DE4008702A1 - Fahrzeugkarosserie mit einer scheibe - Google Patents

Fahrzeugkarosserie mit einer scheibe

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    • B60—VEHICLES IN GENERAL
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    • B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine in einer Fahr­ zeugkarosserie aufgenommene Scheibe mit einem Rahmen gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Eine gattungsgemäße Scheibe ist aus der DE-OS 28 55 050 bekannt. Der die Scheibe aufnehmende Rahmen ist auf seinem Umfang mit Befestigungsstiften versehen, welche durch entsprechende Löcher in einem den Fensteraus­ schnitt begrenzenden Flansch hindurchgeführt sind. Zur Halterung des Rahmens sind von der Innenseite des Fahr­ zeuges aus auf jeden Befestigungsstift eine Unterleg­ scheibe und eine Mutter aufgebracht. Die Befestigungs­ elemente werden aus optischen Gründen, aber auch aus Sicherheitsüberlegungen gewöhnlich durch Verkleidungs­ teile abgedeckt, was in der Anmeldung nicht im ein­ zelnen dargestellt ist. Zum Auswechseln der Scheibe müssen deshalb diese Verkleidungsteile entfernt werden.
Nach einer aus der EP 02 42 223 bekannten Lösung wird eine dreieckförmige Seitenscheibe auf einer Seite ebenfalls verschraubt, während die beiden anderen Seiten am Rah­ men angeordnete Rastelemente aufweisen. Zur Befestigung der Seitenscheibe mittels der Rastelemente ist es nur notwendig, die Rastelemente in zugeordnete Öffnungen in einem Flansch der Fahrzeugkarosserie einzuführen und die Scheibe anzudrücken. Dabei hintergreifen federnde, mit Zacken versehene Bügel der Rastelemente den Flansch und sichern dadurch die Verbindung. Zum Auswechseln der Scheibe ist es auch bei dieser Lösung notwendig, daß die Befestigungselemente bzw. Rastelemente vom Fahr­ gastraum aus zugänglich gemacht werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine gat­ tungsgemäße Scheibe mit einem Rahmen so auszubilden, daß sie einfach montierbar und wieder leicht demontier­ bar ist, und zwar ohne daß irgendwelche Befestigungs­ elemente vom Fahrgastraum aus gelöst werden müssen.
Die Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst.
Die Montage der Scheibe mit dem neuen Rahmen erfolgt in der Weise, daß die Seite des Rahmens mit den Haltetei­ len schräg an den Fensterausschnitt angesetzt wird, wobei die Halteteile in zugeordnete Aufnahmen der Fahr­ zeugkarosserie eingreifen, eine Ausrichtung der Scheibe - zweckmäßig zu einer Ecke hin - durchgeführt wird und anschließend der Rahmen mit der Scheibe in die Einbau­ lage verschwenkt wird. Auf zumindest einer der Seiten, die der die Halteleiste aufweisenden Seite gegenüber­ liegt, wird abschließend der Rahmen von außen her mit der Fahrzeugkarosserie verschraubt oder vernietet. Wenn der Rahmen mit der Scheibe entfernt werden soll, ist es nur notwendig, von außen her die Befestigungselemente zu lösen bzw. aufzubohren, die Scheibe anzukippen und herauszunehmen. Es ist also nicht notwendig, daß vom Fahrgastraum her irgendwelche Verkleidungsteile, Dämpfungsmaterialien etc. zum Ausbau der Seitenscheibe entfernt werden müssen. Ein Ausbau von feststehenden Scheiben, insbesondere Seitenscheiben von Kraftfahrzeu­ gen kann beispielsweise dann notwendig werden, wenn der die Scheibe umgebende Abschnitt der Fahrzeugkarosserie nachlackiert werden muß. Auch bei der Fahrzeugherstel­ lung kann es manchmal notwendig sein, die Seitenscheibe nochmals herauszunehmen.
