DE40176C - Apparat zur Herstellung von mit medizinischen Gasen bezw. Dämpfen oder zerstäubten Massen geschwängerter Luft für Athmungszwecke - Google Patents

Apparat zur Herstellung von mit medizinischen Gasen bezw. Dämpfen oder zerstäubten Massen geschwängerter Luft für Athmungszwecke

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DE40176C DENDAT40176D DE40176DA DE40176C DE 40176 C DE40176 C DE 40176C DE NDAT40176 D DENDAT40176 D DE NDAT40176D DE 40176D A DE40176D A DE 40176DA DE 40176 C DE40176 C DE 40176C
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 30: Gesundheitspflege.
geschwängerter Luft für Athmungszwecke.
Pätentirt im Deutschen Reiche vom a. December 1886 ab.
Um mit medicinischen Gasen bezw. Dämpfen oder zerstäubten Massen geschwängerte Luft für Einathmungszwecke herzustellen, benutzt man bis jetzt sehr unvollkommene Vorrichtungen, welche vor allem die Eigenschaft haben, dafs sie keine Prüfung der Dichtigkeit der erzeugten Mischung gestatten, so dafs es unmöglich ist, der zu behandelnden Person die betreffende Menge Arzenei in genau demselben Dichtigkeitsverhältnifs zuzuführen, welche dem Krankheitszustande und der Constitution des Kranken am besten entspricht.
Dieser Mangel wird durch vorliegenden Apparat beseitigt. Derselbe ermöglicht nicht allein ein inniges Mischen gereinigter Luft mit dem Gas-, Dampf- oder nebeiförmigen Medicament in genau bestimmten Verhältnissen, sondern gestattet auch die Anwendung mehr oder minder verdichteter Luft und eine genaue Prüfung der voridem Kranken1 bis zu jedem beliebigen Zeitpunkt eingeathmeten Menge des Gemisches.
Der Apparat ist auf beiliegender Zeichnung in. Fig. ι und 2 in zwei Seitenansichten, in Fig. 3 in oberer Ansicht, in Fig. 4 im Schnitt und in Fig. 5 in Endansicht dargestellt.
Der Apparat ist auf einer Grundplatte a aufgestellt und besteht im wesentlichen aus einer auf vier Fufsen b im mittleren Theil der Grundplatte ruhenden geschlossenen würfligen Behälter c, dessen Wände aus starken Krystallglasplatten bestehen, welche durch einen aus eisernen Bändern gebildeten Rahmen d zusammengehalten werden. , Auf der vorn gelegenen Glasplatte ist eine Messingscheibe e befestigt, welche sechs im Kreise angeordnete Hähne / trägt, deren Bohrungen durch die Glasplatte und die der Messingscheibe e auf der Innenseite der Glasplatte gegenüberliegenden Gegenplatte hindurchgeführt sind, Fig. 4.
Von der Mitte der Messingscheibe e geht ein Rohr A aus, auf welchem ein Thermometer g angebracht ist, dessen Quecksilberkugel innerhalb einer Erweiterung g1 des Rohres A liegt. Die Bohrung des letzteren reicht ebenfalls bis in den Glasbehälter hinein. Auf dem vorderen Ende des Rohres A ist ein Athemmesser (Pneometrograph) angebracht, welcher die gewöhnliche Einrichtung hat und im wesentlichen aus einem in eine geeignete zweite Erweiterung h des Rohres eingeschalteten Flügelrad i besteht, das auf einer mit endloser Schraube versehenen, leicht drehbaren Welle gelagert ist. In die endlose Schraube greift ein Schneckenrad ein, - von welchem aus die Drehungen des Flügelrades durch ein geeignetes Getriebe auf das Zählwerk übertragen werden. Da sich die Anzahl der Umdrehungen des Flügelrades i selbstredend nach der Zahl und Stärke der Athemzüge richtet, welche der Kranke von der in dem Glaskasten enthaltenen Gas- oder Dampfart nimmt, so läfst sich durch das Zählwerk die Menge des einzuathmenden Gases oder Dampfes genau bestimmen.
