DE3850596T2 - Näherungsschalter mit Schwingkreis. - Google Patents

Näherungsschalter mit Schwingkreis.

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Description

  • Die Erfindung liegt auf dem Gebiet der Näherungsschalter, welche einen Gegenstand in Nähe durch eine Änderung der Amplitude eines Schwingungsausgangssignals eines Schwingkreises einer Schwingungsschaltung nachweisen.
  • Bei einem typischen herkömmlichen Näherungsschalter mit einem Schwingkreis, dessen Eigenschaften durch ein nachzuweisendes Objekt beeinflußt werden, ist ein Parallelschwingkreis 1 aus einer Nachweisspule L&sub1; und einem Kondensator C&sub1;, beispielsweise wie in Fig. 4 gezeigt, aufgebaut, und an diesen Parallelschwingkreis 1 ist eine Schwingungsschaltung 2 angeschlossen, so daß ein Hochfrequenzsignal erzeugt wird, welches durch eine Nachweisschaltung 3 nachgewiesen wird. Wenn ein Metallgegenstand 4 nahe an die Nachweisspule L&sub1; herangebracht wird, erhöht sich der Verlust in der Nachweisspule L&sub1; und der Zustand der Schwingung ändert sich, mit dem Ergebnis, daß die Amplitude ihres Ausgangssignals abnimmt. Das Ausgangssignal der Nachweisschaltung 3 wird dann einer Vergleichsschaltung 5 zur Diskriminierung desselben gegenüber einem bestimmten Niveau zugeführt und ein Gegenstandsnachweissignal gewonnen, das von einer Ausgangsschaltung 6 einer externen Schaltung zugeführt werden kann. Ein in der Nähe befindlicher Gegenstand kann also über die Feststellung der Abnahme der Amplitude des Ausgangssignals der Schwingungsschaltung 2 nachgewiesen werden.
  • Bei einem herkömmlichen Hochfrequenz-Näherungsschalter wurde, um den Verlust der Nachweisspule L&sub1; als Folge der Gegenwart eines sich annähernden Gegenstands in Relation zum Eigenverlust der Spule zu bringen, die Schwingungsfrequenz so gewählt, daß die Konduktanz der Nachweisspule L&sub1; selbst minimiert wird. Wenn der Gütefaktor der Nachweisspule L&sub1; Q, ihre Induktivität L, die Resonanzfrequenz f und der Wert des Parallelkondensators C ist, drückt sich die Konduktanz g&sub0; der Nachweisspule L&sub1; durch die unten stehende Gleichung (1) aus:
  • g&sub0; = 2πfC/Q . . . (1)
  • f = 1/(2π LC).
  • In einem Metallkörper wird, wenn dieser nahe an die Nachweisspule eines Hochfrequenz-Näherungsschalters herangebracht wird, ein gewisser Wirbelstrom erzeugt. Daher fällt gleichzeitig die Reaktanz der Nachweisspule L&sub1; ab, und die Schwingungsfrequenz steigt an, wodurch der Gütefaktor Q der Nachweisspule L&sub1; vermindert wird. Infolgedessen nimmt die Konduktanz der Nachweisspule L&sub1; zu. Die Konduktanz gr der Nachweisspule L&sub1; am Resonanzpunkt drückt sich, wenn ihre Änderung durch Δg ausgedrückt wird, durch die folgende Gleichung (2) aus.
  • gr = g&sub0;+Δg . . . (2).
  • Zum Nachweisen eines Gegenstands mit hoher Empfindlichkeit muß die Änderung der Konduktanz Δg/g&sub0; erhöht werden, wobei es zu diesem Zweck wünschenswert ist, daß die ursprüngliche Konduktanz g&sub0; der Nachweisspule minimiert ist. Der Gütefaktor Q der Nachweisspule L&sub1; wird durch das Verhältnis der Reaktanz ωL an der gegebenen Frequenz zum Innenwiderstand r der Nachweisspule L&sub1; (ωL/r) ausgedrückt. Mit zunehmender Frequenz erhöht sich daher der Gütefaktor Q, erreicht aber in Wirklichkeit infolge der verteilten Kapazität zwischen den Wicklungsdrähten und des Skin- Effekts einen Scheitelwert an einer bestimmten Frequenz, die für die Nachweisspule charakteristisch ist, wie dies im Graphen der Fig. 5, der über der Frequenz aufgetragen ist, gezeigt ist. In der Praxis wird eine Frequenz in der Nähe der Scheitelfrequenz als Resonanzfrequenz ausgewählt. Infolgedessen reichten die Resonanzfrequenzen herkömmlicher Näherungsschalter, die einen Resonanzkreis für Hochfrequenzschwingungen verwenden, von mehreren Hundert kHz bis 1 MHz.
