DE402017C - Schmelzsicherung mit einer das Durchbrennen anzeigenden Vorrichtung - Google Patents

Schmelzsicherung mit einer das Durchbrennen anzeigenden Vorrichtung

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DE402017C
DE402017C DEP46601D DEP0046601D DE402017C DE 402017 C DE402017 C DE 402017C DE P46601 D DEP46601 D DE P46601D DE P0046601 D DEP0046601 D DE P0046601D DE 402017 C DE402017 C DE 402017C
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DEP46601D
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STECKER SICHERUNGS D GmbH
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STECKER SICHERUNGS D GmbH
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H85/00Protective devices in which the current flows through a part of fusible material and this current is interrupted by displacement of the fusible material when this current becomes excessive
    • H01H85/02Details
    • H01H85/30Means for indicating condition of fuse structurally associated with the fuse

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  • Fuses (AREA)

Description

Um das Durchbrennen einer Schmelzsicherung zu kennzeichnen, ist es bekannt, Schaulöcher anzuordnen, durch, welche unter einer durchsichtigen Glimmerscheibe der Schmelzdraht sichtbar ist. Auch gibt es Sicherungsstöpsel, bei denen auf Federn über dem Sicherungsdraht gelagerte Plättchen beim Durchschmelzen frei werden und hervortreten sollen, und endlich solche, bei denen das Durchbrennen durch eine
ίο Verfärbung der das Schauloch bedeckenden durchsichtigen Glimmerplatte angezeigt wird. Alle bekannten Kennzeichnungen haben den Nachteil, daß, wenn das Durchbrennen durch starke Kurzschlüsse erfolgt, spannungsführende Teile zutage treten können, oder beim Einsetzen einer neuen Sicherung in eine schadhafte Leitung das Auftreten von Stichflammen möglich ist, durch welche Beschädigungen, z. B. ein Verbrennen der Finger, oder Gefahren möglich
ao sind.
Gemäß der Erfindung werden diese Übelstände dadurch vermieden, daß die Sicherungsdrähte durch eine verhältnismäßig starke unverbrennliche Deckplatte, z. B. aus Porzellan, bedeckt sind, in welcher zu den Schmelzstellen führende Kanäle angebracht sind, und in jeden Kanal ein Pfropf aus isolierendem oder schlecht leitendem, sich bei Erhitzung ohne Flammen zersetzenden Stoff eingesteckt ist. Vorteilhaft besteht dieser Stoff aus einer Masse von solcher Beschaffenheit, daß die an einer Stelle eingeleitete Zersetzung sich von selbst über die ganze Masse fortpflanzt, z. B. geeigneten pyrotechnischen Zündsätzen, Mischungen von Schwefel oder Harzen mit Zellulose o. dgl., mit Salpeter oder anderen die Wärmezersetzung befördernden Mitteln getränktem Papier, Schwamm, Zunder, Lunte 0. dgl. Besonders geeignet sind die zur Fortleitung von Sprengzündungen benutzten Zündschnüre, ferner Zelluloseprodukte wie beliebig gefärbte Kunstseide, Zelluloid, Zellon, Azetylzellulose und Nitrozellulose, Baumwolle mit oder ohne Zusatz von Schießpulvermischungen oder anderen die Verbrennung befördernden oder verlangsamenden Zusätzen. Dieser Pfropf kann gegebenenfalls auch in Hülsen oder
Röhrchen aus Kork, Gummi, Glas, Papier, Porzellan oder Glimmer eingeschlossen sein, so daß die Pfropfe fabrikmäßig hergestellt und in die Kanäle der Deckplatte eingesetzt werden können. Auch bei der Verwendung von Zündmassen, Pulvermischungen u. dgl., insbesondere wenn die Mischungen so bereitet sind, daß Flammen nicht auftreten, sondern nur ein schwaches Glimmen oder Verschwelen oder eine Verfärbung der Pfropfe bei der Erhitzung durch den durchschmelzenden Sicherungsdraht erfolgt, sind irgendwelche Gefahren ausgeschlossen, da es sich um sehr kleine Mengen handelt.
Die Massen können beliebig gefärbt werden, um die Unterscheidung einer unversehrten von einer durchgebrannten Sicherung deutlich sichtbar zu machen. ■ So kann ein mit einem leicht durch Wärme oder Verbrennungsgase zersetzlichen Farbstoff getränkter oder überzogener ao Pfropf verwendet werden. Geeignet hierfür sind z. B. Anilinfarben, Ölfarben und Leimfarben. Auch Bleifarben, z. B. Bleiweiß, die durch die Verbrennungsgase geschwärzt werden, sind brauchbar; enthält z. B. der Pfropf schwefelhaltige flüchtige Stoffe, so wird ein gegen solche Dämpfe empfindlicher Anstrich beim Durchschmelzen der Sicherung eine deutliche Verfärbung erleiden.
Endlich kann der Pfropf mit einem gefärbten schmelzbaren Stoff, wie Wachs, Fett, Paraffin o. dgl., getränkt werden, welcher beim Durchbrennen der Sicherung schmilzt und dabei die Farbe verändert. Unter Umständen kann es vorteilhaft sein, den Pfropf aus verschiedenen Stoffen von verschiedener Brennbarkeit zusammenzusetzen ; so kann z·.. B. ein aus einem sogenannten faulen Zündsatz oder aus getränkter Zellulose bestehender Pfropf durchgehende dünne Fäden aus Nitrozellulose oder einem anderen, die Verbrennung schnell fortpflanzenden Stoff enthalten, so daß beim Durchbrennen des Sicherungsdrahtes zunächst die Zündung dieser Fädchen eingeleitet wird, die alsdann die ganze Masse des Pfropfens langsam zum Verkohlen bringen.
Bei der Anordnung nach der Erfindung tritt zugleich die Wirkung ein, daß' die Berührung mit stromführenden Teilen oder das Herausschlagen von Stichflammen ausgeschlossen wird. Die Kanäle können dabei auch als schräge oder gekrümmte Rinnen ausgebildet werden.
Die Verwendung von Abdeckplatten aus Glimmer wird dabei überflüssig.
Die Anordnung nach der Erfindung ist sowohl für einfache Sicherungsstöpsel wie auch für Mehrfachsicherungen verwendbar.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel gemäß der Neuerung dargestellt. Die Abbildung zeigt eine einfache Schmelzsicherung, deren Kopf ι und Innenkörper 6 z. B. aus Porzellan hergestellt ist; zwischen beiden ist in den Kanälen 3 und 4 der Schmelzdraht 5 gespannt, der oben durch eine Rinne 7 des Mittelteils 6 läuft. Über derselben befindet sich die in den Oberteil 2 des Kopfes eingekittete oder eingeschraubte verhältnismäßig starke Porzellanplatte 8, welche einen Kanal 9 besitzt. In diesen ist der Stöpsel 10, welcher aus einer Masse gemäß der Neuerung, z. B. aus Lunte, Kunstseide usw., besteht, eingesteckt. Tritt ein Durchschmelzen des Sicherungsdrahtes 5 ein, so wird durch die auftretende Wärme oder den Funken die Masse 10 zersetzt und der Pfropf wird verkohlt oder verfärbt, so daß das Durchbrennen der Sicherung von außen ohne weiteres erkennbar ist.

