DE40428C - Neuerung in der Konstruktion von Rast und Gestell eines Hochofens - Google Patents

Neuerung in der Konstruktion von Rast und Gestell eines Hochofens

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DE40428C
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fritz W. lürmann in Osnabrück
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    • C21METALLURGY OF IRON
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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Description

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PATENTAMT. W
KLASSE 18: Eisenerzeugung.
Der Zweck der vorliegenden Erfindung ist, die Rast, das Obergestell, sowie die Windformen eines Hochofens nicht durch das Untergestell, sondern unabhängig von demselben zu unterstützen.
Bei dem jetzigen Betriebe der Hochöfen wird .durch Anwendung heifsen Windes die Temperatur im Gestell sehr hoch und durch vermehrte Zuschläge die Schlacke basisch.
Durch Zusammenwirkung hoher Temperatur und basischer Schlacke werden Thon, Chamotte und Kiesel, die Bestandteile sogen, feuerfester Steine, in kürzester Frist aufgelöst.
Von allen Theilen am Hochofen leiden die Wandungen des Untergestelles selbstverständlich am meisten . unter diesen Wirkungen und sind gewöhnlich bald nach der Inbetriebsetzung aufgelöst. Auf den Wandungen des Untergestelles ruhen bei den bisherigen Constructionen die Windformen und die ganze Last der Rast.
Die der Auflösung und häufigen Reparaturen ausgesetzten Theile des Gestelles sind aber, eben wegen ihrer geringen Haltbarkeit, die schlechtesten Unterstützungen der Rast, der Wind- und Schlackenformen, sowie deren Kühlkasten. Infolge dessen fallen die Windformen bald vornüber in den Ofen, auch zerdrücken und verschieben sich die Steine der Rast, wodurch deren Dauer wesentlich verringert wird.
Allen diesen Uebelständen helfen die unten beschriebenen verbesserten Anordnungen ab, durch welche sowohl Rast, als Wind- und Schlackenformen von den Säulen getragen werden, welche zur Unterstützung auch des Schachtes des Hochofens dienen.
Auf Blatt I sind diese Anordnungen in der Zusammenstellung gezeichnet.
Es zeigen Fig. 1, Blatt I, eine Ansicht und Fig. 2 und 3 Schnitte verschiedener Anordnung, und zwar α die Säulen, b den oberen Tragkranz aus Blech, c einen Blechrand zur Versteifung dieses oberen Tragkranzes für den Schacht, d den Rastmantel, e die Versteifungswinkel zur Verbindung von Rastmantel und oberem Tragkranz, / den unteren Tragkranz für die Rast, die Wind- und Schlackenformen, g die Versteifungswinkel zur Verbindung von Rastmantel d und unterem Tragkranz f.
Die Verbindung dieser einzelnen Theile b c d ef und g durch Winkelejseri, Laschen und Niete ist eine solche, dafs sie ein Ganzes, also einen sehr starken Topf oder Tiegel, bilden, welcher auf den Säulen α aufgehängt ist..
Das Rastmauerwerk h wird gebildet durch Ausmauerung dieses Tiegels d und wird von diesem getragen und auch zusammengehalten. In dieser Anordnung ist der Tragkranz b nicht stark genug, um den Schacht unmittelbar zu tragen, weshalb in demselben die Bogen c\ von Säule zu Säule reichend, die Last auf diese übertragen.
In der Anordnung in Fig. 3, Blatt I, in welcher dieselben Buchstaben auch dieselben Theile bezeichnen, sind diese Bögen c1 vermieden.
Der Tragkranz b ist in dieser Anordnung aus den kreisförmig gebogenen I- oder (und) Ε-Eisen b1 gebildet, welche mit den radial nach aufsen angeordneten I- oder (und) Ε-Eisen £2, sowie mit Boden- und (oder) Deckblechen ba vernietet, ein sehr festes Ganzes bildet. Die radial nach aufsen vorstehenden I- oder (und) Ε-Eisen b2 dienen zur Unterstützung der Heifswindleitung i>4, der Wasserzuleitung b5 und eines Läufers &6, sowie des die Heifswindleitung b* umgebenden Kastens b1, welcher mit oxydirbaren Wärmeschutzmitteln, z. B. Eisenoxydulschlacken, gefüllt sein kann.
Bei der Anordnung in Fig. ι und 2, Blatt I, sind die T- und (oder) L-Eisen b2 mit eingemauert und ist die Anordnung von b^-b1 im übrigen dieselbe, wie hier beschrieben.
Der neuen Anordnung des Tragkranzes in Fig. 3, Blatt I, wird vor der in Fig. 1 und 2 gezeichneten der Vorzug gegeben.
In Fig. 4, Blatt I, und Fig. 5 bis 14, Blatt II, sind verschiedene Anordnungen gezeichnet, welche angeben, wie die Wind- und Schlackenformen nebst Kühlkästen an dem oben beschriebenen Tiegel, also auf den Säulen a, aufgehängt werden können.
In diesen Figuren zeigt i eine gekühlte Platte, k die Formkühlkästen, / die Formen.
Die Möglichkeit der bequemen Auswechselung der einzelnen Theile ist bei allen gezeichneten Anordnungen Voraussetzung.