  • Bei einem solchen herkömmlichen Hochfrequenz-Näherungsschalter wurde jedoch die Konfiguration der nachzuweisenden Metallgegenstände bei der Auswahl der Schwingungsfrequenz nicht berücksichtigt. Daher zeigte der Näherungsschalter die gleiche Empfindlichkeit unabhängig davon, ob die Metallgegenstände Metallspäne bzw. -schnitzel, wie Stahlspäne und Aluminiumspäne, oder Metallplatten, wie Stahlplatten und Aluminiumplatten, waren. Infolgedessen können, wenn ein solcher Hochfrequenz-Näherungsschalter in Verbindung mit einer Werkzeugmaschine in einer Fertigungsanlage verwendet wird, Probleme entstehen, weil der Näherungsschalter nicht nur Gegenstände, wie Stahlplatten und Aluminiumplatten, die nachgewiesen werden sollen, nachweist, sondern auch Metallspäne, die sich, entstanden durch das Arbeiten der Werkzeugmaschine, auf der Nachweisfläche des Hochfrequenz-Näherungsschalters ansammeln und nicht nachgewiesen werden sollen. Insbesondere wegen der Verwendung von Schneidöl beim Spanen von Metallgegenständen haben Metallspäne die Neigung, sich auf der Nachweisfläche des Näherungsschalters aufzubauen, was die Möglichkeit des Auftretens von Fehlfunktionen des Näherungsschalters erhöht.
  • Aus VALVO, Schaltungssammlung, Heft 1, Ausgabe 1970 ist ein induktiver Näherungsschalter bekannt, welcher bei einer Frequenz von 17,5 kHz arbeitet. Keine spezielle Anwendung dieses Schalters ist angegeben.
  • DE-A-28 28 880 veranschaulicht die Verwendung eines Näherungsschalters, der es ermöglicht, zwischen einem sich annäherenden Ferritkern einerseits und beliebigen Metallstücken oder Metallspänen andererseits zu unterscheiden.
  • Die Erfindung ist in Patentanspruch 1 definiert.
  • Der Bereich der Resonanzfrequenz zwischen 3 und 15 kHz ist bevorzugt, wenn das Material des nachzuweisenden Gegenstands ein Stahlmaterial ist, ein Bereich von 3 bis 8 kHz, wie in Anspruch 2 definiert, wenn es sich um Aluminiummaterial handelt.
  • Die Erfindung ist höchst vorteilhaft in einer Umgebung, wo eine Werkzeugmaschine verwendet wird und die Gefahr besteht, daß sich Metallspäne angrenzend an den Näherungsschalter ansammeln.
  • Eine Anhäufung von Metallspänen, die durch das Arbeiten einer Werkzeugmaschine erzeugt werden, wird als aus einer großen Anzahl von kleinen elektrisch leitenden Teilchen bestehend betrachtet, die miteinander mit einem bestimmten elektrischen spezifischen Widerstand verbunden sind, während eine nachzuweisende Stahl- oder Aluminiumplatte als aus einem einstückigem Körper bestehend betrachtet wird, der im Verhältnis einen sehr kleinen spezifischen elektrischen Widerstand involviert. Wenn die Schwingungsfrequenz hoch ist, ist daher die elektromotorische Kraft bzw. die induzierte Spannung des Wirbelstroms hoch, weshalb im wesentlichen große Wirbelströme in einer Metallplatte oder in Metallspänen erzeugt werden. Mit abnehmender Frequenz wird die elektromotorische Kraft des Wirbelstroms kleiner, und im wesentlichen hoher Wirbelstrom wird in der Metallplatte, im wesentlichen kleiner Wirbelstrom aber in den Metallspänen erzeugt. Daher ist es möglich, Metallspäne von einer Metallplatte beim Feststellen eines in Nähe befindlichen Gegenstands zu unterscheiden, indem die Schwingungsfrequenz abgesenkt und die Größe des Wirbelstroms ausgewertet wird, der durch das Vorhandensein des Gegenstands in Nähe zur Nachweisspule erzeugt wird.
