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Bunkerauslaß. In der Patentschrift 396o26 ist dn Bunkerauslaß beschrieben,
dessen Kennzeichen darin besteht, daß die nach * unten sich verjüngende Ausläßschnauze
ein in bezug auf die Weite der Bunkerauslaßöffnung schmales, endloses und mechanisch-
zu betreibendes Fördermittel besitzt, welches gleichzeitig den Bodep der Schnauze
ausmacht.
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Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist nun eine weitere Ausbildung
der genannten Einrichtung> in derRichtung, daß die Schnauze einen festen Bvden erhält,
der beliebig viele nebeneinanderliegende Rinnen aufweist, in welchen je eirr *endloses
Fördermittel, wie z. B. eine Mitriehmerkette, sich-bewegt. Diese Einrichtung bei
Bunkerauslässen bedingt eine Reihe von techm.'schen und auch von wirtschaftlichen
Vorteilen, die sich insbesondere in einer einfachen und unempfindlichen Konstruktion
für die Pördereinrichtung des Ausiasses sowie in einer namhaften Hembsetzung der
Gestehungs- und der Betriebskosten äußern. AußesdemgestattetdieseEinrichtung eine
schärfere Abstufung bei der. `Materialentnahme aus dem Bunker, weil entsprechend
den jeweiligen Bedürfnissen entweder gleichzeitig alle eine Auslaßöffnung bedienenden
Fördermittel oder auch nur einzelne derselben für die gleiche Arbeitsvenichtung
herangezogen werden können. Die Weite der Bunkerauslaßöffnung ist nicht mehr, wie
bisher an die Breite des Fördermittets, gebunden und letzteres ist von dem Bunkerinhalt
in -weitgehendstem Maße entlastet und daher mit wenig Energieverausgabung zu betreiben.
,Auf der Zeichnung sind zwei beispielsweise Auslaßkonstruktionen gemäß der Erfindung
in schematischer Darstellung veranschaulicht.
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Abb. i und 2 zeigen einesolche mit Doppelrinnenboden in einem Längsschnftt
und in einer entsprechenden Vorderansicht.
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Abb. 3 und 4 zeigen in gleichenDiarstellungen eine Auslaßschnauze,
bei welcher in dem Auslaßboden vierRinnen mit entsprechendvielen Mitnehmerketten,
von denen jede für sich angetrieben werden kann, vorgesehen sind.
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Entsprechend den Abb. i und 2 stellt sich das aus dem Bunker a durch
die öffnung b
in die Schnauzec austretende Gut in dieser mit natürlicher Böschung
iso ein, daß sein Böschungsfuß bis nahe an die Abfallkante d
der Schnauze
c heranreicht. Der-Boden dieser Schnauze ist in W-Form gehalten, so daß zwei Rinnen
e, e' entstehen, in welchen je eine endlose Mitnehmerkette
f, f', die beiderends über Rollenpeare g, g' und
h, W laufen, geführt sind. je eines der erwähnten Rollenpaiare sitzt auf
einer gemeinsämen Welle i oder k, von denen z. B. die Welle k mittels
Handkurbel 1
oder auch mittels Motors l' (Abb. 4) direkten Antrieb
erhält: Den Eintritt der Mitnehmerketten f, f' in die Schnauze c ermöglichen
entsprechende öffnungen m in der Absturzwand -m.
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Sinngemäß ist auch die Konstruktion entsprechend den Abb.
3 und 4 mit dem Unterschiede, daß hier die Auslaßöffnung
b seitlich
am Bunker a vorgesehen ist, daß der Schnauzenboden eine,große Anzahl von Rinnen
e, e'
aufweist, und daß außerdem bei dem Antrieb
| für die Mitnebmerketten f, f' Mittel für |
| Einzelantrieb vorhanden sind. Sekte Mittel |
| sind z.B. Kupplungshälften ##Cif erVer- |
| bindung mit den Antriebs ,rollen und |
| entsprechende Kupplungsgege1131. e.u o' in |
durch Handhebel q, q' verschie13barer Anordnung auf der Antriebswelle
k. Beide Konstruktionen sehen im übrigen noch eine Pendelklappe r vor, die
beim Einfüllen in den Bunker das Materialausspritzen aus der Schnauze c verhindert
und beim Abfüllen aus dem Bunker als Schichtregler fÜr das Abfüllgut Verwendung
findet.
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Die Wi-rkungsweise der so beschriebenen anrkhtung ist wie folgt: Der
aus der Auslaßöffnung b ausströmende Gutsstrom füllt die Schnauze c mit nach
der Abwurfkante d abfallender Böschungsfläche an. Hierbei legt sich die Pendelklappe
r, deren Gewicht zweckmäßig ausgeglichen ist, vor den Böschungsfuß und verhindert
so das Abfallen von Gutsstücken, wodurch die Betriebssiellerheitgmvalirtbleit)t.
Zum#Zweckedes Abfüllens werden nun die Mitnehmerketten f,f'... bewegtundhierdurchdasGleichgewicht
der ruhenden Masse gestört. Dieselbe kormnt zum Abfördern, welches in der Folge
durch entsprechendes öffnen der Pendelklappe sowie durch Inanspruchnahme einer entsprechenden
Zahl von Mitnehrnerketten zwischen höchster und kleinster Leistung in zweckerforderlicher
Abstufung geschehen kann. Hierbei ist die Kraftverausgabung für den Betrieb des
oder der. Fürdermittel infolge ihrer kleinen ' Iastflächen nur gering und
dementsprechend wirtschaftlich.
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Außer den beschriebenen Konstruktionsbeispielen sind noch viele andere
möglich, sie fallen alle unter die Erfindung, sofern sie einen Bunkerauslaß mit
in Rinnen unterteiltem Auslaßboden und in den Rinnen geführten Fördermittel betreffen.