Die Befestigung des Rahmens auf seiner den Halteteilen gegenüberliegenden Seite erfolgt zweckmäßig durch Schrauben oder Nieten. Bei der Großserienfertigung hat es sich als zweckmäßig erwiesen, den Rahmen durch Blindniete an der Fahrzeugkarosserie zu befestigen. Wenn die Scheibe mit dem Rahmen ausgebaut werden soll, müssen die Nieten nur aufgebohrt und durch neue ersetzt werden. Wenn kein Blindnietgerät vorhanden ist, kann die Befestigung natürlich auch mittels Blechschrauben erfolgen. In gleicher Weise ist es möglich, gleich von Anfang an anstelle der Blindniete Schrauben vorzusehen.
Es ist zweckmäßig, wenn die Halteteile und die Aufnah­ men derart ausgebildet sind, daß die eingeführten Hal­ teteile mit den Aufnahmen verrasten, wenn der Rahmen in die Einbaulage verschwenkt wird.
Besonders vorteilhaft ist, wenn die Scheibe mit dem Rahmen ein hinteres Seitenfenster bildet, welches sich an eine Seitentüre anschließt, und daß diejenige Seite, über die der Rahmen mit der Fahrzeugkarosserie ver­ schraubt oder vernietet ist, sich an die Seitentüre anschließt, derart, daß bei geöffneter Seitentüre die Befestigungselemente zugänglich sind. Diese Ausgestal­ tung stellt sicher, daß zum einen die Befestigungsele­ mente von außen zugänglich sind; andererseits die Be­ festigungselemente jedoch bei geschlossener Fahrzeugtü­ re nicht sichtbar und nicht zugänglich sind, so daß die Diebstahlsicherheit gewährleistet ist.
Bei der vorgeschlagenen Scheibenbefestigung hat es sich als Vorteil erwiesen, wenn der Rahmen in an sich be­ kannter Weise an die Scheibe angespritzt ist. Dabei können auch die Halteteile, beispielsweise Klammern, vor dem Umspritzen der Scheibe in deren Randbereich aufgeschoben sein.
Gemäß einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung kann der Rahmen eine Dichtung aufnehmen, wel­ che an einem etwa parallel zur Scheibe verlaufenden Flansch der Fahrzeugkarosserie anliegt. Während der Rahmen nur der Halterung der Scheibe dient, und dafür optimal ausgebildet sein kann, wird die Abdichtung des Rahmens gegenüber der Karosserie durch eine separate Dichtung gebildet. Eine unmittelbare Abdichtung zwi­ schen dem Rahmen und der Fahrzeugkarosserie durch den Rahmen selbst ist meist aufgrund vorhandener Toleranzen nicht oder nur mit großem Aufwand möglich.
Die Dichtung kann beispielsweise durch eine Lippe oder zweckmäßig durch ein Hohlprofil gebildet sein. Es ist möglich, die Dichtung einstückig an den Rahmen anzufor­ men. Um die Dichtung optimal auszubilden und insbeson­ dere auch ein Hohlprofil realisieren zu können, ist es von Vorteil, wenn die Dichtung in einer Rinne am Rahmen gehalten ist.
Schließlich kann gemäß einer vorteilhaften Ausgestal­ tung der Erfindung der Rahmen auf der Seite, über die er mit der Fahrzeugkarosserie verschraubt oder vernie­ tet ist, eine elastische Lippe aufweisen, welche die Befestigungselemente abdeckt. Wenn die Scheibe mit dem Rahmen ein hinteres Seitenfenster bildet, welches sich an eine Seitentüre anschließt, dann werden die Befesti­ gungselemente zweckmäßig nicht senkrecht zur Fläche der Scheibe, sondern von der Seite her, nämlich durch den Türrahmen in den Rahmen für die Scheibe eingedreht. Die an den Rahmen angeformte Lippe müßte, um die Befesti­ gungselemente abzudecken, dann zur Scheibenfläche einen etwa rechten Winkel einschließen und in den Türaus­ schnitt hineinragen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeich­ nung dargestellt und wird nachfolgend näher beschrie­ ben. Es zeigt
Fig. 1 eine Scheibe mit einem Rahmen, welche ein hinteres Seitenfenster eines Personenkraftwa­ gens bildet während des Montagevorganges,
Fig. 2 die Scheibe mit dem Rahmen aus Fig. 1 von hinten gesehen,
Fig. 3 die Einzelheit R aus den Fig. 1 und 2 in Explosionsdarstellung,
Fig. 4 die Befestigung des Rahmens über die in Fig. 3 dargestellten Befestigungswinkel an der Fahr­ zeugkarosserie,
Fig. 5 das Einsetzen des Rahmens, wobei am Rahmen befestigte Halteteile in die an der Fahr­ zeugkarosserie festgelegte Aufnahmen eingrei­ fen,
Fig. 6 eine der Fig. 6a entsprechende Darstellung mit in Einbaulage befindlichen Rahmen (Schnitt A-A gemäß Fig. 1),
Fig. 7 in Einbaulage den Schnitt B-B gemäß Fig. 1 und
Fig. 8 in Einbaulage den Schnitt C-C aus Fig. 1.
