DE4041303C2 - Teleskopierbare Bohrstange - Google Patents

Teleskopierbare Bohrstange

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DE4041303C2 DE19904041303 DE4041303A DE4041303C2 DE 4041303 C2 DE4041303 C2 DE 4041303C2 DE 19904041303 DE19904041303 DE 19904041303 DE 4041303 A DE4041303 A DE 4041303A DE 4041303 C2 DE4041303 C2 DE 4041303C2
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Description

Die Erfindung betrifft eine teleskopierbare Bohrstange gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Derartige teleskopierbare Bohrgestänge, die als Kelly-Stan­ ge bekannt sind, verwendet man üblicherweise beim diskonti­ nuierlichen Bohren mit Kastenbohrern oder ähnlichen Bohr­ werkzeugen zur Übertragung von Drehmomenten zwischen einem Drehantrieb und dem Bohrwerkzeug. Zur Übertragung von axia­ len Druckkräften auf das Bohrwerkzeuge verwendet man auch Kelly-Stangen, deren einzelne, ineinander verschiebbaren Rohre in Achsrichtung in bestimmten Stellungen verriegelbar sind. Hierzu sind die außenseitigen Mitnehmerleisten zur Bildung von Mitnehmertaschen, in welche die zugehörigen in­ nenseitigen Mitnehmerleisten aufgenommen werden, unterbro­ chen.
Es hat sich in der Praxis manchmal gezeigt, daß der Einsatz der Kelly-Stangen auf Baustellen gerade in Wohngebieten mit einem relativ hohen Lärmpegel verbunden ist. Dies kann zu einer starken Lärmbelästigung der Anwohner, aber auch des Bedienungspersonals führen. Der Betriebslärm, der als Kör­ per- und Luftschall insbesondere auf das Spiel zwischen den einzelnen Teleskopstangen und auf die impulsartigen Bewe­ gungen der Bohrstangen zurückzuführen ist, entsteht bei­ spielsweise beim Entleeren der Bohrwerkzeuge durch schoc­ kierende Drehbewegungen und durch das Aufeinanderprallen von Metall auf Metall. Beim Bohren auf harten Böden wird die festsitzende Kellystange verdreht. Nach dem Aufreißen des Bodens werden durch das Zurückschnellen ebenfalls Kör­ perschwingungen als Rattergeräusch wahrnehmbar. Außerdem entsteht beim Ausfahren und Einziehen der Kelly-Stange durch das schnelle Aufsetzen der Wegbegrenzer an den An­ schlägen der einzelnen Stangen ein Aufprallgeräusch. Die sich in den einzelnen Konstruktionsteilen fortsetzenden Körperschallwellen führen an den verschiedenen Stellen der Kelly-Stange zu einer ungedämpften Schallabstrahlung. Der entstehende Luftschall wird in Abhängigkeit vom Geräusche­ spektrum als lästiger bis schädlicher Lärm wahrgenommen, der zu Umweltbelästigung der Anwohner führen kann.
Die DE 87 14 201 U1 beschreibt eine teleskopierbare Bohr­ stange mit außenseitigen bzw. innenseitigen Mitnehmer­ leisten am Innen- und Außenrohr. Die Mitnehmerleisten sind zur Dämpfung des Anschlags mit einer Kunststoffbeschichtung versehen. Dadurch ist eine gewisse Minderung der Schallab­ strahlung gegeben. Eine starke Schallabstrahlung während des Betriebes erfolgt jedoch an den Umfangsflächen von Außen- und Innenrohr, welche aus Metall hergestellt sind und keinerlei Dämpfungsmittel aufweisen. Auch die für den Bohr- oder Teleskopiervorgang funktionslosen Hohlräume der Stangen sind stark Lärm übertragend, da auch sie aus aku­ stisch gut reflektierenden und leitenden Metalloberflächen gebildet sind. Eine Maßnahme zur Schallminderung in den Hohlräumen ist nicht vorgesehen.