In der oberen Hälfte der Messingscheibe e sind zwischen den obenerwähnten Hähnen f noch vier kleinere Hähne / angebracht, deren
Bohrung ebenfalls in das Innere des Glaskastens reicht.
Die vordere Glaswand ist ferner aufsen an der einen Kante mit einem Manometer»!, Fig. i, an der anderen Kante mit einem Pneumodynamometer Ot1 versehen. Die beiden Instrumente stehen nicht direct mit dem Innern des Glaskastens in Verbindung. Uebrigens' kann das Manometer auch als Pneumodynamometer und letzterer umgekehrt als Manometer wirken. Jedes der beiden Instrumente besteht aus einem U-förmig gebogenen Rohr. Die beiden Enden des bei Benutzung des Apparates jeweilig zur Wirkung kommenden Rohres werden durch Gummischläuche an zwei von den vier Hähnen / angeschlossen.
In der Mitte der rückseitigen Glaswand sind um eine Oeffnung herum zwei entsprechend gelochte und mit Muttergewinde versehene Messingscheiben η bezw. o, Fig. 4, befestigt; dieselben nehmen eine mit Kurbel q versehene Schraubenspindel ρ auf, deren Ende drehbar in einer im Kasten angebrachten Zwischenwand T gelagert ist, welche ebenso wie die rückseitige Glaswand durchlocht ist und um dieses Loch herum zwei Messingplatten ηl bezw. 0 * trägt. Die Deckelplatte des Glaskastens ist mit einer, eingeätzten Theilung versehen, Fig. 3, welche den Kubikcentimetergehalt des durch die. verschiebbare Zwischenwand T abgetheilten Raumes anzeigt. Auf der rückseitigen Glaswand, Fig. 2, ist ebenfalls eine Kubikcentimeterscala angebracht, welche dann in Betracht kommt, wenn, in den Glaskasten Flüssigkeit eingefüllt wird·.·.· .·
Die eine Seitenwand Α1; Fig. 4, trägt am unteren Innenrand das in Buchstaben abnehmender Gröfse geschriebene Wort »Pulvidensimetro«. Die gegenüberliegende Seitenwand B1, Fig. 5, besitzt eine geringe Neigung und ist, ebenso wie die Wand A1, auf eine gewisse Höhe spiegelnd hergestellt. Das genannte Wort spiegelt sich also in der gegenüberliegenden Wand Bl und von hier aus wieder in der Wand A \ Die Neigung von B1 und die Höhe der spiegelnden Theile sind derart bemessen , dafs sich das Wort vierzehn Mal spiegelt. An den beiden Seiten des Glaskastens sind auf der Grundplatte α eine Saugpumpe r bezw. eine Druckpumpe 5, Fig. 1, 2, 3 und 5, aufgestellt, deren Stiefel aus starken Glasröhren bestehen, welche mit einer Kubikcentimeterscala (s. Fig. 5) versehen sind. Die beiden Kolbenstangen r1 und s1, Fig. 6, der mit Lederliderungen versehenen Kolben sind an eine gemeinschaftliche, mit ~ zwei Handhaben r2 s2 versehene Stellstange t angeschlossen, welche mit einer unter dem Boden des Glaskastens ein- und ausschiebbaren, an beiden Seiten mit Zahnschnitt ausgestatteten Stange u versehen ist.
Diese Zahnstange u gleitet zwischen den beiden Schenkeln siner U - förmigen Feder, Fig. 6, welche an den Schenkelenden Nasen ν ν ι trägt, die in die Zähne der Zahnstange u eingreifen und letztere feststellen. Zum Herausziehen der Zahnstange ist es erforderlich, die beiden Nasen ν ν1 auszuschalten, d. h. die beiden Schenkel der Feder aus einander zu spreizen, wozu man sich zweckmäfsig der in Fig. 6 a dargestellten Zange 5 bedient.