  • Fig. 2 zeigt die Änderung der normierten Impedanz der Nachweisspule, wenn eine nicht-magnetische Metallplatte nahe an die Nachweisspule herangebracht wird. In diesem Graphen entspricht der obere linke Punkt einem Zustand, in dem kein metallischer Gegenstand in Nähe zur Nachweis Spule vorhanden ist und deshalb weder die Änderung der Reaktanz- noch der Resistanzkomponente infolge Wirbelstrom erzeugt wird. In diesem Graphen ändert sich, wenn ein Metallgegenstand näher an die Nachweisspule herangebracht wird, der normierte Abstand L&sub1;/r&sub1;, der als Verhältnis des Abstandes zum Objekt l&sub1; (unendlich bis null) zum Radius r&sub1; der Spule L&sub1; definiert ist, von unendlich nach null. Die Kurven im Graphen bezeichnen die Änderungen der Reaktanz und der Resistanz oder, mit anderen Worten, den Verlust in der Spule über diesem normierten Abstand. In diesem Graphen wird die Eigenimpedanz der Spule als Z&sub0; = R&sub0; + jωL&sub0; gesetzt, während die Impedanz der Spule, wenn ein Metallgegenstand nahe an die Nachweisspule herangebracht wird, als Z = R&sub0; + ΔR + jωL gesetzt wird, und die vertikale Achse entspricht ωL/ωL&sub0; während die horizontale Achse ΔR/ωL&sub0; entspricht. Die im Graphen angegebenen Zahlen (1, 10, 100 und 1000) sind die Werte der normierten Frequenz F an den entsprechenden Punkten, die auf der unten angegebenen Gleichung (3) beruhen.
  • F = 2πfuσr² . . . (3)
  • wobei
  • f: Frequenz des auf die Spule gegebenen Signals
  • u: Permeabilität des Metallgegenstands
  • σ: elektrische Leitfähigkeit des Metallgegenstandes
  • r: Radius der Spule.
  • Dieser Graph gilt für nicht-magnetische Materialien. Wenn die Werte für die Permeabilität von 1,257·10&supmin;&sup6; (H/m) und elektrische Leitfähigkeit von 3,64·10&sup7; (1/ohm·m) für Aluminium und ein Spulenradius von 7,5·10&supmin;³ (m) in die Gleichung eingesetzt werden, gilt die folgende Beziehung zwischen der tatsächlichen Frequenz und der normierten Frequenz.
  • f = 61,84·F (Hz).
  • Die Werte in den Klammern in Fig. 2 geben die nach dieser Formel berechneten tatsächlichen Werte an.
  • Wie oben beschrieben, reichen bei herkömmlichen Hochfrequenz-Näherungsschaltern ihre normierten Frequenzen in einen hohen Bereich, wie den durch A in Fig. 2 angegebenen Bereich, da sie Frequenzen benutzten, die mehr als mehrere Hundert kHz betrugen. In diesem Bereich ist für gewöhnlich der Verlust groß, auch wenn die elektrische Leitfähigkeit des Metallgegenstands klein ist, weshalb kleine Metallteile leicht nachgewiesen werden. Wenn andererseits die normierte Frequenz niederig ist, wie durch den Bereich B in Fig. 2 dargestellt, ist gewöhnlich der Verlust klein, wenn die elektrische Leitfähigkeit des Metallgegenstands klein ist, weshalb kleine Metallteile nicht leicht nachgewiesen werden. Die vorliegende Erfindung beruht auf dem Vorschlag, eine niedrigen Frequenzbereich zu verwenden, in welchem die Resistanzänderung oder, mit anderen Worten, der Verlust in der Spule bei Nachweis von verhältnismäßig großen Metallgegenständen groß und die Änderung der Resistanz, oder, mit anderen Worten der Verlust in der Spule bei Nachweis von verhältnismäßig kleinen Metallteilen klein ist. Wenn die Frequenz niedriger als der Bereich B ist, wird selbst der Nachweis einer Metallplatte unmöglich.