Die DE-AS 19 04 570 offenbart eine Vorrichtung zur Dämpfung von Axial- und Torsionsstößen und -schwingungen in Bohr­ gestängen mittels elastischer, hülsenförmiger Elemente. Da­ bei handelt es sich um sogenannte Stoßdämpfer, die Außen und Innenmantelteile aufweisen, wobei die Ringräume mit elastischem Material wie beispielsweise Gummi gefüllt sind. Auch in dieser Druckschrift ist kein Hinweis dafür gegeben, wie die Schallabstrahlung an der Oberfläche der Rohre und in den für den Rohr- oder Teleskopiervorgang funktionslosen Hohlräumen minimiert werden kann.
Auch aus der US 3 323 326 ist ein Stoßdämpfer bekannt, bei dem die Zwischenräume zwischen den Rippen und Nuten beider teleskopartigen miteinander verbundenen Teile ebenfalls mit Gummi oder ähnlichem ausgefüllt sind.
Auch diese Maßnahme eignet sich lediglich zur Reduzierung der Schallemission an den Rippen und Nuten. An den Ober­ flächen der Rohre selbst und in den Hohlräumen kann sich auch bei dieser Gestaltungsform ungehindert der Schall aus­ breiten.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, durch konstruktiv und schalltechnisch effektive Maßnahmen eine teleskopierbare Bohrstange mit reduzierter Schallemission zu schaffen.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe bei einer gattungsgemäßen Bohrstange durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
Vorteilhafte und zweckmäßige Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen und in den Ausführungsbeispielen beschrie­ ben.
Grundgedanke der Erfindung ist, eine reduzierte Geräusch­ emission durch lärmarme Schallquellen zu erreichen, insbe­ sondere durch eine Schalldämpfung und Schalldämmung in den für den Bohr- oder Teleskopiervorgang funktionslosen Hohl­ räumen der Bohrstange und insbesondere in den Hohlräumen doppelwandig ausgebildeter Teile wie des Außenrohrs den noch entstehenden Schallwellen die Schwingungsenergie zu entzie­ hen. Üblicherweise weist das Innenrohr einen derartigen, weitgehend funktionslosen Hohlraum auf. Erfindungsgemäß werden die außenseitigen Mitnehmerleisten des Innenrohres sowie vorteilhafterweise die innen- und außenseitigen Mit­ nehmerleisten des Mittel- bzw. Außenrohres einer Kelly- Stange mit Hohlräumen versehen. Ein weiterer für den Bohr- und Teleskopiervorgang funktionsloser Hohlraum ist vorhan­ den, wenn das Außenrohr oder auch das Innenrohr doppelwan­ dig ausgebildet sind.
Erfindungsgemäß werden diese Hohlräume zumindest partiell mit schwingungsabsorbierenden Materialien versehen. Es ist besonders vorteilhaft, das Außenrohr sandwichartig auszubilden und als Zwischenschicht ein schallabsorbieren­ des Material zwischen zwei das Außenrohr bildende Rohre einzubringen.
Eine erhebliche Lärmreduzierung wird bereits erreicht, wenn das Außenrohr mit einem schalldämpfenden Material belegt ist.
Es ist vorteilhaft, wenn der Hohlraum des Innenrohres mit einem schallabsorbierenden Material ausgefüllt ist. Dadurch wird die Schwingungsenergie in Wärme umgewandelt und eine Lärmminderung erreicht. Eine besonders vorteilhafte Dämp­ fung der Schwingungsenergie, die beim Bohren von harten Bö­ den und beim Schockiervorgang durch die Kraftstöße an den Mitnehmerleisten des Innenrohrs entsteht, wird erreicht, wenn das Innenrohr mit einem Elastomer oder einem Gemisch aus Elastomeren gefüllt ist. Besonders vorteilhaft ist es, das Innenrohr mit Polyethylen auszuschäumen.