Eine in Fig. 1 dargestellte dreieckförmige Scheibe 11 ist in einen Rahmen 13 aufgenommen, welcher durch Um­ spritzen der Scheibe 11 erzeugt wurde. Die Scheibe 11 bildet ein hinteres Seitenfenster eines Personenkraft­ wagens, welcher sich an eine Seitentüre anschließt (nicht dargestellt). Zwischen der Seitentüre und dem Scheibenrahmen erstreckt sich eine etwa senkrechte Säule 15 der Fahrzeugkarosserie.
Zur Befestigung des Rahmens in dem Fensterausschnitt der Fahrzeugkarosserie sind an der Rückseite der der Säule 15 zugewandten Seite des Rahmens Befestigungswin­ kel 17 und auf der gegenüberliegenden Seite Halteteile 19 angeordnet, wie dies aus Fig. 2 zu ersehen ist. Fig. 3 zeigt die Einzelheit R aus Fig. 2, nämlich einen Be­ festigungswinkel 17 vor seiner Festlegung an dem Rand der Scheibe. Dies kann, wie vorstehend ausgeführt, vor dem Umspritzen erfolgen oder, wie in Fig. 3 darge­ stellt, nachträglich geschehen. Dazu ist in dem Rahmen eine entsprechende Aussparung 21 vorgesehen, über wel­ che der Befestigungswinkel nachträglich eingeschoben ist. Der Befestigungswinkel 17 kann dabei entweder die Außenseite der Scheibe übergreifen oder in eine Klammer 23 mit einer Tasche eingreifen, wie dies etwa in Fig. 8 dargestellt ist. Die Klammer 23 wird - wie auch die Halteteile 19 - vor dem Umspritzen der Scheibe 11 auf diese aufgebracht.
Fig. 4 zeigt die Befestigung des Rahmens 13 an der Säule 15. Die Befestigung erfolgt durch je einen Blind­ niet 25, welcher durch eine Öffnung 27 in dem Befesti­ gungswinkel 17 und eine Bohrung 29 in der Säule 15 hindurchgeführt wird. Wie die Zeichnung zeigt, ist an der Säule 15 im Bereich der Befestigungswinkel 17 eine elastische Unterlage 31 aufgebracht.
Die Befestigungswinkel 17 und nach erfolgter Befesti­ gung auch die Köpfe der Blindniete 25 sind durch eine an den Rahmen einstückig angeformte Lippe 37 abgedeckt. Zum Setzen der Blindniete 25 muß die Lippe 33 deshalb im Bereich der Befestigungsstellen angehoben werden.
In den Fig. 5 und 6 (entsprechend dem Schnitt A-A aus Fig. 1) ist das Einsetzen des Rahmens 13 im Bereich der Dachsäule 35 dargestellt. Dazu wird der Rahmen 13 schräg angesetzt, wobei darauf zu achten ist, daß die am Rahmen 13 fixierten Halteteile 19 in zugeordnete Aufnahmen 41 an der Dachsäule 35 eingreifen. Nun kann der Rahmen noch zu dem Fensterausschnitt eingerichtet und eine Sichtkontrolle der Lage durchgeführt werden. Anschließend wird der Rahmen 13 auf die Säule 15 zu in die Einbaulage verschwenkt. Dabei verrasten die Halte­ teile 19 mit den Aufnahmen 41, wodurch eine sichere Be­ festigung des Rahmens 13 mit der Dachsäule 35 erreicht ist.
