Stromwechselkontakt für elektrische Uhren. Den Gegenstand der Erfindung
bildet ein funkenloser Stromwechselkontakt für elektrische Hauptuhren zum Betrieb
elektrischer Nebenuhren. Die bisher demselben Zweck dienenden Vorrichtungen zur
Beseitigung der lästigen Extrastromfunken erreichen den Effekt nur bedingt, weil
die Löschmittel, wie Kondensatoren, \Ä iderstände u. dgl., in einem ganz bestimmten
Verhältnis zur Betriebsenergie sowie zu den im ebenuhrkreis geschalteten Elektromagnetwindungen
stehen müssen. In der Praxis ist dieses aber selten durchführbar, weil zunächst
die Betriebsenergie (Batterie) durch Verbrauch und Erneuerung wechselt, anderseits
veranlassen die angeschlossenen 'Nebenuhren durch Verlegung oder Vermehrung Änderungen
im Auftreten des Extrastromes. Ein weiterer Nachteil besteht in der Verwendung der
mit zu geringem Druck arbeitenden Hilfskontakte, deren Verschmutzung und Oxvdation
den Funkenlöscheffekt herabmindern bzw. wertlos machen. Derartige Kontakte eignen
sich daher auch nicht für Mutteruhren, welche durch elektrische Wellen geregelt
oder betrieben werden, weil die nur scheinbar -unterdrückten Funken immc-r noch
elektrische \\ ollen erzeugen, die den an der Hauptuhr befindlichen 1?mpfangsfritter
zur ungewollten Zeit erregen und damit stören. Bei dem Gegenstand derv orliegenden
Erfindung sind diese Mängel beseitigt, indem zwecks gänzlicher Beseitigung der Extrastromfunken
in an sich bekannter Weise ein Frittwiderstand zur Funkenstrecke geschaltet wird.
Dieser Frittwiderstand paßt sich selbständig den Batterieschwankungen an und ändert
auch selbsttätig seinen \-\ iderstand zu den im Netz auftretenden Widerstandsschwankungen.
Der erzielte Funkenlöscheffekt ist einvollständiger, so daß der Stromwechselkontakt
mit Frittwiderstand ohne weiteres auch bei den mit elektrischen Wellen geregelten
Mutteruhren verwendet werden kann, ohne daß der Empfangsfritter dadurch gestört
würde. Endlich arbeitet der vorliegende Stromwechsler mit zwangläufig einsetzenden
Gleitkontakten, und zwar nicht allein beiden Haupt-, sondern auch bei den Nebenkontakten,
welche den Vorteil haben, daß sie sich immer blank reiben und erhalten, so daß damit
eine sichere Kontaktgabe gewährleistet ist. Da die Unterdrückung des Extrafunkens
gänzlich gelingt, bedürfen die Kontaktflächen keines Platinbelags, wodurch ein erheblicher
technischer sowie wirtschaftlicher Effekt erzielt wird. In der Zeichnung ist der
Erfindungsgegenstand in zwei Abbildungen dargestellt. In der Abb. z hat der bei
@troni«-c-clisclkoiit:ikteii bekannte Kontakt-
.auine n (i auf der
«'olle i düs Laufwerkes sei-.en Sitz, ist jedoch mittels der Isolicrbücllse 2 egen
die Welle i isoliert. Ferner sitzt auf der solierbüchse#., dieScheibe3,inwelcliedieSchaltiifte
4., 5 eing csetzt sind. Einweiterer Schaltstift 7 st in dem Daumen 6 eingesetzt,
während die tromführende Feder 8 auf dem- Rücken der laumenscheibe 6 unter Druck
aufliegt. An dem estell des Laufwerks ist das Isolierstück 9 be-@stigt und in dessen
«litte ist das Kontaktstück o mittels Schrauben angebracht, wobei die chraube 11
durch die Leitung 12 mit dem einen olderI3atterie13leitendverbundenist, während
er andere Pol der Batterie 13 durch die Leitung ¢ mit dem Fuß 15 dtr Feder 8 leitend
verbunen ist. -In den beiden Seitenflächen des Isoliereckes 9 sind ferner die beiden
blattförmigen :ontaktfedem 16, 17 mittels Verschraubung efestigt. Unterhalb des
Daumens ist an das aufgestell das Isolierstück 1S angebr cht, an essen Seitenflächen
die beiden blattförmigen Efskontaktfedern =9, 2o mittels Schrauben afestigt sind.