Es kann auch vorteilhaft sein, den Hohlraum des Innenrohrs mit einem Kunststoffgranulat zu füllen. Zweckmäßigerweise ist ein als Lüftungskanal angeordnetes, vom oberen Ende des Innenrohres bis zum bohrwerkzeugseitigen Ende reichendes Kunststoffrohr, beispielsweise ein Schlauch, mit einer quer oder längs zur Längsachse gewellten Oberfläche versehen, um die Schallabsorbtion im Innenrohr zu erhöhen. Es ist auch möglich, die Mantelfläche des Lüftungskanals mit Quer- oder Längsrippen zu versehen.
Die erfindungsgemäßen Hohlräume in den Mitnehmerleisten des Innenrohres und/oder des äußeren Rohres verlaufen zweckmäs­ sigerweise in Achsrichtung durchgehend und kanalartig. Es kann ebenso vorgesehen sein, diese Hohlräume abschnittswei­ se in Achsrichtung auszubilden. Zweckmäßigerweise werden diese Hohlräume im Bereich der Verriegelungstaschen der außenseitigen Mitnehmerleisten nicht ausgebildet.
Es ist vorteilhaft, die Hohlräume mit einem schalldämpfen­ den Material, beispielsweise wie den Hohlraum des Innenroh­ res mit einem elastomeren Kunststoff oder einem Kunststoff­ gemisch zu füllen. Insbesondere Polyethylen eignet sich zum Ausschäumen auch dieser Hohlräume. Durch derartig mit schalldämpfendem Material ausgefüllte Mitnehmerleisten wird den beim Übertragen der Bohrantriebskräfte entstehenden Körperschallschwingungen Energie entzogen und in Wärme um­ gewandelt, so daß eine verminderte Energiemenge zur Luftab­ strahlung vorhanden ist.
Der bei einem doppelwandigen Außenrohr gebildete Hohlraum ist vorteilhafterweise mit einem viskoelastischen Material gefüllt.
Es ist besonders zweckmäßig, den viskoelastischen Belag als Zwischenschicht des doppelwandigen Außenrohres einzuvulka­ nisieren oder einzugießen. Dadurch wird eine zug-, druck- und schubfeste Verbindung des Elastomers mit den Metallflä­ chen erreicht, die insbesondere im Bereich der innenseiti­ gen Mitnehmerleisten des Außenrohres erforderlich ist. Gleichzeitig wird eine elastische Lagerung dieser Mitneh­ merleisten erreicht.
Es ist vorteilhaft, wenn das Außenrohr im Bereich des über einen Mitnehmer einwirkenden Drehantriebes auf der Innen­ fläche mit einem schalldämmenden Belag versehen ist. Dabei ist es zweckmäßig, eine Gußmasse auf Kunstharzbasis einzu­ setzen, die unter Verwendung einer Formschablone eingegos­ sen wird. Ein gutes Dämmungsergebnis wird erzielt, wenn das Verhältnis Blechdicke des Außenrohres zur Dicke des Belages etwa 1 : 2 beträgt.
Es liegt ebenso im Rahmen der Erfindung, die am bohrwerk­ zeugseitigen Ende des Innenrohres angeordnete Feder mit schallreduzierendem Material zu versehen oder eine Feder aus einem elastischen Kunststoffmaterial zu verwenden. Zur Erhöhung der schalldämpfenden und schalldämmenden Wirkung kann auch ein am Außenrohr angeordneter Federtopf zur Auf­ nahme einer Schraubenfeder mit schalldämmendem Material ausgekleidet sein und/oder dessen äußere Mantelflächen mit axial verlaufenden und die Grund- bzw. Deckfläche mit ra­ dial verlaufenden Rippen versehen sein.
Die Erfindung wird nachstehend beispielsweise anhand einer schematischen Zeichnung beschrieben. In dieser zeigen:
Fig. 1 einen schematischen Axial-Längsschnitt durch eine bevorzugte Ausführungsform einer teleskopierbaren Bohrstange mit reduzierter Schallemission;
Fig. 2 in schematischer Weise einen Querschnitt durch die Bohrstange gemäß Fig. 1 entlang der Schnittlinie I-I;
Fig. 3 einen schematischen Querschnitt durch die Bohrstange gemäß Fig. 1 entlang der Schnittlinie II-II in Fig. 1;
Fig. 4a bis 4e schematische Querschnitte durch mögliche Ausfüh­ rungsformen der erfindungsgemäßen Pufferungsbereiche an den Anschlagflächen der Mitnehmerleisten.