In der Anordnung Fig. 4, Blatt I, sind an dem Tragkranz der Rast f schmiedeiserne Bügel η mit Keilen befestigt, durch welche die Kühlkasten k an dem Tragkranz/j also an dem Tiegel, und somit auf den Säulen α hängen. Die gezeichneten beiden Theile η können auch zu einem einzigen Bügel vereinigt sein.
In der Anordnung Fig. 5 und 6, Blatt II, sind an den Tragkranz der Rast/die _|~-Eisen m so genietet, dafs sie einen Falz bilden. In diesem Falz ruht mit dem zur Auswechselung nöthigen Spielraum die Kühlplatte i, an welcher zwei Leisten η in Schwalbenschwanzform angegossen sind.
An die Kühlkästen k sind oben ebenfalls zwei Leisten in Schwalbenschwanzform angegossen; der Kühlkasten k kann beim Einsetzen mit Leichtigkeit so weit als nöthig in den Ofen geschoben werden, wird dann bis unter die Platte i gehoben, und nachdem die Keile 0 eingeschoben sind, durch diese gehalten. Die Flächen dieser und der in folgendem beschriebenen schwalbenschwanzförmigen Leisten n, sowie der Keile 0 können nach dem Ofeninnern convergiren, so dafs letztere leicht zu lösen sind.
Die Keile 0 können mit Köpfen oder Schrauben zum Herausholen versehen sein.
In den Fig. 7, 7a und 8 sind an den Tragkranz f Lappen ρ genietet, zwischen welche der Ansatz q der Kühlplatte i pafst und an welchen diese durch den Bolzen r aufgehängt werden kann.
Der Windformkühlkasten k hängt dann an der Kühlplatte i entweder mit Hülfe des eingesetzten doppelten schwalbenschwanzförmigen Dübels s und der Keile o, Fig. 7, oder des angegossenen Schwalbenschwanzes s und des Keiles 0, Fig. 8; in beiden Fällen hat die Platte i schwalbenschwanzförmige angegossene Leisten n.
In den Fig. 9 und 10 ist der Schwalbenschwanz s an dem Tragkranz f festgenietet und an diesem die Kühlplatte i mit Hülfe der an dieselbe angegossenen Leisten η und der Keile ο befestigt.
An der Kühlplatte i ist dann der Windformkühlkasten k mit Aussparung η und Keil o, wie in Fig. 9, oder mit einem seitlichen Ansatz η an einem an die Platte i angegossenen Winkel aufgehängt, wie in Fig. 10. In Fig. 11 und 12, Blatt II, ist zwischen T- oder _J~-Eisen die Kühlplatte i gelagert und ruht der Kühlkasten k auf an diesen angebrachten Ansätzen; die Rück bewegung des Kastens k wird durch Keile ο und Vorlegeeisen t verhindert.
In den Fig. 13 und 14 ist unter dem Tragkranz f ein Kranz von hohlen Kühlplatten i an I- oder zusammengenieteten 3-Eisen aufgehängt und an diesen die Kühlkästen für die Formen in irgend einer Art befestigt.
In all diesen Constructionen kann die Kühlplatte i fehlen, so zwar, dafs durch die Aufhänge- oder Befestigungsvorrichtungen, welche für diese Platte i sowohl, als für den Kühlkasten selbst angegeben sind, dieser allein und unmittelbar an dem Tragkranz f auswechselbar aufgehängt oder befestigt wird.
In derselben Weise wie die Windformen lassen sich auch die Schlackenformen an dem Tragkranz/ des Tiegels d aufhängen.
Die beschriebenen und auf Blatt II gezeichneten Anordnungen, durch welche die Formen, Kuhlplatten, Kühlkasten u. s. w. an dem Tiegel d aufgehängt werden, können einzeln auch in anderer als der angenommenen Weise mit einander zu dem beabsichtigten Zweck in Verbindung gebracht werden.
Es ist vorgesehen, den Tiegel oder den Rastmantel d mit Wasser zu kühlen.
Um diese Wasserkühlung für die Steine der Rast h wirksam zu machen, werden die Bleche des Tiegels d gelocht und je nach der Lochung zwischen 10 und 40 mm dick genommen. Das an den gelochten Blechen niederlaufende Kühlwasser kommt durch diese Löcher in unmittelbare Berührung mit den Steinen der Rast h, durchtränkt diese und schützt sie so wirksamer vor der Auflösung durch Schlacken.
Die Bleche des Rastmantels d sind unten zu einer Rinne zur Ableitung des Kühlwassers umgebogen.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    Bei Hochöfen die Verbindung des oberen Tragkranzes b, des Rastmantels d, des unteren Tragkranzes/, wie in Fig. i, 2 und 3, Blatt I, zu einem Tiegel d, welcher auf den Säulen α ruht und den Zweck hat, sowohl die Rast als die Kühlplatten i, die Kühlkasten k und die Formen I durch diese Säulen α und nicht durch die Wandungen des Untergestelles zu unterstützen.
    Die beschriebenen und in Fig. 5, 6, 7, 7 a, 8, 9, 10, 11, 12, 13 und 14, Blatt II, genügend gekennzeichneten Arten der Verbindung der Kühlplatten f, der Windformkühlkasten k und der Windformen I zusammen oder einzeln mit dem Tragkranz f des in 1. genannten Tiegels d.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT40428D Neuerung in der Konstruktion von Rast und Gestell eines Hochofens Expired - Lifetime DE40428C (de)

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