Auf der Grundplatte α ist ferner ein Dreiweghahn P1 eingerichtet, Fig. 2 und 5.
Auf den Pumpenstiefeln sind Holzstützen befestigt, auf welchen Platten y bezw. %, Fig. i, ruhen. Das vordere Ende der Plattey trägt mittelst eines ausschiebbaren Rahmens die Verdampfvorrichtung α' für flüssige Medicamente, Fig. 2; unter derselben ist die mit Weingeist gespeiste Lampe b l angeordnet. Auf dem Verdampfgefäfs a1 ist ein Hahn c1, Fig. 5,. angebracht, auf welchen entweder nur ein graduirtes Probeglas e1 oder aufserdem noch ein Tropfenzähler dl, Fig. 7, geschraubt ist. Auf dem mittleren Theil der Plattform befindet sich ein Verstäuber^1 für pulverförmige Medicamente, Fig. ι und 2, welcher an seinem Halse ■ durch zwei kleine Messingklammern unterstützt wird, von denen die untere auf der Platte y befestigt ist, die obere, sich höher oder tiefer einstellen läfst und das Gelenklager für den Hals der aus Kautschuk bestehenden Birne fl trägt, welche ein im Winkel nach oben gebogenes Mundstück besitzt. Ferner ist auf der Plattform y waagrecht längs des Kastens c ein als Luftfilter dienender, mit Baumwolle gefüllter Glascylinder g1 befestigt. Die Messingdeckel desselben sind mit Rohrstutzen versehen und innerhalb dieser siebartig durchlocht. Auf dem vorderen Theil der zweiten Plattform ^ befindet sich der Gasreinigungsapparat nl, Fig. ι und 3; derselbe besteht aus einem an beiden Enden durch Messingdeckel geschlossenen Glascylinder. Der vordere Deckel ist an drei über einander liegenden Stellen durchlocht; diese Löcher sind mit Drahtsieben bedeckt. Durch die beiden oberen Locher sind Rohre in das Innere des Glascylinders eingeführt, von denen das obere Rohr η2 bis nahe an den gegenüberliegenden Boden reicht und mit einer porösen Masse gefüllt ist, die mit Schwefelsäure getränkt ist. Das von dem mittleren Loch ausgehende Rohr n% ist U-förmig und mit poröser Masse gefüllt, die mit Kalilauge getränkt ist. Der freie Schenkel des Rohres mündet dicht vor dem Deckel des Cylinders. Letzterer ist ebenfalls mit porösen Gesteinsmassen gefüllt, welche mit Kalilauge getränkt sind. Der um das dritte Loch aufsen angeordnete Rohrstutzen dient zur Anbringung eines Schlauches.
Hinter dem Gasreinigungsapparat ist auf der Platte % ein Zerstäuber p1 für Flüssigkeiten aufgestellt, Fig. 2 und 3, welcher aus einer mit Theilung versehenen Krystallglasflasche mit Messingboden besteht.
Zu dem Zerstäuber gehören ferner die in Fig. 9 dargestellten Vorrichtungen N und P, von denen die erstere aus einem runden Bündel von Röhren besteht, welche derart mit einander verbunden sind, dafs in der Mittelachse das Röhrenpaar P Platz finden kann, von denen das eine gerade, das andere am hinteren Ende rechtwinklig nach unten, die vordere Spitze desselben ein wenig nach oben gebogen ist; bei Thätigkeit des Zerstäubers hängt das nach abwärts gebogene Rohrende in der Flüssigkeit des Behälters ρ'..'.'
Längs des Glaskastens ist auf der Platte \ ein Glascylinder hl angeordnet, welcher genau so eingerichtet ist, wie der oben beschriebene Filtercylinder gl.