Die in Fig. 1 in schematisierter Weise dargestellte tele­ skopierbare Bohrstange umfaßt ein Innenrohr 10 und ein Au­ ßenrohr 20, die sich im eingeschobenen Zustand befinden. Am oberen Ende des Innenrohres 10 befindet sich eine Seilauf­ hängung 2. Am unteren Ende des Innenrohres 10 ist eine als Vierkant 4 ausgebildete Bohrwerkzeugkupplung befestigt. Das Außenrohr 20 ist am oberen Ende mit einem Außenring 22 ver­ sehen, der auf einem Drehantrieb (nicht dargestellt) auf­ liegt. Das Drehmoment des Drehantriebs wird von einem Mit­ nehmer (nicht dargestellt) auf die ineinander verschiebba­ ren, drehfesten Rohre (10, 20) übertragen, indem das Innen­ profil des Mitnehmers in das Außenprofil des Außenrohres 20 eingreift. Das Außenprofil wird durch außenseitige Mitneh­ merleisten 24 am Außenrohr 20 gebildet. Die außenseitigen Mitnehmerleisten 24 des Außenrohres 20 erstrecken sich wie die außenseitigen Mitnehmerleisten 14 des Innenrohres 10 über die gesamte Länge des Außenrohres 20 bzw. des Innen­ rohres 10. Über innenseitige Mitnehmerleisten 26 am Außen­ rohr 20, die nur am bohrwerkzeugseitigen Ende angeordnet sind, wird das Drehmoment vom Außenrohr 20 auf das Innen­ rohr 10 und damit auf das Bohrwerkzeug übertragen. Zur Übertragung von axialen Druckkräften auf das Bohrwerkzeug sind die Rohre 10, 20 in Achsrichtung wahlweise verriegel­ bar ausgebildet. Die außenseitigen Mitnehmerleisten 14, 24 sind zur Bildung von Mitnehmertaschen 25 (Fig. 3) in Längsrichtung unterbrochen, um die innenseitigen Mitnehmer­ leisten aufzunehmen.
Zur Reduzierung der Schallemission, die durch das Spiel zwischen den einzelnen Teleskopstangen und den impulsarti­ gen Bewegungen der Bohrstange entstehen, ist ein Hohlraum 12 des Innenrohres mit einem schallschwingungsabsorbieren­ den Material ausgestattet. In diesem Ausführungsbeispiel ist der Hohlraum 12 mit dem Elastomer Polyethylen voll­ ständig ausgefüllt. Dieses Elastomer weist etwa einen Ela­ stizitätsmodulbereich von 102 bis 103 N/mm2 auf. Ebenso könnte ein anderer polymerer Kunststoff, beispiels­ weise Polyamid oder Polytetrafluorethylen oder auch ein Gemisch dieser Polymere, die ein Elastizitätsmodul in die­ sem Bereich aufweist, in das Innenrohr eingefüllt sein. Ein in dem Hohlraum 12 des Innenrohres 10 angeordneter Lüf­ tungskanal (nicht dargestellt), dessen Mantelfläche gewellt oder mit Quer- oder Längsrippen versehen ist, wäre von die­ sem ausgeschäumten Material umgeben.
Die erfindungsgemäße lärmarme Bohrstange weist außenseitige Mitnehmerleisten 24 und innenseitige Mitnehmerleisten 26 des Außenrohres 20 sowie außenseitige Mitnehmerleisten 14 am Innenrohr 10 auf, die mit in Achsrichtung kanalartig verlaufenden und durchgehenden Hohlräumen 28 versehen sind. Derartige hohle Mitnehmerleisten können beispielsweise her­ gestellt werden, indem entsprechende Metallprofile auf das Innenrohr und das Außenrohr aufgeschweißt werden.
