-
Stehfähiges Plakat. Gegenstand der Erfindung ist -ein sowohl durch
Aufhängen an der Wand wie auch frei stehend bzw. in Anlehnung an einen festen Gegenstand
zu benutzendes, einen Bogen mit Plakataufdruck o. dgl. aufnehmendes Plakat aus Wellpappe,
dessen Eigentümlichkeit darin besteht, daß es, um es auch gegenüber quer zur Richtung
der Wellen auftretenden Biegungsbeanspruchungen widerstandsfähig zu machen, in besonderer
Weise ausgebildet ist. Die Verwendung von Wellpappe an sich bietet eine Reihe erheblicher
Vorteile. Zunächst ist bei gleicher Stehfähigkeit der betreffenden Plakate sowohl
bei Aufstellung mit senkrecht verlaufenden Wellen als auch mit querliegenden Wellen
das Gewicht ein erheblich niedrigeres. Materialpreise, Gestehungskosten und Frachtkosten
sind niedrig. Ferner ist das neue Plakat dauerhaft, da es bei starken, auf Biegung
gerichteten Beanspruchungen nicht knickt wie die gewöhnlichen Pappenplakate, sondern
in jeder Richtung genügend nachgeben kann, ohne beschädigt zu werden. Das neue Plakat
läßt sich ferner sowohl bei Verwendung als Stehplakat wie auch beim Aufhängen bequem
an gewölbte Anlageflächen, beispielsweise Säulen u. dgl. anpassen. Ein weiterer
wesentlicher Vorteil besteht darin, daß sich das neue Plakat leicht aufrqllen läßt,
ohne daß die Gefahr einer Zerknitterung oder sonstigen Beschädigung besteht. Das
ist besonders für den Versand einzelner oder weniger Exemplare von Bedeutung. Ein
solcher Versand kann auch bei großen Abmessungen -als Briefsendung in Rollenform
erfolgen. Dabei ist es be,-onders wichtig, daß die gemäß der
Erfindung
ausgeführten Plakate auch gegenüber quer zur Wellenrichtung auftretenden Biegungsbeanspruchungen
genügend steif sind, uin mit wagerecht verlaufenden Wellen aufgestellt werden züi
können. Da Plakate gewöhnlich in der Weise ausgeführt sind, daß sie mit ihren die
größten Längen aufweisenden Seitenkanten senkrecht stehen, ergibt sich so die Mö"lichkeit,
durch Aufrollen des Plakats eine Rolle zu bilden, deren Länge derjenigen der Schmalseite
des Plakats entspricht, wcdurch sich in vielen Fällen noch die Möglichkeit ergibt,
das Plakat als Brief o. dgl. in Form einer die zulässigen Abmessungen in der Länge
nicht überschreitenden Rolle zu versenden. Schließlich ist a:s Vorteil der Verwendung
von Wellpappe als Versteifungsunterlage noch hervorzuheben, daß derartige Plakate
nicht, wie es bei den bisher üblichen häufig geschieht, unter Beeinträchtigung ihres
eigentlichen Verwendungszweckes als Schreibunterlage odtr sogar unmittelbar als
Schreibmaterial benutzt werden können.
-
Die Vorbereitung der Wellpappe für den Zweck der Erfindung erfolgt
zweckmäßig in der Weise, daß man die Pappe in winklig zu den Wellen verlaufenden
Linien, die einen gegenseitigen Abstand von einigen Zentimetern aufweisen können,
mit Einpressungen versieht, die die Wellen in Form von Querrippen durchsetzen, vorteilhafterweise
derart, daß die Querrippen der einzelnen Wellen in ihrer Aneinanderreihung wieder
eine oder mehrere dicht nebeneinanderliegende Wellen ergeben, die senkrecht zu den
ursprünglichen Wellen verlaufen. Diese Querwellen bzw. Querwellengruppen erhalten
aber, wie bereits angedeutet, erheblich größere gegenseitige Abstände.
-
Die Ausführung kann z. B. in der Weise geschehen, daß man die Wellpappe
durch ein Walzenpaar laufen läßt, von dem eine `Falze eine vorspringende Ringleiste
a aufweist, während die Gegenwalze mit einer entsprechenden Nut b sowie gegebenenfalls
mit zwei die- e Nut begrenzenden Ringleisten c, c versehen ist, wie Abb. i der Zeichnung
schematisch andeutet. Es ergeben sich dann quer zu den ursprünglichen Wellen d verlaufende
Wellen e (vgl. Abb. 2), die in ihrer Gesamtheit üie Wellpappe auch gegenüber quer
zu den ursprünglichen Wellen gerichteten Beanspruchungen genügend starr machen,
ohne die Möglichkeit, das Pappenstück in dieser Richtung aufzurollen, auszuschließen.
-
Die Wellen e brauchen nicht unbedingt senkrecht zu den Wellend zu
verlaufen. Sie können vielmehr auch mehr oder weniger schräg dazu angeordnet sein.
Auch der Abstand voneinander kann größrr oder geringer sein als in der Zeichnung
dargestellt. Es genügt aber ein Abstand, der um ein Mehrfaches größer ist als der
Abstand der ursprünglichen Wellen. Die Erfindung ist auch nicht auf die in den Abb.
i ur_d 2 veranschaulichte Form der Einpressrn,-en beschränkt. Wesentlich ist, daß
die Einpressungen in der Weise erfolgen, daß dadurch die erforderliche Steifheit
in der Querrichtung erzielt wird. Im allgemeinen wird es allerdings zur Erreichung
dieses Zweckes erforderlich sein, die ursprünglichen Wellen mit mehr oder weniger
quer zii ihnen verlaufenden Rippen auszustatten. Es ( mpfiehlt sich übrigens, die
Einpressungen wie in Abb. i angedeutet abwechselnd von verschiedenen Seiten her
anzubiingen, was beispielsweise dadurch geschehen kann, daß man die Walzen zur Herstellung
der Einpressungen entsprechend abwechselnd profiliert.
-
Nachdem die Plakate in der geschilderten Weise mit Einpressungen versehen
sind, wird eine Seite zunächst in der auch sonst üblichen Weise mit einem Papierbogen
beklebt und auf diesen Bogen dann der eigentliche Plakatbogen aufgeklebt. Die Anbringung
der versteifenden Einpressungen kann aber auch nach dem Aufkleben des Papierbogens
erfolgen. Dagegen muß der den eigentlichen Plakatdruck enthaltende Bogen natürlich
nach er folgten Bearbeitung aufgeklebt werden.