Auf dem hinteren/ Ende jeder Plattform y bezw. \ befindet sich je eine Lampe /,' bezw. I2. Jede einzelne Lampe ist auf drei über einander legbaren Stäben Z3 aufgestellt, welche durch Gelenke derart mit einander verbunden sind, dafs der Standort der Lampe in entsprechendem Umkreise beliebig verändert werden kann.
Als Zubehörtheile des Apparates kommen ferner in Betracht:
ι. der in Fig. 8 dargestellte Gasometer M, welcher aus einem mit Kubikcentimetertheilung versehenen Krystallglascylinder besteht, der durch zwei Messingkappen geschlossen ist, von denen die als Deckel dienende drei Hähne m2 trägt;
2. die Gesichtshauben S, Fig. 10, ioa und io.b, und das Mundstück Z, Fig. ioc. Letzteres besteht aus einem kleinen, mit Gummiventil versehenen Behälter, in den zwei kurze Rohrstutzen münden, von denen der eine von der zu behandelnden Person in den Mund genommen wird, während über den anderen das Ende des nach dem Apparat führenden Gummischlauches gezogen wird;
3. eine Anzahl Gummischläuche T1',·welche zur Verbindung der einzelnen Sondervorrichtungen mit den Hähnen des Glaskastens dienen;
4. die Speiseröhrensonde Q, Fig. 11, welche aus zwei Röhren zusammengesetzt ist, die am Ende gabelartig abgebogen und an den an einander liegenden Enden mit seitlichen Austrittsöffnungen versehen sind;
5. der für das Gasathmen bestimmte, beii?1 gegabelte Respirationsschlauch R, Fig. 12, in welchen ein kleiner Condensationswassersammler R2 eingeschaltet ist; in den beiden Gabelenden befindet sich je ein Ventil, von denen das eine als Saug-, das andere als Druckventil wirkt.
Die Wirkungsweise des beschriebenen Appa^ rates erhellt am deutlichsten aus einigen Beispielen seiner praktischen Verwendung.
Angenommen, die zu behandelnde Person soll eine bestimmte Menge von mit Medicamentdämpfen geschwängerter Luft athmen, so stellt man die Scheidewand T mittelst der Spindel ρ von der Kurbel q aus zunächst auf den vom Arzt bestimmten Kubikinhalt ein. Hierbei wird das Innere des Glaskastens mit dem einen Filter gl oder h1 in Verbindung gesetzt, so dafs nur gereinigte Luft in den Glasbehälter eintritt. Der Aufsatz e1 des Verdampfungsgefäfses a * wird mit der erforderlichen Menge des betreffenden Medicatnentes (Flüssigkeit) gefüllt und der Behälter a ] durch die Lampe b l erhitzt. Die nach und nach in den Behälter niedertropfende Flüssigkeit wird in a' verdampft und durch Oeffnen des betreffenden Verbindungshahnes in den abgetheilten Raum des Glaskastens eingeleitet.
Je. nach dem nun von den vierzehn Spiegelungen des Wortes »Pulvidensimetro« eine gröfsere oder geringere Anzahl nicht mehr sichtbar wird, läfst sich auf eine entsprechend stärkere oder geringere Schwängerung der Luft mit Medicamentdämpfen schliefsen. Die Spiegelflächen des Glaskastens werden hierbei durch die beiden Lampen Z1 und I2 geeignet beleuchtet.
Die Dichtigkeit der aus Luft und den Medicamentdämpfen bestehenden Mischung läfst sich durch Verschiebung der Scheidewand T geeignet regeln. Nachdem dann die zu behandelnde Person das Mundstück des auf das vordere Ende des Rohres A aufgezogenen Schlauches in den Mund genommen hat, wird die Verbindung zwischen dem Rohr A und dem Glaskasten geöffnet, so dafs die in letzterem enthaltene medicinische Mischung eingeathmet werden kann. Bei diesem Einathmen zeigt das Thermometer g die Temperatur der Mischung und der Athemmesser k die eingeathmete Menge an.