Die Hohlräume 28 der innen- und außenseitigen Mitnehmerlei­ sten 14, 24, 26 sind wie das Innenrohr 10 mit Polyethylen ausgeschäumt. Selbstverständlich sind in den Bereichen der außenseitigen Mitnehmerleisten 14, 24, in denen sich die Mitnehmertaschen 25 befinden, derartige Hohlräume 28 nicht vorhanden. Ausgenommen von diesen mit dämpfendem Material gefüllten Hohlräumen 28 ist auch der Bereich der außensei­ tigen Mitnehmerleisten 24 des Außenrohres 20, in den der Mitnehmer (nicht dargestellt) des Drehantriebs eingreift.
In diesem Bereich ist das Außenrohr 20 zur Körperschall­ dämpfung mit einem Einschichtbelag 54 versehen, der eine Dämmschicht bildet und damit verhindert, daß ein Großteil des durch die Schwingungen der Metallteile entstehenden Körperschalls an die Luft übertragen wird. Dieser schall­ dämmende Belag 54 kann beispielsweise eine Gußmasse auf Kunstharzbasis sein, die unter Verwendung einer Formschab­ lone eingegossen wurde.
Grundsätzlich kann zur Schalldämmung auch eine Dämpfungs­ schicht auf die Außenfläche des Außenrohres 20 aufgebracht werden. Ebenso ist es möglich, eine derartige Schicht in ein doppelwandiges Außenrohr 20 einzubringen.
Die erfindungsgemäße Bohrstange weist ein Sandwichsystem im unteren Bereich des Außenrohres 20 auf. Der ringartige Hohlraum des doppelwandigen Außenrohres 20 ist mit einem viskoelastischen Material 50 versehen. In diesem Ausfüh­ rungsbeispiel ist dieser Belag das Elastomer Buna AP, das eine Shore-Härte (A) von 55 aufweist. Es sind andere Ela­ stomere mit einem Shore-Härte-Bereich von 40 bis 85 (A) möglich, insbesondere wenn diese nicht zu weich sind, und sich nicht bei jeder Belastung sofort verformen und ande­ rerseits nicht zu hart sind, um noch eine gute Dämmwirkung zu erreichen. Die Zwischenschicht 50 aus Buna AP wurde ein­ vulkanisiert und damit eine große Haftfestigkeit erreicht.
Am bohrwerkzeugseitigen Ende 16 des Innenrohres 10 ist eine Feder 60 angeordnet, die mit schallreduzierendem Material versehen ist (nicht dargestellt). Ebenso kann der am oberen Ende des Außenrohres 20 angeordnete Federtopf zur Aufnahme einer Feder (nicht dargestellt) mit schalldämmendem Materi­ al beispielsweise Polyethylen ausgekleidet sein und an sei­ nen äußeren Flächen mit radial oder axial verlaufenden Rip­ pen aus Metall oder Kunststoffmaterial versehen sein.
Fig. 2 zeigt in schematisierter Weise einen Querschnitt der erfindungsgemäßen Bohrstange im unteren Bereich des Au­ ßenrohres, so daß die außenseitigen Mitnehmerleisten 14 des Innenrohres 10 dargestellt sind, ebenso wie die doppel­ wandige Ausführung des Außenrohres 20. Als schalldämmende Zwischenschicht 50 zwischen dem Außenrohr 20 und einem mit den innenseitigen Mitnehmerleisten 26 versehenen Mitnehmer­ rohr 52 ist das Elastomar Buna AP einvulkanisiert. Durch diese Zwischenschicht 50 wird die Weiterleitung des Körper­ schalls verhindert.