Claims (8)

P ATENT-Ansprüche :
1. Schmelzsicherung mit einer das Durch brennen anzeigenden Vorrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß in einem Kanal der verhältnismäßig starken, wärmebeständigen Deckplatte ein Pfropf aus isolierendem oder schlechtleitendem, sich bei Erhitzung ohne Flamme zersetzendem Stoff eingesteckt ist.
2. Schmelzsicherung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kanal gekrümmt oder schräg ausgebildet ist.
3. .Schmelzsicherung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Pfropf aus einer pyrotechnischen, langsam verbrennbaren Zündmasse besteht.
4. Schmelzsicherung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Pfropf aus gegebenenfalls gefärbter Kunstseide, Papier, Zelluloid oder sonstigen Zelluloseverbindungen besteht.
5. Schmelzsicherung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Pfropf mit einem durch Wärme oder Verbrennungsgase zersetzlichen Farbstoff oder Fett überzogen oder getränkt ist.
6. Schmelzsicherung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Pfropf aus Zunder, Lunte oder Zündschnur besteht.
7. Schmelzsicherung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der aus schwer zersetzlichen organischen Massen bestehende Pfropf leicht zersetzliche, die Entzündung schnell fortpflanzende Fäden enthält.
8. Schmelzsicherung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die den Pfropf bildende Masse in Hülsen aus Papier, Porzellan, Glas o. dgl. eingeschlossen ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DEP46601D 1923-07-26 1923-07-26 Schmelzsicherung mit einer das Durchbrennen anzeigenden Vorrichtung Expired DE402017C (de)

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