Soll die Luft des Behälters mit einem gewissen Gase geschwängert werden, so verbindet man einen Hahn m2 des Gasometers M durch einen Schlauch mit dem auf dem untersten Loch des Gasreinigers befindlichen Rohrstutzen. Der oberste Rohrstutzen wird an einen der Hähne f angeschlossen. An einen der kleinen Hähne Z wird das mit Saugventil versehene Ende des gegabelten Schlauches R, Fig. 12, angeschlossen, das andere Ende wird mit dem über dem mittleren Loch des Gasreinigers ηΛ befindlichen Rohrstutzen verbunden. Auf dem vorderen Ende des Rohres R wird eine Maske angebracht, welche der betreffende Kranke über den Mund bezw. die Nase fügt, so dafs derselbe also durch den einen Schenkel des Rohres jR die Gasmischung einathmet, während
die von demselben ausgeathmete Luft durch den mit Druckventil versehenen Schenkel in das Rohr w2 tritt und hier, sowie in dem Gasreiniger von Kohlensäure und Wasserdampf befreit wird. : Der bereits in dem Schlauch condensirte Theil des Wasserdampfes sammelt sich in dem Behälter Ri an.
Soll die Luft des Gasbehälters mit einem pulverförmigen Medicament geschwängert werden, so benutzt man den aus einer Kautschukbirne bestehenden Verstäubungsapparat f1, in welchen die erforderliche Pulvermenge eingefüllt wird. Die Menge. des eingeblasehen Pulvers läfst sich durch das Verschwinden der bezüglichen Anzahl von Spiegelungen des Wortes »Pulvidensimetro« leicht controliren.
Handelt es sich um die Einführung von Verbrennungsdämpfen fester Medicamente in den Glasbehälter c, so ersetzt man das Gefäfs al durch den Gasometer M, verbrennt in diesem die betreffende Masse und leitet die sich entwickelnden Dämpfe in den Glasbehälter c. Im übrigen verfährt man wie oben. Sollen FlUssigkeitsnebel benutzt werden, so wird der Glasbehälter an die Drückpumpe angeschlossen und ferner durch ein T- Rohr einerseits mit dem einen Ende des in Fig. 9 dargestellten Rohrbündels N, andererseits mit dem hinteren Ende des zum eigentlichen Zerstäuber P, Fig. g," gehörigen geraden Rohres verbunden. Das zweite Ende des Rohr-' bündeis "N ist an den Schlauch zum Einathmen angeschlossen. Der eigentliche Zerstäuber P, welcher mit dem vorderen Theile in dem Rohrbündel N untergebracht ist, wird mit dem abgebogenen Rohrende in den Behälter ρ' bezw. in die Flüssigkeit desselben eingehängt. Die bei der Thätigkeit der Pumpe durch letzteres Rohr JV hindurchgedrückte und an der aufwärts gekrümmten Spitze des" im rechten Winkel gebogenen Rohres vorbeistreifende Luft wirkt in der bekannten Weise saugend und zerstäubend auf die Flüssigkeit ein. Der gebildete Nebel wird durch die Druckluft des Rohrbündels N kräftig vorwärts gestofsen und kann der nach dem Mundstück führende Schlauch bis 2 m lang sein.