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung ist die Schwingungsfrequenz des Hochfrequenz-Näherungsschalters auf den Bereich von 3 bis 15 kHz beschränkt, der wesentlich niedriger als diejenigen herkömmlicher Hochfrequenz-Näherungsschalter ist. Planare Gegenstände können daher aus der Erzeugung von Wirbelstrom und der sich ergebenden Änderung der Resistanz der Spule nachgewiesen werden, kleine Metallteile werden aber keinen nennenswerten Betrag an Wirbelstrom erzeugen und daher sehr geringe Änderungen der Resistanz der Spule bewirken.
  • Der Hochfrequenz-Näherungsschalter, wie er gemäß der Erfindung verwendet wird, ist daher auf planare Metallgegenstände aus Aluminium, Stahl oder dergleichen empfindlich und kann diese nachweisen, weist aber kleine Metallteile nicht nach, die durch das Spanen solcher Metallgegenstände erzeugt werden. Wenn daher dieser Hochfrequenz-Näherungsschalter mit einer Werkzeugmaschine verwendet wird, wird der Näherungsschalter durch die Metallspäne, die als Folge des Arbeitens der Werkzeugmaschine erzeugt werden, nicht beeinflußt werden und kann die Zuverlässigkeit des Steuersystems, welche den Näherungsschalter verwendet, drastisch verbessern.
  • Die vorliegende Erfindung wird nun unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben. Auf diesen ist
  • Fig. 1 ein Schaltbild, welches den Aufbau einer Ausführungsform eines Hochfrequenz-Näherungsschalters zeigt, wie er gemäß der vorliegenden Erfindung verwendet wird,
  • Fig. 2 ein Graph, welche die Frequenzkurven des Wirbelstrom-Magnetflusses zeigt, der in einem nachzuweisenden Gegenstand erzeugt wird,
  • Fig. 3 ein Graph, welcher Änderungen des nachweisbaren Bereichs in Beziehung zur Frequenz der Nachweisspule gemäß der vorliegenden Erfindung in Bezug auf den anhand der Konduktanz von Aluminiumspänen, die gegen die Nachweisfläche gedrückt werden, ausgewählten Schwellenwert (C1 und C2) und den anhand der Konduktanz von Aluminiumspänen, die einfach mit der Nachweisfläche in Berührung gebracht sind, ausgewählten Schwellenwert (C1 und C2) zeigen,
  • Fig. 4 ein Blockschaltbild, welches einen herkömmlichen Hochfrequenz-Näherungsschalter zeigt, und
  • Fig. 5 ein Graph, welcher die Änderungen des Gütefaktors (Q) der Spule in Beziehung zur Frequenz zeigt.
  • Fig. 1 ist ein Schaltbild, welches den Schaltungsaufbau eines Wechselspannungs-Zweileiter-Hochfrequenz-Näherungsschalters zeigt, wie er gemäß der Erfindung verwendet wird. In diesem Schaltbild ist eine Diodenbrücke DB zur Vollweggleichrichtung mit Eingängen 11 und 12 verbunden. Das positive Ende der Diodenbrücke DB ist mit einer Schaltungs-Schaltung 13 verbunden, welche einen Thyristor SCR und eine Zener-Diode ZD1 aufweist. Die Zener-Diode ZD1 liefert eine konstante Spannung an verschiedene Teile der Schaltung, wenn der Thyristor SCR in einem leitenden Zustand ist. Ein Leuchtdiode D1 ist zur Anzeige des aktiven Zustandes der Schaltung zur Zener-Diode ZD1 parallel geschaltet. Die Zener-Diode ZD1 ist ferner über eine Diode D2 mit einer Konstantspannungsschaltung 14 verbunden, welche eine Zener-Diode ZD2 und einen Glättungskondensator C2 aufweist. Der Näherungsschalter ist mit einer Hartley-Schwingungsschaltung 15 versehen, welche einen Parallelschwingkreis aufweist, der aus einer Nachweisspule L&sub2; und einem Kondensator C&sub3; besteht. Das heiße Ende der Spule L&sub2; der Schwingungsschaltung 15 ist mit der Basis eines Transistors Tr1 über einen Transistor Tr2 verbunden, welcher als Diode verschaltet ist, und der Emitter dieses Transistors Tr1 ist mit einem Zwischenabgriff der Spule L&sub2; über einen Widerstand R1, eine Parallelschaltung aus einem Thermistor R2 zur Temperaturkompensation der Schwingungsspule L&sub2; und einem Widerstand R3, und einen Widerstand R4 verbunden. Der Transistor Tr2 temperaturkompensiert die Basis-Ermitter-Spannung des Transistors Tr1, und sein Schwingungsausgangssignal wird einer Integrierschaltung 16 für seinen Emitter zugeführt. Der Kollektor eines Transistors Tr3 in der Integrierschaltung 16 ist mit Spannung verbunden, während der Emitter mit einem Glättungskondensator C&sub4; verbunden ist, und ihr Integrationsausgangssignal wird einer Vergleichsschaltung 17 zugeführt. Die Vergleichsschaltung 17 umfaßt ein Paar von Widerständen R5 und R6, welche die Emitterspannung des Transistors Tr3 teilen, und einen Transistor Tr4, der durch den Knoten zwischen den Widerständen gesteuert wird, zur Diskriminierung der Schwingungsamplitude gemäß dem Ausgangssignal der Integrierschaltung 16. Ihr Ausgangssignal wird vom Kollektor des Transistors Tr4 über einen Widerstand R7 dem Gate des Tyristors SCR zugeführt.
