DE38662C - Neuerungen in dem Verfahren und an Apparaten zum Walzen von Tafelglas - Google Patents
Neuerungen in dem Verfahren und an Apparaten zum Walzen von TafelglasInfo
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C03—GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
- C03B—MANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
- C03B13/00—Rolling molten glass, i.e. where the molten glass is shaped by rolling
- C03B13/02—Rolling non-patterned sheets discontinuously
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- Grinding And Polishing Of Tertiary Curved Surfaces And Surfaces With Complex Shapes (AREA)
Description
PATENTAMT.
KLASSE 32: Glas.
Meine Erfindung bezieht sich auf Neuerungen in dem Verfahren und an Apparaten zum
Walzen von Tafelglas und hat den Zweck, die Politur des Glases vollkommener zu ge^·
stalten und eine wellenförmige Oberfläche zu erzeugen.
Dies wird erreicht, indem man die Walzen, durch welche das geschmolzene Glas zu einer
Tafel ausgebreitet wird, mit einer der fortschreitenden Bewegung nicht gleichenden Umfangsgeschwindigkeit
auf dem Glase entlang laufen läfst.
Bei den üblichen Maschinen zum Glattwalzen von Glastafeln sind die Zahnräder von
gleichem Durchmesser wie die cylindrische Walze; dies giebt Veranlassung, dafs die Glastafel
nicht selten blasig und auf der Oberfläche nicht überall gleichmäfsig glatt ist.
Aufserdem ist es zeitraubend und schwierig, die meist aus mehreren Stücken hergestellten
seitlichen Zahnstangen in verticaler Richtung durch Stellschrauben so genau in eine Ebene
zu bringen, dafs eine in allen Theilen vollkommen gleich starke Glastafel erzeugt wird.
Die nachbeschriebene Construction sucht auch diesem Uebelstande abzuhelfen.
Fig. ι ist eine Seitenansicht einer Glastafel-Walzmaschine
meiner Erfindung,
Fig. 2 ein Grundrifs von Fig. 1,
Fig. 3 ein Querschnitt nach der Linie 1 - 1
von Fig. i,
Fig. 4 ein theilweiser, abgebrochener Schnitt durch die Maschine mit modificirter Triebanordnung,
Fig. 5 die Oberansicht einer Platte aus wellenförmigem Glase, wie sie durch die Maschine
hergestellt wird,
Fig. 6 ein Querschnitt nach der Linie x-x der Fig. 5.
a, Fig. i, 2 und 3, ist der Tisch der Walzmaschine
, über welchem die cylindrische Walze b gelagert ist. Die Spindel c derselben
trägt an jedem Ende ein Zahnrad d, welches in eine Zahnstange e greift, die in einer Nuth
oder einem Kanal f an jeder Seite des Tisches untergebracht ist und in verticaler Richtung
verstellt werden kann, g g sind Handräder auf der Spindel c und h h Stangen auf dem
Tisch α zwischen dem letzteren und der Walze b, um die Stärke der zu walzenden
Glastafel genau bestimmen zu können.
Die Zahnräder d erhalten gröfseren Durchmesser als die Walze b, so dafs, wenn die
Spindel c durch die Handräder g g in Drehung versetzt wird, die Umfangsgeschwindigkeit der
Räder d, welche mit den Zahnstangen e in Eingriff stehen, gröfser ist als die Umfangsgeschwindigkeit
der Walze b, welche auf dem Tisch α entlang läuft. Die Folge davon ist,
dafs die cylindrische Fläche der Walze b auf der Oberfläche der Glastafel nicht fortschreitend
rollende, sondern verzögert gleitende Bewegung macht; dabei werden die Glaspartikelchen
innig zusammengezogen und die Dichtheit des Glases, sowie die Politur der Oberfläche
wesentlich erhöht.
Bei dem in Fig. 4 dargestellten Apparate haben die Zahnräder dl d1 einen um etwas
kleineren Durchmesser als die Walze b; die Radsätze sind so eingerichtet, dafs sie bequem
ausgewechselt werden können. Bei dieser An-
Ordnung, Fig. 4, ist, wenn man die Walzenspindel c durch die Handräder g in Drehung versetzt,
die Umfangsgeschwindigkeit der Triebe dl geringer als die der Walze b, der Umfang
derselben macht also auf der Glasfläche eine beschleunigte gleitende oder schleifende Bewegung,
so dafs eine unregelmäfsig wellenförmige Oberfläche der Glastafel beim Walzen erzeugt
wird. . ■
So hergestellte Glastafeln können zum Verglasen von Fenstern in Kirchen und Häusern
zweckmäfsig Anwendung finden, wo zwar das Eindringen von Licht, nicht aber gewünscht
wird, dafs das Innere von aufsen ohne Weiteres beobachtet werden kann. Diese wellenförmige
Oberfläche der Glastafel ist in Fig. 5 und 6 dargestellt; eine solche Glastafel unterscheidet
sich von dem sogen, gehämmerten Glas deutlich, da die gewellte Oberfläche durch
entgegenwirkende Kräfte erzeugt wird und infolge dessen unregelmäfsig wie die Meereswellen
ist, welche durch die Einwirkung des Windes auf einer Wasserfläche erzeugt werden,
die. der Bewegung durch Ebbe und Flut unterworfen ist.
. Um die seitlichen Zahnstangen entsprechend den verschiedenen Durchmessern der Zahnräder
d und d1, sowie der Stärke der auszuwalzenden
Glastafel vertical verstellen zu können, ist jede Zahnstange e als ein Gufsstück ausgebildet,
und in dem unteren Steg i sind Querlöcher j hergestellt, durch welche Vorstecker
Z gesteckt werden, welche für eine bestimmte Adjustirung einer Plattenstärke durchweg gleiche Stärke haben. Diese Vorstecker
sitzen also zwischen der oberen Zahnstange k und den ausgeschnittenen Seiten des Kanals f.
Mit Hülfe dieser durchweg gleich starken Vorstecker kann die Zahnstange genau und
bequem eingelothet werden, indem man die Zahnstange einfach hochhebt und die betreffenden
Vorstecker einlegt. Diese Methode unterscheidet sich also vortheilhaft von der bisher üblichen, die einzelnen Zahnstangenstücke
durch besondere Stellschrauben auf gleiches Niveau zu bringen.
Die in Aussparungen des Kanals f festliegenden
Vorstecker I verhindern auch jede Längsbewegung der Zahnstangen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Bei Maschinen zum Walzen von Glastafeln die Anwendung von Zahntrieben von gröfserem oder kleinerem Durchmesser als die die zähe Glasmasse verteilende Walze, um der Glastafel hohe Politur bezw. eine unregelmäfsig gewellte Oberfläche zu geben.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE38662T | 1886-08-04 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE38662C true DE38662C (de) | 1887-02-16 |
Family
ID=34624631
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE188638662D Expired DE38662C (de) | 1886-08-04 | 1886-08-04 | Neuerungen in dem Verfahren und an Apparaten zum Walzen von Tafelglas |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE38662C (de) |
-
1886
- 1886-08-04 DE DE188638662D patent/DE38662C/de not_active Expired
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