DE385170C - Arbeitsverfahren fuer Zweitakt-Explosions-Motoren - Google Patents

Arbeitsverfahren fuer Zweitakt-Explosions-Motoren

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DE385170C
DE385170C DEW59592D DEW0059592D DE385170C DE 385170 C DE385170 C DE 385170C DE W59592 D DEW59592 D DE W59592D DE W0059592 D DEW0059592 D DE W0059592D DE 385170 C DE385170 C DE 385170C
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Germany
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air
cylinder
compressor
piston
combustion
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DEW59592D
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STUDIENGESELLSCHAFT fur HOCHD
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02BINTERNAL-COMBUSTION PISTON ENGINES; COMBUSTION ENGINES IN GENERAL
    • F02B25/00Engines characterised by using fresh charge for scavenging cylinders
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02BINTERNAL-COMBUSTION PISTON ENGINES; COMBUSTION ENGINES IN GENERAL
    • F02B2700/00Measures relating to the combustion process without indication of the kind of fuel or with more than one fuel
    • F02B2700/03Two stroke engines

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Compressor (AREA)

Description

  • Arbeitsverfahren für Zweitakt-Explosions-Notoren. Das die Erfindung bildende Arbeitsverfahren ist bei einem Zweitakt-Hochdruck-Explosions-Motor verwendet, bei welchem mit zum Teil bekannten Konstruktionseinzelheiten die bisherigen Mängel des Zweitaktverfahrens beseitigt werden sollen. Das neue Arbeitsverfahren und die zur Durchführung desselben vorgesehenen Maßnahmen und Einrichtungen gewährleisten eine bessere Wärmeausnutzung der Zweitaktmotoren und gestatten, die Ladung auf etwa 2o Atm. vorzukomprimieren, um die so erzielten hohen Explosionsdrücke durch eine ebenso große Expansion wie beim Gleichdruckverfahren auszunutzen.
  • Der Kolben des mit einem Hochdruckkompressor gekuppelten Arbeitszylinders arbeitet dabei derart zwangläufig mit dem Kompressorkolben zusammen, daß der Kompressor verdichtet, während die Ladung im Verbrenrungszylinder expandiert. Die Kolbenbeschleunigungsdrücke werden nicht auf die Kurbelwelle übertragen, sondern sie werden
    in beiden Kollientotlagen von der verdichteten
    Luft allwechselnd ini 1-Zo;itpressor und ini
    Verhrenitungszvlinder altgebremst.
    Der Motor arbeitet finit der bekannten
    Bren-1stotfeinspritzung und es werden 1 ei
    dieseln -Motor alle rückstandsfrei vergasenden
    flüssigen Brennstoffe bis einschließlich Rolt-
    petroleuin verwendbar. Die Zündung soll
    (.lektrisch. vorzugsweise ma#,nctelektrisch er-
    folgen.
    Das die Erfindung bildende \-erfahren wird
    durch die Zeichnungen verdeutlicht, und zwar
    zeigen
    Abb. i bis 5 die fünf wichtigsten Arlleits-
    stellungen der Kolben und Ventile,
    Abb. (i eine:- 'Mittelschnitt durch den obe-
    ren Teil des Arbeitszylinders,
    Abh. 7 eine Draufsicht auf den Arl@eits-
    zylinder gemäß Abb. 6 nach Abliahine (fies
    Zylinderdeckels.
    Der -Motor bestellt aus einem Arl)eitszviin-
    der b und einem Kompressorzylinder f, in
    Jenen sich der Arbeitskolben o bzw. der Koin-
    pressork(illmn (1 bewegen. Beide Kolben a
    und d sind (furch den E1(-1 el < so miteinander
    verbunden. (iaß bei der Aufwärtsbewegung
    (fies einen Kolbens der andere eine Äbwärts-
    bewegung ausführt. Der Antrieb der Kurbel-
    welle erfol<-t nur durch den Arheitskolben a.
    Bei der `in Abb. i gezeigten Stellung ve:r-
    (lichtet der Arbeitskolben, während der Koni-
    pressorkoli:en ansaugt. Daher ist ani Arbeits-
    zyIinder h das Atispuitventil Ir geschlossen,
    (las Ansaugventil s ini Konipressorkolben d
    dagegen geöffnet. Der _-1rl-eitslcolben a he-
    wegt sich weiter nach oi-,vn. «-ähren(- sich (las
    Einblaseventil o öffnet (Abb. 2). Durch die-
    ses gelangt aus eilen i Druckluftbehälter i
    Luft finit etwa 15 Atin. Druck auf zwei We-
    ;gUti in den -\rl)eitszvlin(ler h, durch einen
    unteren Weg durch die Bre-instoff(iüse p,
    (furch einen oberen \Veg (furch eine ()tfnti?ig (1
    in der Zylinderwandung und einen
    (s. besonders Abb. (i und 7).
    In der Bremistotf(lüse t ist der Brennstoff
    (furch eine nicht dargestellte Brenlistoffpunipe
    bereits vorgelagert und wird voll der hin-
    durchströmenden Druckluft mitgerissen und
    vernebelt.
    Da die Temperatur ini Zylinder fiter 300°
    liegt, geht die: Vernebelung unmittelbar in
    Vergasung und Mischung über. Während
    (Mieser Zeit saugt der Kompressorkolben d
    weiter Luft durch das Ventil s all.
    Die Abb. 3 zeigt den Arbeitskohlen fast in
    seiner höchsten, cl. li. inneren Totpunktlage.
    Das Einblaseventil o ist l;ereits geschlossen
    und das Brennstoffluftgemisch im Arbeits-
    zylinder h fast vollständig komprimiert.
    Der Kompressorkolben d ist ebenfalls in
    der unteren Totpunktlage angekommen, hat
    dauernd angesaugt u;-(1 es schließt sich null
    das Ventil s, während ini Arbeitszylinder die
    Zündring und Explosion vor sich gellt, wo-
    durch der Arbeitskolben (a nach u-ten bewegt
    wird, während der leompressorl@oll--eti d nach
    oben bewegt wirft und die angesaugte Frisch-