Die außenseitigen Mitnehmerleisten 24 des Außenrohres 20, die innenseitigen Mitnehmerleisten 26 des Außenrohres 20 sowie die außenseitigen Mitnehmerleisten 14 des Innenrohres 10 weisen Hohlräume 28 auf, die wie der Hohlraum 12 des In­ nenrohres 10 mit dem Elastomer Polyethylen ausgeschäumt sind. Außerdem sind an den Anschlagflächen 33 der innensei­ tigen Mitnehmerleisten 26 des Außenrohres 20 als Puffe­ rungsbereiche 38 zwecks Stoßdämpfung des Anschlags der Mit­ nehmerleisten Dämpfungsprofile 40 angebracht. In diesem Ausführungsbeispiel sind die Dämpfungsprofile 40 nur an den Anschlagflächen 33 der innenseitigen Mitnehmerleisten des Außenrohres vorhanden, während die Anschlagflächen 30 der außenseitigen Mitnehmerleisten des Innenrohres und die An­ schlagflächen 36 der außenseitigen Mitnehmerleisten des Au­ ßenrohres keine derartigen Pufferungsbereiche aufweisen.
Grundsätzlich ist es aber möglich, auch diese Flächen mit einem Dämpfungsmaterial in bestimmten Bereichen zu verse­ hen.
Das Dämpfungsprofil 40 ist linienförmig in Längsrichtung der innenseitigen Mitnehmerleisten 26 des Außenrohres 20 und formschlüssig in einer in etwa T-förmigen Nut 41 einge­ schoben Fig. 4). Der waagerechte Steg des T-förmigen Kunst­ stoffprofils 43 ist dabei in der Mitnehmerleiste 26 gela­ gert und das untere Ende des senkrechten Stegs des T-förmi­ gen Kunststoffprofils 43 reicht über die Anschlagfläche 33 jeweils hinaus, so daß die Stoßkraft der beiden aneinan­ derschlagenden Mitnehmerleisten 14, 26 dämpfend reduziert.
Fig. 3 zeigt einen schematischen Querschnitt durch den oberen Bereich der erfindungsgemäßen Bohrstange. Das Innen­ rohr mit außenseitigen Mitnehmerleisten ist nicht darge­ stellt. In diesem Bereich, in dem der Mitnehmerring an­ greift, weisen die außenseitigen Mitnehmerleisten 24 und die innenseitigen Mitnehmerleisten 26 des Außenrohres 20 keine Hohlräume auf. In diesem Querschnitt sind die Mitneh­ mertaschen 25 zur längsseitigen Verriegelung dargestellt. Die an der Innenseite des Außenrohres 20 aufgebrachte schalldämmende Materialschicht besteht aus einem gießfähi­ gen Kunstharz, wobei das Verhältnis Belagdicke zu Blechdic­ ke etwa 2 : 1 beträgt. Es ist möglich, ein besseres Dämmungs­ ergebnis zu erhalten, wenn das Verhältnis größer gewählt wird.
In Fig. 4a bis e sind mögliche Ausführungsformen des Puf­ ferungsbereichs 38 auf den Anschlagflächen der Mitnehmer­ leisten dargestellt. Diese Pufferungsbereiche sind aus ei­ nem Elastomer, beispielsweise Polyurethan, hergestellt. Sie können als winkelförmige Dämpfungsprofile 42, insbesondere auf den Anschlagflächen der innenseitigen Mitnehmerleisten 26 angeklebt (Fig. 4a) oder angeschraubt (Fig. 4c) sein. Der Vorteil der aufschraubbaren Dämpfungselemente besteht darin, daß sie einfacher auszuwechseln sind, wenn der Kunststoff bis zum Metallkörper abgenutzt ist. In Fig. 4b ist ein aufgeklebter Kunststoffpufferungsbereich 38 darge­ stellt, während Fig. 4d einen aufschraubbaren Pufferungs­ bereich 38 wiedergibt.
Bei dem in Fig. 4e dargestellten Pufferungsbereich ist ein nahezu T-förmiges Dämpfungsprofil 43 in eine komplemen­ tär geformte Nut 41 der Mitnehmerleiste 26 eingeschoben.