Die eine Kontaktfeder 19 ist irch die Leitung 21 mit dem Fritterwiderstand verbunden
und dieser durch die Leitung 25 fit der Kontaktfeder 16 mittels der Klemmbraube
27. Die andere Hilfskontaktfeder 2o t durch die Leitung 92 mit dem Fritterwider-and
2.4 verbunden und dieser durch die Leiing 26 mit der Hauptkontaktfeder 17 mittels
#r Klemmschraube 28. Ferner sind an den ontaktfedern 16, 17 die Leitungen 29,
30 an-!schlossen, welche an den Kontaktklemmen der ebenuhr 31 enden. In der
Abb. 2 ist die Seitenisicht der umlaufenden Kontaktteile ersicht-;h.
Das Spiel der Vorrichtung ist nun wie folgt urch das Laufwerk der
Hauptuhr wird beidelsweise jede Minute die Kontaktscheibe i, 2, .f, 5, 6, 7 in der
Richtung eines Uhrzeigers um gedreht, wobei folgende Schaltvorgänge echeinander
eintreten. Zunächst drückt und eitot der auf der isolierten Scheibe 3 sitzende ift
4. gegen die Hauptkontaktfeder 16 und ennt damit den Schaltkontakt 16, 1o, alsdann
ückt und gleitet der am Daumen 6 sitzende ift 7 gegen die Hilfsfeder 1g, wodurch
der itterwiderstandsstromkreis 13, r4., 15, 8, 7, 21, 23, 25, 27, 29, 31,_ 30, 28,
17, 10, 11, . geschlossen wird. Der Zeiger der Nebenir 31 springt jedoch
mangels Stromstärke noch -lit. In der fortschreitü nden Drehung der Kaltorgane drückt
und gleitet der Daumen fi gen die Hauptkontal:tfüder 16. gleichzeitig rläßt der
Stift 4. die Feder if>, wodurch der N enuhrstremkreis 13, i4., 1,5- B. ii. 11i,
27, 2e1, 31, 28, 17, 10, 1i, 12 mit vo)le,r I:iie*r'ie -eschlossen wird.
worauf der Zeiger der -.'#'ebenulir 3i um eine Minute verstellt wird. Im weiteren
Umlauf verläßt der Daumen 6 die Feder 16 und der an der Scheibe 3 sitzende Stift
5 übernimmt den weiteren Gleitdruck gegen die Feder i6, wodurch der Stromkreis 13,
1:1, 15, 8, Cl, 16, 27, 29, 31, 30, 28, 17, 10, 11, 12 scheinbar geöffnet
wird, es ist dieses jedoch noch nicht der Fall, weil der gleichzeitig noch übergelagerte
Fritterstromkre is die gänzliche Ausschaltung noch verhindert, -bis schließlich
der Stift 7 von der Hilfskontaktfeder 1d abgleitet und damit restlos der, Stromkreis
unterbricht, und zwar ohne jegliche Funkenbildung. Hierauf vcrläßt der Stift 5 die
Feder 16 und letztere kehrt wieder unter Druck zu ihrer Ruhestellung, dem Kontaktstück
io, zurück; gleichzeitig beendet das Laufwerk seinen Umlauf. Beim nächsten Anlauf
drückt und gleitet der an der Scheibe 3 sitzende Stift 4. gegen die Kontaktfeder
17 und trennt den Kontakt 17, io, alsdann drückt der Stift 7 gegen die.Iilfskontaktfeder
2o, alsdann drückt und gleitet der Daumen 6 gegen die Fcdcr 17, gleichzeitig verläßt
der Stift .I die Feder 17, alsdann verläßt der-Daumen f> die. Feder 17 und der Stift
5 übernimmt den weiteren Druck gegen die Feder 17, alsdann verläßt der Stift 7 die
Feder 2o, daraufhin verläßt der Stift 5 die Feder 17 und letztere drückt sich wiederzur
Ruhestellung an das Kontaktstück 1o, gleichzeitig beendet das Laufwerk seine Umlaufperiode.
Dieser zweite Vorgang vollzieht sich in derselben Art ; der Stromlauf erfolgt jedoch
in entgegengesetzter Richtung als im ersten Vorgang, so daß die Nebenuhr um eine
weitere Minute verstellt wird. M ie aus den beiden Schaltvorgängen hervorgeht, werden
die Stromschließungen sowie die Stromöffnungen jedesmal durch den vorher- und nachgeschalteten
Frittwiderstand eingeleitet und beendet, so daß die Extraströme in beiden Fällen
durch den Blättchenfritter absorbiert werden. Die Kontaktfunken werden hierdurch
unterdrückt, so daß selbst Mrellenanzeiger auf dieselben nicht mehr ansprechen können.