  • Wie weiter oben beschrieben, wird für diese Ausführungsform eine niedrige Schwingungsfrequenz ausgewählt. Es sei angenommen, daß die Nachweisspule aus 800 Wicklungen eines Drahtes mit 0,06 mm Durchmesser (Spule L2a) besteht und der Wert des dazu parallel geschalteten Kondensators C&sub3; 0,02 uF ist. Wenn die Induktivität der Nachweisspule L2a 2,5·10&supmin;² (H) beträgt, ergibt sich eine Schwingungsfrequenz der Schwingungsschaltung 15 von 10 kHz. Wenn die Nachweisspule aus 600 Wicklungen eines Drahtes besteht, der einen Durchmesser von 0,14 mm hat (Spule L2w), und die Induktivität der Nachweisspule L2b 3,38·10&supmin;² (H) beträgt, während der Wert des dazu parallel geschalteten Kondensators C&sub3; 0,03 uF beträgt, ergibt sich eine Schwingungsfrequenz der Schwingungsschaltung 15 von 5 kHz. Es wird also ein Frequenzbereich verwendet, der wesentlich niedriger ist als diejenigen herkömmlicher Hochfrequenz-Näherungsschalter.
  • Die im folgenden wiedergegebenen Tabellen 1 und 2 zeigen die Änderungen der Konduktanz gr der Nachweisspule L&sub2; in Beziehung zum Abstand des Gegenstands, der aus einer Stahlplatte und einer Aluminiumplatte besteht, wenn die Schwingungsfrequenz zwischen 100 Hz und 500 kHz variiert wird. Tabelle 3 zeigt Änderungen der Konduktanz gr der Nachweisspule L&sub2; wenn der Abstand der nachzuweisenden Gegenstände, die in diesem Fall aus Aluminiumschneidspänen, wie sie sind, und Aluminiumschneidspänen, die durch eine Last von 5 kg komprimiert sind, bestehen, mit einem Inkrement von 1 mm verändert wird. Die Einheit der Konduktanz ist in diesen Tabellen in Siemens (S) gegeben. Tabelle 1 Abst. unendl. Einheit Abst. unendl. Einheit Tabelle 2 Abst. unendl. Einheit Abst. unendl. Einheit Tabelle 3 Abst. Einheit
  • Um einen Metallkörper ohne Nachweis von Schneidspänen nachzuweisen, muß die Konduktanz der Nachweisspule, wenn der nachzuweisende Metallgegenstand nahe an die Nachweisspule herangebracht ist, größer als diejenige der Nachweisspule sein, wenn Schneidspäne gegen die Nachweisfläche gedrückt werden. Da die Konduktanz der Nachweisspule sich mit dem Abstand des nachzuweisenden Gegenstands ändert, ist es möglich, einen Bereich, der die oben erwähnten Bedingungen erfüllt, als nachweisbaren Bereich auszudrücken, indem die Frequenz auf der horizontalen Achse und der Abstand zum nachzuweisenden Gegenstand auf der vertikalen Achse genommen wird.