Bei diesem Dämpfungsprofil 43, bei dem ein Bereich über die Anschlagflächen 33 hinausreicht, wird auf das Dämpfungs­ profil 43 keine Flächenpressung ausgeübt, da das Kunst­ stoffprofil vollständig in die T-förmige Nut 41 gedrückt wird. Dadurch ist der Verschleiß des Kunststoffprofils 43 durch Gleitreibung relativ gering. Trotzdem wird eine gute Dämpfwirkung durch die Minderung der Kraftstöße erreicht, da ein großer Teil der Stoßenergie aufgrund der Verformung des Kunststoffprofils in Wärme umgewandelt wird. Ein weite­ rer Vorteil ist die leichte Auswechselbarkeit des Dämp­ fungsprofils 43.
Der Vorteil der erfindungsgemäßen lärmarmen teleskopierba­ ren Bohrstange besteht darin, daß der Schallpegel unter das zulässige Maß von 85 dB (A) gesenkt werden kann, so daß be­ rufsbedingte Hörschäden beim Bedienungspersonal weitgehend vermieden werden und auch die Lärmbelästigung der Anwohner einer Baustelle weitaus geringer ist. Es liegt im Rahmen der Erfindung, daß die Maßnahmen sowohl komplex als auch als Einzelmaßnahmen angewendet werden können und auch dann zu erheblicher Schallminderung führen. Weitere Vorteile be­ stehen darin, daß aufgrund der reduzierten Schwingungsener­ gie die Materialabnutzung und Ermüdungserscheinungen ver­ ringert werden, so daß eine größere Lebensdauer der Bohr­ stangen erreicht wird.

Claims (24)

1. Teleskopierbare Bohrstange
mit einem Innenrohr, das von mindestens einem Außenrohr umgeben ist,
an welchen außenseitige, in Längsrichtung unterbroche­ ne und am bohrwerkzeugseitigen Ende innenseitige Mitnehmerleisten angeordnet sind,
deren Anschlagflächen bei Übertragung der Bohr-An­ triebs-Käfte vom einem Drehantrieb auf ein Bohrwerk­ zeug in Eingriff bringbar sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens das Außenrohr (20) doppelwandig ausge­ bildet ist und in dem Hohlraum ein schallabsorbieren­ des Material (50) vorhanden ist und/oder
daß für den Bohr- oder Teleskopiervorgang funktions­ lose Hohlräume (12, 28) mindestens partiell mit schwingungsabsorbierenden Materialien ausgestattet sind.
2. Teleskopierbare Bohrstange nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Hohlraum (12) des Innenrohrs (10) mindestens teilweise mit einem schwingungsabsorbierenden Materi­ al gefüllt ist.
3. Teleskopierbare Bohrstange nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß innen- und/oder außenseitige Mitnehmerleisten (14, 24, 26) Hohlräume (28) aufweisen, die mit einem schwingungsabsorbierenden Material ausfüllbar sind.
4. Teleskopierbare Bohrstange nach einem der vorangehen­ den Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Hohlräume (28) der Mitnehmerleisten (14, 24, 26) durchgehend und kanalartig in Achsrichtung verlaufen.
5. Teleskopiere Bohrstange nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß in den Hohlräumen (12, 28) ein körperschallabsor­ bierendes Dämpfungsmaterial, insbesondere mit einem Elastizitätsmodul im Bereich von etwa 102 bis 103 N/mm2 vorhanden ist.
6. Teleskopierbare Bohrstange nach einem der vorherge­ henden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Hohlräume (12, 28) mit einem polymeren Kunst­ stoff wie Polyethylen, Polyamid oder Polytetrafluor­ ethylen oder einem Gemisch dieser Polymere ausge­ schäumt sind.
7. Teleskopierbare Bohrstange nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Hohlraum (12) des Innenrohrs (10) mit einem Kunststoffgranulat ausgefüllt ist.
8. Teleskopierbare Bohrstange nach einem der vorherge­ henden Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß ein im Hohlraum (12) des Innenrohrs (10) angeord­ neter, vom oberen Innenrohrende bis zum bohrwerkzeug­ seitigen Ende (16) führender Lüftungskanal von kör­ perschallabsorbierendem Material umgeben ist.