Aus Fig. 6 ist zu erkennen, daß der Rahmen 13 an seiner Innenseite eine Rinne 45 aufweist, welche klemmend einen Fuß 47 einer Dichtung 49 mit einem Hohlprofil 51 aufnimmt. Im Einbauzustand des Rahmens 13 liegt das Hohlprofil unter Vorspannung an dem Flansch 37 an, wie dies die Fig. 6, 7 und 8 deutlich zeigen.
Fig. 7 zeigt einen Schnitt durch den horizontalen, nicht an der Karosserie befestigten Abschnitt des Rah­ mens 13.
Schließlich ist in Fig. 8 ein Schnitt durch die Befe­ stigungsstelle an der Säule 15 dargestellt. Die an den Rahmen 13 einstückig angeformte Lippe 33 steht etwa rechtwinkelig von der Scheibe 11 ab und überdeckt die Befestigungswinkel 17 und die Blindniete 25.
Durch die vorgeschlagene Befestigung ist eine schnelle Montage und Demontage möglich. Die Verrastung des Rahmens 13 im Bereich der Dachsäule 35 bildet ein zweiwertiges Lager, wobei der hörbare Schnappeffekt eine gute Kontrolle für die richtige Montage darstellen kann.

Claims (10)

1. In einer Fahrzeugkarosserie aufgenommene Scheibe mit einem Rahmen und am Rahmen angeordneten Befe­ stigungselementen, mittels derer der Rahmen lösbar an der Fahrzeugkarosserie befestigbar ist, dadurch gekennzeichnet,
  • - daß eine Seite des Rahmens (13) mindestens ein Halteteil (19) aufweist,
  • - daß die Halteteile in zugeordnete Aufnahmen (41) an der Fahrzeugkarosserie eingreifen, derart, daß die Halteteile (19) ab einer bestimmten Winkellage in die Aufnahmen (41) einschiebbar sind und von der Einführposition über die Bewe­ gung des Rahmens (13) in die Einbaulage in ihre Halteposition verschwenkt werden,
  • - und daß zumindest auf einer der Seiten, die der die Halteteile (19) aufweisenden Seite gegenüber liegt, der Rahmen (13) mit der Fahrzeugkarosse­ rie verschraubt oder vernietet ist.
2. Scheibenbefestigung nach Anspruch 1, dadurch ge­ kennzeichnet, daß die Halteteile (19) und die Auf­ nahmen (41) derart ausgebildet sind, daß die einge­ führten Halteteile (19) mit den Aufnahmen (41) verrasten, wenn der Rahmen (13) in die Einbaulage verschwenkt wird.
3. Scheibenbefestigung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Scheibe (11) mit dem Rahmen (13) ein hinteres Seitenfenster bildet, welches sich an eine Seitentüre anschließt, und daß diejenige Seite, über die der Rahmen (13) mit der Fahrzeugka­ rosserie verschraubt oder vernietet ist, sich an die Seitentüre anschließt, derart, daß bei geöffne­ ter Seitentüre die Befestigungselemente zugänglich sind.
4. Scheibenbefestigung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Rahmen (13) in an sich bekannter Weise an die Scheibe (11) ange­ spritzt ist.
5. Scheibenbefestigung nach Anspruch 4, dadurch ge­ kennzeichnet, daß die Halteteile (19) vor dem Um­ spritzen der Scheibe in deren Randbereich aufge­ schobene Klammern sind.
6. Scheibenbefestigung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Rahmen (13) eine Dichtung (49) aufnimmt, welche an einem etwa paral­ lel zur Scheibe (11) verlaufenden Flansch der Fahr­ zeugkarosserie anliegt.
7. Scheibeneinfassung nach Anspruch 6, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Dichtung (49) ein Hohlprofil (51) ist.
8. Scheibeneinfassung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtung an den Rahmen (13) einstückig angeformt ist.
9. Scheibeneinfassung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtung (49) in einer Rinne (45) am Rahmen (13) gehalten ist.
10. Scheibeneinfassung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Rahmen (13) auf der Seite, über die er mit der Fahrzeugkarosserie verschraubt oder vernietet ist, eine elastische Lippe (33) aufweist, welche die Befestigungselemen­ te abdeckt.
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