    luft komprimiert.
    Während sich der Arbeitskolben cx nach
    unten l.ewegt, gibt er die in der Zvliii(lerwan-
    (hin g liegende Öffnung g., frei (Abb. 4).
    welche durch eine 1,eitli-i- .- iiiit einer i)ii-
    LI 25
    9 (les Kompressorzylinders in Verbin-
    #, 1 -
    dung steht (Abb. i).
    Weltn sich nämlich der Kompressorkolben d
    nach oben bewegt und die angesaugte Frisch-
    luft komprimiert, ist der Verbindungskalial gt
    ztni.iclist geöffnet, während der Verbindungs-
    kanal g, durch den Arheitskolhen c verschlos-
    sen gehalten wird. Wenn der Kompressions-
    druck auf diese Weise firn Kompressorzylin-
    der f und in der Leitung g auf etwa d Ätni.
    gestiegen ist, wird der Kanal g, furch den
    aufsteigenden Kolben d verschlossen; kurz
    darauf, wenn auch ini Arlleitszvlin(ler h der
    Druck nur noch etwa d. Atm. beträgt, gibt der
    absteigende Arheitskolben a den Kanal g, frei
    und die in der Leitung g aufgespeicherte
    Druckluft mit .1 Atin. Druck strömt in den
    -lrl)eitszvlin(ler ein, wol:ci sie sich zwischen
    den Kolben cr und die verbrannten Gase
    schiebt, (la sie bedeutend kälter und infolge-
    dessen spezifisch schwerer als die verl:rannten
    Gase ist. Gleichzeitig kühlt sie den Z__vIinder-
    boden.
    Der Arbeitskolben a steigt tiefer bis zur
    äußeren Totpunktlage. während der Kompres-
    sorkolben die apgesaugte Frischluft auf etwa
    15 Atni. komprimiert und durch (las inzwi-
    schen geöffnete Ventil t (Abb. 5) in den
    Druckluftbehälter i, drückt. Durch eine Kühl-
    schlange. h, wird hier die auf etwa 300e gestie-
    gene Kompressionstcniperattir auf ioo her-
    tllitergekiihlt.
    Wenn der Arbeitskolben in seiner tiefsten
    Lage angekommen ist und wieder aufzustei-
    gen beginnt, öffnet sieh das Auspuffventil h
    und :es findet der Druckausgleich statt, worauf
    die verbrannten Gase durch die über dem Kol-
    ben lagernde Voreintrittsluft und dann durch
    den aufsteigenden Kolben a aus dein Zylinder
    herausgedrückt werden. Sind alle verbrann-
    ten Gase aus dein Zylinder I( herausgedrückt,
    dann schließt sich das Auspuffventil h. Durch
    den aufsteigenden Kolben er ist inzwischen
    auch der Kanal g. geschlossen worden, so daß
    jetzt ini Zylinder mir noch die durch Kanal g2
    eingeströmte Voreintrittsluft sich hefindet,
    die nun auf etwa 2 Atm. verdichtet wird, bis
    sich wieder das Einblaseventil o öffnet und
    die neue Ladung in den Zylinder eintritt.
    Der Kompressorkolben bewegt sich nach
    dem Schließen des Ventils t wieder abwärts und saugt neue Frischluft an.
  • Das Ventil o öffnet sich rückläufig und kann infolgedessen gleichzeitig als Sicherheitsventil dienen, wobei der Überdruck nicht verloren geht, sondern vom Druckluftbehälter i aufgenommen wird.
  • Das Anlassen des Motors erfolgt durch Druckluft, die der Motor selbst erzeugt. Zu diesem Zweck ist der Druckluftbehälter i mit einer Reserveflasche durch eine Auffülleitung mit Rückschlagventil usw. verbunden.
  • Wenn man dann einen Anlaßnocken für das Druckluftventil o anordnet, so wird das Ventil. beim Einschalten des Nockens zum Anlaßventil und der Motor läuft als Druckluftmaschine an.
  • Somit hat das Ventil o dreierlei Zwecken zu dienen: i. als Einblaseventil, 2. als Sicherheitsventil, 3. als Anlaßventil.
  • Es ist verhältnismäßig klein und sehr wenig der Wärmebeanspruchung ausgesetzt. Im Zvlinderdeckel liegt mithin mir das zentrisch angeordnete Ausblaseventil h.
  • Die den Verbrennungsraum begrenzenden Flächen sollen zwecks Verminderung der Strahleneindringung stark versilbert sein. Die Versilberung wird zweckmäßig auf einer Zinkzwischenlage aufgebracht und letztere durch Erwärmen zur Verlötung der .Silberschicht benutzt.
  • Um eine Überhitzung überhaupt unmöglich zu machen, ist der oben angegebene Ringkanal r-, durch den die Luft in dem Zylinder strömt, von größter Bedeutung. Es wird durch diese Anordnung erreicht, daß die im mittleren Teil des Zylinders sich bildende Ladung von einem Mantel kühler, reiner Luft umschlossen ist. Denn beim Einströmen der Druckluft sinkt der Druck zunächst von 15 Atm. auf 2 Atm., und. es findet somit eine starke Unterkühlung der Luft statt, durch die auf kurze Zeit eine sehr gute Kühlung aller Teile stattfindet, so daß von der Wasserkühlung beinahe abgesehen werden kann. Außerdem werden die bei der Explosion entstehenden heißen Gase von den umgebenden Teilen durch diese kühlen Luftschichten gewissermaßen isoliert, so daß diese sich nicht in gleichem Maße erhitzen wie die entzündeten Gase. Dieser Umstand ist daher besonders wichtig, da infolge der Vorkomprimierun.- der Luft auf 2o Atm. Explosionsdruck von 5o bis 8o Atm. und dementsprechende Temperatursteigerungen auftreten. Im Kompressor soll jedoch die Endverdichtung 15 Atm. nicht überschreiten, da sonst Schmierölvergasungen eintreten können.
  • Es ist noch folgendes zu beachten: Die ganze Verbrennungsluft geht durch den Kompressor f, und eine besondere Spülung des Verbrennungszylinders ist nicht vorgesehen. Sie ist infolge Anordnung der Zwischenleitung g überflüssig.
  • Alle Ventile, mit Ausnahme der zum Kompressor gehörigen, werden durch Nocken gesteuert.