9. Teleskopierbare Bohrstange nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß als Lüftungskanal ein Kunststoffrohr angeordnet ist, dessen innere und/oder äußere Mantelfläche ge­ wellt oder mit Quer- oder Längsrippen versehen ist.
10. Teleskopierbare Bohrstange nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschlagflächen (30, 33, 36) der Mitnehmer­ leisten (14, 24, 26) Pufferungsbereiche (38) zur Dämpfung des Anschlags aufweisen.
11. Teleskopierbare Bohrstange nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß als Pufferungsbereich (38) ein punkt- oder li­ nienförmiges Dämpfungsprofil (40) in Längsrichtung an den Anschlagflächen (30, 33, 36) der Mitnehmer­ leisten (14, 24, 26) angeordnet ist.
12. Teleskopierbare Bohrstange nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß als Pufferungsbereich (38) ein an die Anschlag­ flächen (30, 33, 36) aufgeklebtes, geschraubtes oder eingeschobenes Kunststoffprofil (40), beispielsweise aus einem Elastomer wie Polyurethan, angeordnet ist.
13. Teleskopierbare Bohrstange nach einem der Ansprüche 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß als Pufferungsbereich (38) ein winkelförmiges Kunststoffprofil (42) angeordnet ist.
14. Teleskopierbare Bohrstange nach einem der vorher­ gehenden Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß jede Anschlagfläche (33) der innenseitigen Mit­ nehmerleisten (26) mit einer T-förmigen Nut (41) ver­ sehen ist, in die ein komplementär ausgebildetes Kunststoffprofil (43) formschlüssig und lösbar einge­ bracht ist.
15. Teleskopierbare Bohrstange nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß ein aus der Anschlagfläche (33) überstehender Be­ reich des T-förmigen Kunststoffprofils (43) vorge­ sehen ist.
16. Teleskopierbare Bohrstange nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Hohlraum des doppelwandigen Außenrohrs (20) mit einem viskoelastischen Material (50) versehen ist.
17. Teleskopierbare Bohrstange nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß der viskoelastische Belag als Zwischenschicht (50) zwischen dem Außenrohr (20) und einem mit den innenseitigen Mitnehmerleisten (26) versehenen Mit­ nehmerrohr (52) angeordnet ist.
18. Teleskopierbare Bohrstange nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischenschicht (50) aus einem einvulkani­ sierten, oder eingegossenen synthetischen Gummi wie Buna AP besteht.
19. Teleskopierbare Bohrstange nach einem der vorherge­ henden Ansprüche 16 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich des unterhalb des Außenringes (22) auf die außenseitigen Mitnehmerleisten (24) des Außenroh­ res (20) einwirkenden Drehantriebes die Innenfläche des Außenrohres (20) mit einem schalldämmenden Belag (54) versehen ist.
20. Teleskopierbare Bohrstange nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß als schalldämmender Belag (54) eine Gußmasse auf Kunstharzbasis angebracht ist.
21. Teleskopierbare Bohrstange nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis Blechdicke des Außenrohrs (20) zur Dicke des Belags (54) annähernd 1 : 2 beträgt.
22. Teleskopierbare Bohrstange nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine am bohrwerkzeugseitigen Ende (16) des Innen­ rohrs (10) angeordnete Feder (60) mit schallreduzie­ rendem Material versehen ist oder aus einem elasti­ schen Kunststoffmaterial besteht.
23. Teleskopierbare Bohrstange nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein am Außenrohr (20) unterhalb des Außenrings (22) angeordneter Federtopf zur Aufnahme insbesondere einer Schraubenfeder mit schalldämmendem Material ausgekleidet und/oder gelagert ist.
24. Teleskopierbare Bohrstange nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenseite des Federtopfes mit axial oder ra­ dial verlaufenden Rippen versehen ist.
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