  • Fig. 3 ist ein solcher Graph, welcher einen nachweisbaren Bereich in Beziehung zur Frequenz zeigt. Die Kurve C1 bezeichnet einen Bereich, in welchem eine Stahlplatte eine größere Konduktanzänderung als Aluminiumspäne erzeugt, die mit einem Druck von 5 kg zusammengedrückt sind, und Kurve C2 einen nachweisbaren Bereich für eine Aluminiumplatte unter identischen Umständen. Kurven D1 und D2 bezeichnen Bereiche, in welchen der Nachweis einer Stahlplatte bzw. einer Aluminiumplatte möglich ist, weil diese größere Konduktanzänderungen erzeugen als Aluminiumspäne in einem Abstand null (oder, mit anderen Worten, wenn diese auf einer Nachweisfläche angesammelt sind). Die Kurve C1 zeigt, daß es einen Bereich gibt, in welchem der Nachweis nicht möglich ist, wenn die Frequenz unter 2 kHz liegt, weil die Induktanz der Nachweisspule zunimmt und der Verlust in der Spule zunimmt, wenn eine Stahlplatte näher an die Nachweisspule herangebracht wird. Es ist daher erforderlich, die Schwingungsfrequenz der Schwingungsschaltung höher als 3 kHz auszuwählen. Die Obergrenze der Frequenz muß indessen zum Nachweis einer Aluminiumplatte niedriger als 100 kHz sein. Ferner muß ein praktisch verwendbarer Näherungsschalter in der Lage sein, eine Stahlplatte nachzuweisen, die in einem bestimmten Abstand von beispielsweise 8 mm oder mehr angeordnet ist, weshalb die Frequenz niedriger als 30 kHz in der Kurve D&sub1; sein muß. Ein bevorzugter Bereich der Schwingungsschaltung eines Näherungsschalters ist daher von 3 kHz bis 30 kHz und, wenn ein ausreichend großer Nachweisbereich für eine Stahlplatte erforderlich ist, sollte der bevorzugte Bereich 3 kHz bis 15 kHz sein. Um ferner einen Fehlnachweis einer Stahlplatte infolge einer Anhäufung von Aluminiumspänen auf der Nachweisfläche zu vermeiden, ist der bevorzugte Frequenzbereich 3 bis 8 kHz.
  • Wenn der Frequenzbereich in dieser Weise ausgewählt wird, kann eine Aluminiumplatte oder Stahlplatte in einem bestimmten Abstand nachgewiesen werden, ohne daß dabei Aluminiumspäne usw. in Nähe nachgewiesen werden. Der Näherungsschalter gemäß der Erfindung kann daher als Näherungsschalter mit selektiver Nachweisfähigkeit verwendet werden, der einen Gegenstand in Nähe abhängig von seiner Form nachweist.
  • Die hier angegebenen Konstanten der Spule sind nur ein Beispiel, und die Anzahl der Wicklungen und die Induktivität der Nachweisspule sollten so ausgewählt werden, daß man die oben beschriebenen Bereiche für die Frequenz und Induktivität erhält.
  • Die vorliegende Ausführungsform gehört zu einem Näherungsschalter, welcher eine normale Hartley-Schwingungsschaltung verwendet, aber es liegt auf der Hand, daß sich ähnliche Ergebnisse erzielen lassen, wenn Schwingungsschaltungen anderer Arten verwendet werden.

Claims (2)

1. Verwendung eines Näherungsschalters zum Feststellen des Vorhandenseins eines elektrisch leitenden Gegenstands in Nähe und mit einer eine Schwingungsspule (L&sub2;) enthaltenden Schwingungsschaltung (15), die als Resonanzelement dient und mit einer Resonanzfrequenz in einem Bereich zwischen 3 kHz und 15 kHz versehen ist, einer Nachweisschaltung zum Feststellen einer Änderung des Schwingungsausgangssignals der Schwingungsschaltung, die durch eine Änderung der Resistanz der Spule (L&sub2;) bewirkt ist, und einer Bestimmungsschaltung zum Auswerten der durch die Nachweisschaltung festgestellten Änderung, so daß bestimmt wird, ob ein elektrisch leitender Gegenstand in eine bestimmte Nähe zur Schwingungsspule gelangt ist oder nicht, zur Unterscheidung im Nachweis zwischen einer Ansammlung von kleinen Metallteilen und verhältnismäßig großen metallischen Gegenständen, die in der Nähe des Schalters vorhanden sind.
2. Verwendung eines Näherungsschalters nach Anspruch 1, bei welchem die Resonanzfrequenz im Bereich zwischen 3 kHz und 8 kHz liegt.
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