Claims (1)

  1. PATENT-ANsPRÜcHE: i. Arbeitsverfahren für Zweitakt-Hochdruck-Explosions-Motoren mit Vorkompression der Verbrennungsluft, dadurch gekennzeichnet, daß durch einen mit dem Arheitskolben gekuppelten Kompressorkolben der größte Teil der Verbrennungsluft, der zugleich zur Einspritzung des Brennstoffes dient, hoch vorkomprimiert wird, während ein Teil der Luft, die dem Verbrennungszylinder in niedrig kompri= miertem Zustand während der Expansion zugeführt wird, in einer mit dem Verbrennungs- und Kompressorzylinder in Verbindung stehenden Zwischenleitung (Voreintrittsluftbehälter) vom Kompressorkolben übergeschoben wird. z. Betriebsverfahren nachAnspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Zugang des Voreintrittsbehälters zum Verbrennungszylinder während des Ansaugens im Kompressor vom Kolben des Verbrennungszylinders geschlossen und vonr diesem geöffnet wird, nachdem der Kompressorkolben den Zugang zum Kompressor kurz vorher verschlossen hat. 3. Betriebsverfahren nach Anspruch i bzw. den Unteransprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß der Hauptteil der gekühlten Hochdruckluft einem Ringraum im Zylinderdeckel zugeführt und durch seitliche Aussparungen an der Zylinderwand entlang streichend zur Kühlung der Wandungen und des Kolbenbodens ausgenutzt wird, wobei gleichzeitig das hocherhitzte Explosionsgemisch im Verbrennungszylinder von einem isolierenden Mantel kühler Reinluft umschlossen wird. 4. Drucklufteinlaßventil zur Durchführung des Arbeitsverfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß dieses Ventil gleichzeitig als Anlaß- und Sicherheitsventil dient und sich nach dem Druckluftbehälter hin öffnet.
DEW59592D 1921-10-11 1921-10-11 Arbeitsverfahren fuer Zweitakt-Explosions-Motoren Expired DE385170C (de)

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DEW59592D DE385170C (de) 1921-10-11 1921-10-11 Arbeitsverfahren fuer Zweitakt-Explosions-Motoren

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DE385170C true DE385170C (de) 1923-11-20

Family

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DEW59592D Expired DE385170C (de) 1921-10-11 1921-10-11 Arbeitsverfahren fuer Zweitakt-Explosions-Motoren

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DE (1) DE385170C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2840923A1 (de) * 1977-09-22 1979-04-05 John Donald Wishart Brennkraftmaschine mit geteiltem arbeitsspiel

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2840923A1 (de) * 1977-09-22 1979-04-05 John Donald Wishart Brennkraftmaschine mit geteiltem arbeitsspiel

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