Verfahren zur Herstellung von Zahnbrücken, bei dem fertig vorgepreßte Brückenkästen ohne Kaufläche zur Verwendung kommen. Die Befestigung der Porzellanfronten an diesen Brückenkästen nach der erwähnten Patentschrift wird so vorgenommen, daß der Porzellanzahn zunächst vorübergehend in der Vorderfläche der Kästen befestigt und die Kaufläche an den Kästen und an dem in denselben sitzenden Porzellanzahn aus Wachs modelliert wird. Alsdann wird der Zahn herausgenommen und nach Einleiten der Metallfassung in die Brückenkonstruktion die Kaufläche entsprechend dem Wachsmodell gegossen, worauf die Wiedereinfügung und endgültige Befestigung des Zahnes in der fertigen Brückenkonstruktion durch Einzementieren erfolgt.
  • Dieses Verfahren ist mit erheblichen Nachteilen verknüpft. Das Schwinden des Metalls beim Erstarren, sowie Blasen und Sprünge, die in der Gußmasse auftreten, machen erhebliche Nacharbeit in der Metallfassung erforderlich. Ferner muß die öffnung für die Aufnahme der Porzellanzähne zugepaßt oder die Porzellanzähne müssen eingeschliffen «erden.
  • Nach dein den Gegenstand der Erfindung bildenden Verfahren zur Befestigung von Porzellanfronten bei der Herstellung von "Zahnbrücken werden die erwähnten Nachteile vermieden.
  • Die Porzellanfronten werden bereits vor dein Angießen der Kauflächen und gegebenenfalls vor Einlöten der Brücken zweckmäßig unter Verwendung eines keramischen, d. h. hitzebeständigen Bindemittels endgültig einzementiert, das die Eigenschaft hat, bei einer Temperatur von etwa 50o° C oder darüber porzellanartig zu versintern. Nach dem Einzementieren erfolgt nach dem neuen Verfahren das Einlöten der Kästen.oder das Anmodellieren und das Angießen der Kauflächen, ohne daß der einzementierte Zahn wieder herausgenommen werden muß. Während des Angießens versintert der Zement, so daß die Brücke fertig mit den eingebrannten Porzellanfronten aus dem Guß kommt und keinerlei zeitraubende Sacharbeit erforderlich ist.
  • Der zur Verwendung kommende keramische Zement kann je nach Härte, Schmelzpunkt und sonstigen Eigenschaften verschieden zusammengesetzt sein. Gut bewährt hat sich z. B. die folgende Zusammensetzung: Zinkoxyd 3o bis 6o Gewichtsteile, Natrium silicofluorat. 15 bis 35 Gewichtsteile, Natr. phosphor. to bis 3o Gewichtsteile, Aluminium oxv_ datum 15 bis 4.o Gewichtsteile.
  • Zum Gebrauch des "Zementes wird (las Pulver zunächst zu einer weichen Paste mit verflüssigtem sauren phosphorsauren Zink von der Dichte 1,5 angerührt. Zwecks Erzielung verschiedener Härte und Erhärtungsgeschwindigkeit kann dieser Lösung i bis 5o Prozent saures phosphorsaures Aluminium von gleicher Dichte zugesetzt werden. 1-ine Paste der oben angegebenen Zu."aininensetzung erhärtet in etwa io Minuten und wird bei etwa ;oo" C zu einer festen, säureheständigen Masse. Das Pulver kann durch Zusatz von anderen Alkalien, Kieselsäure, Metalloxyden in bezug auf Härte, Schmelzpunkt und andere Eigenschaften variiert werden.
  • Das beschriebene Verfahren hat außer den oben angeführten Vorteilen den Vorzug, daß rler Zement beim Schmelzen mit dem Porzellanzahn und der .Metallfassung zusammenbrennt, so (laß eine weit bessere Verbindung zwischen Porzellan und Metallfassung erhalten wird als bei dein bisherigen Verfahren. Ferner ist der .gebrannte keramische Zement weit härter und widerstandsfähiger gegen die Mundflüssigkeit als gewöhnlicher Zement. Dieser wird bei einer etwaigen Verletzung fler Kästchen durch den Kauakt o. dgl. Einflüsse schnell aufgelöst, so daß der Porzellanzahn herausfällt. Bei dein neuen Verfahren ist dies ausgeschlossen, cla der keramische, versinterte Zement titilnslich in der Mundflüssigkeit ist.
  • Beim Arbeiten nach dem bisherigen Verfahren mußte man Fassungen verwenden, die sich nach außen erweitern, um den Zahn vorübergehend einzusetzen und wieder herausnehmen zu können. Der Zahn wurde also lediglich durch die Klebkraft des Zementes festgehalten. Mit Hilfe des neuen Verfahrens lä.ßt sich eine besonders vorteilhafte Form der Fassung in der Weise erzielen, daß man dieselbe beim Gießen über die Schneidekante und die Seitenflächen des Zahnes derart hinüberzieht, elaß der Zahn in einer um ihn herumgreifenden Fassung sitzt, wie z. B. ein in einem Ring gefaßter Stein. Je nach der Form des ursprünglichen Kästchens kann also der Guß direkt an die Schneide- und an die Seitenflächen des Porzellanzahns erfolgen oder nur an die Seitenflächen, wenn die Schneidekante des Zahns schon ganz oder teilweise durch die Kastenwand bedeckt wurde. Gegebenenfalls kann inan auch so verfahren, <laß man die I@;in @ler der Kastenwände Lappen- oder krallenartig um die Seiten des Porzellanzahns herumbiegt und sie dann durch Aufgießen von Metall, insbesondere an der Kauseite, verstärkt und die einzelnen Lappen an den Schlitzstellen miteinander vereinigt.
  • Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform des neuen Verfahrens besteht darin, daß man an den Porzellanzahn die Form des Kästchens vermittels des hitzebeständigen Zements anmodelliert und nunmehr die gesamte Metallfassung, also Kästchen und Kaufläche, in einem Stück direkt über und an den Porzellanzahn und die Zementform gießt.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: .. Verfahren zur Befestigung von Porzellanfronten bei Herstellung von Zahnbrücken, dadurch gekennzeichnet, daß die Porzellanfronten vor dem Angießen der Metallkauflächen an die Brückenkästen und gegebenenfalls vor dem Einlöten derselben in die Brückenkonstruktion unter Verwendung von hitzebeständigen Bindemitteln, z. B. keramischem Zement, einzementiert werden, mit der Maßgabe, daß durch die nachfolgende Gußbehandlung ein Versintern des Zements herbeigeführt wird,
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Umrandung der Metallfassung oder ein Teil derselben krallenartig um die Seiten des Porzellanteiles herumgebogen wird und hierauf die herumgreifenden Teile durch das nachfolgende Aufgießen der Kauflächen verstärkt oder auch ergänzt werden.
  3. 3. Abänderung des Verfahrens nach Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß an den Porzellanteil die Kästchenform mittels eines hitzebeständigen Bindemittels anmodelliert und über oder auch an die so hergestellte Teile die gesamte Metallfassung einschließlich der Kaufläche gegossen wird.
DEF54713D 1923-09-19 1923-09-19 Verfahren zur Befestigung von Porzellanfronten bei Herstellung von Zahnbruecken Expired DE409205C (de)

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