'Die in der Abtheilung des Glasbehälters erzeugte Gas- und Luft- bezw. Dampf- oder: Nebel- und Luftmischung steht für gewöhnlich unter Atmosphärendruck. Sie kann jedoch durch Thätigkeit der Pumpen, welche durch geeignetes Einstellen des Dreiweghahnes mit dem Glasbehälter in Verbindung gebracht werden kann, entweder beständig unter höherem oder niederem Druck oder auch unter abwechselnd höherem und niederem Druck gehalten werden. Der Apparat kann 'auch dazu benutzt werden, mittelst geeigneter Sonden zugängliche, innere Körperräume mit Wasser oder ,anderer geeigneter Flüssigkeit auszuspülen. " ■-.■■■ '
Die Glaskammer wird mit der erforderlichen Menge Flüssigkeit gefüllt und letztere durch1 mittelst der Druckpumpe über derselben eingeprefste Luft durch die Sonde hindurchgedrückt. Die Sonde besitzt noch einen zweiten Schlauch, welcher an den Gasometer M angeschlossen' wird. Letzterer steht mit der Saugpumpe in Verbindung, so dafs also durch diesen zweiten Schlauch die durch die Sonde in die Körperhöhle eingeführte Flüssigkeit beständig wieder' abgesogen wird, was den Vortheil bietet, dafs' in der in der Körperhöhle befindliclieh' Flüssigkeitsmenge eine gewisse Wirbelströmung entsteht, welche den Reinigungspro cefs wesent-' lieh fördert. „ ■ .. , ', \ 7 ; ' '
Zufolge dieser beständigen Absaugung der Flüssigkeit ist es sogar ■ möglich, . gifthaltige' Lösungen zum Aetzen wunder Magenstellerj: zu benutzen, da durch diese; sofortige. Absaugung eine Aufnahme des Giftes durch den Magen verhütet wird. , . ,

Claims (3)

  1. : Patent-Ansprüche: ,
    iv Ein Apparat, zur Herstellung von mit medicinischen Gasen bezw. Dämpfen oder zerstäubten Massen in bestimmten regulirbaren Verhältnissen geschwängerter Luft
    . für Respirationszwecke, bestehend aus einem aus Glasplatten gebildeten Behälter c, Fig. 4, mit der durch Schraubenspindel ρ verstellbaren inneren Scheidewand T mit Hähnen/ und Z besetzten Platte e zur Regelung der Dichtigkeit der in c befindlichen Luftmischung und einem Rohre A mit Thermometer g und Flügelrad i eines
    ; als Athemmesser wirkenden Zählwerks.
  2. 2. Die Anordnung zweier bis zu gewisser Höhe spiegelnd ausgebildeter Glasplatten für zwei gegenüberliegende Seitenwände A1 und B1 des Glasbehälters, wobei auf der einen Spiegelplatte eine aus Buchstaben von abnehmender Gröfse bestehende Aufschriftangebracht und die gegenüberliegende Spiegelplatte derart schräg eingestellt wird, dafs diese Aufschrift sich in beiden Wänden; mehrfach hin und her wiederspiegelt, zum Zweck, aus der Anzahl der Spiegelungen der Aufschrift, nach welcher Anzahl letztere; unsichtbar wird, eine stärkere ;,:ö'äer"'ge,4 ringere Schwängerung der in' dem Behälter C befindlichen Luff mit Medicahieritdämpfen
    . zu ersehen., . ' . ' : ' ' . ·
  3. 3. Die Corfibination.des durch die Ansprüche 1; und 2. gekennzeichneten Glasbehälters c
    ' mit einer /Luftdruckpumpe r und einer Luftsaugpumpe' 5, deren Kolbenstangen rl und JS V an eihe'mit 'Handgriffen ,r2 und s2 versehene Stange t angeschlossen sind,"
    welche letztere mit der aus doppelter Zahnstange u und der mit Nasen vv1 versehenen U-förmigen Feder bestehenden Stellvorrichtung ausgestattet ist, zum Zweck, die dem Glasbehälter zuzuleitende Luft unter höheren oder niederen bezw. abwechselnd höheren und niederen Druck zu bringen. Die Combination der durch die Ansprüche i., 2. und 3. gekennzeichneten Einrichtung mit einem Flüssigkeits - Verdampfungsgefäfs α1, einem Verstäuber/1 für pulverförmige Massen, einem Zerstäuber ρτ N P für Flüssigkeiten, einem Gasometer M, einem Gas- und Luftreinigungsapparat n1 n2 M3, zwei Luftfilterröhren g1 und /i1 und zwei zur Beleuchtung der spiegelnden Glaswände dienenden Lampen l\ und /2.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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